Ist die USB-Gummikappe wirklich nötig und sinnvoll?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine TL-Themen" wurde erstellt von kirschm, 2. Dezember 2019.

  1. Ich habe ziemlich viele Lampen mit USB-Anschluss. Manche davon benutze ich nur zu Hause und habe deshalb die Gummikappe dauerhaft entfernt, weil sie mich einfach nur nervt.

    Die Frage ist nun: mache ich viel falsch, wenn ich diese Gummikappe bei allen Lampen entferne, auch bei denen, die auch mal richtig nass werden können?

    Mein einfacher Gedanke ist halt, dass wenn Regen in den USB-Anschluss gelangt, die Sache doch wieder trocknet, wenn die Lampe danach einfach ein paar Tage rum legt. Liege ich mit diesem Gedanken völlig falsch?

    Oder anders ausgedrückt: was soll schon passieren, wenn der USB Anschluss frei liegt?
     
  2. Solange auf dem Anschluss kein Strom ist, und kein Wasser weiter reinkommt als zum USB sollte das ja passen, ich würde das aber erstmal überprüfen, Irgendeinen Sinn wird das Teil ja schon haben :pfeifen:
     
  3. Wenn es in der Lampe so aussieht wie auf dem Foto dann verteilt sich das Wasser gleichmäßig über sämtliche Bauteile.
    Nicht gut auf Dauer.

    r

    IMG_20191202_233123.jpg
     
    #3 ranitegar, 2. Dezember 2019
    Zuletzt bearbeitet: 2. Dezember 2019
    Hausmeister, kirschm und Nico. haben sich hierfür bedankt.
  4. Acebeam
    danke für das anschauliche Foto. Genauso habe ich mir die Innereien vorgestellt.
    die Frage ist aber, ob es wirklich so schlimm ist, wenn das ganze mal richtig nass wird, aber anschließend die Möglichkeit hat, sich tagelang über den USB Anschluss wieder zu regenerieren bzw zu entlüften?
     
  5. Ja, denn durch eindringende Feuchtigkeit kommt es zu Korrosion an Lötverbindungen, Bauteilen und Leiterbahnen.

    Selbst reinstes, 3-fach destilliertes Wasser ist korrosiv (Autoprotolyse) und bildet so genannte Lokalelemente. Das sind lokal sich bildende galvanische Zellen mit unterschiedlichen Metallen (z.B. Lot und Leiterbahn/Lötpad). Durch das Wasser fügt man noch einen Elektrolyten hinzu, wodurch Korrosion stark beschleunigt wird.
    Ja, die Lampe verrottet innerlich früher oder später, je nach Menge des Wassers und je nach Einwirkzeit.
     
    manchmal, Walter Sobchak, Faschma und 5 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  6. Ja, ist es. Nasse Elektronik muss allerschnellstmöglich getrocknet werden, sonst verrottet sie irreparabel.
    Beispiel: einem Kollegen ist das Smartphone in einen Süßwasser-See gefallen. Er hat es innerhalb 24 Stunden wieder rausgekriegt und sofort zerlegt, um es zu reinigen und zu trocknen. Zu spät, es war schon massiv korrodiert, ich hab's selbst gesehen und konnte kaum fassen, was Süßwasser in dieser kurzen Zeit anrichten kann. Das Ding hat keinen Mucks mehr gemacht.
     
    Walter Sobchak, steidlmick, kirschm und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
  7. Abgesehen von Feuchtigkeit dringen ja auch Staub und Schmutzpartikel ein. Dann kann es sein, dass du einen mechanischen Schaden hast, wie zum Beispiel, dass der Stecker nicht mehr passt oder beschädigt wird.
     
  8. Es gibt doch MagnetladeKabel für Handys.
    Da wird ein kleiner Adapter ins Handy gesteckt und bleibt drin.

    Die Kontaktierung erfolgt dann mit Magnetischem Kabel.

    Ich hab sowas schon längst in meinem Samsung.
    Vorteil:
    Kein Dreck in der Buchse und die Buchse Leier nicht aus weil nicht dauernd gesteckt wird.

    Für Taschenlampen geht das auch super.
    Man kann den Adapter auch mit nem Tropfen Silikon abdichten beim einstecken.
    Dann ist das Wasserdicht und man kann auch bequem Laden ohne gefummel.
     
    heiligerbimbam und paddyie haben sich hierfür bedankt.
  9. Ja, wenn Wasser eindringt, beginnt sowas wie Elektrolyse. Also schnell Stromkreis unterbrechen, oder am besten dafür sorgen, dass kein Wasser eindringen kann. Da gibt's doch normalerweise so Gummikappen dafür, oder?

    :D:p
     
  10. Die Elektrolyse ist völlig unerheblich und spielt bei den massiven Zerstörungen von nass gewordener Elektronik keine Rolle. Daher hilft es auch überhaupt nicht Akkus/Batterien zu entnehmen.
    Die sich bildenden galvanischen Lokalelemente führend zu den Zerstörungen, sie produzieren den dafür nötigen Strom leider selbst...

    Daher hilft nur Wasser unter allem Umständen zu vermeiden bzw. nasse Elektronik unmittelbar zu trocknen, dann kann man u.U. noch Glück haben.
     
  11. das war eigentlich der Hintergrund meiner Frage. Ich habe diese magnetstecker auch in allen meinen Smartphones und Tablets drin und auch in den Taschenlampen mit USB. und da ich die da immer drin stecken habe, wollte ich fragen, ob ich diesen gumminippel nicht einfach permanent abmachen kann.
    bist du dir sicher, dass man das mit Silikon abdichten kann? Und wenn ja, was für ein Silikon?
     
  12. Ich bin mir sicher, dass man das zwar mit Silikonen abdichten kann (Sanitärsilikon reicht), aber ob das wirklich dauerhaft hält, ist eine andere Frage!
    Zwar hält z.B. Sanitärsilikon gut auf anodisiertem Aluminium, aber kritisch ist hier eher das Material des Magnet-Adapters, da kann es zu schwache Adhäsion geben, so dass dort ggf. doch Wasser hineinkriechen kann.
     
    grzly hat sich hierfür bedankt.
  13. Eine Lampe, die innen feucht ist, wird auch nach Tagen nicht über die Öffnung des USB-Anschlusses wieder getrocknet sein. Dazu muß man sie komplett öffnen (und erwärmen oder für einen Luftaustausch durch ein Gebläse sorgen). Dazu bekommst Du Dreck, der mal in den USB-Anschluß hineingekommen ist nur schwer wieder raus. Da sind dann schnell auch die Kontakte des eingesteckten Ladekabels beschädigt.
     
  14. Sollte das kleinste Problem sein, mein Handy mach ich auch alle paar Wochen mit Skalpell und Druckluft sauber...

    Zur Ausgangsfrage: Es würde ja auch Lampen geben, die angeblich wasserdicht sind auch ohne Gummi. Denke da an die Nitecore MH12GTS
     
  15. Olight Shop
    Das war aber nicht die Ausgangsfrage... Zumindest, wenn man sich die Mühe macht und den ersten Post liest...
     
  16. Ich frage mich, ob die gestellte Frage auf Langeweile zurückgeht oder wirklich einen ernsthaften Hintergrund hat. Dass Wasser und Elektrik bzw. Elektronik nicht zusammenpassen, sollte jedem hier sowas von klar sein...
     
  17. Es gibt zumindest einen hier im Forum, der nicht so schlau ist wie du.
     
  18. Nun ich habe hier alle Postings mit Spannung gelesen.

    Ich sage es mal so, es gibt Lampen, die über USB geladen werden, die haben einen Gummipöpel, andere nicht. Bei den Lampen ohne Pöpel hat der Lampenhersteller dafür gesorgt, das um den USB Stecker gedichtet ist. Deshalb hat die Lampe keinen solchen Pöpel. Bei Lampen mit Pöpel, ist genau dieser dann bei der Lampe ein Teil der IPX Klassifizierung. Ein entfernen des Pöpel hat dann eine Änderung der IPX Eigenschaften zur Folge, sprich wenn dann Brühe in die Lampe läuft war es eigene Schuld.

    Weiterhin solle auch klar sein, dass auch der billigste Pöpel Geld kostet. Jeder Chinese würde das Geld für einen unnötigen Pöpel sparen, wenn der nicht einen Zweck hätte. Denn auch der Chinamann verschenkt nix, und ist Geldgeil.

    So das waren jetzt viele Pöpel. Da bleibt für jeden einer übrig. :rofl:
     
  19. Ist mit USB-C eigentlich ein brauchbares IPX-Rating machbar? Das iPhone XS mit dem Apple-eigenen Stecker hast ja bereits IP68. Wenn USB-C das auch auch schaffen könnte wäre das mal ein echtes Argument für diesen Stecker.
     
  20. Ich denke das IPX Rating hat wenig mit dem Stecker ansich zu tun, sondern, ob man auf die Konsumerelektronik Stecker Komponenten zurückgreift, oder sich einen Stecker herstellen lässt, der gewisse Dichtigkeitskriterien einfacher erfüllt.
    Ich meine das in der Art, das die Kontakte so herausgeführt wurden, das durch die Kontakteinlässe ein eindringen von Flüssigkeit möglich ist, Vielleicht ein Kragen um den Stecker ist, der den dann ansich dichten Stecker mit dem Gerätegehäuse abdichten lässt, weil vielleicht sogar das in dem Kragen so vorgesehen ist.
    Das Äppel einen eigenen Stecker verwendet ist eher darin begründet, das sie ihre eigene Suppe kochen, und da sie in all ihren Geräten kosequent das gleiche verwenden ist der Stecker nicht billiger oder teurer wie ein Mikro USB oder USB-C Stecker.
    Auch gibt es soweit ich weiß Mikro USB Händies die auch irgendwie Wasserdicht sind schon länger. Vor Jahren hat damit sogar Samsung, oder Sony, oder wer das auch immer war Werbung gemacht.
     
  21. Diesen und letzten Sommer im Freibad habe ich etliche Leute gesehen, die mit ihren Smartphones ins Wasser gegangen sind um Selfies und Videos zu machen. Wer's braucht..

    Auch mein schon älteres Samsung S7 wirbt mit wasserdichtem Ladeport. Meins ist auch zweimal feucht geworden, aber nie was passiert. Allerdings lässt es sich auch nicht laden, wenn es feucht ist. Dann registriert es das und blockt den Port, bis er wieder trocken ist.. Taschenlampen sind da wahrscheinlich nicht smart genug für..
     
  22. Offtopic - ich danke für den Tip mit den USB Magnetsteckern !
    Sind mir bis jetzt unbekannt gewesen.Da meine Lebensgefährtin schon mal eine Handysteckbuchse
    zum nicht mehr funktionieren gebracht hat werde ich mir so ein Teil zum testen bestellen.
    Scheint genau dafür passend zu sein !
     
  23. Wo jemand vorhin erwähnte, seine USB Buchsen mit einem Skalpell zu reinigen.. Bitte nur ausgeschaltet machen. Und selbst da würde ich von absehen. Ein prima nicht leitendes Werkzeug zum Reinigung von mikro USB Ports am Handy und bei Lampen ist der Zahnstocher in den Schweizer Taschenmessern. In den Mund stecke ich mir die Dinger lieber eh nicht.
     
  24. Lightfan hat sich hierfür bedankt.
  25. Sind das die ominösen Kabel, die max. 600mA durchlassen?
     
  26. Schön wärs ja. Die lassen leider genauso viel durch, wie meine anderen Kabel. mehr als 1,5 Ampere kann ich aber nicht bestätigen, weil ich auch vorher keine Netzteil/Kabel/Verbraucher Kombination hatte, die mehr durchlässt.
     
  27. Naja, in so nem See lebt allerlei Gekröse, die produziert massig Fisch- und Entenpupe. Das ist auf chemischer Ebene sicher nicht angenehm. :pfeifen:
     
  28. Der fragliche See liefert feines Trinkwasser für Hunderttausende (die wenigen verbliebenen Fischer würden gerne Phosphat reinkippen, damit das Kleingetier besser gedeiht und sie wieder so viele Fische fangen wie in dern 70ern, als der See kurz vorm Umkippen war). Das Smartphone lag 1 Tag lang in 20m Tiefe im Schlamm, höchstens leicht saures Milieu. SIM- und SD-Karte waren noch zu retten. Eine Taschenlampe mit undichtem Ladeport ohne Gummipömpel/popel/pröpel hätte nicht weniger korrodiert ausgesehen.
     
  29. man darf auch nicht vergessen das da ja auch der Akku noch geladen ist und da überall Spannung anliegt. Die Bauteile, Leitungsbahnen etc sind winzig klein, da wirken sich schon kleines Korrosionen stark aus.
     
  30. Ein interessanter Thread mit vielen Einsichten. Das Thema "Nass werden und Trocken legen" durfte ich bei einer Kamera auch schon erleben --> Nass geworden (extremer Schlagregen von jetzt auf gleich), Sofort unters Dach und den Akku raus -> über 2 Tage trockengelegt und am Tag danach funktionierte das Ding wieder aber irgendwann fing Sie an zu spinnen ---> Korrosion :pinch:


    Bei den Taschenlampen könnte man doch hingehen und die Elektronik mit 2K-Epoxydharz ausgiesen; dann müsste doch Ruhe sein. Natürlich so, dass der USB- Port nicht geflutet ist.
     
  31. Ich dachte, das heißt Pinökel oder Wunsel. :pfeifen: Ich glaube, das braucht einen Eintrag im TLF-Glossar.
     

  32. wer kennt ihn nicht, den alten Schmäh: "Wenn Eleketronik nass wird, sofort zerlegen und alle Bauteile in einen Kübel mit Reis legen....denn dann kommen die Chinesen und machen alles wieder gut ;)"
     
    Kasperrr hat sich hierfür bedankt.
  33. ....ne, das kannte ich tatsächlich nicht; ich habe alle klappen soweit möglich offen gelassen und das Ding im Heizraum bei trockener Luft auf einem Handtuch liegen gehabt...

    ....velgeude doch kein kostbalen Leis :D
     
    TimeLord hat sich hierfür bedankt.
  34. Silicagel trocknet vielfach besser. Lockt aber keine Chinesen an.
     
  35. Silicagel in Reisform vielleicht... ? :vorsichtig:
     
  36. Lampenelektronik im Lampenkopf mit Epoxidharz ausgießen habe ich schon erfolgreich gemacht.
    Ich überlege gerade, ob es sinnvoll wäre die Elektronik mit nicht leitfähigem Wärmeleitkleber auszugießen, das hätte dann sogar noch einen weiteren technischen Vorteil.
     
  37. naja, es muss aber mal eine Zeit gegeben haben, wo es die Chinesen massenhaft angelockt hat. dann haben sie wohl gemerkt, dass man es nicht essen kann und heute ist das Zeugs in jedem Päckchen drin, was aus China kommt... damit sie es wieder heimlich loswerden.
     
  38. Ein Vorteil von Wärmeleitkleber (z.B. Fischer WLK) ist wohl auch der an Kupfer und Aluminium angepasste Wärmeausdehnungskoeffizient.
    Die Wärmeleitfähigkeit ist deutlich größer (Fischer WLK: 0,836 W/mK, Uhu Plus endfest 300: 0,249 W/mK, Luft: 0,0262 W/mK).
     
  39. Und wie ich sehe, schützen sie das Zeug sogar beim Versand vor Feuchtigkeit. Ich habe vor kurzem einen Reflektor aus Stoff (Fotoblitz) bestellt. Der in eine Folie eingeschweißte Reflektor wurde zusammen mit einem dieser kleinen Tütchen Reisersatz in eine weitere Folie gepackt, verschweißt und dann wohl in den Versand gegeben...

    Ratet mal. Der Stoff des Reflektors hatte beim Auspacken weiße Schimmelflecken...

    Das aber nur so als Randandekdote. :)
     
  40. Vielleicht war es wiklich Reis. Gekochter. :D
     
    Bluzie hat sich hierfür bedankt.
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