Review Kopflampe XTAR MAGNEMITE H3R

Dieses Thema im Forum "Xtar" wurde erstellt von realtree, 13. November 2017.

  1. Anmerkung: Die Lampe wurde auf Anfrage durch XTAR für eine Review in der Praxis zugestellt. Besten Dank an Anna von XTAR für die Zustellung und Abwicklung. Die Lampe wird in einem 'Field Test' ausgiebig Ende November auf einer einwöchigen Jagdreise auf Hirsch und Wildschein getestet. Vorab eine technische Übersicht der Lampe.

    http://www.xtar.cc/products_detail/productId=181.html

    Die XTAR MAGNEMITE H3R wird in einer ansprechenden, weissen Box mit blauer Aufschrift geliefert. Neben der Kopflampe ist im Lieferumfang ein Stirnband mit Lampenbefestigung, ein Edelstahl-Clip zur multifunktionalen Befestigung, ein USB-Magnetladekabel, eine Helmhalterung, ein geschützter 18650er 3500mAH Akku (optional), ein Ersatz-O-Ring und eine Bedienungsanleitung (EN):

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    XTAR MAGNEMITE H3R - Lieferumfang (Bild Verfasser)

    LED, Druckschalter und Kopfband

    Die LED XP-L V6 von CREE sitzt sauber zentriert in einem OP Reflektor. Die eingebaute Treiberelektronik holt aus der LED gemäss Hersteller 1000 Lumen und eine Reichweite von bis zu 150m raus. Der Druckschalter für die mehrstufige Steuerelektronik befindet sich seitlich am Kopfende, mit dem die verschiedenen Modi aktiviert werden können. Der Druckpunkt ist angenehm und spürbar.

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    XTAR MAGNEMITE H3R - Lampenkopf (Bild Verfasser)

    Das ergonomische dreiteilige Überkopfband mit Silikonhalter fixiert die Lampe optimal auf Kopf oder Helm und verteilt die Last gleichmässig. Über die Kunststoffschnallen lässt sich das Kopfband gut anpassen bzw. einstellen. Gewicht ca. 50g.

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    XTAR MAGNEMITE H3R - Lampe mit Überkopfband (Bild Verfasser)

    Design

    Die matt glänzend, schwarze Lampe ist in einem klar strukturierten Design gestaltet. Der Lampenkopf im Winkelkopflampendesign hat durch den Reflektor einen maximalen Aussendurchmesser von ca. 27mm, während das Batterierohr mit ca. 22mm ein wenig dünner ist. Die Gesamtlänge beträgt ca. 106mm und das Gewicht 54g (ohne Akku und Kopfband).

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    XTAR MAGNEMITE H3R (Bild Verfasser)

    Das Batterierohr bietet durch seine Querfugen einen griffigen Halt, das Gehäuse besteht aus Aluminium und die Lampe ist Tailstandfähig. Das Gewinde ist sauber geschnitten und ausreichend geschmiert.

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    XTAR MAGNEMITE H3R (Bild Verfasser)

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    XTAR MAGNEMITE H3R (Bild Verfasser)

    Die markante Ausbeulung am Lampenkopf für den Schalter und der Magnetladeport verleihen der Lampe ein wenig ein unförmiges Aussehen.

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    XTAR MAGNEMITE H3R (Bild Verfasser)

    Das User-Interface

    Durch Drücken des seitlichen Schalters wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Die einzelnen Leuchtstufen werden durch gedrückt halten nacheinander durchgeschaltet. Die Lampe verfügt über Memory-Funktion (zuletzt genutzte Stufe wird gespeichert). Zudem verfügt das Modell über eine Lock-on Funktion.

    Um in den Moonlight Modus zu gelangen drückt und hält man den Taster zwei Sekunden im ausgeschalteten Zustand. Doppelklick bringt einem von AUS direkt zur vollen Lichtleistung von 1000 Lumen. Wird der Schalter dreimal schnell gedrückt, gelangt man in den SOS Modus.

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    XTAR MAGNEMITE H3R - Übersicht (Bild Verfasser / Tabelle Hersteller)

    Die maximale Leuchtweite beträgt gemäss Hersteller 150 Meter. Die Leuchtdauer bei Vollpower mit 1000 Lumen beträgt 2.5 Stunden. Praktisch sind die weiteren Stufen bzw. das Licht lässt sich so einstellen, dass Tätigkeiten im Nahbereich vernünftig ausgeleuchtet werden können. Feuchtigkeit, Regen oder auch zeitweiliges Untertauchen im Wasser machen der Winkellampe nichts aus, das Gehäuse ist nach IPX7 Standard wasserdicht.

    Wenn der Akku zur Neige geht, blinkt die Lampe 3 mal kurz alle 3 Minuten. bzw. zeigt so an, dass es Zeit wird den Akku zu laden oder zu wechseln.

    Interne Ladefunktion

    Die XTAR H3R (rechargeable) wird mit einem 18650er Akku betrieben (alternativ mit 2x CR123A oder 2x 16340 - ohne Ladefunktion). Der mitgelieferte USB-Ladeadapter ist magnetisch und wird einfach auf die Endkappe angedockt. Während des Ladevorgangs leuchtet die Ladebuchse am Kabelende rot, sobald der Vorgang abgeschlossen ist, wechselt die Farbe auf grün.

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    XTAR MAGNEMITE H3R -USB Magnetladekabel angeschlossen (Bild Verfasser)

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    Magnetladebuchse (Bild Verfasser)

    Im Lieferumgang ist leider kein Netzteil enthalten, es können jedoch die meisten handelsüblichen USB-Netzteile verwendet werden.

    Fazit

    In der Theorie hinterlässt die Lampe einen sehr wertigen Eindruck. Aktuelle Features wie interne Ladefunktion, USB-Magnetladekabel, wasserdicht nach IPX Norm - alles vorhanden. Ob sie bei den anstehenden Outdoor-Aktivitäten hinsichtlich der besonderen Ansprüche an die Lichtleistung, Leuchtdauer, Robustheit und Tragekomfort sich behaupten kann, wird letztlich erst der Praxistest zeigen.
     
    #1 realtree, 13. November 2017
    Zuletzt bearbeitet: 13. November 2017
    wiestom89, RS.FREAK, Rafunzel und 6 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. Armytek
    Hallo realtree,

    danke Dir für die Vorstellung der Lampe ! :thumbup:

    Kannst Du etwas zum Lichtbild sagen, ich schätze es ähnlich throwig wie das der Imalent HR20 ein !? ( erzeugt sie einen sichtbaren Spot?)
    Gibt es die Lampe mit unterschiedlichen Lichtfarben?

    Wünsche Dir Waidmannsheil und hoffe, daß Du genügend Gelegenheit bekommst die Kopflampe zu testen.

    Gruß
    Carsten
     
    realtree hat sich hierfür bedankt.
  3. Danke für dein Review. Der Hersteller gibt 1000 Lumen für 2,5h an. Nach welcher Zeit regelt die Lampe auf welche dauerhaft verfügbare Helligkeit herunter? Oder geschiet dies analog zur Akkuspannnung?
    Hast du Beamshots?
     
    Kafuzke hat sich hierfür bedankt.
  4. Acebeam
    Auch von mir ein Danke für dieses Review.

    Mich interessiert der Magnetanschluss. Liegt Spannung an den Kontakten an?
    Wenn ja wie hoch?
     
  5. @casi290665 - Weidmannsheil, die Lampe wird nur in dieser Lichtfarbe hergestellt und ja das Lichtbild ist throwig - wenn man das so sagen kann.

    @freaksound - Das Runterschalten wird gemäss Rückfrage beim Hersteller über die Temperatur geregelt. Ich selber bin technisch nicht so bewandert mit Lumen nachmessen, Abfall der Akkuspannung usw. - dies überlasse ich den Technikfreaks. Ich bin ein User bzw. meine Tests sind praktischer Natur und gemäss der Bestimmung der Lampe - und ein Update wird für diese Lampe nach meiner Jagdreise kommen, auch mit Beamshots.

    @nightcrawler - werde ich versuchen auszumessen, gilt aber gleiches wie bei der Antwort für freaksound
     
  6. @nightcrawler - Gemäss meiner Messung (mit einem Multimeter M-830B) gibt es keine Spannung an den Kontakten des Magnetanschlusses, weder bei ein- noch ausgeschalteter Lampe.
     
    casi290665, Dr.Devil, FrankFlash und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
  7. Das ist ja mal was:thumbup:
    Da können sich die Platzhirsche Armytek und Olight was abschauen:achtung:
     
  8. Bei der XTar H3 funktioniert das. es gibt eine Video Vorstellung von mhanlen, da sieht man das rauf- und runterregeln im Turbo Modus (ab 3.30)



    Light-wolff hat bei der H3 einen Ruhestrom von 0,5mA ermittelt.

    http://www.taschenlampen-forum.de/threads/xtar-kopflampe-h3-warboy.43012/#post-609500

    Und heute habe ich meine H3 anlässlich deines reviews mal wieder rausgekramt. Da steckte eine ältere Sanyo Zelle drin (ungeschützt), die war runter auf etwas über 2V :mad: (weiß aber nicht wie lange die unbenutzt rum stand)
    Das wäre eine weitere potentielle Schwachstelle :S

    Ansonsten finde ich das mit dem Ladeport und dem Schalter am der Seite eine wirklich sinnvolle Weiterentwicklung von XTar :thumbup:

    Grüße Jürgen
     
    FrankFlash hat sich hierfür bedankt.
  9. Update: Gerade zurück von meiner Jagdreise im Norden, hier meine Eindrücke aus der Praxis. Der Hauptvorteil einer Kopflampe ist sicher, dass die unmittelbare Umgebung zuverlässig ausgeleuchtet wird, ohne dabei Hand anlegen zu müssen. Sprich es bleiben beide Hände für andere Aufgaben frei. Da ist natürlich wichtig, dass eine Kopflampe unterschiedliche Leuchtstufen hat. Ob man nun eine Kopflampe mit besonders grosser Reichweite benötigt, hängt ganz vom Verwendungszweck ab. Für mich als Jäger würde eigentlich eine Ausleuchtung der unmittelbaren Umgebung genügen. Arbeiten wie das Aufbrechen des erlegten Wildes (Aufbrechen = Ausnehmen), den Weg im Dunkeln durch den Wald oder das sichere Entladen der Waffen sind mit einer moderaten Lichtausbeute möglich. Für die Nachsuche würde ich eine 'normale' Taschenlampe bevorzugen. Die XTAR deckt hier aber beide Bereiche zuverlässig ab.

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    Entladen (Bild Verfasser)

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    Kontrolle Patronenlager (Bild Verfasser)

    Zudem sollte eine solche Lampe robust sein. Während jagdlichen Einsätzen kann der eine oder andere Sturz bzw. Stolpern, runterfallen der Lampe vom Hochsitz etc., nicht ausgeschlossen werden. Sie sollte deswegen stabil, stoss- und wasserdicht sein. Wir hatten an 2 Tagen Dauerregen und einmal ein Schneetreiben – da ist eine wasserdichte Lampe Pflicht. Auch diese Punkte konnte die XTAR mit Bravour meistern.

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    Kontrolle/Aufbrechen erlegtes Stück (Bild Verfasser)

    Erst ein Kopfband macht die Kopflampe zu einer solchen. Es ist entscheidend für Halt und Tragekomfort. Das angenehm breite, dreiteilige Kopfband der XTAR ist aus elastischem Material gefertigt und über Kunststoffschnallen stufenlos verstellbar.

    Jagdlicher Einsatz

    Generell liess sich die XTAR problemlos bedienen. Die Leuchtweite wie auch die Ausleuchtung der unmittelbaren Umgebung und die Brenndauer gingen weit über das, was man im jagdlichen Einsatz normalerweise fordert. Sie bewährte sich auch dann, wenn sich Nachsuchen bis in die Nacht hineinzogen – und das kann zu dieser Jahreszeit schnell geschehen. Ihre Vielseitigkeit zeigte sich auch in der Möglichkeit mithilfe des mitgelieferten Clips bzw. des Winkellampensystems die H3R an der Kleidung zu befestigen. Insgesamt zeigte sich die XTAR als sehr verlässlich, hart im Nehmen und mit viel Lichtpower.
     
    nightcrawler, casi290665 und FrankFlash haben sich hierfür bedankt.
  10. Hallo realtree,

    Waidmannsheil !

    Ich danke Dir für Deinen Erfahrungsbericht. Die Xtar erzeugt ein recht throwiges Lichtbild mit einem hellen Spot. Wenn Du das Lichtbild lieber flutiger und ohne blendenden Spot hättest, könntest Du etwas Diffusorfolie ( zur Not geht auch Tesafilm) auf die Linse kleben... ;)

    Gruß
    Carsten
     
    realtree hat sich hierfür bedankt.
  11. Hallo Carsten

    Weidmannsdank. Und ja, das Lichtbild hat einen sehr hellen Spot - siehe auch Vergleich zu einer Olight H2R Nova. Und danke für den Tip - aber ich werde wohl bei Bedarf einfach eine andere Lampe nehmen :)

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    Vergleich Beamshot (Bild Verfasser)

    Gruss
    Tom
     
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