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Modellbau-Stecker löten, aber wie...?

square74

Flashaholic**
7 Oktober 2011
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Hallo,

ich stand wieder mal vor der, für mich schier unlösbaren, Aufgabe, einen XT90-Stecker mit einer dicken Litze ordentlich zu verlöten.

Ging dann doch recht gut, braucht aber einen starken Lötkolben oder viel Geduld zum Aufheizen.
Meine alte Ersa-Station war an ihre Grenzen gestoßen und kam aus dem Aufheizen nicht mehr raus:


Etwas Schmor-Kunststoff gab es aber trotzdem.

Mit zusätzlich Flussmittel floss es dann doch irgendwann.
Vielleicht hätte ich doch auf das "gute alte" Blei-Lötzinn zurück greifen sollen und nicht Bleifrei löten sollen...

Mir kam dann nachts die Idee, mit einer Induktions-Heizspule müsste das doch evtl. auch gehen und vor allem schneller.

So ein Teil habe ich mir bestellt, da recht kleine Heizwicklung:
https://www.amazon.de/gp/product/B0768G48K2/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

Sollte es damit nicht punktuell möglich sein, die Kontaktstelle zu erhitzen und dann zu verlöten.
Ich werde mal berichten, wenn ich das ausprobiert habe.

Vielleicht wird das dann aber auch so heiß, dass ich alles verschmore / verschmelze.
Das Lot zu zuführen wird sicherlich auch nicht einfach, sollte aber möglich sein.
 
  • Danke
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steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Vielleicht hätte ich doch auf das "gute alte" Blei-Lötzinn zurück greifen sollen und nicht Bleifrei löten sollen...
Das ist beim Handlöten ohnehin eine Empfehlung. Alleine die wesentlich höheren Verarbeitungstemperaturen bei bleifreien Loten sorgen ja in der Regel schon für Schäden.

Man benötigt einfach nur einen Lötkolben/Lötstation mit hoher Heizleistung. Mit 50 Watt oder so kommt man da nicht weit, für solche dicken Stecker und Kabel muss man eher so >150 Watt ansetzen, wenn's zügig gehen soll.

Die Idee mit der Induktion finde ich zwar interessant, aber unpraktikabel, weil man die Temperatur nicht anständig regeln kann.
Außerdem funktionieren solche Induktionsheizungen nur mit ferromagnetischen Leitern halbwegs effizient. Ich vermute daher, dass Kupfer oder Messing gar nicht ausreichend heiß werden.
Es ist wie bei einem Induktionskochfeld eines Küchenherds.
Dort muss der Boden des Topfs/der Pfanne auch ferromagnetisch sein, damit sich das Gefäß ausreichend erhitzt. Nimmt man statt dessen Kupfer- oder Aluminium-Geschirr, wird dieses nicht heiß.
 
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LED

Flashaholic**
19 März 2011
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Die Idee mit der Induktion finde ich zwar interessant, aber unpraktikabel, weil man die Temperatur nicht anständig regeln kann.
Außerdem funktionieren solche Induktionsheizungen nur mit ferromagnetischen Leitern halbwegs effizient. Ich vermute daher, dass Kupfer oder Messing gar nicht ausreichend heiß werden.
Es ist wie bei einem Induktionskochfeld eines Küchenherds.
Dort muss der Boden des Topfs/der Pfanne auch ferromagnetisch sein, damit sich das Gefäß ausreichend erhitzt. Nimmt man statt dessen Kupfer- oder Aluminium-Geschirr, wird dieses nicht heiß.
Das ist so nicht ganz richtig. Um einen Stoff induktiv zu erwärmen, muss dieser lediglich elektrisch leitfähig sein. Magnetisch muss er nicht sein. Es ist großtechnisch durchaus üblich, Kupfer- und Alulegierungen im Induktionsöfen zu schmelzen (hat bei Aluminium allerdings technologische Nachteile, gehen tuts aber wunderbar).
Funfact am Rande: Ein Kollege meinte mal, in einen laufenden Induktionofen weitere Eisenmasseln einlegen zu müssen, an sich überhaupt kein Problem. Leider hat der Kollege die Sicherheitsvorkehrungen nicht beachtet und dabei seinen Ehering angelassen. Ergab dann eine umlaufende Brandblase.
 
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steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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@LED
Ich habe auch nicht geschrieben, dass es nicht geht!
Ich schrieb:
...funktionieren solche Induktionsheizungen nur mit ferromagnetischen Leitern halbwegs effizient.
Um also nicht-ferromagnetische Materialen per Induktion zu erhitzen, muss man überproportional viel Energie aufwenden und eine sehr leistungsstarke Induktionsspule verwenden.
Ich habe lediglich angezweifelt, dass dies mit der verlinkten Mini-Spule ausreichend gut funktioniert!
 

LED

Flashaholic**
19 März 2011
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Du hast Recht, wobei der Magnetismus nur einen kleinen Anteil hat. Der schlechtere Wirkungsgrad liegt eher an der besseren Leitfähigkeit von Cu odel Al Werkstoffen.
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Du hast Recht, wobei der Magnetismus nur einen kleinen Anteil hat.
Bei einem ZVS-Induktor, wie er oben verlinkt wurde, tragen die Ummagnetisierungsverluste immerhin zu ca. einem Drittel zur Heizleistung bei. Das ist ja nun auch nicht so ein kleiner Anteil...

Ich habe das selbst mal bei so einem Spielzeug-ZVS-Induktor getestet, normale Stahlschraube gegen Edelstahlschraube gleicher Größe. Der Unterschied war erstaunlich!
Und ein Alu-Stab wurde gerade mal handwarm...
 
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LED

Flashaholic**
19 März 2011
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Auf der Arbeit hatte der Ofen etwa 10-15kg Fassungsvermögen (Alu), die Spule hatte 160kW.Da ging das ganz zügig mit aufschmelzen:D
 

square74

Flashaholic**
7 Oktober 2011
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Die Induktionsheizung ist da.
Ich werde noch einen Adapter für XT90 basteln, habe noch einen 3S Lipo zuhause.
Dann wird mal getestet, ob Kupfer warm / heiß wird.