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Echte Button Top aus Flat Top machen & Geschützten Akku aus ungeschützter Zelle selber bauen

1 Mai 2020
46
13
8
Olight Taschenlampen
Trustfire
Hey,

Zum Beispiel in meiner neuen, spontan gekauften K75 habe ich Probleme mit Flat Top 30Q Akkus.
Erstmal habe ich sie mit Magneten am Minuspol einfach verlängert. Funktioniert erstmal.
Ich hatte überlegt, die meines Gefühls nach beste Lösung aus dem Forum hier zu nutzen und Kunststoff M6 Distanzscheiben zu nehmen, dort die Magneten fest zu machen und es mit Schrumpfschlauch am Flat Top zu befestigen.
Ich hatte auch erwägt, die Magneten sogar absichtlich zu entmagnetisieren, wenn sie sicher in der Distanzscheibe halten. Denn dann hat man kein Problem mehr mit dem Magnetismus.
Das gleiche sofort als nicht-Magnet wird wohl nichts. Denn 4-8 mm Durchmesser, 2-4 mm hohe Kupferpins finde ich nirgends im Internet...

Punkt 1:
Dann bin ich auf Pluspole für 18650er gestoßen. Da müsste man den Schrumpfschlauch von den 30Q nur entfernen und so einen Pol zusätzlich oder anstelle des flat top Pols befestigen. Natürlich mit einem Isolierring am Pluspol.
Pluspol (unterschiedliche Arten verfügbar):
Pluspol für 18650er (Aliexpress)
Isolierring (unterschiedliche Größen verfügbar):
Isolierring (Aliexpress)
Danach dann einfach wieder Schrumpfschlauch rüber.

Was haltet ihr davon?
Ich schätze, das wäre doch die sicherste Methode, oder? Da sie dafür gedacht sind, schätze ich, wird der Widerstand dadurch nicht signifikant oder fast gar nicht erhöht.


Punkt 2:
Dabei ist mir dann noch aufgefallen, dass es auch 1S Protection Boards mit allem Zubehör zu kaufen gibt. Im Falle der K75 bringen die nichts, weil sie nur bis 8A gehen. 1S Schutzschaltungen in 18mm Durchmesser für höhere Ströme habe ich leider nicht gefunden. Ist vielleicht auch besser so.
Aber für andere Lampen und Akkus, die sowieso keine höheren Ströme benötigen, könnte das doch auch eine super Sache sein. Man kann sich günstig und relativ einfach einen geschützten 18650er bauen.
Was haltet ihr davon?

Ich als Laie würde das nicht alleine machen, sondern mir von meinem Bruder helfen und es beibringen lassen, der Elektroniker ist und sowas und viel aufwändigere Sachen vor ein paar Jahren noch täglich gemacht hat.

Set (deutscher Händler):
18650akkus - Battery Protection Board 1S für 18650er

Set (Ali die wohl professionellere Variante, in der die Verbindung zum Pluspol durch einen richtigen Pluspol ohne Lötpunkte bedeckt wird):
Set 18650er Dual MOS Bord


Ich freue mich auf eure Antworten! Grundsätzlich ist das selbst anbauen einer Schutzelektronik mir gar nicht so wichtig, es wäre nur sehr interessant und einen Versuch wert. Ich bin nur darauf gestoßen und fand das auch sehr interessant, zumal der Punkt 1 ja aus einzelnen Materialien des Systems besteht. Wichtig ist mir mehr der Button Top Umbau. Klar, man kann auch einfach Button Tops laufen, aber die sind oft auch deutlich teurer, die günstigen ausverkauft, o.ä.. Außerdem habe ich (wie viele andere) nun eben welche.

Ich befürchte auch, dass geschützte Zellen bei Ali, ebay und Co oft gar nicht ab Werk geschützte, sondern von Bastlern nachträglich umgebaute Akkus sind. Die Schrumpfschläuche kriegt man bei Ali ja leider auch mit jeglichen Aufschriften oder gar Logos. Ein Grund mehr, bei den richtigen Shops zu bestellen, wenn man keine bösen Überraschungen bei Akkus haben möchte.
 

casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
10.186
7.236
113
Hannover
Ich befürchte auch, dass geschützte Zellen bei Ali, ebay und Co oft gar nicht ab Werk geschützte
Alle geschützten Akkus wurden nicht vom Hersteller der Zelle mit der Schutzschaltung versehen sondern von einem weiteren Unternehmen, Samsung und Co stellen nur die unprotected Rohzellen her...

Gruß
Carsten
 

Kasperrr

Flashaholic**
30 Mai 2017
3.615
1.959
113
Acebeam
Ich selbst habe zwar weder solche fertige Pluspole noch Schutzschaltungen an rohe Zellen dran gebastelt aber wenn ich mich nicht alles irre, dann braucht man ein Punktschweißgerät dazu.
Also wenn man über so ein Punktschweißgerät verfügt und auch die Lust dazu hat, dann kann man es schon selbst machen. Spricht wohl nichts dagegen.

Mir selbst wäre das aber im Falle der Schutzschaltung doch irgendwie zu viel Gefummel und ich würde mir dann wahrscheinlich lieber Akku(s) mit bereits verbauter Schutzschaltung kaufen. Geschützte Akkus brauche ich aber nicht...

Wenn ich dringend button-top Akkus brauche aber Geld und Zeit sparen möchte, dann bekommen die flat-top Akkus einfach einen Tropfen Lötzinn auf den Pluspol und fertig sind die "button-top" Akkus. Geht ganz schnell und funktioniert wunderbar!
 
1 Mai 2020
46
13
8
@casi290665 Das war mir schon klar. Aber ich gehe doch stark davon aus, dass XTAR, Enerpower, Nitecore, Keeppower, Soshine, etc. ja auch ein Werk haben.
Das ist dann ja trotzdem professionell erledigt. Wenn man jetzt aber bei unseriösen Händlern kauft, kann es sein, dass es eben nicht von Keeppower usw. ist, sondern nur der Schrumpfschlauch den Aufdruck hat.

@Kasperrr Ich dachte, man könne das auch löten, aber ein Punktschweißer wäre auch nicht das Problem. Wie gesagt, da würde ich mir professionelle Hilfe beim ersten Mal holen. Ist eben wirklich Gefummel, aber würde mir Spaß bringen :)
Das mit den Lötpunkten war auch meine allererste Idee. Aber da habe ich hier viele Warnungen zu gelesen. Von wegen schlechtes Leitverhalten, erhöhter Widerstand führe zu ungleicher Entladung, könne zu Tiefenentladung führen, etc. Folglich eine exotherme Selbstentsorgung des Akkus mit alle den Folgen, die man aus Youtube Videos kennt...
Ich dachte, das muss ich nicht drauf ankommen lassen, WENN es eine suffiziente Alternative gibt.

Mal sehen, ob jemand noch Kontraindikationen zu der Sache mit den Pluspolen und dem Schrumpfschlauch hat. Sonst werde ich es einfach mal probieren.

Alternativ: Weiß jemand, wo ich sonst 4-8 mm Durchmesser, 2-4 mm hohe Kupferpins (oder ein anderes Material, das gut leitet, möglichst nur kein Gold, wäre etwas zu teuer...) her bekomme? Das wäre noch die einfachste Alternative.
 

0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
1.977
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Wellmitz/ Landgut
Das mit dem mehr Widerstand durch Lötpunkte, sehe ich als vernachlässigbar, da der Punkt bei jedem Ladevorgang bzw. einlegen des Akkus in die Lampe gereinigt wird. Messen wird man es können aber für mich uninteressant, da es bei meinen Lampen nicht um Dragster geht, die das letzte an mA aus den Akkus ziehen müssen. Die bewerteste Methode bei Lampen mit Akkukäfig ist für mich diese.20200521_080311.jpg

Messingmutter aufgelötet.
Die Mitter öieht auf dem Akku auf und wird dann verlötet. Der äußere Lötzinn der sichtbar ist, kommt beim löten unter der Mutter durch, da die Pluspole nicht plan sind.
 

SammysHP

Flashaholic*
6 Oktober 2019
460
381
63
www.sammyshp.de
Ein geeignetes Punktschweißgerät bekommst du schon ab 200-300 € in billiger Ausführung. Professionellere Geräte liegen bei über 1000 €. Dann ist es nur noch etwas Übung.

Oder anders formuliert: Du müsstest schon tausende Akkus umbauen, damit sich das lohnt.

Bei diesem ganzen Gelöte wurde der Akku thermisch extrem belastet. Kann ich nur von abraten.
 

Nicobrosi

Flashaholic*
24 Oktober 2018
653
433
63
Ich setze auf meine Akkus seit Jahren einen lötpunkt auf den pluspol, die thermische Belastung ist nur punktuell und kurz. Entscheidend ist halt dass man einen Lötkolben mit genügend Leistung verwendet, um die 100 Watt sollte er schon haben.... Ich bin davon überzeugt dass dem Akku nichts geschieht
 
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Kasperrr

Flashaholic**
30 Mai 2017
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Ich mache das auch schon lange und die Akkus funktionieren damit problemlos. Die thermische Belastung ist sehr kurz, der Akku wird dabei aber nicht heiss.
Kann mir nicht vorstellen, dass der Akku darunter jetzt sooo sehr leidet. Da wurden schon die Akkus in einer Tala viel heißer.
Der Widerstand wird auch nicht größer sein als bei nem button-top, der punktuell angeschweßt wurde und wenn ich überlege, dass die Akkus nach dem Gebrauch alle die gleiche Leerlaufspannung haben, dann wird es wohl kaum zur einer ungleichen Entladung gekommen sein.
 

Nicobrosi

Flashaholic*
24 Oktober 2018
653
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Olight Shop
Der Aufwand des punktschweißens ist für mein empfinden zu groß um sich zu lohnen, dieses Verfahren macht eher Sinn bei der Konfektionierung von akkupacks....
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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2.931
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Bielefeld, NRW
Dann bin ich auf Pluspole für 18650er gestoßen.
...
Was haltet ihr davon?
Ich schätze, das wäre doch die sicherste Methode, oder? Da sie dafür gedacht sind, schätze ich, wird der Widerstand dadurch nicht signifikant oder fast gar nicht erhöht.
Der Widerstand erhöht sich sich definitiv, denn die Pluspolkappen sind dafür gedacht per Punktschweißgerät aufgeschweißt zu werden. Wenn du die nur "auflegst", dann ist der Übergangswiderstand deutlich größer.
Dabei ist mir dann noch aufgefallen, dass es auch 1S Protection Boards mit allem Zubehör zu kaufen gibt.
...
Aber für andere Lampen und Akkus, die sowieso keine höheren Ströme benötigen, könnte das doch auch eine super Sache sein. Man kann sich günstig und relativ einfach einen geschützten 18650er bauen.
Was haltet ihr davon?
Das sehe ich kritisch.
Solche PCBs sind dafür konzipiert, dass die Ableiter am Plus- und Minuspol des Akkus per Akku-Punktschweißgerät angeschweißt werden. Wenn man ein geeignetes Akku-Punktschweißgerät zu Verfügung hat, dann ist das kein Problem.

Aber was die vielen nonchalanten "Empfehlungen" zum Löten angeht:
Am Pluspol könnte man bei den meisten Akkus auch löten, denn diese Pluspole sind ohnehin als erhobene Kappe konstruiert und die thermische Belastung für den Akku wäre gering, wenn man am Pluspol löten würde (sofern man es richtig macht, gute Vorbereitung, schnell mit hoher Heizleistung).

Beim Minuspol sieht das schon ganz anders aus!
Der ganze Stahlbecher ist der Minuspol des Akkus und man kann am Minuspol nicht löten, ohne den gesamten Akku stark zu erhitzen.
Die Hitze, die punktuell durch den Lötkolben zugeführt wird, wird leider auch sehr schnell vom Akkubecher aufgenommen und abgeführt, so schön einfach wie am Pluspol lässt sich dort nicht löten.
Wenn man dort wirklich eine gute Lötverbindung haben möchte (nicht nur einen stümperhaft angepappten Klecks Lot), dann muss das Lot gut fließen können - und das bedeutet zu viel Hitze für den Akku.
Das kann sogar sehr gefährlich werden, aber wird den Akku zumindest schädigen. Ich würde mich den Aufwand ersparen.
 
1 Mai 2020
46
13
8
@SammysHP Ich hatte bestimmt nicht vor, ein Punktschweißer zu kaufen ;)

@steidlmick Wieder eine sehr hilfreiche und ausführliche Antwort von dir. Vielen Dank!
Das hilft mir schonmal sehr weiter. Gar nicht daran gedacht, dass der Pluspol natürlich nicht nur gelegt, sondern auch geschweißt wird. Leider alles nichts so einfach, wie ich es mir erhofft habe.

Sicherlich werde ich es mal ausprobieren, nachdem ich es mir habe beibringen lassen. Aber eine wirklich gute Lösung ist es offensichtlich leider nicht.

Erstmal scheint die Lösung von @0ssi1973 recht praktikabel.
 

Kasperrr

Flashaholic**
30 Mai 2017
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Das finde ich auch, günstig und funktioniert. Aber bitte auch korrekt löten, schnell und mit hoher Heizleistung (Leistung, nicht Temperatur).
Auf keinen Fall ewig mit schwacher Leistung drauf herum braten...
Meinst Du damit die Lötkolbenleistung in Watt und falls ja, ab wieviel Watt kann man den von einer hohen Heizleistung sprechen???
 

0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
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Wellmitz/ Landgut
Ja, er meint die Leistung. Minimum 60 aber besser 100 W. Bei den Akkus mit Muttern, hab ich die Muttern auf dem Herd erhitzt, so das mein Lötkolben nur noch den Zinn rein laufen lassen musste. Deshalb hab ich ja geschrieben, das es nur ein paar Sekunden zu Hitzeeinwirkung kommt.
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
3.700
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Bielefeld, NRW
Meinst Du damit die Lötkolbenleistung in Watt und falls ja, ab wieviel Watt kann man den von einer hohen Heizleistung sprechen???
Ja, so wie 0ssi1973 bereits geschrieben hat, die elektrische Heizleistung in Watt und ich würde ebenfalls bei mind. 100 Watt beginnen, dazu noch eine große, massive Lötspitze.
Auch das vorherige Vorheizen der Mutter ist eine sehr gute Idee, im die Hitzeeinwirkung auf den Pluspol möglichst weit zu reduzieren.

Man darf nicht vergessen, dass der Pluspol eines Lithium-Akkus mit Hilfe einer dünnen Kunststoff-Dichtung gegen den Stahlbecher abgedichtet (und elektrisch isoliert) ist. Wenn der Pluspol zu lange erhitzt wird, dann kann die Dichtung weich (= undicht) werden und ggf. sogar schmelzen.
Auf diesem Röntgenbild kann man die Dichtung halbwegs erkennen, es ist der mittelgraue Bereich, der mit dem Pfeil markiert ist.
 
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1 Mai 2020
46
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Zum Glück komme ich aus einer Familie, in der fast jeder Löten kann. Mein Großvater hatte damals u.a. einen Betrieb, der (damals ultra high tech) Platinen für neuartige Sensoren, etc. hergestellt hat. Damals alles von Hand, 100% Made in Germany :)
Und noch ein Bruder, der eine Elektroniker Ausbildung bei einem HF Technik Betrieb gemacht hat.

Löten und Punktschweißen kann fast jeder in meiner Familie, der über 30 ist.
Da werde ich entsprechend fachmännische Unterweisung und ordentliches Werkzeug kriegen.
Wird wohl noch ein paar Wochen Dauern, ich werde meine Ergebnisse (werde mal alle Möglichkeiten probieren, welche mich interessieren) dann mal posten.

