Projekt 6-fach Ladeschale mit Klemmkontakten

Dieses Thema im Forum "Ladegeräte" wurde erstellt von square74, 26. November 2013.

  1. Hallo,
    ich möchte Euch hier ein kleines Projekt von mir vorstellen.
    Da ich schon seit längerem hauptsächlich mit meinem Modellbaulader Junsi iCharger 306B lade und hierfür natürlich eine Ladeschale brauchte, hatte ich mir vor langer Zeit mal diese hier zusammen gebastelt:

    [​IMG]

    Sie hat ihren Zweck erfüllt, war aber nicht sehr gut, was Übergangswiderstände etc. angeht, und auch war es problematisch kürzere Akkus einzulegen.

    Hierzu hatte ich mir dann solche Adapter gemacht:

    [​IMG]

    Mit denen ich zumindest meine 16340er laden konnte. Für jeden weiteren Akku brauchte ich noch andere Adapter.

    Es musste also eine Ladeschale mit Schiebekontakten her, die ich universeller einsetzen konnte.
    Es entstand diese:

    [​IMG]

    Spätestens als ich anfing auch Akkus zu messen, wusste ich aber, dass die Übergangswiderstände hier auch viel zu hoch waren und die Schieber liefen auch immer schlechter.
    Ich hatte mir dann für Akku-Tests diese Ladezwinge hier gebastelt, die Ihren Zweck sehr gut erfüllte:

    [​IMG]

    Für das Laden mehrerer Akkus natürlich nicht zu gebrauchen, es musste also wieder was Neues her.

    Nach ein bisschen Überlegen dachte ich mir Kupferklötze an Gewindestangen, irgendwie zum zuschrauben müssten doch ganz gut gehen.

    Heraus kamen ein paar Skizzen, und da ich mich immer etwas schwer tue, 3D-Teile aus dem Kopf heraus umzusetzen, machte ich eine kleine Zeichnung:

    [​IMG]

    [​IMG]

    Flux ein bisschen Material im Internet bestellt:

    [​IMG]
    Und es konnte losgehen.

    Da ich zu Hause leider nicht besonders gut ausgestattet bin was Maschinen angeht, hatte ich einiges bei der Arbeit gesägt, gebohrt und geschliffen.
    Hier das vorläufige Ergebnis, was den mechanischen Teil angeht:

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    Ich werde bei Gelegenheit alles nochmals auseinander nehmen und sauber verschleifen.

    Was mich noch etwas stört, ist die Korrosion der Kupferkontakte. Hierzu wollte ich mit Leitsilber die Flächen schützen, was sich aber als nicht abriebfest heraus stellte.

    Kennt sich jemand damit aus, wie sehr sich der Übergangswiderstand einer unbehandelten Kupferfläche erhöht, wenn sie Anläuft/Korrodiert?

    Kann man diese Fläche günstig schützen. Früher gab es mal solche Galvanisier Stifte mit denen man Flächen vergolden konnte. Könnte das Funktionieren?

    Wenn ich alles Verkabelt habe, dann weiß ich ob die Bananenstecker praktikabel sind oder ob ich doch auf verpresste Ringösen mit Schraubanschluß wechsle.

    Weiteres folgt ;).
     
    #1 square74, 26. November 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Januar 2016
    Jinbodo, 00Speedy, Ratzepeter und 8 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. Folomov
    Ja, das gibts noch, gib mal beim Conrad "galvanisieren" ins Suchfeld ein...
    Aber ob das lange hält...

    Mit Bananensteckern hab ich in Versuchsaufbauten bei >10A schlechte Erfahrungen gemacht, die werden im laufe der Zeit hochohmiger und dann heiß - ein Teufelskreis.
     
