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Eneloop (Pro) AA u. AAA optimales Ladegerät gesucht!

Corbon

Flashaholic**
29 Dezember 2017
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Wer der Thread bereits aussagt, suche ich für diese Akkus ein optimales Ladegerät!
Mir ist bewusst, das alle modernen Li Ion Ladegeräte auch die NiMH Akkus laden können, aber irgendwie werden die nie richtig voll geladen, von meinen div. Nitecore Ladegeräten. Entfernt man die Akkus und setzt sie wieder ins Ladegerät, werden sie weiter geladen!
Gibt es speziell geeignete Ladegeräte für NiMH Akkus?!
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
...aber irgendwie werden die nie richtig voll geladen, von meinen div. Nitecore Ladegeräten. Entfernt man die Akkus und setzt sie wieder ins Ladegerät, werden sie weiter geladen!
Das ist aber ein völlig normales Verhalten!
Das liegt an der Methode zur Ladeschlusserkennung bei NiMH-Akkus und ist durch die Zellenchemie bestimmt. Nachdem das Ladegerät abgeschaltet hat, ist so ein Akku in der Regel auch wirklich voll.
Ihn danach erneut einzulegen ist der Fehler, nicht das beobachtbare Verhalten in so einem Fall.

Das Ladeverfahren und die Methode zur Ladeschlusserkennung sind nicht mit Lithium-Akkus vergleichbar und daher ist auch das Verhalten anders.
Gibt es speziell geeignete Ladegeräte für NiMH Akkus?!
Ja, aber dort würdest du das gleiche Verhalten beobachten können.

Möchtest du dennoch ein weiteres Ladegerät kaufen?
 

Corbon

Flashaholic**
29 Dezember 2017
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Acebeam
Es ist ein richtiges Verhalten. das ein Ladegerät, z.B. einem NMH Akku nach erneutem einlegen des Akkus, diesen ca. eine Stunde wieder weiter auflädt, das Display quasi dabei die gleiche Amzeige meldet, wie bei einem fast leeren Li Ion Akku?!
Der Ladevorgang endet dabei nichr, nach kurzer Zeit, sondern der Akku wird aktiv über einem längeren Zeitraum weiter geladen, dadurch denkt fast jeder, der Akku war noch nicht richtig geladen, darum geht es, nicht darum, einen weiteres Ladegerät unbedingt kaufen zu wollen!
 
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steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Es ist ein richtiges Verhalten. das ein Ladegerät, z.B. einem NMH Akku nach erneutem einlegen des Akkus, diesen ca. eine Stunde wieder weiter auflädt, das Display quasi dabei die gleiche Amzeige meldet, wie bei einem fast leeren Li Ion Akku?!
Ja, im Prinzip schon.
"Richtig" ist sicher das falsche Wort, aber es ist das, was zu erwarten ist.
Der Ladevorgang endet dabei ja nichr, nach kurzer Zeit, sondern der Akku wird ja aktiv über einem längeren Zeitraum weiter geladen, dadurch denkt fast jeder, der Akku war noch nicht richtig geladen, darum geht es, nicht darum, einen weiteres Ladegerät unbedingt kaufen zu wollen!
Das habe ich schon verstanden.

Aber das von dir beobachtete Verhalten ist nun mal das, was man zu erwarten hat, wenn man einen vollen oder fast vollen NiMH-Akku erneut in ein Ladegerät einlegt und liegt an der verbreitet angewandten -dV/dt-Ladeschlusserkennung bei NiMH-Akkus.

Aufgrund der Zellenchemie eines NiMH-Akkus tritt beim Aufladen nach dem Erreichen der Vollladung einer kleiner Rückgang der Zellenspannung um ein paar mV auf.
Dieser Rückgang der Zellenspannung ist das Zeichen für das Ladegerät, dass der Akku voll ist und wird als Kriterium für den Ladeschluss gewertet.

Das Problem dabei:
Aufgrund der Zellenchemie eines NiMH-Akku tritt dieser Rückgang der Zellenspannung nur dann in ausreichendem Maße auf, wenn der Akku zuvor auch ausreichend leer gewesen ist!

Legt man hingegen einen (fast) vollen NiMH-Akku ein, denn tritt der Rückgang der Zellenspannung gar nicht oder nur sehr schwach auf.
Besonders eneloop-Akkus (und andere LSD-NiMH-Akkus) zeigen ohnehin schon einen schwächeren Rückgang der Zellenspannung am Ladeende als andere NiMH-Akkus und bei bereits vollen eneloop-Akkus ist dann kaum noch ein Spannungsrückgang feststellbar.

Das Ladegerät kann dann also nicht oder erst sehr spät erkennen, dass der Akku längst voll ist und lädt ewig weiter, obwohl der Akku schon lange voll ist.
Der Akku wird damit gnadenlos überladen - und leider passiert das bei nahezu allen Ladegeräten mit -dV/dt-Ladeschlusserkennung.
 
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budgetlampenfan

Erleuchteter
30 September 2019
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also, da würde ich inhaltlich schon ein klein bißchen widersprechen wollen ... (auch wenn das beim anerkannten Sachverstand des Kollegen steidlmick hier im Forum wahrscheinlich schon in Richtung "Ketzerei" geht ... ;) :grinsen: )

ich halte das von Corbon geschilderte Verhalten des Ladegerätes keineswegs für normal ...

der Rückgang der Spannung - dV ist ja nicht das einzige, was das Ladegerät zur Verfügung hat ... :

es misst ja auch laufend die Akku-Spannung : zuerst zu Anfang, direkt nach dem Einlegen, und vor allem, wie sich die Spannung dann weiter entwickelt, beim Einladen ...

der Akku hat natürlich nach dem ersten Entnehmen, nach Anzeige 'voll', wieder etwas an Spannung verloren ... je länger die Pause zwischen Entnehmen und wieder Einlegen ist, desto mehr tendenziell ... das ist klar ...

aber : wenn der Akku wirklich tatsächlich 'voll' ist, dann steigt die Spannung nach dem erneuten Einlegen und weiterladen auch ganz schnell wieder an ... und zwar sehr zügig wieder bis in den Bereich der Spannung eines voll geladenen Akkus ... :thumbup:

(und wir sprechen ja hier nicht von Ladegeräten für 5,- Euro ... sondern von Geräten, die laufend - siehe Display - aktiv die Spannung der Akkus messen ...)

und natürlich muss ein Ladegerät einen vollen oder relativ vollen Akku eigentlich erkennen ... und die Daten dafür stehen dem Gerät auch zur Verfügung :

dieser sehr zügige (Wieder-) Anstieg der Spannung eines bereits vollen Akkus in den entsprechenden Volt-Bereich (zusätzlich zur -dV Detektion ...)

im Gegensatz zu einem relativ leeren Akku, dessen Spannungskurve ja nicht dieses Verhalten zeigt ... !

also ich halte das beschriebene Verhalten des Ladegerätes daher auf keinen Fall für sozusagen 'normal' ...

