Acebeam Taschenlampen
Imalent Taschenlampen

Fotoapparat zur Lichtmessung verwenden

1 Januar 2020
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Olight Taschenlampen
Trustfire
Hallo zusammen!

Nachdem ich hier eine tolle Kaufberatung bekommen habe, bin ich leider etwas angefixt. Daher interessiert mich, was denn meine alten Lampen bringen und wie viel besser meine Neuanschaffung(en?) ist/sind. Ich habe die Suchfunktion bemüht, habe aber keinen Hinweis auf die Verwendung einer Kamera für die Lichtmessung gefunden. Eigentlich empfinde ich das als naheliegend, siehe z.B. folgende Links:

https://www.elmar-baumann.de/fotografie/fragen/lichtwert-lux.html
https://www.frag-den-neudeck.de/Archive/533

Daher die Frage an die Experten: Was spricht dagegen?
 

FrankFlash

Moderator
Teammitglied
28 Dezember 2013
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dem schönen Bayern
Prinzipiell ist das schon möglich, aber es gibt einige Punkte zu beachten:
  • Ich würde mich nicht trauen, mit einer potenten Lampe direkt in die Kamera zu leuchten. Ich hätte Angst den Sensor zu grillen.
  • Daher bietet sich eine indirekte Messung gegen eine weiße Oberfläche an. Etwas in dieser Art habe ich im zweiten Teil dieses Threads gemacht. Mir ging es aber nicht um eine exakte Messung der Helligkeit einer Lampe, sondern um die Analyse der Lichtverteilung im Beam.
  • Der Fotosensor ist nur in einem bestimmten Bereich linear. Bei Über- oder Unterbelkchtung passen die Werte nicht mehr.
  • Der Foto- oder Messsensor hat bei unterschiedlichen Lichtfarben eine unterschiedliche Empfindlichkeit. Teures Spezialequipment gleicht das durch spezielle Filter aus.
Gruß Frank
 
1 Januar 2020
45
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8
Acebeam
Hallo Frank,

mit einer Lampe einfach auf den Sensor zu leuchten, ist wohl keine Idee. Sowohl Dein Vorgehen, die Lichtleistung winkelabhängig zu messen, als auch die hier besprochenen verschiedenen Varianten von Ulbricht-Kugeln, finde ich absolut klasse. Allerdings sind die Versuchsaufbauten selber mit Haushaltsmitteln machbar. Teuer ist eigentlich nur das Lichtmessgerät. Mich wundert einfach, dass es noch keiner hier gemacht hat. Mal sehen, ob ich es hinbekomme, für Hinweise bin ich dankbar.

Viele Grüße

Ralf
 

casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
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Hannover
ch habe die Suchfunktion bemüht, habe aber keinen Hinweis auf die Verwendung einer Kamera für die Lichtmessung gefunden. Eigentlich empfinde ich das als naheliegend, siehe z.B. folgende Links:
Hallo sfoto,

viele nehmen ihr Smartphone zur Luxmessung, da gibt es Apps die das ermöglichen.
Und wem das nicht reicht, der kauft sich für ein par Euro ein Luxmeter....

Gruß
Carsten
 

Flummi

Moderator
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26 Oktober 2015
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Nähe Hannover
Man kann schon mit einer Kamera die Beleuchtungsstärke messen, allerdings unkomfortabel und mit der Gefahr, einen Fehler zu machen.
Was spricht dagegen?
  • Gute Graukarten kosten rund 30€ - etwa soviel wie ein günstiges Luxmeter
  • Graukarten halten nicht ewig
  • Nur indirekte Messung möglich
  • Messfehler durch Winkel zwischen Lampe, Graukarte und Kamera
  • Die Messgenauigkeit wird durch die Stufen der Belichtungszeiten/Blenden begrenzt
  • Nur für wenige Messungen geeignet (viel Spaß bei Laufzeitdiagrammen)
  • Die Kamera muss einen kleinen Messspot haben
  • Langsam (gerade die ersten 30 Sekunden tut sich viel bei den meisten Lampen)
Mir würde wohl noch mehr einfallen :augenrollen:
 
1 Januar 2020
45
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Hallo angerdan,

ja, danke solche Tabelle werden zum Filmen verwendet und so kann man aus Zeit/Blende/ISO den Lichtwert ermitteln.