    #2 tbyte, 26. November 2013
    Zuletzt bearbeitet: 26. November 2013
    square74 hat sich hierfür bedankt.
  3. Dein Projekt ist wirklich cool

    Gefällt mir sehr gut :thumbup:

    Gruß Xandre
     
    square74 hat sich hierfür bedankt.
  4. Acebeam
    Hallo,

    das sieht wirklich prima aus. Hoffentlich bleibt das auch so, wenn die ganzen Kabel gelegt sind ;)

    Bzgl. Bananenstecker ... da fragt sich, ob Du überhaupt eine so hohe Belastung benötigst. Ausser vielleicht eine fette A123-Zelle (LiFePo4) wüsste ich spontan nicht, was man mit soviel A laden könnte, was dann auch in die Ladeschale passt. Die Bananenstecker, die ich verwende (Hirschmann 4mm), sind soweit ich mich erinnere bis 15A bei 60V zugelassen. Ob die das auf Dauer aushalten, habe ich allerdings noch nie testen können/müssen.

    Grüsse

    Kenjii
     
    square74 hat sich hierfür bedankt.
  5. Saubere Arbeit. :thumbup:
    Hinter den Rändelmuttern hätte ich vielleicht noch jeweils eine Wellscheibe oder Feder zwischen 2 Beilagscheiben eingebaut
    für sicheren kontrollierten Anpressdruck.

    Gruß Ralphi
     
    square74 hat sich hierfür bedankt.
  6. Hallo,

    vielen Dank für Euren Zuspruch. War leider außer Haus, sonst hätte es schon früher Antwort gegeben.

    Danke für die Hinweise.
    Ich werde es mal versuchen. Kannst Du mir sagen wie Hochohmig die Kupferflächen werden wenn sie anlaufen. Das Anlaufen setzt ja ziemlich sofort ein und wird immer schlimmer. Möchte nicht vor jedem Laden die Kontakte reinigen müssen, vor allem auch in den Löchern für die Bananenstecker, wenn es bei denen bleiben sollte. Das mit dem Galvanisieren / vergolden wäre in den Löchern auch nicht machbar. Ich denke es läuft eher für mich auf Schraub-Kontakte raus.

    Das mit dem „wandernden“ Pluspol-Anschluss hätte ich nur gern steckbar gemacht, aber eine schöne Rändelschraube wie diese:
    1 Stk. Rändelschraube DIN 464 M3 M4 M5 M6 hohe Form Edelstahl | eBay

    macht es auch recht einfach, schnell mal um zu Kontaktieren und bei M5 stimmt sogar die Kernloch-Bohrung fast ;).

    Vielen Dank Xandre.

    …deswegen auch das Foto jetzt schon ohne Kabel ;).

    Danke, das mit solchen Scheiben hatte ich mir auch schon überlegt, dachte nur damals, die Rändelmuttern wären dann die ganze Zeit schwergängig, aber wenn ich noch etwas "Luft" lasse, dann ist das ja erst der Fall, wenn Gegendruck vom Akku kommt.

    Ich werde das ergänzen denke ich.

    Ich halte Euch auf dem Laufenden, was meine Ersten Lade- / Entladekurven oder weitere Umbauten ergeben.

    Gruß
    Markus
     
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Wie gut die Gammelschicht leitet hab ich nie ausprobiert, im Zweifel hab ich kurz vor der Verwendung zu Feile oder Sandpapier gegriffen.
    Da vergoldete Steckkontakte recht langlebig sind könnte das doch ganz gut funktionieren. Da sich beim Galvanisieren die Schicht an der ganzen Oberfläche bildet, könnte das also auch in den Löchern hinhauen. Aber die Oberfläche muss vorher richtig sauber sein (Ätzen/Beizen).

    Die Primitivlösung ist Lötzinn, das läuft zwar auch sehr schnell an, ist aber so weich, dass man beim Kontaktieren einfach "durchkommt".
     
    square74 hat sich hierfür bedankt.
  8. Du kannst die Kupferteile auch bei Deinem örtlichen Galvanikbetrieb zum Vernickeln geben. Das hält recht gut und man kann in großen Zeitabständen mal mit Polierpaste/Chromputz/Lackreiniger beigehen.
    Gruß
    Volker
     
    square74 hat sich hierfür bedankt.
  9. Man könnte auch Silberplättchen auflöten und polieren.
    Evtl. mal einen Goldschmied fragen, was das kostet.
     
    square74 hat sich hierfür bedankt.
  10. Hallo,
    Ich werde mich mal weiter nach Galvanisieren erkundigen. Vielleicht macht mit das jemand in meiner Umgebung. Was ich schon raus gefunden habe ist, das die Oberflächen dann an besten glatt und poliert sein sollten.
    Danke Euch.
     
