Kapazität von Handy-Akku messen

Dieses Thema im Forum "Lithium-Technologie" wurde erstellt von stefle, 5. Juli 2019.

Schlagworte:
  1. Weiß nicht, ob das hier schon Thema war, hab jedenfalls nichts dazu gefunden.

    Kann man mithilfe eines Analyse-Ladegeräts die Kapazität eines Handy-LiPos messen?

    Folgendes Problem: Hab mir für mein nicht mehr ganz frisches Smartphone einen neuen Wechselakku gekauft. Bin aber nicht zufrieden, der neue bringt irgendwie keine Verbesserung. Mich würde es genauer interessieren und würde es gern nachmessen. Notfalls mache ich einen Test mit dem Handy selbst (längeres Video abspielen oder so), aber würde lieber eine "richtige" Kapazitätsmessung machen.

    Kann ich den Akku irgendwie an das Analyse-Ladegeräts anschließen?
     
  2. Folomov
    Den Akku vermessen kommt sicher auf den Akku an. Viele Akkus, auch bei älteren Geräten haben nicht nur die "Strompins", sondern noch weitere Kontakte für Überwachung und sogar evtl. Ladesteuerung.
    Was Dir vielleicht passiert ist. Du hast alte Ware erhalten. Gerade bei älteren Akkutypen könnte der Akku schon länger im Regal gewesen sein.
    Ebenfalls könnte der Akku eine billige Fälschung / Akku minderer Qualität sein. Das gibt es leider bei eigentlich allen speziellen Akkus, ob Telefon, Kamera, Notebook, ...
     
  3. Heise hatte 2015 12 Fälschungen unter 12 über Amazon angebotenen Samsung - "Originalakkus".
     
  4. Acebeam
    ja geht schon. welche Analyse-Ladegeräts hast du dann?
     
  5. Hab den Akku (Motorola GK40) in nem Online Shop gekauft, weil sie beim Saturn nur "kompatible" und keine originalen liefern können. Werde ich wohl zurückschicken.

    Ladegeräte wären LiitoKala Lii-260 und MiBoxer C2 4000.

    Der Akku hat glaube ich nur diese drei Kontakte an der Stirnseite. Schau ich nochmal.
     
    placebo hat sich hierfür bedankt.
  6. Wenn man den Akku irgendwie angeschlossen kriegt, ja.

    Zur berücksichtigen wäre, dass die Handyakkus meistens bis 4,35 oder gar 4,40 V geladen werden. Entladen nur bis 3,3V. Passt also nicht besonders gut für die meisten Lader.

    Alternativ lässt sich mit einem USB-Monitor lässt ganz einfach die Ladung messen, die das Handy beim Laden zieht. Handyakku leeren, Flugmodus an, wieder vollladen, Ladungsmenge am USB-Monitor ablesen. Nicht supergenau, für direkte Vergleiche reicht es aber.
     
    kirschm, placebo und stefle haben sich hierfür bedankt.
  7. Skilhunt Taschenlampen
    USB-Monitor habe ich, und wollte damit auch noch testen. Hatte ich glatt wieder vergessen :facepalm:, danke für's Erinnern. :)

    Mit dem Analyzer müsste man dann also das Testprogramm im 4,35V-Modus starten. Welcher Entladestrom wäre sinnvoll? Und wie befestigt man am besten die Kabel? Mit Tesafilm? Gummiband?
     
  8. Normal nimmt man C/5. Bei 3000 mAh also 600 mA. Damit sollte er in 5 h leer sein.

    Gummiband geht. Tesa funktioniert nicht, weil nicht elastisch.
    Für den Akku kann man dicken Draht am Ende hakenförmig biegen und ihn per Gummiband, das um die Zelle gelegt wird, auf die Kontaktflächen ziehen. Irgendwer hatte da mal ein Foto gepostet, das ich gerade nicht finde.
     
    stefle hat sich hierfür bedankt.
  9. ist sicherlich die praktikabelste Lösung, wenn man Akkus vergleichen will oder mal schauen will, wie sich der Akku im Laufe der Zeit verhält.
    wenn man das Ganze im heruntergefahrenen Zustand macht, dann sind auch sämtliche stromverbräuche des eigentlichen Handys ausgeschlossen. also einfach warten, bis sich das Handy von selbst herunter fährt und dann in diesem toten Zustand laden.
     
    #9 kirschm, 6. Juli 2019
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juli 2019
    stefle hat sich hierfür bedankt.
  10. Danke an alle für die vielen Tips. Ich schau erstmal, was ein Test mit USB-Multimeter ergibt.
     
  11. Den ersten Test habe ich gemacht. Neuen Akku soweit es geht entleert (bis sich das Handy ausschaltet), im ausgeschalteten Zustand vollgeladen unter Verwendung des USB-Meters KCX-017. Ladestrom etwas über einem Ampere, nach etwas mehr als einer Stunde bereits ist der Akku bereits auf 100%, reingeladen 1250 mAh. Nominell hat der Akku 2800.

    Edit: Hat eigentlich jemand nen Tip, wo ich mir einen Ersatzakku kaufen könnte? Muss nicht unbedingt ein Original-Motorola ein.
     
    #11 stefle, 7. Juli 2019
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juli 2019
  12. Ups, jetzt ist der Akku plötzlich auf 80%, Handy noch nicht benutzt. Hatte das vorige Posting sofort nach dem Test geschrieben.
     
  13. Bei einem halbwegs vertrauenswürdigen Online-Shop ;)
    Also nicht beim noname-Chinesen auf amazon oder ebay, selbst wenn "original" im Angebot steht - das ist höchstwahrscheinlich gelogen.

    Möglicherweise nicht ganz übel:
    https://www.akkushop.de/de/akku-passend-fuer-den-motorola-moto-e4-akku-gk40-snn5967a-snn5967b/
    https://www.akku-king.net/akku-fuer-motorola-moto-g5-2700mah/a-20114157/
    https://www.amazon.de/vhbw-2700mAh-Smartphone-Telefon-Motorola/dp/B07CXNQB7H
     
  14. #14 stefle, 8. Juli 2019
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2019
  15. Olight Shop
    Nicht wirklich. Mit den von mir verlinkten Shops habe ich zumindest eigene gute Erfahrungen gemacht, wenn auch wenige, was heißt, das die nicht unbedingt verallgemeinerbar sind.

    Den von dir verlinkten Shop kenne ich nicht. Er verspricht ja einen Originalakku. Das kann durchaus stimmen - aber wenn der Akku schon jahrelang gelagert wurde, kann seine Kapazität auch schon stark nachgelassen haben. Ein frischer Nachbau wäre mir persönlich lieber als ein 5 Jahre gelagertes Original (nicht jeder lagert die trocken im Kühlschrank, wo sie ewig halten...)

    Eines kann man sicher sagen: Bei Akkus sind 90% der Bewertungen völlig unbrauchbar.
     
    stefle hat sich hierfür bedankt.
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