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mehrere Reviews: Wurkkos FC12 - 18650er mit SFT40 und Tailclicky

DumaMadoa

Flashaholic
11 September 2020
153
182
43
Bremen
Trustfire Taschenlampen Hypnose Hannover
In diesem Review möchte ich euch die neue Wurkkos FC12 vorstellen.
Bei Amazon ist sie aktuell für 40€ zu erwerben bzw. für 30€ bei Aliexpress.
Ich habe sie kostenfrei von Wurkkos zum testen zur Verfügung gestellt bekommen.

Technische Daten (Herstellerangaben)

ModellWurkkos FC12
LEDLuminus SFT-40
Farbtemperatur5700K
MaterialAluminium (AL 6061 mit Harteloxierung)
ReflektorGlatt
GlasMineralglas (unvergütet)
Leuchtstufen4 + Hidden Moon, Turbo, Strobe, SOS und Beacon (oder Ramping)
Helligkeit Max2000 Lumen
Helligkeit Min 1 Lumen
Reichweite345m
LaufzeitMax 400 Stunden (1 lm) - Min 2,5 Stunden (2000 lm mit Stepdown)
Mode MemoryJa
SchalterForward Tailclicky (mechanisch) + Sideswitch für Modes
LockoutJa, Tailcap lösen
LadefunktionJa, USB C (USB C zu USB C kompatibel)
StoßfestJa, 1,0 m
WasserdichtJa, IPX-8
Durchmesser24,0 mm
Länge136,5 mm
Gewicht85 g ohne Akku

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Verpackung und Lieferumfang
Die Lampe kommt in einem schicken kleinen Pappkarton und ist in Bubblefolie gut gepolstert.

Der Lieferumfang umfasst folgendes:
  • Lampe inkl. Akku und bereits montiertem Clip
  • USB A auf USB C Ladekabel
  • Lanyard
  • Zwei Ersatz O-Ringe
  • Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen
  • Hinweiskärtchen für Inbetriebnahme

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Verarbeitung

Die FC12 ist sehr gut verarbeitet und ich konnte keine Fehler in der Anodisierung feststellen.

Die Gewinde sind sehr stark gefettet. Man kann es sogar in allen Spalten deutlich sehen. Ein bisschen weniger Fett hätte auch gereicht.
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Die Lampe selbst lässt sich ohne weitere Anstrengungen in drei Teile zerlegen.
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Das Knurling ist sehr schick und bietet mehr Grip als die bei Sofirn (aus deren Fabrik diese Lampe stammt) vorherrschende Kreuzrändelung.

Bei dem Akku handelt es sich um einen ungeschützten Wurkkos 3000mAh 18650 Akku. Er besitzt einen Absatz am Minuspol, was auf Lishen als Hersteller hindeuten könnte. Durch den Schrumpfschlauch hindurch lässt sich die originale Beschriftung des Akkus lesen: BAK A01. Geliefert wurde er mit 3,6V.

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Die Mineralglas Linse ohne AR Beschichtung ist frei von Staub, Nebel oder Fingerabdrücken. Die Bezel steht jedoch kaum über die Linse hervor, sodass sie nur sehr wenig geschützt ist. Der Reflektor ist glatt.
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Die Luminus SFT-40 LED ist ordentlich zentriert.
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Sowohl in der Tailcap, als auch auf Seiten des Treibers ist eine einfache, ausreichend dicke und vergoldete Feder vorhanden. Somit passen auch beispielsweise ungeschützte Flattop Akkus in die Lampe. Laut Hersteller besitzt sie eine Low Voltage Protection und einen elektronischen Verpolungsschutz.

Tailcap
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Treiberseitige Feder
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Auf dem PCB der Tailcap steht übrigens FC12-C-A0 20210525, falls das für jemanden interessant sein sollte.

Der USB C Port ist per Gummiklappe geschützt.
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Interessanterweise passt die Tailcap der Sofirn SP40 auf die Lampe. Anders herum passt es jedoch leider nicht. Auch das 18350 Batterierohr der SP40 passt leider nicht an die FC12. Mit der SP40 Tailcap lässt sich die FC12 jedoch nicht mehr ausschalten.
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Größenvergleich

In meinem Testfeld fällt auf, dass die FC12 eine sehr lange und dünne Lampe ist. Einzig die Sofirn TF84 ist minimal länger. Dafür besitzt sie jedoch auch einen Dual Tailswitch und eine etwas abstehende Edelstahl Bezel.
Die Olight Warrior Mini hat beispielsweise die gleiche Konfiguration aus 18650 Akku, Tail- und Sideswitch und ist dabei deutlich kompakter als die FC12. Die Kompaktheit ist jedoch auch einem im Tailswitch integrierten Magnetladeport an der Rückseite geschuldet, der weniger Platz beansprucht als der USB C Ladeanschluss der Wurkkos.
Andere Hersteller bringen in einer vergleichbaren Größe, jedoch ohne Heckschalter, bereits 21700 Akkus unter, was insbesondere längere Laufzeiten ermöglicht. Das daraus resultierende etwas dickere Batterierohr finde ich persönlich von Vorteil, da mir die FC12 etwas zu dünn in meinen relativ großen Händen liegt.

Von links nach rechts: Sofirn TF84 (18650), Wurkkos FC12 (18650), Olight Warrior Mini (18650), Sofirn SP35 (21700), Trustfire MC3 (21700), Sofirn IF25A (21700), Wurkkos WK30 (26650).

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Bedienung (UI)

Die Lampe besitzt einen forward Sideclick mit angenehmen Druckpunkt. Der Heckschalter ist lediglich zum Einschalten der Lampe. Das Bedienkonzept ist folgendes:

Lampe AUS -> Tailswitch drücken -> AN (letztverwendeter Modus)
Lampe AUS -> Sideswitch halten, dabei Tailswitch drücken -> Moon
Lampe AUS -> Tailswitch antippen -> Momentary (letztverwendeter Modus)
Lampe AN -> Sideswitch antippen -> Helligkeitsstufen vorwärts durchschalten
Lampe AN -> Sideswitch halten -> Helligkeitsstufen vorwärts bzw. rückwärts durchlaufen (Ramping Mode)
Lampe AN -> 2fach Sideswitch antippen -> Turbo
Lampe AN -> 3fach Sideswitch antippen -> Strobe
Blink Modus -> 2fach Sideswitch antippen -> Wechsel zw. Strobe, SOS und Beacon
Turbo -> Sideswitch antippen -> Wechsel zur vorherigen Helligkeit
Lampe AN -> 4fach Sideswitch antippen -> Wechsel zw. Stufen Mode und Ramping
Lampe AN -> Tailswitch durchdrücken -> AUS

Ja, Ramping und Stufenmodus werden auf unterschiedliche Weisen in der Helligkeit verstellt. Das ist verwirrend und für mich nicht nachvollziehbar.

Zudem dauert es im Ramping Mode genau 4 Sekunden um von der niedrigsten auf die höchste Stufe (die identisch mit Turbo ist) zu wechseln. Das dauert mir persönlich zu lange. Zumal die sich die Helligkeit nicht linear verstellt. Bei niedrigen Helligkeiten wird es sehr rasant heller während es bei hohen Helligkeiten lange dauert. Im Stufenmodus sind die Helligkeiten jedoch sinnvoll gewählt.

Blink Modi, Turbo und Moon werden nicht gespeichert.

Ein ausschalten der Lampe über den Sideswitch ist nicht möglich. Da der Tailswitch und Sideswitch sehr weit auseinander liegen ist somit eine vollständige einhändige Bedienung nicht sehr komfortabel möglich.

Es gibt zwar keinen elektronischen Lockout, jedoch ist ein mechanischer Lockout durch das Lösen der Tailcap möglich.

Die sechs Helligkeitsstufen (lt. Hersteller) sind folgende:
  • Turbo 2000 lm - 2,5 h Laufzeit (30.000 cd, 345 m)
  • High 800 lm - 3,5 h Laufzeit (13.500 cd, 232 m)
  • Med 300 lm - 7,5 h Laufzeit (5.000 cd, 138 m)
  • Low 80 lm - 21 h Laufzeit (1.500 cd, 77 m)
  • Eco 10 lm - 230 h Laufzeit (120 cd, 22 m)
  • Moon 1 lm - 400 h Laufzeit

Die im Sideswitch befindliche LED zeigt den Akkustand 5 Sekunden nach dem Einschalten wie folgt an:
  • grün: >30%
  • konstant rot: <30%
  • blinkend rot: kritisch
Hier würde ich mir noch eine Stufe bspw. bei <70% durch blinkendes grün wünschen.

Im Turbo ist aufgrund der hohen Helligkeit von 2000 Lumen in dem schmalen Gehäuse die Wärmeentwicklung natürlich immens. Die Lampe wird dann schnell heiß. Den Lampenkopf dann zu berühren ist unangenehm, es führt jedoch zu keinen Verbrennungen. Hinter dem Seitenschalter wird sie aber nie heiß, maximal lauwarm. Sie ist also trotzdem angenehm zu halten.
Aufgrund der Temperatursteuerung regelt die FC12 die Helligkeit automatisch runter, um keinen Schaden zu nehmen. Dieser Stepdown fällt mit bloßem Auge jedoch nicht auf. Man sieht ihn erst deutlich, wenn man per Doppelklick wieder in den Turbo Modus geht. Rein subjektiv ist die Helligkeit nach dem Stepdown etwa auf Niveau des High Levels.

Der Ladeport ist unter einer sauber verarbeiteten Gummikappe versteckt. Ich hatte zwar prinzipiell das gleiche Problem, wie bei allen anderen Lampen mit dieser Lösung, jedoch deutlich seltener: Trägt man die Lampe in der Hosentasche, passiert es gelegentlich, dass sie die Abdeckung beim Lampe herausziehen von alleine öffnet.

Lädt man die Lampe per USB, blinkt die Lampe rot und wechselt bei beendetem Ladevorgang auf grün. Dieser endet bei meiner Lampe bei 4,11V.
Erfreulicherweise ist es möglich sie per USB C auf USB C Kabel zu laden. Der Port ist jedoch recht schmal, wodurch sich meine Sony USB C Kabel gerade so einstecken lassen.

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Eine Funktion der Lampe mit angestecktem USB Kabel, jedoch ohne Akku ist leider nicht möglich.

Das Laden ist unabhängig von der Tailswitch Position möglich. Ist die Lampe an, schaltet sie sich beim Einstecken des USB Kabels jedoch sofort aus.

Die Tailcap besitzt neben dem recht großen und gut ertastbaren Knopf zwei Flansche. In einem davon sind zwei Löcher für ein Lanyard. Durch dieses Design ist die Lampe zwar grundsätzlich tailstandfähig, steht durch ihr langes und schmales Äußeres insbesondere auf unebenem Grund jedoch nicht sehr stabil.

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Der zwei Wege Clip ist zwar kein richtiger deep carry Clip, aber dennoch tief genug für einen stabilen Halt.


Lichtbild

An der weißen Wand ist das Lichtbild recht homogen. Der Spot ist klar definiert und klein. Der Übergang in den Spill ist zunächst sanft, aber ganz außen ist ein etwas hellerer Ring sichtbar (im zweiten, etwas anders belichteten Bild besser zu sehen). In der normalen Nutzung fällt das jedoch nicht weiter auf. Ein Tintshift ist nicht zu sehen.
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Der Throw ist ausreichend für etwas Licht vor den Füßen ohne Eigenblendung zu erzeugen und die Reichweite sehr gut. Das Lichtbild passt perfekt zu langen Feld- oder Waldwegen. Eine Faustregel ist, dass die real maximal nutzbare Reichweite etwa die Hälfte der nach ANSI Norm angegeben ist. Mit dieser Lampe sind im Turbo Modus auch 200 m entfernte Gebäude noch recht gut erkennbar.
Alles in allem ein sehr schönes und Throw lastiges Lichtbild.

Hier ein Vergleich zu anderen ähnlich großen Lampen (die linken vier beim Größenvergleich).
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Die Belichtung ist bei allen Bildern gleich.

Sofirn TF84
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Wurkkos FC12
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Olight Warrior Mini
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Sofirn SP35
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Und noch mal alle hintereinander als GIF
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Das Lichtbild von SP35 und FC12 ähneln sich sehr. Der Spot der FC12 ist jedoch etwas fokussierter, wodurch sie eine größere Reichweite erzielt. Das Lichtbild der TF84 ist eine Mischung aus beiden. Jedoch ist ihre Lumenleistung deutlich geringer, weshalb sie nicht so weit leuchtet, die die anderen beiden. Die Olight Warrior Mini leuchtet mit Abstand am flächigsten. Aufgrund dessen leuchtet sie am wenigsten weit. Dem subjektiven Eindruck nach, ist sie am wenigsten hell.

Bis auf Turbo und Moon lässt sich in allen Stufen PWM Flimmern feststellen. Alles jedoch in einer so hohen Frequenz, dass ich es mit bloßem Auge nicht sehen kann.

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Fazit

Pro :daumenhoch: :
  • Schönes Lichtbild mit viel Reichweite
  • USB C auf USB C laden möglich
  • Gute Verarbeitung
  • Moon und Hidde Strobe Modes
  • Direktzugriff auf Moon
  • Wasser- und Stoßfest

Neutral:
  • Bezel sehr flach, wodurch die Linse schlecht geschützt ist
  • Relativ lange und schmale Form
  • Kein 21700 Akku
  • Unterschiedliche Verstellung der Helligkeit in Ramping und Stufenmodus

Con:daumenrunter::
  • Lampe lässt sich nicht per Seitenschalter ausschalten
  • Einhändige Bedienung durch großen Abstand von Seiten- und Heckschalter eingeschränkt
  • Laden während der Nutzung nicht möglich

Insgesamt ist die Wurkkos FC12 eine schöne und solide Lampe. Sie kann besonders mit ihrem Lichtbild und der großen Leuchtweite überzeugen. Für Spaziergänge im Wald oder auf Feldwegen ist sie perfekt geeignet. Durch den integrierten Ladeport ist man außerdem auf kein spezielles Akkuladegerät angewiesen.
Um für mich persönlich eine sehr gute Lampe zu sein, ist sie mir jedoch zu lang und schmal und hat außerdem zu viele Verbesserungswürdigkeiten in der Bedienung.
 
Zuletzt bearbeitet:
9 Juli 2019
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Wattenscheid
Bin seit gestern auch in besitz der FC12 und mein erster Eindruck ist durchaus positiv. Das Lichtbild und die Lichtemperatur gefallen mir sehr gut. Schöner Spot für gute Reichweite, und sehr brauchbarer Spill. Was einige Als kritik Punkt bezüglich der Länge schreiben, kann ich in meinen Fall nicht nachvollziehen. Ich finde die länge absolut perfekt. Die lampe liegt sehr gut in der Hand und lässt sich in meinem Fall sehr gut bedienen. Die lässt sich dadurch gut mit Daumen auf dem Heckschalter, und kleinen Finger auf den Seitentaster bedienen. Vorteil der länge sehe ich auch durch die hohen Temperatur am Kopf im Turbo Modus, lässt sich die Lampe noch gut halten. Für den Preis eine wirklich gelungene Lampe.
 
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Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
2.253
1.400
113
Kassel
Ein sehr informatives und gut lesbares Review! :thumbup:

Anmerkung: Als nutzbare Reichweite wird im Forum üblicherweise ein Drittel der ANSI-Leuchtweite angesetzt. Das halte ich für realistischer als den halben Wert, den Du genommen hast.
 
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Santafe3000

Flashaholic*
15 Januar 2012
339
158
43
Unterer Westerwald
Ein sehr informatives und gut lesbares Review! :thumbup:

Anmerkung: Als nutzbare Reichweite wird im Forum üblicherweise ein Drittel der ANSI-Leuchtweite angesetzt. Das halte ich für realistischer als den halben Wert, den Du genommen hast.
Hab hier mal zwei Schnappschüsse aus der letzten Nacht. Bei Bild 1 ist der Abstand zum Baum 75m, bei Bild 2 ist der Baum aus Bild 1 am linken Rand zu sehen und der Abstand zu Baum 2 beträgt 205m. Insofern kann man schon auch auf 200m die Lampe noch gut nutzen.
Übrigens lässt sich die Tailcap auf der Sofirn SC31Pro nutzen.
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casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
12.567
9.395
113
Hannover
Hat denn mal einer der FC12 Besitzer eine Luxmessung gemacht ?

Das würde helfen, die gut nutzbare Reichweite einzuschätzen...

Gruß
Carsten
 

Santafe3000

Flashaholic*
15 Januar 2012
339
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Unterer Westerwald
@Santafe3000: Fotos helfen da nur bedingt weiter, weil sie in der Regel nicht den realen Augeneindruck wiedergeben. Sieht der Beam in natura wirklich so hell aus, wie auf deinen Bildern?
@Straight Flash : Ja. Ich war auch angenehm überrascht. Real eher noch ein Tick heller. Und die Tala war auch nach rund 30 Sekunden auf Turbo noch nicht extrem heiss.
Man sieht aber im Unterschied Bild1/2 an dem vorderen Baum, dass sie halt schon ziemlich fokussiert ist.
 

DumaMadoa

Flashaholic
11 September 2020
153
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43
Bremen
Mit meinem Smartphone aus 1m Entfernung gemessen (Angaben ohne Gewähr):
  • Wurkkos FC12: 28.000 lx (Temperaturbedingter Stepdown nach 60 Sek auf 7.000 lx)
  • Sofirn SP35: 22.000 lx
  • Sofirn TF83: 11.500 lx
  • Olight Warrior Mini: 9.000 lx
Alle Messungen nach 30 Sek auf Turbo. Die Akkus hatten alle um die 4,1V, waren also nicht ganz voll.

Angegeben ist die FC12 mit knapp 30.000 cd. Da ist mein Messwert also recht nah dran.

Den Eindruck zur Reichweite von @Santafe3000 kann ich völlig bestätigen. Mein "Testdach" ist 220m von meinem Fenster entfernt und sah subjektiv nur minimal dunkler aus als der zweite Baum auf seinen Bildern.
 

taenzerwalze

Flashaholic*
7 März 2017
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Ich möchte auch ein Review der FC12 beitragen. Ich hänge mich an @DumaMadoa s Thread dran, da es sonst vielleicht zu unübersichtlich wird. Sollte das nicht erwünscht sein, dann bitte ändern.

Die FC12 wurde mir kostenlos von Terry (Wurkkos) zur Verfügung gestellt. Dem Review von @DumaMadoa ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich möchte aber meinen persönlichen Eindruck der Lampe schildern.

Die FC12 erinnert an die FC11, allerdings besitzt die neue Wurkkos einen Heckschalter, über den die Lampe ein und ausgeschalten wird. Weiterer Unterschied ist, dass in der FC12 statt einer Samsung LH351D eine Luminus SFT-40 verwendet wird. Aktuell nur in einer kalten Lichtfarbe von etwa 6000-6500K laut Wurkkos. Bei Amazon gibt es die Lampe nur in schwarz. Auf der Herstellerseite ist sie auch in purple bestellbar.

Die technischen Daten hat @DumaMadoa bereits aufgeführt. Lediglich bei der Farbtemperatur bin ich unsicher. In @DumaMadoa s Tabelle stehen 5700K. Auf der Amazonseite von Wurkkos ist die SFT-40 mit 6000 – 6500K angegeben. Mein Modell ist recht kühl und ich würde es subjektiv eher zu 6500K zuordnen.


Erster Eindruck

Dem typischen gelb-weißen Wurkkoskarton liegen neben der Lampe noch USB-C-Ladekabel, eine Handschlaufe, Ersatz-Dichtringe und die Bedienungsanleitung bei. Die Wurkkos FC12 ist sauber verarbeitet und liegt angenehm in der Hand. Die Gewinde laufen sauber und sind bei mir gut gefettet, ohne dass es zuviel wäre. Der Heckschalter rastet mit einem gut hörbaren Klicken ein und bietet genügend Schaltweg, um die Lampe im momentary on nur mal kurz einzuschalten – ohne Klicken. Die FC12 hat einen Zwei-Wege-Clip, der durch Abschrauben des Batterierohres entweder am Lampenkopf oder am Heckschalter befestigt werden kann.

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Die FC12 kann in mehrere Teile ohne Probleme zerlegt werden und ist auf dem ersten Blick sehr moddingfreundlich. Die LED kann man mit einigen Lötkenntnissen leicht austauschen. Wie gut man an den Treiber kommt, habe ich nicht probiert. Die Komponenten sind übrigens mit der FC11 kompatibel, sodass man ein bisschen Lampen-Lego spielen kann.

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Lampenklemmbaustein - original


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Lampenklemmbaustein - Köpfe getauscht



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Lampenklemmbaustein - Akkurohre getauscht


Bedienung

Die FC12 besitzt zwei Schalter. Einen mechanischen Forward-Clicky an der Endkappe und einen elektronischen Taster seitlich am Lampenkopf. Ähnlich wie die Armytek Partner C2 Pro oder auch der CrazyFire TK70 wird die Lampe über den Endkappenschalter ein- und ausgeschaltet. Über den seitlichen Taster werden im eingeschalteten Zustand die Leuchtstufen gewählt. Im Gegensatz zu den beiden Konkurrenzmodellen hat die FC12 nicht nur fest eingestellte Leuchtstufen, die mit einem Klick durchschalten. Man kann auch einen Ramping-Mode aktivieren, bei dem die Helligkeit durch Gedrückthalten des Seitentasters stufenlos hoch- oder heruntergefahren werden kann. Zwischen diesen beiden Modi wird bei eingeschalteter Lampe mit 4 kurz aufeinander folgenden Klicks hin und her gewechselt. Turbo wird bei beiden „Betriebsarten“ über einen Doppelklick aktiviert. In den Moon-Mode kommt man, wenn man bei ausgeschalteter Lampe den Seitentaster gedrückt hält und währenddessen die Lampe einschaltet.



Beamshots

Der Beam der FC12 ist recht kühl mit subjektiven 6500K. An der weißen Wand sind konzentrische Ringe zu erkennen, die auf den glatten Reflektor zurückzuführen sind. Während der normalen Benutzung als Taschenlampe, sind mir die Ringe aber nicht aufgefallen – weder innen noch außen.

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Ich habe de FC12 auf meiner Beamshot-Location getestet, die eher für leistungsstarke Lampen geeignet ist, da ich die Kameraeinstellungen für alle Lampen an dem Abend gleich gelassen habe, kommen helleren Lampen und Thrower den Bildern besser zur Geltung. Ich hoffe man erhält dennoch einen Eindruck der FC12. Bis zum markierten Kreis sind es 60m. Das Gebäude steht etwa 300m entfern. Es war stockfinstere Nacht mit ohne Mond.

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(Acebeam X50 @ 14.000lm)

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Ich hatte in stockfinsterer Nacht noch einen kleinen Besucher. Eine streunende Katze fand das alles ganz spannend.
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Laufzeitmessung

Die High-Stufe ist ungeregelt. Die anderen Leuchtstufen werde ich noch nachreichen.

Luftgekühlt dimmt die FC12 stetig die Helligkeit herunter und leuchtet nach etwa 140 Minuten noch im Moon-Mode. Dabei hat der Akku 3V. Die Lampe leuchtet noch solange bis die Akkuspannung unter 2,7V (das kann sehr lange dauern) danach schaltet sie aus – und wieder ein – und wieder aus. Solange bis sich die Akkuspannung nicht mehr erholt bzw. der Endkappenschalter betätigt wird.

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Ungekühlt hält der Akku etwas länger, da die Temperaturregelung die Helligkeit und damit auch den Stromverbrauch reduziert. Nach etwa 3,5 Stunden leuchtet die Lampe im Moon-Mode bis sie irgendwann abschaltet. Das Eingreifen der Temperaturregelung ist sehr auffällig und erscheint unruhig. Laut Bedienungsanleitung wird die Helligkeit reduziert, sobald am Treiber 55°C gemessen werden. Das kommt hin, da ich am Lampenkopf nicht mehr als 52°C gemessen habe.

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Ohne Luftkühlung pegelt sich die Temperatur am Lampenkopf bei etwa 52°C ein.

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Mit einem PC Lüfter gekühlt wird der Lampenkopf nicht wärmer als 33°C.

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Das Batterierohr bleibt ohne zusätzliche Kühlung etwa 41°C warm. Man kann es noch ohne Handschuhe anfassen.


Ladeverhalten

Die Wurkkos FC12 wird über das beiliegende USB-C Kabel geladen. Der Ladestrom beträgt etwas mehr als 1A. Insgesamt dauert der Ladevorgang 4 Stunden und 20 Minuten. Abgeschalten hat mein Exemplar bei 4,15V.


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Die USB-C-Buchse ist unter einem Gummistöpsel versteckt.

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Fazit

Pro
  • All-Inclusive-Paket mit Akku und Ladekabel
  • Heckschalter ermöglicht Morsen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • Aktuell nur eine Lichtfarbe und die ist gruselig kalt
  • Temperaturregelung sehr unruhig
  • Moon-Mode etwas kompliziert erreichbar

Verbesserungsvorschlag

  • Moon-Mode nicht gleich gefunden, Hinweisüberschrift in der BDA fehlt
  • Mehr Auswahl an LEDs – vor allem an wärmeren


Die Wurkkos FC12 ist eine günstige Allround Lampe mit dem Potential meine neue Arbeitshosenleuchte zu werden. Das UI der FC12 bietet sich in meinen Augen prima für eine Werkstattlampe an. In aller Regel benötige ich nur eine Helligkeitsstufe und das oft auch nur sehr kurz. Das lässt sich sehr gut mit dem Forward-Clicky bewerkstelligen. Die dome-freie SFT40 LED und der glatte Reflektor sorgen für ein universelles Lichtbild. Bei Bedarf kann man dank der 2000lm in 300m noch einen Gegenstand erhellen. Gebe es jetzt noch eine High-CRI LED dazu, wie bei der FC11, wäre die FC12 nahezu perfekt.

Nach einer kurzen Erklärung oder einem Blick in die Bedienungsanleitung ist die Lampe, meiner Meinung nach, auch für Muggel geeignet.
 
Zuletzt bearbeitet:

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
Teammitglied
12 August 2010
19.869
22.183
113
NRW
@Wurkkos hat dem TLF kostenfrei mehrere Lampenmodelle für Tests zur Verfügung gestellt, die von Forenmitgliedern ausgeliehen und getestet werden können. Unter anderem auch die FC12. Ein entsprechender Passaround mit dem Lampenpaket kommt in Kürze.

Da in diesem Thread schon tolle Reviews zu finden sind, hänge ich hier nur ein paar eigene Eindrücke an.

Lieferumfang:
FC12 Lampe, USB-C Ladekabel, Lanyard, 18650 Li-Io-Akku mit 3000 mAh, vormontierter Trageclip, Ersatzdichtungen, Bedienungsanleitung


  • max. Leistung 2.000 Lumen (ANSI)
  • 29.833 cd / 345 m Leuchtweite
  • Luminus SFT40 LED mit kaltweißer Lichtfarbe
  • glatter (smooth) Reflektor
  • Leuchtmodus 1: Stufen mit 10 lm (230 h) / 80 lm (21 h) / 300 lm (7,5 h) / 800 lm (3,5 h) / 2.000 lm (2,5 h)
  • Leuchtmodus 2: stufenlos regelbare Helligkeit von 1 - 2.000 lm
  • versteckte Sonderblinkmodi: Stroboskop (2.000 lm), S.O.S (300 lm), Beacon (2.000 lm)
  • Akku-Ladezustandsanzeige
  • Bedienung über Tailcap- (an/aus) und Seitenschalter (Stufenauswahl)
  • interne Aufladung über USB-C
  • 18650 Li-Io Akku
  • Betriebsspannung 2,7 - 4,2 V
  • 2 m wasserdicht / IPX8
  • hartanodisiertes Alu-Gehäuse
  • Maße 136,5 x 24 mm
  • Tailstand: ja, etwas kippelig
  • Gewicht 85 g (ohne Akku)

Wurkkos hat einen eigenen Stil bei der Oberflächenstruktur des Akkurohrs. Ich finde das gut und griffig genug und es hat den Vorteil, dass sich kein Dreck oder Abrieb in feinen Ritzen fangen kann. Durch ihren langen Kopfteil (wegen des tiefen Reflektors und der Ladebuchse+Seitenschalter) und die lange Tailcap baut sie insgesamt etwas länger als viele andere aktuelle EDCs.


Der beiliegende Trageclip funktioniert in beide Richtungen und war im Auslieferzustand bereits montiert. Für meinen Geschmack ist der Tailcap-Clicky recht stramm zu drücken, dafür hat er ein sauberes Schaltgefühl und ein versehentliches Einschalten ist fast ausgeschlossen.


Nach dem Einschalten zeigt die Status-LED für etwa 5 Sekunden lang den Ladezustand des Akkus an. Noch besser fände ich, er bliebe bei eingeschalteter Lampe immer an.

Gummistopfen als Abdeckung für die USB-C Ladebuchse. Geht es euch auch so? Ich habe regelmäßig bei solchen Abdeckungen Probleme, ein passendes Ladekabel zu finden, denn es passen nur solche mit schmalem Stecker. Immer ist das Gummi etwas im Weg. Zwar liegt jeder Lampe ein eigenes passendes Exemplar bei, doch die Macht der Gewohnheit will es, dass man am liebsten nicht ständig neue Kabel für verschiedene Geräte herauskramen möchte. So lade ich gerne mit dem Handy-Ladekabel auch die Taschenlampen, weil es eh schon an der Steckdose bereit hängt. Positiv: die Lanyard-Ösen nehmen auch stabilere Fangschnüre auf.


Die Gewinde sind richtig gut geschmiert und laufen kratzfrei. Lego ist in begrenztem Maße möglich, ich konnte ein kurzes Rohr einer SC31 Pro am FC12-Kopf verwenden. Ausschalten dann aber nur über Lösen der Schalterlosen Tailcap.


Dank beidseitiger, vergoldeter Federkontakte ist Platz auch für längere geschützte 18650er.


Die SFT40 LED sitzt gut zentriert im glatten und tiefen Reflektor. Dieses Zusammenspiel sorgt für hohe Reichweite sowie einen symmetrischen Lichtkegel.


Bedienung / Handhabung
Der Heckschalter ist für ein/aus, der Seitenschalter wählt die Leuchtstufen.
Die Bedienung im Detail lest ihr bitte oben bei den Reviews.
Das weiterschalten von festen Leuchtstufen durch Klick anstatt Halten des Seitenschalters finde ich immer noch ungewohnt.
Umständlich (weil man beide Hände benötigt) finde ich die Anwahl von Moonlight. Hier hätte ich gern Moon in der regulären Schaltreihenfolge gehabt.

Eigene Messungen
(mit Hobbyequipment und ohne Gewähr)
  • Ladeschluss-Spannung: 4,15 V (finde ich etwas wenig)
  • Ladestrom: 1 A (ist mir auch zu wenig)
  • Endabschaltung bei 2,7 V (warnt mit roter Status-LED und Stepdowns)
  • PWM >30kHz
  • max. Luxwert: 32.500
  • Lichtstrom: ? / 12 / 69 / 250 / 624 / 1.560 lm (ceiling bounce)
  • Farbtemperatur: 6400K/Ra68 (Spot), 6000K/Ra66 (Spill)
Laufzeittest auf hellster Stufe mit Ventilatorkühlung


Leuchtergebnis
Das Schöne vorweg: die Lichtfarbe im gesamten Leuchtkegel ist ziemlich einheitlich. Das kalte Licht als auch die Abwesenheit von Farbstichen finde ich dennoch ungewohnt. Auch der Farbwiedergabeindex ist ziemlich niedrig, angestrahlte Objekte wirken zu ausgebleicht.
Trotzdem, lieber kalt und ohne Farbstich als wärmer und mit (grünlichem oder gelblichem) Farbstich.




Mein Kurzfazit:
+ leuchtet weiter als versprochen
+ ordentliche Lichtleistung
+ ordentliche Verarbeitung
+ Licht ohne Farbstiche
+ interne Aufladung
+ günstiger Preis

- leuchtet weniger hell als versprochen

neutral:
o kein Holster
o Clicky etwas stramm zu drücken
 
Zuletzt bearbeitet:

casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
12.567
9.395
113
Hannover
Hallo Amaretto,

besten Dank für Dein Review zur FC12 ! :thumbup:

Ich habe übrigens den selben Luxwert gemessen wie Du, kurz nach dem einschalten zeigte mein Luxmeter 32.400 Lux.

Meine Ceiling Bounce "Messung" ergab allerdings einen etwas höheren Lumenwert als Deine, ich kam auf maximal 1710 Lumen kurz nach dem einschalten (liegt aber immer noch unter der Herstellerangabe...).

Die Lampe ist jetzt auch in Bluzies Beamshotliste zu finden: https://abload.de/img/p1210074crkdb.jpg

Gruß
Carsten
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Danke
Reaktionen: amaretto
28 Oktober 2021
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Friesland
Vielen Dank für die Reviews.

Ich habe auch eine FC12 und finde die Reichweite für die Baugröße ebenfalls enorm.
Das Design finde ich toll.
Da sie einen eher kleineren Spot hat ist sie super zu Radfahren geeignet, wenn man sie richtig eingestellt hat.
Über Felder oder einen kleinen See zu leuchten ist ebenfalls kein Problem.
Strobe Modi finde ich eigentlich uninteressant, aber es gibt einen Modus da blinkt die Lampe alle 5s auf.
Für mich als Küstenkind klasse, denkt man direkt an einen Leuchtturm. :thumbsup:

Ich habe keine großen Herrenhände und kann die Lampe, wenn ich will mit einer Hand bedienen. Dazu den Tailknopf am Daumen haben und dem anderen Knopf am kleinen Finger. War am Anfang aber echt ungewohnt.
Die Lampe ist mir aber als EDC ebenfalls etwas zu lang und zu gewichtig. Im Winter kein Problem, aber im Sommer sind über 100g schon zu viel. (ca. 125g mit Akku)
 
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