noch ein Review der Imalent LD35 (Mini-Thrower)

amaretto

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12 August 2010
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NRW
Imalent hat dem TLF kostenfrei die Imalent LD35 als "Luxury Set" zur Verfügung gestellt. Auch wenn es hier schon ein schönes Review gibt, auch von mir in aller Kürze ein paar Eindrücke.

Die LD35 läuft im Imalent-Programm als EDC, also typischerweise ein möglichst kleines Modell für den Alltag und zum ständigen Mitführen. Sie geht als kleinere Schwester der BL50 durch und leistet 1.200 Lumen, leuchtet 328 Meter weit und kostet ca. 60 €. Besonders herzuheben ist die geringe Baugröße von nur 81 * 25 mm und ein informatives OLED-Display.

Daten /Eigenschaften
- Leuchtstufen 5 / 100 / 300 / 600 / 1.200-600 Lm + versteckter Strobe
- Leuchtdauer 42 h / 8,5 h / 2,5 h / 50 Min / 80 Sek - 44 Min
- Leuchtcharakteristik: Thrower
- Luminus SFT-25R LED cool white
- Reflektor + TIR-Linse
- Bedienung per Heckschalter mit Memory (außer für Turbo und Strobe)
- fest eingebauter 18350 Li-Io-Akku (1.100 mAh), Aufladung per Magnetkabel oder Ladestation (USB-C)
- Gehäuse aus hard-anodisiertem Alu, IP68 wasserdicht
- Gewicht 87 g (gemessen: 84 g)

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Lieferumfang: LD35 Lampe, LD00 Ladestation/Etui, USB-C Ladekabel, Fangschnur, Bedienungsanleitung
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Aus dem Einerlei der üblichen Taschenlampen hebt sich das Design der LD35 wie ich finde wohltuend ab. Zugegeben erschließt sich die Notwendigkeit der zusätzlichen zerklüfteten beigefarbenen Außenhülle nicht wirklich, es ist aber interessant anzuschauen. Wie der der mattschwarze Lampenkörper ist auch die Außenhülle aus Aluminium. Hätte man sie weggelassen, würde die Lampe noch leichter sein. Möglicherweise hilft die Außenhülle durch die höhere Masse die entstehende Abwärme abzuleiten bzw. aufzunehmen.
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Auf einer Gehäuseseite gibt ein kleines OLED-Display Auskunft über
- die momentane Leuchtstufe
- die Akkuspannung
- den Ladefortschritt
- die Einschaltsperre.

