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Punktschweißgerät für Akkus

Flummi

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26 Oktober 2015
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Zwar will ich nicht in die Großkonfektionierung von Akkupacks einsteigen, aber hin und wieder gilt es doch bei mir, Akkus zu kontaktieren. Häufig z.B., um alte NiCd-Akkugeräte auf LiIon umzurüsten.

Das Verlöten der Akkus ist ein Weg, der zwar funktioniert, aber meines Erachtens die Zellen (sichtbar oder unsichtbar) schädigt, weil einfach zu viel Wärme eingetragen wird.

Bei diversen Anbietern werden simple und günstige Punktschweißgeräte angeboten, z.B. das Sunko 788H, das ich für rund 135€ erworben habe.

P1010699.JPG

P1010700.JPG
(Nein, ich muss nicht aufräumen, das ist mein Bastelkeller und der darf so aussehen :))

Zum Lieferumfang gehören neben dem Gerät ein Pedaltaster, 50 Nickel-Verbinder, Ersatzelektroden und ein Batteriehalter.
Im unteren Bereich findet sich ein Akkuladegerät 4,2-36V; 0-3A, das ich ganz sicher nicht als solches verwenden werde.
Im oberen Bereich kann die Schweißenergie sowie die Anzahl der Pulse (1 oder 2) eingestellt werden.

Das Gerät wird in bester chinesischer Handarbeit gefertigt, im Internet finden sich Stimmen, die nicht nur vom Kauf, sondern auch vom Betrieb abraten.

Todesmutig wollte ich das Gerät in Betrieb nehmen, habe aber stattdessen sofort den 16A Sicherungsautomaten im Sicherungskasten aktiviert. Das Gerät hat einen irren Einschaltstrom. Eine Sicherung mit 20A soll angeblich dem Gerät standhalten - habe ich aber nicht. Stattdessen habe ich im Gerät zwei Thermistoren 10 Ohm in Reihe zur (Geräte-)Sicherung verbaut (Edit: siehe Beitrag #16). Diese dienen als Einschaltstrombegrenzer und wie man auf dem Bild oben sieht, funktioniert das (bis jetzt).

Jetzt gilt es Erfahrungen zu sammeln. Erste Tests an einem aussortierten Eneloop sind vielversprechend:
P1010701.png

Das Blech lässt sich nur mit Gewalt abreißen. Im Grunde tut das Gerät also bislang das, was ich von ihm erwarte.
 
Zuletzt bearbeitet:

Alexander

Flashaholic*
4 Juni 2011
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Acebeam
Interessant, weißt du wie das Gerät intern arbeitet?
Großer Transformator oder Kondensatoren?

Ich hab sowas vor einiger Zeit auch mal zusammen gebaut.

Macht jedoch nur einen Puls aber hat für mich immer gut funktioniert.
 

Flummi

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"Billig" ist der Eigenbau aber sicherlich auch nicht geworden...;)

Sieht schön massiv aus. Ordentliche Batterie an Thyristoren (?).
 

Alexander

Flashaholic*
4 Juni 2011
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Dadurch das viel von dem Baumaterial schon vorhanden war ging es preislich.
Gekauft habe ich quasi nur den Kondensator für 30€, der Rest war vorhanden.
Wenn man alles kaufen muss macht es preislich wohl kaum Sinn selber zu bauen.

Auf der Kupferschiene sind acht parallel geschaltete Mosfets.
Diese schalten dann für eine einstellbare Zeit ein.
Der Kondensator hat gerade einmal 2,7V und 3000F, von einem Schweißvorgang wird er also nur geringfügig entladen.
Oben drauf sitzt ein kleiner DC/DC Wandler der den Kondensator mit bis zu 40A lädt (selbst dann braucht der einige Minuten bis er voll ist).
Wenn er erstmal voll ist kann man aber ohne Probleme eine Schweißstelle nach der anderen machen.
 

Flummi

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Cool. Welcher Strom fließt da für wie lange? Beim Schweißen, meine ich. Wusste bislang noch nicht, dass es derart fette Kondensatoren gibt.
 

Alexander

Flashaholic*
4 Juni 2011
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Für mich haben immer so um die 10-15ms funktioniert.
Der Strom ist schwierig zu messen, ich denke mal 500-600A fließen da aber kurzzeitig schon.
Jedenfalls bewegen sich alle kleinen Metallstückchen in der Nähe des ganzen.

Wenn mit mal eine Stromzange für mein Oszilloskop in den Hände fällt kann ich mal nachmessen.
 

LED

Flashaholic**
19 März 2011
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Ich kenn leider nur so etwas in der Art und das ist auch schon 20 Jahre her:pfeifen:

Kommt auf die Spannung an und was du unter Brummer verstehst.
Hier z.B. ein Kondensator mit 2,5V und 4000F (Ø63,5 x 150mm).

Noch einmal kurz in meinen rudimentären E-Technik Kentnissen gekramt, d.h. den genannten Kondensator könnte ich theoretisch 4000s lang mit 1A von 2,5 auf 1,5V entladen, richtig?
 
13 Oktober 2020
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Zwar will ich nicht in die Großkonfektionierung von Akkupacks einsteigen, aber hin und wieder gilt es doch bei mir, Akkus zu kontaktieren. Häufig z.B., um alte NiCd-Akkugeräte auf LiIon umzurüsten.

Das Verlöten der Akkus ist ein Weg, der zwar funktioniert, aber meines Erachtens die Zellen (sichtbar oder unsichtbar) schädigt, weil einfach zu viel Wärme eingetragen wird.

Bei diversen Anbietern werden simple und günstige Punktschweißgeräte angeboten, z.B. das Sunko 788H, das ich für rund 135€ erworben habe.

Anhang anzeigen 71632

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(Nein, ich muss nicht aufräumen, das ist mein Bastelkeller und der darf so aussehen :))

Zum Lieferumfang gehören neben dem Gerät ein Pedaltaster, 50 Nickel-Verbinder, Ersatzelektroden und ein Batteriehalter.
Im unteren Bereich findet sich ein Akkuladegerät 4,2-36V; 0-3A, das ich ganz sicher nicht als solches verwenden werde.
Im oberen Bereich kann die Schweißenergie sowie die Anzahl der Pulse (1 oder 2) eingestellt werden.

Das Gerät wird in bester chinesischer Handarbeit gefertigt, im Internet finden sich Stimmen, die nicht nur vom Kauf, sondern auch vom Betrieb abraten.

Todesmutig wollte ich das Gerät in Betrieb nehmen, habe aber stattdessen sofort den 16A Sicherungsautomaten im Sicherungskasten aktiviert. Das Gerät hat einen irren Einschaltstrom. Eine Sicherung mit 20A soll angeblich dem Gerät standhalten - habe ich aber nicht. Stattdessen habe ich im Gerät zwei Thermistoren 10 Ohm in Reihe zur (Geräte-)Sicherung verbaut. Diese dienen als Einschaltstrombegrenzer und wie man auf dem Bild oben sieht, funktioniert das (bis jetzt).

Jetzt gilt es Erfahrungen zu sammeln. Erste Tests an einem aussortierten Eneloop sind vielversprechend:
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Das Blech lässt sich nur mit Gewalt abreißen. Im Grunde tut das Gerät also bislang das, was ich von ihm erwarte.
Mir gefällt das sehr gut dass Du Dich nicht von all dem Geschrei "Bloß kein Sunkko" hast abhalten lassen. Meine Erfahrung mit "Chinaschrott" ist nämlich (fast) immer gut. Wenn man sich ein wenig Mühe zusätzlich macht, für "Finish made in Germany" sorgt. Und nicht irgendwelche Wahnvorstellungen an die Qualität hat. Was nix kostet muß halt entsprechend behandelt werden. Wieso der Trafo so viel Strom zieht - keine Ahnung. Ich könnte ja auch den umgebauten 1200 Watt-Siemens-Mw-Trafo reinsetzen und schauen was passiert.
Oder ich überlege ich mir das kleine Sunkko und dann zusätzlich meine alte 60Ah-Autobatterie mit nem schnellen Relais. Weil ich hab's gerne aufgeräumt.
Irgendwo hab ich was von nem 25er Schweißkabel gelesen .... anstatt Starthilfekabel. Die Welt ist groß.

Interessant interessant, vor Allem das "Zwei Thermistoren 10 Ohm zur Strombegrenzung" gefällt mir sehr gut. Nämlich nach vielem Lesen glaube ich die Sunkko-Geräte sind vollständig in Ordnung für den Hausgebrauch. Wenn man sich die Mühe macht ein wenig nachzuarbeiten. Gut, das ist für manche Zeitgenossen schon zu viel verlangt, und das sind dann diejenigen welche rummeckern an Sunkko. Danke jedenfalls für die Infos.
 

Flummi

Moderator
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26 Oktober 2015
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Gut, das ist für manche Zeitgenossen schon zu viel verlangt, und das sind dann diejenigen welche rummeckern an Sunkko.

Produkte sollten von Haus aus funktionieren und keine "Nacharbeit" erfordern, von der Laien definitiv die Finger lassen sollten (230V !).
Kritik ist also berechtigt, auch wenn für Bastler eine gute Basis zum schlanken Preis besteht.

Interessant interessant, vor Allem das "Zwei Thermistoren 10 Ohm zur Strombegrenzung" gefällt mir sehr gut.

Das hätte ich nachliefern müssen: Der Umbau mit den Thermistoren funktioniert nicht zuverlässig. Der hohe Einschaltstrom wird zwar wirksam ausgebremst, so dass das Gerät eingeschaltet werden kann. Aber je nach Nutzung (Geschwindigkeit der Schweißungen) löst der Sicherungsautomat des Hauses doch hin und wieder aus.
Ich habe mittlerweile den betreffenden Sicherungsautomat durch einen 25A mittelträgen Typ ausgetauscht und die Thermistoren entfernt. So funktioniert es. Das darf man aber nur machen (lassen), wenn die Hausinstallation das verträgt!

Beste Grüße,
Flummi
 

TanteElfriede

Flashaholic*
18 Dezember 2014
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...ich habe früher den Einschaltstrom mit in Reihe geschalteten Lasten begrenzt, die danach durch einen zur Last parallelen Schalter aus dem System enfernt wurden... Mein erstes - von der Werft gerettetes - Elektrodenschweißgerät kam auch nur so zum Leben an einer 16A Haussicherung...
 

Alexander

Flashaholic*
4 Juni 2011
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D:\Hessen\Gießen\Lollar
Das Problem ist das so ein Punktschweißtrafo sofort belastet ist und nicht erst in einen Leerlauf wie ein normales Schweißgerät über geht.
Damit sind resistive Strombegrenzungen eher ungeeignet, einfach weil der Trafo dann auch nicht die richtige Leistung bringt.
Besser wäre einfach zum richtigen Zeitpunkt den Trafo einschalten, nämlich am Spannungsmaximum.
Schalten im Nulldurchgang wie es viele SSRs machen ist das schlechteste was man machen kann, das garantiert einem bei jedem einschalten den vollen Einschaltstrom.