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Lupine SL AX StVZO - Passaround-Feedbacks und sonstige Erfahrungsberichte

amaretto

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12 August 2010
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Trustfire Taschenlampen Hypnose Hannover
Hier meine Eindrücke zur Lupine SL AX, die uns der Hersteller freundlicherweise für den Testpassaround ausgeliehen hat.
Danke an @Bar Centrale für die Organisation des Passarounds und für die Teilnahmemöglichkeit!

Die SL AX ist eine für den deutschen Straßenverkehr zugelassene Fahrradleuchte mit einer Maximalleistung von enormen 2200 Lumen zum Preis von 525,41 €.
Es sind 2 unterschiedlich helle Abblendlichtstufen sowie Fernlicht und Tagfahrlicht verfügbar. Die Maximalleistung wird bei eingeschaltetem Fernlicht erreicht.
Für längere Radtouren lässt sich alternativ ein Eco-Modus mit in der Leistung reduzierten Helligkeitsstufen einstellen.



Das Lampenset besteht im Lupine-Shop aus
- SL AX Lampenkopf
- 10.0 Ah SmartCore Akku (Li-Io-Akkupack), wahlweise auch 6.9 Ah
- Ladegerät "Wiesel"
- Bluetooth-Fernbedienung
- Peppi Fernbedienungshalter
- 31.8 mm Schnellspanner
- 2 unterschiedlich lange Klettbänder zur Montage des Akkus am Rahmen
- Imbusschlüssel
- Lupine-Aufkleber

Zusätzlich liegt dem Testpaket für andere Lenkerdurchmesser ein weiterer 35 mm Schnellspanner (31,19 €) und eine Umfangvergrößerung für 25.4 mm Lenker bei (6,33 €).


Der Lampenkopf ist aus Alu gefräst und haltbar mit einer rauen Anodisierung versehen. Die Scheinwerferscheibe ist aus Kunststoff.


Der Reflektor ist in diverse Segmente aufgeteilt, um die von Lupine gewünschte Abstrahlcharakteristik zu erreichen. Ziel ist ein StVO-konformes Leuchtbild mit einer definierten Hell-Dunkel-Grenze. Seitlich neben dem Reflektor befinden sich die Tagfahrlicht-LEDs.


Auf der Oberseite des Reflektors sind LEDs eingelassen, die für 2 Abblendlicht- und eine Fernlichtstufe unterschiedlich angesteuert werden.


Die 6er-Reihe LEDs werden in unterschiedlicher Intensität für das Abblendlicht geschaltet, die 3 vorderen LEDs (im Bild oberhalb der 6er-Reihe) werden für das Fernlicht zugeschaltet. Ich finde es bemerkenswert, dass sich der geringe räumliche Abstand der 3 Fernlicht-LEDs so effektiv auf den Lichtkegel auswirkt.


Die von mir ermittelten Maße und Gewichte:
- Lampenkopf 162 g, 85 * 48 * 46 mm (B * H * T)
- 10.0 Ah Akku 348 g, 155 * 53 * 34 mm (L * B * T)
- Schnellspanner 22 g
- Bluetooth-Fernbedienung 10 g, 32.5 * 26.5 * 10.7 mm (B * H * T)
- Peppi-Halterung 4 g

Größenvergleich des 10.0 Ah SL AX-Akkus mit dem 6.9 Ah Akku. Der sehr lange 10.0 Ah-Akku hätte an der versenkbaren Sattelstütze meines Rades nicht gepasst, die Rücklichtfunktion wäre daher nicht nutzbar. Da keine Kabelverlängerung im Passaround-Paket dabei war, kann man den Akku ohnehin nur in der Nähe des Lenkers positionieren. Apropos Verbinden des Akkus mit der Lampe: Lupine setzt bei seinen Lampenmodellen auf stramme Steckverbinder. Diese sind, wenn sie trocken sind, manchmal nur schwer voneinander zu trennen. Ich würde mir mit einem Hauch Silikonspray (mit dem Finger aufgetragen) behelfen oder eine Schraubverbindung bevorzugen.


Hier die Montage am Lenker neben einer SL AF. Für Testzwecke musste die außermittige Montage genügen, da ich nicht mein eigenes sorgfältig ausgerichtetes Lampenset demontieren wollte. Die beiden hellen Punkte auf der Rückseite der SL AX sind deren Lichtsensoren. Sie bewirken, dass das tagsüber leuchtende diffuse Tagfahrlicht und bei Dunkelheit automatisch auf Abblendlicht umschaltet. Die Fernlichtfunktion ist nur bei Dunkelheit verfügbar.


Hier nochmal von vorn. Wer sich wundert, was der hässliche Bügel über der SL AF soll:
Der ist meine Methode, einen Schwachpunkt der Lupine-Schnellspann-Montage zu beheben. Er liegt unmittelbar auf dem Lampenkopf auf und verhindert, dass die SL AF bei jedem Einschalten (Knopf ist unter dem Lampenkopf) nach oben verdreht wird. Nicht schön aber wirkt.


Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, der sich bei Lupine-Lampenköpfen an der Montage stört. Schon optisch sieht die Montage der Lupine-Lampen an nur 1 Schnellspanner fragil aus, auch wenn in der Realität tatsächlich nichts wackelt. Doch bei der SL AX würde ich empfehlen, auf beiden Seiten des Lampenkopfs einen Schnellspanner zu montieren. Dies ist - (leider) anders als an der SL AF - auf beiden Seiten möglich.

Mein dringender Wunsch an Lupine wäre, eine Rasterung anzubringen, dass sich der Lampenkopf nicht mehr vertikal verdrehen kann. So wie die Lupine gebaut ist, ist sowohl die Auflagefläche am Schnellspanner als auch am Lampenkopf glatt und ohne Rasterung. Bei dem recht kurzen Gewinde mit wenigen Gängen, das in das Alu des Kopfes geschnitten ist und der kurzen Befestigungsschraube des Schnellspanners traut man sich nicht, die Sache zu fest anzuziehen. Eine sternförmige Fräsung am Lampenkopf (auf dem Foto in rot angedeutet) mit entsprechendem Gegenstück am Schnellspanner würde verhindern, dass sich der mühsam ausgerichtete Lampenkopf immer wieder verstellt.


Bedienung
Ich verzichte auf Details, nur soviel zu erwähnen, dass ich die Bedienung bzw. die Programmiermöglichkeit für eine Lupine-Lampe angenehm übersichtlich und einfach empfinde. In der Werkseinstellung schaltet man über den kleinen Knopf der Fernbedienung die Lampe ein und 2 Stufen des Abblendlichts, der große Taster ist mit kurzem Klick für das Fernlicht und mit gedrückt halten zum Ausschalten der SL AX. Weitere Features können gern die nachfolgenden Testkollegen berichten.

Leistungsmessungen (ohne Eco-Modus)
(mit Hobbyequipment, daher ohne jede Gewähr)
- Reichweite: 19.000 Lux Abblendlicht, 35.000 Lux Fernlicht
- Lichtleistung: 868 + 1.060 lm Abblendlichtstufen, 1.920 lm Fernlicht/Abblendlicht zusammen

Kommen wir zum Interessanten, der Ausleuchtung. Wäre die SL AX eine Taschenlampe würde ich sagen, grausig.
Taschenlampen sind hier aber nicht relevant, das Ding soll allein eine effektive Ausleuchtung der Fahrbahnoberfläche und der unmittelbaren Umgebung schaffen. Deshalb zählt hier nicht, wie seltsam das auf einer weißen Wand aussieht sondern das Ergebnis auf Straße, Feld- und Waldweg.

Was man auf den Fotos nicht sehen kann, versuche ich zu beschreiben. Wir erkennen weiter oberhalb des Lichtkegels einige Artefakte. Diese sind lediglich verschenkte Leistung, entgegenkommende Verkehrsteilnehmer werden jedoch nicht geblendet, weil die Artefakte steil nach oben abgestrahlt werden.

Das Zentrum des Lichtkegels besteht in einem platten Dreckeck höchster Lichtintensität. Dieser helle Kern muss sorgfältig und blendfrei ausgerichtet werden, um Entgegenkommende nicht zu blenden. Lupine gibt in der Anleitung vor, dass der Kegel mindestens so nach unten geneigt sein muss, dass seine Mitte in 5 m Entfernung vor dem Scheinwerfer nur noch halb so hoch liegt wie auf der Höhe des anmontierten Lampenkopfes. Ganz ehrlich, ich habe später entgegen dieser Empfehlung den Scheinwerfer mit einer geringeren Neigung bevorzugt, da die Reichweite sonst zu kurz war. Eine Blendung konnte ich so immer noch nicht feststellen.


