[Passaround-Review] Acebeam W30

Dieses Thema im Forum "AceBeam" wurde erstellt von Lux-Perpetua, 7. Juni 2019.

  1. Hallo zusammen,

    dieser Thread dient der Vorstellung der Eindrücke aller Passaround-Teilnehmer zur Acebeam W30. Zur Passaround-Organisation geht es ► hier ◄ entlang. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Sven @Stewitsch für die freundliche Bereitstellung der Lampe sowie an das TLF für die Möglichkeit die Eindrücke hier posten zu können.

    Parallel habe ich mein Review in englischer Sprache im BLF gepostet. If you want to read the English version, please click ► here ◄.

    Nachfolgend meine Eindrücke zur Acebeam W30:

    Bei der Acebeam W30 handelt es sich um ein neues Modell im Bereich der LEP-Lampen, ähnlich dem kleinen Schwestermodell W10. LEP steht für "Laser Excited Phosphor" und beschreibt - laienhaft ausgedrückt - eine Technik, die einen energiereichen Laserstrahl im blaufarbigen Wellenlängenbereich über einen Spiegel bzw. eine Optik auf eine Phosphorschicht (ähnlich der einer LED) umlenkt. Der energiereiche Laser regt die Phosphorschicht zum Leuchten an und die wiederum emittiert dann weißes Licht, welches durch eine konvexe Linse stark fokussiert aus der Lampe austritt.

    Der Vorteil gegenüber klassischen Reflektorlampen mit LED ist ein deutlich stärker fokussierter Beam, der bei einem schmalen Kopfdurchmesser von nur 61mm sagenhafte 1,45 Mio. Candela und damit eine ANSI Reichweite von 2,4km erreicht. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit der Lampe sollten daher unbedingt beachten werden.

    Die W30 ist hinsichtlich IEC 60825-1:2014 folgendermaßen klassifiziert:
    Maximale Abgabeleistung: 12W
    Wellenlänge: 500nm - 650nm
    Laser-Warnklasse: 2M

    Ein paar Fakten zur Lampe:


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    Verpackung und Inhalt:


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    Die Lampe kommt in einem relativ stabilen Hartpappe-Karton, welcher offenbar seine Stärke auf dem Transportweg zu mir bereits unter Beweis stellen durfte. ;)

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    Ein paar klassische Anwendungsszenarien werden an der Seite symbolhaft dargestellt.

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    Die Unterseite listet die Spezifikationen der Lampe auf.

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    Offenbar wird es noch weitere Varianten dieser Lampe geben. Allerdings ist fraglich, ob ein HighCRI-Modell bei einem Thrower sinnvoll ist und ob dieses dieselben Leistungsparameter (Output, Verlustleistung) haben wird. Für gewöhnlich sind HighCRI-LEDs deutlich ineffizienter. Wie es sich mit LEP verhält, werden wir hoffentlich bald herausfinden können.

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    Der Inhalt der Verpackung ist recht übersichtlich und gut verstaut. Die drei A4-Blätter mit der deutschen Bedienungsanleitung von Herrn Stewitsch habe ich hier nicht abgebildet.

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    Größenvergleich:


    Meine Acebeam T27 hatte ich leider gerade nicht zur Hand, so dass zwei weitere Lampenmodelle aus dem Jahr 2019 als Vergleich herhalten mussten, v.l.n.r. Convoy M3 (XHP70.2 N4-7A 3.000K), Acebeam W30 (LEP 6.500K), Sofirn C8G (XHP35 HI 6.500K).

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    Aufbau der Lampe:


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    Die W30 kann (ohne Zerlegung des Lampenkopfes) in drei Teile zerlegt werden: Kopf, Akkurohr und Tailcap. Der Akku ist durch ein Schutzplättchen gegen versehentliches Aktivieren und Entladen für den Transport der Lampe geschützt.

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    Es prangt ein deutlicher Warnhinweis an der W30, nicht in den Lichtstrahl der Lampe zu schauen. Darüber hinaus gibt es ein Stativgewinde sowie (hier verdeckt und auf der Rückseite befindlich) einen Akkustand-Indikator, welcher bei vollem Akku grün leuchtet.