Ebenfalls auf den Fotos zu sehen ist der bündig eingelassene elektronische Hecktaster. Dass dieser etwas Spiel hat und klappert ist bei der ansonsten guten Verarbeitungsqualität etwas schade.
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Verschiedene Seitenansichten
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Ich nehme an, der blaue Metallring ist eingepresst und hält die TIR-Linse aus Kunststoff und den darunter liegenden Reflektor an ihrem Platz. Die Kombination bei dieser Optik aus Reflektor + TIR-Linse ist sehr effizient, kann nach meiner Erfahrung aber einen ungleichmäßigen Lichtkegel ("Saturnringe") ergeben. Die LED ist bei dieser Testlampe vernünftig zentriert. Beim genauen Hinsehen ist am Rand der TIR-Linse ein Abbruch-Grat zu erkennen. Dieser ist hier produktionsbedingt.
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Größenvergleich zur BL50
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Verschwindet fast in der Hand (Größe 10-11)
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Die Ladeschale LD00 hat einen integrierten Akku mit 3.800 mAh Kapazität, der über die seitliche USB-C Buchse geladen wird. Die graue "Haube" sieht nach Textil aus, ist jedoch aus einem flexiblen Kunststoff. Sie klemmt magnetisch auf dem unteren Teil und kann auch abgenommen werden. Außer der LD35 kann auch die LD70 in der Station geladen werden.
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Die LEDs haben je nach Ladezustand der Akkus in der Ladeschale eine andere Farbe:
grün = 100 - 66 %
gelb = 66 - 33 %
rot = 33 - 0 %
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Zum Aufladen und Aufbewahren legt man die Lampe mit den Ladekontakten nach unten in die Box, so dass das Display obenauf liegt. Über die Ladekontakte wird die LD35 entweder in der Ladestation oder aber mit einem Imalent-Magnetladekabel aufgeladen. Die Ladestation erfüllt neben der Ladefunktion mit eigenem eingebauten Akku auch eine Schutzfunktion als Etui. Sie ist aus Kunststoff gefertigt und wiegt mit 120 g fast 50% mehr als die Lampe selbst. Ursächlich für das Gewicht dürfte der Akku sein, schätzungsweise ein 18650 oder 21700.
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Die Ladekontakte in vergrößerter Ansicht: die LD35 lässt sich außer mit der LD00 auch mit einem Imalent-Magnetladekabel verbinden, wobei die Passform nicht optimal ist. Ich kann Leute verstehen, die lieber eine USB-Buchse direkt in der Lampe wünschen. Damit wäre die LD35 definitiv kompatibler als mit dieser Imalent-speziellen Lösung.
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Bedienung
Wie oben schon erwähnt hat der Metalltaster etwas Spiel, bietet aber ein eindeutiges Feedback. Zum Schutz vor versehentlichem Einschalten kann die Lampe durch einen dreifachen Klick gesperrt werden. Das User-Interface ist ansonsten einfach:
von aus
1 C = an (mit Memory, außer Turbo und Strobe)
2 C = Turbo
3 C = Ladezustandsanzeige
4 C = Einschaltsperre
1 H = nichts
wenn an
1C = aus
2 C = Turbo, nochmal 2 C = Strobe
3 C = Ladezustand
4 C = nichts
1 H = Wechsel von dunkel zu hell

Eigene Messung (ohne Gewähr!)
Lumen (lt. Hersteller)12 (5)78 (100)234 (300)624 (600)1.295 (1.200)
Lux (Hersteller)3752.3507.75018.90039.250 (26.910)
(mit vollem Akku)
Laufzeitdiagramme fallen momentan leider aus, sorry.

- Strobe-Frequenz: 20 Hz
- PWM: >5300Hz (für das Auge flimmerfrei)

Die Farbtemperatur bewegt sich innerhalb von 6000-6800 K, nach meinem Empfinden ein typisches Kaltweiß und ohne störenden Farbstich.
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Spot-MitteSpot-RandSpillSpill-Rand
DUV0.00550.00390.00010.0007

Leuchtergebnis
Wie zu erwarten bzw. zu befürchten ist der Lichtkegel aus nächster Nähe auf der weißen Wand nicht völlig homogen. Vor allem von der Seite betrachtet werden diverse Abstufungen sichtbar. Gleichwohl würde ich das in diesem Fall nicht überbewerten, denn der Hersteller hat die Lampe als Mini-Thrower vorgesehen und draußen fiel mir das Lichtbild nicht negativ auf. Dann sieht man in der Ferne eigentlich nur noch den Spot. Wer gleichwohl eine Lampe hauptsächlich für kurze Distanz (z.B. innerhalb von Gebäuden) oder als Nachttischlampe sucht, dem würde ich ein flutiger und gleichmäßiger leuchtendes Modell empfehlen.
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Fazit
Taschenlampen-Fans mit hohen Ansprüchen an die Lichtqualität werden zurecht den ungleichmäßigen Lichtkegel bemängeln. Aus meiner Sicht relativiert sich das etwas bei der entsprechenden Verwendung der Lampe als Mini-Thrower und draußen. Für ihre sehr geringe Größe sind gemessene 39.000 Lux beachtlich und machen auch Spaß. Ebenfalls Freude hatte ich bei der Haptik der Lampe. Das OLED-Display ist nützlich, vor allem mit der genauen Spannungsanzeige. Mir persönlich fehlt der Sofortzugriff auf die niedrigste Stufe und eine USB-C Buchse direkt in der Lampe.
 
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