Brechende Neodym-Magnete

Dieses Thema im Forum "Sonstiges Zubehör" wurde erstellt von kirschm, 29. Mai 2019.

  1. mir ist aufgefallen, dass bei mir einige Neodym-Magnete brechen, wenn sie ganz locker gegen ein Stück Metall gepappt werden. Das waren bisher allerdings auch recht grazile Magnete, z.b. rund 22 mm x 1 mm oder mehrere quaderförmige Magnete. ist das generell eine normale Eigenschaft, die man hinnehmen muss oder gibt es hier ein qualitätsproblem, dass manche Neodym-Magnete besser und manche schlechter sind?
     
  2. Ja, aufgrund der speziellen magnetischen Eigenschaften der Nd2Fe14B-Legierung, aus der solche Magnete hergestellt werden, müssen diese aus Pulver gesintert werden. Dadurch werden sie extrem hart, aber leider auch sehr, sehr spröde, nicht viel anders als Glas.
     
    oOFOXOo und kirschm haben sich hierfür bedankt.
  3. Gibt es denn eine Magnet Alternative, die vielleicht nicht so stark magnetisch ist, aber auch nicht so leicht bricht?
     
  4. Acebeam
    das hängt wohl mit dem Verhaltnis zwischen Durchmesser und Zylinderhöhe zusammen

    da gifts wohl einen kritischen quotientenbereich
     
  5. das sicherlich in jedem Falle. Bei 15 mm x 5 mm Magneten hatte ich noch nie ein Problem.
     
    placebo hat sich hierfür bedankt.
  6. Nun ja, es gibt Samarium-Cobalt-Magnete, die andere magnetische Eigenschaften aufweisen, aber ebenfalls pulvermetallurgisch hergestellt werden und daher ähnliche mechanische Belastungsgrenzen haben.

    Ganz vereinfacht kann man sagen, dass alle Permanentmagnete, die sehr lange ihre magnetischen Eigenschaften beibehalten sollen (sich also nicht leicht entmagnetisieren lassen), heute pulvermetallurgisch produziert werden und damit mechanisch nur eingeschränkt belastbar sind.

    Früher verwendete man verschiedene Stähle für Permanentmagnete, aber diese ließen sich sehr leicht wieder entmagnetisieren. Daher wurden Sie schnell abgelöst durch bessere Materialien, die aber mechanisch anfälliger waren.
    Es stand immer eine Verbesserung der magnetischen Eigenschaften im Fokus. Die mechanische Belastbarkeit spielte offenbar keine große Rolle.
    Einzig Bismanol würde deine Ansprüche wohl erfüllen, wird aber seit Jahrzehnten nicht mehr verwendet.
     
    #6 steidlmick, 29. Mai 2019
    Zuletzt bearbeitet: 29. Mai 2019
    wobba und kirschm haben sich hierfür bedankt.
  7. okay, danke für die Antworten. Das heißt für mich, dass ich grazile Magnete meiden sollte und eher Magnete mit kompakten Höhen Tiefen breiten Verhältnissen wählen sollte. Die scheinen nämlich stabiler zu sein. Ist ja auch bei ziegelsteinen und schieferplatten so.
    Plus... Den Magneten nicht aufploppen lassen, sondern sanft aufsetzen.
     
  8. Wegen der mechanischen Anfälligkeit werden dünne Neodym-Magnete manchmal mit einer Gummi- oder Epoxid- oder PU-Beschichtung angeboten.
    Die Beschichtung dämpft Stoßbelastungen etwas, vielleicht wäre das eine Alternative für dich? Eventuell müsste man selbst die Magnete beschichten, z.B. mit Plasti Dip oder so etwas in der Art.
     
  9. der besagte 22 mm x 1 mm rundmagnet war bereits ein 3M selbstklebender Magnet, er hatte also schon eine Beschichtung. Trotzdem bröckelt er jetzt mit dem klebepad an der Tailcap.
    wie gesagt, ich weiß jetzt bescheid und muss halt etwas mehr in der Handhabung aufpassen.
     
  10. Ich habe mir 50 runde Magnete bestellt, billig aus China. Schon bei der Ankunft waren einige "zerbrochen", beim Hantieren sind die, die noch ganz waren, auch zerbrochen.
    Irgendwann habe ich mir dann beim Amazon 20x Neodym-Magneten bestellt (gleiche Grösse) allerdings waren die deutlich teuerer als die aus China. Bis heute ist mir kein einziger davon zerbrochen oder zerbröselt.

    Was ich damit sagen möchte, vielleicht gibt es die Neodym-Magneten in verschiedenen Qualitäten. Die einen brechen und die anderen sind stabiler und halten mehr aus!?
     
  11. Es gibt sicher Qualitätsunterschiede, aber grundsätzlich sind alle modernen Magnete, die pulvermetallurgisch hergestellt wurden, spröde und vergleichsweise empfindlich in Bezug auf mechanische Belastungen.

    Man sollte einfach vermeiden sie gegen Metallflächen "schnippsen" zu lassen, das vertragen sie alle nicht so gut.
     
    light-wolff hat sich hierfür bedankt.
  12. Eigentlich hat steidlmick schon alles gesagt. Die Dinger sind sehr spröde.

    Meine "Spielzeuge" gebe ich nie aus der Hand. Magnete über 1cm³ Volumen sind sonst sofort kaputt, trotz Ermahnungen "pass bloß auf, auf keinen Fall zusammenschnappen lassen". Das dauert keine 10 Sekunden, es macht "klack" und mindestens eine Ecke ist abgesplittert.

    Genau - "kompakte" Form und vorsichtige Handhabung.

    ... das klingt schon sehr zerbrechlich, sofern nicht auf einem stabilen Träger aufgeklebt.
     
  13. Dass starke Magnete grundsätzlich spröde sind, ist richtig und unvermeidlich. Ich vermute aber das die Qualitätsunterschiede, je nach Hersteller riesig ausfallen.

    Bisher ist mir noch kein einziger Magnet aus diesem Hause kaputt gegangen.
    ... obwohl ich die Magnete nicht in Watte packe!

    Gruß
    Dirk
     
    kirschm hat sich hierfür bedankt.
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