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LG macht Werbung gegen Verkauf von Lithium-Rundzellen an Privatkäufer

7 November 2019
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Olight Taschenlampen
Trustfire
Es ist eine neue Werbekampagne von LG aufgetaucht, die vor Gefahren der Li-Rundzellen warnt und aufruft, diese nicht zu benutzen. Die Benutzung durch Privatpersonen sei nicht vorgesehen.



Das ist ein Angriff gegen alle, die Geräte auf Basis von Rundzellen bauen.

Einerseits liest es sich so, als wäre es nur ein übertriebener Warnhinweis und ein Versuch, sich noch bevor irgendwelche Anschuldigungen kommen von der Verantwortung für das Produkt freizusprechen. Andererseits kann es ein Baustein in der Kampagne gegen Right to Repair in den USA sein - Gesetze, welche die Firmen verpflichten, Ersatzteile und Reparaturanleitungen für ihre Produkte bereitzustellen (https://en.wikipedia.org/wiki/Electronics_right_to_repair).
 
20 Januar 2020
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MUC
Oder man merkt, dass man das - auf der Erde nicht unbegrenzt vorhandene - Li eher für die E-Mobilität benötigt...?? :glotzen:
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Acebeam
Ohne die Videos angeschaut zu haben: schon seit jeher will keiner der Zellenproduzenten, dass seine Zellen einzeln in die Hände von Endverbrauchern gelangen. Diese Zellen sind nur für Akkupacks bestimmt, nicht für Einzelnutzung. Das steht in Datenblättern und seit einiger Zeit auch direkt auf den Zellen (von LG, Sony/Murata).

Einerseits liest es sich so, als wäre es nur ein übertriebener Warnhinweis und ein Versuch, sich noch bevor irgendwelche Anschuldigungen kommen von der Verantwortung für das Produkt freizusprechen.
Genau das und nichts anderes. Es geht um die Haftungsfrage.

Oder man merkt, dass man das - auf der Erde nicht unbegrenzt vorhandene - Li eher für die E-Mobilität benötigt...??
Die paar ppm der Li-Rundzellen, die an Endverbraucher gelangen, spielen da absolut keine Rolle.
 
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lightboks

Flashaholic*
4 Januar 2019
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Die werden aktuell verklagt, weil irgendwelche Vape Nutzer ihre Zellen mit Kleingeld und Schlüsseln in die Tasche gesteckt haben, und es dann Bumm gemacht hat.

Muss man in dem Kontext sehen.

Pro Elektroauto werden mehrere Tausend Zellen verbaut. Wenn ein Taschenlampen oder Vape Nutzer 2 Zellen von denen kauft, ist das denen finanziell wohl nicht so wichtig.. Wenn dann einer pro 1000 oder 10000 so doof ist, die Dinger falsch zu behandeln und sie per Sammelklage auf ein paar Millioen Schadensesatz verklagt werden, und sie einen Image Schaden erleiden, der sich auf den ganzen Konzern bezieht, ist das wohl weniger egal.. Und LG baut ja auch Computer, Handies, und was weiss ich noch alles.

Daher das Video..
 
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polyphrast

Stammgast
16 September 2019
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Südlich des Weißwurstäquators
[....] als wäre es nur ein übertriebener Warnhinweis [...]
Ich würde nicht sagen, dass dies ein "übertriebener Warnhinweis" ist, das ist ein durchaus berechtiger Warnhinweis. Es darf schließlich keinem kompletten Laien ein Schaden passieren, und diese Gefahr besteht.
Stell Dir nur vor, zwei ungeschützte Zellen gehen durch falsche Behandlung (z.B. durch Zerstörung der isolierenden Folie) in einem Flugzeug durch.

Das Problem der geplanten Obsoleszenz ist durch die Geräthersteller verursacht, nicht die Batteriezelllenhersteller. LG Chem ist es ja auch egal, ob der User ein komplett neues Produkt (mit neuen LG Zellen) kauft oder seine Zellen im alten Produkt durch neue LG Zellen ersetzt, in beiden Fällen verdient LG Geld.
 
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Faschma

Flashaholic
30 Oktober 2019
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Berlin
Die werden aktuell verklagt, weil irgendwelche Vape Nutzer ihre Zellen mit Kleingeld und Schlüsseln in die Tasche gesteckt haben, und es dann Bumm gemacht hat.
Ja, manche lernen es nie, und ich musste auch schon gewaltige Überzeugungsarbeit leisten, damit mein Schwiegersohn seine Dampferakkus endlich in dafür vorgesehene Akkuboxen transportiert.
Ich hoffe, dass uns der Verkauf von Rundzellenakkus an Privatpersonen trotzdem noch lange erhalten bleibt.
 