Unter dem hellen Dreieck (für weite Ausleuchtung) sehen wir einen hellen Kegelstumpf, der die Fläche geradeaus vor dem Rad erhellt.
Weiter außen sorgen die "Flügel" für etwas Ausleuchtung in die Breite. Insgesamt macht die SL AX schon sehr viel Licht, es besteht in der Homogenität aber sehr wohl noch Verbesserungspotential. Sehr gut hat mir die Ausleuchtung ganz nah vor dem Rad gefallen. Die oben im Reflektor angebrachten LEDs leuchten ohne Umweg direkt und ohne jede Blendung das Umfeld aus. Die Lichtfarbe ist Lupine-typisch eher kalt aber nicht unangenehm, denn störende Farbstiche sind nicht auszumachen.


Das Tagfahrlicht ist ebenfalls sehr hell und durch die diffuse Frontscheibe auch gleichmäßig.


Hier noch ein Vergleich zwischen der SL AF und der SL AX. Man muss beachten, dass der AX im Fernlicht annähernd die doppelte Leistung zur Verfügung steht (AX 2.200 Lumen zu AF mit 1.300 Lumen).






animierte Fotos:













Kurzfazit:
pro
+ sehr hohe Lichtleistung
+ hervorragende Qualität und wertige Anmutung
+ praxisgerechte Ausleuchtungscharakteristik
+ fernbedienbar
+ Abblendlicht und Fernlicht umschaltbar
+ Programmierbarkeit/Anpassung
+ verschiedene Akkukapazitäten wählbar

contra
- hoher Preis
- keine feste Montage mittels Schnellspanner (verdreht sich)
- etwas ungleichmäßiger Lichtkegel
- Peppi-Halterung für die Fernbedienung ist nur für kleine Lenkerdurchmesser passend

Wunschliste
o Frontscheibe aus kratzbeständigerem Glas
o fest arretierte Halterung/Rasterung
o homogenerer Leuchtkegel
o kleinere Bauform

Ich war sehr gespannt auf die SL AX, insbesondere im Vergleich zu meiner SL AF. Das Testfahren auf unbefestigten Wegen hat zwar Spaß gemacht, weil die Helligkeit durchaus ausreicht. Allerdings hatte ich nicht das Wow-Gefühl, das man bei der SL AF hat. Die SL AF hat eine schärfer abgegrenzte Lichtgrenze, eine seitlich breitere Abstrahlung und den gleichmäßigeren "Lichtteppich". Bei flotterer Fahrweise in unwegsamen Gelände fühlt man sich bei beiden Lampen erst mit dem Fernlicht so richtig wohl. Würde ich die SL AF gegen die AX tauschen? Leider nein, aber das ist rein subjektiv und eine Geschmacksfrage. So richtig Gaudi hatte es gemacht, als ich SL AX und AF gemeinsam verwendet habe, sie ergänzten sich gut.
 
Zuletzt bearbeitet:

ayoto

Flashaholic
12 Januar 2020
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Frankfurt
Lupine ist ja damit von einer Linse zu einem Reflektor übergegangen, wie bei meiner Supernova M99. Ich glaube zu meinen, dass dies etwas effektiver ist, weniger Verlust.

Wie du es beschreibst fällt dadurch allerdings die typische breite Ausleuchtung weg, die vor allem im Gelände von Vorteil ist. Das mit dem niedrigeren Fernlicht würde ich persönlich als Vorteil bezeichnen. Mehr Licht wo man es braucht.

Für einen besseren Eindruck, hast du einen Beamshot vom Abblendlicht? Ich hätte zum Vergleich einen von der Supernova M99 mini E-45:

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Wie man im Vergleich sieht, hat die Supernova vor dem Rad nicht allzu viel, gefällt mir so, das habe ich schon zuvor gesehen. Sie seitliche Ausleuchtung könnte allerdings nach meinem Geschmack etwas breiter sein.
 

amaretto

Moderator
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12 August 2010
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Acebeam
Fotos draußen könnte ich morgen Abend machen, dann könnte ich die Lampe allerdings erst übermorgen weiterschicken. Vielleicht hat noch ein anderer Teilnehmer eine SL A(F) zum vergleichen
 

polyphrast

Flashaholic
16 September 2019
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Südlich des Weißwurstäquators

amaretto

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12 August 2010
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Ich habe noch einen Beamshotvergleich SL AX mit SL AF ergänzt. Die AX hat einen Leistungsvorteil beim Fernlicht (2200 zu 1300 lm), da sie für das Fernlicht ergänzende LEDs zuschaltet. Es hat nach den Fotos den Anschein, dass das Fernlicht der AX im Wald insofern doch vorteilhafter sein könnte, da das diffus nach oben abgestrahlte Licht bzw. die auf dem White-Wall-Shot zu sehenden Artefakte herabhängende Äste besser erkennen lassen als bei der AF. Die AF hat fast 1000 Lumen weniger, verteilt sie aber durch die Eingrenzung auf einen definierten Kegel sehr effizient.
 

polyphrast

Flashaholic
16 September 2019
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Südlich des Weißwurstäquators
Ich habe noch einen Beamshotvergleich SL AX mit SL AF ergänzt.
Vielen Dank für die Bilder!

Den Peppi Halter gibt es in 2 Größen
bzw. man kann den kleineren Halter auch mit einem Ersatzgummi vom Rotlicht (3€) problemlos an größeren Lenkern einsetzen (ist ja vermutlich eher ein Problem bei Lenkerband am Renner, die MTB lenker dürften doch bei den Griffen eher dünn sein, oder?). Aber es dürfte da im Shop durchaus gerne die Option geben, dass man den entsprechenden Peppi bei der Lampe auswählen kann.
 

LightintheNight

Flashaholic**
30 Juli 2017
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Berlin
Danke für das tolle Review und die aussagekräftigen Bilder ! ich möchte aus meiner Sicht als PA-Teilnehmer gerne auch meine Eindrücke beitragen ...

Ich war sehr gespannt, was Lupine da nun im Angebot hat und da es wegen StVZO-Tauglichkeit und ordentlichen 2.200lm nach eierlegender Wollmilchsau klang, wollte ich an diesem PA teilnehmen. Da ich kein Ingenieur oder Statistiker bin, geb ich mal einfach mein Statement aus praktischer Verbrauchersicht ab.

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Ein bissl was zum Probieren und zum Vergleich

Also gestern MTB entstaubt und aus dem Keller befreit, verschiedene Lampis der letzten Bike-Einsätze rausgewühlt und mit nem Lichterbaum am Lenker auf den Weg gemacht ...

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Der Testkandidat deshalb leicht versetzt, damit später statt der Ixon noch die großen Kaliber a la MS06w und D18 daneben passen ;-)


Allgemeines :

- Die Qualitätsanmutung ist für mein Empfinden Lupineüblich klasse, stabiler Alukörper, Teile verschraubt, feste Steckverbindungen usw., verglichen zu meinen älteren Wilma, Piko und Co. aus meiner Sicht OHNE die heut ja leider sonst übliche Qualitätsoptimierung (-verschlechterung)

- Die Bedienung ist verständlich und funktioniert im Betrieb auch recht intuitiv. Verschiedene Abstufungen schaffen Flexibilität und sind über den Peppi gut erreichbar. Das Fernlicht schafft wirklich nochmal ein deutliches Plus an Reichweite und Helligkeit.

- Sie macht eine ordentliche Menge Licht und hält diese auch über eine brauchbare Zeit, was ggf. über den Akku sogar noch erweiterbar wäre. Ich war mit meinem älteren 6,6Ah-Akku insges. 2 Std. unterwegs, davon rund ne halbe Stunde mit Fernlicht. Kurz vor zu Hause schaltete sie automatisch das Fernlicht runter und der Akku war auf 40%. Sehr nachhaltig find ich hier auch die Kompatibilität zu den „alten“ Teilen wie zB bei mir bereits vorhandenen Lupine-Akkus und Ladegeräten

- Der Halter selbst funktioniert wider meiner Erwartungen echt gut und hält mit dem Reduzierkit auch bombenfest am schlanken Lenker. Jedoch muss eine sehr korrekte Ausrichtung erfolgen, da aufgrund des Lichtbildes auch kleine Winkel-Abweichungen schon eine Veränderung der Ausleuchtung bewirken. Eine Mögl. zur Winkelanpassung für leicht gebogene Lenker hab ich nicht gefunden.

