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#1
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Ursprünglich hatte ich mir eine ~400nm UV Lampe von DX besorgt, schon rein aus Prinzip und Neugier. Nachdem ich dann ein paar UV-Lampen-Tests gesehen hatte, wußte ich, daß ich zwingend noch eine 365nm Quelle brauche. Das ideale Schlüsselanhänger-Kit "365-410nm" in 5nm Abständen war leider weit und breit nirgends zu finden. Also dann wenigstens eine etwas stärkere 365nm (richtig Asche für ein Drop-In dann aber auch keinesfalls). Später fand ich dann noch eine ähnliche ~370nm. Ich kenne also bisher • DealExtreme sku1300 12x 390-450nm? $5 (im folgenden 400nm) • LEDwholesalers 5x 365nm $55 • Taschenlampen-papst 9x 365-370nm? €29 (im folgenden 370nm) • [und hier nicht weiter erwähnt: leihweise DX sku15456, UltraFire WF-501B, $14, angegeben mit 3W 395-400nm, hat auch wirklich einen geringeren Anteil sichtbaren Lichts, aber außer Spot und extremer Helligkeit kein relevanter Unterschied für mich, da ich nicht cache. Vielleicht reiche ich mal was nach.] So sehen sie aus (links DX 400nm, mitte Taschenlampenpapst 370nm, rechts LEDwholesalers 365nm) ![]() Die Anordnung der LEDs: ![]() Die Köpfe mit den Kontakten ![]() Die in allen vorhandenen 3 x AAA Adapter ![]() Die Schalter (links zwei Gummiabdeckungen, rechts Metallknopf) ![]() Fälschungssichere Merkmale Das ist wohl der eigentliche Grund, warum ich hier einen weiteren Artikel einstelle. Aber bei der Gelegenheit gebe ich natürlich gleich meine Erfahrungen mit den Lampen weiter. Ich habe versucht, die Wirkung auf Geldnoten, Personalausweis und Führerschein wiederzugeben. Interessant finde ich speziell, daß es sogar Merkmale gibt, die nicht sichtbar sind bei den Lampen mit besonders niedriger Wellenlänge, also den "höherwertigen", die auch sehr viel teurer sind, Andere interessante Objekte sind mir noch nicht bekannt, kennt jemand weitere? Die Lampen haben eine sehr unterschiedliche Helligkeit und mir ging es eher um die Wirkung auf die verschiedenen fälschungssicheren Merkmale. Auch ohne definierte Aufnahmebedingungen (Digicam-Automatik) vermitteln die Bilder - bis auf eine leichte Rotschwäche - einen ganz passablen Eindruck. Der Autofokus und/oder die Optik hatten manchmal Problemen mit dem starken Blau. Euronote Die Bundesbank dokumentiert übrigens für alle Banknoten selbst, welche Merkmale es überhaupt gibt (Note anklicken und dann Maus auf das Feld "UV-Licht" bewegen). Die kleinen Ringe floureszieren orange (real noch etwas schöner, rotschwache Kamera), die Unterschrift flouresziert grün. Es gibt noch die eine oder andere interessante Stelle, auch je nach Banknote (aber nichts dramatisches). Vielleicht ergänze ich das mal noch. [normal, 400nm, 370nm, 365 nm, schwarzlicht] ![]() ![]() ![]() Man sieht, daß 365nm dunkler als 370 ist, aber der Kontrast ist besser. Mit einer Schwarzlichtlampe (kleines Modell, ~30x2cm) sieht man nichts neues, sie hat keine allzuhohe Flächenhelligkeit, dafür natürlich eine (hier nicht sichtbare) wunderbare Gesamtausleuchtung. Die Ringe sind übrigens ein spezielles, fälschungssicheres Merkmal. Sie befinden sich (mit variierenden Farben) auf allen EUR Noten und auch vielen anderen, nationalen Noten. Sie treten in einer bestimmten Konstellation auf, die von ihrem "Entdecker" Markus Kuhn die Bezeichnung "EURion" bekommen hat: Man kann jeweils ein immer gleiches, leicht schiefes Kreuz entdecken. Die Quadrate der Punktentfernungen stehen in ganzzahligen Verhältnissen zueinander - und das ist offenbar eine schöne Sache für Bilderkennungssoftware. Vor allem Kopierer verweigern offenbar die Reproduktion, wenn sie das erkennen (natürlich gibt es ganz unterschiedliche, weitere Kriterien). Die Firma, die das erfunden hat heißt lt. Wikipedia "Omron". Ein paar Ringe sind auch mal so dazwischengestreut und schon ist das ganze für das menschliche Auge erstmal nicht offensichtlich. Ich zeichne es einfach mal auf: ![]() Alter Personalausweis Vorderseite (rechte obere freie Fläche) Das ist sicherlich eines der interessantesten Dokumente überhaupt. Man sieht Merkmale, die jeweils nur bei einer der beiden Wellenlängen 400 bzw. 365-370 nm floureszieren: Die Schrift "Personalausweis" bzw. die stilisierten Adlersymbole. Die helle Linie bei 400nm ist nur ein Reflex. [normal, 400nm, 370nm, 365 nm, schwarzlicht] ![]() ![]() ![]() ![]() Ein recht nettes Detail: Diese Adler sind deutlich sichtbar gerastert, hier ein Ausschnitt (365nm) : ![]() Personalausweis Rückseite (rechts unten) Auf den zweiten Blick erkennt man - bei allen Wellenlängen - die Schatten stilisierter Adler. ![]() ![]() ![]() Führerschein (rechts unten) [normal, 400nm, 370nm, 365 nm, schwarzlicht] ![]() ![]() ![]() Die rote Floureszenz ist hier natürlich interessant. An den Richtungssymbolen unter der Unterschrift erahnt man, daß der Kontrast bei 365 nm etwas besser ist. Ich habe mir auch DM Banknoten der dritten Serie angesehen, sie halten aber keine Neuigkeiten bereit. Allerdings haben sie viel schönere Fussel - und diese Noten sehen ja sowieso viel besser aus; also auch ein Bild: (370nm) ![]() Ich