  11. Dem Galvaniküberzug ist das mit der Oberfläche egal. Je nach Schichtdicke sieht das hinterher genauso rauh/glatt, oder matt/glänzend aus. Auf die Haltbarkeit hat's kein Einfluß. Und dem Strom ist es auch egal ;).
    Gruß
    Volker
     
  12. Maiger hat sich hierfür bedankt.
  13. Evtl. kannst du auch mal hier nachfragen,
    ist, glaub ich nicht allzuweit von dir weg.

    Arbra Oberflächen- Technik GmbH & Co. KG

    oder hier:

    Kräuter Nik. Galvaniseur (Möh), Tuttlingen

    Straße:

    Konzenbergstr. 57, Möhringen
    PLZ/Ort: 78532 Tuttlingen, Baden-Württemberg
    Telefon:
    07462-1568
     
    square74 hat sich hierfür bedankt.

  14. Danke für die Infos.

    Ich habe beide mal angeschrieben, mal schauen was raus kommt.

    Ansonsten hatte ich mal hiernach geschaut:

    Galvanisier-Zubehör-Set im Conrad Online Shop | 527983

    Nachfüll-Elektrolyt Elektrolytzustand Gold Flaschen-Inhalt 30 ml im Conrad Online Shop | 530522

    Taugt das was, hat jemand Erfahrung damit?

    Eigentlich habe ich Wanne, Kabel, Widerstände, Edelstahlblech und Krokoklemmen en masse. Bräuchte dann nur noch ein Trenngitter und das Elektrolyt, Labornetzteil habe ich ja auch.
     
  15. Olight Shop
    Erfahrung mit Galvanisieren hab ich nicht. Ich hab bloß mal ein paar Versuche unternommen Alu zu Anodisieren.

    In deinem Fall musst du ja nicht das ganze Teil vergolden, also würd ich die Elektrolytlösung einzeln nehmen und das Kontaktstück mit einer Krokoklemme fassen und in die Lösung hängen. Behälter Netzgerät und Anschlussmaterial hast du ja schon. Dann brauchst du den ganzen anderen Kram nicht. Fehlt nur noch eine Gegenelektrode und ein paar elektrische Werte als Ausgangspunkt.

    Allerdings muss das Werkstück vorbehandelt werden. Beim Anodisieren hab ich das Aluminium in Natronlauge "angelöst". Säure hat bei Metallen den Nachteil, dass sich an der Oberfläche Metallsalze bilden. Nach der Laugebehandlung war die Oberfläche schön blank.
     
  16. Natronlauge habe ich bei der Arbeit. Habe zwischenzeitlich noch gelesen, dass man Kupfer vor dem Vergolden erst noch Vernickeln sollte, da sonst nach einigen Wochen eine Verfärbung auftritt. Ob diese zu höheren Widerständen oder Ablösen führt, weiß ich noch nicht.
     
  17. Mach' Dir darüber keine Gedanken, das ist, wenn überhaupt meßbar im "Komma-Milliohmbereich". Nickel leitet recht gut -23% von Kupfer- ist hart und chemisch einigermaßen resistent. Als Goldunterlage verbessert es die Festigkeit der Goldauflage z.B. bei Steckverbindern.
    Gruß
    Volker
     
    square74 hat sich hierfür bedankt.
  18. Vor dem Vergolden musst du das Teil auf jeden fall vernickeln. Auf Arbeit hatten wir schon Teile bei dem die Galvanik das Vernickeln vergessen hat. Bei den Teilen konnte man die Goldschicht einfach mit dem Fingernagel runterkratzen. Wenn die Nickelschicht zu dünn ist diffundiert das Gold auch einfach in das Kupfer und die Teile sehen nach einer weile so aus als wären sie nie vergoldet worden. Hatten wir neulich auch erst als wir Teile aus der Alterung zurück bekommen haben die Monate lang über 100°C ausgesetzt waren.
    Ich würde dir raten die Teile einfach nur zu vernickeln. Das mit dem Gold ist ja wirklich ien schöner Kostenfaktor. Wie weit kommt man mit 30ml Goldwasser? :rolleyes:
    Wäre trotzdem mal ein Versuch wert. Berichte bitte mal wenn du es ausprobierst.:thumbup:
     
    square74 hat sich hierfür bedankt.
  19. Hallo,

    leider bin ich noch nicht weiter mit dem Vernickeln, Vergolden.

