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[Review] Olight H2R Nova - XHP50

Kenjii

Flashaholic**
21 Mai 2012
1.828
2.988
113
Niederkassel
Olight Taschenlampen
Trustfire
Hallo,

und ein weiteres Review von mir zu einer Lampe :thumbup: Das Testexemplar der Olight H2R Nova wurde mir freundlich von Olight Direct De für dieses Review bereitgestellt. Sie ist die grosse Schwester der H1R Nova (16340) und wird mit einem 18650er Akku betrieben.




Einleitung/Allgemeines
Das Label Olight ist sicherlich gut bekannt auf dem Taschenlampenmarkt und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Olight besticht bereits seit 2006 im Premiumsegment mit hoher Qualität und einem breiten Produktportfolio für unterschiedliche Einsatzzwecke. Heute schauen wir uns die neue Olight H2R Nova Stirnlampe an, die mit einer XHP50 bestückt ist und damit einen Output von 2300 Lumen verspricht.










Lieferumfang
Die Lampe kam gut verpackt in einer ansprechenden Box. Das ist Olight Standard. Neben der Lampe gehört ein USB-Ladekabel, eine mehrsprachige Bedienungsanleitung, das Stirnband, der bereits eingelegte Olight 18650 Spezialakku und ein paar Klebepads zum Lieferumfang.




Technische Daten (Herstellerangaben)
HerstellerOlight
ModellH2R Nova
LED1x Cree XHP50
MaterialAluminium
ReflektorTIR
Akku1x18650
Treibermodi3+2+1
Treiberstromn.n.
Helligkeit2300Lumen
Reichweite153m
Laufzeitmax. 45 Tage
MemoryJa
Schalterelektr. Seitenschalter
IPX SchutzklasseIPX-8
Abmessungen25mm Ø Kopf, 110mm Länge
Sturzsicherheit1,5m
Gewicht (inkl. Akku)100g
AnodisierungHA-III

Grössenvergleich

Hier der Grössenvergleich der Lampe. Hier gegenüber der Olight H1R und der Armytek Wizard Pro V2.




Luxmessung (ohne Gewähr)
Mit einem iClever LX1330b habe ich auf 1 Meter umgerechnet bei der Olight H2R 5970 Lux gemessen. Dies entspricht nach ANSI einer Reichweite von ca. 154m.

Per Ceiling Bounce habe ich im Vergleich zur Zebralight SC52w (500Lumen) bei der H2R 2275 Lumen gemessen.


Bedienung
Der Seitenschalter der Lampe sitzt weiterhin am Lampenkopf, wie bei der H1/H1R auch. Der Druckpunkt ist angenehm und spürbar, egal ob man die Lampe mit dem Daumen oder Zeigefinger bedient. Das UI ist Olight Standard. Es stehen folgende Modi zur Verfügung:
Moon (Beim Einschalten gedrückthalten)
Low
Mid
High
Turbo (Doppelklick)
Strobe (Dreifachklick)

Moon kann, wie gewohnt durch langes Drücken aus dem ausgeschalteten Zustand erreicht werden. Der temperaturgesteuerte Turbo per Doppelklick und der Strobe per dreifach Klick. Das kennt man so auch von anderen Olights.



Die Lampe ist Tailstand-fähig und verfügt mit dem Clip über einen Wegrollschutz. Das ist bei einer Stirnlampe aber eher unwichtig.

Ein Olight 18650er Hochstromakku ist wie gewohnt in der Lampe bereits eingelegt und muss lediglich entsichert werden.



Danach schnell an den Lader und schon kann es losgehen. Ein USB-Ladekabel liegt bei, es kann aber auch der Olight Dock verwendet werden, den man von anderen Lampen kennt.



Während des Ladevorgangs leuchtet die Ladebuchse am Kabelende rot, sobald der Vorgang abgeschlossen ist, leuchtet die Ladebuchse dann grün.



Alle Teile der Lampe



Die Lampe kann mit angebrachtem Clip in die Halterung eingelegt weden. Da sie dazu magnetisch ist, wird das ganze auch nicht zum Geduldsspiel. Toll gelöst. Danach einfach den Gummibügel über den Nippel ziehen. Die Lampe sitzt ausreichend fest, lässt sich aber immer noch gut nach oben/unten bewegen. Das Gewicht ist auch nicht unangenehm, ich jogge im Ernstfall einfach nicht so weit :pfeifen:







Treiber
Die Lampe verfügt über einen Multimode-Treiber mit 3 Standard Leuchtstufen plus Moon, Turbo und Strobe, die nicht in der normalen Schaltreihenfolge liegen. Der Turbo ist dabei temperaturgesteuert und regelt die Lampe bei Erreichen der Höchsttemperatur herunter, aber auch etwas untypisch für Olight unmotiviert und schlagartig wieder hoch. Obwohl die Lampe dabei von über 2000 auf deutlich unter 1000 Lumen fällt, ist es dennoch kaum sichtbar. Die Abstufung der Modi ist aus meiner Sicht auch wieder gut gelungen. Die Modiwechsel erfolgen dabei wie gewohnt "soft". Ein elektronischer Lockout ist möglich. Die Lampe verfügt darüber hinaus über eine Akkuwarnungsanzeige per Blinksignal. Man kann dann nach und nach die höheren Modi nicht mehr verwenden. Natürlich speichert die Lampe die zuletzt verwendete Leuchtstufe.


Qualität
Ach, ich mag Olights :) Die Fertigungsqualität ist über jeden Zweifel erhaben. Die Lampe fühlt sich in der Hand extrem wertig an, aber auch spürbar schwerer als die kleine H1R. Das Knurling ist weich aber griffig. Mir liegt die Lampe gut in der Hand, meist wird die aber in der Halterung am Kopf getragen. Ansonsten habe ich nichts Scharfkantiges oder auch nur den kleinsten Makel feststellen können.



Die Wärmeableitung der Lampe funktioniert sehr gut. Die Lampe erwärmt sich spürbar nach sehr kurzer Zeit.



Die LED ist sauber zentriert in der TIR Optik.



Insgesamt Top Qualität von Olight.


Beamshots

Outdoor Beamshots

Entfernung zur Brücke sind ca. 10m Nikon P100, f=5,6, 0,5 Sek., ISO=400.

Kontrollshot



Olight H2R



Olight HS2



Arymtek Wizard Pro V2 warm



Die Helligkeit der H2R ist grossartig bei sehr breitem Abstrahlwinkel. Im praktischen Einsatz ist es auch nicht direkt spürbar, wie sie herunterregelt, höchstens das Hochregeln ;-) Es ist auf jeden Fall massig Licht da und die Lampe übertrumpft die kleine H1R erwartungsgemäß um Längen. Ich brauche eh nicht ständig die höchsten Stufen. Macht richtig Laune bei sehr schönem CW, was nicht zu kalt oder gar blau ist. Gefällt mir sehr gut und ist beim Joggen angenehm. Das Lichtbild ist auch sehr weich.

Fazit
Die Olight H2R ist eine tolle Lampe und wird nun vermutlich meine Wizard ablösen. Es wird Zeit in die XHP-Klasse zu wechseln. Die maximale Helligkeit benötige ich nicht ständig, aber es ist doch immer ein gutes Gefühl Reserven zu haben. Nachdem ich mittlerweile einige Olight Lampen habe, ist es auch schön, über eine homogene Bedienung bei diversen Lampen zu verfügen, man wird ja nicht jünger :D
Das Stirnband sitzt auch gewohnt gut, die Lampe funktionert unterwegs einfach gut.

Holt sie Euch. Meine Kaufempfehlung hat die Olight H2R defintiv. Die Lampe kann über den Amazon-Store von Olight Direct De bezogen werden.

Grüsse

Kenjii
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

valentinweitz

Flashaholic*
25 Oktober 2016
728
759
93
Heiden (CH)
Pfui, eine weitere Kaufempfehlung.... Ihr Tester treibt uns noch in den Ruin!

Spass bei Seite, ne tolle Lampe, ein grossartiger Testbericht, vielen Dank dafür!
Ich suche immer noch Gründe sie nicht zu kaufen,
Valentin
 

freaksound

Moderator
Teammitglied
23 März 2011
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Baden-Württemberg
stirnlampen.reviews
Bedenkt dass die Lampe in den Normalmodi zwar auch mit anderen Akkus läuft, aber im Turbo dermaßen stromghungrig ist dass kaum ein geschützter Akku in der Lage ist den geforderten Strom zu liefern. Ein Eagtac 3500 zum Beispiel funktioniert nicht, und das möchte was heißen.
 

Tombstone

Flashaholic**
27 November 2016
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nahe Würzburg
So what? Ich kann Dir mich ACEBEAM / IMALENT / NITECORE zuschmeissen, die das alle können.

Nope, ich stimme Phantom zu: diese dämlichen Spezialakkus sind für mich ein NoGo und haben schon die Trennung von meiner R50 Pro verursacht.
 
  • Danke
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Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
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BaWü
Olight Shop
Wer höchste Lumen sucht,
kommt um "Spezialakkus" nicht rum.

Geniales Review und eine klasse Lampe!

Gruß Xandre
 

Paintball

Flashaholic**
29 März 2017
1.754
1.682
113
Wedemark
Danke für das Review, ich hatte die H2R als PA Lampe zu Hause.
Für die Größe macht sie echt viel Licht. :thumbup:
Habe mich aber für die H1R entschieden, weil sie kleiner ist und mir die max. 600lm ausreichen.
 

Tombstone

Flashaholic**
27 November 2016
2.924
2.371
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nahe Würzburg
@freaksound

Da hast Du mich missverstanden - ja, die liefern keine 2.300 lm mit nur einer Zelle, sondern ein Vielfaches davon mit eben mehreren Zellen.

Worauf ich hinauswill, ist, dass ich keine Sonderverschaltung für diese Lumen benötige - das hat einzig was mit der Zelle an sich zu tun, und nicht wo der Pluspol sitzt. Dass der 3.500er Eagtac das nicht kann ist daher auch nicht weiter verwunderlich - dafür hat er sowohl die falsche Elektronik als auch die falsche Basiszelle.

Ich sehe keine Schwierigkeit darin, die Lampe mit einer der von mir genannten High Drain Zellen unter Volllast zu betreiben. Es geht mir einzig und allein um die von Olight gewollte Bindung an einen ganz speziellen Akku,d en man nur bei ihnen bekommt...
 

Kenjii

Flashaholic**
21 Mai 2012
1.828
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113
Niederkassel
Hallo,

ich kann das nachvollziehen. Für mich persönlich ist es aber kein entscheidendes Kaufkriterium, da ich praktisch noch nie unterwegs laden musste, so dass bei mir ein "fester" Akku passt. Das Review zur Olight HS2 kommt jetzt auch bald. Da ist sogar ein Lipo fest verbaut ;-)

Grüsse

Kenjii
 

Dr.Devil

Flashaholic**
24 Juli 2012
4.685
5.019
113
nördlich von Stuttgart
Vielen Dank für das review :thumbup:

Zum Leuchtvergleich: Der fairness halber sollt man vielleicht erwähnen, dass die Wizard v3 mit XHP50 doch nochmal ne Schippe mehr Licht hat als die Wizard v2

Grüße Jürgen
 

Kenjii

Flashaholic**
21 Mai 2012
1.828
2.988
113
Niederkassel

nightcrawler

Flashaholic*
9 November 2016
538
245
43
Danke für für das Review:thumbup:

Allerdings schließe ich mich dem Lager der Olight-Akku-Nörgler an.
Da werden Preise zwischen 13 und 22 Euronen verlangt. Für ne Sanyo GA mit bißchen Elektronik dran und einer dritten Kontaktfläche:eek:
Der Soshine 3400 kann das für 8-10€ auch.

In meine Wizard steck ich auch einen NCR18650GA allerdings für 5-8€ oder vielleicht einen Samsung 35E für 4€ ? Nein, ich bleib bei den VTC6, die sind nicht so zickig...

Ich brauche die Freiheit Rohzellen verwenden zu können, selbst Buttontop was Olight, Nitcore,... verlangen ist mir zu viel.

Für mich ist die Akkupolitik von Olight ein Deal-breaker.
Gut, das UI macht mich auch nicht an, aber das in den Händen eines nicht Flashis wäre ja eine runde Sache, an der Stelle :thumbup:
 

rastaman

Flashaholic
16 Januar 2014
240
168
43
Meine H2R funktioniert tadellos mit einem Imalent 186P30 Akku, auch im Turbo Modus. Der Akku hat mich ~7 EUR gekostet. Ein 4 EUR Samsung Q30 würde wahrscheinlich auch funktionieren.

