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Luxmeter

Rudi_

Erleuchteter
20 März 2016
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ZAK
Olight Taschenlampen
Trustfire
Hi an alle, ich erwäge die Anschaffung eines Luxmeter, lohnt sich das, und was kann ich damit im Zusammenhang mit den Taschenlampen anfangen, bzw. was für Aussagen kann ich damit treffen, denn die Angaben der Talas sind ja in Lumen. Wie interpretiere ich den angezeigten Luxwert richtig ?

LG Rudi
 

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
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Raffnixhausen
Wie interpretiere ich den angezeigten Luxwert richtig?
Lux sind Lumen pro Fläche. Die Fläche ist der Querschnitt des Lichtstrahls, der vom Sensor direkt oder indirekt eingefangen wird. Der gesamte Lichtstrom der Taschenlampe kann so ohne weiteres nicht ausgerechnet werden, dazu bedarf es einer Messung mit einer Vorrichtung (Ulbricht-Kugel), die alles reflektierte Licht gleichmäßig abbildet; so, als hätte man einen perfekten Fluter. Da auch das reflektierte Licht nicht die gesamte emittierte Lichtmenge ist, muss diese Vorrichtung noch kalibriert werden.

So verstehe ich es.
 

Rudi_

Erleuchteter
20 März 2016
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ZAK
Acebeam
Es haben doch bestimmt viele hier im Forum ein Luxmeter aber bestimmt kaum einer ein Ulbricht-Kugel wie nutzt ihr dann also das Luxmeter ?
 

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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Ein Luxmeter nutze ich bevorzug für die Innenraumbeleuchtung. Etwa um die seitliche Abstrahlung mehrerer Leuchtmittel in einer bestimmten Lampe an einem festen Punkt im Raum zu vergleichen :)
Für TaLa's würde ich mir eine Ulbricht-Kugel wünschen - vielleicht kommt ja irgenwann mal eine im zweistelligen Bereich auf Kickstarter oder indiegogo :)
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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Hm, also so richtig schlau geworden bin ich bisher noch nicht, wie man das Luxmeter irgendwie 'richtig' benutzt.

Ich benutze es laienhaft, um eine Vorstellung zu bekommen, wie die Helligkeit einer Tala im Zeitverlauf nachlässt. Dabei gehe ich recht simpel vor:
stelle die Tala in den Tailstand
z.B. 1m Abstand zur weissen Decke
Luxmeter neben die Tala mit 'Blick nach oben'
Lese die Werte ab, z.B. 100 am Anfang, 70 nach einiger Zeit
Aus der 100 vs. 70 ziehe ich meine Schlüsse lediglich dahingehend, dass die Helligkeit (nicht Lumen) um 30 abgenommen hat...
ob man dies nun mit 30% gleichsetzen kann, könnte ich gar nicht sagen

Soweit, so gut... für meine Grobabschätzung könnte so eine Methode Sinn machen. In meinem Falle finden halt Zufallsparameter statt (z.B Abstand zur Decke)...

Was ich oben aber mit 'richtig' meinte, ist die für mich offene Frage, ob es für das, was ich hier hemdsärmelig mache, einen Standard gibt... also z.B. den Abstand zur Decke... und wenn es einen Standard gibt, kann man dann aus den Messwerten was anderes ableiten, ausser 'Bauchgefühl in Zahlen'?
 

Dagor

Moderator & Erschaffer der TL-Smileys
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14 Mai 2011
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Was ich oben aber mit 'richtig' meinte, ist die für mich offene Frage, ob es für das, was ich hier hemdsärmelig mache, einen Standard gibt... also z.B. den Abstand zur Decke... und wenn es einen Standard gibt, kann man dann aus den Messwerten was anderes ableiten, ausser 'Bauchgefühl in Zahlen'?
Nö, dafür gibt's keinen Standard. Zur Messung absoluter Werte sind solche Ceiling-Bounce Messungen auch nicht geeignet.
Aber für relative Messungen ("wie die Helligkeit einer Tala im Zeitverlauf nachlässt") sind sie gut geeignet. Dabei musst du nur aufpassen, dass sonst keine nennenswerten Lichtquellen vorhanden sind und dass sich am Aufbau während der Messreihe nichts ändert.

Lese die Werte ab, z.B. 100 am Anfang, 70 nach einiger Zeit
Aus der 100 vs. 70 ziehe ich meine Schlüsse lediglich dahingehend, dass die Helligkeit (nicht Lumen) um 30 abgenommen hat...
ob man dies nun mit 30% gleichsetzen kann, könnte ich gar nicht sagen
70% vom Messwert = 70% der Beleuchtungsstärke = 70% vom Lichtstrom (wenn sich sonst nichts geändert hat)
 
  • Danke
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kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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OK, dann habe ich mich ja bisher, ohne es zu wissen, einigermassen richtig durchgewurschtelt...
 

habichtfreak

Flashaholic*
30 Dezember 2013
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Wenn du das Luxmeter hast, brauchst du einen definierten Raum. Manche benutzen das Bad, andere eine Kiste/Karton. Dann brauchst du noch eine Lichtquelle mit bekannten Lumenwerten. Jetzt misst du so viele Helligkeitsstufen wie möglich und notierst die Lux. Dann machst du aus den Wertepaaren ein Diagramm (excel) und lässt dann die Funktion bestimmen mithilfe der Trendlinienfunktion. Logarithmisch oder polynomisch bietet sich an. Darauf achten, dass R (Bestimmtheitsmaß) so nah wie möglich an 1 liegt. mit der gewonnenen Formel kannst du jetzt zu jedem Luxwert den Lumenwert berechnen, auch außerhalb des Bereiches den du validiert hast. Allerdings müssen die Werte die außerhalb liegen nicht der Realität entsprechen. 70% Lux = 70% Lumen ist immer falsch, denn Lumen zu Lux ist nicht proportional.

Das ist meine Formel:
y=0,000001*x^2 + 0,1264*x - 0,115

Wenn ich 10.000 Lux messe, ergeben sich 1363 Lumen
Wenn ich 1.000 Lux messe, ergeben sich 127 Lumen
 

sergiozh

Flashaholic
24 August 2019
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70% Lux = 70% Lumen ist immer falsch, denn Lumen zu Lux ist nicht proportional.

Das ist meine Formel:
y=0,000001*x^2 + 0,1264*x - 0,115

Wenn ich 10.000 Lux messe, ergeben sich 1363 Lumen
Wenn ich 1.000 Lux messe, ergeben sich 127 Lumen
Deine formel ist allgemein gültig oder gilt nur für 'deine' taschenlampe ?

bei welcher abstand misst du die lux von der lichtquelle ?
 

Flummi

Moderator
Teammitglied
26 Oktober 2015
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Nähe Hannover
70% Lux = 70% Lumen ist immer falsch, denn Lumen zu Lux ist nicht proportional.

Das ist meine Formel:
y=0,000001*x^2 + 0,1264*x - 0,115
Hmm, wenn mir nicht gerade jemand auf der Leitung steht...
Ich denke Deine Aussage ist falsch. Zumindest physikalisch.
Eigentlich müsste Lux zu Lumen proportional sein.

Wenn man Deine Formel anschaut, müsste der Offset "-0,115" eine ständige Hintergrundbeleuchtung im Raum kompensieren, sonst ergibt der keinen Sinn.
"0,1264" ist der Proportionalitätsfaktor, der u.A. durch die Räumlichkeiten bestimmt wird.

Die "0,000001" sind (mir) physikalisch nicht erklärlich. Wenn die Angaben zur Referenzlampe aber nicht sooo präzise waren, kann es gut sein, dass ein Curve-Fit mit einem quadratischen Anteil eine bessere Näherung findet...

Oder anders:
- Lumen ist die insgesamt ausgestrahlte Lichtmenge
- Lux ist die Helligkeit (Beleuchtungsstärke) bezogen auf die Fläche. 1 lx = 1 lm / m^2

Nun nimmt die Beleuchtungsstärke natürlich mit der beleuchteten Fläche quadratisch ab. Gehen wir davon aus, dass Du immer im selben unveränderten Raum misst, ändert sich nicht die beleuchtete Fläche und somit sind Lux proportional zu Lumen!
 

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
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Raffnixhausen
Danke Flummi, ich hab' schon an meinem Verständnis gezweifelt.
Deine formel ist allgemein gültig oder gilt nur für 'deine' taschenlampe ?
Für sein Bad, seine Referenz- und seine Testlampe. Das muss so sein. Und der Fehler liegt immer darin, dass in den Räumen der absorbierte Teil stark winkelabhängig ist. Das ist in einer Kugel in sehr viel geringerem Ausmaß der Fall, wenn Lichtaustritt und Sensor rechtwinklig aufeinander stehen. Da sollte dann die Absorbtion aus jeder Richtung (fast) gleich sein.

Das war jetzt hofftlich kein Blödsinn. Aber bestimmt kommentieren noch weitere Lumenmesser und Physiker die Angelegenheit.
 

Flummi

Moderator
Teammitglied
26 Oktober 2015
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Nähe Hannover
Das ist so schon richtig :).

Das Problem bei Ceiling-Bounce-Messungen ist halt immer, dass ein (Wohn-)Raum nicht überall gleich reflektiert. Dann hängt da mal ein weißes, mal ein schwarzes Handtuch am Haken. Auch werden Fluter anders gemessen als Thrower, weil der Fluter noch die Seitenwände beleuchtet, der Thrower nur die Decke usw.

Um so beachtlicher ist dann die Genauigkeit der Messungen, die manche User mit Ceiling-Bounce-Messungen erzielen. (Viel) besser als schätzen ist das allemal :).