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Abblendlicht

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Abblend- und Fernlicht


StVZO-Bereich:

- die Lampe steckt meine ältere BuM Ixon Core locker in die Tasche und macht im Verkehrsbereich ein ausreichend helles Licht
- das Fernlicht schafft nochmal eine deutlich hellere Ausleuchtung, insbesondere im weiter entfernten Bereich, so dass wirklich gut zu sehen ist, was auf einen zukommt ...
- so wie vorgesehen blendet sie den Gegenverkehr wirklich kaum, sehr zur Freude von entgegenkommenden Passanten
- wesentliches Manko ist für mich hier das gemusterte Lichtbild, das keine gleichmäßige Ausleuchtung leistet. Es sind helle und dunkle Bereiche im Abblendlicht und zwischen Abblend- und Fernlicht zu sehen. Bei glattem Belag und ruhigem Fahren kann man sich daran gewöhnen und die sonst gute Ausleuchtung genießen, im Wiegetritt aufm Fully oder bei unebenem Kopfsteinpflaster find ich es nervig.


Geländebereich :

- von der Helligkeit spielt sie grob gefühlt im Bereich der Wilma mit und ist heller als die BC30R aber logischerweise deutlich dunkler als MS06W und D18
- hier gefällt mir aber das Lichtbild der Wilma und der BC30R deutlich besser, da sie eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung liefern. Die MS06W ist mir dabei aber zu flutig. Die D18 mit den SST20 in 4000k HighCri macht für mich das schönste und rundeste Bild, leider vibriert sie im Gelände etwas in dem Halter (da muss ich ggf. noch nen bissl an der Lenkeraufnahme optimieren)
- im Gelände fällt das sequentielle und gemusterte Lichtbild deutlich stärker auf und stört mich erheblich. Da haben mE die o.g. „Klassischen“ Lichtbilder einen deutlichen Vorteil und wirken viel ruhiger und homogener

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Abblendlicht

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Abblendlicht und Fernlicht

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BC30R auf höchster Stufe

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Wilma auf höchster Stufe

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MS06W High, einfach nur Lichtwand

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D18 SST20 4000k High

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Und Tschüss ...


Fazit:

Lupine ist hier mE mit der SL-AX innovativ unterwegs und der idealen Lampe für viele Zwecke, insbes. der Verkehrstauglichkeit, deutlich näher gekommen. Für mich ist sie aber noch zu weit entfernt von der eierlegenden Wollmilchsau, als dass es bei mir den unbändigen Haben-Wollen-Reiz auslöst. Wer aber mit den o.g. Nachteilen leben kann, für den ist sie sicher ein toller und vor allem langlebiger und nachhaltiger Begleiter. Über den Preis darf man dabei wie bei zB bei Porsche halt nicht nachdenken müssen...

Sorry für die Bildqualität, ist leider manchmal etwas defokussiert oder unscharf, aber das Wesentliche wird hoffentlich deutlich. Danke für die Mgl. der Teilnahme am PA und die damit verbundene Orga !

LG LitN
 
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djmykemyers

Flashaholic**
10 November 2010
2.330
2.799
113
Ennepetal
www.atmosfaer.de
Hallo,

So, hier kommen meine Eindrücke nach dem testen der SL ax . Auch wenn mir LightintheNight quasi schon alles vorweggenommen hat, was ich genau so sehe, versuche ich es mit meinen Worten ebenfalls so wiederzugeben.

Ausserdem möchte ich mich zuerst noch bei Lupine und BarCentrale fürs ermöglichen/organisieren bedanken !

Disclaimer:
Dies ist ein Feedback mit persönlichen subjektiven Eindrücken, KEIN wissenschaftliches, oder mit Messwerten fundiertes, Review! Auch entsprechen die gezeigten Bilder/Videos KEINER amtlichen Norm. Sie dienen nur dem optischen Vergleich der einzelnen Lampen untereinander. Die Lampe wurde an einem NICHT für den Strassenverkehr optimierten Fahrrad betrieben.
Ich habe die Lampe im Originalzustand wie bei Lieferung ( ich hoffe sie war noch auf Werkseinstellungen ) betrieben und nichts umprogrammiert.
Wem das zu schwammig oder subjektiv ist, bitte zum nächsten POST weiterscrollen.

Ich habe genau wie Lightinthenight ein wenig gehofft das diese Lampe für MICH "DIE" eierlegene Wollmilchsau ist. Ist sie aber nicht um das schon mal vorweg zu nehmen.

Positiv :

Die Lupine macht haptisch wie optisch einen erwarteten guten Eindruck. Auch der bereits anderswo bemängelte Halter viel MIR nicht negativ auf, ich habe den gleichen an meiner ALPHA, und auch da ist selbst bei harten "Trail-Ritten" bisher nix verrutscht / lediglich die fehlende Mittelpunk-verstellung, wie an der ALPHA, könnte dem einen oder anderen Probleme bereiten). Den mitgelieferten "Peppi" hab ich nicht benutzt, da ich schon einen ( von der ALPHA ) an meinem Bike Habe, und an meinem 38er Lenker passt dieser hervorragend.

Der Akku scheint gut dimensioniert zu sein,, ich habe eine 2 stündige Ausfahrt gemacht bei Dämmerung, und der Akku war trotz 3 Grad Außentemperatur noch zu 70 % geladen. auch die Abmessungen ( lang und Flach ) erlauben eine vielfältige Montage am Bike.

Die Fernbedienung lässt sich ( auch mässig mit Handschuhen ) recht gut bedienen, zumal man in der Regel ja eh nur den Erhöhten und grösseren Fernlichtschalter braucht. Auch das der Schalter bei eingeschaltetem Fernlicht blau schimmert ist ein angenehmes Gimmik !

Positiv mit Einschränkung :

Die Lichtsensoren und der Bewegungssensor , sind eine feine Sache aber in meinen Augen noch nicht ausgereift. Bei den Lichtsensoren finde ich das subjektiv empfundene Ansprechverhalten nicht nachvollziehbar. Bei einsetzender Dämmerung hat es lange gedauert bis die Sensoren auf Abblendlicht umgeschaltet haben ( ja, ich hätte den schwellwert runtersetzten können, aber bei gleichem schwellwert reagierte die Lampe trotzdem auf einige poplige Strassenlaternen und liess mich quasi im dunkeln weiterfahren ) . In den Tunneln ( siehe Video ) klappte das umschalten dafür sehr gut !!
der Bewegungssensor war so eine Sache, an einer Ampel stand ich etwas länger, also schaltete dieser die Lampe aus, als ich allerdings wieder weiterfahren konnte passierte nix mehr. Nach 10 - 20 Meter Fahrt habe ich die Lampe dann manuell wieder eingeschaltet.

jetzt kommen wir schon zu dem Punkt der mir gezeigt hat das die Lampe nix für MICH ist .

Der Lichtkegel der Lampe gefällt mir ausgesprochen gut, genau wie das Fernlicht, man hat wirklich effektiv mehr Sicht und Reichweite ! ABER .... dadurch das der Lichtkegel so scharf ( und ja, auch nach unten in gewissem masse ) "abgeschnitten" ist , ist die Lampe an einem gefederten MTB, wie bei mir, nicht wirklich zu gebrauchen. Der Lichtkegel wandert ständig auf und ab , besonders bei Bergabfahrten, wenn man immer wieder mal bremst. und es ist auch egal ob Abblendlicht oder Fernlicht. Auf gerader geteerter Strasse mit gesperrter Gabel, war der Beam ein Träumchen ! Kein einziges mir entgegen kommendes Auto hat aufgeblinkt, obwohl ich stellenweise "gedacht" habe das so viel Licht doch eigentlich etwas blenden muss.

Neutral/Negativ :

warum zum Geier hat die Lampe keinen Hardware Schalter ?! nur mal so gedacht, wenn die Batterie in der FB leer ist, kann ich die Lampe nur über an/abklemmen des Akkus bedienen ?!

Das Front(Plastik)glas der Haupt-Leucht-Einheit scheint mir sehr filigran und empfindlich zu sein.

Nur Kaltweiß .

Wenn schon Helligkeitssensoren, warum dann nur hinten ? vorne zum abblenden des Fernlichts ( wie beim Auto ) wäre doch dann bestimmt auch realisierbar ( aber bitte dann programmierbar/abschaltbar )

keine Mittelpunkt-/vertikale Neigungs-Verstellung für den Halter.

Das Klettband für den Akku wird vermutlich ( genau wie bei dem meiner ALPHA, hier habe ich in 2 Jahren schon 3 Bänder durch ) schnell seine Gummierung verlieren, da er der gleiche zu sein scheint.

Beamshots

Nebeneinander auf Ständer montierte Lampen ( von L nach R ): BuM Ixon Core, Lupine ALPHA, Lupine SLAX, Lupine Piko

Kamera : Nikon Z6II, Farbraum RGB, 20 mm FestBrennweite

Alle Lampen auf Max.

Iso 100
Blende 2
Belicht. 3 sec.
Temp. 4500 K

Location: 745 Meter langer alter Eisenbahntunnel.
DSC_1496.jpg

( die Kaum sichtbaren Reflektoren in der MIttelachse stehen einmal bei ca.10 meter und einmal bei ca.30 Meter )
reflektoren.jpg


BuM Ixon Core
DSC_1469.jpg

Lupine ALPHA
DSC_1470.jpg

Lupine SLAX Abblendlicht
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Lupine SLAX Fernlicht
DSC_1472.jpg

Lupine Piko
DSC_1473.jpg


Location : Tunnelportal Richtung Aussen


BuM
Ixon Core
DSC_1503.jpg

Lupine ALPHA
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Lupine SLAX Abblendlicht
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Lupine SLAX Fernlicht
DSC_1506.jpg

Lupine Piko
DSC_1507.jpg

Fazit :


Ich hatte gehofft das diese Lampe evtl. "DIE" ultimative Lampe für mich sein kann. Ich fahre 80 % Trail und Wald mit einem Fully. ich fahre, gerade jetzt zur dunklen Jahreszeit, immer in der Kombi : ALPHA am Fahrrad und Piko am Helm. Warum ?! Ganz einfach die ALPHA macht im/auf Trail/Waldweg/Wiese ausreichend Licht.... auch schon in kleineren Stufen. Wenn ich aber mal eine Strasse queren muss, oder Wanderer bzw. Hundemuggel im WALD/Wiese meinen Weg kreuzen, blende ich die ALPHA auf Tagfahrlicht herunter und nutze dann das Licht der Helmlampe, welche ich dann nach unten geneigt nutze, und somit keinen Blende. Das ist natürlich eher ein Workaround als eine Lösung, und StVo konform isses auch immer noch nicht. Hier am A der Welt auf´m platten Land geht das aber ausreichen gut.

Wenn ich jetzt aber mit dem Bike zur Arbeit fahre, oder andere "nicht Spass im Wald" Fahrten mache, brauche ich ja nicht zwingend so ein Brachiales Licht wie das der Alpha. Nichtsdestotrotz sind auf allen meinen Fahrten immer Offroad abschnitte dabei, und da kann die SLAX für MEINEN GESCHMACK nicht liefern. Vor allem der dann ständig schwankende Lichtkegel macht mich Kirre. Ich müsste dann wieder meine Helmlampe zur Unterstützung dazuschalten, aber dann hätte ich ja nicht wirklich was gewonnen. ich hatte gehofft, auch wegen der Lichtsensoren etc. das ich dann auf solchen Fahrten gar nix schalten muss, ausser ab und zu mal das Fernlicht ein.

Für alle Strassen-Reiter mit liebe zu Qualität und der Bereitschaft diese auch angemessen zu bezahlen, gibt es von mir eine absolute Kaufempfehlung !!

Für alle die auf bewegte Bilder stehen, gibt es hier noch einen 6 Minütigen zusammenschnitt meiner Ausfahrt :


Gruß Marc
 
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taenzerwalze

Flashaholic**
7 März 2017
1.036
1.028
113
Ich durfte das Fahrradwölfchen ebenfalls testen und möchte meine persönliche Meinung kundtun.

Ich bin kein wirklich ambitionierter Fahrradfahrer. Ich habe noch ein altes Mountainbike und wenn ich mal Lust habe, drehe ich eine Runde. Daher habe ich auch keine besondere Beleuchtung am Fahrrad. Meine bisherige Standardkombi ist die Zebralight SC600w MK III am Lenker in Kombination mit der Armytek Wizard Pro V3 in WW am Helm. Im Straßenverkehr ist das natürlich nicht zulässig. Da habe ich das Zebra soweit gedimmt, dass es ein Positionslicht ist und ich gut gesehen werde, aber niemanden blende. Aus diesem Grund war es für mich besonders interessant, eine hochwertige Fahrradbeleuchtung zu testen, die nicht nur den Wert meines Drahtesels übersteigt, sondern bei ordentlicher Lichtausbeute auch noch straßenzugelassen ist.

Die Lampe kam bei mir ordentlich verpackt an und macht auf mich einen sehr wertigen Eindruck. Was mir aber sofort ins Auge gesprungen ist, waren kleine Mikrokratzer auf der Kunststoffscheibe.

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Man sieht sie zwar nur gegen das Licht, aber sie haben den ersten hochwertigen Eindruck etwas getrübt. Der Gedanke von Lupine ist sicher, die Lampe so robust wie möglich zu machen. Dennoch schade, dass trotz vorsichtiger Behandlung der Tester bereits erste Kratzer zu sehen sind. Genug gemeckert - im Beam machen sie sich nämlich nicht bemerkbar. Und die Scheibe ist geschraubt, also im Bedarfsfall auch auswechselbar - das finde ich gut.

Bei der Montage des kleinen Wölfchens habe ich mich ein Bisschen schwer getan. Man will natürlich nichts kaputt machen und ist dadurch vorsichtig. Eine Info hat mir aber gefehlt. Es geht um die Montage des Lenkerhalters am Lampenkopf. Das ist eigentlich selbsterklärend, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es korrekt gemacht habe. Man sieht im Bild den Lampenkopf zwei Dichtringe, den Halter und eine Schraube. Bei meinem ersten Versuch, habe ich nur einen Dichtring verwendet - und zwar zwischen Lampenkopf und Halterung. Die Lampe lies sich aber noch recht leicht verstellen, obwohl die Schraube fest war. Also habe ich noch den zweiten Dichtring auf der anderen Seite verwendet. Dann ging es. Die Lampe lies sich zwar noch verstellen, aber deutlich schwerer.
Vielleicht mögen jetzt manche über meine Schwerfälligkeit lachen, aber es hat mir tatsächlich Kopfzerbrechen bereitet. Manchmal hat man halt ein Brett vorm Kopf, welches durch einen kleinen Hinweis in der Anleitung hätte entfernt werden können.:pfeifen:

mountingsiks6.jpg


Nachdem die Lampe nun dran war habe ich mich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf den Drahtesel geschwungen. @djmykemyers hat freundlicherweise sein Stromverlängerungskabel zur Verfügung gestellt. Das war echt prima, denn damit konnte der Akku im Rucksack mitfahren und das Kabel reichte locker bis zum Lenker.

Nun ein paar Bilder von der nicht ganz so dunklen Dunkelheit - es war Vollmond.

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Mein Gesamteindruck ist bis auf die Minikritikpunkt sehr gut. Die Lampe macht tolles Licht, fühlt sich sehr wertig an und mit Lupine hat man auch einen guten Partner an der Seite, wenn es um Service und Ersatzteil geht. Das bezahlt man natürlich mit.

Mein Fazit für mich. Wer oft mit dem Fahrrad fährt und das auch noch auf der Straße, kann ernsthaft über diese Lampe nachdenken. Leute wie ich, die nur zu besonderen Anlässen radeln, würde ich aufgrund des (gerechtfertigten) Preises keine Lupine empfehlen. Da tut es sicherlich auch etwas Günstigeres.

Vielen Dank, dass ich an dem PA teilnehmen durfte.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:

polyphrast

Flashaholic
16 September 2019
212
157
43
Südlich des Weißwurstäquators
Nun kommt nach drei Ausritten auch mein Testbericht, vielleicht wird dieser bis morgen noch ergänzt, falls ich mich beim aktuellen Schmuddelwetter heute oder morgen abend noch zu einer Runde Fahren überwinden kann. Nachtrag: ich konnte mich noch zu einer Tour im Schmuddelwetter bei nassen Straßen und einem schönen kleinen S0 Trail an der Amper überwinden.

Ein paar Dinge vorneweg:
- Zuerst einmal vielen Dank an Lupine für das Bereitstellen der Lampe (auch wenn es Marketing ist ;)) und an @Bar Centrale für die Organisationsarbeit (und die Möglichkeit teilnehmen zu dürfen). Auch ein Dank an @djmykemyers fürs Bereitstellen des Verlängerungskabels
- Ich bin in keiner Weise mit der Firma Lupine verbandelt (außer als zahlender Kunde).
- Testbedingungen: Die Lampe wurde an einem komplett ungefederten Trekkingrad und an einem ungefederten Cyclocrosser (a.k.a. OldSchool Gravel Bike), allerdings mit gefedertem Vorbau, auf entsprechendem Terrain getestet: Straßen, Forststraßen, leichte Trails; bei meist nassen Bedingungen mit teils Schnee auf den Wegen. Die SL-AF war als Back-up und Vergleichslampe dabei.
- Ich verzichte weitestgehend auf Fotos, da hier @amaretto und @djmykemyers bereits ausgezeichnetes Material bereitstellen (und es neben dem guten Lupine Leuchtvergleich auch im Lupine Forum und bei Youtube schon einiges hilfreiches Bildmaterial gibt)
- die mitgelieferte Halterung der Fernbedienung habe ich links liegen gelassen, da ich bereits eine 22mm und eine 32mm Halterung von der SL AF habe. Meine 22 mm Halterung habe ich dann mit einem kurzen Gummi vom Rotlicht (kostet 3 €) an den gewickelten Rennlenker befestigt. Man kann inzwischen auch den langen Haltegummi der 32mm Version einzeln bei Lupine nachkaufen.
- ich lege bei Lichtern keinen übermäßig großen Wert auf Haptik und Aussehen der Komponenten, ich lege Wert auf ordentliches Lichtbild und gute Funktionalität.

Der Test startete unter ungünstigen Bedingungen, ich stand zwei Mal in Summe knapp 1,5h in einer Menschenschlange um das Paket von der Post abzuholen (weil die Packstation defekt war). Als ich die Lampe dann endlich mit Verzögerung hatte, war ich nach der ersten Ausfahrt am komplett ungefederten Trekkingrad fast dabei, die Lampe entnervt weiterzuschicken, der Grund war die Halterung. Ich habe eine SL-AF und dort schon Gewinde beschädigt (was allerdings kostenlos von Lupine behoben wurde), daher war ich beim Anziehen der Schraube vorsichtig. Offensichtlich zu vorsichtig, beim Fahren über ein paar hundert Meter hügelige Heide und weiteren 1000 m auf Forstwegen hatte sich die Schraube vom Halter fast soweit gelöst, dass die Lampe runterfiel. Also mit etwas mehr Kraft angezogen, trotzdem hat fast jeder Schlag (obwohl diese an den Händen nicht als sehr unangenehm empfunden wurden) die Lampe leicht nach vorne kippen lassen. Der Spaßfaktor war da eher gering.
Aber ich habe der Lampe dann am Crosser mit gefedertem Vorbau eine Chance gegeben und hatte dann doch noch viel Freude beim Testen, auch wenn die Halterung mich da nicht überzeugt hat.

Lichtbild
Wie schon von den bisherigen Testern beschrieben ist die Haptik und Verabeitungsqualität ausgezeichnet und wie von Lupine gewohnt. Was mir bei der Lampe ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat, war die enorme Reichweite im Fernlichtmodus. Dieser bietet einen echten Mehrwert hinsichtlich der Fernsicht, 150 m Sichtweite sind auch auf nassen Straßen überhaupt kein Problem, Reflexbaken kann man noch in mehr als 300 m ausmachen, selbst in der 18W Einstellung (Ecomodus). Das ist der große Unterschied zur SL-AF, die vor allem mehr Licht nach oben, aber nicht unbedingt mehr Reichweite im Fernlicht bietet. Die Höhe des Fernlichtkegels (in Relation zur Oberkante des Abblendlichts) ist bei der SL-AX niedriger als bei der SL-AF (ich denke da an @light-wolff 's Bedürfnisse im hügeligen Bodenseegebiet). Mir ist ein Fahrer mit einer Supernova M99 entgegengekommen (keine Ahnung ob Pro, Mini Pro 25 oder Mini Pro 45) da habe ich festgestellt, dass diese einen deutlich höheren Fernlichtbereich als die SL-AX hat. Leider konnte ich den Fahrer nicht zum Anhalten bewegen, sonst hätte ich mir das mal für ein paar Meter in Ruhe angeschaut. Wenn man also sehr hügelige Strecken fährt und auch gerne weiter als nur bis zur nächsten "Talsohle" sehen möchte, ist die SL AX mit ihrem engen Fernlicht nicht das ideale.

Was das Abblendlicht angeht, bin ich von der Homogenität des Lichtkegels der SL-AF verwöhnt, da kommt die AX nicht ganz heran, aber dennoch ergibt sich ein sehr stimmiges Lichtbild mit luxuriöser Ausleuchtung vor dem Rad (im Gegensatz zur SL-AF, die dort Linsenbedingt nicht so viel Breite bietet). In weiteren Kurven ist die SL-AF leicht im Vorteil, weil der Lichtkegel in der Mitte breiter ist, aber gerade bei engen 90° Kurven ist dagegen das Fahren mit der SL-AX ein Traum.
Auch sehr gut finde ich die Tatsache, dass der hellste Bereich des Fernlicht nahezu direkt an die Oberkante des Abblendlichts anschließt, damit kann die Lampe auch im Abblendlicht auf große Reichweiten eingestellt werden (50-70m), ohne dass das Fernlicht seinen Nutzen verliert (wie es leider ein bisschen bei der SL-AF der Fall ist)

Auf nassen Straßen mit dunklem Belag war die 14 W Abblendlichstufe echt hilfreich, ansonsten reicht die 8 W Stufe völlig. Einen wirklichen Unterschied zwischen den zwei Fernlichtstufen (18 vs 30 W) habe ich ebenfalls bei Nässe bemerkt. Bei Nässe gilt halt: es gibt nur eines was besser ist als Licht, und das ist mehr Licht. Bei Schnee ist der Ecomodus völlig ausreichend, ich fand die höheren Stufen dann schon störend.

Aber wo viel Licht, da auch Schatten
Lupine SL AX.jpg
Mir ist im Fernlicht aufgefallen, dass in der Mitte der Abblendlichtoberkante ein dunklerer Fleck ist (siehe grün eingekastelter Bereich im Wallshot; Das Bild wurde hinsichtlich ISO und Belichtungszeit so angepasst, dass man den grün markierten Helligkeitsabfall sieht, das Bild ist nicht zur realistischen Darstellung der Helligkeit oder Lichtfarbe gedacht.). Man sieht diesen Fleck auch im Fernlicht-Beamshot von @taenzerwalze. Ich habe ihn in beiden Fernlichtstufen (18 W bzw 30 W) bemerkt, wo das Abblendlicht ja gedimmt mitleuchtet. Allerdings ist er mir dann auch in beiden Abblendlichtstufen aufgefallen, wenn auch weniger stark, da in diesem Bereich aufgrund der höheren Leistung mehr mehr Licht ankommt. Ich hatte erst gedacht, dass das der dunklere Fleck durch Dreck auf der Frontscheibe hervorgerufen wurde.
Zur Fahrpraxis und der Frage wann das stört: Je mehr die Lampe auf Reichweite im Abblendlicht ausgerichtet ist, desto mehr stört es. Vor allem bei Ausrichtung des Abblendlichts auf Reichenweiten >30m fand ich im Fernlicht diesen dunkleren Fleck störend, und in diesen Ausrichtungsreichweiten macht er sich dann auch leicht im Abblendlicht bemerkbar. Es ist kein Weltuntergang, aber auch nicht wegdiskutierbar.
Ferner kann man einen ganz kleinen dunkleren Streifen zwischen Oberkante Abblendlicht und Fernlicht bemerken, aber dieser ist so fein, dass er nahezu nicht auffällt. Das ist natürlich schon Meckern auf hohem Niveau, aber der Preis ist ja auch entsprechend hoch.
Vermutlich ist der dunklere Fleck dadurch bedingt, dass 1) zwischen den LED-Chips der zwei Dreier-Arrays (siehe Bild von @amaretto im ersten Post) eine kleine Lücke ist und 2) zudem ist die Dreier-Arrays an den Seiten immer mit etwas Platinenmaterial abschließen und nicht direkt mit einem Die. So liegt eine Lücke in der Größe eines halben LED Dies vor. Der kleine dunkle Spalt zwischen Oberkante Abblendlicht und Unterkante Fernlicht ist wohl nicht vermeidbar, da die Die's des Fernlicht-Dreier-LED Arrays nicht nahtlos an die LED-Dies vom Abblendlicht anschließen können und Fertigungstoleranzen (Reflektoren, Platinenbestückung) auch nicht beliebig klein werden können.
Ich fand zudem den Fernlichtkegel vor allem zur Seite etwas zu schmal, gerade in weitgeschwungeneren Kurven konnte ich da von der Entfernung oft nicht in die Kurve schauen, das macht die SL-AF besser, das kann man auch schön bei den Bildern von @amaretto im ersten Post sehen.
im Abblendlicht wäre idealweiser ein 6er Array verbaut (was es von diesen LEDs aber (aktuell) nicht gibt), um diesen dunklen Fleck zu beseitigen. Man hätte auch entweder eine 1+4+1 oder eine 2+2+2 Konfiguration verbauen können, wobei die mittleren LEDs im Fernlichtmodus dann durchaus einen Ticken stärker mitleuchten dürfen. Fürs Fernlicht hätte ich gerne ein 4er Array oder eine 1+2+1 Konfiguration gehabt, um mehr Breite zu bekommen (mit mehr Leistung auf dem 2er Array)
Aber all dies hätte aber wieder mehr Elektronikkomponenten zur Regelung bedeutet und damit die Baugröße negativ beinflusst. Vielleicht könnte man obige Kritikpunkte auch mit einem Multifacetten Reflektor a la Outbound Focal Road/Trail oder einer Supernova M99 beheben.

