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E27 "retrofit" LED Birnen: Was geht noch?

archangel

Flashaholic**
7 April 2011
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Olight Taschenlampen
Trustfire
Inspiriert durch den Thread über die neueste Osram LED-Leuchtröhre frage ich mich: Wird es LED Birnen mit E27 Fassung geben die bei kompakten Abmaßen einen Output von deutlich über 1000 Lumen / vergleichbar einer alten 100W Glühbirne oder gar 200W bieten? Die Helligkeit zu erzeugen - da sind wir uns sicher einig - ist kein Problem. Doch damit geht eine Wärmeentwicklung einher, die der notwenigen Vorschalt-Elektronik schadet. Kann man in die Bauform überhaupt ausreichende Kühlkörper einpflanzen? Oder muss man erst auf neue LED-Generationen warten die eine nochmal deutlich gestiegenere Effizienz bieten und somit deutlich weniger Wärme als Abfall produzieren?

Ich besitze übrigens inzwischen E27 Birnen mit >1000 Lumen Output. Da ist der Glaskörper allerdings erheblich vergrößert, weswegen diese in die Deckenlampen z.B. in den Kinderzimmern nicht hineinpassen. Dort werkeln daher leider immer noch einige wenige Quecksilberbomben. Und den Lichtoutput der Riesen-LED-Birnen würde ich immer noch mit deutlich unter 100W einer konventionellen Glühbirne bewerten. Was die pure Maximalhelligkeit angeht haben LED Birnen also immer noch das Nachsehen. Hier schließt sich der Kreis zum Beginn und Thema dieses Threads: Werden E27 Retrofit-LED-Birnen da überhaupt innerhalb der nächsten 2 oder 3 Jahre hinkommen? Oder wird man nicht bloß die Birnen sondern auch die Leuchten tauschen müssen?
 

ger-slash

Moderator
Teammitglied
15 Dezember 2013
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Rhein-Sieg-Kreis
Dazu gibt es ja verschiedene Lösungen. In wie weit die praktikabel sind vermag ich nicht zu beurteilen.

1. Man müsste die max. zulässige Temperatur erhöhen, die die Elektronik verkraften kann. Evtl. durch andere Bauteile und andere Fertigungstechniken

2. Eine aktive Kühlung durch eingebauten Ventilator (Philips macht das bei manchen 7W und 10W Spots) oder vielleicht auch mit Peltier-Elementen, die ja leider nicht sehr effizient sind und einen Teil der Ersparnis wieder auffressen.

3. Weiteres verringern der Verlustleistung (wenn das mal so einfach wäre). Cree bastelt ja weiter daran und ist ja mittlerweile schon bei 300lm/W. Damit wären ja dann >1000lm bei knapp vier Watt möglich. Das müsste thermisch zu handeln sein. Die größere Frage ist die, ob sich Otto-Normal-Verbraucher ein Leuchtmittel für 50 Euro kaufen würde.

Es ist ja manchmal auch wirklich die Frage der Notwendigkeit, ob man die Menge an Licht wirklich braucht, die eingebaut ist. Möglich wäre ja auch ein langsames Absenken der Beleuchtung nach der Adaption der Augen sinnvoll, dies könnte nach Zeit, Temperatur oder Umgebungslicht gesteuert werden, evtl. auch eine Kombination aus diesen.

Der Einsatz komplett neuer Leuchten ist bestimmt um ein vieles leichter, da die Ingenieure die Lampen dann als komplette Einheit entwicklen können und die Hitzeabfuhr gleich mit einplanen.

Das große Problem ist, das bei den Retrofit-Lampen diese als eigenständiges Teil funktionieren müssen, und das am besten in allen Systemen, egal ob Mini-Nachttischlampe mit Kunsstoffgewinde oder Baustrahler mit Metallfassung. Dem Verbraucher ist es nicht zuzumuten das passende Leuchtmittel für seine Lampe festzustellen. Da heisst es nur: passt doch!!!:S
Dabei wäre es bei bestimmten Lampen vermutlich kein Thema wenn man die Abwärme über das Gewinde vom Leuchtmittel an die Lampe abgeben würde, Metallsockel vorausgesetzt. Dazu könnte man dann Wärmeableitungsklassen der Lampen definieren. So wie früher in der Leuchten z.B. max.60W drin stand, könnte man alternativ dazu sagen max.TDP10, oder so.

Es wird bestimmt spannend bleiben, aber ich zuversichtlich dass wir es auch in Zukunft hell haben werden.

Ich hoffe ich habe damit nicht gelangweilt, waren lediglich meine Gedanken dazu.

Ger/
 
  • Danke
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
1. Man müsste die max. zulässige Temperatur erhöhen, die die Elektronik verkraften kann. Evtl. durch andere Bauteile und andere Fertigungstechniken
Der Pufferelko ist das Problem, egal ob CFL oder LED. halbleiter kriegt man bis 150°C.

2. Eine aktive Kühlung durch eingebauten Ventilator (Philips macht das bei manchen 7W und 10W Spots) oder vielleicht auch mit Peltier-Elementen, die ja leider nicht sehr effizient sind und einen Teil der Ersparnis wieder auffressen.
Ventilator: Staub und Geräusch.
Peltier: bringt nichts, denn wohin mit der vom Pelztier zusaätzlich erzeugten Abwärme? Macht's nur schlimmer.

... Cree bastelt ja weiter daran und ist ja mittlerweile schon bei 300lm/W. Damit wären ja dann >1000lm bei knapp vier Watt möglich.
Und zwar bei 4W LeistungsAUFnahme, wovon aber der größte Teil als Licht wieder rausgeht, d.h. nur 1-2W davon müssen verheizt werden.
Wirkungsgradverbesserung spart also gleich an 2 Stellen: weniger Gesamtleistungsaufnahme für gleich viel Licht, und davon geht dann auch noch ein kleinerer Anteil als Wärme verloren.
Aber mit einer 300lm/W-LED will man sicher keinen Wohnraum beleuchten, außer man steht auf grünliches Licht. Das erreichbare Maximum bei guter Farbwiedergabe wird bei 200lm/W liegen (die Theorie sagt: 240lm/W bei perfektem Spektrum und 100% Wirkungsgrad).
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
15.755
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im Süden
Um zurück zur Ausgangsfrage zu kommen:
Wird es LED Birnen mit E27 Fassung geben die bei kompakten Abmaßen einen Output von deutlich über 1000 Lumen / vergleichbar einer alten 100W Glühbirne oder gar 200W bieten?
Die 6000lm entsprächen zwar ca. einer 500W-Birne, aber mit 166mm und 365g dürfte sie kaum als Glühlampenersatz durchgehen (will sie aber auch gar nicht).
 

Spyder88

Flashaholic*
7 September 2011
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Mannheim
Philips Led Lampe, ersetzt 100W, E27, warmweiß (2700K), 1521 Lumen

Die ist wirklich nur noch so groß wie eine normale alte E27 (Halogen-) Glühbirne. Passen also auch in enge Außenbeleuchtungen.
Habe 6x warmweiße im Einsatz. Gibt es wohl auch seit 5 Monaten in nw. Verbrauch ist mit 13W angegeben. Im Doppelpack für 15€, also 7,50€ je Stück, günstig. Einzeln für 10€. Anfangs hat jede 15€ gekostet und es gab sie bei gleichen Produktdaten auch noch in einem viel größeren Gehäuse, dass von der Größe einer TIWIN 13W entsprochen hat und dann oft nicht in die Lampen gepasst hat. Da musste man aufpassen.

Philips Led: Gesamtlänge: 11cm, Durchmesser max. 6cm
Philips Halogen: Gesamtlänge: 9,7cm, Durchmesser max. 5,5cm

https://www.amazon.de/dp/B01J1NTGVA/
 

huckj

Flashaholic
1 Januar 2011
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Osnabrück
Also wenn es um die typischen Briloner Deckenlampen geht, ich habe die in zwei Räumen.
Da das Licht bauartbedingt zu einem großen Teil zur Seite abstrahlt und deshalb eigentlich nur Strahler-Leuchtmittel Sinn machen, habe ich mir aus China E27 Verlängerungen besorgt, für LED Lampen absolut unbenklich, für Glühlampen eher nicht geeignet (ziemlich dünne Drähte).
Damit habe ich z.B. in einen 3er Strahler 3x Philips big globes mit 806 lm eingesetzt, die Kugeln setzen genau am Rand dieser Strahler an.
Ergibt ein Top Licht und durch die globes einen weiten Abstrahlwinkel.
Zudem werden die Lampen am Sockel nicht so heiß wie die Modelle mit ca. 1500 Lumen.
 

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
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494
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Bei nicht geprüften Elektroninstallationsartiekln würde ich mir eher Gedanken über den Berührungsschutz/Neutralleiter machen als über den Strom.

Bei Rundstrahlenden Lampen wie der Philips Master LEDBulb kann auf eine Verlängerung verzichtet werden.
heise.de/preisvergleich/?cat=hhleuchtled&asuch=master+ledbulb&v=e&hloc=at&hloc=de&hloc=pl&hloc=uk&hloc=eu&filter=aktualisieren&sort=p&bl1_id=100&xf=1299_E27~1302_800~4108_25000

Geschickter wäre es natürlich, gleich eine für den Abstrahlwinkel von LED Retrofit-Lampen optimal geeignete Leuchte auszuwählen.
Oder eine Spiegelfolie zwischen Leuchtmittel und Leuchtengehäuse zu kleben.
 
Zuletzt bearbeitet:

huckj

Flashaholic
1 Januar 2011
130
16
18
Osnabrück
Also wenn die Leitungen in der Verlängerungen dicker wären, wäre das doch auch kein Brandschutz, da ist das Leuchtmittel dann schuld am Brand, wenn es intern zu heiß wird.
Hat mal jemand eine E27 LED Lampe zerlegt ? Ich möchte fast wetten, dass darin auch nur sehr dünne Kabel verwendet werden.

Bei der Verlängerung verschwindet die Fassung der eingesetzten LED Lampe komplett im Sockel. Man kann die Verlängerung zusammen mit der Lampe rausdrehen. Zum Drehen fasse ich immer die Lampe oben an, da es bei den Plastikdingern nicht auf Fingerabdrücke ankommt.
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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615
113
nördlich v. München
www.salmanassar.de
Also wenn die Leitungen in der Verlängerungen dicker wären, wäre das doch auch kein Brandschutz, da ist das Leuchtmittel dann schuld am Brand, wenn es intern zu heiß wird.
Hat mal jemand eine E27 LED Lampe zerlegt ? Ich möchte fast wetten, dass darin auch nur sehr dünne Kabel verwendet werden.
Na, solange die Verlängerungen aus flammenhemmendem Material sind, isses dann letztlich ja auch wieder egal. :)
 

angerdan

Flashaholic**
30 Dezember 2011
1.462
494
83
Was taugen LED Retrofits, die angeblich "so hell wie 100W" leuchten sollen? In diesem Videos geht es nicht um Messungen sondern um das Innere der Osram, Philips und Amazon Basics E27 LEDs? Welche LED ist beste? Welche kann man kaufen?