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    Die Gewinde der Lampe sind sehr gut gefettet. Ich habe erst einmal die kontaktgebenden Stirnflächen auf beiden Seiten gereinigt, damit Übergangswiderstände so gering wie möglich ausfallen. Der taktische Ring kann abgenommen werden, jedoch müssen dazu vorher beide O-Ringe entfernt werden.

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    Acebeam verwendet eine Tailcap aus Metall. Dies sieht zwar auf dem ersten Blick schick aus, birgt aber das Risiko von Kratzern (es sind ab Werk leider schon erste Mikrokratzer vorhanden). Darüber hinaus hätte ich für eine ansonsten komplett mattschwarze Lampe eine ebenfalls schwarze Kappe aus Gummi besser gefunden. Für taktische/militärische Einsatzzwecke möchte man i.S. der Tarnung zudem so wenig reflektierendes Material wie möglich an sich tragen. Die Haptik des Schalters geht soweit in Ordnung, d.h. der Druckpunkt ist weder zu schwammig noch zu fest.

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    Das PCB der Tailcap ist verschraubt. Aufgrund des eher bescheidenen Strombedarfs von knapp unter 3A wurde wohl auf einen Bypass der Feder bzw. den Einsatz einer Doppelfeder verzichtet.

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    Ein ähnliches Bild bietet sich dem geneigten Käufer beim Blick in den Kopf der Lampe. Der Treiber wird offenbar durch einen Retainer gehalten. Dieser wiederum ist jedoch anscheinend mit Spezialschrauben befestigt, die eine Demontage erschwerden dürften. Da der Retainer deutlich höher liegt als der am Rand befindliche, kontaktführende Aluminiumring, wird einem das Reinigen der Lampe von gebrauchsüblichem Abrieb etwas erschwert.

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    Die Glaslinse ist vergütet bzw. anti-reflex-beschichtet. Der Bezelring hat ein Innengewinde, um den beiliegenden Rotfilter zu montieren.

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    Ein Draufblick unter externem Licht gewährt einen Blick hinter die Kulissen. Zu erkennen ist hier die konvexe Linse und darunter der Spiegel und die gelbe Phosphor-Ebene.

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    Der mitgelieferte, geschützte Acebeam 21700 Akku kann per microUSB-Kabel geladen werden. Eine kleine LED auf der Seite des Pluspols signalisiert den Ladezustand beim Laden (rot = ladend, grün = vollgeladen).

    Betrieb der Lampe:

    Die Acebeam W30 hat das wohl einfachste UI der Welt: EIN / AUS über die Betätigung des Tailclicky - mehr gibt es nicht zu beachten. Die Lampe erwärmt sich während des Betriebs spürbar in der mittleren Sektion. Anders als bei klassischen LED-Lampen wird also weniger der gesamte vordere Teil des Kopfes als viel mehr der Bereich um das LEP-Modul warm. Die Erwärmung war jedoch auch bei Außentemperaturen von 26°C nie in einem unangenehmen Bereich, welche einen zum Ausschalten der Lampe ermutigen würde.

    Indoor-Beamshot Vergleich:


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    v.l.n.r.: Convoy M3 (XHP70.2 N4-7A 3.000K), Acebeam W30 (LEP 6.500K), Sofirn C8G (XHP35 HI 6.500K), WB: Automatik, Abstand zur Wand: 30cm, Fokus auf den Spot der W30

    Die Reflexion des Lichtstrahls der W30 war so intensiv, dass es in den Augen schmerzte, hinzusehen. Um ein brauchbares Bild zu erstellen, wurde hier stark unterbelichtet. Man erkennt sehr schön den scharf abgegrenzten Spot der W30 und den fehlenden Spill, den die anderen beiden Lampen mit LED/Reflektor-Technologie erzeugen. Die Lichtfarbe der W30 wirkte trotz nominal gleicher CCT stets sehr neutral und deutlich weniger kaltweiß als das der Sofirn C8G.

    Outdoor-Beamshots:


    Vorweg muss ich sagen, dass es physikalisch bedingt eine kleine Herausforderung ist, brauchbare Beamshots von LEP-Lampen zu machen, da das für den Sensor der Kamera maßgebliche Licht weit in die Ferne gebracht wird und der fehlende Spill die Situation noch zusätzlich verschärft. Die Folge ist, dass man brauchbare Bilder eher mit Stativ und SLR-/Systemkameras hinbekommt und ein freihändig gehaltenes Smartphone eher bescheidene Ergebnisse abbildet, siehe unten. Ich hoffe man kann trotz der Unschärfe und des Farbrauschens einen einigermaßen nachvollziehbaren Eindruck von der Lampe bekommen.

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    Kontroll-Shot ohne Lampe (Entfernung zum Ziel etwa 70m)

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    Beamshot mit aufgesetztem Rotfilter

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    Beamshot ohne Rotfilter

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    Mobilfunkmast in ca. 500m Entfernung

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    Baumkronen in ca. 100m Entfernung

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    Baumreihen in ca. 400m Entfernung

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    eBay Headquarters Gebäude in ca. 70m Entfernung

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    Baumkrone in ca. 8m Entfernung

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    Das Anleuchten eines Verkehrsschilds führt zu einer ordentlichen Blendung. :D

    Fazit:


    Mit der W30 übertrifft Acebeam seine bereits beeindruckende W10 noch einmal deutlich. Trotz nur 500 Lumen Lichtstrom wirken entfernt angeleuchtete Ziele sehr hell. Die Zielgruppe dieser Lampe dürfte jedoch recht eng abgegrenzt sein und weniger die breite Masse ansprechen. Das dürften zum einen professionelle Anwender sein, die eine Lampe für Suchzwecke verwenden bzw. die klassischen Lampen-Tifosi, welche aus Spaß an der Freud' die Extreme suchen.

    Fraglich bleibt, inwieweit uns hierzulande zukünftig Ungemach durch den Gesetzgeber drohen dürfte. Wenn erste Berichte über geblendete Personen (Stichwort: Laserpointer, die auf landende Flugzeuge gerichtet werden) im Zusammenhang mit solchen Lampen auftauchen, könnten sinnbefreite, zwecklose jedoch von manchem Politiker geforderte Totalverbote für Messer auch bei uns auf Taschenlampen ausgeweitet werden.

    Kurz zum Für und Wider:


    Pro:
    • Wer einen Extremthrower in minimaler Größe sucht, kommt nicht an der Acebeam W30 vorbei.
    • Die Verarbeitung ist von hoher Güte, das Zubehör bis auf das fehlende Holster sehr umfänglich.
    • Die Lichtfarbe wirkt entgegen erster Erwartungen deutlich weniger kaltweiß sondern eher sehr neutral.
    • Die Lampe wird dank des moderaten Stromverbrauchs nie zu warm.
    Contra:
    • Der Preis ist mit € 286,00 schon recht gesalzen. Dies ist aber sicherlich auch der neuen Technologie, den zu erwartenden geringeren Absatzstückzahlen und dem sehr speziellen Nischenfeld solcher Extremthrower geschuldet. Acebeam steht soweit auch fast konkurrenzlos da, wenn man von Weltools ebenfalls hochpreisiger W3 als Pendant zur Acbeam W10 einmal absieht.
    • Anders als der T27 liegt der Lampe liegt kein Holster bei. Dies hätte der Lampe sicher gut gestanden.
    • Der Rotfilter mindert den Output der Lampe sehr stark, so dass nicht viel davon in weiter Ferne wahrzunehmen ist. Insofern sehe ich diesen Filter eher als reine Spielerei.
    • Der erhöht liegende Retainer im Kopf der Lampe macht das Reinigen von Abrieb ungewöhnlich schwer. Zudem ist dieser offenbar gegen eigenmächtiges Entfernen geschützt, was professionellen Modding-Spezis ggf. negativ aufstoßen könnte. Eventuell irre ich mich aber auch, was die Verschraubung betrifft und diese lässt sich doch recht problemlos lösen?
    Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen meines Erfahrungsberichts und konntet ein paar erste Eindrücke mitnehmen. Ich bin gespannt auf die Rückmeldungen der nachfolgenden Passaround-Teilnehmer. :)

    Viele Grüße
    Thomas
     
    #1 Lux-Perpetua, 7. Juni 2019
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2019
    JOS, Jinbodo, Lichtsnutz und 36 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. Folomov
    Sehr interessant!

    Warum bei einem Thrower HighCRI keinen Sinn macht, erschließt sich mir zwar nicht, aber es ist deine Meinung.
    Ich würde sagen, dass es viel Sinn macht. Gerade auf große Entfernungen muss ich Farben erkennen können, da hilft mir das Schwarz/Weiß einer kaltweißen Lampe nicht viel. Je mehr Farben, desto besser, denn dadurch wird es natürlicher und man kann Details besser erkennen.
    Genau so ist die Meinung weit verbreitet, dass CW bei Throwern besser ist. Aber bei NW sehe ich deutlich weniger den Lichtstrahl auf dem Weg zu seinem Ziel, besonders bei leicht nebligen Wetter. Da wurde im BLF GT Thread im BLF ausgiebig diskutiert und untermauert, dass CW-Lampen hier von Vorteil sind.

    Die Lampe muss unbedingt gegen meine BLF GT mit Fresnel-Linse antreten, die ich mit 1.6 Mcd gemessen habe.
    Spätestens die Größe diese Lampe wird für sie und gegen meine GT sprechen.
     
    cwb und Lux-Perpetua haben sich hierfür bedankt.
  3. Danke für die Vorstellung dieser doch (noch) recht ungewöhnlichen Neuerung auf dem TaLa-Markt. Das fast völlig spillfreie Leuchtbild wirkt in der Tat faszinierend. Den aus meiner Sicht berechtigten Kritikpunkten möchte ich einen weiteren hinzufügen: Die nicht bündig eingelassenen und bereits "verwürgt" aussehenden Spaxschrauben in der Tailcap passen ganz und gar nicht zum Preisniveau und dem Technologieanspruch der Lampe.
     
    Lux-Perpetua hat sich hierfür bedankt.
  4. Acebeam
    Sehr gutes Review, dem ist nichts hinzuzufügen, alle Infos vorhanden. :thumbup:
    Ein Sonderfall unter den Taschenlampen, aber ein außergewöhnlicher, der kaum zu toppen ist, sowohl von der Größe als auch von der Leistung.
    Die, auch in meinen Augen, sinnlose Geschichte mit HighCRI kan ich nachvollziehen, welche Farben sollte man in einer Entfernung
    von hier gezeigten 400m, in einem relativ kleinen Lichtpunkt erkennen wollen?

    P.S.
    Bei meiner W30 sind die Schrauben (es sind keine Spaxschrauben) in der Tailcap in einwandfreiem Zustand,
    bei denen im Kopf scheint die Schlüsselkontur offenbar mit Epoxyharz versiegelt zu sein.
    Soweit ich erkennen kann handelt es sich um spezielle Innensechskantschrauben mit Zentralzapfen,
    könnten auch TORX sein.
    Dafür werden in der Regel solche Schlüssel verwendet, oder solche.
     
    #4 mxyzptlk, 7. Juni 2019
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2019
    Thomas W und Lux-Perpetua haben sich hierfür bedankt.
  5. Absolut richtig. Das menschliche Auge ist auf das Farbsehen ausgelegt. Eine gute Farbwiedergabe unterstützt daher unmittelbar den Seheindruck. Das gilt erst recht auf Distanz, wenn das Auflösungsvermögen ausgereizt ist.
     
    Stewitsch hat sich hierfür bedankt.
  6. Ich habe eine Anfrage, können Sie ein W30-Foto ohne taktischen Ring und Clip aufnehmen?
     
    Wieselflinkpro hat sich hierfür bedankt.
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Also was den CRI Wert angeht, so muss man eines bedenken. Nämlich, dass diese Lampe in einer Sache eine extreme Ausprägung hat und auch nur zu diesem Zweck gebaut wurde: Reichweite. Das ist der einzige Zweck. Ein natürliches Farbbild, ein toller Spot oder eine weiche Ausleuchtung ist hier absolute Nebensache. Es ist also alles darauf ausgelegt, DASS ganz weit hinten Licht ankommt, nicht wie es dort noch aussieht. Denn mit einem hohen CRI Wert hätte ein Kompromiss eingegangen werden müssen. Nämlich zum Nachteil der Reichweite. Da das aber die Extreme aufzeigen soll, kann ich völlig auf einen bestimmten CRI Wert in diesem Fall hier verzichten.

    Es ist so, als wenn ein Rennteam ein Auto bauen soll, welches den bestehenden Geschwindigkeitsrekord brechen soll. Also alles ist extrem auf die Höchstgeschwindigkeit ausgerichtet. Das ist der einzige Zweck. Und dann kommen Menschen an und kritisieren, dass man mit diesem Auto keine gute Zeit bei einem Rundkurs hinlegen kann, weil die Kurvenfahrtseigenschaften zu schlecht seien. Joar...das macht nicht so viel Sinn. :D

    Wenn ich auch Liebhaber von CRI verstehen kann, so ist das Konzept dieser W30 ein ganz anderes und damit auch völlig legitim ohne einen erwähnenswerten CRI Wert ausgestattet. Eigentlich hätte ich mir hier noch ein deutlich kälteres Licht vorgestellt. :thumbsup:

    Aber bitte nicht falsch verstehen...ich spreche Niemanden seine Meinung ab. Habe lediglich meine Sichtweise geäußert. Will hier keinen Streit vom Zaun brechen. :p
     
    #7 Frank1984, 7. Juni 2019
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2019
    amaretto, Stewitsch, Thomas W und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
  8. Das Beispiel hinkt etwas. Statt "Rundkurs" hättest du wohl besser schreiben können, dass das Auto dabei noch komfortabel gefedert sein soll. Denn wenn man zu stark durchgeschüttelt wird, kann man den Zustand der Straße schlechter Beurteilen. Und hier schließt sich der Kreis (nicht Rundkurs ;)) zur Lampe und dem menschlichen Auge.

    Ja, es gibt beide Sichtweisen und es gibt phyiskalische Grundsätze die die eine oder andere Meinung wissenschaftlich untermauern.
    Ich hoffe, Acebeam bringt die Versionen, die auf dem Karton "angekündigt" sind. Dann kann jeder selbst entscheiden.
     
  9. Das Beispiel hinkt noch immer etwas. Statt "Federung" hättest du wohl besser schreiben können, dass der Lack vom Auto besonders hochwertig gearbeitet werden muss. Dass dieses Auto, welches einzig und allein dazu gebaut wurde, möglichst schnell geradeaus zu fahren, in einen besonders nuanciert schimmerndem Rotton lackiert sein soll, nicht dem normalen, langweiligen, Hochglanzrot.

    Ich steh total auf High CRI Lampen und hasse häßliche Lichtbilder. Aber wenn die W30 CW nicht gerade einen CRI von 60 hat ist es doch relativ egal ob auf 500m Entfernung das rot besonders gut rauskommt. CRI 80 ist per se nicht schlecht, vor allem wenn wir von der Farbwiedergabe eines winzigen Punkts am Horizont sprechen.
     
  10. Wiesel...das Prinzip ist ein Prinzip...nichts anderes. Und ich befürchte, das hast du nicht ganz korrekt herausgearbeitet. :p
     
  11. Naja, da hat wohl jeder andere Ansichten, wie das Auto-Beispiel am besten passt. Wenn ich schnell fahre bzw. generell im Auto sitze, sehe ich nichts von meiner Auto-Lackierung und Farbe (außer auf der Motorhaube), ich möchte ehrer "schön/komfortabel" schnell fahren.
    Die Auto-Farbe entspricht wohl eher der Anodisierung. Im dunkeln ist mir die Farbe und Qualität der Anodisierung reichlich egal, hauptsache, die Lampe macht schön hell (und rutscht mir nicht aus der Hand).

    Der Rotton hat aber auch noch nichts mit dem allgemeinen CRI-Wert zu tun, die betrifft R1-8. Der Rotton ist R9 und liegt meist weit drunter, er ist aber wiederum in der Natur sehr wichtig, wenn man Bäume, Herbstlaub, ... erkennen möchte. Ich möchte nicht nur sehen, dass etwas in weiter Enfernung ist, sondern auch, was sich dort befindet.
    Erst bei Angaben wie R9080 oder CRI 9080 sprechen wir auch vom Rotton. aber auch Hiermit triften wir weiter vom Hauptthema ab.

    Rein Subjektiv erkenne ich ich bei CW meist deutlich weniger Farben und demnach auch Objekte, als bei NW und das jeweils bei dem "üblichen" CRI70 (von Cree).
     
    sidecar hat sich hierfür bedankt.
  12. Meine Meinung: Bei dieser extremen Definition verliert eine Taschenlampe für mich ihren Sinn. Oder wird die W30 als reiner Signalgeber verkauft? Quasi als eine Art Taschenleuchttum? Ich persönlich kann dem nicht so viel abgewinnen, als dass ich dafür 280 Ocken hinblättern würde. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
     
  13. Mitunter nimmt diese CRI Reiterei, hier im Forum, schon kabarettistische Züge an.
    Betrachte ich mir die Beamshots von @Uwe-D, ist es wirklich egal ob das Haus in 500m Entfernung in einem hübschen,
    natürlichen Farbton wiedergegeben wird.
    Ich will auf so eine Distanz einfach etwas erkennen können wenn nötig, nicht mehr und nicht weniger.
     
  14. Ich glaube nicht, dass überhaupt irgendein Käufer dieser Lampe die Lampe wegen ihres CRI-Wertes erworben hat.
    Wechseln wir besser das Thema, es muss hier niemand bekehrt werden, weil sowieso alle meinen, Recht zu haben.
    Interessanter fände ich eine Luxmessung, ob der Strahl nun weiß, grün oder high CRI ist.
     
    Lux-Perpetua und Frank1984 haben sich hierfür bedankt.
  15. Olight Shop
    Gestern habe ich mich nochmals mit Sven getroffen und er hatte auch die W30 mit dabei. Somit konnte ich noch schnell ein paar Messungen durchführen ;)

    Leider war der Akku bereits bis auf etwa 3.67V entladen :achtung: trotz diesem Umstand erreichte die W30 wirklich beeindruckende Werte!

    LampennameLEDReflektorverwendete AkkusLux lt. HerstellerReichweite lt. Herstellergemessen @1mReichweite gemessen
    Acebeam W30LEPLinsenkonstruktionIMR21700NP-510A LiIon Akku mit micro USB-Port1.450.000cd2408m1.322.609cd2300m

    Taschenlampeverwendeter AkkuLumen lt. HerstellerGemessene Helligkeit
    Acebeam W30IMR21700NP-510A LiIon Akku mit micro USB-Port500lm486lm


    Gruß Andi
     
    Stewitsch, Thomas W, hjelpestikker und 5 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  16. The 90+ CRI W30 is already available, but I suppose the output will be noticeably lower.

    Take the ACEBEAM W10 as an example (also available in 6500K, 4000K, and 90+ CRI). I got 245 lm with a 6500K variant W10, while with a 90+ CRI variant I only got 151 lm. That means the 90+ CRI variant is only ~60% of the claimed output, and therefore ~78% of the rated throw distance, and it is however more expensive than the other two variants.

    But I personally still recommend the 90+ CRI version! I'm saying so because its tint looks good, certainly helpful when identifying the color of a remote object.
     
