Acebeam Taschenlampen
Imalent Taschenlampen

Lithium Laden von Li-Ionen Akkus in der Lampe - welche Schutzmaßnahmen sind implementiert?

bemymonkey

Flashaholic*
31 Januar 2012
343
47
28
Olight Taschenlampen
Trustfire
Hi zusammen... mich würde interessieren, wie der Wissensstand um in Lampen integrierte Ladeschaltungen so ist.

Mir scheint, es hat hier oder in den anderen einschlägigen Taschenlampen-Foren (BLF, CPF) keiner Bedenken zu diesem neuen Trend, Akkus direkt in der Lampe per USB oder Hohlstecker aufzuladen. Bei einer Lampe mit einer einzelnen Zelle und anständigen Akkus kann ich mir gut vorstellen, dass das lange Zeit gut geht, aber wenn ich dann z.B. die DX80 mit ihrem 8-Zellen (was ist das für eine Konfiguration, 4S2P?) Akkupack sehe, wird mir tatsächlich ein wenig mulmig. Haben die Teile überhaupt eine Balancing Elektronik? Oder wird der gesamte Pack einfach stumpf auf 4x4.2V=16.8V gebracht und fertig?

Abgesehen von dem Aufladen in Serie geschaltener Akkus ohne Balancing kommt noch das Laden in der Lampe an sich, auch wenn's nur eine Zelle ist.

Wenn man sich mal die Berichte zu Unfällen mit Li-Ionen Akkus anschaut, die so im Netz kursieren, so finden diese (bis auf den Bereich E-Zigaretten) sehr oft beim Aufladen Laden statt. Versehentlich tiefentladene Akkus gehen z.B. soweit ich weiß oft beim Laden auf, und eher weniger beim darauffolgenden Entladen.


Die wichtigsten Faktoren, wie ich sie sehe:

1. Tatsächliches Ausgasen, Explosion o.Ä. in der geschlossenen Lampe statt offen im externen Lader.

2. Eingangs-Schnittstellen ohne fest spezifizierte Eingangsspannung - Hohlstecker wie bei der DX80 z.B. - wenn dann Leute auf die Idee kommen, irgendein Netzteil mit passendem Stecker anzuschließen... denn wer weiß, wie die Schutzbeschaltung der Ladeschaltung aussieht? Erstes Googlen ergibt z.B. so etwas: http://candlepowerforums.com/vb/showthread.php?439520-Imalent-DX80-AC-DC-Adapter-Failure

Da war wohl auch schon jemand knapp davor, ein 24V Netzteil statt dem mitgelieferten 19V Netzteil auszuprobieren. Das kann schon in Ordnung sein, wenn die Eingangsbeschaltung der Ladeschaltung entsprechend dimensioniert ist - muss aber auch nicht.

Und dann weniger sicherheitsrelevant aber trotzdem unangenehm:
3. Beschleunigte Zellenalterung durch stärkere Erwärmung beim Laden



Wie steht Ihr dazu? Habt Ihr mehr Infos als mein quasi gestern Abend ergoogletes Halbwissen?
 
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nightcrawler

Flashaholic*
9 November 2016
549
247
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Bei der Armytek Wizard USB sind Löcher im Boden der Tailcap, die einen möglichen Überdruck kontrolliert ablassen würden.
sketch-1487155271744.png


Auch lädt dieses Modell mit einen äußerst moderaten Ladestrom und schaltet bei etwa 4,18V ab.
Allerdings relativiert diese Sicherheitstoleranz den praktischen Nutzen der Ladefunktion, da ein voller Ladezyklus etwa 10-15h in Anspruch nimmt.
Einer Lampe, die über 4,2V lädt würde ich auch deutlich skeptischer gegenüberstehen.

Bei Mehrzellern wird ja durch die Verwendung von geschützten Akkus ein rudimentäres Balancing erreicht. Ich denke als mobile Lademöglichkeit im Camper, Boot,... ist dies sogar zuverlässiger als ein Ladegerät, da so das Innenleben der Lampe, so wie die Akkus weniger der Umwelt ausgesetzt werden.
 

bemymonkey

Flashaholic*
31 Januar 2012
343
47
28
Acebeam
Bei der Armytek Wizard USB sind Löcher im Boden der Tailcap, die einen möglichen Überdruck kontrolliert ablassen würden.
Gut zu wissen. Ist das bei vielen Lampen mit eingebauter Ladefunktion so? Gibt's schon Erfahrungen dazu, ob diese kleinen Bohrungen ausreichen?

Auch lädt dieses Modell mit einen äußerst moderaten Ladestrom und schaltet bei etwa 4,18V ab.
Allerdings relativiert diese Sicherheitstoleranz den praktischen Nutzen der Ladefunktion, da ein voller Ladezyklus etwa 10-15h in Anspruch nimmt.
Einer Lampe, die über 4,2V lädt würde ich auch deutlich skeptischer gegenüberstehen.
Mir ging es eigentlich eher um die Leute, die in diese Lampe eine versehentlich tiefentladene Zelle einsetzen und wieder versuchen, aufzuladen. Oder direkt eine neue Zelle dubioser Herkunft mit abenteuerlicher Schutzschaltung einsetzen... da hilft dummerweise auch nicht besonders sanftes Laden.

Dass die Ladeschaltung auch noch falsch (z.B. zu hohe Endspannung, wenn in der Lampe normalerweise z.B. 4,35V Akkus genutzt werden - gibt es eventuell Welche, die mit Solchen ausgeliefert werden?) für den eingesetzten Akku laden könnte, kommt natürlich noch hinzu.


Bei Mehrzellern wird ja durch die Verwendung von geschützten Akkus ein rudimentäres Balancing erreicht.
Naja, nennen wir es lieber mal optimistisch Serienverpolungsschutz :D
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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3.117
113
Bielefeld, NRW
1. Tatsächliches Ausgasen, Explosion o.Ä. in der geschlossenen Lampe statt offen im externen Lader.
Das ist zwar theoretisch möglich, in solchen Lampen mit mehreren Zellen sollten allerdings sowieso lieber nur geschützte Akkus benutzt werden, ungeschützte wären mir zu gefährlich (beim Laden in der Lampe).
Eine gute konstruierte Lampe sollte auch ein Überdruckventil oder eine Berstmembran oder so etwas für den Notfall haben.

Zum Glück reist Aluminium auf und ist nicht wie bspw. Stahl splitterbildend, dennoch ist das natürlich eine reale Gefahr, keine Frage.
Ich selbst würde auch eher nicht mehrzellig in der Lampe laden, wäre mir zu heikel.

Es kommt aber auch auf die konkreten Bedingungen an wie z.B. auf den Ladestrom. Bei geringen Strömen ist die Gefahr gering, schlimmstenfalls sterben die Akkus.
2. Eingangs-Schnittstellen ohne fest spezifizierte Eingangsspannung - Hohlstecker wie bei der DX80 z.B. - wenn dann Leute auf die Idee kommen, irgendein Netzteil mit passendem Stecker anzuschließen... denn wer weiß, wie die Schutzbeschaltung der Ladeschaltung aussieht?
Na ja, das scheint mit ein selteneres Problem.
Ich sehe die Verwendung von universellen Hohlsteckern als fahrlässig seitens des Herstellers an, das muss nicht sein und wenn man statt dessen z.B. USB-C verwenden und sich an die Standards halten würde, dann wäre man auf der sichereren Seite.

Aus meiner Sicht eine Gefahr, die durch unnötigen Sparwahn heraufbeschworen wird, aber nicht unbedingt branchenweiter Trend.
Und dann weniger sicherheitsrelevant aber trotzdem unangenehm:
3. Beschleunigte Zellenalterung durch stärkere Erwärmung beim Laden
Das sehe nicht nicht automatisch so, denn das Alu-Gehäuse kann u.U. (je nach Konstruktion der Lampe) die Wärmeabführung sogar verbessern. Manches Ladegerät ist da mit seinem wärmeisolierenden Kunststoffgehäuse schlechter.
Aber da kommt es auf den Einzelfall an.

Ich denke unter'm Strich kommt es wohl auch die Kompetenz des Herstellers an. Eine gut und sicher konstruierte Lampe ist eigentlich kein Hexenwerk, Schlampereien sollte man bei mehrzelligen Lampen besser vermeiden.
 
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Phantom

Flashaholic*
5 Juli 2017
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93
Ich lade ungern in der Lampe, bei Lampen mit mehreren Akkus gar nicht mehr.

Hintergrund bei mir: Habe eine Lumintop SD75, da hab ich mal nach dem Laden die Spannung der einzelnen Zellen gemessen, die höchste lag bei 4,31V, die niedrigste bei 4,12V... Die anderen beiden dazwischen. Neue Akkus (direkt 4 Stück dafür bestellt; geschützte Soshine mit 3400mAh), vor dem ersten einsetzen alle manuell vollgeladen, bei halbleerer Lampe ans Ladekabel gesteckt.

Seitdem wandern die Akkus der SD75 immer in den Li-500.

Bei einzelligen Lampen kommts drauf an, tendenziell lade ich aber auch nicht so gern in der Lampe, denn so stabil sah mir bis jetzt noch keine der Gummiabdeckungen für Mikro-USB aus.
 

bemymonkey

Flashaholic*
31 Januar 2012
343
47
28
Das ist zwar theoretisch möglich, in solchen Lampen mit mehreren Zellen sollten allerdings sowieso lieber nur geschützte Akkus benutzt werden, ungeschützte wären mir zu gefährlich (beim Laden in der Lampe).
Weißt Du zufällig, ob z.B. die DX80 Akkupacks mit Schutzschaltungen ausgestattet sind? Für Balancing fehlen natürlich die benötigten Anschlüsse, soweit ich das sehe, aber eventuell sind die Zellen (oder die parallel geschalteten Paare) zumindest noch einzeln mit der üblichen Überstrom/Überspannung/Tiefentladung Schutzschaltung versehen.


Eine gute konstruierte Lampe sollte auch ein Überdruckventil oder eine Berstmembran oder so etwas für den Notfall haben.
Wie viele haben das denn tatsächlich? Es wird ja oft davon gesprochen, dass das sinnvoll wäre... aber ich habe bis jetzt kaum welche gesehen. Die von Nightcrawler genannte Armytek Wizard USB ist für mich jetzt eine der Ersten - oder ist das bei Premiumherstellern inzwischen etabliert?


Es kommt aber auch auf die konkreten Bedingungen an wie z.B. auf den Ladestrom. Bei geringen Strömen ist die Gefahr gering, schlimmstenfalls sterben die Akkus.
Wie sind denn da wohl die Erfahrungswerte? Hast Du da evtl. noch weiteres Lesematerial parat? Würde mich deutlich interessieren, wie sehr der Ladestrom Einfluss auf die Art des Akkusterbens hat...


Na ja, das scheint mit ein selteneres Problem.
Ich sehe die Verwendung von universellen Hohlsteckern als fahrlässig seitens des Herstellers an, das muss nicht sein und wenn man statt dessen z.B. USB-C verwenden und sich an die Standards halten würde, dann wäre man auf der sichereren Seite.

Aus meiner Sicht eine Gefahr, die durch unnötigen Sparwahn heraufbeschworen wird, aber nicht unbedingt branchenweiter Trend.
Ich kam jetzt nur wegen der DX80 drauf... die ja durchaus beliebt zu sein scheint, als einziges 32.000lm Monster auf dem Markt. Eine gewisse Vorreiterrolle wird das Teil schon haben - ich erwarte in den nächsten Jahren so einige Klone oder ähnliche Lampen mit mehrzelligem Akkupack und externem Ladegerät, vermutlich auch von der günstigeren Sorte.


Das sehe nicht nicht automatisch so, denn das Alu-Gehäuse kann u.U. (je nach Konstruktion der Lampe) die Wärmeabführung sogar verbessern. Manches Ladegerät ist da mit seinem wärmeisolierenden Kunststoffgehäuse schlechter.
Tatsächlich, da hast Du durchaus recht - es kann entweder besser oder schlechter sein, als in einem Ladegerät - Letztere werden schließlich auch oft recht warm.


Ich denke unter'm Strich kommt es wohl auch die Kompetenz des Herstellers an. Eine gut und sicher konstruierte Lampe ist eigentlich kein Hexenwerk, Schlampereien sollte man bei mehrzelligen Lampen besser vermeiden.
Genau das ist es, was ich meine. In kaum einem Review steht etwas dazu...


Ich lade ungern in der Lampe, bei Lampen mit mehreren Akkus gar nicht mehr.

Hintergrund bei mir: Habe eine Lumintop SD75, da hab ich mal nach dem Laden die Spannung der einzelnen Zellen gemessen, die höchste lag bei 4,31V, die niedrigste bei 4,12V... Die anderen beiden dazwischen. Neue Akkus (direkt 4 Stück dafür bestellt; geschützte Soshine mit 3400mAh), vor dem ersten einsetzen alle manuell vollgeladen, bei halbleerer Lampe ans Ladekabel gesteckt.
Wuaaah. Und ich schätze mal, Du hast die ursprünglich mal zusammen in ähnlichem Ladezustand eingelegt. Wie viele Zyklen hast Du mit den Akkus in der Lampe gefahren, bis diese "Entbalancierung" zustande gekommen ist?

Stell' Dir vor, da legt jemand drei bereits vollkommen unterschiedlich geladene Zellen (am Besten noch unterschiedliche Sorten :|) in eine 3S Lampe ein und lädt die erst mal stumpf in der Lampe auf. Leerlaufspannungen am Anfang z.B. 4.2V, 3.7V und 3.2V und alle werden zusammen aufgeladen... au weia.


Bei einzelligen Lampen kommts drauf an, tendenziell lade ich aber auch nicht so gern in der Lampe, denn so stabil sah mir bis jetzt noch keine der Gummiabdeckungen für Mikro-USB aus.
Immerhin sind die Buchsen mit etwas Glück eine weitere "Zwangsentlüftungssollbruchstelle" außer Schalter und Frontglas...
 

nightcrawler

Flashaholic*
9 November 2016
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... da hilft dummerweise auch nicht besonders sanftes Laden.
Naja als Lebensversicherung würde ich dieses Detail nicht verkaufen:S
Aber Tiefentladung =>Dendritenbildung =>erhöhte Selbstebtladung =>Thermalrunaway

Eine erhöhte Selbstentladung fällt bei geringer Ladeleistung deutlicher auf (Ladung wird nicht beendet)
Desweiteren kann die Zelle höchstens mit der Ladeleistung geheitzt werden. Die 100mA die sich die Wizard ab etwa 50% gönnt, sollten, wenn man noch die Wärmeleitfähigkeit des Alu-bodys bedenkt, wie @seidelmick bereits anmerkte, noch nicht einen Thermalrunaway auslösen können.

Wie gesagt keine Lebensversicherung. Wenn man so ne Tülle mit 2,1V einwirft. Kann man seiner Wizard getrost ciao sagen.
Aber für den normal doofen Muggel, der den mitgelieferten Akku benutzt und nur vergessen hat die entleerte Funzel zeitnah auf zu laden, sollte diese Sicherung reichen:D
 
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Nachtschatten

Stammgast
18 Dezember 2015
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8
Leipzig
Olight Shop
Ich sehe eigentlich eine Vorteil beim Laden in der Lampe.
In einem "normalen" Ladegerät ist mir schon einmal ein AKKU abgeraucht, mit einer schönen Rauchwolke.
Wenn ich nicht dabei gestanden hätte, so wäre er eventuell in Flammen aufgegangen und die Wohnung wäre futsch.
In einem stabilen ALU Gehäuse so einer Lampe wird er kaum genug Sauerstoff bekommen um abbrennen zu können.
Viele Lampen sind ja Wasserdicht. Oder habe ich hier einen Denkfehler ?
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
In einem stabilen ALU Gehäuse so einer Lampe wird er kaum genug Sauerstoff bekommen um abbrennen zu können.
Viele Lampen sind ja Wasserdicht. Oder habe ich hier einen Denkfehler ?
Ja, du hast dort einen Denkfehler, solche Akkus enthalten den benötigten Sauerstoff für die Verbrennung bereits in gebundener Form und wenn der Akku "durchgeht", dann wird dieser Sauerstoff freigesetzt, so dass die Verbrennung auch im Vakuum oder unter Wasser ablaufen würde.

Deshalb kann man brennende Lithium-Akkus auch nicht löschen, man kann sie nur abdecken (z.B. mit trockenem Sand) und in Ruhe kontrolliert abbrennen lassen oder zumindest mit sehr viel Wasser etwas abkühlen.

Weißt Du zufällig, ob z.B. die DX80 Akkupacks mit Schutzschaltungen ausgestattet sind?
Nein, das weiß ich nicht. Ich habe keine Ahnung wie diese Akkupacks konkret verschaltet und aufgebaut sind.
Wie viele haben das denn tatsächlich? Es wird ja oft davon gesprochen, dass das sinnvoll wäre... aber ich habe bis jetzt kaum welche gesehen.
Ich weiß nicht welche Lampen so etwas habe, aber es ist keine konstruktive Herausforderung eine Berstmembran an passender Stelle einzubauen, gesehen habe ich es bisher nicht als offensichtliche Lösung.
Wie sind denn da wohl die Erfahrungswerte? Hast Du da evtl. noch weiteres Lesematerial parat? Würde mich deutlich interessieren, wie sehr der Ladestrom Einfluss auf die Art des Akkusterbens hat...
Ich bezog mich darauf, das bei unbalaciertem Laden in der Lampe ggf. einzelne Zellen überladen werden können (> 4.2 V). Bei geringem Ladestrom schädigt das natürlich die Zellen, aber es ist nicht gleich mit dem Durchgehen der Zellen zu rechnen.
Aber Erfahrungswerte dazu habe ich nicht, weil ich noch nie Lithium-Zellen überladen habe...
 
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Phantom

Flashaholic*
5 Juli 2017
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Wuaaah. Und ich schätze mal, Du hast die ursprünglich mal zusammen in ähnlichem Ladezustand eingelegt. Wie viele Zyklen hast Du mit den Akkus in der Lampe gefahren, bis diese "Entbalancierung" zustande gekommen ist?
Das ist ja das schlimme: Einen halben Zyklus.

Die Akkus waren neu von akkuteile.de, jeden einzelnen im Xtar Lader vollgeladen (laut meinem Multimeter alle bei 4,19V), und ab in die Lumintop. Da blieben sie, bis die Lampe nur noch 50% anzeigte, und ab ging es ans Netzkabel. Als die Lampe voll anzeigte, hab ich der Neugierde halber mal nachgemessen.
 

circumlucens

Flashaholic**
10 Januar 2015
2.433
2.592
113
Bei mehrzelligen Lampen mit integrierter Ladefunktion und Akkuträger (nicht Akkupack) messe ich von Zeit zu Zeit mal nach.

Bei meiner Acebeam X60 habe ich noch keinen Drift feststellen können, weder vor, noch nach dem Laden. Die X60 hat aber wohl auch einen recht ausgefeilten Lademechanismus.

Bei meiner Lumintop SD75 habe ich auch noch keinen nennenswerten Drift feststellen können.

Kritischer könnte es bei Akkupacks sein, noch dazu solchen, von denen man nicht weiß, welche Zellen verbaut wurden.

Bei Acebeam X65 und Fenix RC40 2016 vertraue ich darauf, dass gescheite Zellen und ein gescheiter Kontrollmechanismus verbaut sind, aber bei Monster-Lampen unbekannterer Hersteller mit hoher Stromaufnahme und hohen Ladeströmen wäre mir nicht wohl.

Interessantes und wichtiges Thema!

Viele Grüße,

Stephan
 

nightcrawler

Flashaholic*
9 November 2016
549
247
43
Sind da auch Löcher nach draußen in der Tailcap?
Natürlich nicht8|
Aber genau dahinter sitzt ein O-Ring der nach außen nur leicht gesichert ist. Dem Druck eines entgasenden Li-ions kann er meines Erachtens nicht standhalten. Daher sehe ich darin ein Überdruckventiel. Belegen kann ich es nicht, aber die Konstruktion lässt eigentlich keine andere Schlussfolgerung übrig.

die Löcher sind auf keinen Fall ausreichend um die beim "Durchgehen" plötzlich entstehende große Menge an Gasen abzulassen.
Da magst du recht haben. Dafür steckt der Akku auch verkehrt herum in der Lampe.
Für einen ausgasenden Akku sollte es aber reichen. Einen Thermalrunaway hält kein Akkuträger, Ladegerät, E-Bike/Auto und keine Lampe aus. Das ist sowieso dann das Ende des Produktes und wenn es sich am Mund, unterm Hintern oder an der Stirn des Benutzers befindet... Naja, es gibt tüchtige Mediziner in diesem Land.
 

stefan-1

Flashaholic*
25 Oktober 2017
369
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28
Niederbayern
Meine HL60R lade ich auch nicht intern auf (hab ich die schon als Neuzugang erwähnt?), der Akku kommt in den Lader. Bei der neuen 2018er TK35UE sitzt der USB-Anschluss sinnigerweise am Carrier, auch verkaufen manche Anbieter 18650 mit USB-Anschluss.

Wer ohne absoluten Zwang (extreme Entladeströme bei reinen Spaß-Lampen) ungeschützte Akkus nutzt, der handelt m.M.n. fahrlässig. In Gebrauchslampen, die nicht um der Lampe selbst willen benutzt werden, haben ungeschützte Akkus erst recht nichts verloren.

S.
 

nightcrawler

Flashaholic*
9 November 2016
549
247
43
Puhh:rolleyes:
So langsam bekomme ich ein schlechtes Gewissen, dass der Thread so Wizard lastig wird.

Ich meinet: "Dafür" im Sinne damit...passieren könnte.
Nicht dass damit vorsetzlich... unterbunden würde.

Ein semantisches Wortspiel. Leider ungewollt, entschuldige

@9x6
Alles gut mit unseren Wizards:thumbup:
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.044
12.134
113
im Süden
Einen Thermalrunaway hält kein Akkuträger, Ladegerät, E-Bike/Auto und keine Lampe aus. Das ist sowieso dann das Ende des Produktes und wenn es sich am Mund, unterm Hintern oder an der Stirn des Benutzers befindet
Eine gut designte Batterie verkraftet den TR einer einzelnen Zelle, der z.B. durch einen spontanen internen Kurzschluss ausgelöst wurde, ohne dass sich das auf andere Zellen ausweitet.
Bei einer genügend großen Batterie fällt der Kapazitätsverlust einer einzelnen Zelle nicht weiter auf und die Batterie kann weiterbetrieben werden. Beispiel Tesla.
Wenn man statt vieler kleiner Zellen parallel nur eine große Zelle verwendet, wird es sehr viel schwerer beherrschbar. Beispiel 787 Dreamliner.
 

bemymonkey

Flashaholic*
31 Januar 2012
343
47
28
Das ist ja das schlimme: Einen halben Zyklus.

Die Akkus waren neu von akkuteile.de, jeden einzelnen im Xtar Lader vollgeladen (laut meinem Multimeter alle bei 4,19V), und ab in die Lumintop. Da blieben sie, bis die Lampe nur noch 50% anzeigte, und ab ging es ans Netzkabel. Als die Lampe voll anzeigte, hab ich der Neugierde halber mal nachgemessen.
Wow. Da müssen wohl so einige Zellen bei unbedarfteren Nutzern so Einiges aushalten. Wie die Ladeendspannungen nach 10 oder gar 100 Zyklen Ent- und Aufladen in der Lampe aussehen, will ich da ja fast gar nicht mehr wissen.


Bei mehrzelligen Lampen mit integrierter Ladefunktion und Akkuträger (nicht Akkupack) messe ich von Zeit zu Zeit mal nach.

Bei meiner Acebeam X60 habe ich noch keinen Drift feststellen können, weder vor, noch nach dem Laden. Die X60 hat aber wohl auch einen recht ausgefeilten Lademechanismus.
Die AceBeam lädt zumindest laut Webseite auch parallel - entsprechend auch wohl die Elektronik im Akkuträger. Da sind wohl zwischen den Zellen jeweils Abgriffe, ähnlich wie bei normalen Balancing Schaltungen in Notebook-Akkus.

Acebeam Webseite schrieb:
Produce Description:

  • For rechargeable lithium battery, there are inevitable differences in the production process, which determince charge a single lithium battery each time is safest way.
  • For most direct charging flashlights in the market, the batteries are charged in series with a constant voltage of 12.6V, if any one of the three battery break down, the 12.6V constant voltage will be diverted to the remaining tws one, which may caused explosion due to overhearing.
  • Acebeam X60 flashlight have figured out a safe charging solurion for direct charging flashlight with innovative design on the circuit, which solve the potential safety problem of traditiona direct charging flashlight.
  • On the basis of not charging the structure of the battery carrier to supply power in series, through internal intelligent electronic switches, the flashlight can automativally convert the serial circuit into parallel charging state when a charging process is detected, there batteries will be charged in parallet at constant voltage 4.2V(accuracy of 1%), and single battery at 0.5A constant current.
  • Acebeam X60 have the overheat automatic adjustment function, when is detects that and of the batteries is faulty, it will automatically stop charging the faulty battery.
  • In the structure, Acebeam X60 use a unique suction magnetic charging interface, which will disconnect automativally under externam force to ensure safety.
  • Acebeam X60 stays on the cutting edge of technology with the llatest Cree XM-L2 LED combined with a safe and very convenient contact-charging method achieved by automatic magetice force.
Schade, dass sie nicht einen Schritt weiter gehen und eine richtige Balancing Schaltung nehmen... so kann theoretisch z.B. durch unterschiedliche Alterung der Zellen trotz identischer Anfangsspannung noch ein signifikanter Drift vorkommen. Wobei, ich kann mir schon gut vorstellen, dass die Entwickler das implementiert haben aber niemand das Ganze in die Beschreibung mit aufgenommen hat... Kannst Du eventuell ein paar Nahaufnahmen von dem Akkuträger (besonders die Platinen und Bauteile, falls zugänglich) posten?

Bei meiner Lumintop SD75 habe ich auch noch keinen nennenswerten Drift feststellen können.
2S2P wenn mich nichts täuscht? Hat die einen Mittelabgriff oder lädt die stumpf auf 8,4V?
 
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Phantom

Flashaholic*
5 Juli 2017
902
733
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Wow. Da müssen wohl so einige Zellen bei unbedarfteren Nutzern so Einiges aushalten. Wie die Ladeendspannungen nach 10 oder gar 100 Zyklen Ent- und Aufladen in der Lampe aussehen, will ich da ja fast gar nicht mehr wissen.
Das war auch mein Gedanke dazu - gut dass ich geschützte Zellen verwendet habe.


2S2P wenn mich nichts täuscht? Hat die einen Mittelabgriff oder lädt die stumpf auf 8,4V?
2S2P passt, läuft auch mit 2 Akkus.

das einzige, wie ich es mir erklären kann, ist dass nur die Gesamtspannung überprüft wird. Alles zusammenaddiert hatte damals genau 4x 4,2V ergeben. Die einzelnen Zellen sind nicht überwacht, liegen ja nur im Akkukäfig, an dem auch nur 1x plus, 1x minus abgegriffen wird.
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.261
2.484
113
Ich besitze ja keine Mehrzeller-Lampen mit USB... aber wenn ich das hier so lese, interpretiere ich für mich: lieber einzeln in einem externen Lader laden...

... via USB nur, wenn man etwas nachlädt und nicht an die 4.2V Grenze kommt...
 

sbj

Flashaholic
7 Oktober 2016
112
53
28
,,,,Die AceBeam lädt zumindest laut Webseite auch parallel - entsprechend auch wohl die Elektronik im Akkuträger. Da sind wohl zwischen den Zellen jeweils Abgriffe, ähnlich wie bei normalen Balancing Schaltungen in Notebook-Akkus.


Schade, dass sie nicht einen Schritt weiter gehen und eine richtige Balancing Schaltung nehmen... so kann theoretisch z.B. durch unterschiedliche Alterung der Zellen trotz identischer Anfangsspannung noch ein signifikanter Drift vorkommen …
Zitat Acebeam:
On the basis of not charging the structure of the battery carrier to supply power in series, through internal intelligent electronic switches, the flashlight can automativally convert the serial circuit into parallel charging state when a charging process is detected, there batteries will be charged in parallet at constant voltage 4.2V(accuracy of 1%), and single battery at 0.5A constant current.


Wenn ich das richtig verstehe, schaltet die Elektronik während des ladens alle Zellen elektrisch parallel. Eine evtl. vorhandene Drift wird dabei automatisch ausgeglichen. Somit erübrigt sich ein Balancer.

Sonst hätten sie schreiben müssen:
"Die Zellen werden unabhängig voneinander durch die Schaltung einzeln auf 4,2V geladen." - Was aber ebenso eine Drift ausgleichen würde.

Technisch sicher nicht ganz trivial, die seriellen Kontaktpunkte einmal möglichst niederohmig zu verbinden, beim laden aber zu isolieren.
 
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bemymonkey

Flashaholic*
31 Januar 2012
343
47
28
Vorsicht - Nicht Balancing mit parallelem Laden gleich setzen. Es geht nicht nur darum, die Spannungen anzugleichen, sondern auch noch den Lade-Zustand.

Grundsätzlich hast Du aber schon recht - das parallele Laden reduziert das Problem schon deutlich - deswegen will ich ja auch mehr über diesen Akku-Pack wissen :D
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.044
12.134
113
im Süden
Wenn ich das richtig verstehe, schaltet die Elektronik während des ladens alle Zellen elektrisch parallel. Eine evtl. vorhandene Drift wird dabei automatisch ausgeglichen. Somit erübrigt sich ein Balancer.
Beim Laden ja - hilft aber nichts gegen unterschiedliche Kapazitäten beim Entladen. Da hilft nur, am Mittelabgriff die Einzelspannungen zu überwachen.
 

bemymonkey

Flashaholic*
31 Januar 2012
343
47
28
Hmmm schade, leider wenig erkennbar - ich schätze mal die Lade-ICs sitzten jeweils auf der Innenseite vom PCB-"Sandwich" xD

Lust, das Ganze mal auseinander zu nehmen? :p