OT, Akkupack, Verständnisfrage

Dieses Thema im Forum "Lithium-Technologie" wurde erstellt von alexp, 14. Juni 2019.

  1. Hallo zusammen,

    ich möchte mir einen Akkupack 3S20P für einen E-Motor fürs Boot bauen.
    Wenn ich Zellen bis max. 10A nehme, kann der Akkupack theoretisch bis zu 200A belastet werden ?
    Benötigt werden max. 50A.

    Danke und Gruß
     
  2. Ja
     
    alexp hat sich hierfür bedankt.
  3. ...die Spannung passt? Kenne mich mit den Bootsmotoren nicht so aus, aber 11.1V finde ich sonst eher im Modellbaubereich...
     
  4. Acebeam
    Ich hoffe es. Ist für nen älteren Minn Kota.
    Rebelcell baut z.B. Akkus als 3S und 4S. Ich habe mir den 4S mit passendem Minn Kota gekauft, der die hohe Spannung mitmacht.
    Für viele Motoren ist aber 4S zu viel.

    Edit: Eigentlich muss ich nicht hoffen, habe ein Labornetzteil. Werde bei Gelegenheit testen.
     
    #4 alexp, 14. Juni 2019
    Zuletzt bearbeitet: 14. Juni 2019
  5. Bei 50A sollte man eine gute "Verdrahtung" einplanen.
    Wenn der Motor für 12V ausgelegt ist, wären 4S4P LiFePO4 eine Überlegung wert. Mit den 15Ah Headway-Zellen kann man das sehr solide aufbauen, weil man passende Verbinder und Abstandhalter günstig bekommt und die Stromschienen verschrauben kann.
    Dann lässt sich der Pack auch recht schnell wieder aufladen (bis zu 3C). Nachteil: Etwas größer und schwerer als LiIon.
     
    Onkel Otto und alexp haben sich hierfür bedankt.
  6. An LiFePO4 hatte ich auch schon gedacht, aber wegen den Kosten verworfen. Gewicht und Größe wären kein Problem.
    60x gute LiIon 18650 Zellen bekommt man schon für etwa 200€ (nkon Preise), etwas schlechtere Zellen sogar ab 160€.
    Ein Punktschweißgerät muss noch her. Mein Bruder meinte, könne man selber bauen, dann darf er sich darum kümmern.

    Achso, den E-Motor am Netzteil gehabt. Dreht sich sogar bei 7V, aber mit nachlassender Spannung immer langsamer.
     
  7. Wenn Gewicht und Größe kein Problem sind, ist vielleicht eine 50Ah AGM-Autobatterie die bessere Wahl. Das Laden ist kein Problem (bei 3P20S gibt es wohl kein passendes Standard-Ladegerät), Du musst Dir kein BMS bauen, und ein robustes Gehäuse wird auch gleich mitgeliefert. Spannungslage ist höher, und geringere Kosten sind es auch. Nachteil ist das Gewicht mit gut 10kg (ca. 3-4 mal höher als bei einem Li-Ion Akkupack).
     
  8. Gemeint war, paar Kilogramm mehr ist OK, ansonsten wird genau wegen dem Gewicht LiIon genommen.
    Eine Exide AGM 60Ah wiegt 18kg, bei 100 Ah wird es richtig schmerzhaft.
    Rebelcell schreibt z.B. bei ihrem "12V70 AV" (11,1V bzw. 3S) LiIon Akku, dieser würde einen 130Ah Bleiakku ersetzen. Wahrscheinlich etwas übertrieben, aber LiIon kann tiefer entladen werden und ist dabei zyklenfester.
     
  9. Schau Dir für Deine Anwendung auch mal einen fertigen Li-Akku an. Ich habe bei mir im Wohnwagen (auch wegen des Gewichts) einen 30Ah Victron Akku eingebaut. Haupteinsatzzweck ist der Mover, der schon mal jenseits der 50A zieht. Das Teil schaut erstmal recht teuer aus... Ich hab mir für den Mover auch das Ganze als 60Ah AGM-Lösung anbieten lassen. Neben der zyklenfesten Batterie kam noch die Ladetechnik und die Installation derselben dazu. Am Ende war die Victron (bei Obelink 450€) gar nicht mehr um so viel teurer, denn die Victron hat die Ladetechnik bereits eingebaut. Ein weiterer Vorteil ist, daß man mit einem Solarpanel direkt auf den Akku gehen kann ohne gesonderte Solarregler etc. Das könnte auf dem Boot auch ein großer Vorteil sein.

    Von der abrufbaren Kapazität her kannst du den 30Ah Victron ungefähr mit einem 60Ah AGM-Akku vergleichen. Der Victron wiegt komplett deutlich unter 6kg.
     
  10. Für den Minn Kota Endura Max 55 wurde schon ein Rebelcell Ultimate 12V100Ah gekauft. Dieser Akku ist 4S verschaltet und kostet mit Ladegerät 1250€. Da ich es nicht alleine bezahlen musste, war das noch halbwegs OK.
    Der zweite Akku soll für den älteren Endura 36 selber gebaut werden. Auch als zusätzlicher Akku für den größeren Motor.
    Das deutlich geringere Gewicht der LiIon Akkus ist echt faszinierend. 60 18650er Zellen wiegen knapp unter 3kg, der fertige Akku wird wohl unter 5kg wiegen.
     
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