Kombi Foxnovo F-08 8 Port

Dieses Thema im Forum "Ladegeräte" wurde erstellt von zerobrain, 15. April 2015.

  1. Hallole,

    Es ist vollbracht! Einer meiner bisher aufwändigsten Tests ist "im Kasten": "Foxnovo 8 Port Akku Ladegerät" sind die 40 Euro gut investiert?

    Test: Ladegerät Foxnovo 8 Port (NiMH / Li-Ion)

    Viel Spass beim Lesen. Anmerkungen, Korrekturen usw. sind herzlich willkommen...

    Edit: Für die Suchfunktion: Foxnovo F08
     
    #1 zerobrain, 15. April 2015
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2015
    MetalDeep, light-wolff, hotte1111 und ein weiterer Flashy haben sich hierfür bedankt.
  2. Folomov
    Oha, da warst ja schneller... :thumbup:

    Habe mir diesen auch zugelegt.
    Vielleicht schreib ich auch noch ein Review oder eine kleine Ergänzung.
     
  3. Gerne. Ich bin gespannt. Vielleicht habe ich ja was übersehen....
     
  4. Acebeam
    Was wichtig ist, aber eher als Ergänzung zu sehen ist, dass der USB-Port nur funktioniert wenn das Netzteil angeschlossen ist.
    Ergo keine "richtige" Powerbank.
    Ist recht nützlich, wenn ich am Schreibtisch schnell mein Smartphone laden muss.
    Hab mich am Anfang gewundert, dass des nicht mit voll bestückten 18650 lädt.
     
  5. Ok. Das werde ich ergänzen. Mir war klar, dass der nur zum Laden taugt, wenn eingesteckt wurde. Danke für den Hinweis.
     
  6. Danke für den Test, sehr aufschlussreich!

    Netzteil:
    Das Layout sieht tatsächlich gut aus, sogar das Platinenmaterial taugt. Mir gefällt nur nicht, dass der Kühlkrper von der Sekundär- zu Primärseite rüberragt und nur proviorisch mit Klebeband ioliert ist. So lange das sauber mit mehreren Lagen und ohne Lücken gemacht wird: vielleicht ok. Aber als mögliche Fehlerquelle nicht gut.


    Der Lader sieht innen gut aus. Jeder Kanal hat seinen eigenen Schaltregler. Das ist nicht selbstverständlich, z.B. hat der (warum auch immer) so beliebte intellicharger i4 in Wirklichkeit nur 2 Kanäle und teilt den Strom bei Bestückung mit 4 Zellen auf jeweils 2 Akkus auf (entsprechend langsam wird's).

    Frage:
    Werden die Minuspolkontakte nur über die Federn kontaktiert, oder gleiten sie auf Metallschienen, die zusätzlich mit einem Kabel vesorgt werden? Vermutlich nicht, auf der Platine sind keine Kabel zu sehen, außer du hättest sie fürs Foto abgelötet.
    Die Federn sind nämlich meistens recht hochohmig (bis zu 0,5 Ohm) und das verhindert eine perfekte CC/CV Ladekurve: die CC-Phase endet zu früh, das verlängert die Ladezeit, schadet aber sonst nicht.



    Die aufgenomme Ladestromkurve des F08 sieht sehr gut aus. Interessant wäre dabei aber noch der Verlauf der Zellenspannung gewesen. Die sollte zu keinem Zeitpukt über 4,20V gehen. Deswegen ist die Spannung fast wichtiger als der Strom.

    Die Ladekurve des Ansmann "xBase Deluxe Racing" Charger ist dagegen grenzwertig. Diese Zelle kann eigentlich mit 2,2 A geladen werden (Fast Charge; Standard Charge ist 1,1A), aber offenbar ist sie nicht mehr ganz frisch und geht bei so viel Ladestrom gleich auf Anschlag 4,2 V, so dass der Lader runterregelt.
    Eigentlich sollte diese Zelle 2,2Ah Kapazität haben.
    Eine perfekte Ladekurve sieht so aus.

    Es könnte sein, dass der F08 schon vor Erreichen der 4,20 V den Strom reduziert, weil der Spannungsabfall über den Minuspolfedern in die Zellenspannungsmessung mit eingeht.
    Er scheint bei 50 mA zu terminieren, sehr gut.

    In 2 Stunden vollgeknallt zu werden ist für die meisten Zellen Quälerei. Wenn keine CC-Phase erkennbar ist und die Spannung gleich auf 4,2V hochgeht, ist die Zelle überfordert. Üblichweise lädt man mit nicht mehr als C/2, das dauert ca. 2,5 h.

    10440er sollte man mit dem F08 nicht laden, dafür ist der Ladestrom um Faktor 2-3 zu hoch. Auch für 14500er und 16340er ist er grenzwertig, wenn es kein Hochstromzellen sind.

    Der Coulomb-Wirkungsgrad ist bei intakten Li-Ion praktisch 100%, d.h. was an mAh reingeht, kriegt man an mAh wieder raus (aber bei niedrigerer Spannung). Die Abweichung von 100% ist ein Maß für die Zellenqualität.
    Bei NiMH ist das anders, da geht Ladung "verloren".


    PS: Anmerkung zu "1,68Ah Energie": Ah ist Ladung (vulgo "Kapazität"), Wh ist Energie.
     
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Zur Isolierung und elektrischen Sicherheit...
    Ich werde demnächst mal das Innenleben eines anderen Ladegerätes zeigen. Da sieht man dann, wie eine Totalkatastrophe aussieht (die ich nichteinmal einstecken würde). Ich habe nochmal in den Bildern gewühlt und ein zusätzliches eingefügt. Ich denke, man sieht ganz gut, dass sie den Kühlkörper gut "eingetütet" haben:

    [​IMG]

    Nein - ich habe nichts abgelötet. Die Federn sind der einzige Kontakt.

    Das geht aufgrund meines Aufbaus leider momentan nicht. 2 Kanäle gleichzeitig zu messen ist so nicht möglich und ein wahnsinniger Aufwand. Momentan liefert ein Multimeter die Daten, die dann über diverse Tricks aufbereitet werden. 2 Multimeter synchron abzufragen übersteigt (momentan) den Aufwand, den ich treiben kann und möchte.

    Ich denke mal, dass hier auch das "racing" eine Rolle spielt. Die Kollegen vom Modellbau gehen halt gerne an die Grenzen.

    So hatte ich mir das auch vorgestellt. Die Zelle ist die "F" Selektion von Samsung - könnte auch daran liegen. Alt ist sie in dem Sinne nicht.

    Ich habe hier nur wiedergegeben, was der Hersteller angibt. Aber da halte ich nochmal Rücksprache. Danke für den Hinweis.

    Wieder was gelernt. Darf man das zugeben? ;-)
    "Ein bisserl Schwund ist immer". Ich war ziemlich erstaunt, dass nach der ganzen Excel Rechnerei (frag bitte nicht nach Details) beide Ergebnisse so plausibel übereingestimmt hatten...

    OK. Da war ich schlampig; die Physik der Einheit ist mir klar, aber ich will ab und zu aus stilistischen Gründen Wortwiederholungen vermeiden. In meinem Kopf sind Ah bei fester Spannung proportional zur Energie. Natürlich habe ich das korrigert.

    Vielen Dank fürs ausführliche Feedback. Leider kann ich die vermissten Spannungskurven momentan nicht liefern. Mein Regal ist voller neuer Testobjekte (da liegen auch noch ein paar Taschenlampen)...

    Sollte aber jemand ein bezahlbares universelle Mehrkanalmess-System mit guter Software kennen - bitte mich informieren. Die Software des VC890 ist meiner Meinung nach eine Doppelte-Semi-Katastrophe!
     
    #7 zerobrain, 16. April 2015
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2015
  8. Bei Ni-Mh ist das eigentlich ganz einfach, wenn die Akkus kurz vor Ladeende deutlich warm werden, sind die definitiv zu 100% voll. Wenn der NiMh Akku voll ist setzt er die zugeführte Energie in Wärme um.



    Nein, bzw Du müsstest dazu die Spannung messen um das genau sagen zu können. Li-Ion werden bis zum erreichen der Ladeschlußspannung mit maximalen Strom geladen, danach wird die Spannung konstant (auf 4,20V) gehalten. Wenn also die Spannungsmessung beim erreichen des Knickes 4,20V anzeigt und diese bis Ladeende gehalten wird ist es perfekt.

    Üblicherweise wird eine Entladung anders dargestellt. Auf die X-Achse bevorzugt die entnommene Ah-Kapazität(Zeit tut es auch zur Not). Auf die Y-Achse die Spannung an der Zelle, und die Entladung dann mit Konstantstrom.

    Für ein Test von einen Li-Ion-Lader sind eigentlich die Spannungsmessungen die wirklich wichtigen, Wie hoch ist die Ladeschlußspannung? Wie hoch ist die Leerlaufspannung der Akkus nach erfolgter Ladung? Was passiert nach Ladeschluß? entlädt der Lader, oder lädt der Lader mit geringeren Strom?
    Auch nicht unwichtig was macht der Lader mit einen besonders schlechten"hochohmigen" Akku?

    Du könntest die Werte doch einfach exportieren und dann in Excel übernehmen?
    Ich mach so etwas ja gerne hiermit:
    [​IMG]


    mfg
     
    #8 Heinrich, 16. April 2015
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2015
  9. Was meinst du mit "F-Selektion"? Ich sehe eine gewöhliche Samsung ICR18650-22F, weit verbreitete Notebookzelle, nicht gerade der letzte Schrei mein Datenblatt ist von 2008), das F darin ist Namensbestandteil (quasi die Entwicklungsstufe, ich kenne noch B, E und H), keine Selektionsklasse.
    Ich weiß allerdings nicht, was der Rest (außer SAMSUNG SDI) bedeutet. Insbesondere der 4-stellige mtmaßliche Datecode in der 3. Zeile wäre interessant (und dieser Beitrag hilft da nicht weiter).

    Ich hatte mich auch auf die Herstellerangaben bezogen. Die stimmen nicht, für 10440er ist der Ladestrom (viel) zu hoch.


    Ich auch. ;)
     
    #9 light-wolff, 16. April 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Januar 2016
  10. Akzeptiert. Zum Problem mit "Die Spannung messen" später...

    Da hast Du etwas falsch interpretiert. Es gibt keine Entladekurven in dem Blogbeitrag...

    Diese Punkte habe ich nicht behandelt. Ich schaue, dass ich sie nachreiche (das wird aber aus Zeitmangel ne Woche dauern).

    Äh. Jetzt mal im Ernst. Sitzt Du wirklich 2-3h vor den Messgeräten und schreibst das ab (auch über Nacht)? Tut mir leid, soviel Zeit habe ich nicht.

    "Nach Excel exportieren"... Würde ich extrem gerne. Wenn die Software es hinbekommen würde, zeitlich äquidistant aufzunehmen, eine sauber CSV Datei zu generieren usw usw. Und jetzt das ganze noch für zwei Messgeräte durchführen und die Zeitachsen synchronisieren? Ich brauche eine automatische Lösung!
     
  11. Bei der ganzen Diskussion sollte man beachten, dass die Zellen mit recht hohem Strom entladen wurden. Vielleicht habe ich das irgendwo falsch aufgeschnappt - ich war in dem Glauben, dass das "F" die Selektionsstufe markiert.

    Ich schaue das nochmal nach. Heute ist es mir zu spät. Irgendwann muss Mensch auch schlafen ;-)
     
    #11 zerobrain, 16. April 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. Januar 2016
  12. Kritisch, ist ja nur der Anfang der Entladung, und das Ende der Entladung, in der Mitte ist die Kurve fast linear. Sind also 200-300mAh die ich am Anfang mitschreibe(so alle 20-50mAh) und die letzten 200-300mAh. den Rest reicht es alle 200-300mAh mal kurz zu notieren. Da kann man herrlich andere Sachen neben her machen.

    Mal so isoliert in den Raum gestellt: Wenn einen die Maschine alles abnimmt, was gibt es dann noch zu lernen?

    mfg
     
  13. Erstmal vielen Dank fürs Feedback. Wenn Du Dir aber die Ansmann Ladekurve in meinem Beitrag ansiehst, stimmt die Annahme halt nicht immer. Du gehst von dem Ansatz aus, dass das Gerät schon "so ungefähr richtig (z.B. CC/CV) arbeitet".
    Ich bekomme hier aber alles mögliche an Zeugs auf den Tisch. Da kann man sich erstmal auf nichts verlassen...

    Dies ist ja auch nicht das einzige Gerät, das ich zerlege. Z.B. eine 10000mAh Powerbank braucht schon eine Weile, bis sie leer (und wieder voll) ist. Solche Zyklen laufen bei mir 2x durch. Das kann eine Weile dauern und da sitze ich nicht dabei und warte.

    Aber Besserung ist in Sicht. Wenn alles glatt geht, gibt es nächste Woche die verbesserten Kurven mit der Spannungs/Strom Kennlinie (und wenn die Software mitspielt auch mit Temperatur)...

    Da erlaube ich mir jetzt frech eine andere Meinung. Beim Abschreiben hat schon der Guttenberg nichts gelernt :thumbsup:
     
  14. Da wird wohl eher der Punkt gewesen sein das durch die hochohmigen Anschlüsse, die interne Spannung schon auf 4,20V war. und genau das hätte dann auch eine Spannungsmessung gezeigt.

    Nein. Mein Ansatz lautet das ich lieber relevante Messwerte notiere, statt die Messung ganz zu unterlassen.


    Gab es da nicht mal den Studentenwitz das kopieren besser sei als kapieren?
     
  15. Olight Shop
    ... ich habe doch Besserung gelobt...
     
  16. Vielen Dank für den Hinweis! Ich habe ihm auch den Tipp gegeben, dass das Gerät jetzt unter "Foxnovo" zu haben ist. Er war ja auch recht angetan...
     
  17. Ich habe - wie von Euch vorgeschlagen - jetzt die Li-Ion Messung wiederholt und Zellenspannung und Temperatur erfasst (Temp allerdings nur auf 1 Grad genau).

    [​IMG]

    Den ergänzte Beitrag findet Ihr weiterhin hier.Test: Ladegerät "Foxnovo F08" 8 Port (NiMH / Li-Ion)
     
    light-wolff hat sich hierfür bedankt.
  18. Das sieht schon mal ziemlich gut aus.
    Man sieht, dass die Temperatur dem Ladestrom folgt. Der leichte Anstieg kommt wohl eher aus dem Lader als aus der Zelle.

    Wäre es noch möglich, Strom und Spannung so zu skalieren, dass sie weniger "flach" sind? Insbesondere die Spannung. Skalierung von 3,3-4,3V würde reichen. Notfalls Temperatur raus aus dem Diagramm.
    Mir schient, dass tatsächlich der Ladestrom schon vor Erreichen der 4,20V zurückgeht (die Federn...). Wie gesagt: schlimm ist das gar nicht, die meisten Lader machen es so, den Akkus schadet es kein Bisschen, es dauert nur etwas länger.
     
  19. Kein Problem. Was mal in der Tabellenkalkulation ist, lässt sich auch problemlos anders skalieren (die Ecken kommen übrigens vom 5 Minuten "Abtastintervall").

    Wahrscheinlich geht jetzz die oben verlinkte Grafik kaputt... Deswegen verlinke ich die neue extra.

    [​IMG]
     
    light-wolff hat sich hierfür bedankt.
  20. Danke! Man sieht, dass der Ladestrom tatsächlich schon ab 4,1 V zurückgeht und die Endspannung 4,22 V ist. Also gibt es bei 0,65 A 0,12 V Spannungsabfall, d.h. 0,18 Ohm, die größtenteils auf das Konto der Federn gehen dürten.
     
  21. Jetzt habe ich noch einen 2 Slot Foxnovo bekommen. Test wird noch eine Weile dauern (ich erwarte kein anderes Ergebnis). Dann werde ich mal den Vorschlag ausprobieren, was passiert, wenn man die Federkontakte niederohmiger macht.

    Klingt nach einem netten Hardware Hack. To be continued....
     
Die Seite wird geladen...
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden