Powerbank mit >3A @5V USB-C

15 Dezember 2023
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Hallo Zusammen,

ich suche schon seit einiger Zeit eine Powerbank für meinen Raspberry Pi. Ich weiß, das ist nicht das Thema hier und ich hoffe das Triggert niemanden hier.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich grundsätzlich was bei den Powerbanks/verwendeten Zellen nicht verstehe und bin dann irgendwann hier auf das Forum gestoßen, wo sich doch einige Leute echt mit dem Thema auszukennen scheinen.

Wäre wirklich nett, wenn mir jemand mit 2-3 Zeilen auf die Sprünge helfen könnte.

Zum Thema:

Alle Powerbanks die ich finden kann spezifizieren am USB-C port maximal 3A bei 5V. Die mit sehr viel Leistung und PD Fähigkeit können auch mehr liefern, aber nur bei höheren Spannungen. Ich brauche aber 5A bei 5V. Kann sich jemand erklären, warum es das nicht gibt?

Interesssanterweise geben einige für den USB-A Ausgang 4,5A/5V und/oder 5A/4,5V an. Denkt Ihr ich kann einfach ein USB-C auf USB-A Kabel nehmen und so den USB-A port an der Powerbank nutzen?

USB-C Netzteile gibt es mit >5A bei 5V, also am USB-C Standard an sich scheint es nicht zu liegen.

Wenn jemand eine Powerbank kennt, die ~25W bei 5V liefern kann wäre das natürlich perfekt! :D

Viele Grüße
Nani
 

repeatog

Flashaholic**
16 Februar 2014
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Welchen Raspi nennst Du denn Dein Eigen? Vielleicht gibt es auch alternative Optionen den Kleinen mit Strom zu versorgen.

Mit USB PD und QC wurden Protokolle geschaffen, damit der Verbraucher und das Netzteil unter einander aushandeln können, welche Spannung und welcher Strom anliegen. 5A ist aber sehr viel, hier wird gerne die Spannung erhöht um die Ströme gering zu halten. PD sieht so hohe Ströme erst gar nicht bei 5V vor, bei QC bin ich nicht im Bilde.
 
15 Dezember 2023
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Ich habe mir einen neuen Pi 5 gekauft. Er startet auch mit 3A, aber dann nur mit limitierter Versorgung für angeschlossene USB Geräte.

Er wird die 5A sowieso nicht permanent brauchen, sonst wäre die Laufzeit an der Powerbank auch sehr kurz. Aber es wäre halt schön wenn die das trotzdem kurzzeitig liefern könnte. Rein aus Stabilitätsgründen und um sicher zu sein, dass man die Performance des Pi immer mal wieder kurzzeitig abfragen könnte.

Eigentlich hatte ich auch keine Hoffnung hier eine direkte Lösung zu finden. Suche jetzt ja schon seit Wochen nach einer Powerbank die das kann und konnte keine finden, scheint es echt nicht zu geben.

Mich würde einfach nur interessieren, warum es das nicht gibt. Der USB-C Anschluss scheint ja grundsätzlich kein Problem damit zu haben, Netzteile gibt es ja genug.

Und eben die Frage was Ihr darüber denkt einen USB-A auf USB-C zu adaptieren. Powerbanks die 22,5W bei 5V am USB-A Ausgang liefern gibt es ja anscheinend einige.
 
9 Oktober 2023
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Ich wüsste keine Powerbank, die das kann. Es müsste ja eine ohne PD oder QC sein, und nur
den 3.1 Gen2 (5V 25W) unterstützen. Vielleicht eine Lösung mit programmierbarem Spannungswandler.
Eingangsseitig z. B. 65W PD Unterstützung mit regelbarem Ausgang??
 

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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  1. Ich brauche aber 5A bei 5V. Kann sich jemand erklären, warum es das nicht gibt?
  2. Interesssanterweise geben einige für den USB-A Ausgang 4,5A/5V und/oder 5A/4,5V an. Denkt Ihr ich kann einfach ein USB-C auf USB-A Kabel nehmen und so den USB-A port an der Powerbank nutzen?
  3. USB-C Netzteile gibt es mit >5A bei 5V, also am USB-C Standard an sich scheint es nicht zu liegen.
  4. Wenn jemand eine Powerbank kennt, die ~25W bei 5V liefern kann wäre das natürlich perfekt! :D
  1. Weil USB (3.2) nur bis maximal 3A bei 5V spezifiziert ist. Alles darüber hinaus erfordert zusätzlich QC oder PD.
  2. Das wird mittels QC oder PD umgesetzt sein.
  3. USB-C ist nur die mechanische Komponente, entscheident ist das verwendete Protokoll (QC, PD).
  4. Eventuell liefert diese Powerbank 5A bei 5V an C1 (USB-C1: 5V/9V/12V/15V⎓3a; 20V ⎓5a; 3 ~ 21V⎓5a):
    https://sharge.com/de/products/storm2
 
15 Dezember 2023
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Interessant. Und das kombiniert wirklich die Ströme aus beiden Quellen? Fällt mir technisch schwer zu glauben, normal kann man Spannungsquellen nicht einfach parallel schalten. Werde mir das aber mal genauer anschauen.

