Hab‘ dieses „seltsame“ Gerät mal ausprobiert, die
GODYGA Torcheye X1, sie wird beworben als eine 4-in-1 Lampe:
Taschenlampe / Laser-Pointer / Laser-Entfernungsmesser / Golf-Stroke-Zähler
Bemerkenswert ist das superschöne und hochauflösende Display!
Lieferumfang:
Stabile Pappschachtel mit Lampe, ein kurzes USB-C auf USB-C Ladekabel und eine gute farbige Bedienungsanleitung (auch in Deutsch):
Die Lampe:
Es gibt eine weiße LED (nicht spezifiziert) mit 7000K und diesen Leuchtstufen:
Moonlight – 1lm / Low - 10lm / Medium – 100lm / High – 300lm / Turbo – 500lm / Strobe / Beacon
Das Moonlight mit 1lm stimmt nicht, es ist einiges heller.
Reichweite 120 Meter, Fallhöhe 1,5 Meter, 3600 Candela
Auch eine rote LED ist mit diesen Leuchtstufen verbaut:
Low – 4lm / High – 40lm / Blinkmodus
Der rote High-Modus ist richtig hell.
Der rote Laser ist Class II, 620-690nm und < 1mW
Zum Laser-Entfernungsmesser:
Dieser deckt einen Bereich von 0,05 bis 20 Meter ab mit einer Genauigkeit von +- 3mm.
Es gibt eine Speicherfunktion für ein Messergebnis und in den Optionen kann festgelegt werden, ob die Länge des Gehäuses mit eingerechnet wird, oder ob ab der Linse gemessen werden soll.
Eine weitere Option ist, dass man eine Korrekturlänge (+ und -) eingeben kann.
Ein Laser-Vergleich mit der OLIGHT Arkfeld:
Abmessungen und Gewicht:
L= 58,6 / B=26,8 / H=27,6 und 58 Gramm leicht
Akku und Laden:
Der fest eingebaute Akku hat 500mAh und lässt die Lampe nach Angaben des Herstellers im Moon-Mode 9h 25min leuchten, im Turbo-Mode 1min.
Die Ladezeit über die USB-C Buchse beträgt ca. 1,5h.
Top finde ich, dass beim Laden die verbleibende Ladezeit digital angezeigt wird.
Schöne Abdeckklappe, nur für Staubschutz, die Wasserdichtigkeit ist auch bei offener Klappe gewährleiste (IPX6):

Die Lampe kann während dem Laden mit allen Funktionen benutzt werden (außer dem Moon-Modus bei der weißen LED).
Clip:

Der Öffnungsabstand ist mit 15 mm angegeben – es sind aber nur 12 mm, auch ist ein Magnet eingebaut der die Lampe in der lotrechten Position gut hält und Gummieinsätze verhindern das Verkratzen empfindlicher Oberflächen:

Ein Lanyard befindet sich nicht im Lieferumfang, befestigen kann man jedoch einen über die Bohrung im Clip:

Golf Stroke Zähler:
Auf die Golf-Funktionen gehe ich hier nicht ein, man kann diese in den Optionen ausschalten.
Bedienung:
Es gibt keine externen Taster, bedient wird das Gerät durch Drücken auf das Display (das ist ein Taster) und durch Drehen des großen Einstellrings.
Das funktioniert auch wirklich gut, ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig, da die LEDs einem ja direkt ins Gesicht leuchten, wenn man auf das Display schaut und Einstellungen vornimmt.
Das bedeutet, dass man erst mal so richtig „geflasht“ wird, wenn man die Lampe einschaltet (außer man hat hat sie im Laser-Modus ausgeschalten, dann startet sie da sofort wieder)!
Deshalb hier der Tipp, bevor man irgendetwas einstellt: Die LEDs mit dem Zeigefinger abdecken
Und das Einschalten geht so:
Auf das Display drücken; anschließend startet der Modus, der in der Mitte der Anzeige angezeigt wird.
Es gibt Laser und Entfernungsmesser, Rotlicht, Weißlicht und Settings über den Einstellring zur Auswahl.
Gut finde ich, dass jede Einstellung mit einer kurzen Vibration bestätigt wird.
Memory gibt es für die weiße und rote LED.
Ausschalten:
Die Lampe schaltet sich nach 10 Sekunden Nichtbenutzung selbst aus. Manuell kann man sie durch schnelles Drehen des Einstellrings auch ausschalten.
Einen Lock-Out-Modus gibt es nicht.
Display:
Es gibt 3 Bereiche:
Oben die Anzeige der Modi (Rotlicht, weiße LED, Laser).
In der Mitte Information zur verbleibenden Leuchtdauer und Akkustand in %, das Messergebnis des Lasers und die Optionen in den Settings.
Unten die Status Anzeige die den aktuellen Lichtmodus anzeigt oder die verwendeten Einstellungen des Entfernungsmesser.
Leider wird die aktuelle die Leuchtstärke nicht digital in Lumen angezeigt, aber unten ist ja über das Balkendiagramm sichtbar, in welcher Stufe man sich befindet.

Beamshot an die Wand und draußen:

Im direkten Vergleich die Leuchtstufen:


Das Rotlicht:


Im Vergleich zur OLIGHT Oclip Pro und WURKKOS HD03:

Und der Rotlichtvergleich zur OLIGHT Oclip Pro:

Und zum Schluss ein Größenvergleich:

Fazit:
Schönes Spielzeug mit einem hervorragenden Display.
Die Lampenfunktionen sind auch in Ordnung, das Rotlicht ist sehr kräftig.
Allerdings hat der Moon-Mode nicht die angegebene 1 Lumen, ich schätze den auf 7 Lumen
Die Verarbeitung ist sehr gut, alles Metall, alle Linsen angeblich aus Glas.
Den Entfernungsmesser werde ich schön häufiger einsetzen, der ist echt gut.
Die Bedienung ist etwas merkwürdig, man kann das Display nur mit viel (viel) Übung so aktivieren, dass die Lampe sich einschaltet aber nicht leuchtet (und um der Gefahr der gefährlichen Blendung beim Einschalten zu entgehen):
Man drückt den Taster etwas länger als beim normalen Einschalten (das ja nur ein kurzer Klick ist) und lässt ihn los, bevor die Lampe in den Moon-Modus wechselt.
Dann geht das Display ohne LEDs an und man kann mit dem Einstellring den gewünschten Modus selektieren.
Eigentlich ist die Bedienung mit dem großen Taster ideal, es gibt kein Suchen nach einer kleinen Einschalttaste wie bei vielen anderen Lampen in diesem Format.