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Elektromagnetische Tailcap

Ramspopo

Erleuchteter
1 Mai 2020
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Olight Taschenlampen
Trustfire
Hey liebe Flashies,

Ich mach' mal ein neues Thema dafür, weil es sonst irgendwie nirgends rein passt:

Ich habe eine graue Convoy S2+ SST40 7135*8. Diese hat eine Besonderheit, die ich sonst in keiner Lampe mit gebrückter Tailcapfeder, auch nicht in meiner anderen S2+ (mit XM-L2) gesehen habe: Die Tailcapfeder ist ganz leicht magnetisch!

Ich kann mir das nur erklären, dass das Brückungskabel eigentlich extra ein Widerstandsdraht ist. Das nämlich sind meines Wissens oft die gleichen oder ähnliche Legierungen (Nickel-Eisen- irgendwas), wie man sie auch statt eines Eisen- oder Ferritkerns in Elektromagneten packen kann.
Die Feder ist zwar nur am Minuspol (Stromflussrichtung bei gestauchter Feder also von außen nach innen), trotzdem könnte dann der Strom, der dort durchfließt, einen kleinen, extrem schwachen Elektromagneten darstellen. Die Feder der Convoy S2+ SST40 - oder zumindest dieser - hat auch vergleichsweise viele Umdrehungen. Trotzdem reichen die wenigen Umdrehungen einer Tailcapfeder niemals aus, um eine richtige Spule darzustellen. Egal wie gut und gerade der Akku die Feder zusammengepresst hat. Auch ist eine Spule ohne Kern nur sehr schwach magnetisch im Gegensatz zu einer mit Kern.
Aber: Ein bisschen Spule plus ein Magnetkern könnten zusammen schon einen kleinen Elektromagneten darstellen.

Anschließend, also nach Benutzung der Lampe und gleichzeitigem Elektromagnetisieren der Spule (in Form einer gestauchten Feder mit dem Kern in Form eines Brückungskabels), ist das Brückungskabel noch etwas magnetisiert (wie wenn man einen nicht magnetischen Schraubendreher an einem Magneten reibt, um ihn für ein paar Stunden bis Tage zu einem schwachen Magneten zu machen, damit die Schrauben dran halten), weshalb ich beim Aufschrauben spüren konnte, dass die Tailcap etwas magnetisch ist. Fühlt sich genauso an, wie wenn man eine magnetische Tailcap, in der ein richtiger Neodym Magnet ist, abschraubt, nur schwächer: Der Akku bleibt nichtmal ansatzweise an der Feder hängen (wie z. B. bei Emisar D4 und Konsorten), man spürt es aber.

Dafür muss das Brückungskabel natürlich nichtmal unbedingt ein Widerstandsdraht sein. Aber es muss (zufällig?) aus Materialien bestehen, die für Magnetkerne geeignet sind. Alu und Kupfer gehen meines Wissens gar nicht, Gold und Silber auch nicht (außerdem werden die bei Convoy sicherlich nicht solche Kabel verbauen). Bleiben nur noch Nickel oder einige Stahlarten, die wohl teilweise als Leiter verwendet werden. Die könnten wohl als Magnetkern fungieren. Doch warum benutzt ein Taschenlampenhersteller solche Kabel? Vielleicht flog davon was herum, aber der Widerstandsdraht klingt für mich plausibler. Vielleicht hatte die Feder ungebrückt zu viel und gebrückt zu wenig Widerstand, als gewollt: Vielleicht falls die gleiche Tailcapfeder (als Modul, also inkl. Linksheruminsgewindereindreher usw) auch für FET Treiber Lampen geeignet sein sollte, in denen meines Wissens v.a. bei single Emitter Lampen ein gewisser Widerstand benötigt sein kann.

Wäre interessant zu hören, ob es sich bei mir um einen Einzelfall handelt, es in einer ganzen Charge, einem Teil einer Charge oder sogar wirklich bei allen vorkommt.

Außerdem wäre auch sehr interessant, ob es doch auch bei anderen Lampen des gleichen oder anderer Hersteller vorkommt.
Wenn ich ein kleines Mini Stück Eisen finde, werde ich es mal in einer anderen Lampe an einer Tailcapfeder mit möglichst vielen Umdrehungen probieren, es also einfach mal in die Mitte stopfen. Vielleicht ist es bei allen / vielen Lampen möglich.

Das ist natürlich alles nur Laienspekulation. Ich habe überhaupt keine Ahnung davon, vielleicht bin ich also auch auf dem Holzweg. Was meint ihr?

Von Magnetismus kann man leider keine Bilder machen. Deshalb ist nichts dabei. Falls jemand trotzdem ein Foto dazu, quasi einen "Beweis" sehen möchte, kann ich gucken, dass ich etwas finde, um es bildlich festzuhalten.

