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FrankFlash’s Beamprofiling-Versuche

FrankFlash

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28 Dezember 2013
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dem schönen Bayern
Olight Taschenlampen
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Liebe Freunde des tragbaren Lichts

Ich moechte Euch heute meine Beamprofiling-Versuche vorstellen.

Schon lange bin ich ein grosser Fan von Beamshotserien. Ich kann Stunden damit verbringen Beamshots verschiedener Lampen zu vergleichen. Doch als Wissenschaftler treibt mich die Frage um, wie man das Profil eines Taschenlampenstrahls in Zahlen, oder auch grafisch darstellen kann.

Die gängigen Angaben zu einer Taschenlampe sind ja Lumen und Lux. Die Lumen sagen vereinfacht aus, wie viel Licht vorne aus einer Taschenlampe rauskommt, die Lux, wieviel Licht in einer definierten Entferning noch ankommt. Einige Hersteller geben dann noch einen Spot- und Spillwinkel an. Häufig ist es aber so, dass es gar nicht so einfach ist, zu unterscheiden, wo der Spot aufhoert und wo der Spill anfaengt.
In diesem Beamshot sind die Grenzen zwischen Spot und Spill recht klar:



Bei diesem wird es schon schwieriger:



Was mich als Nutzer einer Taschnelampe interessiert ist wieviel Licht von meiner Taschenlampe bei unterschiedlichen Entfernungen noch ankommt. Die Lichtmenge in einer bestimmten Entfernung exakt in Leuchtrichtung kann ich mir aus den Luxangaben noch ausrechnen, aber wie sieht es 10, 50 oder 100 m links und rechts der Leuchtrichtung aus?

Bei Scheinwerferherstellern ist es durchaus üblich solche Beamprofile anzugeben:

https://support.kchilites.com/hc/en...ferences-between-the-types-of-light-patterns-
http://www.rennsport-ehm.de/ECE-LED-Scheinwerfer.htm

Damit kann man unterschiedliche Scheinwerfer ganz gut bezüglich Reichweite, aber auch bezüglich der Breite des Strahls vergleichen.
So was hätte ich gerne zu Taschenlampen. Leider bieten die Taschenlampenhersteller diese Info nicht an.

Dazu müsste man nicht nur messen wieviel Lux bei einer besteimmten Entfernung in Leuchtrichtung ankommen, sondern wie viel Lux bei derselben Entfernung aber bei verschiedenen Winkeln abseits der Leuchtrichtung ankommen.

Den Messaufbau ist prinzipiell einfach: Ein Luxmeter, das bei konstanter Entfernung zur Lampe in einem Kreisbogen um die Lampe gefuehrt wird und dabei die Lux in Abhängigkeit des Winkels misst. Da die meisten Taschenlampen einen "runden" Strahl haben, reicht es, einen 90 ° Bogen abzudecken:




Für die Messung wird bei verschiedenen Winkelstellungen der Luxwert abgelesen:



Aus solchen Werten kann man sich alles ausrechnen oder auch grafisch darstellen.

Während meiner Zeit in Südafrika habe ich begonnen, das Thema anzugehen. Angefangen habe ich mit der Taschenlampe und den Sensor des Luxmeters mit einer Schnur verbunden am Boden und einem Winkelmesser. Schnell habe ich folgende Problem festgestellt: Eine vernünftige Winkelmessgenauigkeit ist so nicht zu erreichen und die Reflexionen vom Boden und den Wänden verfälscht die Messung in einem nicht akzeptablen Maß. Die Messung muss außerhalb eines Gebäudes und weit genug oberhalb des Bodens stattfinden.

Schliesslich habe ich mir mit ein paar Holzleisten aus dem Baumarkt und einem Massband folgende Vorrichtung gebaut:


Ein gleichschenkliges Dreieck bildet den Rahmen. Am Eck des 90 ° Winkels wird später die Lampe montiert. Auf den langen beweglichen Arm kommt später das Luxmeter.

Um Reflexionen vom Holz zu vermeiden, habe ich das Gestell mattschwarz lackiert:



Um die Winkelbestimmung einfacher zu machen, habe ich das Dreieck so dimensioniert, dass die lange Seite (in der Skizze oben grün) genau 180 cm lang ist. Auf die Holzleiste ist ein 180 cm langes Massband befestigt.



Somit teilen sich die 90 Grad auf 180 cm und 2 cm entsprechen einem Grad. Der Schwenkarm steht bei obigem Bild bei 90 cm das bedeutet einen Winkel von 45 °.

Wie schon oben erwähnt verfälschen Reflexionen vom Boden die Messung, deswegen kommt das Dreieck auf ein paar Füße:


Auf diesem Bild sind schon eine Noctigon Meteor M43 auf der Lampenhalterung und mein Luxmeter auf dem beweglichen Arm montiert.




Um Reflexionen durch Zimmerwände zu vermeiden, machte ich die Messungen draussen im Dunkeln, wo die Lampe nur einige weit entfernt stehende Büsche anleuchtet.

Die eignetlich Messung ist dann simpel. Erstmal die Lampe und den Sensor des Luxmeter zueinander ausrichten, eine geeignete Leuchtstufe wählen (ohne Stepdown) und mit der Messung in Leuchtrichtung (0 Grad) beginnen. Luxmeter ablesen und Wert in Tabelle eintragen, den beweglichen Schenkel mit dem Sensor 2 cm weiter verschieben und wieder messen und so weiter bis man enweder bei 0 Lux oder bei 90 Grad angekommen ist. Wenn man das alleine macht ist das ziemlich langwierig, dashalb habe ich die Gelegenheit ergriffen, meine Frau bei meinem Hobby teilhaben zu lassen :thumbsup:
Wahrend ich die Winkel einstelle und das Luxmeter ablese, trägt meine Frau die Werte am Laptop gleich in eine Exceltabelle ein. In der Regel habe ich in 1 ° Schritten gemessen, was da Ganze schon recht aufwendig und langwierig macht.

Das tolle an Excel ist, dass man die Luxwerte bei der Messentfernung (in meinem Fall 1.5 m) zu jedem Winkel einfach und schnell in Lux @1m oder ANSI-Reichweite umrechenen kann.



Zum Glück reicht es, die winkelabhängige Messung nur bei einer (dauerbetriebsfesten) Leuchstufe der Lampe zu machen. Wenn man alle Leuchtstufen bei 0 Grad gemessen hat, kann man die winkelabhängigen Luxwerte von einer Leuchtstufe ueber einen einfachen Dreisatz für die anderen Leuchtstufen berechnen. Ich hab das bei mehreren Lampen bei jeweils zwei Leuchtstufen probiert und konnte im Rahmen der Messgenauigkeit keine Unterschiede feststellen. Das ist auch irgendwie logisch, da das Beamprofil von der LEDgröße und dem Reflektor festgelegt ist und die Leuchtstärke keinen Einfluss darauf hat.

Soweit der einfache (aber aufwendige) Teil der Messung. Was mir wirklich Kopfzerbrechen bereitet hat ist, wie ich die so erhaltenen Messwerte interpretieren und grafisch darstellen kann.

Am einfachsten ist es die Reichweite gegen den Abstrahlwinkel aufzutragen. Hier mal ein Beispiel von 2 Lampen, die Jetbeam SRA40 und die Nitecore P36 im Vergleich:



Man sieht schon, dass es selbst bei recht flutigen Lampen ab 40 ° fast kein Licht mehr ankommt.
Interessant hierbei ist, dass man mit dieser Methode die Beamprofile ganz unterschiedlicher Lampen vergleicht, wenn man nicht die absolut gemessenen Lux-Werte nutzt, sondern den höchsten Lux-Wert (bei 0 °) als 100 % definiert:



Dies eröffnet die Möglichkeit, die Beamcharakteristik ganz unterschiedlich starker Lampen zu vergleichen.

Ideal wäre die grafische Darstellung in sogenannten Polarkoordinaten (wie bei den verlinkten Beispielen der Scheinwerferhersteller). Dafür braucht man eine Visualisierungssoftware die sogenannte Polarkoordinaten grafisch ausgeben kann. In unserem Beispiel die ANSI Reichweite in Abhängigkeit des Winkels.

Zu Studienzeiten hatte ich viel mit der Software Origin gearbeitet, die sowas perfekt kann. Auf meinem privaten und Firmenrechner habe ich leider nur Excel, welches die Darstellung von Polarkoordinaten nur über umständliche Umwege kann :(
Eine kostenlose und einfach zu bedienende Software, die Polarkoordinaten darstellen kann hab ich nicht gefunden und Origin ist mir nur für dieses Projekt zu teuer, da kauf ich mir von dem Geld lieber ein paar neue Taschenlampen :pfeifen:
Wer hier etwas kennt, lasst mich bitte wissen, weil Excel mich hier manchmal zur Verzweiflung getrieben hat.