  17. So you own both? Can you post some comparison pictures? The 90CRI version has a 4000K CCT?
     
  18. I ordered the 90+ CRI W10 but ACEBEAM accidentally sent me the 6500K one, so I returned it to ACEBEAM and they finally sent me the right one. So now I only have the 90+ CRI W10 at hand, no comparison can be done...

    The 90+ CRI tint is rosy, not green / yellow / blue at all, that's a pleasant color. It's difficult to capture that tint, but I did find some good beamshots: [1] [2] (external links).

    The 6500K / 4000K options are the ones with blue-white and yellow-green tints, respectively, similar to what you can find on Weltool W3 beamshot (here). So far ACEBEAM W10 / W30 appear to be the only high CRI LEP flashlights in the market.
     
    FrankFlash, oOFOXOo, Thomas W und 3 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  19. Thanks a lot for the info! I wasn't 100% shure if I really wanted the light, but now I am. Please let me know if you ever want to sell yours.
     
  20. Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn man den Rotfilter verwendet, die High-CRI-Variante besser dasteht als die anderen.
    Da von sich aus mehr rotes Licht erzeugt wird.
     
  21. DSC00019 neu.jpg
    DSC00007 neu.jpg DSC00008 neu.jpg DSC00012 neu.jpg DSC00013 neu.jpg DSC00014 neu.jpg DSC00015 neu neu.jpg DSC00023 neu.jpg DSC00024neu.jpg
    Nur eine kleine Beilage zum Review, Acebeam T20 contra Acebeam W30.Mehr schafft mein PC momentan nicht, sorry!:(
    Die Reihenfolge ist leider durcheinander!Morgen kommt Hilfe weges des PC!
    Meine Meinung: Die W30 ist eine faszinierende Lampe für Leute , die so etwas brauchen.Der praktische Nutzen ist recht gering im Vergleich zu einem normalen Thrower!
     
    #21 Riesbachtaler Urgestein, 16. Juni 2019
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2019
    Nightbreed, Stewitsch, nightwalk und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
  22. Das sehe ich ebenso. Damit will ich der Lampe ihre Existenzberechtigung nicht absprechen, aber mir ist sie als reine Spaßleuchte einfach zu teuer.
     
    Jabba, Axel1 und Riesbachtaler Urgestein haben sich hierfür bedankt.
  23. Zu allererst ein rießen Dankeschön an Sven Strewitsch, dass ich als Neuling an diesem Passaround teilnehmen durfte. Das ist so genial, dass ich diese so junge Taschenlampentechnologie persönlich testen durfte. Die Technologie an sich find ich ja schon spannend, und wie Acebeam damit dann eine TASCHENlampe macht, die gefühlt fast unendlich weit leuchtet ist einfach genial.

    Da ich keine Lampe hab, die auch nur ansatzweise mit der W30 vergleichbar wäre, hab ich gleich gar keine Vergleiche angestellt.
    Der Endkappenschalter hat ein sehr hochwertiges Schaltgefühl.

    Ich find es sehr spannend, dass der Akku über USB geladen und entladen werden kann, der Akku an sich also als Powerbank genutzt werden kann. Wobei ich nie einen nackten Akku einfach so mitnehmen würde, mit offenen Kontakten hab ich da Angst, dass sich das selber zur Bombe baut. :exploLiIon:

    Wenn man die W30 auf große Entfernungen nutzt, kommt irgendwann der Punkt, an dem das Ziel noch hell genug beleuchtet wird um was zu sehen, die Augen aber nicht auf ganz dunkel adaptieren, da der Lichtstrahl an sich so hell ist. :thrower:

    Das ist eine Lampe für die man einen Assistenten benötigt, wenn man die Reichweite wirklich ausnutzen will. Also der Assistent muss 10 – 20 m neben einem stehen und das Ziel anleuchten, dann blendet der Strahl nicht mehr und man kann das Ziel viel besser sehen.

    Hier jetzt einige Bilder, die im Zuge meiner Spielereien entstanden sind, die zwar nur ansatzweise das vermitteln, was die Lampe so macht, aber toll ist es doch auch im Bild.

    Ich wollte mal in die angeschaltete Lampe fotografieren, aber meine Kamera ist dafür eindeutig nicht ausgelegt….
    Blende: 40
    Belichtungszeit: 1/4000
    ISO: 100
    Abstand: 70 cm
    DSC09906.JPG

    Mit dem Rotfilter wird das schon brauchbarer.
    DSC09908.JPG


    Hier ein Bild ohne taktischen Ring und ohne 3 O-Ringe. Zwei sind für die Endkappe, einer fürdem taktischen Ring.
    DSC09888.JPG

    Hier der taktische Ring einzeln
    DSC09894.JPG DSC09895.JPG

    Die Lampe ohne Ring ist leider nicht so scharf, für einen groben Eindruck könnte es reichen.
    DSC09882.JPG


    Da die Lampe im Haus aber nicht brauchbar ist, da man von dem hellen Punkt an der Wand geblendet ist, geht es jetzt nach draußen, wo doch ganz nette Bilder entstanden sind.

    Auf einen Funkmast musste ich auch mal leuchten, das geht wunderbar, nur das mit dem Fotografieren muss ich noch etwas üben. Da es aber hier schon bessere Bilder gibt, die verdeutlichen, wie unglaublich weit die W30 leuchtet, werdet Ihr das verkraften.
    Auffällig ist, dass beim Rotlicht der Strahl fast nicht sichtbar ist, am Ziel aber doch ordentlich Licht ankommt, wenn auch deutlich weniger wie ohne Filter.
    DSC09940.JPG
    DSC09939.JPG

    Falls man es übers Herz bringt, die Lampe abzugeben ober auf dem Stativ zu lassen und ein paar Meter zur Seite läuft, kann man diesen Anblick bekommen. Ok, das ist ein bisschen heller als mit bloßem Auge, aber so sieht das Bild viel toller aus.
    DSC09942.JPG

    Und jetzt ein Bild das den durchaus vorhanden Spill der W30 abbildet. Die Lampe ist ca. 45 cm über dem Boden. Ich find die verschiedenen Ringe die es im Spill gibt recht interessant, kann mir aber nicht erklären wie diese zustande kommen. Wobei ich den Aufbau der Lampe natürlich nicht kenn und wenn, vermutlich auch keine Erklärung hätte.
    DSC09944.JPG

    Das Ganze noch von direkt Hinter der Lampe
    DSC09946.JPG

    Weils so schön ist hier noch ein zu lang belichtetes Bild.
    DSC09947.JPG

    Der Strahl von der Seite sieht ungefähr so aus. Auch wenn es vielleicht so aussieht, die Fliege, die hier durch den Strahl geflogen ist, ist nicht verbrannt und danach ganz normal weitergeflogen.
    DSC09948.JPG

    Jetzt musste ich den ISO-Wert deutlich hochdrehen, da Handgehalten die Belichtungszeit doch nicht allzu lang werden sollte.

    Es ist durchaus etwas gruselig wenn man mein Gesicht anschaut, aber man könnte ja auch sagen ich wäre ein Naseweis.
    DSC09954.JPG

    Wie Ihr eindeutig seht bin ich weder Obi-Wan:jedi:, noch ist die Macht mit mir. Aber dieses Lichtschwert kann ich problemlos bedienen, wobei es da durchaus Herausforderungen gibt, wenn man was bestimmtes anleuchten will.
    DSC09955.JPG

    Wer sagt die W30 könne nicht auch breit leuchten, kann sie nur nicht richtig bedienen. Ich nenn das hier ganz klar einen Lichtteppich.
    DSC09957.JPG DSC09958.JPG
     
    Onkel Otto, Wurczack, Axel1 und 8 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  24. Wie hast Du denn den Lichtteppich erzeugt?
     
  25. einfach so schnell hin und her schwenken, dass das Auge das nicht mehr als Bewegung wahrnimmt, für das Foto ist das noch leichter mit langer Belichtungszeit
     
    Thomas W hat sich hierfür bedankt.
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