(höchstens in dem Ausnahmefall, dass ein wirklich sehr geringer Ladestrom zum erneuten bzw. weiter laden gewählt worden wäre ... vom Nutzer oder vom Gerät (Anzeige im Display ?), also z.B. 100 mA oder 200 mA als Beispiel ... dann könnte ich mir das vorstellen, dass es - unnötigerweise - noch evtl. eine Stunde weiter geht ... das habe ich so aber erstmal nicht rausgehört ...)
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
der Rückgang der Spannung - dV ist ja nicht das einzige, was das Ladegerät zur Verfügung hat ... :
Das ist aber nun einmal das Kriterium, nach dem der Ladeschluss ermittelt wird.
Es spielt zunächst einmal keine Rolle, ob es andere Kriterien rein theoretisch gäbe, für die Bestimmung des Ladeschlusses wird bei NiMH-Akkus (fast) immer -dV/dt verwendet.
aber : wenn der Akku wirklich tatsächlich 'voll' ist, dann steigt die Spannung nach dem erneuten Einlegen und weiterladen auch ganz schnell wieder an ... und zwar sehr zügig wieder bis in den Bereich der Spannung eines voll geladenen Akkus ... :thumbup:
Das ist zwar vordergründig zunächst korrekt, aber eben nicht das Kriterium, nach dem die Bestimmung des Ladeschlusses bei NiMH-Akkus erfolgt.
Es gibt da auch noch ein ganz anderes Problem, auf das ich gleich eingehe.
und natürlich muss ein Ladegerät einen vollen oder relativ vollen Akku eigentlich erkennen ... und die Daten dafür stehen dem Gerät auch zur Verfügung :
dieser sehr zügige (Wieder-) Anstieg der Spannung eines bereits vollen Akkus in den entsprechenden Volt-Bereich (zusätzlich zur -dV Detektion ...)
Selbst wenn es Ladegeräte auf dem Markt gäbe, die neben -dV/dt noch zusätzlich den gesamten Ladespannungsverlauf berücksichtigen würden (welche es nicht gibt), dann hat deine "Argumentation" an dieser stelle einen Denkfehler:
Ältere Akkus haben in der Regel einen höheren Innenwiderstand. Dieser führt dazu, dass ihre Zellenspannung weitaus stärker und höher ansteigt, als es bei einem fabrikfrischen Akku der Fall wäre.

Wie soll denn nun das Ladegerät differenzieren können, dass der starke und hohe Anstieg der Zellenspannung bei einem älteren Akku normal ist und seine Funktionsfähigkeit nicht grundsätzlich beeinträchtigt, während dieser Effekt bei einem neuen Akku darauf hindeuten kann, dass der Akku schon voll ist?
Hast du dafür auch eine Lösung?

Eben genau die sehr unterschiedlich hohen und unterschiedlich starken Anstiege der Zellenspannung beim Laden von NiMH-Akkus sind einer der Gründe, warum man eben gerade NICHT die Zellenspannung als Referenz für die Erkennung des Ladeschlusses verwendet.
Und es geht hier nicht nur um alte vs. neue Akkus, auch unterschiedliche Technologie (Bsp. LSD-NiMH) oder vorgesehener Einsatzzweck können sehr unterschiedliche Innenwiderstände und Spannungsverlaufskurven schon bei neuen Akkus bedeuten.
also ich halte das beschriebene Verhalten des Ladegerätes daher auf keinen Fall für sozusagen 'normal' ...
Das darfst du gerne so sehen, aber leider verkennt diese Sichtweise, dass nahezu jedes auf dem Markt verfügbare Ladegerät für NiMH-Akkus genau so arbeitet - und damit auch durchaus "normal".
Man kann ja von einem Ladegerät keine besonderen Künste erwarten, wenn auch kein anderes Gerät diese speziellen hellsichtigen Fähigkeiten bietet.

Ich verstehe grundsätzlich durchaus den Ansatz, dass es schöner wäre, wenn die Ladeschlusserkennung robuster auch in kritischen Einsatzszenarien funktionieren würde, wünschen würde ich mir das auch.
Das sind aber leider nur Wunschvorstellungen, die in der Praxis von keinem Gerät erfüllt werden. Daher finde ich es auch eher ziemlich blauäugig den Geräten daraus einen Vorwurf zu machen, dass sie so arbeiten, wie es aktuell technisch zu bezahlbaren Konditionen umsetzbar ist...
 
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budgetlampenfan

Erleuchteter
30 September 2019
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bin immer noch anderer Meinung ...

Selbst wenn es Ladegeräte auf dem Markt gäbe, die neben -dV/dt noch zusätzlich den gesamten Ladespannungsverlauf berücksichtigen würden (welche es nicht gibt) ...
"gesamt" hatte ich auch nicht zwingend gemeint ...

Ältere Akkus haben in der Regel einen höheren Innenwiderstand. Dieser führt dazu, dass ihre Zellenspannung weitaus stärker und höher ansteigt, als es bei einem fabrikfrischen Akku der Fall wäre.
mir im Prinzip schon klar diese Thematik, ich wollte es an der Stelle aber erst mal nicht noch weiter komplizieren ...

Wie soll denn nun das Ladegerät differenzieren können, dass der starke und hohe Anstieg der Zellenspannung bei einem älteren Akku normal ist und seine Funktionsfähigkeit nicht grundsätzlich beeinträchtigt, während dieser Effekt bei einem neuen Akku darauf hindeuten kann, dass der Akku schon voll ist? Hast du dafür auch eine Lösung?
ja, habe ich ! ;) :thumbup:

schau einfach mal auf das Display eines deiner C4-12 ... :

da findet sich folgende Anzeige : "" ... ;) :thumbup:


NICHT die Zellenspannung als Referenz für die Erkennung des Ladeschlusses verwendet
war ja auch nicht als alleinige Referenz gemeint ...
 

Corbon

Flashaholic**
29 Dezember 2017
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Berlin
Ich schildere nochmal dazu konkret meine Feststellung, bzw. den Sachverhalt, aus welcher ist meine Frage(n) gestellt hatte, im Folgenden!
Habe weder alte Ladegeräte noch alte NiMh Akkus, bei den Akkus handelt es sich um um drei Universalladegeräte für NiMh und auch Li Ion Akkus von Nitecore und Klarus, sowie zwei Ladegeräte die nur NiMh Akkus laden können, dabei handelt es sich um ein neuen Lader von Varta und ein Lader von Panasonic, welcher mit 4 Stk. Eneloop Akkus geliefert wurde!

Bei meiner Frage handelt es sich ausschließlich um Eneloop und Eneloop Pro AA und AAA Akkus. Das mal zur Hardware.

Alle von mir aufgezählten Ladegeräte, laden, nachdem sie die Eneloops voll geladen haben und man sie direkt wieder laden will, den Akku so weiter, als wären sie gar nicht voll geladen worden, das zeigen die Displays der Ladegeräte an, nur das Ladegerät von Panasonic verfügt über kein Display.
Im Vergleich, lädt man einen Li Ion Akku nochmal nach, dann wird nur nochmal kurz geladen, bis die max. Ladekapazität erreicht ist, welches auch nachvollziehbar ist. Nicht so bei den NiMh Akkus, da wird scheinbar der Zustand der Akkus nicht oder nur falsch erkannt und der Akku wie bereits beschrieben wieder geladen, als wäre er fast leer!
Es werden wohl weder die diversen Ladegeräte, noch die neuen Akkus alle defekt sein?!
So jetzt Ihr wieder, was ist nun richtig, werden sie nun voll aufgeladen oder nicht, oder welche Ladegeräte eignen sich besser für die NiMh Akkus?! Wie sollte man die Akkus idealer Weise richtig aufladen?!
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
@budgetlampenfan
Deine Meinung kannst du gerne haben, nur umsetzen können muss man die "Ideen" ja auch irgendwie - und zwar bezahlbar, zuverlässig und auch wirtschaftlich annehmbar.

Wenn du glaubst, dass du das alles so viel besser und vorausschauender lösen kannst als die Ingenieure, Physiker und Chemiker, die sich seit Jahrzehnten mit Akkuladetechnik beschäftigen, warum setzt du das dann nicht einfach um? Nicht quatschen, machen!
Bei dir klingt es ja so, als wäre das alles total einfach, dann mal ran an's Werk und überrasche uns...

Alle von mir aufgezählten Ladegeräte, laden, nachdem sie die Eneloops voll geladen haben und man sie direkt wieder laden will, den Akku so weiter, als wären sie gar nicht voll geladen worden, das zeigen die Displays der Ladegeräte an, nur das Ladegerät von Panasonic verfügt über kein Display.
Das habe ich schon längst verstanden und wie bereits ausführlich beschrieben ist das ein Verhalten, das vollkommen normal ist, wenn Ladegeräte für NiMH-Akkus das Verfahren -dV/dt für die Ladeschlusserkennung anwenden - und das tun fast alle Geräte, besonders Kombilader für verschiedene Akku-Typen.
Im Vergleich, lädt man einen Li Ion Akku nochmal nach, dann wird nur nochmal kurz geladen, bis die max. Ladekapazität erreicht ist, welches auch nachvollziehbar ist.
Man kann das bei Lithium-Akkus angewandte Ladeverfahren nicht mit dem für NiMH-Akkus- oder Blei-Akkus vergleichen.
Die angewandten Ladeverfahren und Ladeschlusserkennungen sind ebenso verschieden wie die Chemien dieser Akku-Typen.
Es werden wohl weder die diversen Ladegeräte, noch die neuen Akkus alle defekt sein?!
Es geht hier nicht um Defekte!
Das bei NiMH-Akkus verwendete Ladefahren und auch die Ladeschlusserkennungsmethode ergeben sich aus der Akku-Chemie von NiMH-Akkus.
Es gibt bisher kein Verfahren der Ladeschlusserkennung bei NiMH-Akkus, das substanziell besser als das -dV/dt-Verfahren arbeitet.