Hier eine Grafik mit dem Beispiel von oben mit Polarkoordinaten:



Man kann sich das so vorstellen, als blickt man aus der Vogelperspektive auf den Beam der Taschenlampe. Ich habe in diesem Fall die Reichweite nach ANSI genommen, aber auch jede andere Reichweitenkalkulation auf Basis der Lux-Messwerte ist möglich.
Ich fand es erstaunlich, wie "fokusiert" selbst nach unseren Maßstäben flutige Lampen doch sind.

Seit ich zurück in Deutschland bin, liegt mein Tala-Goniometer ungenutzt und zerlegt im Keller:



Erstens ist mir das Messverfahren zu aufwendig, vor allem nachdem ich auch meine Frau nicht mehr dafür begeistern kann :peinlich:
Zweitens ist mein Minigarten dafür nicht geeignet. Reflektionen von Hauswänden verfälschen die Messungen erheblich. Und wenn ich mit dem Gestell hier nachts irgendwo in die Pampa gehe, kommen bestimmt bald Leute in weißen Kitteln und einer Jacke mit verschnürbaren Ärmeln für mich :eek:

Eine elegantere Methode wäre es, die Taschenlampe auf einen elektrisch angetriebenen und gesteuerten Drehteller zu montieren und ein Luxmeter mit Autorange und einer kontinuierlichen Aufzeichnung der Messdaten einfach in einem fixen Abstand zu positionieren.



Die Lampe dreht dann mit einer definierten und konstanten Winkelgeschwindigkeit, während das Luxmeter kontinuierlich die Werte aufzeichnet.



Anders als bei meinem „Holzlatten-Tala-Goniometer“ von oben, würde ich hier nicht nur einen 90 ° Winkelbogen vermessen, sondern einen kompletten 360 ° Kreis. Dann könnte man den Maximal-Luxwert automatisch als 0 ° Wert definieren und die komplette Messreihe in 360 ° Schritte unterteilen. Das wäre deutlich weniger Aufwand und das Equipment wäre auch leichter transportabel.

Für einen solchen Drehteller war ich mal mit jemandem aus einem Astronomie-Forum in Kontakt, der Nachführeinrichtungen für Teleskope und Drehteller für Panoramaaufnahmen fertigt. Leider waren die originalen Vorrichtungen für meinen Zweck zu aufwendig und teuer, eine abgespeckte Variante wollte derjenige für mich nicht extra fertigen.

Also falls einer der begnadeten Techniker hier im Forum mir so etwas gegen Bezahlung bauen würde, wäre genial. In diesem Fall bitte ich um Kontaktaufnahme über PN.

Durch mein anderes Hobby, der Fotografie, bin ich auf eine andere Möglichkeit gekommen, das Beamprofil einer Taschenlampe in Zahlen und Grafiken wiederzugeben. Ich nutze hierzu eine Software (Rawdigger), welche die Farb- und Helligkeitsverteilung auf einem Foto (im Raw-Format) eines Whitewallbeamshots auswerten kann. Ich benutze den Rawdigger in der Profile Edition in der Version 1.2.9.

Für die Whitewallbeamshots habe ich mir in meiner Zweitwohnung mangels einer weißen Wand die Rückseite eines Raumteilers mit einer weißen Tapete ohne optische Aufheller bespannt. Zum leichteren Justieren der Lampen habe ich mit einem Bleistift ein Kreuz aufgetragen. Für die Beamshots stehen meine Spiegelreflex und Tala auf je einem Stativ möglichst nah beisammen, etwa einen Meter von der Wand entfernt. Zum Einsatz kommt ein Weitwinkelzoom bei etwa 11 mm Brennweite.

Wichtig ist hierbei, dass es im Bild zu keinen Überbelichtungen kommt. Die Software bietet eine Über- und Unterbelichtungswarnung. Da der Dynamikbereich jeder Kamera beschränkt ist, wird es nicht möglich sein, alle Lampen mit denselben Kameraeinstellungen zu fotografieren. Deshalb habe ich in der Regel bei jedem Beamshot eine automatische Belichtungsreihe bei gleicher Blende und ISO und unterschiedlichen Belichtungszeiten gemacht. Direkt vergleichen kann man natürlich nur Beamshots mit identischen Kameraeinstellungen. Aber es zeigt sich, dass, solange man nicht in die Sättigung geht (Überbelichtung), eine doppelt so lange Verschlusszeit ungefähr die doppelten Zahlenwerte in der Excelauswertung ergibt.

Hier ein Screenshot eines Whitewallbeamshots geöffnet mit der Rawdigger-Software:



Dieses Bild kann ich nun in ein Raster mit 99x99 Bildbereichen aufteilen, hier in diesem Bild durch die roten Kästchen dargestellt:



Die Software ermöglicht es nun, zu jedem dieser 9801 Kästchen eine Auswertung der minimalen, maximalen und durchschnittlichen Helligkeitswerte zu jedem Farbkanal der Kamera auszulesen.



Diese Datenmatrix kann dann in ein Programm zur Tabellenkalkulation und Visualisierung exportiert werden.



Ich verwende hierzu csv als Datenformat in Excel. In dem Beispiel unten sind in dem grauen Bereich einige Zeilen zu den Messwerten einiger Kästchen. Diese Daten (in grau) kopiere ich in ein vorbereitetes Excelblatt, welches mir dann schon die Auswertung in einer mittleren Gesamthelligkeit pro Kästchen (als X,Y-Koordinate erstellt:



Automatisch erstellt Excel dann eine Matrix (hier ein kleiner Ausschnitt):



mit der dann ein 3D-Plot des Beamprofils erstellt werden kann:



Diese Methode habe ich schon bei zwei Passarounds vorgestellt (hier die Links dazu):

PA Fenix FD45 und FD 65
PA Lupine Blika

Deshalb hier nur als Beispiel ein animiertes Gif, das ich aus mehreren Messungen der Fenix FD45 bei verschiedenen Zoomstellungen erstellt habe.:



Man kann sehr schön das Donathole bei den mittleren Zoomstellungen erkennen. Die Datenmengen, die bei diesen 3D-Auswertungen bewegt werden sind schon recht groß, in dem Fall für die Auswertung der Fenix FD45 Beamshots hat das Excelfile knappe 50 GB, da tut sich mein alter Rechner schon etwas schwer.
In einer größeren Reihe mit einigen meiner Taschenlampen, habe ich daher nicht die komplette Matrix von 99 x 99 Messfeldern ausgewertet, sondern nur eine Zeile von 99 Messwerten. Diese Zeile geht natürlich durch die Mitte des Beamshots. In dieser Auswertung habe ich auch alle Leuchtstufen mit verschiedenen Verschlusszeiten ausgewertet.

Mit allen Daten in einem File kann ich nun die vermessenen Taschenlampen, nach Auswahl von Verschlusszeit und Leuchtstufe sehr schenll und einfach in einer Pivotgrafik vergleichen.
Hier im Beispiel eine Zebralight SC62w in blau gegen eine Zebralight SC63 in brau gegen eine Zebralight SC600w Mk III jeweils in der höchsten Stufe:



Man kann hier, wie ich finde sehr schön die Beamcharakteristik vergleichen. Man erkennt zum Beispiel, dass die SC63 etwas flutiger als die SC62 ist.

Und hier noch ein extremerer Vergleich zwischen der Zebralight SC62w auf der höchsten Stufe gegen eine Acebeam K50 V3 auf der 3. Stufe:



Ich danke denjenigen, die bis zum Ende hier durchgehalten haben und hoffe ich habe Euch mit meinen Versuchen zum Beamprofiling nicht gelangweilt :pfeifen:

Viele Grüße
Frank

P.S.: Heute seit genau vier Jahren bin ich nun hier im Taschenlampen-Forum angemeldet :thumbsup:
Ich habe hier viel Zeit verbracht, viel Geld ausgegeben, aber vor allem viel Spaß gehabt. Danke dafür!
 

Dr.Devil

Flashaholic**
24 Juli 2012
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5.403
113
nördlich von Stuttgart
Mensch Frank,
ich muss gestehen, im ersten Teil konnte ich dir folgen...
Der zweite Teil erschließt sich mir nicht auf Anhieb. Das Ergebnis, die Grafiken zu den Beam Profilen, sehen aber schon mal sehr überzeugend aus :zufrieden:

In jedem Fall erkennt man, dass du dir verdammt viel Gedanken und damit verbunden auch Arbeit gemacht hast. Obs das bringt, weiß ich nicht. Die ´Qualität´ des Lichtbildes ergibt sich für mich rein aus dem subjektiven Eindruck. Ob man das quantifizieren kann :haeh:

Wenn man das alleine macht ist das ziemlich langwierig, dashalb habe ich die Gelegenheit ergriffen, meine Frau bei meinem Hobby teilhaben zu lassen :thumbsup:
ist mir das Messverfahren zu aufwendig, vor allem nachdem ich auch meine Frau nicht mehr dafür begeistern kann :peinlich:
Für die Whitewallbeamshots habe ich mir in meiner Zweitwohnung
:glotzen: Nicht dass du dein Hobby zu weit treibst, aber ich glaube es eigentlich nicht :)

P.S.: Heute seit genau vier Jahren bin ich nun hier im Taschenlampen-Forum angemeldet :thumbsup:
Das ist mal ein Jubiläums Post :daumenhoch:

Ganz herzlichen Glückwunsch dazu :)

Grüße Jürgen
 
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Onkel Otto

Moderator
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20 November 2015
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Stadtallendorf
Hochgradig geil !

Falls Du aus den 3D-Plots Quantifizierungen planst (Projektionen, Integrale,
Contourplots) und dabei mit Deiner Software an Grenzen stößt, dann kann
ich Dir Origin empfehlen oder Dir ggf. gern etwas Zuarbeit anbieten (wenns
nun auch schon 20 Jahre her ist, dass ich täglich damit gearbeitet habe).

Greetings und Doppel-Respekt-Daumen :)
Klaus
 
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FrankFlash

Moderator
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28 Dezember 2013
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dem schönen Bayern
, dann kann
ich Dir Origin empfehlen

Greetigs und Doppel-Respekt-Daumen :)
Klaus
Hi @Onkel Otto ,
Danke für Dein Lob und das Angebot :thumbup:
Ich dachte ich hätte Origin in meinem Thread erwähnt :pfeifen: Ich habe während meiner Zeit an der Uni viel damit gearbeitet. In meinen Augen eine geniale Software, aber für mich privat nur so zum Spaß zu teuer.
Gruß Frank
 
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Tobias

Flashaholic**
22 Februar 2011
1.472
692
113
Aachen
Eine kostenlose und einfach zu bedienende Software, die Polarkoordinaten darstellen
Spontan fällt mir dazu GNUPlot ein.

Wäre es nicht einfacher, die Lampe zu drehen und auf den feststehenden Sensor zu leuchten?
So habe ich das vor vielen Jahren mal mit einem XY-YT-Schreiber gemacht.

(Ich lese gerade weiter und sehe, daß Du das so machen willst)
 
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Onkel Otto

Moderator
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20 November 2015
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Stadtallendorf
Olight Shop
Hi Frank,

öhhm, ja, ich hab es gesehen, aber erst beim zweiten Lesen :peinlich:.

Mein Lob musste zuerst raus - so sehr begeistert war ich die Plots
zu sehen ... und : geschrieben, ist geschrieben :).

Greetings
Klaus
 
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djmykemyers

Flashaholic**
10 November 2010
2.281
2.659
113
Ennepetal
www.atmosfaer.de
Alter Schwede geile Nummer !!!

Hatte mich beim Review der Blika schon gefragt wie Du das gemacht hast.... ich weiß es jetzt zwar immer noch nicht, aber ich habe einen ausführlichen Text nebst Bildern, welchen ich einen Bekannten von mir zeigen kann, und der kann es mir dann evtl. erklären....

Spaß beiseite .... Chapeau!!!!



P.s.

Kannst du das nachträglich bei ALLEN Beamschots von Bluzie machen !!?!!!?

:Todlachsmiley::Todlachsmiley: :ugly::ugly:

Gruß Marc
 

Lexel

Flashaholic**
12 Dezember 2016
1.261
1.194
113
Halle (Saale)
Solche Drehteller gibt es auch für DLSR für Timelapse, die frage ist ob schnell genug

Man kann auch darüber nachdenken sowas einfach aus Lego Technik Teilen mit einer Kranbasis und Motor zu bauen
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.230
4.954
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Essen
Das ist wirklich cool! Jetzt wird es Zeit, dass du mehr Lampen vermisst ;).
Interessant wären z.B. Lampen mit Halogenbirne, mit HID oder auch spezielle LED Lampen.
 
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KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
2.506
1.381
113
@FrankFlash
Da hast Du dir echt viel Gedanken gemacht, und eigentlich alles richtig erfasst. :thumbup: Aber ich denke nicht, dass es sinnvoll ist von den 99 Messpunkten auf eine vereinfachte 2D Auswertung zu gehen. Wenn nicht das Zentrum des Beams zu 100% erwischt wurde, dann ist das Beamprofil nicht korrekt. Das sieht man schon bei den beiden allerersten Bildern, wo Du die beiden Lampen auf die Winkelscheibe gelegt hast. Normal müsste die Lampe so an so eine Winkelscheibe angebracht werden, dass 50% über und 50% unter der Winkelscheibe sind. So Bilder mit Winkelscheiben gab es mal vor vielen Jahren im Messerforum, wurden dort aber nicht weitergeführt - hat sich wohl nie durchgesetzt.

Ich kenne jetzt Dein Bildverarbeitungsprogramm nicht, und auch nicht den Lizenzstatus (Kaufware, Freeware, ...). Wenn die Software aber kostenlos wäre könnte man hier im Forum ein Excel Sheet zur Verfügung stellen, das alles automatisiert macht nach dem einlesen von den CSV Daten. Da hätte dann jeder mit Kamera und Excel die Möglichkeit sich die Software herunterzuladen, und von seinen eigenen Lampen solche 3D Beamprofile Bilder hier zu veröffentlichen. Ich denke mal viele haben den Zugriff auf ein Excel, aber nicht unbedingt auf diese Bildbearbeitungs Software...
Wenn man total die Langeweile hat, könnte man auch das Zentrum aus der Datenflut selber automatisch raussuchen mittels VB Script. Sollte für die meissten Fälle recht einfach sein, etwas Tricky wären nur die Multi Emitter Lampen.
 

Paintball

Flashaholic**
29 März 2017
1.754
1.688
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Wedemark
Frank,
schöne Arbeit und eine tolle Idee. :klatschen:
Der Drehteller müsste dann mit Motor und Riementrieb laufen. Ein Schneckentrieb verschleißt und ist in der Herstellung zu teuer. Motor mit einem Poti oder sogar mit einem Getriebe untersetzen damit das mit der Geschwindigkeit hin haut.
Kommt das so ungefähr hin oder hab ich da beim Lesen was übersehen?
 

FrankFlash

Moderator
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28 Dezember 2013
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dem schönen Bayern
@FrankFlash
Da hast Du dir echt viel Gedanken gemacht, und eigentlich alles richtig erfasst. :thumbup: Aber ich denke nicht, dass es sinnvoll ist von den 99 Messpunkten auf eine vereinfachte 2D Auswertung zu gehen. Wenn nicht das Zentrum des Beams zu 100% erwischt wurde, dann ist das Beamprofil nicht korrekt. Das sieht man schon bei den beiden allerersten Bildern, wo Du die beiden Lampen auf die Winkelscheibe gelegt hast. Normal müsste die Lampe so an so eine Winkelscheibe angebracht werden, dass 50% über und 50% unter der Winkelscheibe sind. So Bilder mit Winkelscheiben gab es mal vor vielen Jahren im Messerforum, wurden dort aber nicht weitergeführt - hat sich wohl nie durchgesetzt.

Ich kenne jetzt Dein Bildverarbeitungsprogramm nicht, und auch nicht den Lizenzstatus (Kaufware, Freeware, ...). Wenn die Software aber kostenlos wäre könnte man hier im Forum ein Excel Sheet zur Verfügung stellen, das alles automatisiert macht nach dem einlesen von den CSV Daten. Da hätte dann jeder mit Kamera und Excel die Möglichkeit sich die Software herunterzuladen, und von seinen eigenen Lampen solche 3D Beamprofile Bilder hier zu veröffentlichen. Ich denke mal viele haben den Zugriff auf ein Excel, aber nicht unbedingt auf diese Bildbearbeitungs Software...
Wenn man total die Langeweile hat, könnte man auch das Zentrum aus der Datenflut selber automatisch raussuchen mittels VB Script. Sollte für die meissten Fälle recht einfach sein, etwas Tricky wären nur die Multi Emitter Lampen.
@KakophonieInMoll
Ich stimme Dir zu, dass die Darstellung eines Beamprofils über diese Winkelscheiben nur ein grober Anhaltspunkt für ein Beamprofil ist. Eine genaue Auswertung ist hier nicht möglich, weil es wie gesagt, oft schwierig ist die Grenze zwischen Spot und Spill herauszusuchen. deswegen habe ich diese Methode mit der Winkelmessung nicht weiter verfolgt und hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Die Bildverarbeitungssoftware Rawdigger gibt es in einer kostenlosen Version, die für Fotografen, die mit dem Raw-Format fotografieren schon recht viel kann. Die Aufteilung eines Fotos in bis zu 99x99 Bereiche und anschliessender Auswertung jedes einzelnen der 9801 "Kästchen" ist leider nur mit einer Bezahlversion der Software möglich. Wobei der Preis noch im humanen 2-stelligem €-Bereich ist. Ursprünglich ist diese Funktion dazu gedacht den Sensor der Kamera zu kalibrieren.
Bei der Auswertung des "frontalen" Beamshots mit der Bildverarbeitungssoftware habe mir aus der Auswertung die maximalen Peaks herausgesucht und dort manuell den Mittelpunkt definiert. Damit kann ich die Fehler in der Ausrichtung der Lampe etwas korrigieren. Diese Methode versagt leider bei Lampen mit Donutholes :rofl:
Und ebenso wie von Dir angemerkt bei Multiemitterlampen. Hier bleibt nur die aufwendigere 3D-Auswertung.

Gruß Frank
 

FrankFlash

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28 Dezember 2013
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dem schönen Bayern
Frank,
schöne Arbeit und eine tolle Idee. :klatschen:
Der Drehteller müsste dann mit Motor und Riementrieb laufen. Ein Schneckentrieb verschleißt und ist in der Herstellung zu teuer. Motor mit einem Poti oder sogar mit einem Getriebe untersetzen damit das mit der Geschwindigkeit hin haut.
Kommt das so ungefähr hin oder hab ich da beim Lesen was übersehen?
@Paintball
Danke für das Lob und Interesse :thumbup:
Ich bin kein Ingenieur, aber ich kenne Servomotoren aus dem Modellbaubereich. Diese laufen meines Wissens frequnzgesteuert mit einer sehr reproduzierbaren Geschwindigkeit. Solch ein Antrieb sollte ideal für meien Anwendung sein. Ich habe von meinen geschrotteten RC-Helis einige Servomotoren übrig, aber leider bekomme ich die Ansteuerung nicht hin. Dafür reichen meine Elektronikkentnisse nicht aus. Die Drehgeschwindigkeit müsste ich dann auch etwas der Messfrequenz des Luxmeters anpassen. Wenn das Luxmeter zum Beispiel nur eine Messung pro Sekunde schafft (ich hatte mir mal solch ein Modell rausgesucht), sollte die Drehfrequenz entsprechend langsam sein.
Gruß Frank
 
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discard

Stammgast
21 November 2017
74
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OWL
Super was du hier treibst.
Leider kann ich dir bei der Software nicht helfen, ich komme beruflich aus dem Akustikbereich, da wird so ein Drehteller gerne genutzt.
lg thomas
 
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Dagor

Moderator & Erschaffer der TL-Smileys
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14 Mai 2011
15.833
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Bremen
Sehr cool! :daumenhoch:


Du hast bei deiner Grad-Skala aber einen Denkfehler gemacht:
Um die Winkelbestimmung einfacher zu machen, habe ich das Dreieck so dimensioniert, dass die lange Seite (in der Skizze oben grün) genau 180 cm lang ist. Auf die Holzleiste ist ein 180 cm langes Massband befestigt.



Somit teilen sich die 90 Grad auf 180 cm und 2 cm entsprechen einem Grad. Der Schwenkarm steht bei obigem Bild bei 90 cm das bedeutet einen Winkel von 45 °.
So stimmen nur drei Winkel: 0°, 45° und 90°. An einem Geodreieck sieht man sehr gut, dass der Rest verzerrt ist:
https://upload.wikimedia.org/wikipe...ieck.svg/1280px-Set_square_Geodreieck.svg.png
Damit das funktioniert, müsstest du das Maßband auf einen Kreisbogen legen.
 
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tino79

Flashaholic**
12 Juli 2010
1.593
1.122
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Vogelsbergkreis
Ich feier Dich grad so dermaßen! Da lese ich und denke, geil megabekloppt, schön dass es doch immer wieder Steigerungen gibt die man nicht für möglich hielt. Und dann übertrumpfst Du Dich im gleichen Beitrag mehrfach selbst.

Ich fühl mich hier einfach wohl :)
 
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FrankFlash

Moderator
Teammitglied
28 Dezember 2013
3.064
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Sehr cool! :daumenhoch:
Du hast bei deiner Grad-Skala aber einen Denkfehler gemacht:
So stimmen nur drei Winkel: 0°, 45° und 90°. An einem Geodreieck sieht man sehr gut, dass der Rest verzerrt ist:
https://upload.wikimedia.org/wikipe...ieck.svg/1280px-Set_square_Geodreieck.svg.png
Damit das funktioniert, müsstest du das Maßband auf einen Kreisbogen legen.
@Dagor
Gut, dass hier jemand mitliest und aufpasst, dass ich keinen Mist schreibe :thumbsup::pfeifen:
Ich habe eben mein großes Geodreieck aus dem Keller geholt und ein paar Winkel nachgemessen. War natürlich ein Denkfehler von mir, dass wenn ich die Hypotenuse eines gleichschenkligen Dreiecks in 90 gleiche Abschnitte unterteile, dass jeder Teil ein Grad repräsentiert :peinlich:
Nur gut, dass ich mein Holzlatten-Tala-Goniometer eingemottet habe und mir ein automatisches Goniometer mit der Taschenlampe auf einen Drehteller bauen will.

Viele Grüße
Frank
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.230
4.954
113
Essen
Sehe ich es richtig, dass du für jeden Bereich die Helligkeitswerte für rot, grün und blau mittelst? Müsste grün nicht deutlich stärker gewichtet werden, wenn man die Empfindlichkeit des menschlichen Auges berücksichtigt? Das könnte das Endergebnis beeinflussen, da manche Lampen z.B. eine sehr grünliche Korona haben.
 

FrankFlash

Moderator
Teammitglied
28 Dezember 2013
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dem schönen Bayern
Sehe ich es richtig, dass du für jeden Bereich die Helligkeitswerte für rot, grün und blau mittelst? Müsste grün nicht deutlich stärker gewichtet werden, wenn man die Empfindlichkeit des menschlichen Auges berücksichtigt? Das könnte das Endergebnis beeinflussen, da manche Lampen z.B. eine sehr grünliche Korona haben.
Das ist richtig, ich bilde im Prinzip einen Mittelwert aus den 3 Farbkanälen. Theoretisch könnte man natürlich auch die Farbabweichungen im Beam darstellen.
Gruß Frank
 

Boverm

Flashaholic***
29 Oktober 2012
7.736
2.738
113
Niedersachsen
Finde das genial.

Eine einfache und nicht ganz genau Möglichkeit, aber durchaus interessant:
Ist statt dem Luxmeter einen bespannten Rahmen dort hin zu bauen, der passend gebogen ist, um an jeder Stelle die gleiche Entfernung zur Lampe zu haben.

Von der beleuchteten Rückseite ein manuell belichtetes Bild.
Die hellste Stelle mit Luxmeter messen und dann in Photoshop oder anderen Programmen in Ruhe die Helligkeitswerte auslesen.
Ist vl. nicht ganz so genau, gibt aber schön das Beamprofil wieder.

Macht man den Rahmen nicht nur z.B. 20 cm hoch, sondern genauso hoch wie breit (etwas komplizierter, wegen Bogen, wobei evtl gerade Wand ja auch reicht), kann man sich aus den Helligkeitswerten doch garantiert ein Tiefenmodell machen mit irgendeiner Software, oder nicht???

Nur ein Gedankenanstoß, um die Kosten gering zu halten.
Sind dann nicht die absoluten Messwerte, aber optisch gesehen, würde es doch reichen??

Durch diesen Aufbau ist es sogar möglich, den Tint in den jeweiligen Bereichen mit grafisch darzustellen....
Klar kann es zu leichten Messfehlern kommen, wenn es krasse Farbunterschiede gibt.
Aber die Farbverteilung, z.B. bei XHP70 LEDs kann man so schon vor dem Kauf sehen, ob man damit einverstanden ist....
 
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