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kurze Frage zur Lagerung von Li Ionen Akkus

xtra1331

Stammgast
18 Dezember 2015
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Olight Taschenlampen
Trustfire
Hallo,
mich verwirrt gerade etwas, was ich gelesen habe:
Es heißt dort man solle Li Ionen Akkus möglichst Kühl, bei ca. 50 bis 80 Prozent geladen, lagern.
Soweit so gut. Jetzt steht da aber auch, dass die Selbstentladung sehr gering ist (ca. 1 Prozent pro Monat) UND dass man die Akkus alle 3 bis 4 Monate nachladen soll, um eine Tiefenentladung zu verhindern. -- Vielleicht verstehe ich hier falsch, was die mit Nachladen meinen? Meinen die nur ggf. Nachladen um bis 50 bis 80 Prozent zu bleiben oder auf 100 Prozent laden? Und wieso dann alle 3 bis 4 Monate kontrollieren, würde doch eher 1 bis 2 Jahre dauern bis der Akku von 80 auf 50 Prozent gesunken ist, laut deren Angaben. Das widerspricht sich irgendwie.

Ich selbst hatte irgendwie im Hinterkopf, dass man die ca. alle 6 Monate auf 100 Prozent laden sollte, was mir aber mittlerweile falsch erscheint, da damit keine 50 bis 80 Prozent Ladezustand mehr für die Lagerung existieren und da die Ladung über 80 Prozent besonders schädlich für Li Ionen Akkus sind (im Vergleich zu einer Ladung nur bis ca. 80 Prozent).

Was ist da jetzt die korrekte Vorgehensweise? (es geht um verschiedene Li Ionen Akkus wie in Powerbanks, 18650er und kleinere Zellen, sowie diverse elektrische Gerät aus Haushalt und Unterhaltung..)
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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Kühl und nicht zu voll und nicht zu leer lagern ist richtig. Als Hausnummer sollte der Akku plus minus 3.7V haben.

Das mit Nachladen ist Unsinn und würde nur bei einem Akku mit 'schlechter' Schutzschaltung zutreffen.

Mein Praxistipp:
Einmal im Jahr die Spannung messen und wenn die immer noch irgendwo bei 3.7V liegt, dann sieht man sich wieder im nächsten Jahr.

Akkus ohne Schutzschaltung kann man jahrelang unbeobachtet lassen. Die haben praktisch Null Entladung.
 
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casi290665

Supporter
Teammitglied
31 Mai 2016
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Hannover
Acebeam
Hallo xtra1331,

das wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird...

Für eine längere Lagerung empfiehlt es sich die Akkus auf 3,6-3,8 Volt zu laden und nicht im Backofen zu lagern, mehr braucht es nicht...

Gruß
Carsten
 

xtra1331

Stammgast
18 Dezember 2015
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Okay Dankeschön für die schnellen Antworten :) Top!
Nur eine Frage noch: Bei den verbauten Li Ionen Akkus kann ich keine Spannung messen (wie z.B. in ner Powerbank, nem Lautsprecher etc.).
Die Ladeanzeigen sind auch oft dürftig. Sollte ich da einfach gucken, dass die Ladeanzeigen ca. 50 Prozent Kapazität anzeigen? Liege ich damit bei ca. 3,7 Volt?
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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Yes... 50% ist ungefähr die Nominalspannung, welche bei normalen Akkus z.B. 3.7V ist. Du kannst auch auf 60%... auf mehr würde ich nicht gehen...

Hast Du keine Anzeige, aber das Gerät ist via USB ladbar, dann kannst Du einen USB-Multimeter dazwischen schalten. Wenn bei diesem die Stromstärke (Ampere) runter geht, dann einfach aufhören mit laden... und ggf. das Gerät danach etwas entladen, weil das Runtergehen der Stromstärke die letzte Warnung in Richtung Voll war...
 
Zuletzt bearbeitet:

MirkoA

Flashaholic
19 Mai 2019
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Nur eine Frage noch: Bei den verbauten Li Ionen Akkus kann ich keine Spannung messen (wie z.B. in ner Powerbank, nem Lautsprecher etc.).
Die Ladeanzeigen sind auch oft dürftig. Sollte ich da einfach gucken, dass die Ladeanzeigen ca. 50 Prozent Kapazität anzeigen? Liege ich damit bei ca. 3,7 Volt?
Generell der Tipp:
Benutzt die Sachen"Powerbank,usw..." ganz einfach.
Und Akkus nur in der Menge kaufen wie du Sie brauchst.

Batterien wie Akkus altern auch unabhängig irgend einer Spannung und unabhängig der Nutzung.
Es kann dir durchaus Passieren das du dir nen Akku und zwei auf Reserve irgendwo hin packst und der über paar Jahre ne Solide Spannung hatte und dann bei der ersten Nutzung dann trotzdem versagt.

Drum erst dann Kaufen wenn du Sie brauchst, dann hast halbwegs neu Produzierte Zellen mit ner Frischen Chemie drin.;)
 

Banane

Flashaholic**
3 August 2016
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(es geht um verschiedene Li Ionen Akkus wie in Powerbanks, 18650er und kleinere Zellen, sowie diverse elektrische Gerät aus Haushalt und Unterhaltung..)
Das mit Nachladen ist Unsinn und würde nur bei einem Akku mit 'schlechter' Schutzschaltung zutreffen.
Das Nachladen bezieht sich auf fest verbaute Akkus in Endgeräten. Deren Elektronik entlädt die Akkus mit der Zeit. Manche Geräte oder auch Laptop-Akkus besitzen z.B. eine nicht resetierbare Unterspannungsabschaltung. Einmal ausgelöst, ist der Akkupack futsch. Hier empfiehlt sich auch die genannte reglmäßige Kontrolle. Die eingebauten Akkuanzeigen sind i.d.R. ausreichend, um eine gesunde Lagerspannung abzulesen.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Kühl und nicht zu voll und nicht zu leer lagern ist richtig. Als Hausnummer sollte der Akku plus minus 3.7V haben.

Das mit Nachladen ist Unsinn und würde nur bei einem Akku mit 'schlechter' Schutzschaltung zutreffen.

Mein Praxistipp:
Einmal im Jahr die Spannung messen und wenn die immer noch irgendwo bei 3.7V liegt, dann sieht man sich wieder im nächsten Jahr.

Akkus ohne Schutzschaltung kann man jahrelang unbeobachtet lassen. Die haben praktisch Null Entladung.
Da kann ich nur 100% zustimmen.


Nur eine Frage noch: Bei den verbauten Li Ionen Akkus kann ich keine Spannung messen (wie z.B. in ner Powerbank, nem Lautsprecher etc.).
Hier liegt der Fall ganz anders.
Diese Geräte haben oft einen Standby-verbrauch, der den Akku innerhalb einiger Monate leeren kann. Je nach Gerät. Pauschale Aussagen sind daher nicht möglich.
Hier ist es schon wichtig, alle paar Monate zu kontrollieren und ggf. nachzuladen, um zu tiefe Entladung oder gar Tiefentladung zu vermeiden.
Am besten wäre es daher, bei Nichtnutzung den Akku zu entnehmen, was aber meistens nicht geht.
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Geschundener Akku raus, neuer rein, geht da nicht so einfach.
Geht sogar total einfach, kostet nur mehr ;)

Und laden im Winter ist auch so ne sache..
Kein Problem, ich lade eh in der Wohnung, notfalls ne Stunde aufwärmen lassen wenn er lange in der Kälte war.

In der eBike Gemeinde wird das Thema ebenfalls heiss diskutiert.
Hier der zzt gültigt Konsenz
Punkte 1-4 machre ich tatsächlich exakt so.
Zwischengeschaltete Elektronik begrenzt Ladung auf 80%.
Nur für Langstreckenfahrten wird unmittelbar vor Fahrtbegin voller geladen.

Aktuell 21 Monate, 9700km, habe noch keinen Reichweitenverlust bemerkt. Yamaha PW 500Wh. Im Winter mit Neopren-Thermohülle.
 
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lightboks

Flashaholic*
4 Januar 2019
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Ich kenn mich mit pedelecs bzw ebikes nicht so aus. Mache das noch per oldschool Muskelkraft..

Nimmst du das ganze Fahrrad mit ihn die Wohnung oder kannst deinen Akkupack abmachen? Wieviele Akkus sind denn da so drin?
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Nimmst du das ganze fahrrad mit ihn die wohnung oder kannst deinen akkupack abmachen?
Der Akku geht mit einem Handgriff ab (per Schlüssel gesichert). Rad bleibt im Keller, samt Akku wenn er nicht geladen werden muss.
40 Stück 18650er als 10S4P

Total OT:
Ich kenn mich mit pedelecs bzw ebikes nicht so aus. Mache das noch per oldschool muskelkraft..
Mit Muskelkraft alleine schaffe ich keine 40 km mit 650 hm in 1:40 h (und mitternachts retour). Auf einem robusten Tourenrad mit exzellentem Licht und in bequemer Sitzhaltung, mit ein paar Kilo Gepäck.
Erst das Pedelec hat es mir ermöglicht, solche Distanzen in einer Zeit zurückzulegen, dass es als Alternative zum Auto taugt. Also nicht als Sport, sondern statt Auto. Das steht jetzt hauptsächlich nur noch rum.
 
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lightboks

Flashaholic*
4 Januar 2019
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Klingt gut! 40 km sind natürlich ne Ansage.. Soviel fahre ich nicht mal zum Spass am Stück mit dem normalen Rad.

Ich schau mir die Dinger mal an. Jetzt bin ich angefixt.

Bei mir geht es aber eher um kürzere Strecken, dafür viel Ladung im Anhänger..