    Von den Firmen habe ich noch keine Antworten erhalten.
    Werde dort wohl man anrufen müssen.

    Evtl. kaufe ich mir doch erst mal ein Nickelbad, entsprechendes Material drumrum habe ich meist schon.

    Das Nickelbad bekommt man aber auf Grund seiner Giftigkeit nicht so einfach, zumindest nicht über die großen Anbieter, im www. schon eher.

    Hat schon mal jemand hiermit Erfahrung gemacht:

    http://www.amazon.de/Tifoo-Nickelba...TF8&qid=1386848458&sr=8-1&keywords=vernickeln

    Kann das was taugen ohne Spannung/Strom und nur mit Temperatur und was genau macht dieser Palladium-Aktivator?

    Bei den Anschlüssen werde ich nun wahrscheinlich wirklich auf Ringösen mit Schraubanschlüssen gehen, da ich dann ein paar Übergangswiderstände einspare.

    Danke.
     
  20. Ich überlege mir mal so ein Gold und Nickel Elektrolyt zu kaufen um damit mal meine Selbstgefrästen Treiberleiterplatten zu vergolden, eingach nur damit es schicker aussieht. hat schon mal jemand eine Leiterplatte in die Elektrolytlösung gehalten? Hält die das aus :rolleyes:
     
  21. Deine Ladeschale sieht ja toll, aus meine sehr sehr viel rustikaler:

    [​IMG]

    Funktioniert aber gut, die Kontaktflächen sind aus Reinkupfer, die Buchsen sind verkupfert. Die Buchsen liegen wohl seit 15 Jahren im Keller, die Kontaktflächen seit 5.Poliert gereinigt habe ich beides nicht.
    Ich komme da komplett auf einen Widerstand, mit Übergangswiderständen und Kabeln von 25-30 mOhm, ich glaube nicht das ich das noch signifikant verbessern kann.

    Ich glaube das kommt auch ein wenig auf die Legierung an, aber Reinkupfer korrodiert in trockener Umgebung so wenig, ich glaube nicht das der Aufwand lohnt.

    hth
     

    Anhänge:

    #21 Heinrich, 12. Dezember 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Januar 2016
  22. Dafür läuft Deine schon.

    Ich komme einfach aus Zeitgründen nicht weiter.´

    Heute Abend werde ich mal einige Kabel herrichten, ich denke ich versuche es doch zuerst mal mit den Bananensteckern.

    Gruß
    Markus
     
  23. Laufen ja fertig nein, solch Dinge haben bei mir immer die Tendenz nie vollendest zu werden.

    Mein Schiebemechanismus ist ja ganz ausgefuchst, ohne Federn dafür mit starke Festplattenmagneten, schöne Idee, leider verkantet der immer.

    Auch die 4 Akkus über eine Schiene laufen zu lassen ist alles andere als optimal, wenn die Akkus neu sind passen tatsächlich 4 Stück rein, wenn die ein paar mal in der Lampe waren und etwas gestaucht sind sind machen locker manche fest :mad:

    Also werde ich wohl oder Übel eine Seite der Kontakte durch Federn erstzen, hat da jemand eine Bezugsquelle für passende Federn, die möglichst sehr niederohmig sind, ich denke Berylliumbronze wäre da am geeignesten aber wo kleine Feder aus diesen Material beziehen?

    mfg
     
  24. Hab´s mal am Wochenende "verkabelt"

    Hallo,

    Samstag Nacht hab ich mir ein wenig Zeit genommen und mal verkabelt:

    [​IMG]

    So siehts von Nahem aus:

    [​IMG]

    Es gefällt mir alles noch nicht so und ich hatte anfangs auch Bedenken wegen der vielen Übergangswiderstände. Ich habe deswegen heute mal ein paar kleine Tests gemacht.

    Vor einiger Zeit hatten wir hier mal drüber spekuliert, wie bei meinem Modellbaulader Junsi iCharger 306B die Voltage Accu und die Cell Spannung bestimmt werden. Wir kamen dann drauf, dass wahrscheinlich die Cell Spannung stromlos gemessen wird, und deswegen dann genauer stimmt, da "keine" Verluste mit rein spielen. Bei mir gab´s ja bisher immer einige Verluste durch Widerstände aller Arten. Cell Spannung war immer höher als Akku Voltage.

    Bei den Messungen gestern war ich dann überrascht.
    Bei meinem 26650er Enerpower hatte ich bei 5A Entladestrom zw. Voltage Accu und Cell Spannung zwischen 10-15mV Differenz:

    [​IMG]

    Früher waren das noch in meiner Ladeschale:

    [​IMG]

    ca. 80mV und in meiner Ladeklemme:

    [​IMG]

    ca. 40mV.

    Rechnerisch habe ich jetzt ja dann nur noch wenige mOhm Verlustwiderstand.
    Das muss ich nochmals genauer messen und prüfen.

    Wenn dem aber wirklich so wäre, dann würden die Kupferoxidschicht, habe seit Wochen nichts mehr gereinigt, und die Übergangswiderstände der Bananenstecker (immerhin vergoldet) sehr gering sein und ich würde von weiteren Umverkabelungen oder gar Vergoldungen absehen.

    Was mir aktuell nicht mehr gefällt, ist, dass durch die größere Ladeschale (jetzt 6-fach) alles noch beengter zu geht:

    [​IMG]

    Ich habe mir aber schon eine Kleine Schubladen-Konsole ausgedacht, die ich bald fertig habe:

    [​IMG]

    Die Kabel führe ich dann nach hinten raus um mit einer Zugentlastung sollte auch nichts in der Schublade beim Öffnen und Schließen verrutschen.

    Weiteres folgt...
     
    #24 square74, 16. Dezember 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Januar 2016
  25. Sieht super aus! ;)

    So was müsste es von nem Hersteller geben...:(
     
  26. Hi,

    meinst Du jetzt Ladeschale oder Schubladen-Kasten ;)?
     
  27. Eine Ladeschale für lose Akkus mit minimierten Übergangswiderständen, welche man an Hobbylader an schließen kann.
     
  28. Hallo,

    lange ging hier nichts mehr.

    Nachdem ich mit meiner alten Ladezwinge immer wieder Messunterschiede beim Entladen zwischen der AccuVoltage und der CellVoltage fest gestellt habe, vor allem bei hohen Entladeströmen, habe ich ein bisschen nach gebessert.

    Aktuell sieht´s so aus:

    [​IMG]

    Die Kabel sind hochflexible 20mm² OFC-Leitungen aus dem Kfz-HiFi-Bereich.
    Die Bananenstecker sind verriegelbar und "schlucken" eben diese 20mm² Litzen.

    Den Balanceranschluss habe ich fälschlicherweise hin zum Ladegerät verlagert, scheint aber ok zu sein.

    Ich mache nachher noch einen Entladevorgang bei einem 26650er mit 10A.
    Mal sehen wie weit die Spannungen jetzt differieren.

    Bei meiner 6-fach Ladeschale bin ich aktuell auch beim Nachbessern, Bilder gibt´s die kommenden Tage ;).

    Gruß


    EDIT:

    Hier die versprochenen Entladekurven.
    Screenshots aus LogView, Läufe 01 und 02:

    [​IMG]

    [​IMG]

    und als Excel-Auswertung:

    [​IMG]

    und reingezoomt:

    [​IMG]

    Die Läufe 01 und 02 liefen hintereinander. Sie sind sehr dicht beisammen.

    Innerhalb der Messungen bin ich nun mit AccuVoltage und CellVoltage auch ganz dicht beieinander und die Akkus werden auch richtig geladen.

