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Lupine meets... Barbaraturm Malberg und U-Verlagerung "UHU"

forest

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13 September 2010
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Siegerland
Trustfire Taschenlampen Hypnose Hannover
Hallo liebes Forum,

zunächst: Ja, ich bekenne mich schuldig, irgendwann habe ich versprochen mich regelmäßig zu melden. Aber der letzte Kontakt ist schon mehr ein ein halbes Jahr her. :(

Vor einiger Zeit habe ich mich aus persönlichen Gründen (die nichts mit dem Forum zu tun haben) zurückgezogen. Dennoch: Wer hier einmal richtig mit der Flashie-Seuche infiziert wurde, kommt davon nicht mehr weg. :schlafen::flashaholic:

So schwebten mir schon lange ein paar Projekte durch den Kopf, die ich gerne mit dem Lampen umsetzen wollte. Zwei davon möchte ich euch gern zeigen.

Das erste Projekt spielt in einem alten Eisenbahntunnel in meiner Nähe. Ich wollte gerne ein Bild machen wo man nur meinen Umriss erkennt.
Nebenbei: Der Tunnel ist 1200m lang und war zeitweise ein U-Verlagerung, Deckname "UHU".
Alles klar, auf zum Tunnel, Krempel gepackt, Rucksack auf und los. Dort angekommen fällt mir auf: Mist der Tunnel ist schnurgerade und wir haben es taghell draußen. Also wird man auf dem Bild das Ende vom Tunnel sehen. :pinch: Naja, egal, trotzdem weiter, wenn man schon mal hier ist... Dann begann es zu regnen, zum Glück erst als ich vor dem Portal stand. Da war es wieder, das große ovale schwarze Loch. :thumbsup:

Helm auf, Betty an und rein da...
Auf einmal höre ich Stimmen von hinten... Ah ok, hier ist richtig Touristenverkehr... o_O Die andere Truppe zog weiter und suchte meine geplante Stelle auf. Kamerastativ, EOS draufbauen, ausrichten, probeschießen.
Ah, rechts in die Rettungsbucht kann man noch ne Piko TL stellen... Dann Selbstauslöser betätigen, schnell hinstellen und stillhalten....

Piep - piep - piep -Piiieeep, Klack.......Stille........ich warte ................. immernoch ........ klack, fertig.

Super, 18 Sekunden Auslösezeit sind zu lang. Da bin ich bestimmt verwackelt... Bildprüfung... ja verwackelt. :devil:

Einstellungen anpassen, Foto schießen, prüfen, nochmal, die Piko TL glüht einsam in der Rettungsbucht vor sich hin, Bild prüfen, verwackelt, nochmal...

Nach dem 20ten Bild hatte ich dann was im Kasten. Blick auf die Uhr, verdammt, 2,5 Stunden schon hier...

Also einpacken und heimwärts...

Am Ende war ich dann aber zufrieden, sowas hatte ich noch nicht gemacht bisher. Ich fotografiere ja gerne unter Tage (Bergbau), da bewegt sich normal nix. Und wenn doch, ist das ganz schlecht. Insider wissen was ich meine. :rolleyes:

Egal, ich rede zuviel.

Die trockenen Fakten:

Helm: Lupine BettyR, 4500 Lumen
Rettungsbucht rechts: Lupine Piko TL 1200 Lumen
Kamera: Canon EOS, F/8, 3,2 Sekunden

Hier das Ergebnis:




Das zweite Projekt war dann doch umfangreicher: Mein Ziel war ein freistehender Förderturm einer Grube. Er wurde nachträglich als Aussichtsturm aufgestellt (ich glaube 2014). Er steht oben auf dem Berg und bietet ein tolle Aussicht. Nun ich wollte natürlich nicht bei Tageslicht fotografieren. Zweimal war ich vorher vor Ort und habe mir überlegt wie man so einen Förderurm beleuchten kann.
Zu Hause hab ich mich dann erstmal 3 Stunden hingesetzt und alles gepackt, Akkus geladen und alles vormontiert. Einen halben Kofferraum voll später war ich dann abfahrbereit. Zum Glück kam ein Kumpel mit, das ganze Geleucht allein aufbauen wäre schon blöd gewesen. (Danke Paddy!)

Die Bedingungen waren eigentlich prima, kein Nebel, wenig Wind (ungewöhnlich für den Ort), ok die Wiese war nass, aber was solls...
Wir habe vielfach die Kamerapositon und Objektiv gewechselt. Die Bildprüfung vor Ort war schwierig, das Display der EOS ist ja recht klein für soviel Foto. Aber wir waren guter Dinge ein paar brauchbare Bilder im Kasten zu haben.
Die Kamera hat recht lange belichtet, 30 Sekunden um es genau zu sagen. Mit einem Stativ im Wiesenboden muss dann schon alles passen damit nix verwackelt.

Dann hier noch die Fakten im Detail:
Kamera: Canon EOS, F/8, 30 Sekunden
Mitte Förderturm: Lupine BettyR, 4500 Lumen, auf Stativ montiert und durch das Gitter in die Turmmitte geschoben, leuchtet nach oben
Links außen: Lupine Betty, 2600 Lumen, auf Bodenstativ
An den Füßen des Turms: Jeweils eine Piko, 1200 und 900 Lumen, mit GoPro-Adpater auf Mini-Bodenstative
Seiltrommel: Lupine BettyR 3600 Lumen, auf Fotostativ
Örtlichkeit: Barbaraturm nähe Malberg, VG Betzdorf-Gebhardshain.
Zugehörig: Besucherbergwerk "Grube Bindweide" www.bindweide.de (Sehenswert!)

Die Lampen waren nicht auf höchster Stufe, denn das hätte zwei Nachteile: Zum einen würden sie zu heiß und dann mit der Zeit dunkler (Temperaturüberwachung) zum anderen wären die Helligkeiten dann nicht gleichmäßig gewesen. Das war so schon schwierig genug, alles anzupassen.

Das Ergebnis:





Ich hoffe es gefällt euch ein wenig. Der Bericht hier war mir wichtig, da die meisten hier genauso bekloppt sind wie ich. :tala:

Und vielleicht verstehen ein paar hier, dass es eine wahre Freude ist, hoch über dem Ort einen Förderturm hell zu erleuchten, ohne dabei auch nur eine konventionelle (netzbetriebene) Lampe zu verwenden. :flooder:

Danke für eure Aufmerksamkeit, am besten Verspreche ich jetzt nichts, sonst dauert es wieder ein halbes Jahr bis ich wieder auftauche... :peinlich:

Ich wünsche euch allzeit eine handbreit Ladung im Akku und verbleibe mit vielen Grüßen

Daniel

P.S: Wenn jemand Fragen hat, raus damit, ich werde gerne antworten.
 
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