[Review] MAXTOCH ED5R-1 (EDC mit 280 Lumen)

Dieses Thema im Forum "Sonstige Hersteller" wurde erstellt von herculaneum79, 2. Januar 2012.

  1. Guten Abend,

    Heute stelle ich euch recht kurz und knapp eine neue Lampe vor.
    Zur Verfügung gestellt wurde die Taschenlampe von MSITC, vielen Dank dafür!

    Der Hersteller MAXTOCH hat eine ganze Reihe neuer Lampen auf den Markt geworfen, einige davon werden in Zukunft beim o.g. Händler zu bekommen sein.
    Ein nettes kleines Lämpchen aus der breiten Produktpalette ist die ED5R-1.
    Langer Name, kleine Taschenlampe - die ED5R-1 ist mit nur knapp 64 Millimetern Länge ist sie geradezu prädestiniert für den Einsatz als EDC (every day carry). Auch die kleine Kette mit Befestigungsring isrt im Alltag nützlich, so lässt sich die Lampe schnell und einfach am Gürtel, am Rucksack oder sonst wo befestigen.
    Von der Größe her tritt sie mit der bekannten 4sevens Quark Mini 123 in Konkurrenz.

    [​IMG]

    Preis und Bezugsquellen

    Für knapp unter 30 Euro bekommt ihr die Lampe im MSITC-Shop, müsst euch also nicht mit Zollgebühren und langen Wartezeiten wie bei Auslandsbestellungen rumärgern.
    Andere Händler konnte ich bislang nicht ausfindig machen.


    Verpackung und Inhalt


    Die Verpackung ist durchaus edel, die ED5R-1 kommt in einer stabilen Metallbox, die mit Schaumstoff bestückt ist. Darin befinden sich die Lampe und ein kleines Tütchen, in dem ein Ersatz-O-Ring steckt. Das war es auch schon. Keine Anleitung, keine Diffusorscheibe oder was manch ein Hersteller sonst noch nützliches beilegt.

    [​IMG]

    [​IMG]

    Gehäuse und Verarbeitung


    Trotz des vergleichsweise geringen Preises ist die Lampe gut verarbeitet und macht einen wertigen Eindruck, was auch an der kompakten, abgeschlossenen Form liegen mag.
    Das Gehäuse ist HA-II anodisiert und gleichmäßig schwarz. Im täglichen Betrieb wird sich jedoch - insbesondere auch durch die kleine Kette - relativ schnell ein Teil der Beschichtung ablösen, schätze ich. Das ist aber bei vielen EDCs relativ normal.

    Die Gewinde sind ausreichend gefettet und gut geschnitten, daher braucht es zum Zudrehen keinen großen Kraftaufwand und es kratzt nicht. Letztlich spreche ich von zwei Gewinden: Das eine zwischen den beiden Lampensegmenten, das zum Akkuwechsel aufgeschraubt wird, und das andere, in dem sich Reflektor und LED+Treiber befinden. Dieses wird jedoch im normalen Betrieb nicht genauer betrachtet.

    [​IMG]

    Schraubt man die Lampe auseinander, hat man zwei Teile. Den hinteren Teil, in dem eine Feder den Kontakt zur Batterie hält sowie den vorderen Teil. Darin sieht man einen einfachen Metalldraht, der den Kontakt zum Pluspol hält. Obgleich diese Lösung sehr kosten- und platzsparend ist, stellt sich doch die Frage, ob die einfache Bauart viele Akkuwechsel über die Jahre durchmacht.

    [​IMG]

    Damit die ED5R-1 nicht einfach aus der Hand rutscht, ist ein Großteil des Körpers außen mit einer leichten Riffelstruktur versehen. Ich persönlich hätte es hier gut gefunden, in Anlehnung an die Seraph SP-6 einen kleinen Gummiring einzusetzen, um den Grip zusätzlich zu erhöhen.

    Am hinteren Ende befindet sich kein Clicky (bei der Größe nicht so einfach möglich), sondern ein kleiner Nippel, durch den ein Ring mit der Kette geführt wurde. Bei Bedarf kann man die Kette jedoch problemlos gegen ein eigenes Lanyard austauschen.

    [​IMG]

    Tailstand - ja, aber sehr wackelig ;)
    [​IMG]

    Die aus vier Segmenten bestehende Kette ist relativ flexibel und nicht besonders steif. Am Ende hängt eine Art Karabiner, damit kann man die ED5R-1 problemlos an etwaigen Dingen befestigen, zum Beispiel an der Gürtelschlaufe einer Hose oder am Rucksack.
    Ich habe die Taschenlampe gestern testweise an der Gürtelschlaufe befestigt - gute Idee, finde ich. So hat man sehr schnell Zugriff auf Licht und kann sie bei Bedarf auch schnell entfernen.