Viele Grüße

Ralf

Hallo sfoto,

viele nehmen ihr Smartphone zur Luxmessung, da gibt es Apps die das ermöglichen.
Und wem das nicht reicht, der kauft sich für ein par Euro ein Luxmeter....

Gruß
Carsten
Hallo casi,

wie findest Du dieses Review: https://www.dial.de/de/article/luxmeter-app-vs-messgeraetsind-smartphones-zum-messen-geeignet/

Nebenbei ist es nichts anderes, als einen Fotoapparat zur Lichtmessung zu nutzen, nur rechnet das Handy gleich in Lumen um.

Viele Grüße

Ralf
 

casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
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Hannover
Hallo Ralf,

das nenne ich mal ein tolles Review über diese Apps zur Luxmessung ! :thumbup:

Demnach sollte man die Apps vergessen und doch besser mit einem Luxmeter messen...

Gruß
Carsten
 
1 Januar 2020
45
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Man kann schon mit einer Kamera die Beleuchtungsstärke messen, allerdings unkomfortabel und mit der Gefahr, einen Fehler zu machen.
Was spricht dagegen?
  • Gute Graukarten kosten rund 30€ - etwa soviel wie ein günstiges Luxmeter
  • Graukarten halten nicht ewig
  • Nur indirekte Messung möglich
  • Messfehler durch Winkel zwischen Lampe, Graukarte und Kamera
  • Die Messgenauigkeit wird durch die Stufen der Belichtungszeiten/Blenden begrenzt
  • Nur für wenige Messungen geeignet (viel Spaß bei Laufzeitdiagrammen)
  • Die Kamera muss einen kleinen Messspot haben
  • Langsam (gerade die ersten 30 Sekunden tut sich viel bei den meisten Lampen)
Mir würde wohl noch mehr einfallen :augenrollen:
Hallo Flummi,

mal sehen, was mir zu Deinen Argumenten einfällt:

Graukarte: Was willst Du damit? Du hast eine definierte Reflexion von 18 %, aber bei einer Messung nach Ulbricht brauchst Du das nicht. Nebenbei habe ich davon genug und sie halten verdammt lange und wenn Du nicht sicher bist, vergleichst Du einfach mal die Reflexion mit der Karte eines Kollegen.

Indirekte Messung: Meinem Verständnis nach kaufe ich mit einer Taschenlampe eine Energiequelle, die bemesse ich nach ihrer Kapazität und Leistungsabgabe (also Strom bei gegebener Spannung), eine optische Einheit, die gibt mir die Lichtverteilung und eine Lichtquelle, deren Leistung wird nach Ulbricht bestimmt. Wenn ich die gesamte Lichtmenge kenne, kann ich die Lichtverteilung als Teil vom Ganzen sehen und vergleichbare Reflexion an allen Messtellen vorausgesetzt, sogar ohne diffuse Reflexion bestimmen. Eine Graukarte brauche ich gar nicht.

Messfehler durch Winkel...: Siehe vorher.

Messgenauigkeit durch Stufen von Zeit, Blende und ISO: Ich muss zugeben, dass ich nicht weiß, wie genau ein Fotoapparat die Lichtmessung auflöst, aber meine Kameras lassen alle Einstellungen dreistufig zu und dann komme ich auf 27 Zwischenwerte. Es sei denn, ich nehme ein Objektiv mit stufenloser Blendeneinstellung, dann habe ich aber ein Problem mit dem Ablesen.

Warum man mit einem Fotoapparat nur wenige Messungen machen kann, verstehe ich nicht. Vielleicht erklärst Du es mir. Auf jeden Fall muss man jede Messung einzeln durchführen bzw. notieren. Die Kamera misst natürlich kontinuierlich und zeigt die Messwerte an. Falls vergleichbare Luxmeter kontinuierlich messen und die Werte speichern, dann ist das klar ein Vorteil.

Messspot: Das kann doch jede Kamera. Jede Spotmessung entspricht rund 1° bei Normalbrennweite. Packe ich ein Tele drauf, wird der Spot noch enger.

"Langsam" verstehe ich wieder nicht. Die Anzeige ist kontinuierlich, die Datenaufnahme (also das Notieren der Messwerte) gibt vor, wie viele Messpunkte ich bekomme.


OK, das wären meine Kommentare. Ich möchte klarstellen:

Eine Kamera kann kein hochspezialisiertes Messinstrument ersetzen. Gute Luxmeter sind absolut sinnvoll.

Fehler im Messaufbau bringen allerdings viel größere Fehler als das Messgerät selber.

Ein Handy misst auf keinen Fall besser als eine Kamera, vielleicht kann es aber aufgrund der besseren Signalumsetzung punkten.

Überhaupt kann es sein, dass die absolute Genauigkeit einer Kamera eher klein ist, allerdings bin ich von der Wiederholgenauigkeit ziemlich überzeugt. Eine sinnvolle Kalibrierung würde also, meiner Meinung nach, ein sinnvolles Messgerät daraus machen.

Auf Kommentare bin ich gespannt.

Viele Grüße

Ralf

Hallo Ralf,

das nenne ich mal ein tolles Review über diese Apps zur Luxmessung ! :thumbup:

Demnach sollte man die Apps vergessen und doch besser mit einem Luxmeter messen...

Gruß
Carsten
Hallo Carsten,

der Link zu diesem Review stammt aus diesem Forum, die Blumen gehen also an ein anderes Mitglied hier.

Die Sache mit dem Luxmeter finde ich so nicht geklärt. Dass ein Luxmeter besser als eine Kamera zur Lichtmessung ist, ist klar. Aber eine Kamera hat einen ziemlich teuren Sensor und der sollte eigentlich auch ein (halbwegs, wie halbwegs, möchte ich hier gerne klären) brauchbares Ergebnis bringen. Die Frage ist eher, wie teuer muss ein Luxmeter sein, damit es besser als eine simple Kamera ist. Mit "simpel" meine ich z.B. eine Sony Halbformatkamera, z.B. die Nex 3 oder Nex 5 oder sonst so was. Die bekommt man gut erhalten für 30 Euro im Gebrauchthandel. Dann fehlt natürlich noch eine Optik (oder nicht, für eine Messung nach Ulbricht braucht man eigentlich kein Objektiv). Von anderen Marken gibt es natürlich auch massenhaft Beispiele, z.B. eine alte Nikon D 100, die sollte noch billiger sein. Eine Kamera mit verhundstem Bajonett kostet wohl kaum mehr als 10 Euro.

Viele Grüße

Ralf
 

Flummi

Moderator
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26 Oktober 2015
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Graukarte: Was willst Du damit? Du hast eine definierte Reflexion von 18 %, aber bei einer Messung nach Ulbricht brauchst Du das nicht. Nebenbei habe ich davon genug und sie halten verdammt lange und wenn Du nicht sicher bist, vergleichst Du einfach mal die Reflexion mit der Karte eines Kollegen.
Ok, dass Du eine Ulbricht Kugel aufbauen willst, habe ich aus Deinem Beitrag nicht herausgelesen. Ich dachte, es geht um Luxmeter vs. Kamera. Auch Deine Links beziehen sich auf Lux, nicht Lumen. Ein Luxmeter liefert die Beleuchtungsstärke - da sind die von mir genannten Punkte relevant. Bei der Messung des Lichtstroms (Kugel) sieht das in der Tat anders aus.

Indirekte Messung: Meinem Verständnis nach kaufe ich mit einer Taschenlampe eine Energiequelle, die bemesse ich nach ihrer Kapazität und Leistungsabgabe (also Strom bei gegebener Spannung), eine optische Einheit, die gibt mir die Lichtverteilung und eine Lichtquelle, deren Leistung wird nach Ulbricht bestimmt. Wenn ich die gesamte Lichtmenge kenne, kann ich die Lichtverteilung als Teil vom Ganzen sehen und vergleichbare Reflexion an allen Messtellen vorausgesetzt, sogar ohne diffuse Reflexion bestimmen. Eine Graukarte brauche ich gar nicht.
Das verstehe ich nicht. Da geht m.M. einiges durcheinander. Kapazität ist nicht Strom, Leistungsabgabe ist nicht Spannung, beides sind elektrische und nicht optische Größen...

Messgenauigkeit durch Stufen von Zeit, Blende und ISO: Ich muss zugeben, dass ich nicht weiß, wie genau ein Fotoapparat die Lichtmessung auflöst, aber meine Kameras lassen alle Einstellungen dreistufig zu und dann komme ich auf 27 Zwischenwerte. Es sei denn, ich nehme ein Objektiv mit stufenloser Blendeneinstellung, dann habe ich aber ein Problem mit dem Ablesen.
Angenommen Du hast ein lichtstarkes Objektiv mit größter Blendenöffnung f1,4, kleinster Blendenöffnung f22. Deine Kamera bietet Belichtungszeiten von 2s bis 1/2000s. Damit kannst Du 21 Lichtwerte (0..20) abdecken. Du hast, wie geschrieben, Drittelstufen. Damit hast Du insgesamt 61 einstellbare Lichtwerte, mehr nicht. Im Umkehrschluss kannst Du bei Lumenmessungen 61 Stufen auflösen. Die Stufen sind allerdings für den Messzweck günstig, da logarithmisch skaliert:

1578556439927.png

Warum man mit einem Fotoapparat nur wenige Messungen machen kann, verstehe ich nicht. Vielleicht erklärst Du es mir. Auf jeden Fall muss man jede Messung einzeln durchführen bzw. notieren.
Ich hätte ein "sinnvoll" oder "komfortabel" einfügen sollen. Es ist genau die manuelle Messung, auf die ich abzielte. Deswegen auch der Hinweis auf die Laufzeitmessungen.

Die Kamera misst natürlich kontinuierlich und zeigt die Messwerte an.
So natürlich ist das mal nicht! Alle meine Kameras führen erst dann eine Belichtungsmessung durch, wenn ich den Auslöser halb durchdrücke. Nach kurzer Zeit (ok, oft einstellbar) ohne Auslösung gehen sie in den Standby.

Fehler im Messaufbau bringen allerdings viel größere Fehler als das Messgerät selber.
Ich sehe bei Deinem Ansatz auch noch die Gefahr der Fehlbedienung. Z.B. Belichtungskorrektur noch eingestellt, das tolle Motivprogramm "Dramatisch" verändert die Lichtwerte...

Ein Handy misst auf keinen Fall besser als eine Kamera, vielleicht kann es aber aufgrund der besseren Signalumsetzung punkten.
Da bin ich mir nicht so sicher. Bei der Kamera hast Du die oben beschriebenen Stufen (dazwischen wird ein Bild eben leicht heller bzw. dunkler). Eine Luxmeter App könnte die Bildhelligkeit nutzen, um zwischen den Lichtstufen Zwischenwerte zu berechnen. Ob das so geschieht, weiß ich aber nicht.


Ich will Dich nicht von Deinem Vorhaben abbringen, ich finde es sogar interessant zu beobachten.
Ich habe ein Luxmeter für 35€, von dem ich ausgehe, dass es genauer misst als mit Deinem Ansatz möglich wäre, das die Messwerte im Sekundentakt auf den Rechner überträgt, wo sie ggf. direkt in Lumen umgerechnet und visualisiert werden können. Ich glaube aber verstanden zu haben, dass es hier um den Spaß an dem Projekt selbst geht - und das ist ja sehr positiv :thumbup:.
 
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1 Januar 2020
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Hallo Flummi,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Und um gleich auf Deinen letzten Kommentar zu antworten: Ja, das ganze ist einfach zum Spaß.

Zu Deinen weiteren Kommentaren:

Ok, dass Du eine Ulbricht Kugel aufbauen willst, habe ich aus Deinem Beitrag nicht herausgelesen.
Ich dachte, aus der Unterscheidung der Funktionen der Baugruppen wäre das hervorgegangen (Lichtverteilung und gesamte Lichtleistung).


Das verstehe ich nicht. Da geht m.M. einiges durcheinander. Kapazität ist nicht Strom, Leistungsabgabe ist nicht Spannung, beides sind elektrische und nicht optische Größen...
Na so falsch waren meine Worte wohl nicht: Die Eigenschaften einer Batterie werden u.A. durch die Kapazität (eigentlich Coulomb, in der Praxis in A/h, wobei man vereinfachend annimmt, dass die gesamte Kapazität in einer Stunde abgegeben wird) beschrieben. Die Leistung wird (in der Praxis) als Vielfaches der Kapazität (wieder in einer Stunde) bemessen, wobei Leistung Spannung mal Strom ist, mit der Batteriespannung kommt man damit auf den abgegebenen Strom, der wiederum vom Innenwiderstand der Batterie oder des Akkus abhängt und mit optischen Größen hab ich das wohl nicht verwechselt.


Angenommen Du hast ein lichtstarkes Objektiv mit größter Blendenöffnung f1,4, kleinster Blendenöffnung f22. Deine Kamera bietet Belichtungszeiten von 2s bis 1/2000s. Damit kannst Du 21 Lichtwerte (0..20) abdecken. Du hast, wie geschrieben, Drittelstufen. Damit hast Du insgesamt 61 einstellbare Lichtwerte, mehr nicht. Im Umkehrschluss kannst Du bei Lumenmessungen 61 Stufen auflösen. Die Stufen sind allerdings für den Messzweck günstig, da logarithmisch skaliert:

Anhang anzeigen 116190
Vielen Dank für die Darstellung. Ich habe mir bisher nicht die Mühe gemacht eine Excel Tabelle zu erstellen, muss es aber jetzt mal tun. Ich denke, Du folgst der Formel, die hier verwendet wird:

https://www.elmar-baumann.de/fotografie/fragen/lichtwert-lux.html

Zu den 61 Stufen: Nein, es sind 27 x 21 Stufen, bei 21 Lichtwerten (was sehr praxisnah ist, also die 21 Lichtwerte). Da eigentlich jede Kamera eine ISO Stufe in drei Unterstufen einteilt, das gleiche für Belichtungszeiten und Blenden, komme ich also auf 3x3x3 Zwischenwerte je Blende. Bei Verwendung einer Lichtwaage kann man die vielleicht sogar auflösen.

Aber...

Bei der Umsetzung der Messung, also dem kontinuierlichen Weitergeben der Messwerte, schlägt ein Luxmeter (das ich noch nie in Händen hatte) eine Kamera offensichtlich um Längen. Und nach den Informationen hier im Forum, zeichnet eine LED bzw. eine LED-Lampe auch die Zeit aus, die sie eine bestimmte Lichtleistung abgeben kann, bevor die Lichtleistung runtergeht.

OK, ich werde mir einen relativ kleinen Kasten aus Styropor bauen (ich denke an knapp einen Meter Kantenlänge, das Material hab ich grade da), den man sonst z.B. als Lichtzelt für die Produktfotografie einsetzt. Die Messwerte sollten offensichtlich eher bei den kleineren Lichtwerten liegen, ich sollte also einen Graufilter verwenden. Was ich dann noch brauche, ist eine Lichtquelle mit bekanntem Lichtstrom zum Kalibrieren. Aber so weit bin ich noch nicht.

(Eine Kleinigkeit möchte ich noch loswerden: Wer seine Kamera so wenig bedienen kann, dass er ein Motivprogramm verwendet oder eine Belichtungskorrektur übersieht, sollte sie eben nicht für so was verwenden.)

Sobald erste Messung vorliegen, würde ich mich über eine Diskussion freuen.

Viele Grüße

Ralf
 

Flummi

Moderator
Teammitglied
26 Oktober 2015
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Na so falsch waren meine Worte wohl nicht: Die Eigenschaften einer Batterie werden u.A. durch die Kapazität (eigentlich Coulomb, in der Praxis in A/h, wobei man vereinfachend annimmt, dass die gesamte Kapazität in einer Stunde abgegeben wird) beschrieben. Die Leistung wird (in der Praxis) als Vielfaches der Kapazität (wieder in einer Stunde) bemessen, wobei Leistung Spannung mal Strom ist, mit der Batteriespannung kommt man damit auf den abgegebenen Strom, der wiederum vom Innenwiderstand der Batterie oder des Akkus abhängt und mit optischen Größen hab ich das wohl nicht verwechselt.
Danke für die Erhellung :grinsen:. Ich lass das jetzt mal so stehen.

Bezüglich der 27×21 Belichtungsstufen: Du wirst es noch herausfinden. Kleiner Tipp: Es gibt unterschiedliche Blenden-Belichtungszeitkombinationen, die gleich viel Licht auf den Sensor bringen :pfeifen:.
 
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Hallo Flummi,

die Erhellung hättest Du nicht so stehen lassen sollen, beim zweiten Lesen (und diesmal halbwegs wach), sehe ich, dass die Kapazität natürlich in Ah und nicht A/h angegeben wird. Und ja, ich habe (bis zu) 27 Möglichkeiten, die drei Zwischenstufen einzustellen, womit Du ebenfalls recht hast. Ich baue mein Lichtzelt und dann stelle ich das Ergebnis mal hier vor.
 

0-8-15 User

Flashaholic*
17 Februar 2017
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231
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Mein "Luxmeter" besteht aus einem Arduino Nano (Nachbau), einer Fotodiode, einem Operationsverstärker, zwei Widerständen, einem Keramikkondensator und ein paar Kabeln. Gesamtkosten deutlich unter 20 Euro.

Liefert 10 Messwerte pro Sekunde und Pi Mal Daumen 10000 Abstufungen.
 

0-8-15 User

Flashaholic*
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schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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nördlich v. München
www.salmanassar.de
Du kannst mit einer gewöhnlichen Fotokamera nicht präzise die Helligkeit ermitteln.

Die Belichtungsmessung der Kamera ermittelt den Wert für das Licht, das am Sensor ankommt. Durch Reflektionen an den Linsenoberflächen hast Du nicht unerhebliche Lichtverluste im Objektiv.

Mit einer Abweichung in der Größenordnung von bis zu einer Blendenstufe musst Du schon rechnen. Im Filmbereich werden teilweise diese Abweichungen bei den angegebenen Blendenwerten der Objektive berücksichtigt (Stichwort: T-Stop).

Eine Blendenstufe = halbe bzw. doppelte Lichtmenge.
 
1 Januar 2020
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Mein "Luxmeter" besteht aus einem Arduino Nano (Nachbau), einer Fotodiode, einem Operationsverstärker, zwei Widerständen, einem Keramikkondensator und ein paar Kabeln. Gesamtkosten deutlich unter 20 Euro.

Liefert 10 Messwerte pro Sekunde und Pi Mal Daumen 10000 Abstufungen.
Alles gut, alles prima. Die Messwertaufnahme ist zweifelsfrei besser. Aber der Sensor einer Kamera ist auch nur eine Fotodiode, aber eine ziemlich gute. Daher wäre es doch toll, diese zu nutzen, wenn sie schon mal rumliegt. Ich probier's eben.

Du kannst mit einer gewöhnlichen Fotokamera nicht präzise die Helligkeit ermitteln.

Die Belichtungsmessung der Kamera ermittelt den Wert für das Licht, das am Sensor ankommt. Durch Reflektionen an den Linsenoberflächen hast Du nicht unerhebliche Lichtverluste im Objektiv.

Mit einer Abweichung in der Größenordnung von bis zu einer Blendenstufe musst Du schon rechnen. Im Filmbereich werden teilweise diese Abweichungen bei den angegebenen Blendenwerten der Objektive berücksichtigt (Stichwort: T-Stop).

Eine Blendenstufe = halbe bzw. doppelte Lichtmenge.
Wie präzise, werde ich sehen. Einige Deiner Einwände, denke ich, sind falsch: Natürlich misst die Kamera mit dem Sensor, aber da das System (also die Ulbricht-Kugel), wie jedes andere auch, kalibriert werden muss, werden alle Reflexionen durch die Kalibrierung eliminiert. Jedenfalls so lange, wie ich nicht ins Objektiv reinleuchte und immer das selbe Objektiv nutze.

Die Abweichung von einer Blendenstufe habe ich bei meinen Kameras nicht, die Reproduziergenauigkeit ist exzellent (lässt sich durch eine Spotmessung nachweisen). Deine Beschreibung passt zu einer Messung mit einem Handbelichtungsmesser. Bei diesem Vorgehen müssen Fehler in der Blendenöffnung korrigiert werden (da man ja nicht durch diese hindurch misst).

