Kapazitäten von Primärzellen

Dieses Thema im Forum "Primärzellen (Batterien)" wurde erstellt von theeyeopener, 22. Oktober 2017.

  1. Moin.
    Ich baue gerade eine Grablaterne mit LED Kerze.
    Welche Batterien sollte ich da nutzen. Ich kann nicht auf Akkus zurückgreifen, da ich nur 3-4 mal im Jahr wechseln kann.
    Je mehr Leistung, desto besser.
    Energizer Lithium haben ja etwa 3Ah, und das auch bei negativen Temperaturen.
    C Zellen haben laut Wikipedia 8ah, D Zellen 18Ah. Wie sieht das real aus?
    Stromaufnahme beträgt etwa 2-3mA bei 3 Volt.
    Überlege gerade ob, da ich räumlich begrenzt bin, 4aa in 2s2p mit Energizer Lithium besser sind als 2c Zellen. 2d Zellen wären sicher besser, werden aber räumlich problematisch und sind deshalb nur dritte Wahl.

    Vielen Dank für gute Ideen.

    Vg
     
  2. Wenn du die hier nimmst, hält sie bei 2-3mA mehr als ein halbes Jahr durch;)
     
  3. Die Wikipediakapazitäten kommen recht gut hin. Lithium Batterien in Standartgrößen haben nicht mehr Kapazität als normale Batterien, sie sind nur hochstromfähig, weswegen sie in Kameras und anderen stromhungrigen Geräten deutlich länger halten. Eine normale AA hat etwa 2850mAh Kapazität, die 3000mAh schaffen die Lithium auch nicht ganz.

    Ich würd die C-Batterien nehmen, solange es Alkaline-Zellen und keine Zink-Kohle (Longlife, Extra Heavy Duty,...) sind, ist die Kapazität auch unabhängig von der Marke ziemlich gleich. Der Unterschied von Markenbatterien zu Aldi/Lidl/Norma liegen in der Kapazität bei unter 1%...
     
  4. Acebeam
    Für "ewige" Lichter würde ich evtl. aig 4LR25 Laternenbatterien setzen. Es gibt da zB bei Corad eine "Luftbatterie" , welche 6V/50Ah hat. Die sollte rechnerisch bei 3mA etwa zwei Jahre durchhalten, sofern die Selbstentladung (wohl das Hauptproblem der einmal aktivierten Zellenchemie) nicht vorher zuschlägt.
    Für die Laternenbatterien gibt es auch herkömmliche Primärzellen, Akkus und Adapterträger für 4 Monozellen. Ich hab sowas in meinen Avatar-Lampen

    Oder vielleicht gleich was mit einer (unauffälligen) Solarzelle?
     
  5. Gibt's tatsächlich schon zu kaufen:
    https://www.google.de/search?q=solar+grablicht
     
  6. Fertige Lichter sind einfach nur hässlich, deshalb die Eigenkreation, welche mich allerdings räumlich begrenzt. Ich habe hier eine Teelichtlaterne stehen, die dafür verwendet werden soll. Das Teelicht wird durch ein LED Teelicht ersetzt und die Kabel werden im Rahmen der Seitenscheiben versteckt, unters Dach geführt. Dort soll/sollen die Batterie/Batterien platziert werden. Zwei C Zellen sind das Limit dessen, was ich unsichtbar unterbringen kann.
    Da ein Grablicht betrieben werden soll, waren die Lithium Batterien als kältefeste Variante gedacht.
    D Zellen und erst recht die 4LR25 scheitern größentechnisch. Derzeit denke ich über eine einzelne Lithium D Zelle nach. Ob die LED überlebt, wenn sie dauerhaft mit 3,6V statt 3Volt betrieben wird, muss sich zeigen. Jedenfalls passt das wieder und hat mehr Kapazität als zwei C Zellen. Rechnerisch müsste das fast ein Jahr hinreichen.
    Über eine Solarzelle habe ich auch schon nachgedacht. Wo bekommt man eine gute und dennoch kleine Solarzelle? Den Schrott aus einfachen Gartenleuchten kann man ja vergessen, die schaffen es im Winter niemals an einem wolkigen Tag genug Strom für eine komplette Winternacht zu produzieren. Das habe ich schon versucht. Und selbst höherwertige Leuchten schaffen dann maximal 4 Stunden Leuchtdauer. Eher weniger.
    VG
     
  7. Ich denke, wegen der Kälte musst du nicht unbedingt eine Alternative zur Alkaline-Batterie suchen. Auch wenn diese nicht explizit so kältefest wie Lithium sind, so viel Strom für eine kleine LED bringen sie immer noch.

    Mehr Sorgen würde mir da eine Überspannung von 0,6V an der LED sein... die Kennlinie einer LED ist nämlich keine Gerade...
     
    light-wolff hat sich hierfür bedankt.
  8. Ok. Bleibt also nur ein Versuch. Eine Steuerung hat die led eh nicht. Ich frage mich eh, wie das mit dem Flackern technisch funktioniert. Die Stromaufnahme schwankt eh zwischen 1,7 und 2.3 mA.
     
  9. Mach noch einen Widerstand dran, da hast du auch keine Überspannung mehr. R=U/I ist, denke ich, dir bekannt.
     
  10. Wie viel Energie kostet das?
     
  11. Kommt auf die Größe des Widerstandes an, und damit auf die Spannung, die dort abfällt.

    Bei 0,6V und 2mA (Durchschnitt), wären das P = U x I = 1,2mW

    Die Batterie hält sich dadurch aber genau so lang, da sie die gleiche Leistung abgibt (3,6V, und 2mA), nur die Verbraucher landet diese Leistung nicht mehr nur in der LED, sondern auch im Widerstand. Man kann quasi sagen, sie teilen sich die abgegebene Leistung.

    Wenn du jetzt von der Leistung auf Energie willst, dann musst du nur mal die Zeit nehmen, die du betrachten willst. Kommt aber für diese Überlegung auf das gleiche raus.
     
    Onkel Otto hat sich hierfür bedankt.
  12. Alles klar, also mal eine Luxusbatterie bestellen und das Spiel verkabeln.
    Lieg ich mit 3Ohm richtig?
     
  13. --- cancel ---
    Das stimmt nicht.
    Wenn der Widerstand in Serie zur LED lieg, wovon ich ausgehe, dann erhöht sich
    der Gesamtwiderstand, der Strom sinkt, die abgegebene Leistung ist kleiner und
    die Batterie hält länger.
    --- cancel ---


    Edit: o.k. sry, ich hatte nicht gesehen, dass der Vorwiderstand nur dazu gedacht
    sein soll, dass an ihm die 0.6V Überspannung abfallen und sich der Vergleich
    auf 3.0V- vs. 3.6V-Spannungsquelle bezog.

    Greetings
    Klaus
     
    #13 Onkel Otto, 23. Oktober 2017
    Zuletzt bearbeitet: 23. Oktober 2017
    Flummi hat sich hierfür bedankt.
  14. Dem sollte nicht so sein, da du den Widerstand ja für den geplanten Strom auslegtst. Dem zufolge bleibt es bei den angepeilten 2-3mA.
    0,6V/0,003A=200Ohm

    Edit: kommt mir viel vor, wo ist mein Denkfehler?
     
    Onkel Otto hat sich hierfür bedankt.
  15. Olight Shop
    Da die FlackerLED nur zwischen 1,7 und 2,4 mA verbraucht. Das schwankt in Abhängigkeit der Helligkeit in dem Moment, komm ich im Internet auf bis zu 350 Ohm. Und dann kommt es mir spanisch vor.
     
  16. Bei den 2-3mA gehen Alkaline auch bei Kälte.
    Du meinst 3,6V Lithium-Thionylchlorid-Zellen (Li-SOCl2)? Die haben in der Tat gigantische Kapazität - sind aber auch recht teuer.

    Vorwiderstand!
    Passt schon.
     

  17. passt schon, hoher widerstand heißt geringe leistung dort.

    für einen genauen wert bräuchtest eh die kennlinie der led. aber ob die jetzt 100% oder 90% leistet sollte auch keine rolle spielen.
     
  18. Stimmt, doch richtig gerechnet. Sonst hab ich es immer mit deutlich mehr Strom zu tun, deshalb hat mich der hohe Wert irritiert.
     
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