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Nextorch TA4 Review / Test

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
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12 August 2010
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NRW
Olight Taschenlampen
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Herr Koch von Nextorch hat dem Taschenlampenforum unter anderem die TA4 zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!


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Technische Info (überwiegend Herstellerangaben):
▪ Stromversorgung: 1x 18650/ 2x CR123A
▪ interne Lademöglichkeit über USB
▪ Lade-Kontrollanzeige über LED
▪ max. Lichtleistung: 460 Lumen
▪ Reichweite: 210 m
▪ Emitter: Cree XP-G2 R5 LED, kaltweiße Lichtfarbe
▪ glatter Hochglanzreflektor
▪ 4 Helligkeitsstufen (460 / 200 / 100 / 10 Lumen + hidden Strobe 9 Hz)
▪ Leuchtdauer: 80 - 300 Min. (min - max)
▪ Reverse-Clicky
▪ Memory
▪ staub- und wasserdicht nach IPX-8 (2 m)
▪ Gehäuse aus Flugzeugalu, HAIII-anodisiert
▪ beschichtete Glaslinse
▪ Maße: 147 x 25/34 mm
▪ Gewicht: 124 g
▪ Preis: 87,80 €
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Lieferumfang:
▪ Nextorch TA4 Lampe
▪ Nylon-Holster
▪ geschützter 18650-Nextorch-Akku
▪ USB-Kabel
▪ Trageschlaufe
▪ Bedienungsanleitung

Optionales Zubehör:
▪ FT32 RGB-Farbfilter
▪ Ersatzakku

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Aufbau/Verarbeitung:
Die TA4 kommt mit einem eleganten Erscheinungsbild daher. Das Design ist erfreulich schnörkellos und wie ich finde gelungen. Lampenkopf und Batterieabteil sind aus einem Stück, die Tailcap lässt sich zum Einlegen des Akkus bzw. der CR123A-Batterien abschrauben.


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Profilrillen am Lampenkopf und der Tailcap verhindern ein Wegrollen der Lampe. Den Lampenkopf ziert zudem eine Edelstahl-Zackenkrone (Bezelring) und bietet auch der weit zurückversetzten Linse aus vergütetem Glas einen guten Schutz.


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Kurz hinter dem Lampenkopf ist eine Status-LED verborgen, die den internen Ladevorgang mit rotem Leuchten anzeigt. Zum Ende des Ladevorgangs geht sie aus.


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In der Tailcap sitzt neben dem stramm zu drückenden Reverse-Clicky eine Buchse, an der sich innerhalb der Lampe ein 18650er-Li-Io-Akku aufladen lässt. Einerseits schade, dass es keine reine USB-Anschlusslösung ist, andererseits bietet die bei der TA4 verwendete Buchse zweifelsohne den Vorteil der Wasserdichtigkeit.


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Ein eingelegter Akku hat beidseitig gefederten Kontakt, so dass auch bei großen Erschütterungen keine Leuchtunterbrechung droht.

Hervorzuheben ist desweiteren das sauber geschnittene Gewinde und die sehr großzügigen Materialstärken. Auch bei der Laserung der Beschriftung oder der Solidität des entfernbaren Trageclips leistet sich die Lampe keine Schwäche.


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Das Holster passt gut und franst nicht aus, mehr wüsste ich darüber nicht zu berichten.


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Ich bin wirklich von der Haptik der Lampe angetan, das gilt für fast alle mir bekannten Nextorch-Lampen. Nicht nur, dass die TA4 ein schlüssiges Design hat, gut ausbalanciert ist oder nicht den Anschein erweckt, es sei irgendwo gespart worden. Auch die Anodisierung (Oberflächenbeschichtung) ist in einer Qualität, wie sie selbst einige große bekanntere Hersteller so nicht bieten. Ich würde die Qualität der Anodisierung mit denen der früheren Sunwayman oder JetBeam vergleichen. Kurzum: die TA4 fühlt sich einfach klasse in der Hand an.
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Die Bedienung/Handhabung
Vor Inbetriebnahme wird die Tailcap abgeschraubt und der mitgelieferte (!) 18650-Akku mit dem Pluspol Richtung Lampenkopf eingelegt. Danach braucht der Akku eigentlich nie wieder herausgenommen zu werden, da er sich über das ebenfalls mitgelieferte Kabel über jede Standard-USB-Buchse aufladen lässt. Man kann sich also die Anschaffung eines zusätzlichen Ladegerätes sparen. Alternativ leuchtet die TA4 auch mit 2x CR123A, die sich -weil es Batterien sind- natürlich nicht in der Lampe aufladen lassen.