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helicoil

Flashaholic*
16 Dezember 2017
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Hinter die Niederlandische dunen
Wenn du jemand etwas gibt und gleich dabei sagt was der jenige nicht damit tun soll .....

..... dann denke ich das es immer personen geben wird die, wenn du nicht mehr da bist.......

......genau das tun würden was du abgeraten hast ......

:facepalm: .... ich denke das die neugier nach dem "unbekannte", oder im diesen fall das was abgeraten wurde ....., einfach zu verlockend ist für einige ....... ?(
Ein auto hat ja auch "Stoßstangen" aber die sind nicht da so dass man sie auch mal "benutzen" kann oder "ausprobieren" sollte .... :alk:

Martin
 
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kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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Olight Shop
LG hat hier nicht nur ein Problem mit Lithium-Ionen-Akkus. Ich hatte mal vor Jahren meinen nassen Goldhamster in einer LG Mikrowelle getrocknet. Das hat er nicht überlebt. Es stand hier auch kein Warnhinweis in der Bedienungsanleitung. Es wurde lediglich vor dem Trocknen von nassen Katzen gewarnt, kein Wort von Goldhamstern.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Google mal.. lawsuit lg 18650.. Da sind sogar mehrere zu finden.
Alles Dampfer. Des Chinesen, der die schrottige Dampferelektronik gebaut hat, kann man natürlich nicht habhaft werden, deswegen wird halt der Akkuhersteller verklagt. Der die Zellen noch gar nie an Endanwender verkauft hat und das auch nicht will bzw. auch strikt untersagt.
Bezeichnenderweise alle aus USA, wo jeder jeden verklagt. Und nie liest man von Urteilen, immer nur von Klagen.
Vielen ist das Ding direkt in der Hosentasche hochgegangen. Vermutlich ungeschützt in der Tasche getragen, zusammen mit Schlüsselbund und Münzen.
Da verklagt einer ernsthaft seinen E-Zig-Händler, weil der ihn nicht davor gewarnt hatte, den Akku ungeschützt in der Hosentasche zu tragen. Womit wir bei der Katze in der Mikrowelle wären.
Ich würde mich jedenfalls schämen, wegen meiner eigenen Dummheit jemand anderen zu verklagen.
 

lightboks

Flashaholic*
4 Januar 2019
932
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Hab vorhin nur den erstbesten Lawsuit. durchgelesen.. E cigarette an den mund.. Knopfdruck. Bumm. Haare angebrannt. Kiefer gebrochen. Zähne verloren.. Gesicht verbrannt. Und natürlich scheisse eingeatmet.

Kläger verklagt den vape shop für das Gerät und LG chem wegen Akku.

Kann ich ja verstehen.

Ob die Person es nun selber verschuldet hat, will ich nicht beurteilen.

Ich rauche dann lieber erstmal ne zigarette. Und höre hoffentlich irgendwann damit auf.

Ich passe auf meine Akkus gut auf, aber hoffe, dass mir niemals eine Taschenlampe in der rechten Hand hochgeht.

Manchmal brauchts ja nur nicht rausgepustete Metallreste die dir den Akku zerkratzen und lustig rumwandern.

Grad bei Taschenlamen mit Ladeport, wo Muggle/Ottonormalverbraucher nie reinschaut, kann das ein Risko sein, wenn der Hersteller geschlampt hat.

Aber zum Glück können wir da ja selber reinschauen. Die meisten Hersteller für uns Enthusiasten haben das ja kapiert, dass man nicht alles verklebt haben will.

Und alle Einsteigerlampen von von uns als gut befundenen Herstellern, die ich für andere geordert hatte, waren alle ok.

Trifft natürlich nicht für die 1000000 Lumen Lampen bei Amazon mit zweifelhaften Akkus und Herstellerstandards zu.

Aber man konnte letztes jahr bei Abrechts Discounter in jeder Filiale 18650er Kopflampen mit akku, Usb port mit sehr zweifelhafter Wasserdichtigkeit für 10 oder 20 euro bekommen. Der akku war mit einer einfachen Gummiabdeckung gegen Deppenhände gesichert. Oder Kinderhände. Eigentlich Wahnsinn so ein Produkt millionenfach zu verkaufen..

Ich find es deshalb sogar fast gut, dass LG versucht klarzumachen, dass das bumm machen kann, wenn man nicht weiss, was man macht.

Die richtigen Schlüsse muss der Anwender ziehen. Aber dazu muss der erstmal wissen, was man da in der Hand hat.

Und man muss leider immer vom dümmsten anzunehmenden Anwender ausgehen.

LG will natürlich seinen Arsch retten, aber Nutzeraufkärung ist auch nie verkehrt.
 
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