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Review Nextorch TA30MAX

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amaretto

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12 August 2010
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Trustfire Taschenlampen Hypnose Hannover
Nextorch-Deutschland hat dem TLF freundlicherweise mehrere Taschenlampen zur Verfügung gestellt, die von den Mitgliedern getestet werden können. Entsprechende Passarounds kommen demnächst, so dass ihr euch selbst einen Eindruck verschaffen könnt. Hier geht es diesmal um die Nextorch TA30MAX mit besonderer Eignung für taktische Einsätze. Wie schon im Test zur P81 erwähnt sei auch die TA30MAX weniger als Alltagslampe sondern speziell für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben gedacht (BOS wie Feuerwehren, Rettungsdienste, Katastrophenschutz, Polizei).

Hauptmerkmale: 2.100 Lumen, 21700er USB-Akku, taktischer Endschalter mit Selektorring, Wasserdichtigkeit, Nanokeramik Notfall-Glasbrecher

  • Leuchtstufen: 70 lm (23 Std) / 380 lm (6 Std) / 2.100 lm (2,5 Std)
  • Leuchtweite: 250 m
  • Emitter: CREE XHP50.2 LED, kaltweiße Lichtfarbe
  • Abmessungen: 151 × 38 × 28 mm (Länge, Kopf, Body)
  • Gewicht: 148 g (ohne Akku)
  • fallsicher bis 2 m, wasserdicht bis 2 m (IPX8)
  • Energieversorgung: 1x 21700 Li-Io-Akku 5000mAh mit integrierter USB-Buchse
  • optische Akku-Warnung und Endabschaltung gegen Tiefentladung
  • hart anodisiertes Alu-Gehäuse mit matter Oberfläche
  • Edelstahlkrone mit Glasbrecher (Nano-Keramik)
  • Preis/UVP: 119,95 €
Lieferumfang: TA30MAX Taschenlampe, 21700 Li-Io-Akku, Ladekabel, einfaches Lanyard, Ersatzdichtungen, Bedienungsanleitung


Mein erster subjektiver Eindruck: schlichtes aber hübsches Design, liegt super in der Hand, wirkt wertig und stabil.
Die kleinen Finnen am Lampenkopf sollen etwas Wegrollschutz bieten. An der Edelstahlkrone sind drei Glasbrecher-Perlen aus harter Nanokeramik angebracht, die bei Bedarf Glasscheiben knacken sollen. Auf eine aggressivere Strukturierung (Knurling) am Lampenkörper wurde verzichtet, doch auch so rutscht die TA30 wegen der dickeren Tailcap nicht aus der Hand.


Clean und ohne unnötiges Geschnörkel. Sehr viel Auflagefläche gibt es am Schalterende nicht, ein Tailstand ist daher nur kippelig möglich.
Hier hat Nextorch klar die Priorität auf einen möglichst gut bedienbaren/erreichbaren Schalterknopf gelegt.


Simpel und sicher zu bedienen: der Drehring für Dauerleuchten dunkel, mittel, hell und Strobe, Druckknopf für Sofortzugriff/Momentlich auf hell und Strobe. Der Selektorring benötigt etwas Kraft und rastet deutlich ein. Versehentliches Einschalten sollte damit kaum vorkommen.


Obacht: der Akku liegt mit dem flachen Minuspol in Richtung Lampenkopf. Beidseitige Federkontakte lassen Spielraum für unterschiedlich lange 21700-Akkus, falls man nicht nur den mitgelieferten nutzen möchte.


Immerhin hat der Akku selbst eine USB-Ladebuchse. Für die meisten Ladegeräte wäre er auch zu lang. Komfortabler wäre natürlich eine interne Lademöglichkeit in der Lampe gewesen, allerdings hätte man die Buchse wieder abdichten müssen wie etwa bei der P81. Dafür ist die TA30 noch wasserdichter.


rotes Licht im Pluspol des Akkus = Akku wird geladen, bei blauem Licht ist der Akku voll, d.h. 4,17 V.


Reflektor und Größenvergleich. Wie bei der P81 hat auch der Reflektor der TA30MAX eine leichte Strukturierung. Gegen eine unterschiedliche Lichtfarbe innerhalb des Lichtkegels hilft das leider trotzdem nicht.




taktische und normale Haltung
Vorweg, das Bedienkonzept dürfte für die anvisierte Käufergruppe m.M. ideal sein und dort viele Freunde finden. Die Lampe lässt sich einhändig und auch mit Handschuhen bedienen:

Selektorring für Dauerlicht (rastet deutlich ein)
Vom Rechtsanschlag nach links drehen: aus - niedrig - mittel - hell - Stroboskop

Taster für Momentlicht (rastet nicht ein)
Halb drücken = hell
Ganz drücken = Stroboskop
(die mit dem Selektorring eingestellte Stufe wird übergangen, solange der Taster gedrückt gehalten wird)

Etwas schade finde ich, dass es keine interne Auflademöglichkeit gibt und man den Akku zum Laden immer aus der Lampe nehmen muss.
(mit Hobbyequipment und ohne Gewähr)
  • Ladeschluss-Spannung des USB-Akkus: 4,17 V
  • Lichtstrom: 63 / 390 / 2.371 Lumen (ceiling bounce)
  • Lichtintensität: 22.500 Lux
  • Farbtemperatur: Spot 7.400K/Ra74, Corona 5.600K/Ra67, Spill 6.600K/Ra73
  • Stroboskopfrequenz: 11 Hz
  • PWM vorhanden aber nicht mit dem Auge sichtbar (> 22 kHz)
Laufzeittest auf hellster Stufe mit Ventilatorkühlung


Test auf zweithöchster Stufe (390 Lumen)


Leuchtergebnis:
Universeller, etwas gerichteter Lichtkegel mit einem großen Spot und einem nicht zu breiten Spill. Leider deutlicher Tintshift aber immerhin keine Saturnringe o.ä.




Hier sieht man den Tintshift mit unterschiedlicher Lichtfarbe in der Abstrahlung der TA30MAX, während die P81 eher durchgängig kaltweiß(er) leuchtet.


p120076729kwl.jpg


Zum Vergleich:
p1200975w0jg8.jpg

p120097696jam.jpg

Kurzfazit
positiv:
+ gute Verarbeitungsqualität, hochwertige Haptik
+ gute Ergonomie
+ gute Lichtleistung (Herstellerangaben werden direkt nach dem Einschalten übertroffen)
+ nach dem Stepdown konstante Leistungsregelung
+ zuverlässige und einfache Bedienung
+ Bedienkonzept mit Selektorring und Tailschalter
+ Akkuwarnung und Endabschaltung

verbesserungswürdig:
- deutlich sichtbare Farbänderungen im Lichtkegel (tint shift)
- kein Trageholster im Lieferumfang

Aus meiner Sicht ist die TA30MAX ohne Zweifel ideal geeignet für den BOS-Bereich. Wenn ich Lampen empfehlen sollte, die zuverlässig in jeder Lage ihren Dienst verrichten, gehörte diese Lampe definitiv dazu. Satt Leistung, robust ohne Ende und zuverlässige Bedienmöglichkeit. Ich fänd sie fast perfekt, würde sie eine noch gleichmäßigere Lichtfarbe haben. Für die berufliche Nutzung ist dieser Aspekt womöglich gar nicht von Bedeutung, insofern eher nur ein Schönheitsmakel.
 
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