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Dagors Lumenschätzkarton "Phi-Wave-Box"

Dagor

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Inspiriert von Köf3s "Ulbrichtboxen" habe ich mir nun auch eine Vorrichtung gebaut, in die ich reinfunzeln kann.
Da so ein Karton bauartbedingt nicht die Genauigkeit einer Ulbrichtkugel erreichen kann, und das ganze gepaart mit einem billigen Multimeter, das Lux messen kann, nicht genauer wird, ist der Aufbau natürlich nur sehr eingeschränkt für Lumen-Schätzungen geeignet. Der geplante Anwendungsbereich beschränkt sich daher hauptsächlich auf Laufzeitemessungen.

Aber wenigstens einen abgefahrenen Namen sollte die schäbige Konstruktion kriegen. Deshalb habe ich sie nach dem Formelzeichen für den Lichtstrom (Φ) und dem Rundungszeichen (≈) "Phi-Wave-Box" getauft.

So sieht die Konstruktion im Einsatz aus:


Der hintere Karton ist innen mit weißem Papier beklebt und hat eine runde Rückwand, um einer Kugel etwas näher zu kommen:


Am Übergang der beiden Kartons kann eine Blende eingeschoben werden, durch die der Lampenkopf möglichst genau durchpasst. Dadrüber befindet sich ein kleiner Vorsprung, auf den das Multimeter gestellt wird, so dass es kein direktes Licht von der Lampe abbekommen kann.


Unten im vorderen Karton liegt dann die Lampe:


Da alles relativ stabil verklebt ist, könnte die ganze Konstruktion sogar während der Messung vorsichtig bewegt werden.

Die Phi-Wave-Box sieht zwar ziemlich hässlich aus und ist für Lumenmessungen kaum zu gebrauchen, aber für Laufzeitmessungen ist sie wesentlich praktischer, als das einzige Badezimmer in der Wohnung für längere Zeit abzusperren. Jetzt müsste ich nur noch mein Multimeter dazu überreden, nicht nach längerer Inaktivität nichts mehr anzuzeigen - oder am besten gleich ein Luxmeter mit Datalogging kaufen.
 

Gonzo

Flashaholic***
12 April 2012
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So etwas in der Art habe ich mit aus einem Schuhkarton gebaut. Ich finde zur Ermittlung der Lumen, im Vergleich mit anderen Lampen, geht das schon ganz gut.

Bei Laufzeitmessungen bin ich da nur etwas skeptisch da ich sonst immer mit einem Ventilator kühle - das geht bei mir nicht und wird vermutlich auch bei dir schwer.

Auf die Optik kommt es dabei ja nicht an, sondern auf Funktionalität und die ist hier doch super gegeben
 

Köf3

LED-Spezialist
17 Mai 2015
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Sieht seltsam aus, aber da es Dir wohl nicht um eine genaue Lichtstrommessung geht, sollte das zu verschmerzen sein. Meine Box scheint bei bis 2600 lm (getestet) eine Genauigkeit von etwa ±5 % zu haben, was ich schon als recht gut erachte.

Dafür hat Deine Box einen interessanten Namen. Auf sowas habe ich immer verzichtet. Meine neueste Kiste heißt stumpf "PS-108" (Power Supply Box für max. 108 mm Kopfdurchmesser), und soll nur für eine schnelle Unterscheidung zwischen meinen Boxen dienen.

Kühlen lässt sich eine Lampe immer gut mit einem PC-Lüfter (120 mm), der direkt vor der Lampe steht. An ein 6- 9 V DC Netzteil anschließen und die Kühlung ist auch sehr leise. So mache ich das jedenfalls bei meinen Laufzeittests, wenn eine Luftkühlung erforderlich ist. Bis jetzt messe ich bei meinen Laufzeittests nur die Helligkeit in einem Meter, bin aber schon seit längerem am überlegen, stattdessen den Lichtstrom zu messen. Andererseits - wenn der Throwfaktor bekannt ist, kann man die Helligkeit aus dem Lichtstrom hochrechnen, denn die Helligkeit ist ja mit dem Lichtstrom gekoppelt, es sei denn man hat eine Zoomlampe.

Zum Gruße, Dominik
 

Dagor

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Ein kleines Update, da sich in den letzten Tagen einiges getan hat:

Erst habe ich das Luxmeter ersetzt und ein Netbook ergänzt, nun ist noch eine Belüftungsanlage dazugekommen.

Sieht doch schon fast wie eine teure, professionelle Messanlage aus, wenn man mal von allem absieht. ;)



Aber es funktioniert wirklich super! Lampe rein, Messung starten, Lampe an, warten, fertig. :)
 

DrJones

Flashaholic*
16 Februar 2012
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Ich habe mir dieses Luxmeter auch besorgt, und für Messungen des Leuchtverlaufs habe ich mal eben dieses Gebilde zusammengestellt...
Der 5W-9cm-Lüfter und der auf eine F6 aufgezogene Luftballon stehen etwas erhöht, damit der Lüfter auch schön den Kopf der Tala erwischt. Der kühlt ordentlich was weg.
Für das Laufzeitverhalten reicht's. Ich habe damit endlich auch mal die Temperaturregelung meines H17F überprüft (zwischendurch mal Lüfter aus, dann wieder an), funktioniert :)
Leuchtverlaufsmessung.jpg
 

Dagor

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und für Messungen des Leuchtverlaufs habe ich mal eben dieses Gebilde zusammengestellt...
Da musst du aber sicherstellen, dass äußere Einflüsse keinen Einfluss auf die Messung haben. Bei deiner Kontruktion kommt ja nur relativ wenig Licht von der Lampe am Luxmeter an, so dass z.B. die Raumbeleuchtung einen größeren Einfluss auf die Messung hat. Als ich noch im Badezimmer per Ceiling Bounce gemessen habe, habe ich festgestellt, dass es sogar einen spürbaren Unterschied gemacht hat, wo ich neben dem Messgerät stehe. Am besten wäre es also, wenn du deine Konstruktion in einen Karton steckst, damit sie besser isoliert ist.
 

DrJones

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Ja, wenn Du daneben stehst, verdeckst Du weiße Wand. Tatsächlich ist mein kleiner Aufbau dagegen sogar weniger empfindlich. Ich bin mir der Schwächen des Aufbaus durchaus bewusst.
 

amaretto

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12 August 2010
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Ich stelle bei meinen Laufzeittests die Lampe in ein großes Gefäß mit Wasser, Lux-Sensor neben dem Gefäß und dann eine großen Karton über alles drüber. Auf diese Weise wird gleichzeitig IPX überprüft :)