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LED-Lampe (cheap chinese stuff) mit 14500er?

Foxfire

Stammgast
20 Januar 2020
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MUC
Olight Taschenlampen
Trustfire
Als Neuling in Eurer Runde sei mir folgende (vielleicht äußerst triviale) Frage gestattet.
Bisher habe ich diese LED-Lampe mit AA Batterien oder NiMH-Akkus betrieben. Vom Lampenrohr her passt aber bequem auch ein 14500er rein (oder sogar was mit noch einem größeren Durchmesser).



Aber: mit den AA Battereien oder NiMH-Akkus leuchtete die Lampe richtig hell (gefühlt ~100 lm).
Tue ich den 14500er (frisch aus'm Charger) rein, dann leuchtet die LED nur mit stark reduzierter Helligkeit (gefühlt ~20 lm).



Seit heute leuchtet die LED nun auch mit AA oder NiMH nicht mehr so hell, wie noch vor ein paar Tagen...



Frage 1: Wieso bringt die LED mit den 4,15 V vom 14500er nur diese funzeligen 20 lm, wenn sie doch mit den 1,5V vom AA oder den 1,2V vom NiMH so schön hell leuchtet (bzw. geleuchtet hat)?
Frage 2: Wenn die LED "durchgebrannt" wäre, dürfte sie doch überhaupt nicht mehr leuchten, oder?
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Frage 1: Wieso bringt die LED mit den 4,15 V vom 14500er nur diese funzeligen 20 lm, wenn sie doch mit den 1,5V vom AA oder den 1,2V vom NiMH so schön hell leuchtet (bzw. geleuchtet hat)?
Vermutlich ist die Treibereektronik nicht für die hohe Spannung von Lithium-Akkus ausgelegt.
Entsprechend reagiert sie nicht allzu gut auf die Verwendung eines 14500er-Akkus...
Frage 2: Wenn die LED "durchgebrannt" wäre, dürfte sie doch überhaupt nicht mehr leuchten, oder?
Die LED ist evtl. noch in Ordnung, aber die Treiberelektronik vermutlich nicht mehr.

LED-Taschenlampen verwenden in den allermeisten Fällen eine entsprechende Regelelektronik, die die Strombegrenzung für die LED sicherstellt. Je nach Auslegung ist deren Arbeitsspannungsbereich begrenzt.
Es ist denkbar, dass du die Elektronik durch die Verwendung des 14500er-Akkus beschädigt hast.

Ohne Details zur Lampe und zum Aufbau von deren Elektronikschaltung zu kennen, sind das aber nur Spekulationen.
 
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Foxfire

Stammgast
20 Januar 2020
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Acebeam
Danke für die schnelle Antwort.
Auf dem Akku steht: "Short ciruit, over charge and discharge protection: PCB"
Heißt das, dass es ein sog. "geschützer Akku" ist?
 

KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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Auf dem Akku steht: "Short ciruit, over charge and discharge protection: PCB"
Heißt das, dass es ein sog. "geschützer Akku" ist?
Prinzipiell ja. Aber der pfiffige Chinese verwendet zu gerne bei "China Junk" Akkus wo eine Schutzschaltung versprochen ist, die in der Realität aber fehlt. Eine Schrumpfschlauch Beschriftung macht nämlich noch keine Schutzschaltung.
Ich würde die angeknipste Lampe + Akku auch klar in die Schublade "China Junk" schmeißen. Dieses Zeug wird in der Regel incl. Versand für weniger verkauft was ein BigMac kostet. Da sollte man reell nix erwarten was nicht in diese Schublade kommt.
 
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Foxfire

Stammgast
20 Januar 2020
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MUC
Sollte der Akku tatsächlich eine Schutzschaltung haben und wenn er wegen "Überladung" mal in die Schutzschlatung geht, muss ich dann am Ladegerät irgendwas einstellen , um ihn "aus dieser Schutzschaltung" wieder rauszuholen? Oder ist das eher ein einfach Bimetall-Streifen, der nach "Abkühlung" den Kontakt wieder schließt, so dass ich gar nix machen muss?
Mein zweiter 16400 "UltraFire" zeigt nämlich dauerhaft 0,0 V an. Scheint wohl DOA zu sein oder hat mein Lader (Efest LUC 8) den 16400er beim ersten Ladeversuch gekillt?
 

