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18650er, Kapazität wird mehr durch mehrmaliges prüfen

24 Februar 2016
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Olight Taschenlampen
Trustfire
Ich hab ne Ladung 18650er bekommen und sortiere die gerade, also Kapazität prüfen, Innenwiderstand, Spannungsabfall usw.

Einmal hab ich die alle durch und die Kapazität geprüft, ich hab Xtar VC8 und VC4S benutzt, beide führen den Vorgang identisch durch.

Nun hab ich die Ladung einmal alle durchgeprüft und wollte die zweite Runde anfangen, also nochmal Kapazität prüfen. Nu haben ALLE der Zellen eine höhere Kapazität erreicht als beim ersten prüfen. Viele hatten beim ersten prüfen lediglich 1400-1600 mAh, die Mehrzahl 1700-1800, beim zweiten prüfen kamen viele schon auf 1900-2000mAh. Sind alles gute Markenzellen, aber eben gebraucht, Panasonic, Samsung, LG und Sony, ich glaub zwei blaue Sharp sind auch dabei.

Zellen sollen ja Kapazität verlieren wenn sie länger unbenutzt liegen. Kann es ein das die Kapazität wieder steigt wenn man sie mehrmals ganz entläd bis knapp 3V so wie das beim Kapazitätstest im Ladegerät passiert? Anders kann ich mir das momentan nicht ganz erklären. Ich mein sooo ungenau ist son Ladegerät ja auch nicht, sind zwar eher Schätzeisen, aber mehrere 100mAh Abweichung kann ich mir nicht vorstellen.
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Viele hatten beim ersten prüfen lediglich 1400-1600 mAh, die Mehrzahl 1700-1800, beim zweiten prüfen kamen viele schon auf 1900-2000mAh.

Zellen sollen ja Kapazität verlieren wenn sie länger unbenutzt liegen. Kann es ein das die Kapazität wieder steigt wenn man sie mehrmals ganz entläd bis knapp 3V so wie das beim Kapazitätstest im Ladegerät passiert?
Nein, die Kapazität steigt nicht, das geht chemisch wie physikalisch nicht.

Aber es ist denkbar, dass die Zellen anfangs einen deutlich höheren Innenwiderstand hatten und daher die Spannung beim Entladen so stark einbrach/beim Laden so stark anstieg, dass dies vom Ladegerät fehlinterpretiert wurde und frühzeitig abgeschaltet wurde.

Je nach Ursachen des höheren Innenwiderstands kann es manchmal passieren, dass dieser sich durch mehrere Lade-Entlade-Zyklen auf seinen "realen" Wert einpendelt und erst danach Kapazitätsbestimmungen halbwegs zuverlässig funktionieren.
Gerade bei alten, überlagerten Zellen kann man das manchmal beobachten.
 
24 Februar 2016
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Acebeam
Achso. Hatte vermutet das durch das laden die chemische Reaktion vielleicht wieder besser abläuft oder so und dadurch wieder volle Restkapazität erreicht wird.

Ich hatte bei den Messungen vom Innenwiderstand anfangs auch riesige Abweichungen und die Werte waren teils unnormal hoch, bei manchen Zellen wurd anfänglich bis zu 230milliohm angezeigt.

Nachdem ich die Zellen dann zweimal auf Lagerspannung entladen und wieder aufgeladen hab stabilisierte sich der Wert viel niedriger. Ich hab den Wert dann beim dritten laden geprüft und dann dreimal während des ladens ab Lagerspannung. Weil der ja je nach Ladezustand auch variiert. Aber nach diesem mehrmaligen entladen/laden blieb der relativ konstant. Die meisten Zellen haben aber schon so 70-90 milliohm. Ein paar Zellen mit 120milliohm sind auch dabei.

Dann werd ich das mal so machen das ich alle Zellen nochmals zwei dreimal auf Lagerspannung entlade und wieder auflade und dann werd ich die Kapazität noch zweimal messen. Mal schauen was bei rumkommt.
 
24 Februar 2016
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Wieviel Abweichung dürften die gebrauchten PARALLELgeschalteten Zellen in einem Akkupack wohl haben?

Wenn ich eine Zelle mit 1500mAh habe und eine mit 2000mAh, dann würde die mit 1500 doch eigentlich auch mit der Zeit die 2000mAh-Zelle leerziehen? Unter last meine ich, da müsste das doch so sein?

Momentan habe ich Zellen die von 1500 bis zu 2500mAh Restkapazität haben. Aus dem Bauch heraus hatte ich so gedacht das ich bei den Parallelgeschalteten so 200mAh Unterschied zulassen würde beim Repacken.
 

steidlmick

Flashaholic**
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
Wieviel Abweichung dürften die gebrauchten PARALLELgeschalteten Zellen in einem Akkupack wohl haben?
Wie @LED schon schrieb, es ist egal, bei Parallelschaltung kommt es nicht auf die Kapazität der Zellen an. Um hohe Ausgleichsströme zu vermeiden, sollte man einen möglichst ähnlich hohen Ladestand/Zellenspannung bei den Zellen haben.

Ob es aber sinnvoll ist, alte Zellen mit unbekannter Vorgeschichte zu verwenden, ist ein anderes Thema...
 
  • Danke
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24 Februar 2016
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Ich hab jetzt QC3 USB-Adapter für Lipos gefunden, mit XT Stecker, geile Sache. Hab schon zwei Sorten USB-Boards probiert, aber von den versprochenen 2,4A liefern die halt doch nur 1A ?(

https://www.ebay.de/itm/283338057359


Zellen entladen, wenn möglich. Dann die Pole abkleben um Kurzschlussgefahr zu vermeiden. Und dann ab in die Entsorgung, das wäre mein Vorschlag.

Ist zwar jetzt OT, aber meiner Meinung nach die beste Lösung.
Wie? Alle 500 entsorgen? Coole Idee :thumbsup:
Die Zellen wegen denen ich gefragt hatte sind nur eine Handvoll von vielen. Es hat sich aber rausgestellt das es an mir lag, ich hatte die Zellen einfach bei zu hohem Ladestand auf Innenwiderstand geprüft. Wie ich dann ja schrieb mach ich das jetzt so das ich sie auf Lagerspannung entladen lasse und dann erst dreimal den Innenwiderstand messen, einmal bei 3,6 dann bei 4 und dann bei 4,1V. Siehe da, die Werte unterscheiden sich dann nur um wenige Milliohm und sind im guten Bereich. Das ich so unterschiedliche Kapazitäten ermittelt habe lag auch an mir, ich hab mehrere VC4s zum laden und einen VC8. Der VC8 ermittelt immer deutlich mehr wie die VC4S. Aber die VC4S ermitteln immer fast gleiche Werte, der VC8 nicht, dort gibts zuviel Abweichungen.
Also habe ich noch ein paar VC4S bestellt.

Wie @LED schon schrieb, es ist egal, bei Parallelschaltung kommt es nicht auf die Kapazität der Zellen an. Um hohe Ausgleichsströme zu vermeiden, sollte man einen möglichst ähnlich hohen Ladestand/Zellenspannung bei den Zellen haben.

Ob es aber sinnvoll ist, alte Zellen mit unbekannter Vorgeschichte zu verwenden, ist ein anderes Thema...
Ja okay, danke. Das der Ladezustand gleich sein sollte war ja klar, kommt jetzt zwar nicht auf 0,1V an, aber ja, 2V sollten da nicht Unterschied sein.
die Vorgeschichte der Zellen ist halt sone Sache ne, man weiss nicht wie die behandelt wurden. Kann man aber gut feststellen, die haben ein Gedächtnis. Ich hab bisher aber brauchbar Glück gehabt weil ich immer nur vorgeprüfte Zellen kaufe, es sind weder Drainer noch Heater dabei, ich prüfe auch immer die Temperatur mit nem Messgerät, Kapazität prüfe ich mehrmals und den Spannungsabfall auch über mehrere Wochen zwischen den jeweiligen Kapazitätsprüfungen usw.

Da wird also von mir alles nochmal mehrmals geprüft. Das gibt dann glaub ich brauchbar Sicherheit.

Trotzdem steck ich die Lader samt Zellen immer in meine Munitionskisten wo ich ne Überdruckentlüftung reingemacht hab (also kleine Löcher reingebohrt) :thumbsup:
 
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Olight Shop
@battlecore

Was macht man eigentlich mit 500 Zellen, ausser sie in Munitionskisten zu bunkern. Gibts da auch einen Verwendungszweck dafür. Der Aufwand ist ja doch einigermassen groß.



Die gibts ja auch nicht umsonst.
Ich bau ein paar Powerbanks, nur eben in männlich.

Z.b. eins für Arduino weil ich mich da mal einarbeiten will. Das nervt total das der immer an son kurzen Netzteilkabel hängt. Dann noch ein oder zwei grosse Ladestationen für diverse Geräte.

Da wollte ich dann noch ein paar Solarzellen auf den Balkon machen. Der Plan war ursprünglich das ich meinen Miner daran laufen lasse, aber für 160W Insel-Dauerbetrieb fehlt mir die Fläche. Kann nur etwa 1x2m richtig dafür nutzen.
 
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24 Februar 2016
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Ach Mist, hätt ich das man nicht erwähnt :facepalm:

Nein, Mining ist kein Goldschürfen und wenn man Glück hat trifft man nen Sechser.

Miner sind das was eine Blockchain am laufen hält. A überweist 0,12587 BTC an B. Die Transaktion wird ins Netzwerk aufgenommen und die Pools verteilen sie. Die Miner berechnen die Transaktion und wenn ALLE Miner die Transaktion bestätigt haben ist sie valide und wird durchgeführt.

Die Transaktionen kommen dann in einen Block, die Blockgröße ist je nach Blockchain verschieden, z.b. 10MB. Ist der Block voll, wird ein Hashwert erstellt um diesen Block Manipulationssicher zu machen. Dieser Hashwert kommt in den darauffolgenden Block, dann kommen wieder neue Transaktionen dazu, wieder abschliessen usw. usw.

Also Belohnung teilen sich sämtliche Miner dann den Blockreward. z.z. 25BTC pro Block, das wird auf alle Miner verteilt. Zusätzlich bekommen die Pools und Miner auch die Transaktionsgebühr von jedem Transfer. z.b. 0,00001 BTC pro Transaktion, das ist fest eingestellt, man kann mehr oder weniger einstellen, dann geht die Transaktion schneller, oder langsamer. Diese Transaktionsgebühr muss man auf den Betrag draufrechnen den man versendet. Will ich 1,25112456 BTC an jemand schicken, muss ich 0,0001BTC draufgeben, die Gebühr wird von dem versendeten Betrag abgezogen.

Wieso? Weil es nicht möglich ist Coins "abzubuchen". Jeder hat allein den Zugrif auf seine Wallet, es ist nicht möglich da etwas abzuziehen oder einzuziehen. Was der Grund ist wieso es Krisenfeste Währungen sind, keine Bank, keine Exchange oder sonstwer kommt ran an die Coins.

Dadurch enthält der aktuelle jetzige Block automatisch auch den Hashwert aller vorangegangenen Blöcke. Würde ein Block verändert, würde das sofort auffallen, selbst wenn er 10 Jahre alt ist.

Da alle Miner das permanent prüfen ergibt sich diese absolut Manipulationssichere Basis. Was einmal in der Blockchain drin ist, kann dort nie wieder raus. So kann ich z.b. jetzt noch mittels eines beliebigen Blockexplorers genau sehen was z.b. auf Adresse 1djgz43798s7jjblablabla vor 5 Jahren alles an Coins eingegangen und rausgegangen ist und wohin die Coins sind und woher sie kamen. Also totale und uneingeschränkte Transparenz. Für jeden.

Das ganze funktioniert ohne menschlichen Eingriff. Alles ist im Quellcode eines Coins festgelegt und die Miner führen die Algorithmen aus. Niemand kann dort etwas auf eigene Faust verändern weil es sofort auffallen würde.

Änderungen werden von der Community gemeinsam durchgeführt und dann müssen sich alle einig sein, dann erst kann eine neue Software eingeführt werden die dann von allen übernommen wird. Das nennt sich dann Softfork, oder Hardfork. Ein neuer Coin wird geboren, oder ein neues Transferprotokoll.

Selbstverständlich ist immer alles OpenSource. Nur SCAM-Coins sind Closed damit keiner nachgucken kann.
 
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LED

Flashaholic**
19 März 2011
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Danke, ich habe zwar kein Wort verstanden, meine mir aber grob etwas vorstellen zu können.
 

Nicobrosi

Flashaholic*
24 Oktober 2018
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Hat zwar jetzt nichts mit dem thread selbst zu tun doch ich hab da mal ne frage.... Lohnt sich denn das mining? Der Stromverbrauch ist doch im verhältnis nicht grade gering.... Gibt ja doch immer wieder miner in diversen Kleinanzeigen Portalen zu erwerben...

Gruß, nico
 
3 Februar 2020
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Normal lohnt sich das nicht; das ist bestenfalls eine Nullnummer. Die Stromkosten für die Miner fressen den Gewinn (mehr als) auf. Einen etwaigen Gewinn muss man sich also durch "Nebenprodukte" erwirtschaften. Ich kenne z.B. jemanden, der den Keller voll mit Minern hat, und der im Winter die Abwärme der PCs nutzt, um sein Haus zu heizen. So spart er sich die Heizkosten, die sonst anfallen würden.
Man kann auch versuchen, die Miner mit eigenem Solarstrom zu betreiben (Panels im Garten aufstellen), um so die Stromkosten einzusparen. Dazu müssen sich die einmaligen Anschaffungskosten der Solaranlage nebst Akkus aber erst mal amortisieren; die Frage hierbei ist, wie lange das dauert.
 
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24 Februar 2016
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Ein ROI will ich mir nicht rechnen sonst gibts graue Haare.

Aber die gebrauchten Zellen helfen etwas.

Nein das lohnt sich nicht in Deutschland wenn man es ganz genau nimmt. Aber je mehr Miner, umso stabiler und sicherer das Netzwerk. Egal ob jemand mit nem alten Botebook und Webminer nebenbei mint oder mit einem ganzen Rig und GPUs.

Da gehört Überzeugung dazu und auch Umweltdenken. Denn das weltweite Mining verbraucht nur etwa ein Zehntel des Stromes den allein die deutschen Banken verbrauchen. Plus das rumkarren von bedrucktem Papier und Metall.

Und bei Coins und den Exchanges gibts weder Wochenende noch Feierabend, die Gebühren sind nahe Null, auch an den Exchanges beim traden nur 0,025-0,1% und transferieren ist je nach Coin in Sekunden bis Minuten erledigt. Im Gegensatz zu Banken und Aktienbörsen. Da gehn die Computer zu Feierabend warscheinlich alle an den Strand oder so.