Soviel also zum Lichtbild, jetzt noch in Kurzform einige Punkte:
Positiv:
+ Reichweite Fernlicht (bei trockenen Bedingungen oder Schnee sind 18W völlig ausreichend, bei nassen Straßen mit dunklem Belag sind die 30W sehr angenehm)
+ Lichtfarbe wärmer als bei der SL-F
+ Programmierung über Fernbedienung möglich
+ Breites Lichtfeld direkt vor dem Rad
+ keine Löcher im Lichtfeld
+ Im Lupine Shop kann der Halter der Fernbedienung bei Bestellung kostenneutral gegen die größere Variante getauscht werden
+ Lampe zerleg- und reparierbar (großes Plus gegenüber der Konkurrenz aus dem Schwarzwald)
+ Frontscheibe günstig und einfach tauschbar (siehe Youtubevideo von Lupine), falls verkratzt.
+ Ersatzteilverfügbarkeit
+ der optionale Reduzierring von 31.8 auf 25.4 mm sitzt (am 26 mm Lenker) bombenfest
+ bei nassen Straßen ist das 14 W Abblendlicht wunderbar (und dann auch der SL AF überlegen), bei Schnee blenden die 14 W und bei trockenen Straßen reichen 8 W völlig.


Neutral/leicht negativ
* der Preis (auch wenn es dafür guten Service und hohe Fertigungstiefe in DE gibt)
* Dimmstufen des Abblendlichts zu nah beieinander
* kein 25.4er Schnellspanner (auch wenn ich es wirtschaftlich verstehe, weil das eine aussterbende Lenkerklemmung ist)
* Die Stecker sitzen gerade bei Kälte schon sehr streng, da muss man beim Lösen aufpassen, dass man wirklich an den Steckern zieht und nicht an den Kabeln (aber lose Stecker repariert der Lupineservice i.d.R kostenfrei).
* Die Ladezeit ist zu lang. Das Ladegerät könnte durchaus mit 3 A kommen, bei 5 Ah 21700er Zellen besteht kein Grund, eine 2s2p Konfiguration nur mit 1,2 A zu laden (das sind 0,12 C Laderate pro Zelle). Ein entsprehender Lupine 2s 18650er Akku wird mit dem selben Lader auch mit 0,33 C Rate geladen). Auch beim 7Ah Akku dürfte gerne ein flotteres Ladegerät dabei sein, das führt nicht zu übermäßiger Akkuschädigung.
* Das Streulicht (oberhalb der Hell/Dunkel Grenze in den ersten paar Metern vor dem) durch das im Fernlicht zugeschaltete Tagfahrlicht ist zwar nützlich, aber ich hatte mir jetzt hier einen größeren Vorteil gegenüber der SL-AF erwartet.
* Haltbarkeit der Silikontaster bei der Fernbedienung (meine Erfahrung von der SL-AF) in Kombination mit bestimmten Handschuhen mit geriffelter/rauher Fingerspitzenoberfläche ist mäßig. Aber das Ersatzteil gibt es ja für wenig Geld und kann getauscht werden
* ich fand die alten Kartons mit den Schaumstoffinlays besser, da ich diese auch zum Aufbewahren der Lampe sehr gerne nutze.
* Kühlrippen in Fahrtrichtung würden gerade bei wärmeren Temperaturen (sommerliche Nightrides bei >25°C) die Wärmeabfuhr verbessern und auch ein Herunterregeln herauszögern. Sieht vielleich nicht so schön aus, würde aber mehr Sinn machen als die Kühlrippen vertikal zur Strömungsrichtung am hinteren Ende des Lampenkopfs anzubringen. Wie man Kühlrippen sinnvoll auslegt, zeigt BUMM mit seinem IQ-XL, Supernova mit seiner M99 Pro oder Outbound Lighting mit der Focal Road/Trail.

Kritikpunkte (teils per Softwareupdate behebbar)
---- Fehlender Taster am Lampenkopf, ein absolutes Unding bei dem Preis
-- Fehlender 3-4W Sparmodus fürs Abblendlicht im Ecomodus, das Tagfahrlicht ist kein gegenverkehrsverträglich einsetzbares Notlicht in der Nacht.
-- Ich konnte mehrfach feststellen, dass die Lampe beim Abblenden des Fernlichts (via großem Taster) direkt ins Tagfahrlicht ging und dann nach einer Sekunde wieder ins Abblendlicht ging. Das ist mir passiert als ich beispielsweise gerade unter einer Straßenlaterne fuhr, aber auch im düsteren Zimmer. Da muss die Software angepasst werden.
-- Die einseitige Befestigung via der kurzen Aluschraube im Alufeingewinde ist nichts. Gerade an ungefederten Rädern abseits glatter Straßen traue ich den Gewinden bei einseitiger Befestigung kein Jahr Lebenszeit zu. Warum keine Stahlgewindeeinsätze wie bei den aktuellsten SL-AF?
-- Die Gewindebohrung gehört weiter nach vorne, damit der Lampenkopf nicht bei jedem Stoß leicht nach vorne kippt (oder selten auch mal nach oben). ein paar Stöße und man ist von traumhafter 50-70 m Reichweite bei 20 m Reichweite angekommen. Für 20 m tut es aber auch eine 50-100 € StVZO Lampe oder die 30€ Lumintop B01/C01. Ich war recht oft dabei, den Lampenkopf wieder leicht nach oben zu justieren, auch mit gefedertem/gedämpften Vorbau.
- fehlender echter manueller Modus wie bei der SL-F, ich hab dann die Sensoren überklebt...
- Fehlende Fernlichtanzeige am Lampenkopf, die Fernbedienung leuchtet nach ein paar Sekunden nur noch sehr schwach blau (um die Batterie zu sparen). Da die Fernbedienung gerade mit dickeren Handschuhen etwas diffizil zu bedienen ist und man bei Straßenbeleuchtung nicht gleich weiß ob man nun gedimmt oder aufgeblendet hat (weil man den falschen Taster erwischt hat), wäre eine Anzeige am Lampenkopf sehr hilfreich.
- Ich konnte nicht zuverlässig vom gedimmten Abblendlicht direkt ins Fernlicht schalten, meistens hat die Lampe erst die starke Abblendstufe angewählt und es war ein weiterer Druck auf den Taster notwendig. Ist mir sowohl im halbdunklen Zimmer als auch auf stockdunkler Straße (mit überklebten Sensoren) passiert.
- Ich hätte gerne mehr (und andere) Leistungsmodi:
Modus 1: 30 W Fernlicht / 14-16 W Abblendlicht/ 6-7 W Abblendlicht
Modus 2: 22-24 W Fernlicht / 12 W Abblendlicht / 5-6 W Abblendlicht
Modus 3: 14-16 W Fernlicht / 8 W Abblendlicht / 3-4 W Abblendlicht.
Modus 1 wäre für die Vollstofffraktion (oder bei nassen, schwarzen Straßen und bei tiefergelegten linksseitigen Radwegen an Bundes/Landstraßen nützlich), Modus 2 würde bei kaum merklichen Lichteinbußen gerade im Fernlicht merklich längere Akkulaufzeiten ermöglichen und Modus 3 wäre wirklich ein Ecomodus, mit dem man auch richtig lange Laufzeiten hinbekommt ohne 1 kg Akku durch die Gegend zu schleppen. Modus 3 würde auch bei Schnee völlig reichen und bei trockenen Straßen auch.
- Die Halterungen dürften auch ein paar mm mehr Abstand zwischen Lampe und Vorbau lassen, auch wenn die Montage problemlos ging.
- Bei der Programmierung geht die Lampe erst ins Tagfahrlicht und blinkt dann direkt einmal auf. Es wäre besser, wenn die Lampe erst nochmal ausgehen würde, bevor sie einmal aufblinkt. So übersieht man gerne, dass man schon den ersten Menüpunkt angewählt hat (ich hatte so ungewollt die Sensoren völlig falsch kalibriert, obwohl ich dachte ich die Sensorverzögerung geändert). Alternativ sollte man ins Handbuch schreiben, dass die Lampe vom Tagfahrlicht direkt ins erste Blinken übergeht.

