Nucon Vorschaltgeräte (EVGs)

Dieses Thema im Forum "HID-Taschenlampen" wurde erstellt von The_Driver, 29. November 2017.

  1. Die Website von Nucon enthält viele, wenn auch größtenteils bekannte, Informationen über Auto HID ("Xenon") Birnen. Vielleicht interessant.

    Diese Seite zum Thema Helligkeit bei Nacht und UV-Licht ist z.b. hoch interessant. Laut dem Autor lässt die UV-Strahlung von HID Birnen in Autoscheinwerfern Vekehrsschilder und Kleidung von Passanten durch Fluoreszenz heller leuchten im Vergleich zu LEDs und Halogenbeleuchtung. Hier machte er vermutlich einen Denkfehler. HID Birnen haben typischerweise einen äußeren Glaskolben, der die UV-Strahlung blockiert, und es stellt sich auch die Frage, wie viel von dieser Strahlung durch die Kunststoffscheibe eines modernen Scheinwerfers, welche ja UV resistent sind, durch geht.

    Auch geht er auf die veränderte Empfindlichkeitskurve des menschlichen Auges ein (nachts ist der Empfindlichkeitspeak bei einer niedrigeren Wellenlänge als tagsüber (fast bei cyan)). LEDs haben bekanntermaßen ein Cyan-Loch. Hingegen haben laut den Spektralmessdaten des Autors Auto HIDs in diesem Bereich eine Emissionslinie (starker Peak). Ich vermute aber, dass er auch hier einen Denkfehler gemacht hat. Die Fläche unter der Kurve multipliziert mit der Empfindlichkeit des Auges ergibt die tatsächliche Helligkeit (man beachte dabei, dass die Y-Achse seines Messspektrums nicht in Prozent ist). Da macht diese eine, sehr schmale Emissionslinie wahrscheinlich nicht so einen großen Unterschied.

    EDIT: ich vermute inzwischen, dass die Website uralt ist.

    EDIT2: Hier wird erklärt, warum Auto HID Birnen vor allem in den ersten Betriebsstunden dunkler werden.

    EDIT3: Hier ein Beitrag von Nucon selbst, der einiges aufklärt.
     
    #1 The_Driver, 29. November 2017
    Zuletzt bearbeitet: 30. November 2017
    FrankFlash hat sich hierfür bedankt.
  2. Mir ist diese Seite von Nucon etwas suspekt. Wirkt alles halbwissenschaftlich. Zum Beispiel frage ich mich, ob das Nachtsehen nach der Tageszeit oder der Lichtstärke geht :rolleyes:. Will sagen, bei meinen Fahrzeugen sind die Scheinwerfer stark genug, dass noch die Empfindlichkeitskurve für Tagsehen gültig ist. Zumindest sehe ich ein Stoppschild deutlich rot, und nicht schwarz(-weiß), wie es beim Nachtsehen der Fall wäre.

    Dann passt die Aussage mit dem Cyan-Loch nicht.
     
    The_Driver hat sich hierfür bedankt.
  3. Du hast recht, das fiel mir dann später auch noch ein. ;)
    Die kann nur von der Lichtstärke abhängen. Sonst würde man ja mit Jetlag Farben anders wahrnehmen :D.
    Ich glaube, dass das nur bei Mondlichtmodi wichtig ist.
     
  4. Acebeam
    Ich hab noch mal bei Wikipedia gelinst. Die Adaption von Tagsehen auf Nachtsehen dauert beim Menschen ca. 25 Minuten und wird erst bei Beleuchtung unter 0,01 cd/m2 aktiv (Vollmond ist heller).

    Fassen wir zusammen: Da wollte jemand sein Produkt an den Mann bringen und hat dann um Argumente gerungen...
     
    The_Driver hat sich hierfür bedankt.
  5. Ja meine HID-Webseite hat schon etwas Staub angelegt :) Das Auge schaltet sicherlich nicht von einem Modus(TagNacht) abrupt in den anderen Modus über wie ein Schmitt-Trigger. Mit geöffneter Blende hat das Auge andere Eigenschaften, deswegen also die Frage, wieso also bei Fahrzeugen für Licht bei Nacht Lumen angeben, die sich auf den Tag beziehen? Xenonlampen betreiben wir, seit dem es die ersten Brenner für das Auto gibt, habe hier handsignierte D1. In das Auto als Erstausrüster sind wir jedoch dennoch nicht gekommen-allerdings aktuell noch in http://www.nightreapersystems.com/
    Die ersten Brenner hatten keinen UV-Filter, brachen leicht ab und brannten zudem Löcher in die Plastik Reflektoren. Der UV-Lichtanteil, der heute rauskommt,t ist nicht mehr relevant, hatte jedoch interessante Effekte.
    Vom Spektrum und der Farbwiedergabe finde Xenonlicht immer noch besser als LED, insbesondere im Vergleich, wenn man in Bäume leuchtet. Allerdings strebe ich keine neuen Projekte mehr mit Xenon an, der Drops ist gelutscht.
    Zur Zeit arbeite ich an Temperaturmessung von LEDs während des Betriebs ohne Temperaturfühler
    Wissenschaftlich sollte es immer schon etwas sein, da ich üblicherweise Patente auf meine Technik anmelde und diese auch (meistens) bekomme.
     
    The_Driver hat sich hierfür bedankt.
  6. Schön, dass du dich hier meldest! :thumbup: (Ich wusste bisher gar nicht, dass du hier im Forum bist).

    So stark angepasst sind die Augen aber auch nicht bei Nacht. Dafür sind die Autoscheinwerfer und entgegen kommende Fahrzeuge viel zu hell. 0,01 cd/m2 werden da um Größenordnungen überschritten. Durch die langsame Anpassung der Lichtempfindlichkeit der Netzhaut kommt das Auge nie dazu sich im Straßenverkehr komplett anzupassen.

    Nightreaper Systems ist eine Abspaltung von Polarion? Die Nightreaper wurde ja früher von denen vertrieben.

    EDIT: scheinbar ja. Auf der neuen Webseite steht, dass Ken J. Good mit dabei ist. Der war (oder ist?) ja auch bei Polarion und hat auch gerne im CPF Forum Infos zu seinen Lampen gepostet.

    Hast du schon mal eine "high-cri" LED probiert? :)
    Die haben inzwischen deutlich bessere Spektren und konkurrieren mit den speziellen HIDs für Ladenbeleuchtung etc. Sie haben allerdings Prinzipbedingt eine deutlich niedrigere Effizienz im Vergleich zu kalt-weißen LEDs mit normalem CRI.

    Wobei ich sie für Scheinwerfer immer noch sehr sinnvoll finde, wenn man dauerhaft helles Licht haben möchte. Vor vier Jahren kam sogar noch ein neuer Scheinwerfer (von XeVision/Lemax) mit DL50 fatboy Birne, welche mit 50/70W betrieben wird, auf den Markt. Durch die ausgeprägten Kühlrippen und gut gewählte Gehäusegröße überhitzen die Lampen nie und werden im Betrieb nicht dunkler (im Gegensatz zu Polarion).

    Vergleichbare Lampen mit LED sind immer noch sehr rar auf dem Markt bzw. sogar gar nicht vorhanden. In den Helligkeitstufen, wo sie nicht überhitzen, haben sie meistens eine niedrigere Lichtstärke (weniger Reichweite) als die Polarions (XeVision/Lemax profitiert zusätzlich durch besonders große Reflektoren).

    Das ist sehr interessant und wird jetzt zunehmendes relevanter, wo die Maximalleistung von LEDs immer weiter ansteigt.
     
    #6 The_Driver, 30. November 2017
    Zuletzt bearbeitet: 30. November 2017
  7. Na dann können wir ja Informationen aus erster Hand bekommen :)

    Ja, wie bei einer Kamera: Geringere Schärfentiefe und mehr Abberationen wie Verzeichnung, da die Linse nie perfekt ist.
    Die Farbwahrnehmung sollte sich dadurch erst einmal nicht verändern.

    Das verstehe ich nicht.

    Im Grunde könnte man auch die Frage stellen, warum der Gesetzgeber für LED nicht schlicht 5-10W mehr Leistung zulässt, wenn es denn heller sein soll.
     
  8. Wenn weniger Licht vorhanden ist, dann verändert sich die spektrale Empfindlichkeit des Auges hin zu energiereicheren Wellenlängen - wie groß sei jetzt mal egal, die Tendenz ist jedoch vorhanden. Zusätzlich öffnet man auch das Auge, um von dem wenigen Licht mehr erfassen zu können. Man hat mit dem Auge immer noch die Möglichkeit, einen Bildausschnitt und Schärfe auszuwählen. Bei offener Blende hat man weniger Tiefen-Schärfe. Kommt was Helles entgegen schaut, man also besser nicht direkt in die Quelle und fokusiert darauf, sondern schaut besser weit davon weg. Insofern ist das Auge nicht mit einem primitiven integralem Luxmeter vergleichbar, da hier keine Linse mit Blende vorgesetzt ist. Dein Stoppschild wirst Du farblich immer korrekt sehen, das habe ich nie anders behauptet, es hat ja auch nur eine Farbe, nämlich Rot. Bezüglich der zugelassenen W Leistung von LED Scheinwerfern habe ich mich nicht im Detail befasst, jedoch haben die verbauten Module in einem LED Scheinwerfer deutlich mehr Leistungspotential als es Xenon bietet. Insofern muss hier in jedem Fall eine Bewertung und Zulassung über die effektive Lichtverteilung (Gonimeter) erfolgen und keinesfalls nur über eine Wattangabe. Das ist in jedem Fall eine deutliche Verbesserung gegenüber einer Vorschrifft, die z.B. Halogenlampen in der elektrischen Leistung festlegt unabhängig davon, wie gut die komplette optische Einheit ist. LED Kanäle sind bei automobilen Scheinwerfern PWM dimmbar, um die unterschiedlichen Effizienzen der LEDs auszugleichen, da die Chips eines Typs schon unterschiedlich im Wirkungsgrad sind. Ebenso möchte man auch nicht, dass bei einem Scheinwerfer, die LEDs leicht unterschiedlich in der Farbe zueinander sind. Die Scheinwerfer werden also abgeglichen. Insofern lässt der Gesetzgeber also plus minus x Watt zu, um einen Scheinwerfer konform zu machen und die Helligkeit stimmt - wie sollte es denn sonst mit LEDs gehen?


    Ich habe einen Denkanstoss geben wollen, dass Licht in seinen spektralen Eigenschaften für die Art der Anwendung bewertet werden sollte. Z.B. ein TFL mag für die direkte Sichtbarkeit Anderer eine andere Farbtemperatur und Spektrum haben, als ein Fernscheinwerfer bei Nacht, um das reflektierte Licht zu erkennen, wobei eben Lichtanteile der Quelle durch das Objekt absorbiert werden und falls ein UV-Anteil vorhanden ist sogar auch ein nützlicher Fluoreszenzeffekt auftreten kann. Es ist bezüglich Licht auch eine Geschmacksfrage, da jeder leicht unterschiedlich Farben sieht und als angenehm empfindet - siehe auch. gelbes Auto-Licht der Franzosen 8|

    Der UV-Anteil einer DL50 ist gar nicht so klein, trotz Kolben, allerdings kann das schon 1mm Plastik effektiv wegfiltern (Auto) . Allerdings haben die Handlampen auch Gläser davor.
     
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