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Neuer Akku - volle Leistung bzw. Kapazität ?

Onkel Otto

Moderator
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20 November 2015
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Stadtallendorf
Olight Taschenlampen
Trustfire
Eigentlich hatte ich das Thema für mich schon in den Bereich der Mythen
und Legenden verbannt und sah den Hauptzweck vornehmlich darin
enttäusche Nutzer erst einmal etwas hinzuhalten, doch nun lese ich im
Handbuch des neuen grünen Akkutackers, dass neue oder längere Zeit
nicht verwendete Akkus erst nach ca. 5 Lade- und Entladezyklen ihre
volle Leistung bringen.

Und nun frage ich mich (wieder einmal): ist da (doch) etwas dran ?

Greetings
Klaus
 

Franky K.

Flashaholic**
3 Januar 2015
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Rheinland
dass neue oder längere Zeit
nicht verwendete Akkus erst nach ca. 5 Lade- und Entladezyklen ihre
volle Leistung bringen.
Da stellt sich doch zunächst die Frage, wie groß die verminderte Leistung ist. Ist sie deutlich sichtbar im Lichtschein einer Tala, oder sind es nur marginale Unterschiede, die unsere Augen kaum bis gar nicht wahr nehmen können?

Mhhh, ich persönlich würde dem nicht viel beimessen, lasse mich aber gerne überzeugen.


Liebe Grüße

Franky
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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Acebeam
ist bei mir genau umgekehrt. Ich teste ja alle neuen Akkus. Mal bis 4,2 Volt und mal bis 3,9x volt. Dabei stelle ich fest, dass innerhalb der ersten fünf ladezyklen die Kapazität jedesmal minimal abnimmt. ich wiederhole diese Tests dann ca einmal im Jahr. Es kam noch nie vor, dass die Kapazität gestiegen ist.
ich muss aber sagen, dass innerhalb der ersten Zyklen, wo die Kapazität gesunken ist, die wattstunden manchmal sogar ganz leicht steigen. ob mein mc3000 das alles richtig anzeigt, weiß ich allerdings auch nicht.
 

Onkel Otto

Moderator
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20 November 2015
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Stadtallendorf
Da stellt sich doch zunächst die Frage, wie groß die verminderte Leistung ist.
Den Hinweis in der BDA verstehe ich so, dass die anfängliche
Leistungsminderung für den Normalanwender bermerkbar im
Sinne von "auffällig" sein muss, so dass z.B. anstelle der nominell
versprochenen 300 Krampen der Akku bereits nach 200 Schuß
entladen ist.

Greetings
Klaus
 

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
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Stadtallendorf
:)

Ich habe versucht das Thema in Bezug auf die Anwendung offen
zu halten, weil ich diesen Einwand ".. ja, ja, der Akku muss erst ein
paar Mal richtig arbeiten, damit er volle Leistung hat."* auch von
anderen Geräten (PDA, Handy, Taschenrechner, DigiCam, ...)
kenne.

Greetings
Klaus

* das erinnert mich gerade an ein Pferd :)
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
...doch nun lese ich im
Handbuch des neuen grünen Akkutackers, dass neue oder längere Zeit
nicht verwendete Akkus erst nach ca. 5 Lade- und Entladezyklen ihre
volle Leistung bringen.

Und nun frage ich mich (wieder einmal): ist da (doch) etwas dran ?
Ich kann mir das nicht erklären, es macht aus elektrochemischer Sicht keinen Sinn und es ist auch nicht das, was ich aus eigener Erfahrung hätte beobachten können.

Ich könnte mir das höchstens so erklären, dass man sich ggf. auf einen erhöhten Standby-Verbrauch einstellen muss und dass sich hier indirekt auf erhöhten Verlust an Nennladung durch längere Lagerung (höhere Selbstentladung) bezogen wird.
Vielleicht konnte sich hier jemand nicht verständlich ausdrücken und ggf. ist durch Übersetzungsvorgänge die Sache nicht deutlicher geworden.
 
  • Danke
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LED

Flashaholic**
19 März 2011
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Ich kenn das auch nur von 80er/90er Jahre (Modellbau) NiCd, das die erstmal piano ins Leben geholt werden, bevor man die 4C lädt und 30C entlädt:pfeifen:
 
  • Danke
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Onkel Otto

Moderator
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20 November 2015
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Olight Shop
Vielleicht konnte sich hier jemand nicht verständlich ausdrücken und ggf. ist durch Übersetzungsvorgänge die Sache nicht deutlicher geworden.
Interessant ist, dass im englischen Teil des Handbuchs nicht
von Leistung, sondern von Kapazität gesprochen wird:
" ... does not develop its full capacity until after ... '

Den Text habe ich oft gelesen, aber noch nicht in Verbindung mit LiIons. Dachte, das wäre ein NiCd-Ding.
So wenig gesichertes Wissen wie es oft rund um dieses Thema
anzutreffen ist, wäre es ein durchaus vorstellbares Szenario, dass
der Text noch aus NiCd/NiMH-Zeiten stammt und sich niemand
(zu)traut ihn bei der Erstellung des Handbuchs für ein neues Gerät
wegzulassen. Durchaus denkbar.

Greetings & Gracias
Klaus
 
G

Gelöschtes Mitglied 4431

Guest
liion nehmen mit jedem vollständigen Zyklus ein paar mAh ab. kapazität verringert sich. Lagern sollte man bei 3.7V oder so

nimh prinzipiell auch, haben aber nach längerer Lagerung wenige Prozent (zb unter 10%) weniger Kapazität in ihren ersten drei vollständigen Zyklen. erst danach erreichen sie ihr maximales Kapazitätsplateau. konnte ich bei Eneloops bestätigen.
 
  • Danke
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.008
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im Süden
Handbuch des neuen grünen Akkutackers, dass neue oder längere Zeit
nicht verwendete Akkus erst nach ca. 5 Lade- und Entladezyklen ihre
volle Leistung bringen.

Und nun frage ich mich (wieder einmal): ist da (doch) etwas dran ?
Da wir hier im Unterforum "Lithium-Technologie" sind nehme ich an, es handelt sich um einen Li-Ion. Also klare Antwort:
NEIN! Quatsch. Unsinn. Märchen. Copy-Paste-Relikt aus NiMH-Zeiten. Etc.
 

sbj

Flashaholic
7 Oktober 2016
110
53
28
Dieses Thema wurde auch schon häufig in RC-Foren diskutiert wo es allerdings um LiPo Akkus geht:
http://www.rc-network.de/forum/show...llen-Innenwiderstände-bei-neuem-Gens-Ace-Akku
Fazit: Solche Reaktionshemmer, die den fabrikfrischen Li-Akku länger lagerfähig machen sollen, gibt es nicht.

Aaaaaber! – Trotzdem gibt es einen Widerspruch.
Die gleichen Fachleute empfehlen in ihrem LiPo-Leitfaden (bei “Die ersten Ladungen”):
https://www.elektromodellflug.de/lipo-leitfaden-faq.html

Die ersten Lade- und Entladezyklen zunächst nur mit moderaten Lade- Entladeraten zu fahren.

Warum dann diese Empfehlung, wenn nichts vorhanden ist, was erst aktiviert bzw. deaktiviert werden muß?
 
  • Danke
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steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Aaaaaber! – Trotzdem gibt es einen Widerspruch.
Die gleichen Fachleute empfehlen in ihrem LiPo-Leitfaden (bei “Die ersten Ladungen”):
Die ersten Lade- und Entladezyklen zunächst nur mit moderaten Lade- Entladeraten zu fahren.

Warum dann diese Empfehlung, wenn nichts vorhanden ist, was erst aktiviert bzw. deaktiviert werden muß?
Der Widerspruch liegt im Begriff "Fachleute"!
Solche Empfehlungen werden nicht von Chemikern geschrieben, sondern von erfahrenen Modellbauern. Und da gibt es nun mal Leute, die glauben, dass ihre langjährige Modellbauerfahrung spezialisiertes Fachwissen in Elektrochemie ersetzen könnte.
Das ist schlichtweg nicht nicht Fall.

Natürlich spricht auch nichts dagegen, die Akkus sanft zu behandeln und wenn das jemand so machen möchte, dann schädigt es den Akku nicht. Einen signifikanten Nutzen hat es aber auch nicht...
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.008
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im Süden
Die gleichen Fachleute empfehlen in ihrem LiPo-Leitfaden (bei “Die ersten Ladungen”):
...
Die ersten Lade- und Entladezyklen zunächst nur mit moderaten Lade- Entladeraten zu fahren.
Könnte ja sein, dass der neue Akku nen kleinen Produktionsfehler hat. Dann doch mal lieber vorsichtig an die Grenzen herantasten...
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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auch meine letzten Neuwagen hatte ich noch behutsam bis zu 10.000 km eingefahren, auch wenn die fachwelt sagt, dass das nicht mehr nötig sei. ob es nötig ist, weiß ich nicht, aber meine Akkus fahre ich auch behutsam ein, auch wenn ich nicht weiß ob es irgendeinen Nutzen hat. bevor ich die ersten kapazitätstests mache, lasse ich sie ein paar mal zwischen 3,3 und 4 Volt mit moderatem Ent/Ladestrom hin und her pendeln.
Akkus sind ja auch nur Menschen.