Fazit:
Die Lampe bietet gut trainierten, sehr schnelle Rennradfahrern auf eher geraden Straßen die Möglichkeit, auch nachts dem Geschwindigkeitsrausch bergab frönen zu können. Ohne beidseitige Montage sollten die Straßen aber eher einen guten Belag haben, wenn man nicht dauernd nachjustieren möchte. Zudem halte ich sie für Nutzer von S-Pedelecs mit Durschschnittsgeschwindigkeiten >35 km/h sehr sinnvoll (es gibt ja eine S-Ped Variante), diese sind ja i.d.R. auch vorne gefedert.
Auf leicht geschwungenen Forstautobahnen oder Trails bevorzuge ich die SL-AF mit ihrem breiteren Fernlicht, auch wenn dieses nicht so viel Fernsicht bietet. (Auf schnurgeraden Forstautobahnen oder Trails ist die AX dagegen ein Traum und spielt ihre Stärke voll aus). Allerdings kann ich hier nur von S0 und S1 Trails sprechen (also von dem, was man mit einem Crosser noch fahren kann). Bei sehr verwinkelten Trails mag die sehr schöne (blendfreie) Ausleuchtung direkt vor dem Rad ihren Vorteil wirklich ausspielen können, das habe ich jetzt aber nicht getestet. Streulicht außerhalb des Lichtkegels ist genug vorhanden, um Äste und Bäume zu erkennen.

Weiterhin ist die Lampe für alle interessant, die die doch scharf abgegrenzten Lichtkegel einer Linsenoptik nicht so gerne mögen oder die einfach nie genug Fernsicht haben können, auch wenn sie nicht über 30 km/h fahren.

Ich empfehle die beidseitige Montage mit zwei Schnellspannern bzw den festen Halterarmen (Variante 1, Variante 2) oder eine Befestigung mit dem beidseitig greifenden GoPro Adapter. Vielleicht kann man die Lampe dann auch an einem ungefederten Trekkingrad nutzen, das auch mal gröberen Schotter und ein paar Bordsteinkanten sieht. Es gibt ja von Lupine auch den beidseitig greifenden Gabelhalter für die SL AX.

Werde ich mir die Lampe kaufen? Hätte ich noch keine Lampe (SL AF), würde ich vermutlich der Versuchung eine AX zu kaufen erliegen, so bleibe ich bei meiner SL AF. Ansonsten wiegen mir meine Kritikpunkte zu schwer (und sind zu viele), als dass ich bereit bin (nochmal) soviel Geld hinzulegen. Um einen wirklichen Nutzen aus dem sehr reichweitenstarken Fernlicht zu haben, bin ich zu untrainiert (Schnitt i.d.R 24-28 km/h) und habe keine Straßenabfahrten vor der Haustür, die ich nachts mit 50-70 km/h herunterbrettern kann. Zudem stört mich die Linsenoptik der SL AF auch nicht stark und auf den leichten Trails, auf denen ich unterwegs bin, schlägt sich die AF besser. Außerdem habe ich noch eine Outbound Focal Road, die ich zu meiner AF zuschalten kann.
 
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Visionär

Flashaholic*
7 Juli 2013
348
235
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Hamburg
Ich habe eine Frage zum 10.0 Ah Akku. Auf der Lupine Homepage (unter "Technische Daten") wird dieser Akku lediglich für die SL AX empfohlen, während die 13.8 Ah und 6.9 Ah Akkus für alle Modelle geeignet seien.
Spricht irgendetwas dagegen, dass ich mir den 10.0 Ah Akku für meine Piko zulege? Da ich sehr lange nächtliche Touren unternehme und gelegentlich auch mein Smartphone parallel laden möchte, erscheint mir die Kapazität perfekt.
 

polyphrast

Flashaholic
16 September 2019
212
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Südlich des Weißwurstäquators
Spricht irgendetwas dagegen, dass ich mir den 10.0 Ah Akku für meine Piko zulege? Da ich sehr lange nächtliche Touren unternehme und gelegentlich auch mein Smartphone parallel laden möchte, erscheint mir die Kapazität perfekt.
Nein, außer dass er groß ist spricht da nichts dagegen, Stecker ist der gleiche. Das Kabel am Akku ist aber kurz wie bei allen anderen Akkus auch, also überleg ob Du ein Verlängerungskabel mitbestellst, damit Du montagetechnisch nicht limitiert bist.
 

polyphrast

Flashaholic
16 September 2019
212
157
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Südlich des Weißwurstäquators
Ich habe mir mal den GoPro Adapter zur SL AX auf den Bildern im Shop genauer angeschaut. Man sieht dass der Halter hinten das Lampengehäuse umgreift, mit ein bisschen Luft zum Verstellen der Lampe. Da könnte man dann, falls die Lampe am ungefederten Rad sich trotz zweier Schrauben immer noch verstellen sollte, einfach etwas Gummi, harten Schaumstoff o.ä. zwischen Lampe und Halter quetschen und so ein verstellen verhindern. Das wäre zwar nicht schön, aber man könnte sich dann eine Konstruktion sparen, wie sie @amaretto im ersten Post für seine SL-AF gezeigt hat.
 

polyphrast

Flashaholic
16 September 2019
212
157
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Südlich des Weißwurstäquators
Ich habe ein nettes E-Bike Vergleichsvideo entdeckt. Zu Sehen sind die SL-X, SL-F, SL-F Nano und die Supernova M99 Mini Pro 45 (die Version ist im Fernlicht definitiv vergleichbar mit der Akkuvariante). Sind zwar nur Wallshots, aber man kann schön die Unterschiede sehen, gerade auch zum Supernova M99 Mini Pro (b54). Wer also im Fernlicht (abseits des Streulichts vor dem Rad) Licht weit oben haben möchte (und eine all-in-one Lampe bevorzugt), wird schwer an der Supernova M99 Mini Pro vorbeikommen.
 
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DirkTripleD

Flashaholic**
28 Januar 2015
1.339
513
113
Köln
Danke! Mir gefällt da Lupine insgesamt am besten muss ich ehrlich sagen. Die Supernova scheint weiter zu leuchten, kann das sein?

Es stand aber sowieso ja mal irgendwo (habe die Beiträge oben nochmal überflogen, das muss hier gewesen sein), ;) dass irgendeine ältere Fahrradlampe von Lupine mehr Richtwirkung hatte.

Ich bretter nachts oft mit bis zu 50 km/h durch den Wald, da leuchtet mir eh kaum ein Licht weit genug, dass ist aber eher die Ausnahme oder macht höchstens 50 % aus. Ich habe übrigens kein MTB sondern Trekkingräder, die ich aber teilweise wie ein MTB fahre.

Zur Reichweite siehe auch hier ("Immerhin lege ich nachts im Wald ca. 15 m pro Sekunde zurück."):

https://www.taschenlampen-forum.de/threads/lupine-sl-x-und-sl-nano.75754/#post-1087500

(Im Beitrag unter dem meinigen steht auch, warum ich persönlich mir die Supernova nicht holen würde.)

Ich hätte gerne eine Lösung für noch stärkeres Fernlicht, ich habe ja schon mehrfach den Wunsch geäußert, mir Thrower am Kopf oder Fahrrad zu befestigen. Stattdessen habe ich sie aktuell teilweise auch noch an der Hand und klemme sie teilweise zwischen Lenker und Hand ein, was auf Dauer nciht sehr gesund ist.

Probiert habe ich es schon mit meiner Olight M3XS-UT Javelot (zu lang, wackelt zu sehr) und Jetbeam M2S LEP (zu wenig Spill, leuchtet beim Wackeln usw. aus dem gewünschten Zielbereich).
 
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polyphrast

Flashaholic
16 September 2019
212
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Südlich des Weißwurstäquators
Ich bretter nachts oft mit bis zu 50 km/h durch den Wald,
Wenn es da relativ eben ist und das eine Forststraße im guten Zustand ist, wirst Du da mit der SL AX sicher glücklich.
Wenn nicht, eher weniger: Dadurch dass der Fernlichtlichtkegel so eng ist, führt eine kleine Lenkerbewegung durch Federung oder Schlaglöcher zu sehr unruhigem Lichtbild. Wenn man das Abblendlicht relativ hoch einstellt, um solchen Einsenkbewegungen etwas entgegen zu wirken, verlierst Du ohne Schläge auch etwas Reichweite, weil dann der hellste Bereich des Fernlichts "über dem Weg" ist. Kann man sich sehr schön in diesem Youtube Video anschauen
Die M99 Serie mit ihrem weiter nach oben geöffneten Fernlicht ergibt bei solchen Bedingungen sicher das angenehmere Fahrgefühl. Auch wenn die Lampe verklebt ist und nicht so reparaturfreundlich ist.