hatte auch eine 20 DM-Note getestet und dachte für einen Moment, ich hätte genialerweise eine Blüte gefunden! Ich konnte keinerlei floureszierende Merkmale oder einen Sicherheitsfaden erkennen. Aber dann merkte ich, daß die Note etwas älter ist und diese Merkmale wohl erst später eingeführt wurden, bzw. jemand den Sicherheitsfaden rausgezogen hat... (ich muß das nochmal gegenchecken) DM-Noten der vierten Serie hatte ich grad nicht zur Hand. Die möchte ich mir aber noch ansehen. Fazit DX 400nm: Die Angabe 390-450 nm ist geschätzt, ich habe dort keine Zahlen gefunden. Konkurrenzlos billig. Viel sichtbares Licht. Vermeintlich langweilig, aber ebenfalls interessant beim alten Personalausweis. LEDwholesalers 365nm: Die Angabe ist plausibel (Nichia-LEDs). Die Verarbeitung ist robust. Sie erscheint mir nicht besonders preiswert, aber wenn man speziell 365 nm möchte, dann ist sie vielleicht doch ein guter Kompromiß. Ein vernünftiges Drop-In kostet ja deutlich dreistellig. Der Vergleich zur noch ein wenig teureren ARC-AAA wäre interessant. Taschenlampenpapst 370nm: Die Angabe von 365-370 nm ist mglw. optimistisch. Der Kontrastunterschied zur LEDwholesalers war gering, aber merkbar. Ich glaube an mindestens 370 nm. Ob es noch mehr sind, ließe sich wohl nur mit Vergleichs-LEDs feststellen. In jedem Fall erscheint mir die Lampe aber sehr preiswert. Der Kontrastunterschied ist sicherlich meistens vernachlässigbar und sie ist relativ hell. Allerdings fing bei mir nach rel. kurzer Zeit der Schalter schon an, Probleme zu machen und ich brauche manchmal mehrere Versuche zum Ausschalten. Wenn das nur eine Montagslampe ist, dann kann ich dieses Modell sehr empfehlen. Edit: Die Lichtleistung werde ich nicht messen können, aber für einen groben Anhaltspunkt wäre die Stromaufnahme interessant. Das werde ich noch machen. Geändert von sma (28.06.2011 um 02:05 Uhr) Grund: doppeltes Bild entfernt |
| Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu sma für den nützlichen Beitrag: | ||
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#2
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Sehr interesant!!!!
Danke |
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#3
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Edits:
- Bemerkung, warum überhaupt floureszierende Merkmale vergleichen? Weil manche interessanterweise bei niedrigen Wellenlängen nicht mehr sichtbar sind. - Fazit ein wenig verständlicher - Vergleich zur ARC wäre interessant - Holla, ist doch AAA statt AA - ich sollte mal die Stromaufnahme messen |
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#4
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Hmm, Kreditkarten und Bankkarten sind (zum Teil?) auch mit Merkmalen versehen.
Marcus |
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#5
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Zitat:
Ganz allgemein haben natürlich Papierdokumente vom Bund praktisch immer die Fussel eingebaut. Aber die sind dann ja gewissermaßen schon "langweilig" ![]() Aber nichtmal der neue Perso ist interessanter als der alte mit seinen wellenlängenabhängigen Merkmalen. |
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#7
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Mal ne Frage:
Mein Vater hat in der Firma nen großen Kalender/Plan an der Wand hängen, in den Termine und andere Firmeninterne Sachen reingeschrieben werden. Der hat mein UV-Drop-In gesehen und will jetzt auch den UV-Edding haben + eine Lampe, um da Sachen nur für sich sichtbar reinzuschreiben. Reicht die Lampe vom Taschenlampenpapst, mit 395nm für 8€, aus um einen Riesenkalender bei Tageslicht zu beleuchten, bzw. den UV-Marker sichtbar zu machen? Ich möchte ihm keinen P60-Host kaufen, für den er dann 18650er Akkus braucht. Am besten wäre halt was mit normalen AAA oder AA. Viele Grüße, Christoph |
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#8
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Zitat:
Aber es gibt auch p60 Hosts, die mit AA bestückt werden können. Z.B. die L2r (momentan im Shop leider nicht gelistet) für 2xAA oder der L2i für 3xAAA von Solarforce. Fruß FRank |
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#9
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Daran habe ich auch schon gedacht. Es gibt im Shop ja auch noch Adapter und breitere Batterierohre, für 3xAAA.
Wollte grade schreiben, dass das warscheinlich zu teuer wäre zum rumspielen. Preislich ist der Body aber echt günstig. Sieht nur schei** aus . Eneloops wollten wir uns eh zulegen, dann müsste das passen.Ich schau aber noch nach anderen Bodys. Vielen Dank
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#10
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Na ja, es gibt ja auch noch die Tank007 TK-566, z.B. hier:
Tank007 TK-566 1W UV LED 365nm! , 45,00 €, Taschenlampenpapst - Das ist zwar nur ein 1W-Modul und in der Reichweite mit einem Solarforve-Dropin mit 3W nicht zu vergleichen. Aber inhouse sollte das mehr als ausreichen und die kann direkt mit einer AA betrieben werden. Gruß Walter |
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