Vielen Dank an alle!
Hier findet man echt vom erfahrenen Hobbyanwender bis zum offensichtlichen Profi Antworten, wo für jeden was dabei ist.


Ach, @0ssi1973
Was ist denn eigentlich in der Mutter drin? Die ist doch nicht voll mit Lötzinn, oder? Bringt das überhaupt was? Der Querschnitt der Mutter müsste von der Oberfläche doch völlig ausreichen. Oder ist es wegen Kontakten, die die Mutter mittig treffen? Würde dann nicht etwas Kupferfolie oben drauf oder einfach nicht ganz mittiges Anbringen der Mutter hilfreicher sein?
 
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0ssi1973

Flashaholic**
11 Oktober 2015
1.977
822
113
Wellmitz/ Landgut
Das ist Lötzinn, den ich in die Mutter rein laufen hab lassen. Die Mutter selbst liegt direkt auf dem Pluspol auf und der eingefüllte Lötzin ist einmal zum halten und zweitens zum vergrößern der Leitfläche. Die Pluspole sind bei Akkus nicht plan und deshalb liegt die Mutter nicht vollflächig auf. So ist aber ein großer Querschnitt gewährleistet.
 
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steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Löten und Punktschweißen kann fast jeder in meiner Familie, der über 30 ist.
Da werde ich entsprechend fachmännische Unterweisung und ordentliches Werkzeug kriegen.
VORSICHT!
Es geht hier nicht um normales Punktschweißen mit einem handelsüblichen Schweißgerät! Hier werden ja keine Karosserieteile miteinander verbunden, sondern extrem dünnes Blech eines Akkus, dessen Innenleben mit nicht ungefährlichen Chemikalien gefüllt ist...

Wenn man an einem Akku Punktschweißen möchte, dann benötigt man dazu ein spezielles Akku-Punktschweißgerät.
Wenn man Punktschweißen an einem Akku mit einem "normalen" Werkstatt-Schweißgerät versucht, dann fliegt einem sehr leicht der Akku um die Ohren...
Was ist denn eigentlich in der Mutter drin? Die ist doch nicht voll mit Lötzinn, oder? Bringt das überhaupt was? Der Querschnitt der Mutter müsste von der Oberfläche doch völlig ausreichen.
Die Füllung der Mutter mit Lötzinn bringt elektrisch fast gar nichts, denn der Strom sucht sich den Weg mit dem geringsten Widerstand und die elektrische Leitfähigkeit von Messing liegt deutlich höher als die von Lötzinn.
Es schadet elektrisch nicht, aber man kann sich's auch ersparen, ohne Nachteile zu haben. Vorteile können sich ggf. aus mechanischen Anforderungen ergeben.
 
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1 Mai 2020
46
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@steidlmick Muss das Punktschweißgerät tatsächlich unbedingt für Akkus sein?
Also in einem Betrieb, der die Elektronik für Funkgeräte, Sensoren, etc. produziert, ist ein Punktschweißgerät eher für 2-4 mm Punkte gedacht. Ich habe es noch nicht gesehen, konnte es also noch nicht Googlen (es müssten auch noch drei verschiedene irgendwo rumliegen), aber wenn damit hochempfindliche Mikro Verstärker für Funkgeräte auf Hauptplatinen befestigt wurden, wird es doch sicherlich nicht so viel Dampf auf den Akku geben.
Aber ich werde, sobald ich ein passendes gefunden habe, mal das Datenblatt mit den Geräten extra für Akkus vergleichen. Danke für den Hinweis. Da keiner aus meiner Familie viel mit Li Ion zu tun hatte, hätte das schnell unterschätzt werden können.
 

Kasperrr

Flashaholic**
30 Mai 2017
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@0ssi1973 & @steidlmick
Warum ist das so wichtig, dass der Lötkolben beispielsweise 100W Heizleistung haben sollte, wenn das Lötzinn beispielsweise bei 200°C flüssig wird und das wiederrum, auch ein Lötkolben mit z.B. 50W Heizleistung erreicht/schaft???

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich ein Lötkolben mit 100W schneller aufheizt und insgesamt auch viel höheren Temperaturen erreicht, wie ein Lötkolben mit 50W.

Ich möchte nichts anzweifeln sondern es einfach nur verstehen...
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
3.700
2.931
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Bielefeld, NRW
@steidlmick Muss das Punktschweißgerät tatsächlich unbedingt für Akkus sein?
Kurze Antwort: Ja!
Also in einem Betrieb, der die Elektronik für Funkgeräte, Sensoren, etc. produziert, ist ein Punktschweißgerät eher für 2-4 mm Punkte gedacht. Ich habe es noch nicht gesehen, konnte es also noch nicht Googlen (es müssten auch noch drei verschiedene irgendwo rumliegen), aber wenn damit hochempfindliche Mikro Verstärker für Funkgeräte auf Hauptplatinen befestigt wurden, wird es doch sicherlich nicht so viel Dampf auf den Akku geben.
Dir ist aber schon bewusst, dass es erhebliche Unterschiede zwischen dem Punktschweißen von simplen Blechteilen gibt und dem Punktschweißen von hermetisch dicht verschlossenen Stahlblechhüllen mit einer Füllung giftiger und ätzender Chemikalien?
Das wäre in etwa so dämlich, wie an einem gefüllten Kraftstofftank zu schweißen...

Du kannst gerne mit normalen Allerweltsschweißgeräten an einem Lithium-Akku herumschweißen, ist mir egal und meine Gesundheit ist ja nicht in Gefahr.
Aber wenn's schief geht und dir das Teil dann um die Ohren fliegt, dann möchte ich hier kein Gejammer lesen...

Du solltest wenigstens vorher diverse Tests machen, z.B. an alten, ausrangierten Alkaline-Batterien oder so etwas und natürlich mit Schutzbrille, Handschuhen und so weiter.

Vor diesem Hintergrund: Viel Glück!

Warum ist das so wichtig, dass der Lötkolben beispielsweise 100W Heizleistung haben sollte, wenn das Lötzinn beispielsweise bei 200°C flüssig wird und das wiederrum, auch ein Lötkolben mit z.B. 50W Heizleistung erreicht/schaft???
Es geht nicht um Temperatur, sondern darum, dass die Wärme, die vom Werkstück schnell aufgenommen wird, sehr schnell "nachgeliefert" werden kann.

Wenn man ein einem massereichen Werkstück lötet, dann dauert es eine gewisse Zeit, bis dieses Werkstück eine ausreichende Temperatur erreicht hat, damit das Lot zuverlässig schmilzt und eine gute Benetzung der Oberfläche stattfindet.
Je geringer die elektrische Heizleistung des Lötkolbens ist, desto länger dauert es, bis die nötige Temperatur erreicht ist.

Verwendet man einen Lötkolben mit einer geringen elektrischen Heizleistung, dann dauert es ziemlich lange, bis das Werkstück auf Löttemperatur aufgeheizt ist. Entsprechend lange ist dann das Werkstück auch hohen Temperaturen ausgesetzt - und bei Akkus kann das schnell böse enden...

Eine Lötstation mit hoher Heizleistung von 100 Watt und mehr kann viel schneller größere Werkstück auf Löttemperatur bringen, so dass die Zeit mit Wärmebelastung für das Werkstück viel kürzer ausfallen kann.
Dazu kommt noch, dass sich die Wärme in einem Werkstück einigermaßen langsam ausbreitet. Wenn man also sehr schnell lötet (= mit hoher Heizleistung), dann erreicht man oft nur eine punktuelle Erhitzung, während langsames Löten die Erhitzung des ganzen Werkstück bedeuten kann.
 

Crowley

Flashaholic*
14 November 2018
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Finde ich auch, und da hier eher Enthusiasten unterwegs sind die ohnehin mehrere Akkus benötigen bzw. schon einen gewissen Verbrauch haben, würde ich mir die Bastelei nicht antun. Ja ich habe selbst auch einige Zeit lang 18650er flat mit Magneten zu button tops gefrimmelt, passiert ist dabei auch nix. Aber bei dem pro Stück Preis bzw kann man je nach deal auch zu einer Lampe mal günstig recht gute Akkus diverser Bauweise abstauben lohnt diese Bastelei doch überhaupt nicht. Außer natürlich man befriedigt damit den Basteltrieb und hat Freude daran
 
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Kasperrr

Flashaholic**
30 Mai 2017
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113
@steidlmick
Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Ich musste feststellen, dass meine Lötstation "nur" 48W Heizleistung erreicht. Habe aber trotzdem beschlossen zu testen, wie stark sich ein Akku bei solchen "Löt-Vorgang" erhitzt.
Dazu habe ich einen 21700er genommen, Lötkolben auf 350°C eingestellt und losgelegt. Ich musste den Lötkolben genau 5s am Pluspol halten um den "button-top" dran haftete.
Ca. 5s nach dem Löten konnte ich am Pluspol bzw. der Lötstelle eine Temperatur von ca. 61°C und an der Zelle selbst ca. 40°C, messen.
Davor betrug die Temperatur am Pluspol und Akku selbst knappe 27°C.
Während des Lötens lag die Temperatur etwas höher aber das konnte ich leider nicht messen.
So sieht der "button-top" nun aus...
Screenshot_20200522-164301_Gallery.jpgScreenshot_20200522-164305_Gallery.jpg

Weiss jetzt nur nicht, wie ich diesen Test bewerten soll!? War diese kurze Wärmebelastung jetzt arg schädlich für den Akku oder bleibt das noch eher im "grünen Bereich"?
Natürlich wäre das ganze mit nem leistungsstärkeren Lötkolben weniger belastend für den Akku. Aber ehrlich gesagt, habe ich in nächster Zeit nicht vor, mir nen neuen Lötkolben zu zulegen
 

Kasperrr

Flashaholic**
30 Mai 2017
3.615
1.959
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Bei meinen ersten Versuchen mit Lötpunkten, von 3 mm Höhe sind die Akkus richtig heiß geworden, funktionieren immer noch ohne Probleme.
Ich hatte mal an einen "ausrangiertem" Akku geübt und einen größeren sowie höheren Lötpunkt (als der auf dem Bild) dran gelötet, da ist der Akku auch richtig heiß geworden.

Schädigt diese Wärmebelastung jetzt eigentlich die Akkus oder verringert sie nur die Kapazität bzw. die Leistund, oder gar beides!?
 

