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Leuchtdichte, Überstrombarkeit Luminus SBT-90 2nd gen (SBT-90.2)

sma

Flashaholic**
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Hier ein Intermezzo von den Bauarbeiten am Glas-Röhrle (Schwester vom Plaschdik-Röhrle). Ein kurzer Teaser als Bild, ganz hübsch, nicht? :

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Wir sind aber noch recht unzufrieden, weil das Gerät bisher gefühlt eher Dunkelheit verbreitet. Zumal ohne Wavien wegen Reflektorbauweise.

Ich kam aber endlich mal dazu, die SBT-90.2 unter die Lupe zu nehmen. Seltsam, dass ich keine früheren Leuchtdichte-Messungen gefunden habe. Vielleicht hab ich nur falsch gesucht? Meine Lumenmessungen waren diesmal eher grobmotorisch. Das Gejammere dazu lieber ganz unten *).

Es handelt sich um eine "Luminus SBT-90 second generation (auch SBT-90.2) 5700K SBT-90-WDS-F72-SA600", im Januar 2020 von Neals Gadgets erworben.
Hier ein Übersichtslink zu Luminus mit den Datenblättern. Laut Fluxbin sollte sie bei 9A mind. 2780 lm bringen. Ich kam mit Korrekturfaktoren bei mir letztlich auf ~2690 lm. Die Lumenkugel ist aber derzeit ein Schätzeisen. Außerdem haben wir die LED in der Lampe zwischendurch auch ein paar mal kurz aber hart rangenommen (knapp 40A), so dass sie in dem Moment schon deutlich ins Bläuliche geschielt hat :cool:
  • Lux-Messung auf 2 Meter (da hell genug), auf einem dunklen Teppich ohne besondere Lichtblenden, Hintergrund 5% abgezogen.
  • Lumenwerte bei 4 und 10 A gemessen und die Übrigen dann aus den Luxmessungen zurückgerechnet. Bei höheren Werten sowieso, da die Lumenkugel maximal 3700 lm zeigt.
Danke an Andi für diese phänomenale Kühlkörper-Kopplung! Nebendran der Treiber, den wir gerade für CFT-90 und SBT-90.2 nehmen, ein AP-D5830A.

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Diese zweistöckige Bauweise wurde erforderlich, weil die LED deutlich in den Parabolreflektor hineingeschoben werden muss. Der ist ursprünglich für Bogenlampen ausgelegt und reicht dann bei der LED auch hinter den Emitter (wo Bogenlampen ja auch noch hinleuchten).

Der Kühlkörper funktioniert bestens, aber der Kleinere obendrauf muss bei hohen Strömen dann doch schwer schaffen: Bei 30A hat die Front nach 90s dann schon 64°C . Deshalb habe ich auch nicht mehr weiter gemessen, es wurde zunehmend schwieriger, alles richtig kühl zu halten und den Strom mit dem kleinen Drehpoti und Rübenfingern schnell aber punktgenau einzustellen. Da aktuell alle - bis auf mich *grunz* - jegliches Vertrauen in den Reflektor verloren haben, wird auch die Kühlkörperbauweise voraussichtlich nochmal umgebaut.

Hier das Ergebnis:

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Die LED macht schon was her:
  • maximal wohl 250-260 cd/mm²
  • bei 22.5 A (Datenblatt-Nennstrom der CFT-90) knapp 225 cd/mm². Da liegt die CFT-90 bei etwa 185 cd/mm².
  • bei 18A (Datenblatt-Maximalstrom SBT-90.2) knapp 200 cd/mm²

Ich kann nicht einschätzen, wieviel bei den höheren Strömen auf das Konto von unserer Bauweise geht (bei der CFT-90 ist der integrierte "Star", siehe Bilder dort, natürlich optimal) -- und wieviel auf die LED selbst geht (weniger belastbar, eventuell auch unsere vorausgegangenen "Stresstests"). Ich gehe aber davon aus, dass es insgesamt trotzdem einigermaßen passt.

*) Gejammere:

Bei der Gelegenheit habe ich festgestellt, dass meine Lumenkugel king-of-drift-and-slide ist. Als Kontrolle hatte ich mein Exemplar der CFT-90 nochmal gemessen (ich hab mir leider keine kleine aber langzeitstabile Quelle definiert) und hatte nur noch 85% des Wertes vom Okt 2017. Und die Messungen sind eh knifflig, weil unsere Schrauben bei diesen LEDs so weit rausstehen. Immerhin: Die Werte für die Lichtstärke der CFT-90 hingegen sind bis auf 1% gleich geblieben, meine Luxmeter sind also OK.
Außerdem messe ich zur Zeit nicht in meiner umgebauten Küche Werkstatt, sondern in meinem Zweit-Home-Office im Wohnzimmer, nur mit dem Notwendigsten, am nächsten Morgen muss alles abgebaut sein. Ich hoffe, ich habe keine all zu schrägen Messfehler mitgenommen.
Bestromen wollte ich mit dem Labornetzgerät. Dann habe ich gemerkt, dass mein kleineres eh nur bis 20 geht, ich aber bis 30 A messen wollte. Also den Treiber angeschlossen. Seltsamerweise hatte ich etwas unterschiedliche Werte. Es ist immer ein Vergnügen, wenn Vergleichsmessungen neue Fragen statt Gewissheit aufwerfen! Naja, "grobmotorisch" hatte ich oben ja schon erwähnt... Ich hab die nächten beiden Abende nochmal kürzer hier und da nachgemessen um einige Seltsamkeiten loszuwerden.
 
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Mechernich
Ah, Danke für die SBT90.2 Werte bei >30A.
Habe von den Dingern unter anderem auch 5 Stück in meiner dicken Eigenbau Lampe, und konnte bisher nicht den Total-Output in Lumen messen, sondern habe nur eine Messreihe gemacht, um den optimalen Strom zu bestimmen. Ich habe meine Treiber (Buck) so entworfen, dass ich bis zu 38A durch die LED schicken kann. Per Auswertung der Lux auf 2m hab ich dann ermittelt, dass bei ca. 33A das Maximum an Intensität ist.
Schön diesen Wert hier noch mal bestätigt zu sehen....
 
  • Danke
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Habe von den Dingern unter anderem auch 5 Stück in meiner dicken Eigenbau Lampe, und konnte bisher nicht den Total-Output in Lumen messen, sondern habe nur eine Messreihe gemacht, um den optimalen Strom zu bestimmen. Ich habe meine Treiber (Buck) so entworfen, dass ich bis zu 38A durch die LED schicken kann. Per Auswertung der Lux auf 2m hab ich dann ermittelt, dass bei ca. 33A das Maximum an Intensität ist.
PS: das ist der sehr schicke Knochen hier :- )

Da sich bei LEDs die Abstrahl-Charakteristik nicht mit dem Strom ändert (das sieht bei HIDs anders aus), kann man einfach mit einem Luxmeter ohne irgendwelche Optik (d.h. ohne jegliches Gefummel) in der Nähe der LED messen. Max-Lux ist dann genau auch Max-Strom und Max-Lumen :thumbup:
 
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