Alkaline Zellen wieder auffrischen?

Dieses Thema im Forum "Primärzellen (Batterien)" wurde erstellt von eisderbaer, 4. Januar 2019.

  1. Hallo,

    schaut euch einfach mal dieses Video an ->



    und tut eure Meinung kund.
     
    #1 eisderbaer, 4. Januar 2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. Januar 2019
  2. Folomov
    Oha, Jugend forscht. :rofl:
    Der Beitrag vom Computer Club kommt wohl ein paar Jährchen zu spät.
    Alkali-Primärzellen mit pulsierender Gleichspannung mehrfach aufgefrischt haben wir bereits vor über 30 Jahren. Das war schon damals nix neues. Nur das dafür nötige Equipment musste man sich halt selber zusammen rödeln.

    Ja damals hat es ja noch für Langzeitanwendungen Sinn gemacht, an alternativen Akkus gab es ja nur NiCd mit enormer Selbstentladungsrate.
    Heute, wo es NiMh-LSD-Akkus wie Eneloop gibt, ist das Regenerieren von Primärzellen ein wenig überholt und auf Grund der Auslaufgefahr von Alkalizellen meiner Meinung nach geradezu sträflich leichtsinnig.

    Mir kommt jedenfalls keine Alkali-Zelle mehr in irgendein Gerät, schon gar nicht bei Langzeitanwendungen.
    Habe mir in der Vergangenheit schon genug Geräte mit ausgelaufenen Alkalis geschrottet bzw. Arbeit mit der Reinigung von korrodierten Federkontakten und Leiterplatten gemacht.

    Seit ich einen Auslauf-Fall in der ungeöffneten original Kaufverpackung noch vor Ablauf des Best-before-Datums hatte, sind Alkalis generell bei mir jetzt gestrichen.
    Entweder Eneloop/Eneloop Lite oder Energizer Lithium.
    Die primäre Energizer nur bei Geräten, die einen hohen Spannungswert fordern und daher mit NiMh nicht richtig wollen oder aber im Außeneinsatz bei Funksensoren von Wetterstationen.

    Alles andere deckt bei AA/AAA Eneloop ab.

    Gruß Micha
     
    #2 Lichtmichl, 4. Januar 2019
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2019
    Flummi hat sich hierfür bedankt.
  3. Und seit 25 Jahren gibt es wiederaufladbare alkalische in Deutschland auch "professionell" zu kaufen. ;) (Sogenannte RAM-Zellen Rechargeable Alkaline Manganese).

    https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/D400/AccuCell_Datenblatt.pdf

    Bzw. gab. So wie es aussieht, wurden die Alkalischen AccuCells vor kurzem vom Markt genommen.

    von Union Carbide und Mallory gab es solche Akkus schon in den 70er Jahren.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Rechargeable_alkaline_battery

    Welcher Hersteller war das denn? Mir sind in den letzten 15 Jahren keine Alkalischen ausgelaufen - ich kaufe jedoch immer nur aus sicherer Herkunft (also nicht bei amazon und ebay) und die Industriezellen wie im Video erwähnt (früher meist Duracell Procell).

    Letztes Wochenende hatte ich erst wieder ein Gerät, bei dem ich mich beim Einschalten wunderte, wieso es nicht mehr ging (lag ein Jahr in der Schublade). Drinnen befand sich der Auslaufklassiker, ein Procell 9V-Block. Gerät aufgemacht - auf der Batterie stand "Best before 2015". Ausgelaufen war nichts. Gut, auf Holz klopfen hilft. :D
     
    #3 schopi68, 4. Januar 2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. Januar 2019
    light-wolff hat sich hierfür bedankt.
  4. Acebeam
    Irgend so ein Noname aus dem Discounter. Schlechte Erfahrungen mit ausgelaufenen Zellen hatte ich aber auch bei namhaften Herstellern, u.a. Duracell und Varta.
    Wie gesagt, ich meide Alkaline und werde heutzutage den Teufel tun, die Dinger noch nachzuladen. Dichte Alternativen gibt es ja. ;)

    Gruß Micha
     
    lampi123 hat sich hierfür bedankt.
  5. @schopi68
    Was sind denn sichere Bezugsquellen?
     
  6. Herr Rudolph hat ja auch Ahnung und daher die Einschränkungen schon erkannt und deutlich gesagt: es geht nicht oft, die Kapazität nimmt schnell ab und der Innenwiderstand zu. Nur für Low-drain-Anwendungen geeignet. Mit manchen Fabrikaten geht's besser, mit anderen schlechter.
    Das ist eine feine Sache für Leute, die sich mit der Materie auseinandersetzen wollen, sind aber für den Massenmarkt zu viele Unwägbarkeiten. Vielleicht hat sich diese Technik deshalb nie durchgesetzt.
     
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Läden, die Ware in großer Menge abnehmen/verkaufen erachte ich als einigermaßen sicher. So z.B. die großen Batteriepacks die es im Hornbach an der Kasse gibt. Damit hatte ich noch nie Probleme und sie sind kostengünstig.

    Ob eine Herkunft wirklich gut/sicher ist, kann man selten sagen. Eher kann man sagen, wo es nicht sicher ist.

    Bei Amazon genügt es die Rezensionen zu lesen, meist werden die Batterien von irgendwelchen Marketplace-Händlern vertrieben, entsprechend viele schlechte Bewertungen gibt es dort. Man weiß nie, wie lange dort das Zeug auf Lager war und woher die das hatten. Da habe ich auch schon angebliche Original Varta Knopfzellen in einer großen Tüte bekommen.
    Bei den direkt von Amazon vertriebenen Zellen weiß man nie, welcher Marketplace-Händler das Regal mitbenutzt und dort seine möglicherweise gefälschte Ware unter die Originalware gemischt hat.

    Die Bucht ist ähnlich zu betrachten.
     
    light-wolff und wobba haben sich hierfür bedankt.
  8. Meine jahrzehntelange Erfahrung mit Alkaline-Batterien:

    Jede Alkaline-Batterie läuft irgendwann es, egal ob Marke oder No-Name, vom Discounter oder von einer sicheren Bezugsquelle (Bank?)
     
    gsus hat sich hierfür bedankt.
  9. Vor ein paar Jahrzehnten sind mir alkalische Batterien noch oft ausgelaufen. Das hat sich inzwischen aber imho deutlich verbessert (zumal man heutzutage ja in viel mehr Geräten diese Batterien einsetzt und diese dort oftmals viel länger als früher verbleiben ehe sie leer sind).
     
  10. Wenn du bei deinen "auslaufsicheren" dir mal angewöhnst das Label abzuziehen dann wirst du sehn, wie oft die schon minimal auslaufen und nur das Gehäuse anfressen
    optisch sieht die mit Label drauf total in Orndung aus

    Worst Case, dass der Großteils des Elektrolyths ausgelaufen ist und alles zerfrisst ist seltener, das sieht jeder sofort

    Konstruktionsbedingt können Rundzellen gar nicht auslaufsicher sein
     
  11. Nun das Problem ist die "aufgefrischten" Zellen laufen irgendwann aus, und am Ende hat man die Scheisse in unter umständen relativ teuren Geräten, und nichts gespart.

    Anstatt Alkalines aufzufrischen würde ich eher den Umstieg auf NiMH Akkus machen. Habe ich über viele Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht..
     
  12. Bei mir setzte sich in der Vergangenheit Murphy bei der Nutzung von Alkaline-Zellen fest. Sie liefen nie in billigen Geräten wie Sohnemanns Laternenumzug-Lampe (2,5€) aus. Dafür in der Fernbedienung des AV-Receivers (95€), in den elektrischen Heizkörperventilen (3× 40€), in einem Etikettendrucker (115€) und in Funkschaltern (2× 35€).

    Ich habe gelernt und 150€ in Energizer Lithium investiert. Nun ist Ruhe.

    Meine Auslaufkandidaten: Bunt gemischt. Duracell quasi mit Garantie, dass sie auslaufen, GP, Varta... Nur Aldi-Zellen hielten bislang dicht.
     
  13. Duracell, läuft und läuft und läuft und zu letzt läuft aus
     
    benjo und theeyeopener haben sich hierfür bedankt.
  14. Ob eine Alkaline-Zelle ausläuft oder nicht, hat nichts mit der Anzahl der Auffrischungszyklen zu tun, sondern mit der Qualität der Auffrischung. Wenn hier nämlich geschludert wird, dann kann die Berstscheibe am Minuspol leicht mal reißen und dann läuft der Elektrolyt aus...

    Erfahrungsgemäß sind Zellen, die auch so im Alltag gerne mal auslaufen, auch die Kandidaten, die beim Auffrischen schnell mal lecken.
    Umgekehrt können Zellen, die im Alltag als eher zuverlässig und auslaufbeständig ausgefallen sind, die Belastungen beim Auffrischen besser wegstecken und halten eher dicht.

    Unter'm Strich jedoch halte ich diese ganze Auffrischerei für Alkalines für Unsinn, nette Idee, wenig Nutzen...
    Das entspricht ziemlich genau auch meinen (schlechten) Erfahrungen mit Alkaline-Zellen. Duracell waren oft schon beim Auspacken nass, die anderen "Markenprodukte" hielten sich nur etwas besser.
    Auffallend positiv waren bei mir "Panasonic Pro Power" und die billigen Aerocell von Lidl.

    Wenigstens ist bei Alkalines der Elektrolyt KOH-Lösung (Kalilauge) und diese greift die meisten Metalle nicht so stark an, wie es früher beim Elektrolyten von Zink-Kohle-Batterien noch der Fall war (unglückliche Ausnahme ist Aluminium...).
    So kann man betroffene Geräte oft noch reinigen und dann weiterhin verwenden, sofern die Lauge nicht zu lange eingewirkt hat.
     
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