    Danke
    Gruß
     
    #28 square74, 3. Juli 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Januar 2016
    Jinbodo und Xandre haben sich hierfür bedankt.
  29. Ladeschale 4.0 final edition

    So,

    nachdem ich hier schon lange kein Update mehr gepostet habe, ist es jetzt endlich so weit.

    Wie schon früher hier im Thread mal angedeutet, können die vielen Kabel die quer über die Akkus laufen auch schnell nerven ;).

    Weiterhin waren die Kupferstäbe, die ich in die Kupfer-quader eingepresst hatte nicht allzu einheitlich und korrodierten natürlich auch nach einiger Zeit. Wieviel das Ohmsch ausmacht, darüber kann man sich streiten.

    Auch hatten mich die etwas ungenau gefertigten Alu-Winkel gestört, da ich schnell Spannung (mechanisch) auf die M6x1 Gewindestangen gebracht hatte und diese dann klemmten.
    Abhilfe hatten größere Bohrungen im Alu-Winkel gebracht, die Führung war dann aber locker und ungenau.

    Da ich bei meiner letzten Veränderung der Ladeklemme, die mit der Zwinge weiter oben, merkte, dass der geringe Kabelquerschnitt bei höheren Strömen schnell eine Differenz zwischen der Cell-Voltage und Accu-Voltage bei meinem Junsi brachten, wolle ich auch hier nach bessern.

    Dann war da noch die „ewige“ Kurblerei beim Wechsel von kurzen auf lange Akkus (oder umgekehrt) die mich nervte, bei M6x1 bringt eine Umdrehung der Rändelmutter halt nur einen Millimeter Vorschub und bei meiner Anordnung bekomme ich immer nur halbe Umdrehungen hin.

    Die Kontaktlöcher oben in den Kupferklötzen bringen auch bei Korrosion wieder höhere Widerstände, und brachten nicht den gewünschten festen Kontakt beim Stecken.

    Zu guter Letzt hatte ich mich bei jedem zweiten Mal mit der Drehrichtung der Rändelmuttern vertan. Bei Rechtsgewinde bedeutet eine Drehung der Mutter nach Rechts nun mal, dass die Stange samt Kupferklotz in die Mutter hinein gezogen wird und somit die Klemme öffnet.

    Dies alles beachtet, kam ich zu dem Schluss, dass ich bis auf die Kunststoffplatte in rot alles nochmals neu mache.

    Nach 1.0:

    [​IMG]

    Folgte 2.0:

    [​IMG]

    Dann 3.0:

    [​IMG]

    Und jetzt brandneu 4.0 final edition:

    [​IMG]

    Da ich in einem Metallverarbeitenden Betrieb arbeite, war schnell ein Kollege gefunden, der meine gezeichneten Winkel in einen Laserzuschnitt samt 90° Biegung verwandelt hatte.
    Damit waren die ungenau gefertigten Aluwinkel schnell ersetzt ;).

    Die Kabel wollte ich anders verlegen.
    Da ich die Übergangswiderstände gering halten wollte, bohrte ich Durchgangslöcher in die Kupferklötze (die auch neu sind) und fädelte hier 6mm² höchstflexible Silikonlitze durch. Diese wird mittels vergoldeter Madenschrauben aus dem Car-HiFi-Bereich Kontaktiert und diese Madenschrauben dienen gleichzeitig der Kontaktierung an den Akkus.

    Um die Kontaktierung des „wandernden“ Plus-Pols zu verbessern, habe ich direkt nach dem Gewindeschneiden oben Teile der verschraubten Bananenstecker fest eingeschraubt. Diese sind auch vergoldet.

    [​IMG]

    Die M6x1 Gewindestangen habe ich durch Trapezgewindespindeln TR10x3 ersetzt und dabei gleich welche mit Linksgewinde samt passender Muttern verwendet ;).

    [​IMG]

    Die Kontaktierung des „wandernden“ Pluspols und am Ladegerät selbst ist noch durch verriegelbare Bananenstecker optimiert:

    [​IMG]

    So sehen sie nackt aus:

    [​IMG]

    Die Schraubhülsen musste ich natürlich isolieren, da sonst bei eingelegten Akkus und die Gefahr eines Kurzschlusses recht hoch ist.