tdmtreiber11

Flashaholic**
6 Juli 2015
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Bayern
www.polizei.bayern.de
Danke für die schnelle Antwort.
Auf dem Akku steht: "Short ciruit, over charge and discharge protection: PCB"
Heißt das, dass es ein sog. "geschützer Akku" ist?
Schon allein die Tatsache, dass ""Short ciruit"" auf den Akku steht stellt mit die Nackenhaare auf. Das weiss sogar ich mit meinen 6 Jahren Schulenglisch, die schon 43 Jahre zurückliegen, das Kurzschluss auf Englisch ""Short Circuit"" heisst.

Abgesehen davon haben Akkus mit der Endung ......fire hier keinen guten Namen. Stopf ihn am besten nach Abkleben der Pole (Kurzschlußgefahr) in die Batterietonne.
 
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Foxfire

Stammgast
20 Januar 2020
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MUC
Danke für Eure schnellen Antworten und Eure sachkundigen Infos. Dann werde ich an den Li-Ionen-Akkus lieber nicht weiter rumspielen. Denn als ich noch Modellflugzeuge fliegen ließ, hatte ich mal unvorsichtigerweise einen LiPo abgefackelt ... :glotzen:
 

lightboks

Flashaholic**
4 Januar 2019
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Ich hb auch schonmal einen 14500er versuchsweise in eine 2,50 euro Zoom Lampe gesteckt. Meine hat es überlebt und es war auch echt witzig, wie die plötzlich abging. Kleines Laserschwert.. Kann man mal probieren. Aber nicht alle Lampen halten das aus, auch nicht AA Lampen von Markenherstellern, es sei denn der Hersteller gibt es so an, dass das geht.

Zum Akku.. Die Ultrafire Akkus heissen nicht umsonst so. Bitte abkleben und sofort recyceln. Die kaputte Zoom Lampe auch. Dann kauf dir für 20 bis 30 euro eine gute Einsteigerlampe mit 18650 Akku.

Z.B. Wurkkos fc11, Sofirn sc31b oder Wowtac a6. Die können alle auch intern laden. Wenn du schon ein Ladegerät hast, schau mal ob es das Bundle mit der BLF A6 und Samsung 30Q Akku noch für ca 20 euro gibt. Auch eine gute günstige Lampe und ein richtig guter Akku.
 
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Foxfire

Stammgast
20 Januar 2020
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MUC
Habe mich zum Einsteig für eine Thrunite TC15 in der Outsider Edition entschieden und wieder den Spass an Taschenlampen gefunden (wie in meiner Kindheit).

Guckst Du hier:


Dabei fiel mir ein, dass ich noch eine alte MAGlite 2AA habe. Flugs ein LED-Modul bestellt und nachgerüstet:


Beim Rumkramen habe ich dann die eingangs erwähnte Zoom-LED-Lampe und zwei 16400er "Ultra Fire" gefunden und angefangen herumzuspielen. Mit AA oder NiMH leuchtete sie hell, mit dem 16400 nicht einmal ein Blitz am Anfang, sondern immer nur im "Moonlight"-Mode. Zunächst leuchtete sie nach Wechsel auf AA oder NiMH wieder gewohnt hell. Aber nach ca. 1/4 h herumspielen war nur noch Dauer-FireFly... :-(
 

lightboks

Flashaholic**
4 Januar 2019
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Die tk15 ist auch eine sehr gute Wahl.

Hatte mal einen Elektrorasierer mit kaputten fest verbauten Akkus gehabt. Da ich ihn ohne Beschädigung nicht aufbekommen habe, habe ich dann ein Kabel statt Akkus eingebaut, um ihn per Netzteil zu betreiben. Einmal habe ich leider vergessen es von 9 volt wieder auf 3 oder 4.5 umzustellen.. Drehte sich kurz überraschend schnell. Dann machte es "piff" und er rauchte ab. Seitdem Nassrasur.
 