Zur Blendenstufung: Ja, ich habe jeweils eine Drittelblende Messgenauigkeit. Aber diese runter bis zu einem Lichtwert von eins. Ich habe zurzeit tagsüber zu viel zu tun, aber wenn man das Licht aus einer Ulbricht-Kugel durch Graufilter so weit schwächt, bis man bei kleinen Lichtwerten ist, dann könnte die Abstufung zu gebrauchen sein. Falls es halbwegs klappt, melde ich mich.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Mein "Luxmeter" besteht aus einem Arduino Nano (Nachbau), einer Fotodiode, einem Operationsverstärker, zwei Widerständen, einem Keramikkondensator und ein paar Kabeln. Gesamtkosten deutlich unter 20 Euro.
Wenn schon ein Arduino im Spiel ist, wäre vielleicht auch ein OPT3001 single-chip lux meter möglich:
I2C-Interface
0,01 lux - 83 kLux
Spektrale Empfindlichkeit wie Auge (IR-unempfindlich)
präzise kalibriert

koscht fascht nix: https://www.ti.com/store/ti/en/search/?text=opt3001&searchType=
https://www.digikey.de/en/product-highlight/t/texas-instruments/opt3001-ambient-light-sensor
https://www.mouser.de/new/texas-instruments/ti-opt3001-sensor/
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Wie präzise, werde ich sehen. Einige Deiner Einwände, denke ich, sind falsch: Natürlich misst die Kamera mit dem Sensor, aber da das System (also die Ulbricht-Kugel), wie jedes andere auch, kalibriert werden muss, werden alle Reflexionen durch die Kalibrierung eliminiert. Jedenfalls so lange, wie ich nicht ins Objektiv reinleuchte und immer das selbe Objektiv nutze.
Wenn das System kalibriert wurde, ist es natürlich präzise, das dies vorgesehen ist, war mir nicht klar. Welche Referenzlichtquelle hast Du denn?
 
1 Januar 2020
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Wenn das System kalibriert wurde, ist es natürlich präzise, das dies vorgesehen ist, war mir nicht klar. Welche Referenzlichtquelle hast Du denn?
Referenzlichtquellen habe ich bisher leider keine. Falls meine Idee, eine Ulbricht - Kugel (oder eher Würfel) zu bauen, zu reproduzierbaren Lichtwerten führt, dann suche ich mal nach welchen. Eine Möglichkeit wären LED Lampen mit angegebener Leuchtstärke (z.B. 200 Lumen Lampen von Lidl). Dann kenne ich die Lichtleistung von meiner MagLite. Falls das irgendwie in einer sinnigen Relation zueinander steht, mache ich mir mehr Gedanken. Hast Du gute Vorschläge für Referenzlichtquellen?
 
1 Januar 2020
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Nein, ich habe da nichts das bezahlbar wäre...
Eigentlich interessiert mich nur, ob und wie viel besser oder schlechter eine Lampe als die andere ist. Dass vernünftige Messungen Geld kosten bzw. ein vernünftiges Messgerät erfordern, ist mir klar. Aber für meine bescheidenen Ansprüche wäre es nett, wenn es mit einem Fotoapparat klappt. Wie gesagt, wenn was halbwegs Vorzeigbares dabei raus kommt, stelle ich es mal vor.
 

KakophonieInMoll

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27 Mai 2013
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Bevor ich einen Fotoapparat benutzen würde, ist es denke ich einfacher und auch zielführender einen Belichtungsmesser zu verwenden. Ich kenne die Dinger noch aus Zeiten der analogen Fotografie von meinem Bruder. So wie ich diese Dinger verstanden habe müsste man damit eine gute Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Lampen hinbekommen.
 
1 Januar 2020
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Bevor ich einen Fotoapparat benutzen würde, ist es denke ich einfacher und auch zielführender einen Belichtungsmesser zu verwenden. Ich kenne die Dinger noch aus Zeiten der analogen Fotografie von meinem Bruder. So wie ich diese Dinger verstanden habe müsste man damit eine gute Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Lampen hinbekommen.
Hallo Kakophonie,

ganz kurz: Ein Belichtungsmesser, der halbwegs auf dem Level einer mittelmäßigen Digitalkamera liegt, kostet min. 200, praktisch eher 400 Euro. Im Prinzip ist die Idee gut, aber passt nicht "ins Budget". Sonst sollte man einfach ein Lux-Meter kaufen.

Ach ja: Belichtungsmesser aus der analogen Zeit haben gar nichts, wirklich gar nichts, mit heutiger Messtechnik zu tun. Meine Idee, die ich wohl erst in ein paar Wochen angehen kann, soll eben nicht eine einfache 1-bis-5--Euro Diode verwenden, sondern richtig teure Sensoren mit einem wertigen Chip dahinter. Das steckt in jeder einfachen Digitalkamera.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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Meine Idee, die ich wohl erst in ein paar Wochen angehen kann, soll eben nicht eine einfache 1-bis-5--Euro Diode verwenden, sondern richtig teure Sensoren mit einem wertigen Chip dahinter.
Es muss gar nicht richtig teuer sein:
Wenn schon ein Arduino im Spiel ist, wäre vielleicht auch ein OPT3001 single-chip lux meter möglich:
I2C-Interface
0,01 lux - 83 kLux
Spektrale Empfindlichkeit wie Auge (IR-unempfindlich)
präzise kalibriert

koscht fascht nix: https://www.ti.com/store/ti/en/search/?text=opt3001&searchType=
https://www.digikey.de/en/product-highlight/t/texas-instruments/opt3001-ambient-light-sensor
https://www.mouser.de/new/texas-instruments/ti-opt3001-sensor/
 
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Ach ja: Belichtungsmesser aus der analogen Zeit haben gar nichts, wirklich gar nichts, mit heutiger Messtechnik zu tun. Meine Idee, die ich wohl erst in ein paar Wochen angehen kann, soll eben nicht eine einfache 1-bis-5--Euro Diode verwenden, sondern richtig teure Sensoren mit einem wertigen Chip dahinter. Das steckt in jeder einfachen Digitalkamera.
Aus dem Datenblatt des aktuellen Gossen Mavolus 5032 C:

MesssensorSilizium-Fotodiode mit V (λ) Filter

Auch heutige Belichtungsmesser basieren noch auf den gleichen Prinzipien und Techniken wie die aus der analogen Zeit.
Auch Spotbelichtungsmessung ist keine neue Erfindung. Wurde selbst schon auf dem Mond gemacht.

https://airandspace.si.edu/collection-objects/spotmeter-1-degree-automatic-apollo-11
 
1 Januar 2020
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Aus dem Datenblatt des aktuellen Gossen Mavolus 5032 C:

MesssensorSilizium-Fotodiode mit V (λ) Filter

Auch heutige Belichtungsmesser basieren noch auf den gleichen Prinzipien und Techniken wie die aus der analogen Zeit.
Auch Spotbelichtungsmessung ist keine neue Erfindung. Wurde selbst schon auf dem Mond gemacht.

https://airandspace.si.edu/collection-objects/spotmeter-1-degree-automatic-apollo-11
Nein, den Chip, der heute die Lichtwerte berechnet, gab es damals nicht. Und Spotmessung ist nicht neu, hab ich nicht gesagt. Ich kenne fotografisches Equipment seit knapp 40 Jahren und habe damit gearbeitet, die Anzeige auf einen hundertstel Lichtwert hatte kein alter Gossen, wohl aber die aktuellen Sekonic Geräte (wobei das letzte Digit nur nett ist, ein Zehntel ist wohl die echte Genauigkeit).

Und so langsam vielen Dank für die konstruktiven Beiträge, ich bin von alten Selenzellen beeindruckt und meine aktuellen Fotogeräte werden mit Dampf angetrieben.
 

schopi68

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Nein, den Chip, der heute die Lichtwerte berechnet, gab es damals nicht. Und Spotmessung ist nicht neu, hab ich nicht gesagt. Ich kenne fotografisches Equipment seit knapp 40 Jahren und habe damit gearbeitet, die Anzeige auf einen hundertstel Lichtwert hatte kein alter Gossen, wohl aber die aktuellen Sekonic Geräte (wobei das letzte Digit nur nett ist, ein Zehntel ist wohl die echte Genauigkeit).
Ich fürchte, Du überbewertest das, was da an Berechnungen auf dem Chip für die Ermittlung des Lichtwertes durchgefürt wird. ;) Und auch die Sekonics erfassen das Licht mit einer einfachen Photodiode. Das zugrunde liegende Prinzip der Messung ist also weiterhin gleich. Vor 60 Jahren hat man statt den Silizium-Fotodioden Selen-Zellen verwendet, aber auch da ist das zugrunde liegende Prinzip der Messung gleich.

Das von Dir genannte Zehntel ist nur die Wiederholgenauigkeit. Dieses Zehntel hatten auch schon vor 20 jahren die digitalen Sixtomaten. Die absolute Genauigkeit gibt (aus vermutlich gutem Grund) keiner der Hersteller an.