Ich sehe da kein Problem. Das Problem ist eher, dass es keine original Ersatzakkus für die H2R zu kaufen gibt (wenn man welche haben möchte).
 

rastaman

Flashaholic
16 Januar 2014
240
168
43
Wenn es dieser sein sollte: das ist der falsche Akku.

Es muss ein "Ultra High Drain" Akku sein. Das ist ein High Drain Akku. Den habe ich Zuhause. Turbo geht nicht.

IMG-20170908-WA0001.jpg
 

Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
12.853
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BaWü
Mein Akku kostet nur 7 Euro und Bla Bla Bla.Wenn ich in China direkt order geht noch was am Preis...
Voll das 'Geheule"

Bei der Lampe ist der Akku mit dabei und kostet Nix oder besser, ist schon im Preis inbegriffen.

Die Lampe gefällt mir sehr gut

Gruß Xandre
 
  • Danke
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Paintball

Flashaholic**
29 März 2017
1.754
1.682
113
Wedemark
Wie schon geschrieben ist der richtige Akku mit dabei.
Bei anderen Akku's wie z.b. der Imalent schaffen es zwar auch, aber die Ladefunktion geht mit da verloren.
Und die Ladefunktion ist ja ein Grund warum ich diese Lampe kaufen würde.
In meinem Fall die H1R.
 

freaksound

Moderator
Teammitglied
23 März 2011
5.751
4.278
113
Baden-Württemberg
stirnlampen.reviews
Ich bin weder Befürworter noch Nörgler und möchte auch niemandem zu Nahe treten, nur ein paar paar technische Details richtig stellen.

Für ne Sanyo GA mit bißchen Elektronik dran und einer dritten Kontaktfläche:eek:
Der mitgelieferte Akku der Olight H2R ist keine Sanyo GA Zelle.


Der Soshine 3400 kann das für 8-10€ auch.
Aber kein Turbo.

In meine Wizard steck ich auch einen NCR18650GA .
Schon, abr der Vergleich hinkt. Auch wenn Armytek 2300 Lumen angibt, erzeugt die Wizard real nur ca 1500 Lumen auf Turbo. Die Olight H2R erzeugt real aber echte 2300 Lumen. Dadurch ist der Stromverbrauch um einiges höher und nicht alle Akkus sind imstande dies zu liefern.
 

nightcrawler

Flashaholic*
9 November 2016
538
245
43
Ja, bin da mit "High Drain" und "Ultra High Drain" durcheinander gekommen.

Vielleicht ist dann ein HG2, 30Q oder VTC5 verpackt. Trozdem kann ich mir für den Preis eines Olightakkus 4-5 Rohzellen besorgen und ich kann sie an jeder Ecke besorgen. Nach 3min sind AT W und H2R gleich hell (ca 700Lm). So what?
Dann wird der Akku über 4,2V geladen, so dass er schnell kaput gezykelt wird und man sowieso nicht lange was von der Tubostufe hat, es sei denn man kauft teuer nach.

Ne, diese obsoleszente und gierige Akkupolitik von Olight ist in sovielen Dingen falsch, dass ich diese Marke fast prinzipiell ablehne.
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
Teammitglied
12 August 2010
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19.282
113
NRW
5 Jahre kann man sicher Leuchten mit der H2R und beiliegendem Akku. Wenn dann die Kapazität zu stark nachgelassen hat oder der Akku zu schwach für den Turbo geworden ist, müsste man erst den neuen Akku kaufen. Wären in der Tat satte 1,3 Cent, die man pro Tag für die Neuanschaffung des Akkus zurücklegen müsste.

Aber dennoch, und da stimme ich zu: ein Preis im Bereich von ~13 € wäre vermutlich immer noch angemessen gewesen. Und im Übrigen bin ich auch kein Freund von Lampen, die eine Akkubauform benötigen, die es außer bei dem Hersteller nirgends zu kaufen gibt. Denn was mich eher als der Preis verunsichert ist die Frage, ob es in 5 - 7 Jahren diese Akkus überhaupt noch nachzukaufen gibt.
 
  • Danke
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Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
12.853
5.058
113
BaWü
Und vor Allem,
dass diese Lampe in fünf Jahren zum "alten Eisen" gehört.

Vermutlich hat man 10,000 Lumen an der Birne und ist immer noch zu dunkel .:rolleyes:

Gruß Xandre
 
  • Danke
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