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Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
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Raffnixhausen
Dabei fiel mir ein, dass ich noch eine alte MAGlite 2AA habe. Flugs ein LED-Modul bestellt und nachgerüstet:


Beim Rumkramen habe ich dann die eingangs erwähnte Zoom-LED-Lampe und zwei 16400er "Ultra Fire" gefunden und angefangen herumzuspielen. Mit AA oder NiMH leuchtete sie hell, mit dem 16400 nicht einmal ein Blitz am Anfang, sondern immer nur im "Moonlight"-Mode. Zunächst leuchtete sie nach Wechsel auf AA oder NiMH wieder gewohnt hell. Aber nach ca. 1/4 h herumspielen war nur noch Dauer-FireFly... :-(
Guck mal auf die Verpackung. Da steht: 1-3 Volt. Finde den Fehler.

Sei mir nicht böse - dein Username ist gut gewählt ;-).
 

Foxfire

Stammgast
20 Januar 2020
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Ey? ;)
Die MAGlite habe ich nicht mit dem 16400er betrieben, sondern die im Eingangspost erwähnte billige China-Zoom-EDC...
 

Foxfire

Stammgast
20 Januar 2020
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MUC
Trotzdem Danke für diesen Hinweis... häufig sehe ich nämlich den "Wald vor lauter Bäumen" nicht (oder wie das heißt). :cool:
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Ein paar deiner Fragen wurden ja eher ignoriert, als beantwortet.
Das möchte ich - unabhängig vom Akku - noch nachholen.
Sollte der Akku tatsächlich eine Schutzschaltung haben und wenn er wegen "Überladung" mal in die Schutzschlatung geht, muss ich dann am Ladegerät irgendwas einstellen , um ihn "aus dieser Schutzschaltung" wieder rauszuholen?
Nein, der Überladungsschutz greift nur ein, bei Strom, der in die Lampe rein fließt.
Sobald man so einen Akku aus seiner Ladesituation befreit, setzt sich der Überladungsschutz automatisch zurück.
Mein zweiter 16400 "UltraFire" zeigt nämlich dauerhaft 0,0 V an. Scheint wohl DOA zu sein oder hat mein Lader (Efest LUC 8) den 16400er beim ersten Ladeversuch gekillt?
Da hat dann wohl eher der Tiefentladungsschutz gegriffen. Wenn die Zelle tiefer als vorgesehen entladen wird, dann trennt ein Tiefentladungsschutz den Stromkreis auf, bis der Akku wieder geladen wird. Daher misst man dann 0.0 V Zellenspannung.
Die meisten halbwegs guten Ladegeräte für Lithium-Akkus setzen die Schutzschaltung gegen Tiefentladung beim nächsten Ladevorgang automatisch zurück. Es gibt aber auch Modelle, die das nicht können.

Da alles ist allgemein gültig für Akkus mit Schutzschaltung. Das sagt nicht aus, dass deine schrottigen Ultrafire-Akkus überhaupt eine solche besitzen!
Und natürlich ist nicht auszuschließen, dass der Akku dennoch defekt ist...
 
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Foxfire

Stammgast
20 Januar 2020
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Danke für diese ausführliche Beantwortung!
Eure Ratschläge bzgl. der "UltraFire" werde ich beherzigen und diese Zellen schleunigst entsorgen...
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Auf dem Akku steht: "Short ciruit, over charge and discharge protection: PCB"
Heißt das, dass es ein sog. "geschützer Akku" ist?
Nein. Nichts von dem, was da drauf steht, stimmt. Auch die Kapazität nicht. Keine Schutzschaltung (PCB), kein Kurzschluss-, Tiefentladungs- oder Überladeschutz.

Möglicherweise leuchtet die Lampe damit einfach nur deswegen so funzelig, weil der Akku extrem mies (hochohmig) ist, d.h. den nötigen Strom nicht liefern kann.
 

Foxfire

Stammgast
20 Januar 2020
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MUC
Update:
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Besagter Li-Ion sorgte immer dafür, dass die Kleine nur noch schwach mit gefühlt <20 lm leuchtete, egal welche Batterie/Akku ich danach einlegte. Davon ausgehend, dass der 18650 UltraFire die Elektronik der Lampe angeschlagen hat, wollte ich sie mit einem 1.2V NiMH als Moonlight neben mir am Bett leuchten lassen. Nach 5 .. 10 min begann sie (mit besagter NiMH-Zelle) immer heller zu leuchten, um nun wieder ihre frühere Leuchtstärke erreicht zu haben...?!
noname.jpg