LED-Arbeitsleuchte Zellenwechsel

Dieses Thema im Forum "Taschenlampen-Reparaturen" wurde erstellt von eisderbaer, 12. Dezember 2018.

  1. Hallo,

    habe mir unlängst diese Arbeitsleuchte gekauft -> https://www.amazon.de/gp/product/B079GZMQD5/ref=oh_aui_detailpage_o08_s00?ie=UTF8&psc=1 und bin auch sehr zufrieden damit (für meine Zwecke genügt die) - zumindest was die Lichtausbeute (Flooder) und das Magnet (Neodym!) betrifft. Einzig die einzelne LED an der Lampenspitze kann man vergessen (aber in der Not frisst bekanntermaßen der Teufel ja auch Fliegen ;)).
    Was mir hingegen etwas Kopfzerbrechen macht, ist der mMn schwache 18650er Akku (nur 1800 mAh) und die Textpassage in der BDA: "...Unplug the charger when full charge. Do not overcharge...". 'Overcharge'? Hm... Der Ladevorgang wird doch eigentlich beendet wenn der Akku voll ist - zumindest signalisiert das so die Lade-LED!?
    Lohnt sich ein Austausch des jetzigen Akkus gegen einen 'etwas potenteren'? Oder wird die Aufladung des Akkus durch die Ladeelektronik (Platine) bei erreichen einer gewissen Leistung (mAh) beendet (ist also auf den werksseitigen Akku konfiguriert)? So dass sich der Einbau eines stärkeren Akkus nicht rentiert?

    Danke schon mal.
     
  2. Folomov
    Hallo eisderbaer,

    Ich bin zwar ne echte Elektronikniete, aber ich gehe davon aus, daß der Ladevorgang bei einer bestimmten Spannung beendet wird.
    Ein Akku mit höherer Kapazität sollte dann auch längere Nutzungsdauer bringen. Wenn sogar ein protected Akku passen würde, wäre das in dieser doch recht preiswerten Lampe vielleicht kein Nachteil...

    Gruß
    Carsten
     
    eisderbaer hat sich hierfür bedankt.
  3. ...es könnte sich bei den verbauten sogar (anhand der Kerbe?) um einen geschützten (Flat-top)Akku handeln (die Länge: 66mm - ist leider mehr oder weniger komplett in Schrumpfschlauch gehüllt)...

    IMG_20181212_091104[1].jpg IMG_20181212_091646[1].jpg

    Edit sagt:
    ...geschützter Button-top passt von der Länge her...

    IMG_20181212_092456[1].jpg
     
    #3 eisderbaer, 12. Dezember 2018
    Zuletzt bearbeitet: 12. Dezember 2018
  4. Acebeam
    Nein, ich sehe die umlaufende Einkerbung als den normalen Bördelrand am Kopf (Pluspol) jeder 18650er-Rundzelle. Geschützt ist die Zelle zu 99,9% nicht.

    Ausgehend von dem, was ich von der Platine erkennen kann, ist da eine ganz einfache 1-Chip-Ladeschaltung verbaut, die die Kennlinien und den Ladestrom fest in der Hardware verankert haben. So etwas ist Standardware, kostet nur wenige Cent und braucht nur wenig Platz.
    Ähnliche Ladeschaltungen findet man in einfachen 1-Zellen-Akkuschraubern (Bosch Ixo und vergleichbare Geräte).
    Ohne eine genauere Analyse ist es nicht sicher, aber ggf. haben die Deppen dort eine Ladeschaltung mit Erhaltungsladung verbaut - was bei Li-Akkus ziemlich dämlich wäre.
    Oder es ist einfach nur ein dusseliger Übersetzungs- oder Copy&Paste-Fehler...

    Unter'm Strich sehe ich jetzt erst einmal keinen naheliegenden Grund, der dagegen spräche dort eine Zelle mit höherer Kapazität einzubauen.
    Und wenn's passt ist natürlich eine geschützte Zelle die sicherere Wahl, also warum nicht.

    Viel Erfolg!
     
    eisderbaer hat sich hierfür bedankt.
  5. +1

    Und nach Möglichkeit Akku mit Lötfahne auswählen, Li-Ions mögen die Lötbraterei direkt am Körper nicht so besonders.

    Gruß Micha

    Edit: Geschützt und Lötfahne schließt sich wohl aus. Also bliebe nur die Wahl oder.
     
    #5 Lichtmichl, 12. Dezember 2018
    Zuletzt bearbeitet: 12. Dezember 2018
  6. Und spätestens da beißt sich mMn die Katze in den Schwanz...

    Oder kannst du mir einen geschützten Akku mit Lötfahnen empfehlen?
    (Zumindest bei Akkuteile konnte ich solche nicht finden.)
     
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Hab´s gerade selber gemerkt und editiert. ;)

    Gruß Micha
     
  8. Ich würde den grösseren relativ leeren Akku einbauen und den Spannungsverlauf messen.

    Mein Bruder hat sich z.b. für sei Makita Werkzeug 9000er Akkus besorgt.
    Da sind 15 Stück 30Q Zellen drin.

    Wenn er den auf seinen Makita Lader steckt wird der nicht voll geladen. Offensichtlich ist in den Akkus ne Elektronik der 3000er Akkus eingebaut so das nur 3000 geladen werden.

    Pack ich den Akku an meinen Modellbau Lader werden über 9000 rein geladen und sein Werkzeug läuft auch 3 mal so lang.

    Leistung ist also da aber das original Ladegerät kommt mit der Lade Elektronik nicht klar.

    Im Zweifel einfach messen und wenn bis 4.2 Volt geladen wird sollte dein Akku egal wie groß auch geladen werden.
     
  9. Sofern man das auf den Fotos sehen kann, ist dort ein Lade-IC verbaut. Würde mich nicht wundern, wenn auf dem linken Vierbeiner TP4056 steht.
    Tiefentladeschutz scheint nicht drin zu sein, aber ganz so kritisch ist das nicht, weil durch die LEDs bei leerer Zelle (<2,5V) eh kein Strom mehr fließt. Gefahr besteht nur, wenn man die Lampe stunden- oder tagelang eingeschaltet leer liegen lässt, dann reichen auch ein paar µA, um die Zelle in Tiefentladung zu ziehen.


    OT:

    Fängt er wieder an zu laden, wenn man ihn abnimmt, einige Minuten wartet und erneut draufsteckt?
    Vielleicht ist es ja nur eine einfache Zeitbegrenzung.

    Wenn dagegen ein richtiges BMS mit Ladungsbilanzierung drin ist, wird das eine Verdreifachung der Kapazität kaum zulassen. Dann kann man von Glück sagen, dass es beim Zellentausch nicht komplett dicht gemacht hat.
     
    #9 light-wolff, 12. Dezember 2018
    Zuletzt bearbeitet: 13. Dezember 2018
  10. Ja er fängt dann wieder an aber Eiert dann rum.
    Hab das mal mitgeloggt.

    Auch ist kein Balancer verbaut.

    Vermutlich billigakku Nachbau aber mit super Zellen.

    Ich hab ihm jetzt nen Balancer angelötet und er lädt überm Modellbaulader.
    Also alles gut.

    Aber einfach kaufen und nutzen ist nicht.
    Das ist schon wieder Beschiss.
     
  11. OT Makita:

    Ach so, nicht die Zellen im Akkupack getauscht, sondern kompletten Akkupack gekauft.
     
  12. Mein USB-Detektor zeigt 0 mA, wenn das Laden beendet ist. Ich weiß aber nicht, wie genau der Detektor ist.
     
  13. Genau light wolf
     
  14. Das ist auch zu erwarten, wenn wie in #9 vermutet ein Lade-IC drinsteckt. Dann fließt nur noch der Strom für die Anzeige-LED, unter 5mA.

    So ist es. In Anleitungen steht sehr viel Unsinn, meistens nur aus Haftungsründen oder damit es wichtig klingt.

    Garantiert. Gibt entsprechend längere Laufzeit.

    Bei diesem einfachen Teil sicher nicht.
     
  15. Olight Shop
    Aber, wenn das schon kein geschützter Akku in dieser Lampe ist, dann muss doch irgendwas da sein um selbigen nicht zu überladen bzw. tief entladen? (Das ist doch sonst quasi lebensgefährlich!?)

    Hier mal noch ein Bild von der Platine.
    [​IMG]
     
  16. siehe oben, hier nochmal bequem ohne Scrollen:
    Edit: wie vermutet Lade-IC TP4056.
     
    eisderbaer hat sich hierfür bedankt.
  17. Na ja, der Ladekontrollchip macht das mit dem Laden alles. Er lädt mit dem korrekten Verfahren und schaltet bei Erreichen der Ladeschlussspannung ab.
    Der Ladekontrollchip ist übrigens tatsächlich ein TP4056 (ist auf dem großen letzten Bild zu erkennen).
    Das ist ein Standardprodukt für solche Ladeschaltungen und bei dir ist er auf 780 mA Ladestrom eingestellt (max. 1.0 A sind möglich).

    Ob da ein Tiefentladeschutz in der Leuchte drin ist, lässt sich aber jetzt so nicht erkennen. Falls ja, dann ist es meistens über zusätzliche Bauteile realisiert und falls nein, dann sollte der Ladekontrollchip das Aufladen verweigern.

    Aber erwarte von einem einfach Wegwerfprodukt dieser Art auch keine Wunder...
     
    #17 steidlmick, 13. Dezember 2018
    Zuletzt bearbeitet: 13. Dezember 2018
    eisderbaer hat sich hierfür bedankt.
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