Ja, es gibt ein Verfahren, das im Prinzip nur eine feinere Anpassung des -dV/dt-Verfahrens ist und als PVD (peak voltage detection) bezeichnet wird. Im Prinzip ist das ein -dV/dt-Verfahren mit -dV = 0.
Das erkennt "Akku voll" zwar schneller, führt aber in der Praxis häufig zu frühen Ladeabbrüchen, weil schon kleine Störungen im Alltag fälschlich als -dV = 0 erkannt werden, obwohl der Akku noch lange nicht voll ist.
Wirklich geholfen ist einem damit ja dann auch nicht, denn das ist wirklich unzuverlässig.
Und das schreibe ich, obwohl ich PVD rein technisch für das weitaus bessere Verfahren halte. Nur bei der praktischen Umsetzung hapert es leider gewaltig...

Es gibt auch Kombilader für NiMH- und Lithium-Akkus, die bei NiMH-Akkus gar keine richtige Ladeschlusserkennung durchführen, sondern beim Ansteigen der Zellenspannung an einem bestimmten Punkt die Ladung einfach beenden (voltage termination, Beispiel Liitokala Lii-500).
Der Akku ist dann noch längst nicht voll (meist nur zu 80 - 90%), aber wird dadurch sehr geschont.

Ob das nun so sinnvoll ist, lasse ich mal dahingestellt.

Aber es gibt bisher kein "perfektes" Verfahren zur Ladeschlusserkennung bei NiMH-Akkus, egal wie sehr man es sich wünscht.
Wenn dir das zellchemische Verhalten von NiMH-Akkus nicht zusagt, dann ändert das nichts an dessen Existenz.
...was ist nun richtig, werden sie nun voll aufgeladen oder nicht,
Wenn man leere oder fast leere NiMH-Akkus zum Laden in ein hochwertiges Kombi-Ladegerät einsetzt und bis zur automatischen Ladeschlusserkennung und Abschaltung des Ladestrom lädt, dann ist der Akku auch voll.
Vorausgesetzt, dass es sich um ein Qualitätsgerät mit -dV/dt-Ladeschlusserkennung handelt, wie sie von bekannten Herstellern (z.B. Nitecore, Xtar, Miboxer etc.) vertrieben werden.
Bei irgendwelchen Billigst-Noname-Modellen mag das anders sein.

Es ist jedoch ein Fehler bereits voll oder fast voll geladene Akkus erneut einzusetzen, das zellchemische Verhalten von NiMH-Akkus erlaubt in diesem Ladezustand keine zuverlässige Ladeschlusserkennung mit den aktuell verfügbaren Techniken.
Ein Akku würde in so einem Fall gnadenlos überladen und deutlich geschädigt, also: nicht machen!
oder welche Ladegeräte eignen sich besser für die NiMh Akkus?!
Falls sich das auf das "Aufladen" von bereits vollen oder fast vollen Akkus bezieht: keines.

Du hattest im ersten Beitrag Nitecore erwähnt. Bei den bekannten und verbreiteten Modellen UM2/UMS2, UM4/UMS4 oder SC4 werden NiMH-Akkus voll geladen, für viele weitere Geräte gilt das sicher ebenso.

Manche ältere Geräte ohne -dV/dt-Ladeschlusserkennung (z.B. i4) laden NiMH-Akkus aber tatsächlich nicht ganz voll, aber ist ein anderes Thema, dort liegt es einfach an der fehlenden echten Ladeschlusserkennung.
Wie sollte man die Akkus idealer Weise richtig aufladen?!
Der vernünftigste Ansatz ist es NiMH-Akkus erst dann wieder aufzuladen, wenn sie zuvor ausreichend entleert wurden.
Wer volle oder fast volle Akkus erneut zum Laden einlegt, darf sich nicht wundern, wenn dabei keine zuverlässige Ladeschlusserkennung mehr möglich ist.
 

Corbon

Flashaholic**
29 Dezember 2017
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Berlin
Olight Shop
Danke, habe u.a. das UM2 und SC4 Ladegerät, dann werde ich die Akkus künftig dort aufladen!
Grundsätzlich lade ich auch keine Akkus 2x auf, das ist mir nur per Zufall aufgefallen und bin dadurch auf das Phänomen bei den NiMh Akkus aufmerksam geworden!
 

budgetlampenfan

Erleuchteter
30 September 2019
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Habe weder alte Ladegeräte noch alte NiMh Akkus ... Alle von mir aufgezählten Ladegeräte, laden, nachdem sie die Eneloops voll geladen haben und man sie direkt wieder laden will ...
also ... wenn Du weißt, dass deine Eneloops noch 'gut in Schuss' sind ... und Du hast sie aufgeladen ... :thumbup:

DANN gibt es eigentlich ja keinen Grund, sie gleich NOCHMALS weiter zu laden ... (gerade bei LSD-Zellen ist das ja "nicht so gut" ... ;) )

VORAUSSETZUNG : die angezeigten Werte nach dem ersten Laden waren "unverdächtig" ... also keine "Auffälligkeiten", die darauf hindeuten, dass Akkus evtl. nicht voll geladen wurden ... :achtung:

ein Beispiel von neulich :

ich habe in einem Miboxer C4-12 zwei Eneloop, weiß, AAA in Schacht 1 und 2 geladen, auf "Automatik" ... (sonst war nichts im Gerät ...)

in beiden Schächten wurde die Ladung bei 1,41 Volt beendet mit der Anzeige "Full" und "100 %" ...

da der Lader sonst Eneloops üblicherweise bis mind. 1,48 Volt, meist aber bis über 1,5 Volt geladen hatte ... und außerdem - auch im Gegensatz zu sonst - die Temperatur der Akkus nur gering gestiegen war, "wusste" ich, dass die Akkus noch nicht wirklich "voll" waren ...

ich habe sie dann nach ein paar Momenten einfach in die Schächte 3 und 4 eingelegt ... dort bekamen sie dann zu Beginn 1,38 Volt bescheinigt (passte) und wurden dort dann "anstandslos" (immer noch auf "Automatik") bis auf die üblichen Werte weiter geladen ... also bis auf 1,51 und 1,53 Volt ... (bevor ich sie dann beide selbst entnommen habe, vor Anzeige "Full", weil die Temperatur schon - wie üblich - doch spürbar angestiegen war ...)

in DEM Fall war das o.k. ... aber wenn die Daten keinen Hinweis geben, dass Akkus zu gering aufgeladen wurden ... sollte man - gerade Eneloops oder andere LSDs - "eigentlich" NICHT nochmal "grundlos" weiter laden ...
 

Corbon

Flashaholic**
29 Dezember 2017
2.237
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Berlin
Darf ich mal anmerken, das einerseits Eure Infos schon gut sind, aber wer davon keine Ahnung hat und es zu dem ganzen elektrischen Kram nun auch noch unterschiedliche Meinungen gibt, ist das eher verunsichernd, man muss ja daraus keine Wissenschaft machen, für mich wären ein paar praktische Hinweise zielführender gewesen.
Habe aber einige Infos verwerten können, bezüglich, welche Ladegeräte man verwenden kann und diese die Akkus damit richtig geladen werden.
Nochmals, es war keine Absicht dahinter, Akkus mehrmals hintereinander zu laden!
Für den Rest vielen Dank!
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
3.699
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Bielefeld, NRW
Darf ich mal anmerken, das einerseits Eure Infos schon gut sind, aber wer davon keine Ahnung hat und es zu dem ganzen elektrischen Kram nun auch noch unterschiedliche Meinungen gibt, ist das eher verunsichernd
Es gibt dazu keine unterschiedlichen Fakten, die technischen Gegebenheiten sind ja durch naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten bedingt und das daraus folgende Verhalten entsprechender technischer Systeme ebenso.

Wenn man natürlich Fakten ignoriert und durch persönliche Meinungen oder Wünsche ersetzt, dann wird's unübersichtlich, das stimmt, aber das geht nicht auf meine Kappe...
... für mich wären ein paar praktische Hinweise zielführender gewesen.
Ratschlag für die Zukunft:
Einfach direkt nach solchen praktischen Hinweisen fragen, wenn die naturwissenschaftlichen Hintergründe für dich uninteressant sind.
Habe aber einige Infos verwerten können, bezüglich, welche Ladegeräte man verwenden kann und diese die Akkus damit richtig geladen werden.
Auch hier ein Ratschlag für die Zukunft:
Bei HKJ nach den Testberichten zu Ladegeräten suchen, die Tests sind sehr fundiert und die Ladekurven veranschaulichen sehr gut, welches Ladegerät NiMH-Akkus tatsächlich voll lädt (wie z.B. Nitecore UM2/UMS2, UM4/UMS4 oder SC4) und zeigen ebenso, dass z.B. die Modelle Nitecore Intellicharger i4 das nicht schaffen.
Solche Eigenheiten werden auch im Text immer erwähnt.
 

Corbon

Flashaholic**
29 Dezember 2017
2.237
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Berlin
@steidlmick

Ja das mit den Nitecore Ladern hilft mir schon weiter, zu mal ich die Geräte ja z.T. besitze. Hatte ich bereits erwähnt.
Wie gesagt, ich bin davon ausgegangen, das ich einfach ein paar praktische Antworten bekomme und das es keine Abhandlung darüber gibt umbedingt, bitte nicht falsch verstehen, Danke für die Mühe, aber es gibt hier auch Leute, die eben Anwender sind und mehr nicht!

Ich glaube Dir auch, das es nun mal keine Auslegungssache ist, wie etwas technisch funktioniert, nur der davon nichts versteht, weiss dann nicht, was richtig oder falsch ist!
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
3.699
2.931
113
Bielefeld, NRW
Wie gesagt, ich bin davon ausgegangen, das ich einfach ein paar praktische Antworten bekomme und das es keine Abhandlung darüber gibt umbedingt, bitte nicht falsch verstehen, Danke für die Mühe, aber es gibt hier auch Leute, die eben Anwender sind und mehr nicht!
Ja, ich verstehe, dass das oftmals ziemlich erschlagend wirken kann.
Aber bedenke bitte auch, dass es hier im Forum manche Fachleute gibt, da bleiben entsprechende Antworten nicht aus.

Daher mein Vorschlag für Zukunft, einfach um eine vereinfachte, kurze Antwort für Laien zu bitten, da ist dann auch keiner böse, wenn man das tut.
 

budgetlampenfan

Erleuchteter
30 September 2019
76
36
18
Der Akku wird damit gnadenlos überladen - und leider passiert das bei nahezu allen Ladegeräten mit -dV/dt-Ladeschlusserkennung.
Wenn man natürlich Fakten ignoriert und durch persönliche Meinungen oder Wünsche ersetzt, dann wird's unübersichtlich, das stimmt, aber das geht nicht auf meine Kappe...
Als 'Faktum', um in deiner Notation zu bleiben, hast Du hier also quasi gesagt, dass nahezu kein Ladegerät bei einem Zitat "(fast) vollen NiMH-Akku" korrekt abschaltet (außer die mit Voltage-Termination), sondern ihn üblicherweise "gnadenlos überlädt" (!) ...

und ja, da habe ich in der Tat eine andere 'Meinung' ... :

ich zitiere mal HKJ aus dem Test des NiteCore UM4 (entsprechend genauso beim UMS4) für eine volle Eneloop :

"A full cell is detected in about 10 minutes"

Panasonic BQ-CC65 : "The full cell is detected in about 10 minutes"

Miboxer C4-12 : 12 Minuten

NiteCore new i4 : "The full cell was detected in about 6 minutes."

Zanflare C4 : "It is fast to detect a full cell, it only requires 5 minutes."

LiitoKala Lii-402 (mit Voltage Termination) : braucht immerhin auch 5 Minuten ... (!)

etc. ... könnte man jetzt sicher noch weiter führen, hab ich aber im Moment, so spät am Abend, nicht mehr so richtig Lust dazu ...

ich "meine" jedenfalls, dass man diese Testresultate von HKJ nicht mit sinngemäß "nahezu immer gnadenlos überladen" bezeichnen kann (wenn auch aus der Sicht eines Technikers Überladung grundsätzlich nicht wünschenswert ist) und sie haben - mMn - auch nicht allzu viel mit dieser Aussage des Themenstarters zu tun :

Es ist ein richtiges Verhalten. das ein Ladegerät, z.B. einem NMH Akku nach erneutem einlegen des Akkus, diesen ca. eine Stunde wieder weiter auflädt ?
 
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Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
1.555
921
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Kassel
Als 'Faktum', um in deiner Notation zu bleiben, hast Du hier also quasi gesagt, dass nahezu kein NiMH-Ladegerät bei einem Zitat "(fast) vollen NiMH-Akku" korrekt abschaltet (außer die mit Voltage-Termination), sondern ihn üblicherweise "gnadenlos überlädt" (!) ...

und ja, da habe ich in der Tat eine andere 'Meinung' ... :
@budgetlampenfan
Ich kann diese Art von Beitrag nicht verstehen: Abgesehen davon, dass sich technische Abläufe - wie das Ladeverhalten von NiMH-Akkus - kaum an irgendwelchen Meinungen orientieren dürften, wurden die stattdessen maßgeblichen Zusammenhänge schon mehrfach geduldig und auch für interessierte Laien wie mich verständlich erklärt. Der TE hat zuletzt ausdrücklich um eine kompakte Antwort und keine unnötigen Detaildiskussionen gebeten. Und darauf folgt dann trotzdem ein weiterer unverständlich formulierter und aufgeblähter Post. Muss das sein?
 
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Corbon

Flashaholic**
29 Dezember 2017
2.237
1.369
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Berlin
@Straight Flash
Hat hier erkannt, das man mal auf die Fragen eingehen sollte, die hier gestellt werden!
@steidlmick
Ich wüsste auch nicht, weswegen mir einer für meine Frage böse sein sollte?! Denn genau dafür ist so ein Forum u.a. da und nicht, das sich "Fachleute" um des Kaisers Bart herumstreiten und das dann an der eigentlichen Frage vorbei geht!
Gerade auch Fachleute sollten eine solche Frage auch verstehen!
Ich denke meine Frage(n) war(en) im Übrigen wesentlich knapper bemessen, als Eure Antworten dazu, um das nur mal am Rande zu bemerken!
Trotzdem haben mir Deine Antworten weiter geholfen soweit.

Gut das es jemanden wie Dich gibt hier, der auch mal praktisch weiterhelfen kann, bei einer defekten Lampe z.B.!:thumbsup:
 

budgetlampenfan

Erleuchteter
30 September 2019
76
36
18
Kollege steidlmick hat alles was ich gesagt habe, als "Meinung" bezeichnet, das was er sagte, als "Fakten" ...

dagegen habe ich die Fakten aus den anerkannten Tests von HKJ gesetzt ... also zu deiner Frage : Ja, das musste dann mal sein ... ;)

aber man kanns jetzt auch dabei belassen, mein ich auch ...

(edit : den Threadstarter hatte ich übrigens zu keiner Zeit kritisieren wollen, sorry, falls das irgendwo so rüberkam ...
er hatte ja nur z.B. gefragt, ob es quasi normal sei, dass ein Ladegerät einen vollen Akku nochmals eine geschlagene Stunde weiter lädt ...
das ist es - siehe HKJ - nicht ... genau wie ich es "meinte" ... ;) )
 
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