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Lupine Betty TL2 und TL2S - 4500 Lumen - Test // Messungen // Bilder

forest

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Lupine Betty TL2 4500 Lumen Test // Messungen // Bilder

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch die neue Lupine Betty TL2 mit kurzem und langem Akku vorstellen. Sie wurde gerade auf der Outdoor-Messe vorgestellt, einige Bilder und Videos sind schon im Netz unterwegs. Mit 4500 Lumen bei 300 Gramm und kurzem Akku ist die Betty TL2 etwas Besonderes, weiter unten könnt ihr lesen, wie sie mit der Leistung umgeht.
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Lupine, sie haben mir diese Lampe für den Test zur Verfügung gestellt!


Na dann mal los:
Amtliche Bezeichnung: Lupine Betty TL2 bzw. Betty TL2S

Technische Daten lt. Hersteller:
- 4500 Lumen (ANSI-FL1-Verfahren)
- 45 Watt Leistung
- 7-Fach Linsenarray
- LEDs: 6x Cree XM-L2 U2 1C und 1x Cree XP-E (rot)
- Abstrahlwinkel: 26 Grad
- 3,3Ah (BTL2S) bzw. 6,6Ah (BTL2) Akkutank
- Gewicht: mit 6,6Ah Akku: 410g / mit 3,3Ah Akku: 290g
- Maße: Länge BTL2: 193mm, Länge BTL2S: 121mm, DRM Kopf: 57mm
- Leuchtdauer: 1 Std. bei 45W und 6,6Ah-Akku, 30 Min. bei 45W und 3,3Ah-Akku
- Schutzklasse IP68
- Ladezeiten mit Charger One: BTL2: 2 Std. 45 Min. // BTL2S: 1 Std. 30 Min.

Der Lieferumfang:
- Betty TL2 Taschenlampe
- 1x Akkutank 3,3 Ah oder 6,6 Ah je nach Ausführung
- Ladegerät Charger One mit Netzteil
- Transporttasche M
- KFZ-Ladeadapter für Charger One
- ¼ Zoll Adapter zur Montage am Stativ, inkl. Schrauben
- Filterdeckel zur Montage von 55m Filtern

Der Lampenkopf:

Auch bei der Betty TL2 erkennt man sofort die Herkunft, durch die runde Anordnung der 7 LEDs weiß man sofort, dass man eine Betty in der Hand hat. Den Taster und das Display hat die Betty TL2 von der BettyR geerbt, was ich klasse finde denn ich mag den eckigen Taster sehr. Sie hat vier freistehende und tief gefräste Kühlrippen. Diese können genaugenommen sogar etwas mehr Wärme ableiten als die BettyR, denn die Betty TL2 hat keinen Funkempfänger unten am Kopf.
Der Frontring hat vorne eine feine Rändelung, damit man den Filterdeckel einfach abnehmen und aufsetzen kann. Mein erster Gedanke war: Farbfilter mit Fotogewinde? Da war doch was…? Genau: EagleTac M3C4-Serie, dort gab es Farbfilter-Aufsätze mit Fotogewinde. Leider musste ich feststellen, dass sie 58mm Gewinde haben und somit nicht passen, aber zum Glück hat man ja einen Adapterring da … oder auch nicht. Also schnell einen bestellt und siehe da: Nun kann die BTL2 auch bunt! Diese Bastelei ist aber rein optisch keine Alternative, der ET-Diffusor macht sich nicht so gut auf einer Betty…
Bei dem Gewinde des Frontrings gibt es eine Kleinigkeit: Im Gegensatz zum Akku dreht man bei der Montage des Rings ca. 1,5 Umdrehungen „im O-Ring". Also wenn man zuschraubt, geht es erst ganz leicht, dann trifft man auf den O-Ring und muss noch 1,5 Mal rund drehen, bis der Ring fest sitzt. Das ist eigentlich nicht schlimm, aber da die BTL2 ja einen „Wechsel-Ring“ hat wäre es schön, wenn man nur ca. eine halbe Umdrehung „im O-Ring“ drehen müsste, dann würde er nicht so leiden und die Montage wäre etwas leichter. Beim Akku ist das so: Erst lässt er sich ganz leicht aufschrauben, dann kommt der O-Ring und nach einer halben Umdrehung ist er fest, so ist es prima.
Ansonsten kann man an dem Kopf gucken und suchen wie man will, auch Lupen helfen nicht, die Verarbeitung ist makellos. Lediglich an den Nuten zwischen den Kühlrippen sieht man ganz leichte Spuren vom Fräsen. Diese Spuren wiederum sind aber so symmetrisch in allen Nuten, dass man schon wieder meint, das wäre so gewollt.
Die Beschichtung ist wie gewohnt sauber und gleichmäßig bis in die tiefste Kühlrippe. Sie ist „rauh-seidenmatt“, was sehr wertig aussieht. Es gibt an der Betty keine Rändelung wie wir es sonst von Taschenlampen kennen. Ich persönlich vermisse das nicht, aber das ist Geschmackssache.
Neu bei der BTL2: Im Lieferumfang ist eine kleine Alu-Adapterplatte auf ¼ Zoll Fotogewinde, die man mit zwei Innensechskantschrauben unter dem Kopf der Betty befestigen kann. Sehr praktisch, schön und unauffällig umgesetzt, prima! Lediglich beim Handling ist es etwas störend, der Zeigefinger hat keinen Platz mehr wenn man die BTL2 mit montiertem Adapter in die Hand nimmt. Aber dafür hat er ja Schrauben und man kann ihn abnehmen, wenn man die Lampe in der Hand trägt. An dieser Stelle möchte ich aber den Wunsch äußern, dass mir eine stabile und ausgeklügelte Montage ohne Werkzeug etwas sympathischer wäre. Die Alternative: Das Werkzeug mitführen! Ist nicht vielleicht im Akku eine kleine Lücke, in der man einen besonders kurzen Inbusschlüssel verstecken könnte?

Auf der Akkuseite des Kopfes sieht man vier vergoldete, gefederte Pins, die als Schleifkontakte die elektrische Verbindung zum Akku herstellen. Sie sind zwar klein, machen aber einen stabilen und hochwertigen Eindruck. Offensichtlich haben sich die Pins von der Betty TL zur TL2 nicht verändert, somit passen auch ältere Akkus, dazu später mehr.