Vg
Lukas
 

KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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Wenn mit dem Draht nur die Feder gebrückt ist, und so habe ich es verstanden, dann ist der Sinn einfach den elektrisvhen Widerstand zu verringern. Dadurch sind dann höhere Ströme möglich, da das System einen etwas geringeren Widerstand aufweist.
Sonst ist da kein Geheimnis oder Voodoo in der Tailcap verbaut. Es wird damit auch nichts anderes bezweckt. Es werden nicht einmal Aliens angelockt... :alien::alien::alien:
 

Ramspopo

Erleuchteter
1 Mai 2020
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Acebeam
Es geht ja nicht um die Funktion der Brücke, sondern warum die Tailcapfeder nach Benutzung der Lampe magnetisch ist.
 

KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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Nun jeder stromdurchflossene Leiter wird von einem Magnetfeld umgeben. Ferromagnetische Werkstoffe können nach abschalten des Stromes Restmagnetismus haben. Ich vermute die Feder ist dann aus Stahl.
Meine Erwartung wäre ein Kupferkabel, und eine Stahlfeder - Kupferfedern funktionieren nicht so gut denn es ist zu weich da federt dann nix. Das Kupferkabel, soll halt den Widerstand verringern. Extra einen "Widerstandsdraht" macht da keinen Sinn. Man möchte da ja einen möglichst geringen Widerstand, und nicht einen hohen.
Der Restmagnetismus ist eher ein Zufall als ein Feature der Lampe, zumindest aus meiner Sicht.
 
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Kasperrr

Flashaholic**
30 Mai 2017
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Ich sehe das wie @KakophonieInMoll, es ist einfach ein Zufall und keine gewollte "Funktion".

1) Wäre das vom Hersteller beabsichtigt, dann würde man das bei den Angaben bzw. Details sicherlich erwähnen.
2) Welche Funktion soll denn eine schwach magnetisierte Feder erfüllen!? Richtig, gar keine!

Warum die Feder nun magnetisch ist!?
Entweder durch das Magnetfeld, das beim Stromfluss die Feder umgibt, oder die Feder bzw. das Stück aus dem sie hergestellt wurde, sich gewisse Zeit neben einen starken (Elektro)Magneten befand und dadurch quasi selbst leicht magnetisch wurde.
 
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Ramspopo

Erleuchteter
1 Mai 2020
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@KakophonieInMoll
Ahhh, das erklärt natürlich Einiges.
Warum genau dort ein Widerstandsdraht sein sollte, wäre mir auch nicht klar gewesen. Reine Vermutung wäre gewesen, dass es - wie gesagt - mit Kupfer gebrückt zu geringen Widerstand gegeben hätte. Wobei das wohl nur für einen Laien für mich vorstellbar war. Aber wenn Stahlfeder und Kupferdraht dafür ausreichen, ergibt das natürlich mehr Sinn.

An alle: Dass es ein Feature sein sollte, habe ich doch nie behauptet oder in Erwägung gezogen o_O
Ich schätze nichtmal, dass es Convoy überhaupt bewusst ist. Kommt eben darauf an, ob es regelmäßig vorkommt.
Ich habe das nur noch nie zuvor bei einer Lampe beobachtet. Dass es in der Tat trotzdem vollkommen normal und überhaupt nichts besonderes ist, habe ich nicht gedacht. :facepalm:
 

repeatog

Flashaholic*
16 Februar 2014
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Eine EDC Lampe mit zuschaltbarer elektromagnetischer Tailcap würde ich direkt kaufen.

Eine magnetische Tailcap kann ja doch recht praktisch sein, leider stört sie aber bei EDC auch häufig.

Wenn man im Betrieb der Lampe per Tastendruck zusätzlich die elektromagnetische Tailcap aktivieren könnte, während bei ausgeschaltetem Zustand in der Hosentasche der Magnet nicht stören würde, das wäre schlicht genial.
 

edcgermany

Flashaholic
1 Juni 2020
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Olight Shop
Müsste ich mal durchrechnen. Problem ist, dass die Feder als Spule ziemlich wenige Windungen hat, und B ist Proportional zu N. Mit steigender Windungszahl geht allerdings zum Einen die Federeigenschaft flöten, zum Anderen steigt der Widerstand des Leiters, und das wollen wir ja auch nicht. Da nen guten Kompromiss zu finden wird nicht leicht.

Zusätzlich müsste man nen Eisenkern in die Mitte stecken. Der verstärkt das B Feld, wird dadurch allerdings auch magnetisiert, da kann man auch gleich nen Permanentmagneten reinstecken.
 

edcgermany

Flashaholic
1 Juni 2020
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Habs gerade mal durchgerechnet, hängt natürlich auch vom Strom ab, aber ich komm da tatsächlich auf realistische Werte. Wäre einen Versuch wert.
 

Ramspopo

Erleuchteter
1 Mai 2020
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Dass er tatsächlich so stark ist, dass er außen an der Cap noch stark genug ist?

Wäre ja krass...
Bei meiner Convoy S2+ mit versehentlichem Elektromagneten ist auch im laufenden nichts zu spüren von außen. Nur beim abziehen der Cap spürt man eben dann die noch magnetisierte Feder.

Solange der Elektromagnet aber nicht abschaltbar ist, hat er ja noch keine Vorteile.

Aber zuschaltbar als EDC wäre in der Tat praktisch: Wenn er stark genug ist, kann man damit auch mal schnell ne Schraube unterm Schrank finden, ohne dass der Magnet 'auf Tasch' sonst stört :tala: