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Olight Perun - Review und Passaround

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
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12 August 2010
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NRW
Olight Taschenlampen
Trustfire
Der Olight-Store hat unentgeltlich die neue Olight Perun für eine Vorstellung zur Verfügung gestellt.





Wir wissen natürlich, dass es bereits eine ähnlich aufgebaute Lampe von Olight gibt, die H2R. Ob die Perun ein Ersatz oder lediglich ein alternatives Modell sein soll, darüber finden wir von Olight keine Aussage.

Meine Vermutung: sie ist eine Alternative. Die H2R wird auf der Herstellerseite als Kopflampe/Taschenlampe bezeichnet und mit einem Kopfband ausgeliefert, während die Perun als Multifunktionslampe ausgewiesen ist. Dementsprechend wird die Perun in der Basisversion nicht zusammen mit einem Kopfband angeboten, das viele nie benutzen würden. Wer dies wünscht, kann aber ein Bundle von Perun inklusive Kopfband bestellen.

Wie dem auch sei, die Gemeinsamkeiten zwischen H2R und Perun sind jedenfalls groß. Unterschiede gibt es bei der Art der TIR-Linse, Oberflächenstruktur des Akku-Rohres, LED-Typ, Infrarot-Abstandssensor, Kapazität des Akkus.


Daten und Eigenschaften (in Klammern: H2R)
Leuchtweite: 120 m (153 m)
Maximalleistung: 2.000 Lm (2.300 Lm)
Akku-Kapazität: 3500 mAh (3000 mAh)
LED + Lichtfarbe: „High Performance“, cw (XHP50, nw oder cw)
Anzahl Leuchtstufen: 5 + SOS (5 + SOS)
Vibrationsalarm bei niedriger Akkuspannung
Infrarot-Annäherungssensor
Maße: 112*26*23 mm (110*25*23 mm)
Gewicht inkl. Akku: 120 g (109 g)

Helligkeitsstufen und Leuchtdauer


Sonstige Eigenschaften
Gehäuse aus Alu, hartanodisiert
Spezialakku, intern aufladbar
USB-Magnet-Ladekabel

Genug der bloßen Daten, hier nun Eindrücke zur Lampe:

Lieferumfang

- Olight Perun Lampe
- geschützter 18650 Li-Io-Akku mit 3500 mAh Kapazität
- MCC (magnetic charge cable) USB-Magnetladekabel
- Lanyard und Einfädelhilfe
- vormontierter Trageclip
- Bedienungsanleitung

In blau und mit der sehr groben Strukturierung ist die Perun wirklich ein Hingucker




Der Edelstahl-Trageclip ist vormontiert und auf der Lampe (mit Kraftaufwand) verdrehbar.




Auch wenn es auf diesem Foto so aussehen sollte, die Perun hat keinen Reflektor um die LED herum sondern eine optische Linse, die das Licht gleichmäßig ohne Ringe verteilt.


Der Schalter am Lampenkopf ist von einem Gummi abgedeckt und fast bündig eingelassen.


Vor dem ersten Gebrauch muss die Transportsicherung entfernt werden. Vorsicht: entgegen den meisten anderen Lampen muss der Akku auch bei dieser Olight-Lampe mit dem flachen Minuspol zum Lampenkopf hin eingelegt werden.


Das Tailcapgewinde ist einwandfrei geschnitten und gefettet. Die Perun ist in nur 2 Teile zerlegbar.


Nur der Kontakt im Lampenkopf ist wirklich gefedert und bietet ein klein wenig Spielraum (ca. 4 mm) bei der Länge der Akkus. Im Batterierohr sieht man zwar auch Federn, dennoch ist dort kein Federweg möglich.


Bei der Perun ist der Magnetlader innen rot, die Funktion ist wie bei den übrigen Olight-Lampen mit Magnetlader, eine Kompatibiltät ist gegeben.


Roter Indikator = Ladezustand, grüner Indikator = Akku voll geladen


Vergleich zu anderen Lampen


Bedienung / User Interface
Grundsätzlich kennen wir die Bedienung von einer Reihe anderer Olight-Lampen.
- kurzer Klick = ein / aus
- gedrückt halten wenn ein = Wechsel low-mid-high
- 1 Sek. gedrückt halten wenn aus = Start im Moonlight
- Doppelklick = Turbo
- Dreifachklick = S.O.S.
- lange gedrückt halten = Einschaltsperre (lock out, ein mechanischer Lockout ist ebenfalls möglich)

Aufladen des Akkus
Magnetisches Ladekabel mit der Tailcap und USB-Stecker mit entsprechender Energiequelle verbinden. Roter Indikator = Ladevorgang, grüner Indikator = Akku ist vollgeladen.

Akku-Alternativen
Wer im Falle eines Ersatzes oder als Zweitakku nicht auf den originalen Olight-Akku zurückgreifen möchte, kann für den Betrieb hochstromfähige 18650 mit oder ohne PCB verwenden, solange sie eine Länge von 66-70 mm einhalten.
Achtung: ein internes Aufladen ist nur mit den Spezial-Olight-Akkus möglich.

Akku-Leer-Warnung
Mit leerer werdendem Akku schaltet die Perun die Leistung herunter. Ab ca. 3,2-3,3 V Restspannung brummt/vibriert die Lampe kurz in einem Intervall von etwa 30 Sekunden. Zusätzlich fängt sie auch noch kurze Zeit später an zu blinken.

Abstandssensor
Bei einem Hindernis ab einer Entfernung von ca. 5 cm wird die Leistung auf eine niedrige Stufe heruntergeregelt. Diese Funktion ist nicht als Schutz vor Eigenblendung gedacht sondern soll der Sicherheit dienen (Vermeidung von Brandlöchern), etwa falls der Anwender vor dem Transport vergisst, die Lampe zu sperren. Bleibt das Hindernis dauerhaft vor der Lampe, schaltet sich die Perun nach 1 Minute ganz aus.

Die Haptik am Schalter ist einwandfrei, er lässt sich mit deutlichem Druckpunkt nicht zu leicht und nicht zu schwer betätigen. Zudem ist er an sinnvoller Stelle, nämlich an einem Ende angebracht. So ist er immer sofort zu finden, anders als bei vielen Lampen mit seitlichem Taster.


Eigene Messungen
Luxwert: übertrifft mit 5.250 die Herstellerangabe (3.600 cd)
PWM: in keiner Stufe feststellbar
Ladeschluss-Spannung 4,17 V
Ladestrom ca. 1,3 A

Laufzeittest mit Originalakku und Ventilatorkühlung
Bitte ignoriert den ersten Teil der Kurve, bevor die Helligkeit ihr Maximum erreicht. Ist technisch bedingt.

Man erkennt einige Stepdowns bei nachlassender Restspannung

Hier die ersten 3 Minuten genauer angeschaut:


Auf zweithöchster Stufe sehen wir eine vorbildlich geregelte Leistung


Insgesamt regelt die Perun die Helligkeit in Stufen entsprechend der Restspannung herunter. Wenn sie bei sehr niedriger Akkuspannung (~3,2 V) auf die niedrigste Stufe herunterregelt, warnt sie zusätzlich alle 30 Sekunden mit einem kurzen Vibrieren vor Tiefentladung. Diese Funktion gab es schon bei der Warrior X.

Leuchtergebnis
Der Abstrahlwinkel ist sehr breit, die Perun wirft flutiges Licht. Gut für den Nahbereich, dafür fehlt etwas die Reichweite. Die Lichtqualität geht durchaus in Ordnung. Der Tint-Shift, d.h. eine unterschiedliche Lichtfarbe an verschiedenen Stellen des Lichtkegels, ist gering. Für die TLF-User und ewigen Nörgler, die bei Olight sofort einen Beißreflex bekommen: das Testexemplar hat keinen grünen Farbstich. Der Beam ist ziemlich kaltweiß, aber ohne störende Farbstiche. Dennoch hätte das Licht für meinen Geschmack gern wärmer sein dürfen.

Der Annäherungssensor funktioniert immer zuverlässig und ohne Zicken. Brandlöcher in der Hosentasche wegen einer versehentlich eingeschalteten Lampe sind ausgeschlossen. Leider ist der Sensor zu empfindlich, so dass auch Regentropfen auf der Front die Lampe zum Herunterregeln bringt.





Fazit:
positiv
+ schicke Optik und gute Verarbeitungsqualität
+ hohe Leistung
+ kompletter Lieferumfang mit Akku, Ladekabel
+ Akku kann intern geladen werden

neutral/verbesserungsfähig
o etwas kalte Lichtfarbe
o spezieller Akku, herkömmliche Akkus können nicht intern geladen werden
o Sensor sollte unempfindlicher sein
o gehobener Preis

Im Kreis der Familie ist die Olight Perun wegen ihres schönen Aussehens sofort gut angekommen. Die Optik ist definitiv ein Fortschritt gegenüber dem tristen Schwarz. Zudem beeindruckt sie mit viel und flutigem Licht (bei eingeschränkter Reichweite). Sie ist eine Nahbereichslampe, die Ausleuchtung ist kräftig genug für vielleicht 50 m. Etwas wärmere Lichtfarbe hätte mir noch besser gefallen. Lohnt es, die Perun anzuschaffen, wenn man schon eine H2R hat? Wenn man nicht gerade Sammler ist und sich auf das Notwendige beschränkt, ist man mit der H2R immer noch gut bedient. Zudem konnte man bei ihr bei der Lichtfarbe noch zwischen nw und cw wählen. Hat man noch keine H2R und mag kaltweißes Licht, würde ich stattdessen zur neueren Perun greifen.

Sie hat als zusätzliche Features (falls man es braucht) eine Sicherheitsfunktion gegen Brandlöcher und einen Vibrationsalarm bei leerem Akku.

Wenn Ihr die Lampe selbst ausprobieren möchtet, könnt ihr euch hier eintragen:
https://www.taschenlampen-forum.de/threads/olight-perun-passaround.73621/
 

KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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1.381
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Hübsche Farbe das Blaue HA, und mal ein anderes Design mit den grossen Hübbeln! Die Variante mit den Spezialakkus finde ich auch soweit ok. Wenn man intern laden möchte muss man darauf zurückgreifen. Wenn es diese speziellen Akkus irgenwann nicht mehr gibt, dann kann man immerhin noch die Lampe mit normalen Zellen betreiben.
 

Aimbright

Flashaholic*
29 Oktober 2018
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Acebeam
Hab ich das richtig verstanden, dass da kein Kopfband dabei ist um sje als Stirnlampe zu benutzen?
 
G

Gelöschtes Mitglied 4431

Guest
Mechanischer Lockout ist verlãsslicher. Der große Abstandssensor in mitten der LED Areal ist für mich ein Turnoffgrund.
Zudem verbraucht das bestimmt mehr Strom und es ist ein Etwas mehr an chinesischer Zusatzelektronik das fräcken oder krepieren kann.
Da hat man etwas fertiges , eine Pizza Tonno , und addiert drei Kaninchenköttelchen zur Verbesserung.

FAIL.
 
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bricker

Flashaholic
18 Oktober 2018
177
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bin schon seit längerem auf der Suche nach einer zu mir passenden Kopflampe und habe große Vorfreude auf die Perun gehabt.

3 Punkte die mich ein wenig stören:

1. Mit dem Näherungssensor hat man nicht mehr die Möglichkeit z.B. in einem Motorraum über "Reflektionslicht" andere Sachen zu beleuchten.
2. Das Kopfband. Ich habe eigtl immer "gemachte" Haare :rolleyes: :pfeifen: . Ist es möglich das mittlere Band abzunehmen und hat die Lampe bei normalen Tätigkeiten (gehen, arbeiten) noch genug halt?
3. Wäre das Batterierohr glatter, würde der Magnethalter am Kopfband besser halten. Aktuell fällt die Lampe wohl nach kleinsten Stößen direkt ab. Man muss sie also mit dem Gummi festmachen.

Habe die Olight H1 und bin bis auf die Kapazität des Akkus super zu zufrieden.
 
7 Oktober 2019
2
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3
Hallo,

bin der Elmar, der Neue, d.h. lese schon etwas länger still hier mit...

Gestern ist meine Perun gekommen, beim Laden ist mir aufgefallen, das die Status-Led flackert wie eine Netzwerkkarte.
Ist das normal, oder "telefoniert" die Lampe nach Hause:glotzen:? Netzteil war eines von Sony mit 1,5A.

Und was mir noch aufgefallen ist, die Seriennummer (?) unter dem Schriftzug "Perun" ist bei og. Lampe mit "J11285044" anders, bei meiner Perun steht "SN.3077".

Ansonsten gefällt mir die Lampe, ersetzt sie endlich eine Zebralight H600 welche sich nicht mehr sauber schalten läßt.