SammysHP

Flashaholic*
6 Oktober 2019
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381
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www.sammyshp.de
Schädigt diese Wärmebelastung jetzt eigentlich die Akkus oder verringert sie nur die Kapazität bzw. die Leistund, oder gar beides!?
Er könnte dir direkt beim Löten um die Ohren fliegen, beim nächsten Laden oder einfach so beim Rumliegen. Vielleicht passiert auch gar nichts. Dass man nicht in den Akku reinschauen kann und nicht weiß, wie sehr er geschädigt ist, macht es so gefährlich.

Durch die Erhitzung kann das Elektrolyt verdampfen, wodurch das Überdruckventil auslöst (hoffentlich). Der Separator, eine hauchdünne Membran, kann beschädigt werden, wodurch es sofort oder irgendwann zu einem Kurzschluss kommen kann und der ganze Akku explodiert. Beim Löten am Pluspol können die dünnen Stege des Kontaktes leiden und irgendwann bei der Belastung durch die Feder nachgeben.

Das Risiko wäre mir für den geringen Aufpreis von Button-Top Akkus zu groß, um solche Bastellösungen zu versuchen.
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
3.700
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Bielefeld, NRW
Weiss jetzt nur nicht, wie ich diesen Test bewerten soll!? War diese kurze Wärmebelastung jetzt arg schädlich für den Akku oder bleibt das noch eher im "grünen Bereich"?
Grundsätzlich sind solche starken Hitzebelastungen von außen problematisch.
Man muss dabei zwischen Lötarbeiten am Plus- und am Minuspol differenzieren, siehe dazu die anderen vorherigen Beiträge.

Eine große Gefahr beim Löten am Pluspol besteht für die Kunststoffdichtung (siehe hier). Für die elektrochemische Funktion des Akkus ist es unabdingbar, dass der Elektrolyt vollkommen wasserfrei ist.
Wird durch die Löterei die Kunststoffdichtung weich oder sogar undicht, dann kann - ggf. über lange Zeit sehr langsam - Wasser (Luftfeuchtigkeit) in den Elektrolyten eindiffundieren.

So kann es passieren, dass der Akku irgendwann defekt ist - oder ggf. auch nie, man kann das nicht exakt vorhersagen.
Schädigt diese Wärmebelastung jetzt eigentlich die Akkus oder verringert sie nur die Kapazität bzw. die Leistund, oder gar beides!?
Ja zu allen Fragen, aber eben nicht bei jedem Akku in jedem Einzelfall und zu jeder Zeit, siehe dazu auch die von SammysHP aufgezählten Möglichkeiten.

Ich verstehe zwar, dass du gerne eine konkrete universell gültige Antwort hättest, aber die kann man nicht geben, die Variablen sind zu groß.
Ich persönlich löte nie an Lithium-Akkus herum, es lohnt sich für mich nicht.
 
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1 Mai 2020
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@steidlmick Wärst du so nett und würdest mir die Spezifikationen nennen, die ein Punktschweißgerät haben muss für Arbeiten an LiIon Zellen? Das wäre super :)

Wo gesagt, was mein Großvater damals für Geräte eingesetzt hat, weiß ich noch nicht (er ist im Urlaub), aber da es schon um hochsensible Technik ging (natürlich aber keine LiIon), könnte es ja vielleicht passen oder passbar gemacht werden.
Entgegen deiner Vermutung möchte ich mich nämlich keinem solchen Risiko aussetzen. Zumindest keinem extremen. Ein Gewisses Risiko besteht dabei natürlich immer.
 
1 Mai 2020
46
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Schade, dann nicht.
Ich habe nämlich keinerlei Unterschiede zwischen Punktschweißgeräten für Elektrotechnik und welchen, die für Akkus ausgewiesen werden gefunden.
Du sagtest ja nachdrücklich, dass es extrem wichtig sei, dass sie für Akkus gedacht sind.

Wirkt für mich so, wie die Bezeichnung eines Akkus in einem Katalog "Taschenlampen Akku" (Spezifikation: 18650 protected, 2,9Ah, 10A) gegenüber dem anderen Katalog, in dem steht "Akku 18650 protected, 2900mAh, 10A" - also keinerlei spezifischer Unterschied außer (evtl.) dem Hersteller und der Bezeichnung "Taschenlampe".

Ich dachte nur, da steckt mehr dahinter, als die reine Bezeichnung "Akku Punktschweißgerät".
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
3.700
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Bielefeld, NRW
Du sagtest ja nachdrücklich, dass es extrem wichtig sei, dass sie für Akkus gedacht sind.
Na ja, jetzt bleibt mal bitte bei der Wahrheit, "extrem wichtig" ist nicht von mir und genau genommen habe ich geschrieben
Kurze Antwort: Ja!
und dann ausführlicher erläutert, dass und aus welchen Gründen du wenigstens vorher entsprechende Tests mit weitaus weniger gefährlichen Akkus/Batterien machen sollst, natürlich unter Einhaltung von entsprechenden Schutzvorkehrungen.

Du hast ja schließlich deinerseits Null technische Daten zu "deinem" Punktschweißgerät geliefert.
Dass vor diesem Hintergrund jemand mit einem Funken von Verantwortungsgefühl so etwas wie "klar, kannst du benutzen, kein Problem" schreibt, ist vielleicht etwas sehr viel erwartet, oder?

Ich habe den Eindruck, dass du nicht alles, was von diversen Leuten bisher geschrieben wurde, gelesen und/oder verstanden hast.
Vielleicht täusche ich mich, halte mich aber in solchen Fällen lieber auf der sicheren Seite und empfehle sicherlich keine Schweißexperimente an Lithium-Akkus mit unbekanntem Equipment.

Mir ist selbst mal ein AA-NiMH-Akku beim Punktschweißen mit einem Akku-Punktschweißgerät aufgeplatzt und die ganze Lauge darin landete in meinem Gesicht. Zum Glück hatte ich eine Schutzbrille auf und es war nur ein NiMH-Akku, schön war es dennoch nicht, aber dafür sehr lehrreich.
Seither rate ich Laien von entsprechenden Schweißexperimente an Lithium-Akkus ab, ganz besonders wenn ich nichts über die technische Ausrüstung weiß!

Wenn du's dennoch versuchen willst: Viel Glück!
 
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1 Mai 2020
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Sorry, wollte nicht, dass du dich angegriffen fühlst.

Ich habe alles genau gelesen.
Sei mir bitte nicht böse, aber ich habe das Gefühl, dass du nicht verstehst, was ich schreibe oder jedes Wort auf die Goldwaage legst.
Ich sagte ja, das Gerät ist noch unbekannt, ich sagte ja, ich werde mir das Datenblatt des Gerätes ansehen, sobald ich Zugang dazu habe. Deshalb hätte ich gerne gewusst, welche Spezifikation (Widerstand, Strom, Puls) empfehlenswert sind und worauf man sonst vielleicht achten sollte. Ein Beispielgerät wäre zum Vergleich für mich auch schon hilfreich. Und sagte auch, dass ich mir für die Praxis professionelle Hilfe hole, nur die Theorie im den Grundzügen verstehen möchte. Was bei den Akkus beachtet und wie vorgegangen werden sollte und die Caves habe ich hier aus dem Forum und etwas Recherche schon weitestgehend herausgefunden.
Bleibt nur noch das Punktschweißgerät: Wenn mein Großvater wieder da ist, würde ich mir das gerne ansehen und gucken ob eines seiner Geräte geeignet ist. Denn nur, wenn so eines geeignet ist, gehe ich weiter Richtung Praxis und lasse mir das zeigen. Ich habe ja nicht vor, eines zu kaufen. Das gilt es herauszufinden.
Du hast es ja schon pauschal ausgeschlossen ("Allerweltsgerät"), ich möchte das aber noch prüfen.
Ich will - da es alte Geräte sind sowieso schwierig - keine Zusage zu einem bestimmten Gerät, sondern bin eben nur noch auf der Suche, worauf man achten muss bei der Wahl, bzw beim Ausschluss des Gerätes.

Dazu wäre die Definition "Akku Punktschweißgerät" hilfreich gewesen. Denn laut meiner Google Recherche gibt es keine direkten Unterschiede, die ein Gerät dieser Widerstandschweißart disqualifizieren. Nur die Leistung und Stromart scheinen unterschiedlich. Egal ob mit dem Wort "Akku" o.ä. beschrieben.

Also unabhängig deiner Bedenken, die primär auf Annahmen beruhen, wollte ich doch eigentlich nur wissen, was ein Punktschweißgerät für Akkus so besonders macht, bzw was sie können sollten.
Dachte, das wäre in ein paar Worten erledigt gewesen.

Ich bin sehr dankbar für deine Warnungen, sonst hätte ich wohl fröhlich drauf los probiert. Aber ich erwarte natürlich auch keine Gewähr.
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Deshalb hätte ich gerne gewusst, welche Spezifikation (Widerstand, Strom, Puls) empfehlenswert sind und worauf man sonst vielleicht achten sollte.
Dann frage doch einfach mal bei den Herstellern solcher Akku-Punktschweißgeräte nach, die bauen sie ja schließlich. Oder - noch besser - bei Firmen, die kundenspezifische Akkupacks konfektionieren. Die sollten über reichlich Erfahrung verfügen.
Also unabhängig deiner Bedenken, die primär auf Annahmen beruhen...
So ein Schwachsinn!
Die Bedenken beruhen auf eigenen schlechten Erfahrungen - und die habe ich auch beschrieben.

Ich werde mich nicht dafür rechtfertigen, dass ich einen Laien mit unbekanntem Equipment und unbekannter Erfahrung davor bewahren möchte, sich durch leichtsinnige Schweißexperimente an Lithium-Akkus ggf. ein Auge oder einige Zähne wegzusprengen. So weit kommt's noch...

Von meiner Seite aus war's das jetzt auch, ich wiederhole daher einen - offenbar dringend notwendigen - guten Wunsch: Viel Glück!
 
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Flummi

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Schade, dann nicht.
Ich habe nämlich keinerlei Unterschiede zwischen Punktschweißgeräten für Elektrotechnik und welchen, die für Akkus ausgewiesen werden gefunden.
Du sagtest ja nachdrücklich, dass es extrem wichtig sei, dass sie für Akkus gedacht sind.

Wirkt für mich so, wie die Bezeichnung eines Akkus in einem Katalog "Taschenlampen Akku" (Spezifikation: 18650 protected, 2,9Ah, 10A) gegenüber dem anderen Katalog, in dem steht "Akku 18650 protected, 2900mAh, 10A" - also keinerlei spezifischer Unterschied außer (evtl.) dem Hersteller und der Bezeichnung "Taschenlampe".

Ich dachte nur, da steckt mehr dahinter, als die reine Bezeichnung "Akku Punktschweißgerät".
Ich weiß nun nicht, was ein "Punktschweißgerät für Elektrotechnik" ist.
Ein Punktschweißgerät für Akkus liefert die Energie, die zum Verschweißen dünner Nickelblechstreifen nötig ist. Und nicht viel mehr. Wenn die Schweißstelle rot nachglüht - gleich mal in Deckung gehen. Der Schweißstrom kommt in 1-3 kurzen Impulsen, die nur wenige Millisekunden dauern. Ein Schweißgerät, das den Strom liefert, solange man ein Knöpfchen drückt, ist demzufolge gänzlich ungeeignet. Der Schweißstrom bzw. die Energie pro Puls sollte einstellbar sein. Schließlich ist da noch der Schweißkopf, die Elektroden. Die sollten möglichst nahe beieinander liegen (1-2 mm) und etwa so spitz wie ein bereits etwas genutzter Bleistift sein. Bei meinem Akkuschweißgerät kann ich auch den Anpressdruck der Elektroden einstellen, bei dem ausgelöst wird. Auch das hat sichtbare Unterschiede zur Folge.

Ob das Dein vorhandenes Gerät kann, musst Du selbst überprüfen.
 
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Kasperrr

Flashaholic**
30 Mai 2017
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@steidlmick & @SammysHP
Ich danke Euch beiden für euere Antworten!
Wahrscheinlich hätte ich gerne was anderes gehört, wie z.B. "Nein, das Löten macht den Akkus nichts aus", oder "Das kann man bedenklos so machen" aber ja... ... bleibt wohl Wunschdenken.

Die Antworten haben mir etwas zu denken gegeben und ich habe eine Nacht drüber schlafen können.
Ich werde das anlöten von "button-top's" doch lieber sein lassen.
Mit verkürzter Lebensdauer, weniger Kapazität oder auch insgesamt etwas schwächerer Performance vom Akku(s) könnte ich ja noch leben. Jedoch möchte ich nicht einen Unfall riskieren, bei dem ich oder gar jemand aus meiner Familie verletzt wird, oder die Wohnung in Brand gerät.
Das könnte ich niemals mit meinem Gewissen vereinbaren und die paar Euro's, die man dabei spart, sind es auch nicht wert!

Ein Punktschweißgerät für Akkus reizt mich generell sehr aber damit sich solche Investition überhaupt lohnen würde, müsste ich etwa 50-150 Akkus einen button-top verpassen. So viele Akkus besitze ich nicht einmal und werde das auch in ferner Zukunft nicht tun.
Falls überhaupt notwendig, werden halt Akkus mit nem button-top bestellt und gut ist.

Was ich mich allerdings jetzt frage...
Die modernen und vorallem leistungsstarken Taschenlampen können sich in kurzer Zeit recht stark erwärmen. Ich hatte schon Taschenlampen gehabt, die sich auf etwa 85°C - 95°C (am Batterierohr gemessen) aufgeheizt hatten, die Akkus waren dabei bestimmt ähnlicher Temperatur ausgesetzt...
Wie schädlich ist sowas für einen Akku bzw. was ist ungefähr, die max. zulässige Temperatur (und für welchem Zeitraum) für beispielsweise einen 18650er Akku während des Betriebs, ohne sich Sorgen machen zu müssen?
In dem Datenblatt von Sony/Murata VTC6 steht geschrieben, dass man diese Akkus nicht in einer Umgebungstemperatur von 60°C und mehr, lagern oder benutzen sollte. Das selbe Datenblatt gibt aber an, dass die max. Stromabgabe (continuous maximum discharge current)
bei 80°C, ohne Temperaturüberwachung ca. 15A und mit Temperaturüberwachung 30A, beträgt.
Das verstehe ich jetzt so, als könne man einen Sony VTC6 wohl für "längere" Zeit bei 80°C benutzen. Ist das so richtig oder wie sollte man das jetzt verstehen???
 
1 Mai 2020
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Das dachte ich mir auch. Ich habe mal eine leere Zelle "bestellt" und werde mal bei einem Lötversuch die Lufttemperatur innen messen. Eine stärkere Lötstation werde ich organisiert kriegen.
Aber sowieso werde ich auch nur noch primär Button Tops kaufen.
Mit Glück finde ich in der Verwandtschaft einen passenden Punktschweißer, dann lasse ich es mir zeigen und probiere es aus, die Akkus umzubauen. Ansonsten muss ich wohl oder übel ein paar Lampen für Flat Tops kaufen :D
Es gibt Punktschweißer, die automatisch auslösen, davor hätte ich aber ganz schön Angst, mir selbst einen Schlag zu verpassen. Aber auch die Tatsache, dass wenn der Schrumpfschlauch ab ist, alles Minuspol bis kurz vor dem Pluspol ist, macht mir auch Sorgen. Heißt mein Plan mit dem Auseinanderbauen und den Pluspol ersetzen ist von daher schon riskant. Man kann den Akku dann ja super schnell kurzschließen.

Ich habe letztens was darüber gelesen, dort stand, dass es je nach Modell und Grund der Erwärmung bei 60°C schon losgehen kann.
Bei zu hohen Strömen oder Kurzschluss ist die Zelle innen noch heißer als außen. Bei Erwärmung durch die Lampe schätze ich, ist es anders herum.

Diesen Artikel fand ich ganz interessant.