Die Supernova scheint weiter zu leuchten, kann das sein?
SL-X bei 22W: 260 lux (E-Bike Variante)
SL-X bei 30W: 340 lux (S-Ped oder Akkuvariante)
M99 Mini Pro: 260-275 lux (25er, 45er Version und Akkuversion)
M99 Pro: 380 lux
Also: kommt drauf an. ;)
 
3 Januar 2018
5
1
3
Was ist denn das für ein Halter für die Taschenlampe? (Würde mir evtl. eine Acebeam X80 anklemmen wollen.)

Den SL-AF-Lampenkopf gibt es übrigens auch mit beidseitigen Gewinden, einen zweiten Schnellspanner bekommt man vermutlich auch, wenn nicht direkt im Shop, dann wohl auf Anfrage. Schien mir aber für die Stabilität nicht nötig zu sein. Mich stört bloß am Schnellspanner, dass man bei jedem Anbringen die Lampe neu ausrichten muss, das ist bei fest montierten Lampen wie der Supernova M99 Mini Pro-25 nicht so ein Problem (wenn man das Rad nicht in arg gefährdeten Gegenden abstellt) und auch kleinere Lampen wie Busch & Müller Ixon IQ (Premium) sind in der Hinsicht komfortabler, da man die Lampe einfach abziehen kann, die Ausrichtung beim nächsten Anstecken aber erhalten bleibt.
 
3 Januar 2018
5
1
3
Ach so, gedruckt. Für so etwas hätte ich vielleicht auch eine Anlaufstelle :) (Nachtrag: die X80 hat ja ein Stativgewinde, dafür findet man bestimmt auch fertige Lenkerhalter.)

Ich hab noch keine Erfahrung mit der X80, die wird mich erst in ein paar Tagen erreichen, aber allzu schnell bin ich eh nicht unterwegs. Es wäre schon gut, wenn ich die für Fotos im Stand nicht immer aus dem Rucksack kramen müsste (vielleicht passt sie ja auch in meinen Flaschenhalter). Oder ich nutze die roten LEDs als Rück- oder Bodenlicht. Mal sehen. Für den Stadtverkehr hab ich auch noch einen Supernova M99 Mini Pro 25. Früher hab ich auch mal meine Nitecore HC60W dazugenommen, aber gerade bei etwas feuchtem Wetter hat man mit Stirnlampen immer recht viel Eigenblendung.
 
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  • Danke
Reaktionen: LightintheNight
6 Januar 2017
46
25
18
Koblenz
Ich habe die Lampe jetzt auch.(War echt am Hadern ob die oder die bekannte AF(homogene Ausleuchtung)).
- Mir war das hellere Tagfahrlicht wichtig und damit die bessere Sichtbarkeit bei 2/3 aller Radausfahrten.
- Das Fernlicht leuchtet nicht unnötig die Baumkronen aus...SONDERN...flutet eine schon mit Straßenlaternen beleuchtete Straße auch in 250m noch mit einem WOW-Faktor aus.
- Am Rennrad montiert und damit enge Kurven geschnitten geht sicher/problemlos.
- Das Leuchtbild (ein Youtuber spricht vom Teufelchen, der Andere von einem Licht-Dreieck im hellen Zentrum des Ablendlicht) ist doch sehr durchdacht.
Ich war bei ersten Ausfahrt skeptisch...doch einfach mal losgefahren..kam ich zum ehrlichen Entschluss:"Da hat sich wer Gedanken gemacht, bei den Anstellwinkeln der Spiegel".
- Erfasst die helle Hauptlichtzone beim Vorbeifahren ein Objekt am Straßenrand, ist dieser auch noch nach 15m zurückgelegter Strecke hell angeleuchtet.
- Die Tagfahrlichtfunktion kommt mit einem kleinen Anteil von Ablenlicht.

Ich habe auch die IXON Space (welche eine ultra Klasse Lampe ist). Die Vielseitigkeit und der Nutzen der Lupine SL AX legetimiert einen Kauf zu den bekannten Preisen durchaus. Perfekt ist sie aber nicht, who is?? ;)
 
  • Danke
Reaktionen: light-wolff

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
2.005
769
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polyphrast

Flashaholic
16 September 2019
212
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Südlich des Weißwurstäquators
Nun kommt nach drei Ausritten auch mein Testbericht [...]
Kritikpunkte (teils per Softwareupdate behebbar)
[....]
-- Fehlender 3-4W Sparmodus fürs Abblendlicht im Ecomodus, das Tagfahrlicht ist kein gegenverkehrsverträglich einsetzbares Notlicht in der Nacht.
- Ich hätte gerne mehr (und andere) Leistungsmodi:
Modus 1: 30 W Fernlicht / 14-16 W Abblendlicht/ 6-7 W Abblendlicht
Modus 2: 22-24 W Fernlicht / 12 W Abblendlicht / 5-6 W Abblendlicht
Modus 3: 14-16 W Fernlicht / 8 W Abblendlicht / 3-4 W Abblendlicht.
Modus 1 wäre für die Vollstofffraktion (oder bei nassen, schwarzen Straßen und bei tiefergelegten linksseitigen Radwegen an Bundes/Landstraßen nützlich), Modus 2 würde bei kaum merklichen Lichteinbußen gerade im Fernlicht merklich längere Akkulaufzeiten ermöglichen und Modus 3 wäre wirklich ein Ecomodus, mit dem man auch richtig lange Laufzeiten hinbekommt ohne 1 kg Akku durch die Gegend zu schleppen. Modus 3 würde auch bei Schnee völlig reichen und bei trockenen Straßen auch.
[...]
Im Neuheitenvideo von Lupine wird eine App (oder auch nur eine Erweiterung der bestehenden App?) für die SL AX angekündigt, wo man die Dimmstufen (und andere Sachen) frei einstellen kann. Die App und die Funktionen erinnern (nur ein kleines bisschen:cool:) an die Supenova App für die M99 Mini Pro B54.
Danke nach Gundelfingen für diesen Anstoß für Lupine
Das behebt doch ein paar deutliche Minuspunkte bei dieser nicht günstigen Lampe, ein (echter) manueller Modus kommt mit der App auch.

Oh Mann, ich war so froh, dass ich genug Kritikpunkte an der Lampe gefunden habe, so dass ich mein Konto nicht plündern muss...
 

polyphrast

Flashaholic
16 September 2019
212
157
43
Südlich des Weißwurstäquators
Im Lupine Forum wurde neues zur App verbreitet: Bisher ausgelieferte SL AX sind nicht in der Lage, sich mit der App zu verbinden, dies erfordert eine Nachrüstung. Ein fixer Preis für die Nachrüstung wurde noch nicht genannt, erste Schätzung des Chefs: 20 bis 40€. Lampe muss dann eingeschickt werden (aber Lupine ist bei der Bearbeitung immer super fix).
 

polyphrast

Flashaholic
16 September 2019
212
157
43
Südlich des Weißwurstäquators
Die App für die SL AX ist inzwischen für IOs und Android verfügbar. Ich hab sie mal installiert und im Demomodus nach den möglichen Einstellungen gesucht. Ein paar der von mir angebrachten Kritikpunkte sind behoben.

1) Notlicht/Sparmodus: Wie es scheint leuchten bei aktuellen SL AX im Tagfahrlicht die Abblendlichtleds mit, damit hat man ein wirklich brauchbares Notlicht (das TFL der frühen SL AX sah zwar nett aus (nur äußere LEDs bestromt), brachte aber nachts als Notlicht wenig).
2) Manueller Modus: In der App kann man die Sensorsteuerung komplett ausschalten. Besser spät als nie. (Die E-Bike Varianten haben einen echten manuellen Modus, den man per Programmierung einschalten kann)
3) Leistungsstufen im Abblendlicht: Die 1. Stufe kann zwischen 8 und 14W eingestellt werden, die zweite ist fix bei 7 W. Etwas bedauerlich, dass man nicht bis 4 oder 5 W runterregeln darf.
4) Fernlicht: kann zwischen 18 und 30 W stufenlos variert werden. Zudem gibt es noch einen Trailmodus (30W), bei dem die äußeren Tagfahrleds stärker (und die Fernlichtleds schwächer) bestromt werden.

Was ist immer noch zu bemäkeln: Es fehlt der Hardwaretaster am Lampenkopf....
 
  • Danke
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Trustfire Taschenlampen