Der Ladevorgang ist simpel: Stecker in die Tailcap der Lampe, das andere Ende (USB) in eine beliebige USB-Stromquelle und los gehts, die Status-LED leuchtet währenddessen rot bis zum Ladeende. Der Ladestrom liegt bei einem auf 3,8V entleerten Akku bei etwa 0,5 Ampere bei 5V. Eilig sollte man es mit der Laderei also nicht haben.


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Die verschiedenen Helligkeitsstufen kann man durch leichtes Eindrücken/Antippen des Heckschalters einstellen, nachdem die Lampe durch vollständiges Durchdrücken eingeschaltet wurde. So würde ich die Funktion des verbauten Reverse-Clickies erklären. Die Schaltreihenfolge ist von hell nach dunkel, wobei sich die Lampe die zuletzt benutzte Stufe beim Wiedereinschalten merkt (Memory).

Das Stroboskop (schnelles Blitzlicht, wer es denn braucht) ist glücklicherweise versteckt. Gleichwohl lässt es sich durch schnellen Doppelklick bei ausgeschalteter Lampe aktivieren.


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Leistung und Stromverbrauch
Die TA4 leistet laut meinem Luxmeter etwa 18.360 Lux und 525 Lumen. Das ist für eine XP-G2 ein sehr ordentlicher Wert. :thumbup:

Dafür benötigt sie aus einem 18650er Li-Io-Akku einen Strom von ~1,5 Ampere. 2x CR123A ergeben die identische Helligkeit, bringen also keinen Gewinn. Unterhalb von 2,8 V schaltet die DM21 als Schutz vor Tiefentladung des Akkus ab.

Die TA4 hat demnach einen moderaten Stromverbrauch und einen Endabschaltung zum Schutz vor Tiefentladung des Akkus. Sie warnt aber nicht vor der Abschaltung, man sollte deshalb bei nachlassender Leuchtleistung nachladen.

Man benötigt also weder eine (zusätzliche) Schutzschaltung beim Akku noch eine Hochleistungszelle. Ich würde einem Besitzer als Alternative oder als Reserve zum mitgelieferten Nextorch-Akku ein Exemplar mit hoher Kapazität empfehlen (3400 mAh), so dass sich in der Praxis sogar eine längere Leuchtdauer erreichen lässt, als vom Hersteller angegeben.

.Herstellerangabe...Messung
Leistung.....460 Lumen..525 Lumen
Reichweite.....210 Meter..270 Meter


(Angaben ohne Gewähr, Lumenermittlung über ceiling bounce, Akku vollgeladen)


PWM
Niedrige Leuchtstufen werden über Pulsweitenmodulation realisiert. Auch wenn die Frequenz einigermaßen hoch ist, könnten sich Empfindliche daran stören.
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Leuchtergebnis:

Die Lichtfarbe der TA4 ist kaltweiß. Sie bündelt in einem einigermaßen engen Spot und kommt so auf eine vernünftige Reichweite. Im Spill hat sie ein paar leichte Saturnringe, die nur an der weißen Wand und nicht mehr draußen in der Natür auffallen dürften.


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Fazit:

+ hervorragende Verarbeitung und Qualität
+ gute Leistung
+ solide und robust
+ Tiefentladeschutz
+ Akku im Lieferumfang
+ interne Ladefunktion
+ sinnvoll gewählte Leuchtstufen
+ hidden strobe
+ einfache Bedienung

- gehobener Preis
- leichte Ringe im Lichtkegel


460 bzw. 525 reale Lumen Maximalleistung mag einen eingefleischten Taschenlampenfan heutzutage nicht mehr beeindrucken. Würde man die TA4 allein anhand dieser Angabe bewerten, täte man ihr Unrecht. Es gibt durchaus Anwendungsmöglichkeiten, wo nicht nur kurzfristig möglichst viel Licht gebraucht wird (Dragster), sondern wo stattdessen große Leuchtdauer und Zuverlässigkeit bei akzeptabler Helligkeit gefragt sind. Die TA4 ist eine Lampe von sehr guter Qualität und dürfte ihrem Besitzer wegen ihrer Erscheinung und Unkompliziertheit lange Jahre Freude machen. Zudem fallen keine Folgekosten in Form externer Ladegeräte oder Akku(s) bzw. Batterien an. Die Höhe des Preises ist zwar kein Schnäppchen, geht aber aus vorgenannten Gründen in Ordnung. Für den, der stattdessen (kurzweilige) Leuchtrekorde sucht, ist die Lampe vermutlich weniger interessant.


Die Nextorch TA4 ist Gewinn in dem Fotowettbewerb des TLF. Viel Spaß damit!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Luckaffe00

Flashaholic**
15 Dezember 2014
2.060
1.800
113
Lübeck
Mal ne ganz doofe Frage...wie lange gibt es Nextorch schon? Ich hab das vor der Verlosung tatsächlich überhaupt nicht auf dem Zettel gehabt :peinlich::D
 

Wurczack

Flashaholic**
25 August 2015
1.995
1.180
113
Ba-Wü
Man kann noch ne (Leistungs-)Schüppe drauflegen, demnächst in diesem Theater:
Nextorch TA40, 1040 Lumen :D
Hey, ich wurde vor kurzem nach meiner Meinung zu der TA40 gefragt, die ich kurzzeitig in meinem Besitz hatte. Da ich noch kein Review zu dieser Lampe gefunden habe, möchte ich hier ein paar Gedanken meinerseits dazu äußern. Der Text ist ja schon fertig, da wärs ja schade drum :)

Qualitativ ist die Lampe ganz große Klasse, so eine dickwandige Taschenlampe hatte ich noch nie. Die Anodisierung ist auch sehr widerstandsfähig. Der Gürtelclip ist eingeschraubt, wenn ich mich richtig entsinne. Auch hat sie im Akkurohr 2 Federn, eine am Plus, eine am Minuspol.
Der Bezelring ist recht scharfkantig. Also nicht so, dass man sich schneidet, aber schon dass man "huch" denkt, wenn man drüber streicht ;)

Zum Tailclicky: Der ist wirklich gut. Das Konzept ist ja völlig neu, und gut umgesetzt. Die Lampe schält sauber durch, und Momentlicht funktioniert auch immer. Einzig den Strobe konnte ich nicht immer auslösen, auch wenn ich es nach Anleitung versucht habe.

Dadurch, dass der Gummi auf dem Schalter so breit ist, hat man ein wenig ein schwammiges Gefühl wenn man ihn nicht mittig trifft, er schält aber trotzdem gut.
Ein wenig gestört hat mich, dass der Schalter nicht mittig sitzt (siehe hier), liegt natürlich an der Ladebuchse. Dadurch, dass auf 2/3 des Randes der hohe Steg verläuft, sollte man die Lampe recht gezielt greifen, damit man angenehm schalten kann. Es geht zwar auch über den Steg hinweg, aber nur mit langem Daumen.

Die Ladefunktion ist recht langsam, lädt also an einem Akku mit 3,4V gute 6-8h. Sie kann zwar theoretisch 1A, hat bei mir aber mit 0,8 A angefangen, und linear zum Ladestand abgenommen. Die meiste Zeit hat sie mit ca 0,6A geladen. Zum Vergleich, meine Eagtac lädt bis 4,1V mit 0,85A und dann nimmt der Ladestrom erst ab.
Die Lampe lädt den Akku auf 4,25V und gibt dann ein grünes Licht. Ich habe es leider nur mit einem Akku probiert, daher weiß ich nicht ob sie bei anderen früher abschält.

Das Licht ist ein reines Kaltweiß, ohne blauen Farbstich, gefällt mir gut. dürfte so ca 10-15kcd machen. Vom Lichtbild sehr ähnlich wie meine Nitecore MT26, angenehmer Spot mit ordentlichem Spill.
Die 1000 beworbenen Lumen dürften soweit passen, auch die weiteren Abstufungen finde ich gelungen. 100 Lumen als niedrigstes vielleicht ein wenig viel, aber bei einer taktischen Lampe kann man das glaube ich auch hinnehmen.
Durch den glänzenden Bezelring gibt es an der weißen Wand einen bunten Ring außen rum, draußen fällt der aber nicht auf.

Die Lampe startet immer auf Turbo. Deswegen war sie für meine Bedürfnisse nicht optimal (Rettungsdienst), den Kollegen der sie jetzt hat stört das nicht.


Die proprietäre Ladebuchse hat keine Abdeckung, trotzdem hat die Lampe IPX-8. Das Ladekabel kann gegen herausrutschen gesichert werden in dem es ein wenig gedreht wird. So rutscht eine erhebung vom Kabel in ein Loch im Steg und sichert das Kabel - gut gelöst! Auch eine günstige Kabelfernbedienung kann hier an der Ladebuchse angebracht werden, dann muss man nicht die ganze Tailcap lösen. Auch gut gelöst. Falls das Ladekabel mal verloren geht, gibts Ersatz für 6€, finde ich in Ordnung.