Eneloops vs. andere Akkus

Dieses Thema im Forum "NiMH und NiCd" wurde erstellt von Das Wölflein, 1. November 2018.

  1. Hallo,
    Wollte mir kürzlich beim Planeten die schwarzen Panasonic Eneloop Pro kaufen. Leider waren die vergriffen und nur noch die Weißen verfügbar.
    Wie Ich da so vor dem Regal stand und neben den Eneloop-Akkus noch weitere Akkus von Ansmann und Panasonic gesehen habe, stellte Ich mir die Frage:
    Was ist so besonders an diesen Eneloop-Akkus und was können Diese, was andere Akkus nicht können ?

    Was mir auch aufgefallen ist, daß Ich bei Ansmann etwas mehr Kapazität bekomme für weniger oder gleich viel Geld.
    Auch stelle Ich mir noch die Frage, wie und wo sich die normalen Panasonic-Akkus... diese hier:
    https://www.reichelt.de/nimh-akku-a...zCoNdBKpU4pJDA7r9pRWLL9uEMRoC978QAvD_BwE&&r=1

    zu den Eneloop unterscheiden.
    Auch hier bekomme Ich mehr Kapazität zum kleineren Preis.
     
  2. Folomov
    Diese Akkus mit mehr Kapazität sind i. d. R. keine LSD (Low Self Discharge)-Akkus. Sie werden sich mehr oder weniger schnell auch ohne Benutzung entladen. Außerdem sind sie auch nicht so hochstromfähig / spannungsstabil, soweit ich weiß (da mag ich mich aber irren).

    Allerdings gibt es LSD-Alternativen, z. B. von IKEA oder Amazon, die zwar auch nicht mehr Kapazität haben, dafür aber preiswerter sind.
     
  3. Moin,

    im Bereich Taschenlampen mit Li Zellen bin ich noch neu unterwegs, repariere aber seit Jahren, als noch Nc Akkus das Maß aller Dinge waren, Tauchlampem. Interessant war der Übergang von Nc zu NiMH Zellen. Da gab es reihenweise Defekte.

    Die Eneloops stammen ursprünglich von Sanyo Electric Co Ltd.. Die Marke wurde später von der Panasonic Corporation - Panasonic hatte zunächst kurz selbst LSD Akkus hergestellt - gekauft.
    Die Akkus haben realistisch angegebene Kapazitätsdaten, die in der Praxis leicht übertroffen werden.
    Die Qualität ist extrem hoch. So habe ich bei gut 50 Zellen, die ich über die Jahre gekauft habe, nicht einen Ausfall.
    Vorteil ist, dass die Akkus im Vergleich zu hochgezüchteten AA Normaltypen mehr Strom liefern können. Meine Tauch-Backup-Lampe (LED) hatte ich zunächst mit normalen 2400er Zellen betrieben. Das haben die Zellen nicht lang mitgemacht. Dann, beim Wechsel auf Ansmann Photo Zellen (liefern auch mehr Strom) wurde es besser. Allerdings gab es auch hier Defekte.
    Optimal sind allerdings die Eneloop, die gerade von Fotografen gern eingesetzt werden.
    Bei den Tauchlampen haben die Hersteller sehr lang an der Nc Technologie festgehalten, da es dort lange Zeit bessere, hochstromfähige Akkus als bei NiMH gab.
    Ob man die schwarzen XX Pro Zellen wirklich braucht? Ich habe lieber gleiche Zellen mit wenig Streuung.
     
  4. Acebeam
    - sich nicht selbst entladen
    - zuverlässig sein
    - gering streuen
    - hohen Strom liefern
     
  5. Vielen Dank.
    Bedeutet also, daß die schwarzen Eneloop Pro sich mehr selbst entladen als die weißen ?

     
  6. Ja.
     
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Allerdings bei weitem nicht so dramatisch wie nicht LSD Zellen;)
     
  8. Stimmt.

    Man muss halt abwägen:

    schwarz:
    + Kapazität

    weiß:
    + Preis
    + weniger Entladung
    + mehr Ladezyklen
    + "robuster" (was ich so gehört habe)


    Ich hatte mal in einem Blitzgerät weiße Eneloops überlastet und wohl auch tiefentladen. Mit etwas Anschub ("dummes" Ladegerät) und ein, zwei Lade-Entladezyklen im BC700 laufen die nach wie vor.

    Inzwischen setzte ich, sowohl in Blitzgeräten, als auch in Taschenlampen eigentlich nur noch die schwarzen ein. Die Dinger halten so lange, dass mir der höhere Anschaffungspreis egal ist. Mir ist noch kein Eneloop kaputt gegangen, allerdings habe ich auch noch keine Kapazitätsmessungen bei meinen ältesten Exemplaren vorgenommen. Aufgefallen ist mir eine verminderte Kapazität aber bisher nicht.

    Ladezyklen: bisher habe ich die 500 Ladezyklen der schwarzen bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Also auch kein Problem.

    Für mich wiegt die höhere Kapazität die Nachteile gegenüber den weißen auf.
     
  9. Hallo und vielen Dank nochmals für die weiteren Beiträge.
    Ich würde die schwarzen Eneloop Pro gerne in einem GPS Gerät einsetzen, eben deshalb um etwas mehr Betriebszeit herausholen zu können.

    Was die Selbstentladung betrifft, bei den schwarzen Eneloop Pro, die wird sicher nicht so groß ausfallen, wie bei anderen Akkus mit gleicher oder höherer Kapazität.
    Sprich, man würde dennoch mit den schwarzen Eneloop Pro besser da stehen ?!
     
  10. Hallo Wölflein,

    Ich Nutze meine GPS vom Hersteller mit dem G im Namen auch mit Weißen Eneloop Zellen, aber
    auch mal die Pro Eneloop.
    Für mich kein großer Unterschied in der Laufleistung gegenüber den Weißen Zellen.

    Gruß Strapper
     
  11. 2018110316191400.jpg
    2018110316190100.jpg
     
    Strapper hat sich hierfür bedankt.
  12. Ich nutze in meinem Garmin das originale Akkupack, bestehend aus 2 weißen Eneloops, nur als Backup, weil ich schon das Gefühl habe, die 25% mehr Kapazität auch zu merken... ;-)

    Kann ja eigentlich auch nicht anders sein.
     
  13. Hihi... das hab Ich auch :thumbsup:
    Und da sollen die auch rein.

    Dann sind im originalen Garmin Akkupack umgelabelte Eneloops verbaut ?!
    https://buy.garmin.com/de-DE/DE/p/pn/010-11874-00

    Was genau meinst Du mit 25% mehr Kapazität, bzw. im Vergleich zu was ?
     
  14. Das bezieht sich auf das Mehr an Energie die die Eneloop Pro gegenüber den normalen haben ... ;)

    ... und auf dem Bild von Garmin's originalem Akkupack schaut es sogar nach einem weißen und einem blauen original Eneloop aus der Ocean-Serie aus ... o_O
     
  15. Olight Shop
    Ob Garmin jetzt hier die Ocean-Serie verbaut ist ja nebensächlich, die sind ja nur außen anders, aber innen sind das auch die weißen Eneloops.
    Jedenfalls ist es mir zu teuer für den original Garmin Akku ca. 20 Euro auszugeben, wenn Ich 10 Eneloops + Box zum Preis für 24 Euro bekomme.
     
  16. Der war dabei, einzelnd gekauft hätte ich den natürlich nicht.
     
  17. Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass die weißen Eneloops deutlich kälteresistenter als die Pros sind.
     
    er-leuchtet und light-wolff haben sich hierfür bedankt.
  18. Allerdings. Die Pros sind bei 0°C praktisch tot, die weißen liefern da noch ordentlich Strom.
     
  19. Danke für den Hinweis! Das wusste ich noch garnicht. Man sollte also je nach Anwendung entscheiden.
     
  20. Ist das richtig, dass eneloops pro eine bessere Spannungslage haben als weiße?
     
  21. stefle hat sich hierfür bedankt.
  22. Das wäre interessant !
    Das "GPSMAP 64s" würde sowohl im Sommer als auch im Winter bei Skitouren zum Einsatz kommen.
    Wenn die weißen Eneloop also tatsächlich "kälteresistenter" sind als die schwarzen "Pro" dann wäre die Wahl sofort gefallen.
     
  23. Dr.Devil hat sich hierfür bedankt.
  24. Nur als Ergänzung:
    Der Test wurde hier auch im Forum diskutiert

    https://www.taschenlampen-forum.de/threads/aa-akku-vergleichstest.40466/

    Grüße Jürgen

    edit: Toll, jetzt habt ihr mich angespitzt, ich glaube ich will auch so ein Garmin GPSMap 62s/64s :)
     
  25. Tuningtipp für das Garmin:
    Wenn du Laptopakkus zerlegst, dann findest du oft diese Abstandhalter. An dem Kürzeren habe ich bereits ein Stück abgezwickt. Das kommt zwischen die Eneloops und drückt einen Mikroschalter.
    Das Garmin erkennt dann Einzelzellen als original Akkupack. Damit kannst du dann auch zwei Einzelzellen intern laden.
    So dumm, diesen Spacer zwischen zwei normale Batterien zu setzen, sollte hier im Forum wohl keiner sein. :pinch:

    Das Ganze macht Sinn, wenn man das gut gedichtete Garmin im Schnee oder wie ich auf dem kleinen Schlauchboot nutzt.

    Ich nutze mein Garmin mit den Karten von OpenStreetMaps und auf dem Wasser mit OpenSeaMaps. Das funktioniert perfekt.

    2018110520270400.jpg

    2018110521034100.jpg

    2018110521035400.jpg

    2018110521040500.jpg

    Falls jemand solche Abstandhalter für das Garmin sucht, kann er sie von mir gegen Portoerstattung bekommen / => PN. :thumbup:
     
    #25 licht-mh, 5. November 2018
    Zuletzt bearbeitet: 5. November 2018
    Lichtorgel und Dr.Devil haben sich hierfür bedankt.
  26. Mal was zur Haltbarkeit:

    Ich habe einen recht großen Vorrat an 1,5-V-Akkus. Die meisten Akkus sind Eneloops, einige aber auch LSD-Akkus anderer Hersteller und Vertriebe (Amazon Basics, Tronic rot und schwarz, Topcraft, Ikea).
    Einmal im Jahr veranstalte ich eine Entlade/Lade-Orgie, um die Akkus zu überprüfen. Zur Zeit bin ich gerade dabei. Bei den Eneloops (weiß, schwarz, AAA, AA, neu, mehrere Jahre alt) sowie bei den Fujitsu-Analoga gab es keinen einzigen Ausfall. Auch die Ikeas schlugen sich wacker. Bei allen anderen Sorten kam es zu teils erheblichen Ausfällen und ich habe schon etliche Akkus zur Entsorgung im Sondermüll bereit gelegt.
    Ausfälle bei Eneloops hatte ich nur, wenn Lampen sie durch Parasite Drain über die zulässige Vollentleerung hinaus leergenuckelt hatten.

    Fazit: Der höhere Preis der Eneloops rentiert sich im Langzeitbetrieb auf jeden Fall.
     
    er-leuchtet und TimeLord haben sich hierfür bedankt.
  27. Die roten Tronic LSD sind bei mir auch längst in der Tonne gelandet.
     
  28. Ich hab noch zwei, aber richtig frisch sind die nicht mehr.
     
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