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Gedanken zur ArmyTek Wizard Pro high-cri

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Trustfire Taschenlampen Hypnose Hannover
Seit kurzem habe ich die neue Armytek Wizard Pro high-cri. Seit Oktober habe ich auf ihre Verfügbarkeit gewartet. Als sie dann hier angekündigt würde habe ich sie natürlich sofort bestellt. Warum? Weil sie in meinen Augen aktuell quasi alternativlos ist und ich mit meiner bisherigen Zebralight h502c nicht komplett zufrieden bin.

Bevor ich die Gründe erläutere, sollte ich noch erwähnen, wofür ich so eine Kopflampe hauptsächlich verwende: das abendliche Laufen im Wald (<= 6min/km) und auf Feldwegen, wenn es im Winter schon früh dunkel wird.

Nachteile der Zebralight h502c:
- Das breite Leuchtbild ist trotz der Breite scharf abgegrenzt => leichter Tunneleffekt
- die Lampe ist einfach nicht sonderlich hell (max. 142 Lumen), was durch den Flutlichtcharakter deutlich verstärkt wird
- Die Lichtfarbe ist zwar neutral, aber das Licht hat einen grün/lila-Stich
- die Lampe wackelt in der Gummi-Halterung, was beim Laufen doch sehr stört
- das führt auch dazu, dass man zwingend das Überkopfband benutzen muss, welches ja schon ein Bisschen nervig ist
- die Laufzeiten sind bedingt durch die "schwache" Energiequelle (1 x AA Akku) in den höheren Stufen, welche man bedingt durch das breite Lichtbild zwingend benutzen muss, sehr kurz
- wenn es dann im Winter auch noch recht kalt ist, kann man dann nur noch die zweit-höchste Stufe benutzen, wenn man am Ende des Laufes nicht im Dunkeln stehen will (Ersatz-Akkus mitführen und mitten drin einzubauen ist mir zu unpraktisch)
- sehr geringe Reichweite

Natürlich gibt es auch einige positive Dinge zu erzählen, aber hier geht es ja um die Armytek.

Gründe für die Wizard Pro high-cri:
- einzige LED-Kopflampe mit 90+ CRI
- hat die aktuelle Cree XM-L2 high-cri, die ich ja schon kenne und gut finde
- LED ist auf Kupfer-Platine, was die Lebensdauer erhöht und es einem erlaubt sie auch mal sorgenfrei ein Bisschen länger in der höchsten Stufe zu betreiben
- TIR-Linse für ein breites, praktisches Lichtbild
- buck-boost-Regler mit perfekt flacher Regelung mit einem 18650er
- benutzt 1 x 18650 (kompakt und höchste Energiedichte)
- Tiefentladeschutz für den Akku => funktioniert auch mit ungeschützten Akkus => mehr Laufzeit
- Überhitzungsschutz
- Bedienung über elektronischen Taster => robuster als mechanischer Schalter und erlaubt bessere UIs
- zeigt Infos, wie den Ladestand des Akkus, über farbige LEDs im Schalter an
- halbwegs gutes UI mit vielen Helligkeitstufen
- firefly-Modi, welche ein Notfällen ewig lange laufen
- Lampe ist wasserdicht

etc.

Jetzt kommen wir zu meinen eigentlichen Erfahrungen mit der Lampe. Langzeiterfahrungen kann ich jetzt natürlich nicht wiedergeben, aber werde solche, wenn es denn nötig sein sollte, nachliefern.

Postiv:
- einfache, umweltfreundliche Verpackung
- die englische, farbige Anleitung ist in korrektem, verständlichem Englisch geschrieben und recht kompakt
- U.I. ist gut brauchbar => man kommt schnell in hohe und niedrige Helligkeitsstufen
- das Lichtbild ist sehr breit - der Spot ist allerdings fürs Laufen nur so gerade breit genug (wäre er noch enger, würde er im Wald noch mehr blenden)
- der Übergang von Spot zu Spill ist schön gleichmäßig
- die Lichtfarbe ist in meinen Augen toll, wenn auch Geschmacksfrage => Armytek bedient hier aber mit drei verschiedenen Modellen fast alle Interessenten
- das Stirnband ist generell sehr bequem, da es Elastan enthält und recht breit ist
- die Lampe wackelt in der Haltung deutlich weniger als die Zebralight sofern man das Stirnband eng genug gemacht hat
- das Überkopfband ist vorhanden, aber nicht nötig
- die Lampe dreht sich nicht von selbst im Halter, kann aber vom Benutzer in die gewünschte Stellung gedreht werden
- die Gewinde sind, wie bei allen Armytek-Lampen, mit hochwertigem Nyogel 760G geschmiert
- die Lampe ist auch mit der deutlich ineffizienteren high-cri XM-L2 im S6-Bin locker hell genug für meine Zwecke (Turbo-Stufe ist beeindruckend) - in der höchsten Stufe blendet sie bereits ein wenig, wenn man aus kurzer Entfernung einen Baum beleuchtet
- sie sehr hell für ihre Größe - also eine hohe Leistungsdichte :thumbup:
- die Helligkeitsstufen sind visuell fast linear, also ziemlich gut, verteilt
- die eingebaute Temperaturregelung schützt LED und Elektronik, indem sie bei 80°C die Leistung stark reduziert
- gerade in der Turbo-Stufe, aber auch in der zweit höchsten, wird die Lampe sehr schnell warm, was für eine sehr gute Wärmeableitung spricht (Armytek gibt ja an, dass Kupfer-PCBs eingesetzt werden)
- das Endkappengewinde ist mit eloxiert worden, wodurch man durch leichtes lose drehen der Endkappe die Lampe vor versehentlichem Einschalten schützen kann => ist bei dem viel Kraft erfordernden Schalter und den viele Schutzmechanismen aber eigentlich gar nicht nötig
- das möglicherweise nervige Locatorblinken ist leicht an- und ausschaltbar
- die Strobe-Modi sind versteckt => man bekomtm sie nie zu Gesicht, wenn man nicht will
- man kann sich recht leicht den Akku-Zustand in Volt angeben lassen
- die abgerundeten Kanten die Gehäuses schützen dieses zusammen mit dem Edelstahlbezel beim Fall auf harte Oberflächen, wie z.B. Asphalt, vor starker Verformung (hier hilft natürlich auch die Eloxierung)
- die Scheibe ist mit einer türkis-farbenen AR-Beschichtung versehen
- bei für die dunkleren Jahreszeiten typischen Temperaturen zu später Stunde ist die Lampe beim Laufen (zumindest bei 6min/km oder schneller) in alle Stufen Dauerbetriebsfest :thumbup:
- 10 Jahre Garantie!

Negativ:
- die Anleitung wurde ganz billig auf einem normalen Din-A4 Blatt ausgedruckt und Teile der Schrift sind verwischt => man hätte den Zettel wenigstens laminieren können
- es gibt keine Deutsche Anleitung (für mich persönlich aber nicht so schlimm)
- Stirnband eher für dicke Köpfe gedacht
- könnte ruhig etwas weniger Elastan enthalten
- extra Stirnbänder, Gummihalter und Schalterabdeckungen sind auf der Armytek-Website nicht verfügbar
- es ist sehr mühselig die Lampe aus der Gummi-Halterung entfernen (man muss die Endkappe entfernen und schmiert dementsprechend alles mit Gewindeschmiere voll)
- die Betätigung des elektronischen Tasters erfordert für einen solchen sehr viel Kraft => die kleinen Zebralight-Lampen, wie meine h502c, sind da deutlich besser (die SC600 mal ausgenommen) => ältere Herrschaften mit Athrose sollten lieber eine andere Lampe in Erwägung ziehen
- das Schaltergummi steht nach außen hin deutlich ab, was zu höherem Verschleiß führt => auch hier sind Zebralight-Lampen besser => deswegen ist es auch doppelt schlimm, dass kein Ersatz-Schaltergummi dabei war bzw. im Online-Shop verfügbar ist
- das Stirnband roch gerade am Anfang recht stark nach Chemikalien, was aber nach der ersten Benutzung schon etwas nachgelassen zu haben scheint
- die eingebaute Temperaturregelung ist in meinen Augen nur halbherzig implementiert worden => wenn man die Lampe drinnen auf Turbo betreibt, kann man sich in wenigen Minuten die Finger verbrennen und es wird schmerzhaft die Lampe lange genug festzuhalten um die runter- oder auszuschalten :thumbdown::thumbdown:
- es wäre intelligenter den Akkuzustand in 10-25%-Schritten o.Ä. anzugeben (für nicht-Flashaholics)

Neutral:
- sie hat die Armytek-typische raue HA3-Beschichtung => viele empfinden sie als hochwertig, aber ich mag sie irgendwie nicht
- die (beschichtete) Scheibe ist nicht aus Glas sondern aus Kunststoff bzw. Acryllglas o.Ä., was zu einer höheren Robustheit und zu einem niedrigeren Lichtdurchlass führt

Fazit:
Insgesamt ist das schon wirklich eine high-end Lampe zu einem fairen Preis. Während sie zwar ein paar kleinere Nachteile hat, ist es insgesamt trotzdem toll sie zu benutzen, was vor allem an Lichtbild, Lichtfarbe und der hohen Leistung liegt.

So, ich hoffe das hilft jemandem. Beamshots und Fotos der Lampe gibt es ja bereits genug. Laufzeittests reiche ich vielleicht noch nach. Interessant ist da vor allem der Einfluss des einstellbaren Akku-Schutzes. Die elektrische Vermessung des Treibers (z.B. maximaler Eingangsstrom etc.) wäre auch interessant.
 
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Unbefugter

Stammgast
13 April 2014
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Niederrhein
Danke für die Zusammenfassung,
soweit mir bekannt gibt es von der Wizard Pro mit 3 verschiedenen LEDs nur 5 Versionen:
einmal die 90° und 70° in ww und cw und dann die cri90 nur mit 70° Abstrahlwinkel.
Wie auch immer, eine Top Lampe, habe die 90° in cw und die 70° in nw.
Die cri90 ist unterwegs.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Acebeam
Heute habe ich Laufzeittests mit geschützten Sanyo 2600er (UR18650F) Akkus gemacht. Die Lampe wurde dazu in einen Behälter mit ca. 1,5l kaltem Leitungswasser getan und in einen Schrank gestellt. Dazu der Sensor eine Luxmeters. Bei geschlossener Schranktür habe ich dann mit dem Handy im Stativ das Luxmeterdisplay gefilmt. Beide Akkus waren frisch aus dem Ladegerät, also ganz voll. Beim ersten Durchgang habe ich den Modus der Lampe für geschützte Akkus eingeschaltet. Beim zweiten Durchgang habe ich den für ungeschützte Akkus aktiviert.

Ergebnis:

die Werte von beiden Durchgängen unterscheiden sich nur leicht. Da lohnt es sich nicht beides genau in einen Graphen zu packen. Hier die wichtigen vom ersten Durchgang:

Zeit - Prozentuale Helligkeit - Bemerkung
00:01 - 100,0% - Start
00:30 - 99,56%
01:00 - 99,12%
03:00 - 98,89%
30:00 - 94,25% - bei ca. 31min begann sie langsam zu blinken (Akkuwarnung)
34:41 - 71,03% - erster "Step-Down" und kein Blinken mehr
40:00 - 54,51%
43:48 - 43,67%
46:14 - 32,34%
49:24 - 26,31%
51:26 - 19,90%
54:44 - 0,28%
54:51 - 0,00%

Zweiter Durchgang mit Einstellung für ungeschützte Akkus (soll wohl den maximalen Entladestrom weniger begrenzen):

00:01 - 100,0% - Start
34:40 - 96,76% - Beginn der Akkuwarnung
37:10 - 72,87% - erster Step-Down
42:10 - 56,48%
jetzt wurde sie wieder alle paar MInuten etwas dunkler, bis
55:47 - 0,00%


Der Akku hat danach nach einer Stunde Pause eine Leerlaufspannung von 3,648V.

Ich frage mich ja, ob das wirklich ein Buck-Boost-Regler ist...:confused:
 
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Paetzi

Flashaholic**
16 Mai 2010
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Das frage ich mich auch. Nach der Akkuwarnung scheint es mit der Regelung nicht mehr weit her zu sein
 

Dr.Devil

Flashaholic***
24 Juli 2012
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nördlich von Stuttgart
Jetzt bin ich etwas verwirrt :confused:

Wie passt den deine Messung mit der Laufzeitmessung hier zusammen, dort scheint ja die Regelung vor und nach dem step down vorhanden, und die Bedingungen sollten doch vergleichbar sein, hier Wasserkühlung, dort mit Ventilator, oder sehe ich da was falsch?

Grüße Jürgen
 
  • Danke
Reaktionen: The_Driver

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Jetzt bin ich etwas verwirrt :confused:

Wie passt den deine Messung mit der Laufzeitmessung hier zusammen, dort scheint ja die Regelung vor und nach dem step down vorhanden, und die Bedingungen sollten doch vergleichbar sein, hier Wasserkühlung, dort mit Ventilator, oder sehe ich da was falsch?

Grüße Jürgen

Wasser Kühlung ist bei so viel Wasser bereits besser. Auch ohne Zirkulation. Das sieht man ja daran, wie wenig die Helligkeit abgefallen ist.

Vielleicht sind meine Akkus einfach schwach...

Die Wärmableitung der Lampe ist auf jeden Fall auf höchstem Niveau! Die verbaute Kupferplatine macht sich bemerkbar :D.
 
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TalaSammler

Flashaholic**
19 Mai 2013
1.036
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zur Regelung: wie auch immer, bis zur Warnung, "step down" ist sie sehr gut!
Und bei einem fast entladenen Akku danach den Strom nicht zu erhöhen oder sogar zu reduzieren ist m.M. nicht verkehrt.
Die Ruhespannung von 3,65V ist prima, nicht zu sehr entladen!

Mich hat das Gewicht der Lampe inkl. Akku bis jetzt abgeschreckt, warte auf die ArmyTek Tiara A1.
 

hotte1111

Flashaholic**
28 Dezember 2010
1.385
377
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Noch etwas zu der Temperaturregelung.

Über ca. 50 Grad C empfinden wir Temperaturen für schmerzhaft. Daher kann es schon sein, dass die Lampe gut regelt. Allerdings ist 80 Grad C wirklich sehr hoch. Für die Technik und den Mensch.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Noch etwas zu der Temperaturregelung.

Über ca. 50 Grad C empfinden wir Temperaturen für schmerzhaft. Daher kann es schon sein, dass die Lampe gut regelt. Allerdings ist 80 Grad C wirklich sehr hoch. Für die Technik und den Mensch.

Ich verstehe jetzt nicht ganz, wie du das meinst...:confused:
Was hat die Temperatur mit der Regelung zu tun?
Bei 50°C macht sie munter weiter...
 

tino79

Flashaholic**
12 Juli 2010
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Vogelsbergkreis
Dass Du bei 50 Grad meinst sie müsste schon regeln weil es wehtut, für die Elektronik ist das aber noch kein Problem und deshalb regelt sie da vermutlich noch nicht.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Dass Du bei 50 Grad meinst sie müsste schon regeln weil es wehtut, für die Elektronik ist das aber noch kein Problem und deshalb regelt sie da vermutlich noch nicht.

Wen interessiert denn die Elektronik? :D
Es geht darum, dass es angenehm ist die Lampe zu benutzen. Bei 50°C (sagen wir 60°C innen drin) runter regeln wäre deutlich sinnvoller.
 

tino79

Flashaholic**
12 Juli 2010
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Vogelsbergkreis
Mir persönlich ist es lieber wenn es von der Elektronik abhängig gemacht wird. So kann ich es im Zweifelsfall länger sehr hell haben.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Mir persönlich ist es lieber wenn es von der Elektronik abhängig gemacht wird. So kann ich es im Zweifelsfall länger sehr hell haben.

Ok, sagen wir so: ich bevorzuge das, was Lupine seit einer Weile macht: quasi stufenlose Temperaturregelung, die sich einfach an die äußeren Gegebenheiten anpasst.
 
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Paetzi

Flashaholic**
16 Mai 2010
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NRW
Wir reden hier aber auch von einer Stirnlampe. Ich persönlich wollte nicht so ein heißes Stück Alu an der Stirn haben. Aber jedem wie es beliebt :)
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Wir reden hier aber auch von einer Stirnlampe. Ich persönlich wollte nicht so ein heißes Stück Alu an der Stirn haben. Aber jedem wie es beliebt :)

Tino79 hat recht: es stört nur, wenn man drinnen ist und die Lampe im Turbo-Modus benutzt und man sie zu lange anfasst.
Ich finde das sollte einen nicht vom Kauf abhalten.
 

Bagno

Flashaholic**
26 Juni 2012
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Rheine im Münsterland
Aber was ist z.B. mit Lichtinsdunkel oder mir?! Stellvertretend für die Langhaarfraktion!

Das Ding wirkt nachher wie ein Lockenstab :eek:

Wobei...Walter hat ja schon ne schicke Naturwelle ;)

Spaß beiseite...auch manch andere Kopflampe kann bei direkter Berührung unangenehm heiß werden. Aber durch das Kopfband bleibt ja alles auf Abstand.

Sorgen mach mir eher um den Akku bei Temperaturen um 80GradC.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Aber was ist z.B. mit Lichtinsdunkel oder mir?! Stellvertretend für die Langhaarfraktion!

Das Ding wirkt nachher wie ein Lockenstab :eek:

Wobei...Walter hat ja schon ne schicke Naturwelle ;)

Spaß beiseite...auch manch andere Kopflampe kann bei direkter Berührung unangenehm heiß werden. Aber durch das Kopfband bleibt ja alles auf Abstand.

Sorgen mach mir eher um den Akku bei Temperaturen um 80GradC.

der war gut :D

Bei 80°C schaltet sie ja sofort runter. Und normale warme Temperaturen mögen die Akkus ja sogar (mehr Spannung). 80°C erreicht nur, wenn man sie drinnen, stehend richtig "brennen" lässt.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Heute habe ich Laufzeittests mit geschützten Sanyo 2600er (UR18650F) Akkus gemacht. Die Lampe wurde dazu in einen Behälter mit ca. 1,5l kaltem Leitungswasser getan und in einen Schrank gestellt. Dazu der Sensor eine Luxmeters. Bei geschlossener Schranktür habe ich dann mit dem Handy im Stativ das Luxmeterdisplay gefilmt. Beide Akkus waren frisch aus dem Ladegerät, also ganz voll. Beim ersten Durchgang habe ich den Modus der Lampe für geschützte Akkus eingeschaltet. Beim zweiten Durchgang habe ich den für ungeschützte Akkus aktiviert.

Ergebnis:

die Werte von beiden Durchgängen unterscheiden sich nur leicht. Da lohnt es sich nicht beides genau in einen Graphen zu packen. Hier die wichtigen vom ersten Durchgang:

Zeit - Prozentuale Helligkeit - Bemerkung
00:01 - 100,0% - Start
00:30 - 99,56%
01:00 - 99,12%
03:00 - 98,89%
30:00 - 94,25% - bei ca. 31min begann sie langsam zu blinken (Akkuwarnung)
34:41 - 71,03% - erster "Step-Down" und kein Blinken mehr
40:00 - 54,51%
43:48 - 43,67%
46:14 - 32,34%
49:24 - 26,31%
51:26 - 19,90%
54:44 - 0,28%
54:51 - 0,00%

Zweiter Durchgang mit Einstellung für ungeschützte Akkus (soll wohl den maximalen Entladestrom weniger begrenzen):

00:01 - 100,0% - Start
34:40 - 96,76% - Beginn der Akkuwarnung
37:10 - 72,87% - erster Step-Down
42:10 - 56,48%
jetzt wurde sie wieder alle paar MInuten etwas dunkler, bis
55:47 - 0,00%


Der Akku hat danach nach einer Stunde Pause eine Leerlaufspannung von 3,648V.

Ich frage mich ja, ob das wirklich ein Buck-Boost-Regler ist...:confused:

Könnte es sein, dass die PCBs von meinen billigen 2600er Akkus (die mit durchsichtigem Schrumpfschlauch von FT) einen so hohen Innenwiderstand haben, dass die Laufzeit so krass darunter leidet?

Ich werde die Lampe auf jeden Fall noch mal mit besseren Akkus testen.

Zu meinem Bericht möchte ich hinzufügen, dass ich das Überkopfband doch für zwingend notwendig halte. Ich habe anscheinendend einen recht schmalen Kopf, da ich das Kopfband sehr eng einstellen muss, um die Lampe festzustellen. Ohne das Überkopfband wackelt sie etwas beim Laufen.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Heute habe ich Laufzeittests mit geschützten Sanyo 2600er (UR18650F) Akkus gemacht. Die Lampe wurde dazu in einen Behälter mit ca. 1,5l kaltem Leitungswasser getan und in einen Schrank gestellt. Dazu der Sensor eine Luxmeters. Bei geschlossener Schranktür habe ich dann mit dem Handy im Stativ das Luxmeterdisplay gefilmt. Beide Akkus waren frisch aus dem Ladegerät, also ganz voll. Beim ersten Durchgang habe ich den Modus der Lampe für geschützte Akkus eingeschaltet. Beim zweiten Durchgang habe ich den für ungeschützte Akkus aktiviert.

Ergebnis:

die Werte von beiden Durchgängen unterscheiden sich nur leicht. Da lohnt es sich nicht beides genau in einen Graphen zu packen. Hier die wichtigen vom ersten Durchgang:

Zeit - Prozentuale Helligkeit - Bemerkung
00:01 - 100,0% - Start
00:30 - 99,56%
01:00 - 99,12%
03:00 - 98,89%
30:00 - 94,25% - bei ca. 31min begann sie langsam zu blinken (Akkuwarnung)
34:41 - 71,03% - erster "Step-Down" und kein Blinken mehr
40:00 - 54,51%
43:48 - 43,67%
46:14 - 32,34%
49:24 - 26,31%
51:26 - 19,90%
54:44 - 0,28%
54:51 - 0,00%

Zweiter Durchgang mit Einstellung für ungeschützte Akkus (soll wohl den maximalen Entladestrom weniger begrenzen):

00:01 - 100,0% - Start
34:40 - 96,76% - Beginn der Akkuwarnung
37:10 - 72,87% - erster Step-Down
42:10 - 56,48%
jetzt wurde sie wieder alle paar MInuten etwas dunkler, bis
55:47 - 0,00%


Der Akku hat danach nach einer Stunde Pause eine Leerlaufspannung von 3,648V.

Ich frage mich ja, ob das wirklich ein Buck-Boost-Regler ist...:confused:

Die Neugier hat mich noch mal gepackt. Fazit: es ist, wie inzwischen doch wieder vermutet, doch ein Buck-Boost-Regler. Ich habe die Lampe heute mit zwei geschützten NCR18650B Akkus von intl outdoor getestet. Beide Akkus stammten aus der gleichen Charge, wurden immer exakt gleich behandelt und hatten auf 0,01V genau die gleiche Leerlaufspannung (4,19V und 4,20V). Sind ca. ein Jahr alt. Ich habe die Lampe ein mal mit der Akkueinstellung für geschützte und einmal mit der für ungeschützte, wo angeblich höhere Ströme fließen, verglichen. Ergebnis: in letzterer schaltet die Lampe eine ganze Minute später (49:30min statt 48:30min) zum ersten mal runter! Was ein Riesenunterschied! :D:rolleyes::p

Den Test mit der Einstellung für ungeschützte Akkus habe ich dann irgendwann aus Zeitmangel abgebrochen. Große Überraschungen braucht man da aber eh nicht erwarten.

Die Lampe befand sich in einem Liter kaltem, stehenden Leitungswasser. Ich habe das Wasser nach dem ersten Test nicht ausgetauscht. Nach dem zweiten Test war es spürbar (ca. 35°C) warm.

Die Leerlaufspannung des Akkus bei dem komplett durchgeführten Test lag direkt nach dem Entnehmen aus der Lampe bei 3,201V. Der andere war nach dem vorzeitigen Abbruch noch bei 3,3V.

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Trustfire Taschenlampen