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NiMh Charge Manager 2010 noch geeignet?

20 März 2011
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Trustfire Taschenlampen Hypnose Hannover
Hallo,

Ich habe mir nun für meine ITP A3 und mein GPS gerät Eneloop AA und AAA Akkus gekauft. Hatte seit Jahren keine Akkus mehr verwendet. Mein Ladegerät von damals ist der Charge Manager 2010 von Conrad. Ist der für die Akkus noch geeignet. Oder sollte ich einen neues Gerät anschaffen?


MfG
Stefan.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
29 Juni 2011
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Den Charge Manager 2010 kannste im Prinzip weiter verwenden, kein Problem.

Wenn's trotzdem neue Ladetechnik sein soll, würde ich das AV4m von MEC empfehlen. Das Ding ist sehr gut und erheblich leiser als der Charge Manager, es hat nämlich keinen Lüfter. Braucht es auch nicht. Wenn der Ladestrom nicht zu hoch ist, werden die Akkus eh nur lauwarm, hier muss nichts gekühlt werden. Das AV4m hat 4 Schächte für Micros (AAA) und Mignons (AA).

Alternativ kann man noch das Powerex MH-C808M empfehlen. Damit kann man neben Micros und Mignons auch Babys und Monos laden... in insgesamt 8 Schächten.

Wenn's nur um die kleineren Akkutypen geht, dann würde ich persönlich das AV4m vorziehen. Geschmackssache.
 
20 März 2011
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Hallo,

Na das ist ja super das ich den noch verwenden kann. Hab aber noch eine Frage. Wie schnell muss ich den die Ackus laden. Also mit wieviel mA. Bei meinem CM2010 kann ich nur automatik Laden oder bei Manuell die Akku Kapazität angeben dann ist es ein schnell laden. Aber ich weis nicht wie schnell er letztendlich läd.

Edit:
Also ich habe jetzt mal ein Akku (kein Eneloop) eingelegt und manuell gewählt. Dann die Kapazität eingestellt (2000mah). Der Lader lädt dann mit 1,49A. Ist das nicht ein bisschen viel? Bei Automatik soll laut Anleitung der Ladestrom automatisch angepasst werden.

MfG
Stefan.
 
Zuletzt bearbeitet:

ChaoZ

Flashaholic*
4 Juli 2011
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ich empfehle laden mit der halben kapazität (0,5C), also die AA mit 1000mah und die aaa mit 400mah...ist schonender als mit volldampf, aber noch genug, dass die ladeschluss-erkennung noch sauber funktioniert.
 
1 Juli 2011
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Hallo,

Na das ist ja super das ich den noch verwenden kann. Hab aber noch eine Frage. Wie schnell muss ich den die Ackus laden. Also mit wieviel mA. Bei meinem CM2010 kann ich nur automatik Laden oder bei Manuell die Akku Kapazität angeben dann ist es ein schnell laden. Aber ich weis nicht wie schnell er letztendlich läd.

Edit:
Also ich habe jetzt mal ein Akku (kein Eneloop) eingelegt und manuell gewählt. Dann die Kapazität eingestellt (2000mah). Der Lader lädt dann mit 1,49A. Ist das nicht ein bisschen viel? Bei Automatik soll laut Anleitung der Ladestrom automatisch angepasst werden.

MfG
Stefan.

Ich habe auch den CM2010 und bin nach wie vor sehr zufrieden damit. Im Internet habe ich für günstige 60 Euro jetzt zwar einen CM2020 bestellt, der diese Woche ankommen wird - aber nur wegen der doppelt so vielen Ladeplätze. Anscheinend hat der alte CM2010 sogar einige Vorteile gegenüber dem neuen CM2020:

Über die Kapazitäteinstellung im Lademodus "manuell" kann man beim CM2010 nämlich den Ladestrom einstellen. Keine Ahnung wieso das nicht direkt über die Stromangabe ausgewählt werden kann, aber es funktioniert prima. Alles zwischen 0,1 und ca. 2 Ampere kann man so in mehreren Schritten auswählen. Im Automatik-Modus hingegen prüft das CM2010 den Wiederstand des Akkus und passt entprechend den Ladestrom automatisch an. Deswegen und auch aufgrund der eingetzten Impulsladung bleibt der Akku kalt und wird nur selten handwarm. Also sehr schonend für die Akkus.

Soweit ich mitbekommen habe ist diese Strom-Auswahl beim CM2020 nicht mehr möglich, eigentlich schade.
 
Zuletzt bearbeitet:
20 März 2011
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Hallo,
Habe ich das jetzt richtig verstanden?
Wenn ich jetzt den Eneloop einlege und bei Manuell einfach z.b 1000mah wähle dann läd er mit geringerem Tempo? Schaltet er da überhaupt noch richtig ab?


Bei dem Automatik laden läd der aber extrem langsam. Aktuell bei meinen Ansmann 2700 (uhralt) mit 0,31A. Habe irgendwo gelesen das bei so geringen Strömen die Abschaltung bei den Eneloops nicht richtig funktionieren soll.

MfG
Stefan
 
1 Juli 2011
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Richtig, über die Kapazitätsangabe stellt der CM2010 die verwendete Stromstärke ein. Also gerade bei älteren Akkus ist das mit der korrekten Abschaltung ein Problem, da bereits chemische Prozesse im Inneren des Akkus stattgefunden haben, die man kaum vorhersagen kann. Manchmal ist ein grösserer Ladestrom dann besser, muss man halt selber ausprobieren, hängt auch von den Akkus ab.

