Batterie gefährlich wie Li-Io-Akku? Was passiert, wenn normale AA geladen wird...

Dieses Thema im Forum "Stromversorgung" wurde erstellt von amaretto, 28. Januar 2019.

  1. Bluzie, Unheard und casi290665 haben sich hierfür bedankt.
  2. Folomov
    Tja... Da würde ich als Hersteller mal das Design meines Produktes überdenken... Menschen machen nunmal Fehler - die Technik kann helfen, solche Fehler (oder ihre Auswirkungen) zu verhindern.
     
  3. Die Presse mal wieder. :rolleyes:
    Überschrift: "Es gab zwölf Verletzte."
    Text: "Zwölf Personen seien vor Ort untersucht worden, fünf von ihnen mit einem Knalltrauma und eine Person davon mit Schnittverletzungen am Arm in ein Krankenhaus gebracht worden."
    Also großzügig gerechnet 6 "Verletzte".

    +1 !
     
  4. Acebeam
    Das sind statistische Verletzungen.

    Ich hatte mal vor einigen Jahren nach einem Autounfall einen blauen Fleck. Da ich aber zur Beobachtung über Nacht im Krankenhaus bleiben sollte, war ich damit offiziell schwer verletzt - obwohl es nur ein blauer Fleck war.
     
  5. Ich bin total froh, dass kein Lithium-Akku explodiert ist. Sonst hätten wir jetzt wieder diese Diskussionen, bei denen Gehirnzellen absterben können. :pinch:
     
  6. Kein Problem , du hast völlig Recht.

    Ich bin manchmal etwas genervt von immer wiederkehrenden "Unterhaltungen", in denen Allgemeinplätze wie "jaja, das ist total gefährlich" mit selbstgebauten Verhaltenstips abwechseln.
    Gelegentlich fällt mir einfach Weghören schwer. Sogar wenn es noch gar nicht gesagt wurde. ;)
    Ist halt Montag.
     
    #6 Tee, 28. Januar 2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. März 2019
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Gibt es denn eine Möglichkeit wiederaufladbare von primär Batterien zu unterscheiden.
     
  8. Nicht auf allen Batterien steht "Do not recharge" drauf. Also muss man es an der Bezeichnung erkennen:
    - Wenn AAA, AA, C, D, CR123A oder Alkaline draufsteht sind es Batterien.
    - Wenn 10440, 14500, 26500, 32500, 16340 oder Li-Ion draufsteht sind es (Lithium-Ionen-)Akkus.

    Auf den NiMH-Akkus wie Eneloop steht meist was von "rechargeable/wiederaufladbar" drauf.
    Auf 1,5V-Lithium-Batterien von Varta oder Energizer steht extra "Do not recharge/nicht wiederaufladen".
     
  9. Ähhhh, Etikettaufdruck lesen? :p

    Gruß Micha
     
  10. Meinst du damit eine technische Methode oder rein optisch?

    Ein zuverlässiges Verfahren, dass beim Einlegen der Zelle(n) in's Ladegerät technisch erkennt, ob eine Alkaline- oder eine NiMH-Zelle eingelegt wurde, ist mir aktuell nicht bekannt.

    Optisch kann man es an der Bauweise der Zelle erkennen.
    Eine Alkaline-Primärzelle wird unten am Minuspol mit einem Deckblech geschlossen, der Stahlbecher ist also unten offen, dort wird der Minuspol herausgeführt und dann wird dort der Blechdeckel aufgeschweißt.
    Dort ist bei einer Alkaline-Primärzelle eine schmale Kunststoff-Dichtung zu erkennen, die einerseits den Stahlbecher abdichtet und gleichzeitig den (positiven) Stahlbecher vom Minuspol-Blechdeckel elektrisch isoliert.
    Der Pluspol geht hingegen nahtlos in den Stahlbecher über, sie sind ein Teil, der Stahlbecher ist also auch positiver Pol.

    Bei NiMH- und Lithium-Zellen ist das umgekehrt. Diese Zellen haben einen Stahlbecher, der oben offen ist. Daher gehen hier der Boden (Minuspol) und der Stahlbecher nahtlos ineinander über, sie sind ein Teil, der Stahlbecher ist auch negativer Pol.
    Der Pluspol wird hier nachträglich aufgesetzt.
    Bei NiMH- und Lithium-Zellen ist daher oben am Pluspol die Dichtung/Isolierscheibe zu sehen. Manchmal wird der Pluspol außen herum aber mit einer zusätzlichen Isolierscheibe abgedeckt, so dass man die Dichtung nicht sehen kann.
     
    Thomas W, nightcrawler und Dagor haben sich hierfür bedankt.
  11. Aufladbare haben meistens einen weiter herausstehenden Pluspol. Ich habe da schon mechanische "Lockouts" gesehen.

    Am Spannungsverlauf beim Laden könnte man es auch erkennen ist aber aufwändiger zu implementieren und auch fehleranfällig.
     
    nightcrawler hat sich hierfür bedankt.
  12. @steidlmick
    Ja ersteres, ob es für ein Gerät möglich ist zwischen primär und wiederaufladbarer Batterie zu unterscheiden ehe es den Ladevorgang beginnt?" (also Unterscheidung von Nimh oder Alkali, LiFeSO4)
    Als Sicherheitsvorkehrung hätte ich zwei Gedanken:
    1. Ab einen Innenwiderstand von ca 100 mOhm eine Störung anzuzeigen, die erst von dem Bediener bestätigt werden muss, um den Ladevorgang zu starten.
    2. Keine Ladung über ca 1,1V Leerlaufspannung zu ermöglichen.
     
  13. Man könnte jetzt über den Zahlenwert diskutieren, aber das ist müßig...

    Das könnte man natürlich so realisieren, aber das führt dann schnell mal zu einem psychologischen Problem, dass man auch aus dem Computerbereich kennt, der so genannten "Warning Fatigue", einer Abstumpfung des Anwenders gegenüber Warn-/Fehlermeldungen.

    Wenn Warnungen zu oft/zu prominent ausgegeben werden, dann werden sie oft achtlos weggeklickt/bestätigt, ohne den Inhalt noch wahrzunehmen. Das kennen bestimmt viele Leute aus dem eigenen Bekanntenkreis/der Verwandtschaft.

    Wenn man also alte Akkus laden möchte, dann würde immer eine entsprechende Meldung bestätigt werden müssen. Das kann schnell zum Automatismus werden und dann nützt es nichts mehr.

    Man darf ja nicht vergessen, dass die weitaus meisten Verwender von Akkus nicht die geringste Ahnung davon haben und so etwas daher absolut idiotensicher umgesetzt werden müsste.
    Das halte ich nicht für praktikabel, da viele Geräte im Haushalt NiMH-Akkus auch mal auf 1.0 V oder gar in Einzelfällen auf 0.9 V entladen.
    Ich habe selbst z.B. eine Funk-Maus, die ziemlich genau bei 1.0 V aussetzt und wo es vorher keine Warnung oder so gibt.

    Die üblichen Spannungsniveaus von NiMH- und Alkaline-Zellen liegen einfach zu nahe beieinander, als man bloß darüber so etwas vollkommen zuverlässig realisieren könnte.
    Die Differenz zu Lithium-Akkus ist groß genug und so unterscheiden ja auch Kombi-Ladegeräte die Akkus recht zuverlässig.
     
    #13 steidlmick, 29. Januar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 29. Januar 2019
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