    Bei einer Länge von 64mm und einem Gewicht von 28,5 Gramm


    LED, Treiber, Reflektor und Stromversorgung


    Verbaut ist eine XP-G vom Marktführer Cree, die in dieser Lampe eine maximale Leistung von 280 Lumen liefert. Absolut ausreichend für eine EDC dieser Größe!
    Der Treiber ist nicht besonders erwähnenswert - keine temperaturbedingte Abschaltung und scheinbar keine richtige Regelung - gegen Ende der Laufzeit wird die Lampe einfach dunkler.

    Der Orange Peel Reflektor ist sauber verarbeitet und weist keine Produktionsfehler auf.

    "Betanken" kann man die Taschenlampe wahlweise mit CR123A Batterien oder 16340er Akkus. Aus Kosten- und Umweltgründen ist der Betrieb mit Akkus natürlich zu empfehlen. Das Gehäuse ist übrigens recht eng gearbeitet, meine TrustFire Akkus passen nur recht knapp rein, da ist keine Luft für dickere Batterien.

    Temperatur und Laufzeit


    Da Taschenlampen dieser Größe meist keine Kühlrippen haben und einfach nicht genug Material vorhanden ist, die entstehende Wärme effektiv abzuführen, habe ich diesmal maximal 8 Minuten gemessen.
    Wie immer wurde die Messung mit einem Infrarot-Thermometer durchgeführt. Es gibt einen Messpunkt, und zwar der breite nicht geriffelte Ring in der Mitte.

    Starttemperatur:
    22,6° Celsius
    Nach 5 Minuten:
    44,8°
    Nach 8 Minuten:
    52,8°


    Laut Hersteller soll die Laufzeit 1,3 Stunden betragen. Selbstverständlich ist diese Angabe zumindest für den High-Modus unrealistisch.
    Nach 38 Minuten wurde die Lampe plötzlich dunkler. Verwendet wurde ein Keeppower 16340er mit 700mAh.


    Bedienung und Modi

    Im Gegensatz zu vielen anderen kleinen EDCs hat die MAXTOCH immerhin drei Betriebsmodi.
    High, low und Strobo stehen zur Verfügung.
    Eingeschaltet wird, indem man den vorderen Teil der Lampe festdreht (an) oder löst.
    Die Modi wechselt man, indem man den vorderen Teil löst und sogleich wieder arretiert.
    Zum Anschalten braucht man, wenn man nicht so geübt ist, immer zwei Hände. Das ist ein wenig unpraktisch.


    Leuchtcharakteristik


    Der Beam ist relativ schön, es gibt keine auffälligen Donutholes und der Sidespill ist auch relativ hell.
    Die Lampe ist zwar als EDC eher auf Flood ausgelegt, wirft das Licht aber schon ein paar Meter weit.

    Beamshots folgen in wenigen Minuten.


    Fazit

    Insgesamt betrachtet ist die MAXTOCH ED5R-1 eine nette kleine EDC-Lampe mit einfacher Bedienung und ebenso einfacher Bauweise.
    Die Lichtausbeute ist für eine Lampe dieser Größe wirklich sehr gut und ich finde, dass 280 Lumen am Schlüsselbund immer ausreichen.
    Die Verarbeitung ist gut, einzig die Kontaktstelle zum Pluspol ist nicht ganz glücklich gelöst.

    Für einen Preis von unter 30€ kann ich aber eine Kaufempfehlung aussprechen. Wer noch eine einfache EDC sucht, die immer dabei ist und was mitmachen muss, der macht bei dem Preis nichts falsch.

    [​IMG]
     
    #1 herculaneum79, 2. Januar 2012
    Zuletzt bearbeitet: 2. Januar 2012
    IDfour, Sternwanderer, msitc und 3 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. Folomov
    Super Review, Daumen hoch :thumbsup::thumbsup::thumbsup:

    Für den Tailstand könnte man Wasserhahndichtungen nehmen und diese über den Pinupel stülpen.
    Müßte eigentlich passen.

    Gruß
    Stefan
     
  3. Acebeam
    Ja - MAXTOCH und andere chinesische Hersteller produzieren, lassen produzieren, vermarkten selber, verkaufen weiter … usw. ;)
     
  4. Hallo Marcel,

    schön gemacht, dein Review. :thumbup:

    Gruß,
    Markus
     
  5. Danke Markus.
    Ich habe die Lampe immer dabei - siehe Bild. Das kleine Ding ganz rechts ist die Maxtoch :)

    [​IMG]
     
Die Seite wird geladen...
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden