Festgefressene Batterie aus AA-Maglite herausbekommen

Dieses Thema im Forum "Taschenlampen-Reparaturen" wurde erstellt von Flaschenlampe, 25. Januar 2019.

  1. Hallo liebe Profis und Taschenlampen-Liebhaber, ich habe hier eine Hilfeanfrage, die es ähnlich schon öfters gab, aber aus aktuellem Anlass formuliere ich es trotzdem noch mal.

    Ich habe mir gebraucht eine Mini Maglite (AA) gekauft, die ich in genau dieser Farbgebung als Kind hatte.
    Problem: Die untere Batterie steckt fest, und zwar bombenfest. (Die Batterie die näher am Lampenkopf ist). Ich hab den Schraubentrick probiert, Loch in die Batterie, lange Schraube rein und mit Zange versucht rauszuziehen. Schraube greift gut aber die Batterie bewegt sich keinen Millimeter. WD 40 für paar Stunden rein hat es auch nicht leichter gemacht . Gibt es aktuell noch einen guten Lösungsvorschlag? Wie kann man die Batterie zersetzen o. ä. ohne die Lampe zu zerstören?
    Danke im Voraus und schönen Gruß.
     
  2. Folomov
    Mit konzentrierter Schwefelsäure vielleicht oder watt? :eek:

    Wenn du sie mechanisch nicht raus bekommst - mit Batterie zersetzen ohne die Lampe zu zerstören kenne ich nix.
    Und ich habe schon öfters mit den Annehmlichkeiten ausgelaufener Batterien zu tun gehabt. Wenn es mechanisch nicht möglich war (und du hast ja schon einiges ausprobiert) - der letzte Schritt ist die Entsorgung. :pfeifen:

    Gruß Micha
     
  3. Nein, es nicht möglich die Batterie chemisch zu zersetzen. Der Batteriekorpus besteht bei Alkaline-Batterien (und um die geht es doch, oder?) aus Stahl, die Lampe jedoch aus Aluminium.
    Es gibt keine Methode gezielt nur den Batteriekorpus aufzulösen ohne gleich die gesamte Lampe zu zersetzen.

    Man kann eine festgefressene Batterie nur mechanisch entfernen.

    Du könntest sie vielleicht noch ausdrehen lassen (Drehbank) oder vielleicht selbst versuchen per Bohrer und Bohrmaschine die Batterie auszubohren.
    Dass das Lampenrohr dabei zumindest innen einige Schäden erleidet ist nicht zu vermeiden, aber man könnte es mit etwas Geduld und Geschick vielleicht schaffen.

    Was du auch noch versuchen könntest:
    Topf, Wasser rein, Lampe rein und dann zum Kochen bringen, die Lampe dann mehrere Stunden bei leichtem Sieden köcheln lassen.
    Das könnte (keine Garantie) evtl. ein paar der Verkrustungen lösen. Den Versuch ist es wert, denke ich.
     
    #3 steidlmick, 25. Januar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 26. Januar 2019
  4. Acebeam
    Das mit der Schraube ist nicht gefährlich?
    Möglicherweise hilft es wenn man die Lampe einfriert und dann von außen, da wo die Batterie sitzt das Alurohr anzuwärmen in der Hoffnung, dass sich das Batterierohr eher ausdehnt als die Batterie. Dann mit der Schraube ziehen.
    Müsste aber vorher noch jemand was zur Erwärmung der Batterie sagen, ob das gefährlich ist.
     
  5. Na ja, das Ding ist eh schon ausgelaufen und der Elektrolyt ist Kalilauge (deshalb frisst sich das Ding so fest im Alu-Lampenrohr), das ist nicht gut für die Augen (Schutzbrille ist sinnvoll), aber sonst nicht sooo schlimm.
    Das ist eine gute Idee!
    Die ganze Lampe in den Tiefkühler, dann sehr schnell außen erhitzen, z.B. mit einem kräftigen Heißluftfön (so'n Teil zum Entlacken etc.), dabei sehr kräftig an der Schraube ziehen.
    Oder vielleicht nach dem Einfrieren die Lampe in kochendes Wasser stellen und an der Schraube ziehen.
    Das könnte vielleicht klappen, evtl. diesen Kalt-Heiß-Wechsel mehrfach wiederholen.
    Nein, jetzt nicht mehr, es steckt ja schon eine Schraube drin.
     
    Aimbright hat sich hierfür bedankt.
  6. Ich hatte das gleiche Problem mit einer Mag-D und konnte es mit folgenden Hilfsmitteln lösen;):
    https://www.taschenlampen-forum.de/media/mag1.23385/
    Das man bei einer AA-Mag mit einer kleineren Variante arbeiten muss, sollte klar sein.
     
    Liquidity hat sich hierfür bedankt.
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Ach du Sch...!
    Du hast wirklich einen Bohrhammer benutzt? Kein Scherz?
     
    Liquidity hat sich hierfür bedankt.
  8. #8 Tekas, 25. Januar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 25. Januar 2019
    Liquidity, steidlmick und Lexel haben sich hierfür bedankt.
  9. Ziemlich viel Aufwand für so ein eher unseltenes Museumsstück.
     
    muellihenry hat sich hierfür bedankt.
  10. und immer wieder der Kupferkopf...

    ich kann mich seit mindestens 15 Jahren nur und ausschließlich an ausgelaufene Batterien dieser Marke erinnern, wenn es bei uns mal passierte.

    Meine MiniMag AA die geduracellt wurde, hab ich in die Tonne geklopft. Ist den Aufwand nicht wert.
     
    muellihenry hat sich hierfür bedankt.
  11. +1

    Gruß Micha
     
  12. Genau so hab ich das gemeint! :thumbup:
    Ich denke mit dem Heißluftfön sollte sich das Alu schnell erwärmen.
     
  13. Stimmt schon, aber es ging einerseits ums Prinzip, andererseits hatte ich schon alle Umbauteile für die Lampe hier liegen und jetzt ist es definitiv kein Musumsstück mehr:).
     
  14. Bisschen OT, sind da die Duracell gemeint und gelten die als besonders anfällig? Ich hatte immer das Gefühl, dass die schon etwas länger halten und kräftiger sind als zB Varta. Welche wären denn empfehlenswerte, bessere Batterien, nicht Eneloop Akkus?
     
  15. Olight Shop
    Ich hab's zwar nicht geschrieben, aber...ja, die Marke ist auch mir diesbezüglich negativ aufgefallen.
    Wobei aber grundsätzlich alle Alkalines das Problem wortwörtlich in sich tragen, d.h. die Inkontinenz ist bauartbedingt.
     
    Aimbright hat sich hierfür bedankt.
  16. Danke an alle für Tipps und Ratschläge, ich versuche mal einiges davon. Ob es den Aufwand wert ist, ist ja ne andere Frage.
    Also erst mal in den Tiefkühlschrank. Meine 2C Maglite gleich mit dazu (bei dieser geht Batteriedeckel gar nicht auf)
     
  17. Das wird hier im Forum immer mal wieder angesprochen und die Erfahrungen sind durchaus gemischt.

    Meine rein subjektiven Erfahrungen mit den "Kupferköpfen" waren allerdings durchweg miserabel.
    Bisher sind die mir alle immer in jedem Gerät ausgelaufen, seien es Küchenuhr, Küchenwaage, Personenwaage, diverse Fernbedienungen, Funkmaus, Wecker, Taschenlampen, Multimeter usw., alle Baugrößen von AAA bis D inkl. 9V-Block, egal welcher Zustand, neu, alt, frisch aus der Packung, immer waren die früher oder später undicht.

    Mir kommen die Mistdinger auch nicht mehr in's Haus!
    Schwierig, da hat sicher jeder seine eigenen, meist sehr subjektiven Erfahrungen.