Der Stativ-Adapter






Links: Front-Ring mit 55mm Innengewinde // Rechts: Frontring ohne Innengewinde





Links: Adapter-Ring 55-58mm // Mitte: EagleTac Diffusor // Rechts: Frontring mit 55mm Innengewinde








Der Akkutank:


Die Akkus sind optisch unspektakulär, einwandfrei verarbeitet und haben am Ende Löcher für eine Handschlaufe oder ähnliches. Wie auch bei der älteren Betty TL sind die Einstellmöglichkeiten auf dem Akku aufgedruckt. Auch hier: Beschichtung und Verarbeitung makellos, Gewinde und O-Ring sind geschmiert und laufen absolut sauber und kratzfrei.
Wie in allen Lupine-Akkus sind Schutzschaltungen gegen Tiefentladung und Kurzschluss integriert. Zudem gibt es eine Balancerschaltung, die ein Abdriften einzelner Zellen verhindert. Diese Schaltungen werden bei Lupine entwickelt und hergestellt.
Auch interessant: Es werden nur Hochtemperaturzellen verbaut, dementsprechend ist die Hitze vom Lampenkopf kein Problem (Infos von Lupine).

Ich habe zwei Akkus bekommen: Einmal die kurze und einmal die lange Version. Allerdings sind das nicht die Akkus, die in der Serie verwendet werden!
Die in diesem Test verwendeten Akkus haben 3,0Ah und 6,0Ah und sind mit NCR-Zellen bestückt. In der Serie werden die neueren Zellen verwendet, sie haben dann 3,3Ah und 6,6Ah. Diesen Umstand bitte weiter unten bei den Messungen berücksichtigen! Ich habe extra noch mit Lupine gesprochen, das Verhalten der Lampe ändert sich nicht, die Serien-Akkus haben einfach nur 10% mehr Kapazität.
Wie oben gesagt passen die 2,5Ah und 5,0Ah Akkus der älteren Betty TL auch auf die Betty TL2, allerdings sind die Zellen nicht auf die hohe Leistung ausgelegt. Vermutlich verkürzt sich die Lebensdauer der Akkus schneller und die Leistung wird einbrechen. Ich habe davon abgesehen, das im Detail zu testen. Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn als Besitzer eine Betty TLS einen Betty TL2S Kopf ohne Akku zu kaufen, denn der kleine 2,5Ah-Akku ist für 45W nicht wirklich optimal.








Das Ladegerät

Mitgeliefert wird der „Lupine Charger One“. Wenn man ihn das erste Mal in die Hand nimmt fällt einem auf, dass er relativ schwer ist, denn er kommt in einem schicken Alugehäuse daher. Ebenfalls werden ein Stecker-Netzteil und ein 12V-KFZ-Adapter geliefert.
Der Lader hat eine kurze Leitung mit passender Anschlussbuchse für den Akku montiert und ist ein Universallader für alle jüngeren und älteren Lupine-Akkus. Er hat ein blau beleuchtetes Display, welches die Ladespannung, den Ladestrom, das Programm, den Zustand (charge, full, error usw.) und die geladene Kapazität anzeigt.
Auch sind verschiedene Einstellungen möglich:
- Ladeprogramm „Li-Ion“ mit einstellbarer Ladestrom- und Lademengenbegrenzung
- Programm „form“ für NI-CD oder NI-MH Akkus
- Programm „disc“ zum Entladen des Akkus (Kapazität überprüfen)
- Programm „Li 50%“, der Li-Ion-Akku wird entladen und dann auf 50% aufgeladen (optimaler Lagerzustand)
- Ladeprogramm „NI-MH“ mit einstellbarer Ladestrom- und Lademengenbegrenzung




Das Holster (Zubehör)

Als optionales Zubehör ist ein Holster für die BTL2 verfügbar, es ist aus stabilem Leder und vorgeprägt. Die Lampe passt sehr gut und spielfrei, ja fast schon „schmatzend“ in das Holster. Die Gürtelschlaufe ist fest auf der Rückseite vernäht.









Die Verpackung

Wie immer ist das Set in einer flauschigen Transporttasche verpackt. Sie hat Unterteilungen mit Klettflächen und einen Reißverschluss am Deckel. Sehr praktisch und hochwertig!



Die Bedienung

Da die BTL2 das Display und den Taster von der BettyR hat, ist auch die Bedienung sehr ähnlich.
Grundsätzlich gilt: 1x Tippen (oder Doppelklick, wenn eingestellt) und die Lampe leuchtet, Taster festhalten (ca. 1 Sekunde) und sie erlischt wieder. Interessant: Wenn man nur eine Leuchtstufe programmiert, muss man den Taster zum Ausschalten nicht festhalten, kurzes antippen reicht.

Nachdem die Lampe mit dem Akku verbunden wurde, läuft eine Initialisierung ab, dabei leuchtet die Lampe kurz auf. Danach wird die aktuelle Akkuspannung durch Blinken der LEDs angezeigt. Blaue LED: blinkt 1x pro Volt, grüne LED: blinkt einmal pro 0,1V. Das bedeutet, wenn die blaue LED 7x blinkt und die grüne LED 5x blinkt, ist die aktuelle Akkuspannung 7,5V!
Nachdem die Lampe ausgeschaltet wurde, zeigt sie an, wie viel Kapazität aus dem Akku entnommen wurde und zwar ebenfalls mit der blauen und grünen LED. Somit: Wenn nach dem Ausschalten z.B. die blaue LED 2x und die grüne LED 1x blinken, wurden 2,1Ah aus dem Akku entnommen.
Die Programmierung funktioniert so wie bei der BettyR. Falls sich jemand nicht damit beschäftigen möchte, ist das auch kein Problem, denn die Werkseinstellung ist mit drei Leuchtstufen (240, 2400 und 4500 Lumen) und aktiviertem Doppelklick ganz gut.

Hier die Tabelle der möglichen Einstellungen inkl Lumenangabe und Laufzeiten:


LeuchtstufeAnzeigeLumenLaufz. BTL2Laufz. BTL2S
0,3W 1 grüne LED30160 Std. 80 Std.
2W 2 grüne LEDs24024 Std. 12 Std.
3W 3 grüne LEDs35016 Std. 8 Std.
8W 4 grüne LEDs9506 Std. 3 Std.
12W 5 grüne LEDs14004 Std. 2 Std.
16W 1 blaue LED18503 Std. 1 Std. 30 Min.
22W 2 blaue LEDs24002 Std. 10 Min. 1 Std. 5 Min.
28W 3 blaue LEDs29001 Std. 45 Min. 50 Min.
34W 4 blaue LEDs35001 Std. 25 Min40 Min.
45W 5 blaue LEDs45001 Std. 30 Min.
Center (0,8W)1 rote LED
SOS 2 rote LED
flash 3 rote LEDs
Doppelklick 4 rote LEDs
Stealth 5 rote LEDs

Wenn man den Taster festhält bis seine grüne LED leuchtet, beginnt automatisch die Leuchtstufenauswahl. Bei der gewünschten Leuchtstufe bzw. Funktion drückt man erneut kurz den Taster, dadurch wird die aktuelle Stufe als erste Leuchtstufe gewählt. Aktiviert man eine Funktion (zum Beispiel „Doppelklick aus“) endet die Auswahl sofort nach der Aktivierung und die Lampe leuchtet im Betriebsmodus. Wählt man eine Leuchtstufe aus, beginnt die automatische Leuchtstufenauswahl erneut. Möchte man weitere Leuchtstufen auswählen, drückt man wieder an der gewünschten Stelle den Taster. Wenn man gar nichts tut, läuft die Leuchtstufenauswahl bis zum Ende durch und die Programmierung ist beendet. Auf diese Art und Weise kann man vier Leuchtstufen in beliebiger Reihenfolge programmieren.
Noch ein paar Hinweise zu den Funktionen:
Center: Hier wird die rote LED in der Mitte aktiviert
SOS: Das bekannte SOS-Notsignal
Flash: Ein schneller Blinkmodus
Doppelklick: Ist diese Funktion aktiviert, kann die Lampe nur mit einem Doppelklick eingeschaltet werden.
Stealth: Viele der Anzeigefunktionen der Lampe werden deaktiviert, damit die Lampe möglichst unauffällig wird.


Es gibt noch Spezialfunktionen, die man programmieren kann. Ich werde sie an dieser Stelle nicht im Detail beschreiben, weil das den Rahmen sprengen würde. Die Betty TL2 Bedienungsanleitung ist hier zu finden: http://www.lupine.de/files/manuals/Betty_TL2.pdf
Spezialfunktionen:
Akku-Kapazitätsanzeige am Lampenkopf: Wird diese Funktion aktiviert, wird mit den fünf roten LEDs am Display der aktuelle Zustand des Akkus angezeigt. Diese Funktion ist ähnlich wie bei den SmartCore-Akkus. Man muss bei der Programmierung dieser Funktion angeben, welchen Akku man an der Lampe betreibt.
Hintergrundbeleuchtung als Akkuwarnung: Mit der Hintergrundbeleuchtung (blau, grün, rot) des Displays zeigt die Betty an ob der Akku langsam leer wird. Die Schwelle, wann die Lampe vor dem leeren Akku warnt, kann in verschiedenen Stufen eingestellt werden.
Werkseinstellung: Wenn man den Taster so lange festhält, bis alle roten LEDs im Display leuchten, wird die Betty auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.


Der Reservetank

… ist eine Funktion des Treibers. Wenn der Akku leer ist (5 rote LEDs blinken, Hintergrundbeleuchtung ist rot), wird die Lampe nach mehrmaligem Blinken abgeschaltet. Schaltet man die Lampe wieder ein (nur Doppelklick), wird noch für einige Minuten mit geringer Leistung geleuchtet. Diese Funktion ist abhängig vom Zustand des Akkus, zudem steht diese Funktion nicht zur Verfügung, wenn man dauerhaft mit 2W oder weniger leuchtet.

Der Treiber / Regelung

Die Elektronik ist anscheinend ähnlich aufgebaut wie bei der BettyR, dort gab es auch zwei unabhängige Leistungsstufen, eine für die sechs Haupt-LEDs, eine für die mittlere Einzel-LED. Hier ist die mittlere LED aber rot, somit werden alle „normalen Leuchtstufen über die sechs Haupt-LEDs realisiert.
Es gibt eine kleine Auffälligkeit bei der Leistungsregelung: Die kleinste Leuchtstufe ist ja 0,3W, wenn man von einer höheren Stufe dorthin schaltet, schafft der Treiber es nicht auf die 0,3W herunterzuregeln. Startet man die Lampe mit 0,3W oder schaltet von der roten Center-LED auf 0,3W um, gibt es kein Problem. Diese Problematik habe ich auch bei der Wilma mit 2400 Lumen festgestellt und auch mit Lupine diskutiert. Laut Lupine kommt man beim „Herunterdimmen“ zur niedrigsten Stufe an die Regelgrenzen des Treibers. Er kann die untere Leuchtstufe ja korrekt regeln, aber nur „von unten“. Aus einer höheren Stufe klappt es nicht zuverlässig. Dieses Problem kann man umgehen, indem man die kleinste Stufe an erster Stelle programmiert oder wie beschrieben nach der Stufe mit der roten Center LED, dann passt es.
Zur Temperaturregelung gibt es eigentlich nicht viel Neues zu sagen. Nach wie vor reagiert sie schnell und präzise, sie schwingt und springt nicht, sondern regelt schnell und sauber. Fakt ist aber: Man sieht bei der Betty TL2, dass durch die höhere Leistung viel Kühlung gebraucht wird um möglichst lange einen hohen Output zu haben. Ich finde das ok, mir ist sonst keine Lampe bekannt die im Verhältnis zu Größe so gut mit der Abwärme umgeht. Man muss in dem Zusammenhang auch erwähnen, dass die Lampe vermutlich eher bei 15°C als bei 25°C benutzt wird, dadurch verändert sich auch die Reaktion der Lampe, besonders bei hoher Leistung. Aber leider kann ich zurzeit keine Messung bei niedrigeren Temperaturen simulieren, weil es im Keller nun mal 19-20°C warm ist. Die höchste gemessene Temperatur ohne Kühlung lag bei ca. 64°C mit der Wärmebildkamera. Klar ist das eine Menge Holz, aber man sollte immer daran denken, wie viel Licht man da auf kleinem Raum in der Hand hat.


Zur Leuchtcharakteristik:

Wie schon oft gesagt, bei Lupine gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Lampen keinen Reflektor, sondern ein nicht verstellbares Linsensystem. Der Beam ist grundsätzlich als „floodig“ zu beschreiben. Durch die hohe Leistung ergibt sich natürlich auch eine gewisse Reichweite, 25000 Lux sind nicht zu vernachlässigen, aber sie ist kein gebündelter Suchscheinwerfer. Grundsätzlich mag ich Fluter, ein Thrower hat zwar auch was für sich, aber im Hauptgebrauch ist mir der Fluter am liebsten. Dennoch haben viele Reflektorlampen einen Vorteil: Durch einen großen Spill-Beam werfen sie sehr gleichmäßig und flächig Licht bis vor die Füße, mal ganz unabhängig vom Spot gesehen. Das ist bei den Lupine Lampen nicht so, sie leuchten zwar großflächig und haben auch eine ordentliche Randausleuchtung, aber diese reicht nicht immer bis vor die Füße. Dies ist aber mein persönlicher Geschmack, zudem hat es viel mit der Haltung zu tun: Bei „hängendem Arm“ ist die Ausleuchtung des Weges ganz anders, als wenn man die Lampe hochhält.
Die BTL2 bietet für mich persönlich einen riesen Vorteil: Den 55m-Filterring! Dadurch kann ich mir beliebig Farbfilter oder Diffusoren vor die Lampe bauen und das Leuchtbild beeinflussen. Das werde ich auch demnächst testen und dann Bilder machen.
Die rote Center-LED ist im Gegensatz zu den Haupt-LEDs recht stark gebündelt, macht aber überraschenderweise richtig Spaß. Bisher hatte ich noch keine rote Lampe in der Hand, aber wenn man mal unauffällig etwas suchen möchte, ist die rote LED perfekt geeignet.


Allgemeine Bilder zum Vergleich:

Betty TL2 <-> Betty TL (Sorry zwischendurch mal die Seiten vertauscht... :peinlich: )









Geschwister...





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forest

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Die Messungen:

Laufzeit / Lux / Temperatur / Wärmebilder

Daten
- Luxmeter: Extech SDL400
- Messabstand: 1m
- Temperatur: Fluke 289 TRMS Multimeter mit Datenlogger und original Temperaturfühler
- Wärmebildkamera: Flir E50
- Kühlung 1: Standventilator Stufe 2, ca. 8 Km/h Windgeschwindigkeit
- Kühlung 2: 2x Mini-Windmaschine, ca 20 Km/h, von zwei Seiten auf den Lampenkopf gerichtet
- Lampe immer auf höchster Stufe
- Raumtemperatur ca. 25°C, später im Keller ca. 19-20°C
- Akkus: Großer und kleiner Lupine-Akkutank (Achtung: Ältere Versionen, 3,0Ah und 6,0Ah)


An dieser Stelle noch ein paar Hinweise:
- Für diese Messungen wurden nicht die Akkus verwendet, die mit der Serienlampe ausgeliefert werden! (Serie: 3,3Ah und 6,6Ah)
- Ich kann für diese Messungen keine Garantie übernehmen, alles wird rein hobbymäßig und nicht unter Laborbedingungen ausgeführt.
- Die Wärmebilder wurden nach bestem Wissen und Gewissen mit einem Emissionsgrad von 0,95 erstellt. Es wurden nicht über die ganze Messdauer Bilder erstellt, bitte Zeitstempel in den Bildern beachten!
- Die Kühlung 1 mit 8 Km/h wurde so gewählt, um ungefähr Schrittgeschwindigkeit zu simulieren.
- Die Kühlung 2 mit 20 Km/h wurde für maximale Kühlung zur Laufzeitermittlung gewählt.
- Bei der Messung „ohne Kühlung“ wurde nach 10 Minuten Laufzeit die oben genannte Kühlung 2 zugeschaltet, um die Reaktion der Elektronik auf massive Kühlung zu ermitteln.
- Der Temperaturfühler für die Messung mit dem Fluke 289 wurde zwischen der ersten und zweiten Kühlrippe von vorne mit ein wenig Knetmasse fest am Lampenkörper fixiert.
- Für das Leuchtstufen-Diagramm wurden mehrere Messungen zusammengefügt da ich die Lampe zwischendrin umprogrammieren musste.
- Nach dem ersten Durchgang bei 25°C Raumtemperatur war ich unsicher und habe den ganzen Krempel doch in den Keller getragen, um dort zwei Laufzeit-Messungen bei 20°C zu machen, Ergebnisse siehe weiter unten…



Ohne Kühlung (kleiner Akku), nach 10 Minuten ca. 20 Km/h Wind zugeschaltet










Mit dauerhafter Kühlung, ca. 8 km/h Wind (kleiner Akku)






Link Wärmebilder: http://abload.de/image.php?img=btl2swbmitkhlrt248kmh6rrc6.jpg



Mit dauerhafter Kühlung, ca. 20 km/h Wind (kleiner Akku), Raumtemperatur 25 Grad







Link Wärmebilder: http://abload.de/image.php?img=btl2swbmitkhl20kmh2se95ks2.jpg




Mit dauerhafter Kühlung, ca. 20 km/h Wind (großer Akku), Raumtemperatur 25 Grad






Link Wärmebilder:http://abload.de/image.php?img=btl2wbmitkhl20kmh2seidds1n.jpg




Mit dauerhafter Kühlung, ca. 20 km/h Wind (kleiner Akku), Raumtemperatur 20 Grad





Link Wärmebilder:http://abload.de/image.php?img=btl2swbmitkhl20kmh2seklsjj.jpg




Mit dauerhafter Kühlung, ca. 20 km/h Wind (großer Akku), Raumtemperatur 20 Grad






Link Wärmebilder:http://abload.de/image.php?img=btl2wbmitkhl20kmh2seivfjnr.jpg




Leuchtstufen-Diagramm


 
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forest

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Acebeam
Die Beamshots:
:beamshot:

Sind bereits in Arbeit… Hier ein trockener „Quick-N-Dirty-White-Wall-Shot“, stark unterbelichtet. Bitte nicht überinterpretieren, der richtige Vergleich kommt erst Outdoor…
Von links nach rechts: Betty TL // BettyR // Betty TL2






Nachtrag: "In Arbeit" ist beendet, hier sind die Beamshots. :D :thumbsup:

Der komplette Leuchtvergleich ist hier zu finden: http://www.taschenlampen-forum.de/showpost.php?p=343788


Daten: Canon EOS 60D mit Canon 17-55/2,8 USM, manueller Modus, Weißabgleich "Tageslicht"

Location 1:
- Blende 7,1, Belichtungszeit 5 Sekunden, ISO 400, Brennweite 17mm
- Entfernung zur Ruine: ca. 55m

Lokation 2:
- Blende 6,3, Belichtungszeit 3,2 Sekunden, ISO 200, Brennweite 23mm
- Entfernung zu den Bäumen (leichte Linkskurve): ca. 45m

Bilder Lokation 1:














Bilder Lokation 2:














Animierte Gif-Bilder















Das Fazit:

Nunja, eine neue Betty TL… ich gebe zuerst mal zu, mittlerweile vollkommen erkrankt zu sein. Eigentlich kann ich mir gar nicht mehr vorstellen wie es ist, zum ersten Mal eine Betty TL in der Hand zu haben. Es ist doch wie beim Auto: Man hat 300 PS und nach zwei Wochen würde man auch 400 PS nehmen… Nach der BettyR ist der Leistungssprung auf 4500 Lumen bei der BTL2 nicht mehr so hoch, aber dennoch bemerkenswert. Denn es handelt sich hier um eine Taschenlampe! Und zwar um eine sehr kleine Taschenlampe im Verhältnis zur Leistung.
Bei der Verarbeitung und Ausstattung setzt Lupine aus meiner Sicht die Messlatte auf ein neues Niveau. Man kann quasi alles programmieren was man möchte, man wird jedem Geschmack bei der Leuchtstufenverteilung gerecht. Es gibt eine rote LED für sehr unauffälliges rumleuchten und man bekommt Zubehör satt.
Zu meckern gibt es immer was, in diesem Fall aber nur Kleinigkeiten, kleine Kleinigkeiten, also Jammern auf höchstem Niveau. Klar, Lupine ist teuer, aber wenn man mal hinter die Kulissen schaut, wenn man sieht mit wie viel Liebe für Details, Qualität und Herzblut dort Lampen entwickelt werden, ist der Preis schon ok. Wenn ich mir überlege, was sich andere Hersteller erlauben… ich denke da an selbstzerstörerische Gewinde, Akkukompatibilität, Sicherheit bei eingebauten Ladesystemen und auch an den Service.
Die Lupine Betty TL2 ist bildlich gesprochen ein tonnenschwerer, aber winzig kleiner Dampfhammer und macht richtig Spaß, Punkt.

Sollte ich etwas vergessen haben oder wenn jemand was Spezielles wissen möchte, einfach melden, ich bin für weitere Ideen sehr offen!


Nur um das klarzustellen: Diesen Test habe ich nur aus Spaß an der Freude erstellt, ich verdiene damit nichts, es ist ein reines Hobby. Und es hat wieder Spaß gemacht! :thumbsup:
Sicherlich sind einige Aussagen nicht rein objektiv, irgendwie spielt immer die eigene Meinung ein wenig mit rein. Aber ich hoffe, ihr könnt euch ein Bild von der Lampe machen und euch eure eigene Meinung bilden.
Danke fürs lesen.

Viele Grüße
Daniel



Nachtrag:
Diashow mit den Bildern von oben:

Video:




Nachtrag 21.07.2013:
Die Betty TL2 ist nun auch auf der Homepage von Lupine gelistet. Dort findet man viele technische Daten und Infos!


Lupine Lighting Systems - Products




Nachtrag 21.07.2013:

Hier ein paar Vergleich-Shots in rot. Fotografiert auf weiße Deckenpanele, Abstand Lampe Decke ca. 70cm. Bitte nicht an dem unförmigen Beam stören! Daran ist die Deckenpanele schuld! In Wirklichkeit ist der Spot rund... :)

Daten: Canon EOS 60D mit Canon 17-55/2,8 USM, manueller Modus, Weißabgleich "Tageslicht", F7,1, Belichtung 1/15 Sek., ISO 100
















Nachtrag 21.07.2013

Vergleich Betty TL2S und Olight X6











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Gonzo

Flashaholic***
12 April 2012
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2.243
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AW: Lupine Betty TL2 und TL2S - 4500 Lumen - Test // Messungen // Bilder

Wow, DAS ist mal ausführlich.
Da ist ja alles bei:thumbup:
Besten dank.

Auch wenn Lupine durch Qualität punktet, finde ich die meisten Lampen vom Design aber eher furchtbar:rolleyes:

Klasse sieht das holster aus! Leder, mal was neues und edles.
 

the_holodoc

Flashaholic**
7 August 2011
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Ein weiteres Mal ist es die reine Freude deinen Ausführungen zu folgen! :thumbsup:

Ein Vorschlag für eine mögliche Ergänzung wäre ein kleiner Beamshotvergleich auf kürzere Distanz in dem die Betty TL2 in den folgenden Varianten antritt:
  • 0,3 W Stufe
  • 2 W Stufe
  • 0,3 W Stufe mit Eagletac Rotfilter
  • 2 W Stufe mit Eagletac Rotfilter
  • 0,8 W Rotlichtstufe der mittleren LED
MfG Frederick
 
  • Danke
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walter01

Ehrenmitglied
12 August 2011
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Wow, deine Reviews sind einach outstanding, Daniel. :thumbsup:

Was man da nicht findet, wird es bei der Lampe auch einfach nicht geben.

Herzlichen Dank dafür. :)

Und was die Lampe angeht: hier hat man offensichtlich den Spagat zwischen minimaler Baugröße und maximaler Leistung mit Bravour gemeistert. :thumbup:

Gruß Walter
 
  • Danke
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forest

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13 September 2010
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Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Worte! :thumbsup:

Und was die Lampe angeht: hier hat man offensichtlich den Spagat zwischen minimaler Baugröße und maximaler Leistung mit Bravour gemeistert. :thumbup:

Gruß Walter

Das sehe ich genauso! :)

Ein Vorschlag für eine mögliche Ergänzung wäre ein kleiner Beamshotvergleich auf kürzere Distanz in dem die Betty TL2 in den folgenden Varianten antritt:
  • 0,3 W Stufe
  • 2 W Stufe
  • 0,3 W Stufe mit Eagletac Rotfilter
  • 2 W Stufe mit Eagletac Rotfilter
  • 0,8 W Rotlichtstufe der mittleren LED
MfG Frederick

Frederick, an dieser Stelle erstmal vielen Dank, ohne Dich gäbe es diese feinen Diagramme nicht! :thumbsup:

Selbstverständlich werde ich diesen Vergleich noch machen. Aber vermutlich nur "auf die weiße Wand". Denn heute Abend muss ich mal früh ins Bett. :peinlich:

Grüße
Daniel

PS: Die BTL2 ist auf der Lupine-Homepage: http://www.lupine.de/produkte/taschenlampen/betty_tl2/
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Auch wenn Lupine durch Qualität punktet, finde ich die meisten Lampen vom Design aber eher furchtbar:rolleyes:.

So unterschiedlich können Geschmäcker sein. Mir gefällt das schlichte schörkellose Design ausgesprochen gut :).

Auch der Grad an Engineering und Perfektion, der in Lupine-Lampen steckt, gefällt mir.:thumbup:


Lobgehudelt wurde ja schon genug, ich möchte ein paar Denkanstöße bzw. (kritische) Fragen beisteuern:

1. Akkus (logisch;)):
Es werden nur Hochtemperaturzellen verbaut, dementsprechend ist die Hitze vom Lampenkopf kein Problem (Infos von Lupine).
...
Die in diesem Test verwendeten Akkus haben 3,0Ah und 6,0Ah und sind mit NCR-Zellen bestückt. In der Serie werden die neueren Zellen verwendet, sie haben dann 3,3Ah und 6,6Ah.
NCR-Zellen? Können nur Panasonic NCR18650/A/B/D/E/F/PD sein, aber welche genau?
a) 3,3Ah sind wohl B, aber zu 3,0Ah wüsste ich keine passende.
b) Hochtemperaturzelle? Die NCR18650B ist für Entladung bis 60°C spezifiziert, aber das sind alle anderen auch.
Vielleicht kann Lupine da mal konkretere Infos beisteuern, welche Zellen es genau sind?

2. UI
Wäre es nicht besser, hier noch einen weiteren Taster zu spendieren? Oder gar ein kleines Display? Beispielsweise zur Anzeige der Akkuspannung beim Anstecken und der entnommenen Ladung beim Ausschalten. Was die Blink- oder Farbcodes zu bedeuten haben, erschließt sich nicht intuitiv.
Wenn man die halbe Bedienungsanleitung auf die Lampe drucken muss (aber gut, dass sie es getan haben!), dann ist doch etwas faul.
Die Lampe ist sicher nichts für Gelegenheitsnutzer. Die muss man in aller Ruhe mit der Anleitung in der Hand programmieren und dann mindestens alle paar Tage mal verwenden, wenn man mehr als nur ein- und ausschalten will.
Ausschalten durch langen Tastendruck mag ich persönlich gar nicht.


3. Das Reglerproblem
...Die kleinste Leuchtstufe ist ja 0,3W, wenn man von einer höheren Stufe dorthin schaltet, schafft der Treiber es nicht auf die 0,3W herunterzuregeln. Startet man die Lampe mit 0,3W oder schaltet von der roten Center-LED auf 0,3W um, gibt es kein Problem. Diese Problematik habe ich auch bei der Wilma mit 2400 Lumen festgestellt und auch mit Lupine diskutiert. Laut Lupine kommt man beim „Herunterdimmen“ zur niedrigsten Stufe an die Regelgrenzen des Treibers. Er kann die untere Leuchtstufe ja korrekt regeln, aber nur „von unten“. Aus einer höheren Stufe klappt es nicht zuverlässig. Dieses Problem kann man umgehen, indem man die kleinste Stufe an erster Stelle programmiert oder wie beschrieben nach der Stufe mit der roten Center LED, dann passt es.
Das ist für mich nicht nachvollziehbar.
Es ist keine große Herausforderung, LED-Strom über einen Bereich von ca. 1:200 sauber zu regeln. Schlimmstenfalls stört der Offset des ADCs oder des Strommessverstärkers, aber das ist kompensierbar.
Wenn das Problem nicht hardwarebedingt ist, klingt es für mich nach einem Rundungsproblem in einem Messwertfilter- oder Regelalgorithmus oder bei einer Stromrampenberechnung - alles leicht zu beheben.
Mein eigentlicher Kritikpunkt ist, warum man dieses wohl schon länger bekannte Problem noch nicht beseitigt hat. Das dürfte nicht allzu schwer sein. Zur Not schaltet man beim Runterschalten auf 0,3W erst mal ein paar Millisekunden lang aus und tastet sich dann "von unten" an 0,3W heran.
Klar, das ist wirklich nur eine Kleinigkeit. Bei einer schnell zusammengeschusterten Noname-Lampe kann man so etwas akzeptieren, aber bei einer Lupine?
 

forest

Ehrenmitglied
13 September 2010
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Olight Shop
1. Akkus (logisch;)):

NCR-Zellen? Können nur Panasonic NCR18650/A/B/D/E/F/PD sein, aber welche genau?
a) 3,3Ah sind wohl B, aber zu 3,0Ah wüsste ich keine passende.
b) Hochtemperaturzelle? Die NCR18650B ist für Entladung bis 60°C spezifiziert, aber das sind alle anderen auch.
Vielleicht kann Lupine da mal konkretere Infos beisteuern, welche Zellen es genau sind?

Nun, hier gibt die genaue Info welcher Typ verwendet wurde:Lupine Lighting Systems - Products

Es handelt sich um Panasonic NCR18650B. Die Beschreibung "Hochtemperaturzelle" kam von mir. Vielleicht war das etwas unglücklich gewählt. Es sollte nur aussagen das die Zellen mit den Temperatur umgehen können. Viele User würden wohl sagen: "Ob die Wärme nicht den Akkus schadet...?" Das alle Zellen auf 60°C spezifiziert sind wusste ich nicht, so tief bin ich in der Akku-Thematik nicht drin. :peinlich:

2. UI
Wäre es nicht besser, hier noch einen weiteren Taster zu spendieren? Oder gar ein kleines Display? Beispielsweise zur Anzeige der Akkuspannung beim Anstecken und der entnommenen Ladung beim Ausschalten. Was die Blink- oder Farbcodes zu bedeuten haben, erschließt sich nicht intuitiv.
Wenn man die halbe Bedienungsanleitung auf die Lampe drucken muss (aber gut, dass sie es getan haben!), dann ist doch etwas faul.
Die Lampe ist sicher nichts für Gelegenheitsnutzer. Die muss man in aller Ruhe mit der Anleitung in der Hand programmieren und dann mindestens alle paar Tage mal verwenden, wenn man mehr als nur ein- und ausschalten will.
Ausschalten durch langen Tastendruck mag ich persönlich gar nicht.

Also ich denke das es nicht möglich ist, auf dem kleinen Raum zwei Taster oder sogar ein Display unterzubringen, welches man dann auch noch lesen kann. Ob sich das dann noch gut bedienen lässt? Je mehr Platz für das Bedienelement draufgeht, desto kleiner wird auch die wärmeableitende Alufläche. Und diese sollte ja so groß wie irgendwie möglich sein, und auch noch schön aussehen.
Ich denke es war einfach die logische Konsequenz das die neu BTL2 auch die überarbeitete Bedienung der Betty-Serie bekommt. Wäre der alte runde Taster verbaut und nur feste Leuchtstufen-Einstellungen wie bei der alten BTL möglich, entspräche das irgendwie nicht diesem kleinen "Monster". ;)

3. Das Reglerproblem

Das ist für mich nicht nachvollziehbar.
Es ist keine große Herausforderung, LED-Strom über einen Bereich von ca. 1:200 sauber zu regeln. Schlimmstenfalls stört der Offset des ADCs oder des Strommessverstärkers, aber das ist kompensierbar.
Wenn das Problem nicht hardwarebedingt ist, klingt es für mich nach einem Rundungsproblem in einem Messwertfilter- oder Regelalgorithmus oder bei einer Stromrampenberechnung - alles leicht zu beheben.
Mein eigentlicher Kritikpunkt ist, warum man dieses wohl schon länger bekannte Problem noch nicht beseitigt hat. Das dürfte nicht allzu schwer sein. Zur Not schaltet man beim Runterschalten auf 0,3W erst mal ein paar Millisekunden lang aus und tastet sich dann "von unten" an 0,3W heran.
Klar, das ist wirklich nur eine Kleinigkeit. Bei einer schnell zusammengeschusterten Noname-Lampe kann man so etwas akzeptieren, aber bei einer Lupine?