Mit meinen "neuen" Lidloops habe ich im Automatik-Modus aber überhaupt kein Problem. Der Ladestrom geht auf ungefähr 0,7 Ampere (bei Babys) und die Akkus werden flott geladen, wobei sie kaum handwarm werden. Ich würde aber empfehlen immer die "Check"-Funktion des CM2010 zu verwenden, da sonst auf Dauer der Memoryeffekt seine kapazitätsvernichtende Wirkung zeigen wird.
 
20 März 2011
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Hallo,

Das hört sich ja gut an. Dan werde ich das im Automatik Modus mal versuchen. Oder falls es probleme gibt mit dem Manuell Modus etwas trixen. ;)

Ach nur mal so nebenbei. Ich hatte das Ladegerät mit meinen Ansmann 2700 die bestimmt schon 3jahre ungenutzt im Schrank lagen im Manuell Modus mit korrekt eingestellter Akku kapazität auf Alive geladen. Die Dinger haben nur 300-400 mAh nach fertigstellung gehabt und wahren fast schon am glühen.
1,9A wahren wohl etwas zu viel. :D
 
1 Juli 2011
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Jo, das glaub ich auch. Hitze schadet Akkus am meisten, am besten wäre es wenn der CM2010 noch die Akkus zusätzlich kühlen würde, ein zusätzlicher Lüfter würde bei dem Lärm eh nichts mehr ausmachen ;-). Aber wie gesagt bleiben die Akkus beim CM2010 eh sehr kühl, bin mal gespannt ob das beim CM2020 auch so sein wird. Vermutlich eher nicht, schliesslich lädt das Teil im Turbo-Modus die Akkus mit bis zu 4 Ampere!

Morgen kommen meine 50 Päckchen mit ca. 150 Lidloops endlich an, mit denen werde ich dann einige Tests machen können. Bis jetzt hatte ich nur ein Restpäckchen mit Babys von denen testen können.
 

freaksound

Ehrenmitglied
23 März 2011
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Baden-Württemberg
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Bei dem Automatik laden läd der aber extrem langsam. Aktuell bei meinen Ansmann 2700 (uhralt) mit 0,31A. Habe irgendwo gelesen das bei so geringen Strömen die Abschaltung bei den Eneloops nicht richtig funktionieren soll.

MfG
Stefan

Bei zu langsamem Laden quälst du die Akkus nur. Ein Ladestrom von 0,5 C ist, wie ein Vorredner bereits sagte, optimal. Anders siehts bei LiIons aus, da sind etwas höhere Ladeströme in Ordnung, (0,7- 1C ).
 

Eisbaer

Flashaholic*
1 Februar 2011
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Altbayern
Ein zu geringer Ladestrom ist schlecht für NiMHs, weil sie träge werden, sprich auf Dauer an Kapazität verlieren. Daher sollte man nie unter 0.1C liegen.

Unter 0.3C funktioniert eine Minus-Delta-U-Abschaltung (und ihre Derivate) nicht immer zuverlässig, weshalb man bei solchen Ladeströmen (also zwischen 0.1C und 0.3C) zeitgesteuert abschalten sollte (z.B. bei der sog. Standardladung mit 0.1C nach 16 Stunden). Schädlich ist das für den Akku nicht (eher im Gegenteil).

Der beste Kompromiss zwischen Effizienz und Effektivität ist irgendwo zwischen 0.5C und 1.0C, immer vorausgesetzt das Ladegerät schaltet zuverlässig bei Vollladung ab.

Viele Grüsse
Eisbaer
 
20 März 2011
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Hallo,

Also ich hab jetzt mal ein bisschen rumprobiert (bis jetzt immer nur mit meinen alten Ansmann). Wenn ich diese im Automatik Modus Lade schwangt der Ladestom immer zwichen 0,1 und 1,5A. Wobei 0,1A ja zu gering für die Delta U Abschaltung sein kann und 1,5A doch schon etwas zu hoch für die Akkus zu sein scheint.

Wenn ich nun auf Manuell gehe und bei der Kapazitätsabfrage 900-1200mAh auswähle dann läd er konstant mit 0,65A. Wäre das dann nicht besser für die Akkus da die Abschaltung sicher funktioniert und der Ladestom nicht zu extrem ist.

MfG
Stefan
 
20 März 2011
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Ein zu geringer Ladestrom ist schlecht für NiMHs, weil sie träge werden, sprich auf Dauer an Kapazität verlieren. Daher sollte man nie unter 0.1C liegen.

Unter 0.3C funktioniert eine Minus-Delta-U-Abschaltung (und ihre Derivate) nicht immer zuverlässig, weshalb man bei solchen Ladeströmen (also zwischen 0.1C und 0.3C) zeitgesteuert abschalten sollte (z.B. bei der sog. Standardladung mit 0.1C nach 16 Stunden). Schädlich ist das für den Akku nicht (eher im Gegenteil).

Der beste Kompromiss zwischen Effizienz und Effektivität ist irgendwo zwischen 0.5C und 1.0C, immer vorausgesetzt das Ladegerät schaltet zuverlässig bei Vollladung ab.

Viele Grüsse
Eisbaer

Oh da war ich wohl gerade am schreiben wo du den Beitrag gepostet hast.
Damit hat sich das ja geklärt. Ich werde dann wohl lieber im manuellen Modus mit 0,65A laden. Vielleicht Teste ich den einen Ansmann mit manuell und den anderen mit Automatik. Mal sehn was sich ergibt.

MfG
Stefan
 

ChaoZ

Flashaholic*
4 Juli 2011
406
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43
das ansmann kenne ich nicht, aber prinzipiell taugen in meinen augen diese automatik-modi original gar nix...und jedem der unbeaufsichtigt läd, kann ich nur davon abraten wenn der lader keine einzelzellen-temperatur-überwachung hat....
 
Zuletzt bearbeitet:
20 März 2011
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das ansmann kene ich nicht, aber prinzipiell taugen in meinen augen diese automatik-modi original gar nix...und jedem der unbeaufsichtigt läd, kann ich nur davon abraten wenn der lader keine einzelzellen-temperatur-überwachung hat....

Hi,
Mit Ansmann meinte ich die Alten Akkus mit 2700mAh die ich noch im schrank hatte. Will bevor ich die Eneloops da rein Stecke erstmal mit den Ansmann Akkus testen.
 
1 Juli 2011
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Jetzt mal abgesehen vom Zeitfaktor bzw. der Effektivität: Ist dann nicht ein Ladestrom von 0,5 bis 1 C schädlicher für den Akku als ein konstant niedriger von 0,2 bis 0,3 C?

Zumindest bei relativ neuen Akkus funktioniert die Abschaltungsautomatik bei diesem Stromfaktor beim CM2010 noch sehr gut.
 
29 Juni 2011
25
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Die Frage von stefan10 kann man eigentlich nur mit mit JA beantworten. Für meinen Geschmack sind Ladeströme bei Eneloops zwischen 0.5C und 1.0C zu hoch. Das kann man in Ausnahmefällen mal machen, wenn es schnell gehen muss. Ansonsten ist ein Ladestrom in Höhe von 0.3C bei Eneloops die sinnvollere Wahl.

Ob manche Ladegeräte bei Ladeströmen von 0.3C Probleme mit der Abschaltung haben, kann ich nicht abschließend beurteilen. Dafür kenne ich zu wenige Lader im Detail. Bei dem von mir benutzten AV4m ist das jedenfalls definitiv kein Problem. Hier werden 1900/2000mAh-Eneloops mit 600 mA geladen und die Abschaltung funktioniert präzise.

Ich verweise hier gerne nochmal auf die Mössinger-Seite:

www.accu-select.de

Vielleicht ist kann hier die ein oder andere Frage beantwortet werden.
 
1 Juli 2011
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Danke für den Link, habe mir die Seite gerade durchgelesen. Das meiste war mir schon bekannt, allerdings war da wenig über den Ladestrom zu lesen. Ausserdem bin ich mir bei ein paar Empfehlungen nicht so ganz sicher, ob das auch wirklich stimmt: So schreibt er "Zwischendurch kann man jederzeit die Zellen (mit der Recycle-Funktion) pflegen, das schadet nie". Ist es aber nicht so, dass NiMh-Akkus mit zunehmenden Ladezyklen immer hochohmiger werden? Dann wäre doch die Recycle-Funktion nur für die Kapazitätsbestimmung sinnvoll. Neue Akkus müssten doch auch dann ihre Maximalkapazität erreichen, wenn sie einige Cyclen im jeweiligen Verbraucher durchlaufen haben, oder?

Ausserdem wird auf der Seite folgendes empfohlen: "Optimal ist es vielmehr, zwischendurch nur nachzuladen". Sollte man einen Akku vor dem Laden nicht lieber doch entladen, schliesslich gibt es ja bei NiMh-Akkus noch den MemoryEffekt? Klar ist natürlich, dass nur bis 1 Volt entladen werden darf!

Zuletzt noch die Frage nach dem niedrigen Ladestrom. Einige haben hier davor gewarnt, Akkus unter 0,1 C zu laden, weil das den Akku "quälen" würde. Tatsächlich scheint der CM2010 einen zu niedrigen Ladestrom zu verhindern, aber was ist die Begründung dafür? Mal davon abgesehen dass die automatische Ladeabschaltung funktioniert müsste doch auch ein sehr niedriger Ladestrom gut für den Akku sein?
 
29 Juni 2011
25
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Zum Ladestrom:
Mössinger empfiehlt bei Mignons einen Ladestrom von 600 mA und bei Micros einen Ladestrom von 200 mA (jeweils Stufe S beim AV4m).

Zum Recycle:
Zitat "NiMH-Akkus müssen arbeiten dürfen"
(Hast Du das PDF unter "NiMH Praxis-Hinweise" auch gelesen?)

Sorry, für die Kurzantwort. Aber ich habe gleich noch ein längeres Telefonat vor mir. Zu den Themen "Nachladen" und "0.1C" schreibe ich morgen gerne noch mal ausführlicher.
 

ChaoZ

Flashaholic*
4 Juli 2011
406
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die recycle funktion ist bei dem im link beschrieben av4m meiner meinung nach sinnlos aufgrund des zu hohen ladestroms, da dort die ladeerkennung noch funktioniert.
sinnvoll ist eine funktion wie z.b. die break-in-funktion vom maha-ladegerät....dort wird mit 0,1C für 16 stunden geladen...auch formieren genannt.

der memory-effekt is bei nimh sehr gering....gelegentliches entladen reicht, wenn die zeit da ist entlade ich aber auch jedes mal erst

ein niedriger ladestrom schadet dem akku nicht.

die pauschale empfehlung von ladeströmen für akkus einer grösse ohne die kapazität oder den zustand des akkus zu kennen, disqualifiziert den schreiber in meinen augen...
 
Zuletzt bearbeitet:
1 Juli 2011
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Das PDF hatte ich noch nicht gelesen, danke für den Hinweis.

Ein Missverständnis hat sich damit geklärt, ich habe das "Recycle" mit dem "Cycle" beim CM2010 verwechselt, wo geladen-entladen-geladen gemeint ist und nicht entladen-geladen wie beim "Recycle". Das macht das ganze schonmal viel sinnvoller.

Zumindest bei der Kapazitätsmaximierung kann ich Mössinger zustimmen, da wird durch mehrfaches recyclen tatsächlich die Kapazität erhöht. Nur wie sieht es mit der langfristigen Haltbarkeit aus? Schliesslichen verändern sich die Zellen bei jedem Zyklus chemisch und das auch zum Nachteil der Haltbarkeit. Ich habe mal gelesen dass die Forscher teilweise selber manche Prozesse hier noch nicht richtig verstanden haben, das zeigt wie schwierig das Thema ist. Und "langjährige Erfahrung" sollte man nicht leichtfertig verallgemeinern, es sind hier soviele Faktoren wie Ladegerät, Akku-Typ, Nutzungsdauer, Temperatur etc. im Spiel, die bei unterschiedlicher Besetzung schnell völlig andere individuelle Erfahrungswerte liefern können.

Bin mal gespannt was du zum Thema "nachladen" und "niedrigstromladen" noch so sagen kannst.
 
1 Juli 2011
37
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die recycle funktion ist bei dem im link beschrieben av4m meiner meinung nach sinnlos aufgrund des zu hohen ladestroms, da dort die ladeerkennung noch funktioniert.
sinnvoll ist eine funktion wie z.b. die break-in-funktion vom maha-ladegerät....dort wird mit 0,1C für 16 stunden geladen...auch formieren genannt.

der memory-effekt is bei nimh sehr gering....gelegentliches entladen reicht, wenn die zeit da ist entlade ich aber auch jedes mal erst

ein niedriger ladestrom schadet dem akku nicht.

Aha, das deckt sich mit meinen Erfahrungen bei machen schnurlosen Telefonen, wo die Akkus mit einem teilweise konstant sehr niedrigen Strom geladen werden und auch nach über 5 Jahren noch die volle Kapazität aufweisen. Aber wieso schreiben dann hier einige, ein niedriger Ladestrom würde die Akkus "quälen" und sie "träge" machen, welche Begründung gibt es dafür?

Irgendwie habe ich das Gefühl dass der MemoryEffekt nur theoretisch bei NiMh-Akkus sehr gering ist oder bei LiIon Akkus gar nicht vorhanden sein soll. Ich benutze alle meine Geräte immer solange, bis die automatische Abschaltung eingesetzt hat, was zumindest bei Qualitätsgeräten nicht zur Tiefentladung führt. Da meine Freunde oft die gleichen Geräte wie ich kaufen, aber teilweise viel früher nachladen als ich kann ich einen Vergleich anstellen. Es hat sich gezeigt, dass die Akkus der zu früh nachgeladenen Geräte schneller an Kapazität verlieren und auch schneller altern. Vielleicht ist dieser Effekt wissenschaftlich gesehen kein "MemoryEffekt" mehr, aber in der Wirkung ist er sehr ähnlich auch bei NiMh und LiOn.
 
20 März 2011
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Hallo,
Also würde es doch am besten für jeden Akku sein wenn ich ihn mit einer Funktion Lade die den Akku zuerst komplett entleert und dann auflädt. Bei meinem CM2010 gibt es die Funktion Check = einmal Entladen und wieder Laden. Das würde ja nicht viel länger dauern als normales Laden (vorausgesetzt ich habe die Akkus im Verbraucher bis zum abschalten benutzt).

MfG
Stefan
 
29 Juni 2011
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Mal ganz allgemein:
Alles was ich hier schreibe bezieht sich auf INTAKTE LSD-NiMH-Zellen ...also z.B. auf Eneloops von Sanyo ...die noch NICHT 5 Jahre rumliegen oder schon 99% ihrer Ladezyklen weg haben. ;)

Nochmal kurz zur Recycle-Funktion des AV4m (damit es keine Missverständnisse darüber gibt, was die Funktion eigentlich genau macht):

Der Prozess beginnt damit, dass der Akku entladen wird. Sobald eine bestimmte Spannungsgrenze erreicht ist, wird der Akku mit dem vom User gewählten (3 Stufen) Ladestrom wieder geladen und danach sofort wieder entladen. Bei dieser Entladung wird die entnommene (denn nur die ist relevant) Kapazität gemessen und abgelegt. Danach wird der Akku wieder geladen. Dieser Prozess wird vom AV4m so lange wiederholt, bis sich keine Erhöhung der Akkukapazität mehr feststellen lässt. Der letzte Prozessschritt ist ein Laden. Der Akku ist nach dieser Prozedur, die bis zu 3 Tagen dauern kann, voll und kann wieder verwendet werden.

Zum Thema "Nachladen":
Sanyo selbst schreibt: "beim Aufladen muss kein Memory-Effekt berücksichtigt werden". Hmm, ziemlich optimistisch. :eek:

Meiner persönlichen Erfahrung nach ist ein Nachladen wirklich unproblematisch, so lange man nicht nur auf diese Art und Weise lädt. Ab und an sollte man schon mal seine "Pflegeprogramme" aktivieren, z.B. die obengenannte Recycle-Funktion. Damit erreichen wir dann wieder eine Verringerung des Innenwiderstandes und eine Erhöhung der Kapazität. Mössinger will meines Erachtens noch auf etwas anderes hinaus: Die volle Nutzbarkeit der Akkus ist nur dann gegeben, wenn sie voll sind und zwar gleich voll. Bei Verwendung mehrerer Akkus in einem Gerät besteht immer die Gefahr, dass bei unterschiedlichem Ladezustand oder bei unterschiedlichen Kapazitäten der Akkus der jeweils leerste oder kapazitätsschwächste in die Tiefentladung unter 1.0 Volt gedrückt wird (während die anderen Akkus noch weit davon entfernt sind und das Gerät noch mit Strom versorgen). Dem kann man aus dem Weg gehen indem man nur volle Akkus vorhält. So gesehen kann Nachladen durchaus Sinn machen. Das Mischen von Akkus mit unterschiedlichem Ladezustand oder unterschiedlichen Kapazitäten sind absolute NoGos, genauso wie Leerlaufspannungen unter einem Volt und Ladetemperaturen über 50 Grad. Ob sich der Herr Mössinger noch etwas anderes beim "Nachladen" gedacht hat, kann ich nicht sagen. Er soll aber sehr beratungsfreudig sein und fordert auf seiner Homepage ja auch dazu auf bei Fragen mit ihm Kontakt aufzunehmen...

Zum Thema "0.1C":
Die Anzahl der vollständigen Lade-/Entladezyklen, die von den Herstellern für die jeweiligen Akkutypen angegeben werden (z.B. 1000 Zyklen bei Eneloop-UTG oder 1500 Zyklen bei Eneloop-UTGA), können überhaupt nur mit 0.1C und einer sechzehnstündigen Ladung erreicht werden. So gesehen ist 0.1C nicht nur NICHT schädlich, sondern die einzige Möglichkeit um auf werbewirksame (vierstellige) Zyklenzahlen zu kommen. Wir User werden diese Zyklenzahlen im realen Leben nicht erreichen, da wir immer Kompromisse machen werden zwischen der Ladegeschwindigkeit und der Lebensdauer der Akkus. Ein Verbraucher von dem gefordert wird, dass er im Jahre 2011 seine Hightech-NiMH-Akkus 16 Stunden lang laden soll, fühlt sich in das dunkelste Nickel-Cadmium-Mittelalter zurück katapultiert. So kann man das nicht machen. Deswegen laden wir in kürzerer Zeit zu Lasten der Lebensdauer der Akkus, was aber auch nicht schlimm ist. Ich persönlich habe meine Akkus noch nie bis zum bitteren Ende benutzt. Meistens gehen die schon vorher in Rente und werden durch neue, vermeintlich bessere und meistens teurere ersetzt. ;)
 
1 Juli 2011
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Hallo Kai,

erstmal danke für deine Ausführungen. Ja, ich glaube es ist sehr wichtig dass man erst einmal die Rahmenbedingungen für die Akkunutzung definiert. Wenn Mössinger davon ausgeht, dass die Akkus eh nur 2-3 Jahre genutzt werden sollen, könnten seine Empfehlungen sicher zutreffen.

Wenn ich dich richtig verstanden habe kann man also sagen, dass die Aussage von einigen Leuten hier, dass ein geringer Ladestrom von bis zu 0,1 C für den Akku schädlich ist, ihn "träge" macht oder gar "quält", falsch ist und genau das Gegenteil zutrifft??

Ich bin gerade dabei meine ganzen Akkus gegen LSD-Akkus auszutauschen und werde voraussichtlich heute ca. 150 Stück (Micro bis Mono) davon erhalten. Die Akkus sollen möglichst lange halten, immerhin habe ich knapp 100 Euro dafür ausgegeben (entspricht 2,75 Euro pro Packung). Zuletzt habe ich die Akkus vor ca. 6 Jahren ausgetauscht.

Meine alten 0815 NiMh-Akkus habe ich in meinem CM2010 immer (gedacht) schonend mit 0,2 bis 0,3 C geladen, wobei ich aufgrund des angeblich nicht vorhandenen MemoryEffekts immer nur nachgeladen habe. Alle paar Monate habe ich dann den "Alive"-Modus des CM2010 benutzt, der mehr oder weniger dem "Recycle"-Modus des Ansmann entspricht. Nach den jetzt 6 Jahren Nutzungsdauer bei im Schnitt 5 Ladezyklen pro Jahr liegen viele Akkus bei nur noch 50% der anfänglichen Kapazität, naja... Ich vermute halt, wenn ich doch jedesmal vor dem laden entladen hätte könnten die Akkus in einem besseren Zustand sein. Aber dafür habe ich keinen Beweis.

Das man nur Akkus mit gleicher Kapaztität in einem Verbraucher wegen der Tiefentladung benutzten sollte ist schon klar. Das ist aber keine Erklärung dafür, warum Mössinger nur das nachladen und nicht das entladen-nachladen empfhielt!?

Auf jeden Fall will ich es mit meinen neuen LSD-Akkus diesmal richtig machen mit der Vorgabe, dass sie mindestens 5 Jahre halten sollen bevor die Kapazität unter 2/3 fällt, bei ca. 5 Ladezyklen pro Jahr. Mit der Ladedauer habe ich dabei keine Probleme, wenn es einen Tag dauern soll ist das noch im Rahmen. Immerhin kann ich mit meinen neuen CM2020 10 Stück Akkus aller Grössen ja gleichzeitig laden.

Sollte ich dann die Akkus mit einer geringen Ladung von 0,1 bis 0,2 C laden und vor dem Ladevorgang entladen? Und ist es wegen der gewünschten Haltbarkeit der Akkus wirklich empfehlenswert, die Akkus mit so einen "Recycle"-Programm regelmässig, z.B. 4x pro Jahr zu stressen?

Viele Grüsse
Stefan
 

ChaoZ

Flashaholic*
4 Juli 2011
406
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Sollte ich dann die Akkus mit einer geringen Ladung von 0,1 bis 0,2 C laden und vor dem Ladevorgang entladen? Und ist es wegen der gewünschten Haltbarkeit der Akkus wirklich empfehlenswert, die Akkus mit so einen "Recycle"-Programm regelmässig, z.B. 4x pro Jahr zu stressen?

meine empfehlung:
erst mit 0,2C entladen, dann mit 0,5C laden.
recycle oder ähnliches nur, wenn man einen kapazitätsverlust feststellt.
 
29 Juni 2011
25
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Hallo Stefan!

Wenn Mössinger davon ausgeht, dass die Akkus eh nur 2-3 Jahre genutzt werden sollen, könnten seine Empfehlungen sicher zutreffen.

Das würde ich dem Herrn Mössinger gar nicht unterstellen wollen. Ich denke eher, dass er sich schon als "Aufklärer" in Sachen LSD-NiMH sieht und versucht praktische Tipps zu geben, die auf ein langes Akkuleben abzielen. Die Frage ist doch: Was ist (realistischerweise) ein LANGES Akkuleben? Im übrigen ist die Mössinger-Seite auch nicht die einzige verwertbare Informationsquelle. Ich habe den Link nur genannt weil er viele Informationen auf einer Seite bündelt und mit dem einen oder anderen Missverständnis versucht aufzuräumen. (Das grottige Seitenlayout und die ständigen Wiederholungen lassen wir mal außen vor... :) )

Wenn ich dich richtig verstanden habe kann man also sagen, dass die Aussage von einigen Leuten hier, dass ein geringer Ladestrom von bis zu 0,1 C für den Akku schädlich ist, ihn "träge" macht oder gar "quält", falsch ist und genau das Gegenteil zutrifft??

Genau so sehe ich das. Wenn ein anderer Ladestrom als 0.1C eine höhere Zyklenzahl ergeben würde, dann würde dieser als Basis für die Bemessung der Zyklenzahl von den Herstellern herangezogen werden. Ganz sicher. Vielleicht kann sich der entsprechende Forenkollege noch einmal dazu äußern. Man kann ja nur dazulernen. Ob jetzt IN DER PRAXIS ein Ladestrom in Höhe von 0.08C besser oder schlechter ist als ein Ladestrom in Höhe von 0.12C, ist doch - offen gesagt - irrelevant. Dass aber ein Ladestrom in Höhe von 0.5C schädlicher für die Lebensdauer der Akkus ist als ein Ladestrom in Höhe von 0.1C ist für mich persönlich eindeutig klar.

Meine alten 0815 NiMh-Akkus habe ich in meinem CM2010 immer (gedacht) schonend mit 0,2 bis 0,3 C geladen, wobei ich aufgrund des angeblich nicht vorhandenen MemoryEffekts immer nur nachgeladen habe. Alle paar Monate habe ich dann den "Alive"-Modus des CM2010 benutzt, der mehr oder weniger dem "Recycle"-Modus des Ansmann entspricht. Nach den jetzt 6 Jahren Nutzungsdauer bei im Schnitt 5 Ladezyklen pro Jahr liegen viele Akkus bei nur noch 50% der anfänglichen Kapazität, naja... Ich vermute halt, wenn ich doch jedesmal vor dem laden entladen hätte könnten die Akkus in einem besseren Zustand sein. Aber dafür habe ich keinen Beweis.

Der AV4m ist von MEC. (Missverständnis?)
Bei den von dir genannten Akkus handelt es sich nicht um Eneloops, richtig?


(Sorry, sitze gerade im Betrieb. Den Rest schreibe ich heute nachmittag.)
 

ChaoZ

Flashaholic*
4 Juli 2011
406
102
43
zu dem "träge" hätt ich noch was....

im modellbau werden nimh-akkus direkt vor der fahrt mit hohem strom geladen und kommen dann noch warm in das auto...dadurch haben sie spürbar mehr "druck" (kann ich bestätigen).
erklären kann ich gerade leider nicht.
 

Eisbaer

Flashaholic*
1 Februar 2011
528
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43
Altbayern
Erst mal zwei Links:

http://www.taschenlampen-forum.de/nimh-nicd/4884-warenkunde-nimh.html
http://www.taschenlampen-forum.de/nimh-nicd/2610-eneloop-welches-ladegeraet.html

Der erste ist Eigenwerbung (sorry for that), könnte aber hilfreich für alle sein, die eine Ready-2-Use-NiMH-Anleitung suchen. Zumindest war der Beitrag so gedacht. Viele Dinge sind hier mittlerweile aber schon wesentlich ausführlicher behandelt worden. Der zweite Link behandelt Lader, hat aber darüberhinaus viele interessante Infos zu Akkus selbst zu bieten. Ansonsten:

Memory-Effekt:

NiMH-Akkus haben keinen Memory-Effekt im klassischen Sinne. Sie leiden aber unter dem sog. Trägheitseffekt. Dieser tritt auf, wenn der Akku zu langsam geladen wird (kleiner 0.1C). Er verliert dadurch nach und nach an Leistung (ich hatte weiter oben fälschlicherweise Kapazität geschreiben), weil die Spannung, die er abgeben kann, kleiner wird. Dieser Effekt ist aber reversibel, man kann ihn durch Recycle- oder Formierungsprogramme (wie oben beschrieben) aufheben. Da sich dieser Effekt nur in kleinen Schritten aufbaut, muss man nicht bei jedem Zyklus formieren oder recyclen.

Desweiteren altern NiMHs, die man sonst gut behandelt, primär durch vollständige Zyklen. Daher sollte man diese vermeiden und das bedeutet: Nicht vollständig entladen, sondern vorher nachladen, z.B. bei 25% Restkapazität (wobei man die Restkapazität bei NiMHs ex ante leider nicht zuverlässig messen kann).

Niedriger Ladestrom:

Der Charme an einer Aufladung mit 0.1C liegt darin, dass der Akku erst mal nicht überladen werden kann. Wenn er voll ist, aber dennoch weiter 0.1C appliziert wird, verdaut er die Überladung auf chemischem Wege. Man schaltet zeitgesteuert nach 16 Stundeb ab und bekommt den Akku auf diese Weise in einem Zug wirklich voll (max. Effektivität). Da der Akku bei niedrigen Strömen aber nicht alles in Ladung umsetzt, ist diese Methode nicht sehr effizient. Und sie dauert lange. Vor- und Nachteile also, wie bei jeder Ladestrategie.

Ein Ladestrom über 0.1C aber kleiner 0.3C ist sehr riskant wegen der Ladeendabschaltung. Wie schon geschrieben, funktioniert eine spannungsbezogene Abschaltung unter 0.3C nicht immer zuverlässig, über 0.1C kann der Akku aber schon überladen werden. Und Überladung ist mit das schädlichste, was man einem NiMH-Akku antun kann. Er reagiert darauf sofort mit einer verringerten Lebensdauer.

Fazit (in Anlehnung an die Warenkunde):

Eine Ladestrategie für NiMH-Akkus könnte nun wie folgt aussehen: Häufig genutzte Akkus lädt man bei einer Zellenspannung von 1,1V bei 0.5C nach und frischt sie alle 20 bis 30 Ladevorgänge auf. Selten genutzte Akkus lädt man alle ein bis zwei Monate auch bei höherer Restkapazität ebenfalls bei 0.5C nach und frischt sie einmal im Jahr auf.

Viele Grüsse
Eisbaer
 
29 Juni 2011
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Eisbaer, erstmal vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen. Das meiste davon trage ich mit, manches verursacht mir (leichte) Schmerzen, wie z.B. der unnötig hohe Ladestrom 0.5C (Ja, die Abschaltproblematik bei "unzureichender" Ladetechnik...), aber man muss ja auch nicht immer in allen Punkten einig sein. Vielleicht ist manches auch einfach Ansichts- oder Geschmackssache. Wäre ja sonst auch langweilig... ;)

ChaoZ, richtig, einige RC-Leute erhitzen ihre Akkus ganz bewusst um durch den sinkenden Innenwiderstand einen höheren Strom und eine höhere Spannung aus den Akkupacks heraus zu kitzeln. Sowas gibt's tatsächlich. Für unserer Anwendungsfälle würde ich von solchen Praktiken absehen. Macht bei geregelten Lampen auch wenig Sinn. Trotzdem Danke für den Hinweis.

Naja, dann schauen wir mal ob Stefan noch Fragen hat...
 
1 Juli 2011
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Hallo,

ich danke auch erstmal für eure umfangreichen Antworten. Ja, die Mössinger-Seite ist wirklich sehr anstrengend zu lesen, bringt aber trotzdem die wesentlichen Dinge rüber. Nunja, die waren mir grösstenteils auch schon davor bekannt, leider stehe ich jetzt wieder da wo ich am Anfang war ;).

Insbesondere was der Ladestrom angeht gibt es hier ja mehrere Meinungen selbst unter Ausklammerung des Ladezeitfaktiors... Interessant finde ich den Hinweis vom Eisbaer, dass die Akkus bei sehr kleinem Ladestrom < 0,1 C "träge" werden, also an Leistung verlieren sollen. Hast du dafür irgendeinen Beleg oder sind das deine Erfahrungswerte? Auch dafür, dass NiMh-Akkus primär durch vollständige Zyklen altern, also dass es besser wäre die Akkus vor dem laden nicht zu entladen? Irgendwie will sich das nicht mit den von mir gemachten Erfahrungen decken ;).

Nunja, ich werde dann wohl bei meinen neuen Akkus mehr oder weniger so vorgehen wie bei meinen alten: Ladestrom 0,2 bis 0,3 C, mein CM2010 scheint bei diesem Ladestrom keine Problem mit einer zu späten Abschaltung zu haben, ich hatte die Daten bereits mehrmals über die serielle Schnittstelle ausgewertet und keine Hinweise darauf gefunden. Werde vielleicht 2 mal im Jahr ein "Recycle"-Programm durchführen. Ob ich die Akkus wie gehabt direkt laden werde was ja auch "Eisbaer" empfohlen hat weiss ich noch nicht. Meine eigenen Erfahrungen sprechen wie schon gesagt für entladen und dann laden...

Meine neuen Tronic Lidloops sind gerade angekommen, bin schon gespannt ob sie nach über einem Jahr Lagerzeit genau wie die von mir bereits getesteten Lidloop Babys 85% der Kapazität behalten haben.

Was würdet ihr empfehlen? Soll ich bei diesen bereits relativ lang gelagerten LSD-Akkus erstmal ein paar Zyklen laden-entladen oder die Akkus nach einem Test-Zyklus direkt in die Verbraucher einsetzen?

Viele Grüsse,
Stefan
 

ChaoZ

Flashaholic*
4 Juli 2011
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Was würdet ihr empfehlen? Soll ich bei diesen bereits relativ lang gelagerten LSD-Akkus erstmal ein paar Zyklen laden-entladen oder die Akkus nach einem Test-Zyklus direkt in die Verbraucher einsetzen?

ich würde sie erstmal mit 0,1C entladen und laden

Polaris schrieb:
manches verursacht mir (leichte) Schmerzen, wie z.B. der unnötig hohe Ladestrom 0.5C
leider konnte ich keine fundierten infos finden, welcher ladestrom der beste für den akku ist...daher halte ich 0,5C oder weniger für unkritisch, da dabei der akku nicht warm wird (instinkt-verhalten ohne es technisch erklären zu können)
 
29 Juni 2011
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Hallo Stefan!

Was würdet ihr empfehlen? Soll ich bei diesen bereits relativ lang gelagerten LSD-Akkus erstmal ein paar Zyklen laden-entladen oder die Akkus nach einem Test-Zyklus direkt in die Verbraucher einsetzen?

Ich schildere mal meine ganz persönliche Vorgehensweise (die ich nicht unbedingt als Empfehlung für die Allgemeinheit betrachte):

Egal, ob ganz neue Akkus oder welche die schön länger gelegen haben... rein in meinen AV4m und laden lassen bis Ende. Damit habe ich erstmal einen definierten Anfangszustand, nämlich: Akku voll. Dann würde ich die Akkus entladen, was ja gleichzeitig bei meinem Lader zu einer Kapazitätsmessung führt. Spaßeshalber würde ich die Werte notieren. Damit habe ich schon mal einen ersten Hinweis auf den Zustand der Akkus (Vergleich gemessene Kapazität zur Nominalkapazität). Dann würde ich - und das ist eigentlich der entscheidende Schritt - den Recycle-Modus anwerfen. Danach die gemessene Entladekapazität mit den bereits notierten Werten abgleichen, Hier sollte nun ein deutlicher Kapazitätsanstieg zu verzeichnen sein. Wenn nicht, dann ist das ja im negativen Sinne auch aussagekräftig. Akkus erstmal raus und in die Schublade oder rein in den Verbraucher, je nachdem. Wenn ich mir etwas davon verspreche (Gefühlssache), wiederhole ich den Recycle-Prozess innerhalb weniger Tage noch einmal.

Klingt vielleicht komisch und saukompliziert, ist es aber nicht. Lediglich die Beschreibung dessen ist kompliziert. In der Praxis läuft das alles von selbst. Dennoch muss man diese "Pedanterie" nicht prickelnd finden... jeder wie er halt mag. ;)
 
  • Danke
Reaktionen: ChaoZ
1 Juli 2011
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Hallo Kai,

nö, kompliziert klingt dein Vorschlag eigentlich nicht, er hat nur für mich einen entscheidenden Nachteil: Da die LSD-Akkus ja schon über ein Jahr gelegen haben bin ich sehr interessiert, wieviel Ladung sie in dieser langen Zeit verloren haben, ob sie also der LSD-Anforderung genügen. Diesen Test kann ich nur einmal machen, wenn ich aber die Akkus gleich laden würde hätte ich diese wertvolle Information für immer verloren.

Danach werde ich die Akkus wahrscheinlich wie von dir vorgeschlagen ein paar Ladezyklen unterziehen um die Maximalkapazität festzustellen und dann geht's ab in die Verbraucher oder auf die lange Bank ;)

Grüssle,
Stefan
 
20 März 2011
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Hallo,
Habe mir die Infos auf zu den Akkus von Eisbaer durchgelesen. Wirklich gelungen. Danke.

Heute waren meine ersten 2 Eneloops leer (im Garmin Oregon 450 GPS). Habe sie im CM2010 erst Entladen und habe festgestellt das sie wirklich vom GPS Gerät komplett entladen waren (1,0 -1,1V). Der CM2010 entläd die Akkus aber trotzdem noch bis zum erreichen von 0,9V. Das wahren noch ca. 10mAh.
Ist das nicht eine zu tiefe Entladung? Sollte das Ladegerät nicht bei 1,0V aufhören?

Naja auf jeden Fall ist er gerade am aufladen mit 600mA. Mann oh Mann hatte die Lautstärke des CM garnicht so Laut in Erinnerung. ;)

Ich überlege nun doch ob ich mir ein leiseres Ladegerät gönne. Nur schwanke ich zwichen dem av4m und dem MH-C9000. Bei dem c9000 kann ich den Ladestrom wirklich frei wählen was doch eigentlich besser währe.

MfG
Stefan
 
1 Juli 2011
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jo, der CM2010 ist wirklich recht laut. Wobei mir das lieber ist als wenn die Wärme vom Netzteil an die Akkus weitergegeben wird wie bei den meisten leisen oder lautlosen Ladegeräten. Das tut zwar den Nerven gut schadet aber den Akkus. Mein Ladegerät steht im Abstellraum und kann dort ruhig vor sich hinlüften ;)

Der CM2010 hört in der Tat bei ca. 0,9 Volt auf zu entladen, das ist aber kein tiefentladen. Je nach Ladegerät variiert der Endwert zwischen 0,9 und 1 Volt, also alles im grünen Bereich.

Beim CM2010 kann man aber doch die Stromstärke im manuellen Modus in 6 Stufen gut einstellen!? Wüsste nicht zu sagen, was mir bei diesem Ladegerät fehlt, ausser das man damit keine 9 Volt Akkus laden kann...
 
20 März 2011
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Also ich bin ja jetzt auch zufrieden seit ich weiss das man anhand der Kapazitätsangabe die Ladestärke beeinflussen kann. Nur die Lautstärke ist echt nervig. Vielleicht versuche ich mal andere Lüfter einzubauen.

MfG
Stefan
 
1 Juli 2011
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Hier gibt's eine Umbauanleitung für die CM2010-Lüfter:
Ich suche Infos zum "Conrad Charge Manager 2010" - Lüfterproblem - DSLR-Forum

Der wohl einfachste Weg ist der Wechsel der beiden Lüfter:
DSLR-Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Ich suche Infos zum "Conrad Charge Manager 2010" - Lüfterproblem

Realisiert wird das über den Super Silent Lüfter Scythe Mini-Kaze:
Scythe Mini Kaze Gehäuselüfter: Amazon.de: Computer & Zubehör

Den Lüfter gibt's auch anderswo für 4 Euro, man braucht allerdings zwei davon.
 
Trustfire Taschenlampen