Weder QC noch PD unterstützen 5 A, soweit ich weiß. Keine Ahnung, was sich die Macher vom Raspberry Pi dabei gedacht haben.
Genau so verstehe ich das inzwischen auch. Das was mich nach wie vor wirklich wundert ist, dass es durchaus einige Netzteile gibt, die 5A bei 5V liefern, nicht nur das offizielle für den Pi 5. Aber keine Powerbanks. Das ist für mich das wirklich seltsame.

  1. Weil USB (3.2) nur bis maximal 3A bei 5V spezifiziert ist. Alles darüber hinaus erfordert zusätzlich QC oder PD.
  2. Das wird mittels QC oder PD umgesetzt sein.
  3. USB-C ist nur die mechanische Komponente, entscheident ist das verwendete Protokoll (QC, PD).
  4. Eventuell liefert diese Powerbank 5A bei 5V an C1 (USB-C1: 5V/9V/12V/15V⎓3a; 20V ⎓5a; 3 ~ 21V⎓5a):
    https://sharge.com/de/products/storm2
QC und PD unterstützen nach Spezifikation eben auch kein 5A bei 5V. Das ist ja der Kern des Problems.
Die genannte Powerbank ist wirklich ein tolles Produkt. Vielen Dank für den Tipp!

So wie ich das verstehe liefert die die 5A bei 5V aber über PPS. Was, so wie ich das verstehe, eine Erweiterung von PD ist. Die Dokumentation vom Pi 5 warnt aber ausdrücklich davor, dass PPS zu Problemen führen kann und offiziell nicht unterstützt wird. Allerdings kann man das auch wieder so verstehen, dass das nur passiert, wenn man an die PPS Quelle während des Betriebs einen weiteren Verbraucher anschließt und dadurch das PPS für den Pi 5 neu ausgehandelt wird. Wenn ich das alles richtig verstehe. Also ja, vielleicht ist PPS auch die Lösung.
https://www.raspberrypi.com/documentation/computers/raspberry-pi-5.html#powering-raspberry-pi-5

Ich denke die Lösung liegt im USB-A Port, der immer mal wieder mit 4,5A/5V bzw. 5A/4,5V angeboten wird, hier z.B. finden sich viele mit dieser Angabe:
https://www.pcwelt.de/article/11678...en-powerbanks-im-test-5000-bis-30000-mah.html

Und in der Frage die ich auch schon in meinem ursprünglichen Post gestellt habe: Kann ich von so einem USB-A einfach mit einem Adapterkabel auf USB-C gehen und dann die immerhin 22,5W abfragen.

Und da bin ich inzwischen auf einen Standard von Huawei gestoßen, die nennen das "SuperCharge":
https://consumer.huawei.com/de/accessories/10000-sc-powerbank/

Und interessanterweise hat die Powerbank keinen USB-C Ausgang, sondern einen USB-A und es wird ein Kabel USB-A auf USB-C mitgeliefert.

Ich werde jetzt noch ein paar Tage in mich gehen, ob ich mir so eine Sharge leisten will, die wirklich sehr nice aussieht. Oder einfach mal eine günstigere Powerbank wie die Huawei mit Adapterkabel kaufe und schaue ob das funktioniert.
 

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
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Celle
www.sammyshp.de
Ein Adapter von USB A auf C stellt kein Problem dar. Außer, dass er zusätzlichen Widerstand bedeutet. Bei den meisten Kabeln dürfte bei 5 A am Ende auch nur noch 3 V oder so angekommen, weil der Widerstand des Kabels einfach zu hoch ist. Von den Kontakten im USB Anschluss will ich gar nicht erst reden. Deswegen hat man den USB-Standard ja auf höhere Spannungen erweitert. Dann spielt der Widerstand nur noch eine untergeordnete Rolle.
 

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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Das original Raspberry Pi 27W USB-C Power Supply kostet nur 13€, wäre das nicht eine Lösung?
reichelt.com/raspberry-pi-netzteil-5-1-v-5-0-a-usb-type-c-eu-stecker-w-rpi-ps-27w-wt-eu-p360112.html?&trstct=vrt_pdn&nbc=1
raspberrypi.com/products/27w-power-supply/?variant=27w-power-supply-eu-white

In diesem Test wurde bei Übertaktung eine maximale Leistungsaufnahme von 8,2W gemessen:
jeffgeerling.com/blog/2023/overclocking-and-underclocking-raspberry-pi-5

Wenn du mittels PoE+ HAT die Energieversorgung über PoE herstellst, erstaprst du dir das USB-Thema völlig.
eenewseurope.com/en/power-and-cooling-challenges-of-the-raspberry-pi-5/
 
15 Dezember 2023
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Das ist die perfekte Lösung, aber leider keine Powerbank.... ;)

In diesem Test wurde bei Übertaktung eine maximale Leistungsaufnahme von 8,2W gemessen:
jeffgeerling.com/blog/2023/overclocking-and-underclocking-raspberry-pi-5
Es geht auch eher um Boot von USB, oder noch allgemeiner, die Versorgung angeschlossener USB Geräte.
https://www.jeffgeerling.com/blog/2023/overclocking-and-underclocking-raspberry-pi-5
Wenn du mittels PoE+ HAT die Energieversorgung über PoE herstellst, erstaprst du dir das USB-Thema völlig.
eenewseurope.com/en/power-and-cooling-challenges-of-the-raspberry-pi-5/
Ja, der Gedanke kam mir auch schon, hatte ich aber bisher nicht verfolgt. Vielen Dank für den Link, es wird also einen entsprechenden PI5 PoE HAT geben. Muss ich mal schauen, ob es PoE Powerbanks gibt.

Falls später jemand über diesen Thread stolpert mal meine Erkenntnisse:

Aus gründen die je nach Sichtweise mehr oder weniger achvollziehbar sind haben sich die Pi Entwickler für den PI 5 für eine USB PD Spezifikation entschieden, die manche als "Exotisch" bezeichnen würden.

"Fixed PDO" mit 5V/5A, also kein PPS o.Ä. (Aus dem Grund würde die Sharge mit ziemlicher Sicherheit nicht funktionieren.)

In den Quellen die man durch Google so findet wird das verkürzt - und dadurch falsch - oft so dargestellt, als ob laut PD Spezifikation bei 5V fixed PDO der maximale Strom 3A wäre. Das ist aber eher ein Minimum das laut Spezifikation angeboten werden soll. Ich habe mal einen Screenshot aus der aktuellen Spezifikation angehängt.

Aber jetzt weiß ich wenigstens wonach genau ich suchen muss.

Moderation: fremdes Bildmaterial gelöscht. Bitte beachte die Nutzungsbedingungen.
 
  • Danke
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angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
3.635
1.501
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Muss ich mal schauen, ob es PoE Powerbanks gibt.
Von Power Walker gibt es eine.
powerwalker.com/de/produkt/10120450/

Ansonsten kannst du auch einfach einen Injector mit 12V Eingang mittels Powerstation betreiben.
allnet.de/de/allnet-brand/produkte/neuheiten/p/allnet-poe-splitter-miniextractor-gigabit-60w-usb-c-pd-all-ps103g-bt60-pd/


Alternativ kannst du mittels Step-Up Konverter eine 9-36V Spannungsquelle auf 5V@5A umwandeln.
berrybase.de/netzteilmodul-9-36v-5v/5a-mit-usb-ausgang-und-schraubklemmen

Als Spannungsquelle eignet sich eine Powerstation mit DC5521-Ausgang, üblicherweise mit 120W Leistung.
heise.de/preisvergleich/?cmp=2804716&cmp=2838141&cmp=2557788&active=0
heise.de/preisvergleich/?cat=spoutsgsp&xf=19756_DC~19776_Solargenerator&asuch=&bpmin=&bpmax=280
 

Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
1.527
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Metrolpolregion Nürnberg
Weder QC noch PD unterstützen 5 A, soweit ich weiß. Keine Ahnung, was sich die Macher vom Raspberry Pi dabei gedacht haben.

Man berichtige: Unterstützen keine 5A bei Uout < 20V. Schlicht weil alles über 3A nicht als PowerRole in USB PD definiert ist.

USB-C als Power-In für den RPi zu nehmen "Weil die Kabel hat man ja" dann aber ein Netzteil als notwendig zu haben welches die Specs die diesen Stecker nutzen völlig ignoriert ist schon ... Rasperry Foundation gerecht... Eigentlich ist man nix anderes gewohnt ;)

So wie ich das verstehe liefert die die 5A bei 5V aber über PPS.

Nein.
Auch PPS liefert bei < 20V keine 5A da sich auch PPS an die PDP Ratings hält.

Erst der nun langsam kommende Nachfolger von PPS (mit der aktuellen USB PD Spec 3.2) kann auch bei 5V bis zu 5A liefern, allerdings nur dann wenn das Kabel geeignet ist, was durch einen Chip im USB-C Stecker signalisiert wird. Daher gibt es das alles (wie PPS eigentlich auhc) ausschließlich mit USB-C auf USB-C Kabeln.

Ich empfehle dazu das durchforsten der USB-PD Spec, welche allerdings durchaus schwerere Kost darstellt (sind nur 1113 Seiten).
 

ferengiman

Flashaholic
21 Januar 2017
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Hennef
Das USB C PD Protokoll gibt zumindest für 100W bei 20V 5A an…. Es geht also über USB C…nur halt nicht mit jedem Kabel..;);)