    So bin ich aktuell mit der Ladeschale zufrieden.
     
    #29 square74, 17. August 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Januar 2016
    tino79, werner1910, hotte1111 und 6 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  30. Hammer! Wenn man so was nur kaufen könnte....
     
    square74 hat sich hierfür bedankt.
  31. Danke für den Zuspruch.
    Leider bin ich aus Zeit Mangel noch nicht weiter gekommen um mal Messungen zu machen, liegt noch so, wie ich die Ladeschale in die Schublade gelegt hatte :(.
     
  32. Für AA oder CR123 reicht es sicherlich.
    Mir war eben auch wichtig mit höheren Entladeströmen arbeiten zu können und das möglichst verlustfrei.

    Die Graupner Schale könnte man aber auch sicherlich umbauen und mit dickeren Leitungen versehen.
     
  33. Da sie für Sub-C (43mm) und 22430 ist, ist fraglich, ob 14500er überhaupt reinpassen. 18650er sicher nicht. Lohnt m.E. also keinen Umbau.
     
  34. Hallo,

    ich grabe mal mein altes Thema wieder aus.
    Die Ladeschale:

    [​IMG]

    erfüllt ihren Zweck, wenn ich für Messungen auch die schon erwähnte Ladezwinge benutze:

    [​IMG]

    Beim Modellbaulader ist das Problem, dass ich zwar bis zu 6 Zellen entladen und mit loggen kann, aber sobald eine Zelle die Entlade-Schlusskriterien erfüllt hat, schält der Lader ab und das Logging der anderen Zellen bricht ab.

    Jetzt will ich meine mittlerweile schon größere Akku- (Zellen) Sammlung auch einfacher pflegen.

    Dies hier möchte ich umsetzen:

    [​IMG]

    Dabei sollen die Zellen die ich jeweils in die 4-fach-Halter packe natürlich annhähernd gleiche Zellenspannung und Charakteristik (Akku-Typ, -Alter etc.) haben.

    Über wandernden Pluspol kann ich die "Zellenanzahl" 1S bis 4S "wählen" jedoch immer auch mehrere Zellen parallel Laden / Entladen.

    Die Halter stelle ich aus einfachen Ladern her, die hier für nicht gut befunden wurden:

    http://lygte-info.dk/review/Review Charger Bowei HC-103W UK.html

    Meine bestellte Version scheint aber schon (zumindest lt. den Fotos) eine neuere Version zu sein und hat einen erhöhten Pluskontakt, kann also auch flattop Laden.

    Die Innerein fliegen natürlich raus, die Litzen werden durch bessere ersetzt, alles auf einer Platte befestigt.

    Das ganze möchte ich vorerst für 16 Akkus realisieren, die ich dann im Zyklus-Entladen-Laden auf Lagerspannung bringen will, oder auch mal schneller Parallel viele Akkus voll auf laden.

    Ich denke das müsste so funktionieren.
     
  35. Ich sehe auch nichts, was dagegen spricht :)
     
    square74 hat sich hierfür bedankt.
  36. Danke für die Rückmeldung.
    Die Ladegeräte die ich bestellt habe sind wohl doch nicht so gut für meine Zwecke geeignet.
    Haben bei Gearbest aber nur gesamt ca. 20€ gekostet.
    Der Bereich geht wohl nur bis 69mm. Lange, geschützte Zellen oder meine 20700er Zellen gehen da wohl nicht.
    Muss ich zumindest eine 4er Riege auch in der Länge noch umbauen.
     
  37. Die Ladegeräte kamen Ende vergangener Woche.

    Wie befürchtet passen die 20700er nicht.
    Geschützte Keeppower 26650er passen gerade so. Halten meiner Meinung nach aber recht wackelig, da auf Grund der Abschrägung am Gehäuse auf der Minusseite, der 26650 "hochrutscht".
    Die Plus-Kontaktseite ist hingegen leicht erhaben, so dass auch Flattop-Akkus passen.

    Ich öffne demnächst mal einen der Lader und schaue nach Möglichkeiten der Verbesserung, bzgl. Kontaktierung.
     