Ich gebe zu, das dort auch meine Kompetenz in Sachen Elektronik endet. Aber auf jeden Fall werde ich dieses Thema Kommunizieren und wenn es was neues gibt hier Infos posten.

Bitte schau mal oben in den Link, dort stehen ein paar Details zur Elektronik, vielleicht kannst du damit mehr anfangen als ich. :peinlich:

Zum Beispiel das ein Microprozessor 14-Bit RISC ( 4-Fach PLL) verbaut ist, der Wandler eine Taktung von 32KHz hat und der Prozessortakt 32MHz.

Grüße
Daniel
 

Frank

Admin
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12 November 2009
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Daniel, so ein Taschenlampen-Review sieht man nicht alle Tage. Das geht locker als Welt-Standard durch. Herzlichen Glückwunsch! :AdminLob:
 
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andreas0401

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20 September 2010
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AW: Lupine Betty TL2 und TL2S - 4500 Lumen - Test // Messungen // Bilder

Schönes Review und top Beamshots.
Meine Betty TL2S wird wohl diese Woche kommen.
Gruß
Andreas
 
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Lichtinsdunkel

Flashaholic**
2 Juni 2010
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Witten
taschenlampen-tests.de
Ich hatte mich schon gewundert, warum das mit deinem Review so lange dauert.
Jetzt weiß ich, warum. Mensch, hast du dir Mühe gemacht!
Eine wirklich fantastische Vorstellung der Lampe, vielen Dank dafür!

Gruß
Walter
 
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Fibo

Flashaholic**
27 Oktober 2010
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Braunschweig
...und ich sehe es erst jetzt:mad::peinlich:
Was soll man dazu sagen....kann mich den anderen nur anschließen. Super ausführlich und geil bebildert:thumbup:
Einfach nur saugut:thumbsup:

Die X6 empfand ich ja schon nicht als Thrower weil sie auch aussenrum gut hell machte aber die Lupine......man man man:)

Super schöner Fluter..............muss man mal in Natura sehen......
Eine Lampe die mich mal seit längerer Zeit echt interessiert.......leider der Preis:(
Aber dein Bericht ist schon mal Gold wert. Vielen dank:)
 
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Psychonaut

Flashaholic*
15 August 2012
290
29
28
Hammer Review! :thumbup:

Vielen Dank!

Besonders interessant fand ich den Vergleich mit der X6. Davon hätte es noch mehr geben dürfen, also auch zu anderen Lampen (TM26 etc.). Aber ansonsten hat hier reichlich tolle Infos!
 
G

Gelöschtes Mitglied 4431

Guest
Wieso legen wir Kommunisty Mitglieder nicht alle zusammen und leisten uns eine fürs TLF Forum?

Jeder nen Hunni und dabei käme schon etwas heraus. Das Forum hat 100 regelmässige Visitors (2-3 Besuche pro Woche). 100 mal 100 sind .. :rolleyes:
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
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12 August 2010
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Daniel, hattest du nicht eine eigene Kugel gebaut oder hab ich das falsch in Erinnerung?

Ansonsten hab ich noch ne 50cm Kugel, aus der wir eine Messvorrichtung bauen könnten. Die wäre dann zwar nicht amtlich aber immerhin für eine recht realistische Annäherung tauglich.
 

the_holodoc

Flashaholic**
7 August 2011
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Konnten die 4500 ANSI lumen nachgemessen werden? :)

Diese Lampe noch nicht, aber immerhin sechs Lupine Lampen aus der Vorsaison wurden hier in einer Ulbricht-Kugel vermessen und die Abweichungen der Herstellerangaben von den dort gemessenen Angaben liegen bei maximal 3 % während die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse wohl im Bereich von 1-2% liegt:
Ergebnisliste: Lumenmessungen in einer Ulbricht-Kugel (nur die in schwarz aufgeschriebenen Messwerte)

Hier ein Video mit Erklärungen zu Messprinzip und -ablauf:
Video:
2013 Bike Lights Shootout – 50 LED Lights Measured | Mountain Bike Review
2013 Bike Lights Shootout – Mtbr Lumen Tests | Mountain Bike Review

MfG Frederick
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
G

Gelöschtes Mitglied 4431

Guest
Mit Zusammenlegen meinte ich natürlich das Kaufen einer professionellen Ulbrichtkugel. Fenix zum Beispiel hat die FS2-2060 gekauft.

ref: Fenix News
 

Bulliman

Flashaholic**
17 November 2010
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Seit gestern habe auch ich endlich eine TL2S und bin total begeistert von dem Lämpchen. :thumbsup:

Ich habe einen einzigen Kritikpunkt, den ich soeben mit einem Mitarbeiter von LUPINE besprochen habe.

Die Lampe hat kein Memory :confused: Ehrlich gesagt war ich etwas überrascht und der Mitarbeiter von LUPINE sagte mir auch noch ich wäre der Erste mit einer solchen Anfrage... :eek:

Klar, man kann jede Menge Konstellationen von Leuchtstufen frei programmieren, aber die Lampe startet eben immer in der vorgegeben Reihenfolge und man muss erst alle programmierten Leuchtstufen durchlaufen ehe man in die "zuletzt benutzte Leuchtstufe" zurück gelangt...

Ich kann mich erinnern, dass diese Schaltung bei vielen (oftmals billigen) Chinalampen hier im Forum für "Verriss" und Kritik gesorgt hat.

Bin ich wirklich der Einzige, den das an der TL2S stört?


Gruß Heiko
 
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walter01

Ehrenmitglied
12 August 2011
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Ich habe die Lampe selbst leider nicht, aber wenn so wie so eine Menge von Konstellationen frei zu programmieren sind, dann wäre für mich die logische Erweiterung, dass man zusätzlich programmieren könnte, ob der "memory mode" ein- oder ausgeschaltet sein soll.

Für beide Variante gibt es bestimmt genügend gute Gründe.

Aber so ist es eben: das beste Produkt kann man immer noch weiter verbessern. :)

Gruß Walter
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Ich kann mich erinnern, dass diese Schaltung bei vielen (oftmals billigen) Chinalampen hier im Forum für "Verriss" und Kritik gesorgt hat.

Das lag bzw. liegt aber vor allem daran, dass die China-Hersteller noch gerne Strobe und SOS mit in die Modi-Reihenfolge rein packen, durch die man dann jedes mal durchschalten muss.

Trotzdem gebe ich dir aber recht. Memory müsste doch recht einfach zu implementieren sein. Ich mag es allerdings nicht.
 
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amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
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12 August 2010
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Kein Memory, Wechsel in die nächste Leuchtstufe beim Ausschalten, ausschließlich kaltweiß als Lichtfarbe.

Auch die Art und Weise, ob und wie ein Hersteller auf solche Kritik reagiert, macht m.E. den Unterschied von einem guten zu einem perfekten Produkt. Bezogen auf den Kaufpreis besteht hier m.E. Nachholbedarf. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.... :S
 
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forest

Ehrenmitglied
13 September 2010
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Siegerland
Markus, keine Sorge. Alle Wünsche und Hinweise werden von Lupine aufmerksam gelesen, soviel ich weiß.

Aber nicht alles ist so einfach umzusetzen wie manch einer denkt. Das mit der Ausschaltfunktion ist reichlich tricky glaube ich... :S Ich denke da an Abfrage von fallenden und steigende Flanken am Eingang und so... :pinch:

Aber es gibt auch schon Fortschritte: http://www.taschenlampen-forum.de/b...2-nw-piko-tl-nw-serie-vs-nw-vs-custom-nw.html

Da ist ja auch ne Testlampe von Lupine selbst dazwischen... :)

Grüße
Daniel
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
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12 August 2010
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Eine Wahlmöglichkeit zwischen nw und cw wäre schön. Dann bliebe fast nur noch ein Makel über. Normalweiß anstatt künstliches Kaltweiß + weg mit dem Ausschaltbug und ich werde sicher mehr als eine Lupine kaufen - so eben (noch) keine.
Hatte ja mal eine Minimax gehabt aber die 6000K waren zuviel.
 
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5 Januar 2014
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Markus, keine Sorge. Alle Wünsche und Hinweise werden von Lupine aufmerksam gelesen, soviel ich weiß.

Aber nicht alles ist so einfach umzusetzen wie manch einer denkt. Das mit der Ausschaltfunktion ist reichlich tricky glaube ich... :S Ich denke da an Abfrage von fallenden und steigende Flanken am Eingang und so... :pinch:

Grüße
Daniel

Also so schwer ist das auch nicht! Umschaltung mit der fallenden Flanke und ne Ausschaltabfrage mit der steigenden Flanke die nur über ne zeit von 1s wirkt.
Man muss halt beide Flanken abfragen und mit der steigenden die Zeit starten und gleichzeitig mit ner Und-Verknüpfung das 1-Signal abfragen.

Aber dafür ist dann halt nen etwas anderes Platinenlayout notwendig und sowas kostet auch Geld... aber wenn genug Leute mit Kauf drohen falls sich das ändert denke ich das auch kein Problem sein sollte.
 
Hey forest, vielen Dank für die Messungen.

kannst du noch eine Messung des Temperaturverlaufs machen bei einer Leuchtstufe, wo die Leistung nicht automatisch runtergeregelt wird? Bei der Betty TL2 dürfte das so etwa bei 1500 bis 2000 Lumen liegen.
Ich mach gerade Simulationen verschiedener Lampen und zum validieren der Ergebnisse wären steady-state Ergebnisse gut. Also wo sich bei einer bestimmten Leistung die Temperatur einpendelt. Wichtig ist dabei ohne Wind, da ich den noch nicht berücksichtigt habe.

Danke
 

forest

Ehrenmitglied
13 September 2010
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Siegerland
Hallo,
grundsätzlich ist das keine Problem diese Messung zu machen.
Aber leider ist die Lampe zur Zeit nicht im Haus und momentan ist meine Zeit sehr knapp. Sobald ich die Möglichkeit dazu sehe, melde ich mich. :)

Viele Grüße
Daniel
 

Yasin1981

Flashaholic
20 Juli 2014
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Köln
Meine Betty ist heute angekommen :thumbsup:
Weis jemand vielleicht was die Nummer unter dem "Betty TL 2" Schriftzug aussagt?


 

forest

Ehrenmitglied
13 September 2010
4.805
3.965
113
Siegerland
Oh, freut mich.
Tja, die Nummer ist das Ergebnis der Lumenmessung vor der Auslieferung. Wird automatisch aufgelasert.
Das hast Du ein schlechtes Exemplar erwischt...

Nein, war nur Spaß. Das ist die Seriennummer... :)

Grüsse
 
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Yasin1981

Flashaholic
20 Juli 2014
230
146
43
Köln
Oh, freut mich.
Tja, die Nummer ist das Ergebnis der Lumenmessung vor der Auslieferung. Wird automatisch aufgelasert.
Das hast Du ein schlechtes Exemplar erwischt...

Nein, war nur Spaß. Das ist die Seriennummer... :)

Grüsse

:D

Sind das vielleicht die Lampen die am 07.09. aus der Produktion gekommen sind? :peinlich:
Interessiert mich weil ich habe am 07.09 Geburtstag und ich habe die 0709 bekommen :eek: finde das sehr sehr geil!!! :thumbsup:
 
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Tobias

Flashaholic**
22 Februar 2011
1.472
692
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Aachen
Auch von mir herzlichen Glückwunsch nachträglich.

Ich habe meine vor fast genau einem Jahr bestellt und die Seriennummer 004x (genau weiß ich es nicht, ich verwahre die Lampen im QRL) erhalten. Demnach sind in einem Jahr ca. 700 Menschen besonders glücklich geworden.
 
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Yasin1981

Flashaholic
20 Juli 2014
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Köln
Auch von mir herzlichen Glückwunsch nachträglich.

Ich habe meine vor fast genau einem Jahr bestellt und die Seriennummer 004x (genau weiß ich es nicht, ich verwahre die Lampen im QRL) erhalten. Demnach sind in einem Jahr ca. 700 Menschen besonders glücklich geworden.

Also ist jede Seriennummer nur 1 mal vorhanden? :confused: Sicher?