Grüße & Schöne Feiertage,
Elmar
 

bricker

Flashaholic
18 Oktober 2018
177
64
28
Hey Elmar,

Willkommen :)

Das mit dem flackernden Ladelicht ist mir bei meiner M2R Pro und dem L-Dock auch schon aufgefallen. Dachte erst das es an der "Leitungsführung" liegt. Bei der M2R Pro liegen beide Pole nicht am Tailcap. Glaube jetzt aber jetzt das es an der Schnellladefunktion liegt. Will die Tage mal ein Übersichtsthread über alle Ladekabel machen.
Also es scheint wohl normal zu sein.
PS: ganz so krass wie im Video flackert sie nicht. Mache vllt mal die Pole des Akkus sauber (mit einem trockenen Tuch abreiben) .
 
Zuletzt bearbeitet:

taenzerwalze

Flashaholic*
7 März 2017
600
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Olight Shop
Hallo in die Runde.
@Elmar und @bricker
Das Flackern hatte ich bei meiner S1R II auch, wenn ich sie mit einem zu schwachen Netzteil geladen habe. Hatte ein 1A Netzteil, da hats geflackert. Bei einem 2A Netzteil wars ok. Also Dauerlicht. Probiert mal ein stärkeres NT.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
7 Oktober 2019
2
1
3
@bricker & @taenzerwalze ,
danke Euch beiden.
Habe die Kontakte nochmal abgeputzt und es eben mal mit einem anderem NT versucht, das war das Flackern weg.
Jetzt erst mal die Lampe ausgiebig testen und vor allem nutzen...

Grüße,
Elmar
 
  • Danke
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djembe001

Flashaholic*
1 Dezember 2010
333
107
43
Unterfranken
Moin, moin,
ich hätte noch eine Frage zur Perun:
Falls überhaupt, wie gut hält die Lampe an metallischen Flächen.
Vernünftig oder "gerade so".
Gruß djembe001
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
Teammitglied
12 August 2010
18.573
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NRW
Hält vernünftig, meine ich. Hatte sie waagerecht an einer Rundung, selbst dort hielt sie.
Hängend ist das eh kein Problem.
 
  • Danke
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matjeshering

Flashaholic*
29 Oktober 2012
870
472
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Ich habe gestern die Olight Perun aus dem Passaround erhalten und direkt einen Laufzeittest gemacht. Sie läuft auf der mit 500 Lumen angegebenen Stufe 3h 5min, regelt dann runter auf die niedrigste Stufe und hält diese für weitere 35 min. Insgesamt also 3h und 40min. Die Lampe würde während dem Test mit einem Ventilator gekühlt.
Heute wollte ich einen langen Lauf im Dunkeln machen. Da ich aber zu platt war bin ich nur kurz bei leichtem Regen mit der Lampe im Band der H2R ums Haus gelaufen. Ich hatte die Action Cam laufen. Das Video ist so grottig schlecht, dass ich das nicht zeigen kann.
Auf dem Heimweg ist die Lampe plötzlich dunkel geworden. Durch einen Regentropfen! Nach abwischen wieder Ok. Trotzdem: sowas darf nicht passieren.
Ich habe die Lampe mit Wasser besprüht und das lässt sich reproduzieren :

Ich möchte weiter nichts über die Lampe schreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Aimbright

Flashaholic*
29 Oktober 2018
453
282
63
Eine Schönwetterlampe also...
Tolle Videos @matjeshering , das hast Du gut entdeckt und reproduziert. Das ist etwas, das ich auch als sehr negativ sehe.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4431

Guest
ISt das der Entfernungssensor, der den Regen wahrnimt z.B. den Tropfen auf der Scheibe und dann das Licht runterregelt
 
G

Gelöschtes Mitglied 4431

Guest
einfach bei Regen den Entfernungssensor deaktivieren und weiter radeln
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
Teammitglied
12 August 2010
18.573
19.827
113
NRW
Ist Wasser vielleicht nicht die einzige Beeinträchtigung? Man stelle sich vor, im Sommer zieht die eingeschaltete Lampe Insekten an. Falls ja, bei welcher Insektengröße, die in die Nähe des Sensors kommt, dimmt die Perun herunter?
 

Wieselflinkpro

Flashaholic***
1 Dezember 2014
5.259
2.846
113
Goslar
Ich habe mir die Lampe auch ansehen können, hier nun meine Eindrücke:

  • Es ist eine schöne wertige Lampe mit der üblichen Olight Qualität
  • Es ist etwas ungünstig, dass der Clip übers Curling kratzt beim Akkuwechsel. Ich weiß, man soll die Lampe nicht aufschrauben, sondern über den Magnetanschluss direkt laden. Da der Clip aber relativ breit ist läuft der Curling nicht über die Kante des Clips, sondern nur über die Mitte, Kratzer sollten also nicht so schnell entstehen.
  • Ein Nachteil ist der Spezialakku, der für die Ladefunktion benötigt wird. Ein Doppelrohr wäre hier eine bessere Lösung. Der Spezialakku hat aber den Voprteil, dass der Akku auch bei leicht gelöstem Akkurohr (wegen Lockout) immer noch lädt. Der Akku an sich hat aber auch ein höheres Kurzschlussrisiko, wenn er lose irgendwo rumliegt. Z.B. beim Entsorgen muss man hier auf jeden Fall die Kontakte abkleben.
  • Die Lampe hat einen Näherungssensor, der mir zuerst bei der Olight x9 begegnet ist und mir wieder Probleme beim Lumen-Messen bereitet hat. So musste ich ohne Plexiglas-Scheibe messen, was die Messwerte etwas "schönt". Der "Einschluss" dieses Sensors in der Optik sieht auch nicht schön aus. Im Beam konnte ich diesbezüglich aber keine Fehler entdecken.
Vergleichs-Kandidaten
  • Thrunite TH01 NW: Diese Lampe durfte ich bei der Weihnachtsverlosung hier im Forum gewinnen. So konnte ich sie gleich mit vergleichen. Die Lampe ist recht warm/gelb. Ich habe keine Ahnung wo Thrunite so eine XHP50.2 in vermuteten 3V gekauft hat. Etwas wärmeres als 3B habe ich nirgendwo gefunden
  • Skilhunt H03: Von mir gemoddete Lampe, sie hatte mal einen Klappdiffusor vor dem Reflektor, der Mechanismus ist aber beim herunterfallen gebrochen, also habe ich DC-Fix-Folie auf das Glas gemacht und mir eine Edelstahl-Maske lasern lassen. Diese Maske musste ich noch fein-anpassen, damit sie in die Öffnung passt, die Bohrlöcher gesenkt sind und die Lichtöffnung einen schönen Winkel bekommt. Skilhunt hat leider nicht auf meine Anfragen nach einem Umbau-Kit auf Standard-TIR-Optik reagiert, daher musste ich selbst aktiv werden. Weiterhin hat die Lampe einen Lexel-Treiber mit Narsil (Anduril möchte ich demnächst selbst flashen). Und ich habe eine XHP50.2 als 3V-Variante in 3B-Tint verbaut.
  • Die Perun ist dabei vergleichsweise groß und schwer. Die Thrunite ist zwar auch sehr dick, aber dank 18350er Akku wenigstens kurz.




Whitewall-Beamshots

Ich habe dieses Foto auf der 450/500 Lumen Stufe der Lampen gemacht, bei der Skilhunt habe ich die Helligkeit auch auf ca. 500 Lumen gestellt.
Bei den Beamshots sieht man deutliche Abweichungen bei der Leuchtcharakteristik, aber auch bei den Lichtfarben. So gefällt mir die Farbabweichung und das blau-grüne Lichtbild überhaupt nicht.



Lumen-Messung

MoonLowMidHighTurbo
Olight Perun - Messung ohne Plexiglas in Kugel - zu hohe Werte4,3321145152250
Olight Perun - Hersteller5301205002000
Skilhunt H03 - ohne Plexiglas in Kugel - zu hohe Werte2950
Thrunite TH01 Mini - Messung ohne Plexiglas in Kugel - zu hohe Werte0,27,5864701650
Thrunite TH01 Mini - Messung mit Plexiglas in Kugel (Standard)0,27774221486
Thrunite TH01 Mini - Hersteller0,39854501500

Reichweite

Ich habe auf 2m mal die Reichweite gemessen und die Lux-Werte in Candela [cd] (bzw. in Lux auf einem Meter Entfernung) umgerechnet.

LumenHelligkeit Hersteller [cd]Reichweite Hersteller [m]Helligkeit [cd]Reichweite [m]
Olight Perun225036001204336131,7
Skilhunt H0329503364116
Thrunite TH01 Mini16501263524118,7

Anleitung



 
Zuletzt bearbeitet:

taenzerwalze

Flashaholic*
7 März 2017
600
515
93
Ich durfte die Perun testen und werden nachfolgend meine persönlichen Eindrücke schildern.

Die Lampe ist blau! Es ist, neben der weißen Verpackung, das Erste, was mir aufgefallen ist. Karton auf und Blau.
Die Farbe ist wirklich schön und die Anodisierung wirkt robust - natürlich nicht getestet.
Die Lampe wirkt sehr lang, aber im Vergleich mit der Wizard ist sie sogar ein Stückchen kürzer. Schade ist, dass kein Kopfband beiliegt, das steigert natürlich die Nutzbarkeit einer Winkellampe ungemein. Die Perun passt bei Bedarf aber auch in das Kopfband der Wizard und hält dort auch sicher. Auf der Anodisierung bleiben dabei keine Rückstände sichtbar. Die "Rändelung" ist sehr dominant, aber nicht unangenehm in der Hand. Meine S1R Baton II ist auch in der Art gerändelt. Es wirkt im ersten Moment martialisch, aber lässt sich tatsächlich gut tragen.

Die Bedienung wurde schon von anderen erwähnt. Mir persönlich gefällt der Taster nicht. Er ist nahezu in einer Flucht mit der Stirnseite des Lampenkopfes und bietet für mich keinen angenehmen Druckpunkt. Da gefällt mir der seitlich angebrachte Taster der Wizard deutlich besser. Das UI ist Olight-typisch und bietet keine bösen Überraschungen. Einzig der Moonlight Mode könnte für mich noch dunkler sein. Die Lichtfarbe ist kaltweiß, aber für mich als wamweiß-Liebhaber nicht unangenehm.

Mit dem Näherungssensor kann ich nichts anfangen, wobei er mich beim Testen nicht negativ gestört hat. Wie er sich im Alltag bemerkbar macht, wird sich zeigen.

Nachfolgend noch ein paar Bilder.




Der Näherungssensor hinterlässt bei geringem Abstand einen kleinen Schatten im Beam, aber ab etwa 40 cm merkt man davon gar nichts mehr.




Links Wizard - recht Perun


Links Perun - rechts Wizard


Die Lampe wurde verkehrt herum eingesetzt, damit der Clip nicht gedreht oder abgenommen werden musste. Sie hält bombenfest im Wizardhalter.


Danke fürs Lesen und an alle Beteiligten des PAs.
 

Fotobaer

Flashaholic*
21 April 2012
389
330
63
45
Bad Bentheim
Hier mal meine Erfahrung aus dem Passaround mit der Olight Perun.
Vielleicht liegt das ja an meinen durchwachsenen Erfahrungen mit der Firma Olight und ihrem unsäglich aggressiven Marketing ala LED Lenser, aber nach dem ersten Ausprobieren, wollte ich sie fast wieder gleich einpacken. ;)
Dabei ist die Verarbeitung sehr ordentlich und die blaue Anodisierung sieht sehr schick aus. Das Knurling ist mir persönlich ein wenig zu aggressiv, aber noch okay. Das Magnetladesystem von Olight ist sicher einer der wenigen Punkte, die ich als uneingeschränkt positiv bewerte, weil es einfach immer und überall gut funktioniert (ne Armytek?).
Allerdings gibt es auch viele negative Punkte. Während das Lichtbild schön flächig ist und das gesamte Gesichtsfeld schön ausleuchtet ist die Lichtfarbe nicht nur kalt, sondern auch grünstichig. Das mag ich gar nicht. Und Olight hat in der Vergangenheit schon mehrfach beweisen, daß die es viel besser können. Der Abstandssensor ist eigentlich nur dafür zu gebrauchen, ein Brandloch in der Tasche bei unabsichtlicher Aktivierung zu verhindern. Als Blendschutz taugt er nicht, ist wohl aber auch nicht dazu gedacht.
Einer der größten negativen Punkte ist das Preis-/ Leistungsverhältnis. 100 € für die schwarze und 112 € (Stand 2.2.2020) ist schon eine ziemliche Ansage, zumal bei diesem Preis kein Kopfband dabei ist. Mit Kopfband liegt man bereits bei 118 bzw. 130 €. Eine Winkellampe ohne Kopfband finde ich wegen der Bauform äußerst unpraktisch, also wieso nicht das Kopfband immer dabei legen?
Eine Armytek Wizard Pro Magnet USB kostet zur Zeit auch nur 95€, wenn man nicht eine der zahlreichen Rabattaktionen erwischt, und bietet ein deutlich feiner abgestuftes UI. Eine aktuelle Zebralight H600 Mk IV gibt es bereits für 80-90€ beim freundlichen Holländer. Da muss man zwar auf den Magnetladeport verzichten, bekommt dafür aber ein fast frei programmierbares UI sowie diverse LED-Varianten. Beide haben natürlich ein vernünftiges Kopfband dabei.
Fazit:
Viel zu teuer für die gebotene Technik, außer man ist Olight-Fanboy /-girl oder will unbedingt eine blaue Lampe. Sorry Olight, so wird das nix.
 
Zuletzt bearbeitet:

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.019
12.114
113
im Süden
Mann mann, das Blau sieht aber echt sowas von schick aus, da wäre mir alles Andere fast schon egal, Hauptsache sie leuchtet irgendwie halbwegs brauchbar, um die Anschaffung zu rechtfertigen
 

Nightscorpion

Flashaholic***
26 Dezember 2014
5.919
4.379
113
Overath
Die Perun durfte auch Ich im PA testen und wollte noch ein paar kurze Sätze und ein paar Bilder dazu schreiben.

Mir ging es hauptsächlich um den Vergleich gegen die H2R von Olight, da diese aktuell meine meistgenutze Kopflampe ist.

Was Ich gut finde ist, das Olight mittlerweile richtig hochwertig verpackt.
Das auspacken macht somit richtig Spass, auch wenn es an sich nur unnötig Müll ist wenn man Grün denkt ^^".
Ok, irgendwo muss man ja die Preise auch rechtfertigen ( Dennoch finde Ich das Olight preistechnisch sehr ins Negative abgehoben ist mit deren Preisgestaltung...)

Die Perun sieht schick aus, keine Frage. Die Farbe ist toll und mal was anderes. Die Lampe ist an sich auch sehr Gross wie Ich finde.

Hier mal im Vergleich zu anderen Kopflampen:
IMG_20200205_161303.jpg
v.l.n.r -> Perun, H2R, SP40, H1, Wizard v1

Super finde Ich auch den Magneten. Das macht die Lampe sehr viel mehr nutzbar. Stark genug ist dieser auch um die Lampe in jedem Winkel zu halten:
IMG_20200205_223525.jpg

Der Sensor an sich ist eine nette Idee, aber eigentlich unnötig, da Ich finde das man solche Lampen immer Manuell "Lockouten" muss mit aufdrehen der Tailcap. Was hab Ich davon wenn die Lampe im Rucksack liegt, an geht und dort Tage oder Wochen liegt und der Akku dann leer ist wenn Ich die brauche? Mit dem Manuellen Lockout passiert das nicht ;)
Auch das bei Wassertropfen davor direkt der Sensor reagiert finde Ich nicht gut.
Wenn dann hätte Ich lieber so eine Technik wie bei den der Surefire Fury Intellibeam Dualfuel mit automatischer Anpassung der Helligkeit und dann bitte ohne Wasser Empfindlichkeit. Das hätte bei dem Preis der Perun locker auch darein gepasst finde Ich!

Das nächste negative was mir nicht gefällt ist das es die Lampe nur in CW gibt, oder gibts da mittlerweile andere Infos?
Das Licht ist wirklich sehr CW und geht schon was ins bläuliche rein finde Ich. Aber das ist nur meine Meinung und Kritik daran.

Hier im Vergleich zur H2R NW:
IMG_20200205_222144.jpg

Der Beam ist Ok und schön Breit mit gleichmäßiger Ausleuchtung, etwas mehr als die H2R.
Dafür ist die Reichweite nicht sehr hoch. Ok, das ist sowieso bei Lampen mit Linsen oder Wabenoptik normal ;)

Einen Baum in 50m Entfernung erkennt man noch als solchen, danach wirds aber schon schwierig bei Dunklen Objekten.

Auf der weissen Wand kann man auch ganz leicht eine gelben Fleck im Spot erkennen, aber draussen ist der nicht mehr zu sehen.
Dafür hat die H2R ein leichtes Donuthole das man deutlich mehr sieht, aber noch im Rahmen ist ( Nur so als Info für die Beamfetischisten ;) )

Luxe habe Ich auch gemessen mit beiden Lampen.

Bei der Perun kam folgendes raus:
1m: 6300 Lux -> 158,75m
2m: 6400 Lux -> 160m

Bei der H2R kam folgendes raus:
1m: 7000 Lux -> 167,33m
2m: 7600 Lux -> 174,36m

Beide Lampen tun sich nicht viel in Sachen Helligjkeit und Ausleuchtung. Die Perun leuchtet etwas Breiter, dafür die H2R etwas weiter, was man aber doch deutlich sieht Draussen. Die H2R ist aber auch etwas Heller wie Ich finde ( Ok, die hat paar Lumen mehr...)

Hier noch ein paar Beamshots im Garten:

Kontrollshot Pavillon: ( 13-16m )
IMG_20200205_221604.jpg

Perun:
IMG_20200205_221622.jpg

H2R:
IMG_20200205_221647.jpg

Kontrollshot Baum: ( 50m )
IMG_20200205_221757.jpg

Perun:
IMG_20200205_221815.jpg

H2R:
IMG_20200205_221833.jpg

Fazit:
Die Perun ist meiner Meinung nach ein Prototype wo Olight anscheinend eine Sensortechnik testet, die offenbar nicht ausgereift ist.
Aussehen und Qualität sind Top, keine Frage. Die Lichtleistung ist auch Ok. Schön wäre es noch wenn es die Lampe auch in NW gäbe.
Den aktuellen Preis bei Olight von 112 Euro ( Ohne Versandkosten...) finde Ich deutlich zu hoch für das gebotene.

Aber wie erwähnt scheint Olight hier auf dem Apple Tripp zu sein und solange es Käufer gibt, wird sich daran leider sowieso nix ändern....
Es soll auch nur eine limitierte Auflage geben von 800 Stück...leider ist auf der Lampe keine Nummer zu sehen das man weiss welche man davon hat...
Es steht zwar eine SN drauf, aber ableiten welche Nr man hat kann man da nicht wirklich.
Ob das so stimmt mit der limitierten Auflage....?

Wer eine H2R hat muss hier nicht zugreifen oder updaten.
Noch ist die H2R die bessere Lampe finde Ich ;)
Hätte Ich die H2R nicht schon, dann würde Ich diese definitiv der Perun vorziehen!

Vielen Dank fürs Lesen und Danke für den PA amaretto :)
 

Flodhäst

Erleuchteter
20 August 2019
95
38
18
Hi,

Erstmal Danke für die tollen Berichte.

Was ich noch hervorheben wollte (da ich das bei der H2R und der Wizard deutlich besser finde) ist der recht helle Moonlight-Modus (5lm).

Zumindest ich habe es erst beim zweiten Lesen gemerkt (auch wenn @taenzerwalze es schreibt)
 

nightlight

Flashaholic**
20 August 2010
2.098
1.061
113
In der Mitte von Hessen
Hier kommen meine Gedanken und Infos zur Olight Perun:

Die Lampe ist ein Eyecatcher, sehr hübsch, tolle Farbe, sehr griffig. Das gefällt!

Der Akku ist wie immer ein Sonderling...sehe ich mal neutral.
Das Zubehör ist gut, das fehlende Kopfband; neutral, es gibt ja eins.
Den Sensor finde ich gut, wer wie ich vor kurzem seine Jacke total versenkt hat weil er nicht genug ins Lockout gedreht hat, der wird mich verstehen.
Die Lichtfarbe geht gar nicht, zu geringer CRI, blaugrün-Stich.

Olight Perun soll5 Lumen30 Lumen120 Lumen500 Lumen2000 Lumen
Olight Perun ist4,9 Lumen31 Lumen115 Lumen500 Lumen2023 Lumen

Die Lumen Angaben stimmen fast exakt mit den in meiner Kugel gemessenen Werte überein, das ist selten.
Auf Turbo fallen die Lumen innerhalb von 30sek. von 2040 auf 1997 Lumen, ich habe den Mittelwert angegeben.

Mir gefällt die Lampe gut, aber sie ist mir für das Gebotene zu teuer.

Danke für den PA an Markus und Olight

Gruß Steph