  38. Mann, mann, schon wieder so lange her und wieder ein Projekt nicht umgesetzt... ;).

    Ich habe diese Ladeschale mit den obigen Ladegeräten nie umgesetzt.
    Mittlerweile habe ich mir einen anderen Modellbaulader gekauft:
    https://www.stefansliposhop.de/Lade...nsi-iCharger-X6-Ladegeraet-800W-6S::1934.html

    Eine neue Ladeschale für 12 Zellen muss her.
    Dabei werden jeweils bis zu 6 Zellen parallel geladen.

    Verdrahtung so ähnlich müsste passen.
    Rot mit Pfeil ist der "Wander-Pluspol":
    [​IMG]
    So kann ich 1-6 Zellen laden und darüber hinaus immer jeweils eine gerade Anzahl von Zellen...

    Ich wollte erst mit eigens gebauten Klemm- oder Schraubkontakten wieder was basteln ähnlich meiner alten Halterung:
    [​IMG]

    ist mir aber aktuell zu zeitaufwändig.

    Es wird eine Ladeschale gebastelt aus Lii-402 Ladern, die günstig bei Gearbest gekauft habe, 3 Stück an der Zahl:
    https://www.gearbest.com/chargers/pp_662178.html?wid=1433363

    wahrscheinlich komplett ausschlachten und im oberen Bereich die Wanderpole integrieren.
    Die Schächte in der Länge teilen und etwas verlängern sodass auch später mal geschützte xx700er rein passen, 76mm Klemmlänge ist das Ziel.

    Geplant sind dicke Silikonlitzen intern wie extern.
    Da der Lader max 2A Balancerstrom kann, werde ich auf fertige Balancerkabel zurückgreifen, die es mit AWG22 oder gar AWG20 Silikonlitzen gibt.

    Der Lader kann bis zu 30A Ladestrom verteilt auf alle 12 Schächte wären das theoretisch 2,5A Ladestrom je Schacht.
    Beim Entladen Sind bis zu 30A Entladestrom drin, wenn ich regenerativ entlade, also in einen Versorgungsakku zurück lade.

    Deshalb auf der Skizze oben die zwei Parallel verschalteten LiPos am Lader-Eingang.
    Dass das auf Dauer sicherlich nicht gut für die LiPos ist, ist mir klar, aber so oft werde ich keine Hochleistungs-Enladungen machen...

    Zwei LiPos parallel deswegen, da die nur mit 2C Ladestrom geladen werden dürfen, was bei 8000mAh 16A sind.

    Alternativ bin ich gerade am Umbau von Servernetzteilen, von denen ich zwei in Reihe verschalte und dann ca. 26V / 39A am Lader-Eingang habe, genug, um die volle Ladeleistung bereit zu stellen, da ab 23,5V / 35A die vollen 800W Ladeleistung möglich sein sollen.

    Ich hoffe dieses Projekt schneller umsetzen zu können... ;)
     
    #39 square74, 23. Oktober 2018
    Zuletzt bearbeitet: 24. Oktober 2018
  39. Bei der rechten Ladeschale (a bis f) hast du einen Verdrahtungsfehler. Der Balancerkontakt für die erste Zelle müßte auf den Pluskontakt von Schacht a gehen, der zweite auf b usw., wenn es so wie links gedacht ist.

    Ich würde aber dringend davon abraten, zwei variable, serielle Ladeschalen parallel zu verschalten. Das kann (das wird mit Sicherheit!!) sehr schnell böse enden!

    Beispiel:
    Angenommen du legst von links nach rechts 7 Zellen ein. Dann steckst du links das Hauptladekabel auf Zelle 6. Das rechte Hauptkabel steckt in a.
    Und schon wird die a Zelle nahezu ungebremst mit 24V geladen, ohne daß du das Ladegerät angeschlossen, oder eingeschaltet hast!!!!!!!
    Das ganze dann noch extra für hohe Ströme ausgelegt, sodaß du nur Sekunden auf den Knall warten mußt.

    Baue nur eine Schale für serielles- und die andere für paralleles laden und entladen.
     
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