    Ich setze meistens Akkus ein, wenn Alkaline-Zellen noch nötig sind, dann fast nur noch günstige, seit einiger Zeit gerne die "Paradies" von dm. Die sind in Deutschland hergestellt und da es nicht allzu viele Werke für Primärzellen in DE gibt, kann man sich ja leicht herleiten, wo die wohl herkommen, vor allem weil sie eine verblüffende Ähnlichkeit zu gewissen blauen Batterien deutscher Herkunft haben.

    Früher habe ich auch die Aerocell von Lidl benutzt und von denen ist nur einmal eine AA-Zelle ausgelaufen.
    Aber auch das ist eine rein subjektive Erfahrung...

    Grundsätzlich ist es aber so, dass es keine zu 100% dichten Alkaline-Batterien gibt. Die Dinger haben aus Sicherheitsgründen eine Berstscheibe am Minuspol. Ob diese mal bricht und der Elektrolyt ausläuft, hängt u.a. auch vom Einsatzzweck und den Umgebungsbedingungen ab.
    Das lässt sich in der Regel nicht vorhersehen und damit auch nicht verhindern.
     
    #17 steidlmick, 26. Januar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 26. Januar 2019
    Liquidity und Aimbright haben sich hierfür bedankt.
  18. Ich habe mit Varta nur die besten Erfahrungen gemacht. Früher setzten wir bei uns im Dienst die Duracell ein und hatten viele Geräteschäden durch deren Chronische Inkontinenz. Seit dem Umstieg auf "Blau" ist es wesentlich Besser.

    OffTopic:

    Habe ich jedoch bei einem Gerät die Wahl, so nutze ich NiMH-Akkus (hier zumeist Eneloop). Gerade bei Geräten mit höherem Stromverbrauch (zB leichtungssarke Taschenlampen) sind NiMH in der Performance ganz weit im Vorteil. SIh Dir mal zB folgende Laufzeitkurve an, welche von einer Eagtac SX30A4 stammt und von mir mit unterschiedlichen Zellen durchgeführt wurde:
    upload_2019-1-26_12-43-6.png
    Die Alkaline Batterien sind ganz am Anfang zwar ein klein wenig besser, kacken aber schon nach wenigen Minuten ganz geschmeidig ab.

    (Ende mit OT)
     
    Aimbright hat sich hierfür bedankt.
  19. Danke an euch alle, die Batterie ist draußen. Das Wechselbad der Gefühle (heiß/kalt) hat wohl was gebracht. Ich lass die Gute jetzt mal über Nacht trocknen. War leider komplett im Wasser, hoffe das hat sie gut überstanden .. Leider auch Wasser hinter der Linse .. Aber mal abwarten. DSC_4461-1376x774k.JPG DSC_4480-774x1376k.JPG DSC_4479-774x1376k.JPG

    .. Jetzt muss ich nur noch meine 2D Maglite aufkriegen.. Schraubzwinge hat nichts gebracht. Bei der Lampe scheinen die Batterien selbst gar nicht so festgefressene zu sein, ich meine sie klappern leicht. Aber der Batteriedeckel sitzt bombenfest. Aber das ist ein anderes Thema, eins nach dem anderen.
     
    #19 Flaschenlampe, 26. Januar 2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Januar 2019
    Aimbright und heiligerbimbam haben sich hierfür bedankt.
  20. .. Ein bisschen bereue ich es jetzt doch mit den Reparaturmaßnahmen, denn ich glaube das Eisfach oder/und das Kochwasser hat die Farbe meiner geliebten Camouflage Maglite angegriffen. Sie soll und kann ja eigentlich Dekoobjekt bleiben aber ich hab sie unbedingt funktionsfähig machen wollen.. Naja, jetzt rumzujammern bringt es auch nicht..

    Zum Thema feuchte Linse: gerade gemerkt dass ich den Kopf vorne ja auch aufmachen kann, Reflektor und Linse krieg ich also trocken (alles Kunststoff, dann aber hoffentlich auch nicht so schlimm dass ich da rumpatsche. Genau wie die Glühbirne, die zu berühren ist doch auch nicht soo schlimm oder?) Jetzt trocknet hoffentlich nur noch schnell alles zwischen Batterie rohr und der schwarzen Do-not-remove-Scheibe.
    Oder gibt es noch was zu beachten?
    DSC_4483-774x1376k.JPG

    Ach und vorher noch etwas Plastikschicht von der Batterie rausgeholt und das Rohr mit Papiertuch und etwas Isopropanol gereinigt.
    DSC_4481-774x1376.JPG
    DSC_4482-1376x774.JPG
     
    #20 Flaschenlampe, 26. Januar 2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Januar 2019
  21. Sie hat jetzt eine sichtbare Geschichte :thumbup:.
     
  22. Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass du die leicht entfernbaren Bauteile natürlich VOR der heiß-kalt-Behandlung abbaust und nur den Korpus/das Batterierohr malträtierst...
    Den Reflektor darf man auf keinen Fall berühren oder gar mit Tüchern oder so drin herumwischen, der hat dann nachher furchtbare Kratzer!
    Das sieht man erst, wenn die Lampe an ist und es sieht wirklich fies aus.
    Nein, wenn man sie danach wieder säubert und gründlich ohne Rückstände abwischt.
    Ich würde alles komplett entfernen, auch die "Do-not-remove"-Scheibe.
    Dann kann man die Lampe wirklich in alle Bauteile zerlegen und alles gründlich reinigen und auch die Kontaktflächen in dem Plastikdingens oben im Kopf überprüfen und ggf. reinigen/polieren.

    Ist das etwa nur aufgemalte Farbe bei der Camouflage-Maglite? Keine Eloxierung? Sieht nicht schön aus...
     

  23. Danke für deine Anmerkungen, ich hab mich zum Teil sicher sehr anfängermäßig angestellt :) Und ja, die Lackierung scheint echt nicht so superhochwertig.

    An "Do not remove" und das Teil dahinter kommt man tatsächlich einigermaßen gut ran. Jetzt mal alles getrocknet/gereinigt, Batterie rein..die erste also untere Batterie rutscht schwer durch, da muss es noch etwas verdreckt sein.. Ausprobiert..

    Ergebnis: geht leider nicht. Eventuell das Plastikteil hinter den Batterien defekt, keine Ahnung. Was ich jetzt gemacht habe: ich habe noch eine schwarze Minimag, mit durchgebrannter Birne. Wollte jetzt das Do not remove Innenleben von der schwarzen in die Camouflage bauen, aber irgendwie ging das bei der Schwarzen nicht so leicht zu lösen, hatte jetzt doch Angst was abzubrechen. Hab jetzt die Birne von der Camouflage in der schwarzen und die Camouflage ist erstmal reine Deko, Erinnerung oder was auch immer. (Batterierohr als Geheimversteck z. B)
    Die schwarze geht dafür an, musste ganz schön grinsen bei der Erleuchtung :) So schwach hatte ich das Licht nicht in Erinnerung, und diese Ringe.. Aber dann kamen doch paar Kindheitserinnerungen hoch. Hat was das Licht, und wenn es nur der Nostalgiefaktor ist. Und ma.weckt damit nachts nicht Frau und Kinder auf.

    Fazit: Ich bin auf jeden Fall um eine Erfahrung leichter und so kleine Erfolgserlebnisse (als ich die olle Batterie an der Angel hatte) sind auch was feines. Generell dieses mal-selber-was-machen statt gleich aufzugeben oder den Handwerker zu rufen.
    Danke an alle für Beratung und für's Mitfiebern (weiß nicht ob ihr mitgefiebert habt aber zumindest ist hier sicher der ein oder andere, für den die alten Maglite Taschenlampen auch einen ideellen Stellenwert haben.)
    Gute N8 und schönen Sonntag.

    DSC_4484-774x1376.JPG
     
    #23 Flaschenlampe, 27. Januar 2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27. Januar 2019
    Knuckles hat sich hierfür bedankt.
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