Auf meiner M3C4 XM-L läuft der Bezel wie geschmiert im Frontgewinde, der Diffusor hakelt ein wenig, bis der erste Gewindegang packt. Das Hakeln hat System, bei allen vier Schraubfiltern bleibt es gleich störend. Während die Lampe höchste Passgenauigkeit in allen Details aufweist, konnte Eagle diese Solidität bei den Filtern nicht halten. Bei zwei von vier klappern zudem die Gläser hörbar in der Fassung, einer hatte einen feinen Fehler im Glas. Wer hier das Niveau von Canon oder Nikon Schraubfiltern erwartet, wird entäuscht sein. Andererseits sind diese wie auch gute Zubehörschraubfilter ein mehrfaches teurer. Aber mal schnell nen Filterwechsel, das scheitert oft am hakeligen aufschrauben und schmälert den praktischen Nutzen. Der Rotfilter kostet naturgemäss viel Licht, aber für den Zweck der Nachtsichterhaltung ohne Augenadaptation reicht er völlig aus. Der Blaufilter lässt Schweißspuren deutlicher werden, hab aber deshalb kein Probeblut vergossen, um es nachzuweisen. (Schöne Spielerei: die Eagle blitzt in blau deutlich heller, als die meisten Frontblitzer von SoSi-Fahrzeugen, nicht im Verkehr ausprobieren, strafbar

) Der Gelbfilter lässt sehr viel Energie übrig, auf Beacon-Flash gestellt sichert diese Lichtkanone z.B. in den rückwärtigen Verkehr gerichtet einen Autobahnunfall bestimmt über 1000 m Distanz ab. Der Grünfilter ist auch sehr hell, habe dafür selbst aber keine Verwendung. Für Feuerwehr und Polizei wäre ein
aufsteckbarerWarnstab (traffic-warn a la Maglite oder Fenix) sicherlich praktischer, als die Schraubfilter. Für Nachtwanderungen ist der Rotfilter sicherlich brauchbar, der Blaue für die Nachsuche des Jägers richtig hell und der Gelbe mit Einschränkungen als Absicherung von Autobahnhindernissen zeigt durchaus Reichweitenvorteile, wenn er exakt ausgerichtet ist. Das Klappern bei einigen Filtern ist nicht nett, schränkt aber im Gegensatz zu den störrischen Schraubgewinden nicht die Alltagstauglichkeit ein.