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Welche sind die z.Z. effizientesten farbigen LED?

Dieses Thema im Forum "TL-Leuchtmittel (LEDs und andere)" wurde erstellt von LED, 24. Mai 2017.

  1. Ich wage mal zu behaupten, dass ich bei den weißen LED einen recht großen Überblick habe, bei farbigen LED leider überhaupt nicht.
    Deshalb also die Frage, welches sind die (für mich am interessantesten, mit xp-g Footprint) effizentesten farbigen LED und hier im speziellen rot und grün?
     
  2. Ich tippe auf blau.
    Bei einfarbigen LED rechnet man Effizienz besser in W/W (elektrische Leistung / Strahlungsleistung), Lumen machen da wenig Sinn.
     
  3. Miboxer.com
    schau dir mal die "XP-G3 Royal Blue" von Cree an.
     
  4. Ich würde auf Grün tippen. Damals vor dem Krieg, als die blaue LED noch nicht erfunden war, waren die grünen die hellsten, gefolgt von gelb und rot. Ich denke da hat sich prinzipiell nichts dran geändert.
    Bei den Surefire Aviators ist auch die grüne Variante der Langläufer, ...
     
  5. Am hellsten für das Auge ist nicht dasselbe wie Effizienz. Das Auge ist für Grün bei gleicher Strahlungsleistung viel empfindlicher als für Rot oder Blau.
    Will man die Effizienz verschiedenfarbiger LEDs vergleichen, muss man sich zuallererst die Frage stellen, ob es photometrisch (Auge, Lumen/Watt) oder bezogen auf die Strahlungsleistung (Watt/Watt) sein soll.
    Bei lm/W haben Blau und Rot gegen Grün keine Chance.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtdiode#Lichtausbeute
     
  6. Skilhunt Taschenlampen
    Ich denke, ich habe mich etwas unglücklich ausgedrückt, ich suche die jeweils effizienteste Rote und Grüne LED mit xp-g Footprint;)

    Und wenn Grün dann noch bei 507nm liegt, wäre das natürlich nett.
     
    #7 LED, 25. Mai 2017
    Zuletzt bearbeitet: 25. Mai 2017
  7. LED hat sich hierfür bedankt.
  8. Ich möchte den Thread noch einmal nach oben holen. Die Frage lautet weiterhin, was sind die z.Z. effizientesten LED in ROT und GRÜN mit xp Footprint, ist Cree hier auch mit den effizientesten LED vertreten oder hat Osram/Nichia/sonst wer etwas effizienteres im Angebot?
     
  9. Outdoor Forum
    Soweit ich weiß gibt es heute vier verschiedene Typen roter/grüner LEDs mit XP-Footprint:
    • Cree XP-E (photo red) und XP-E2 (rot, grün)
    • Luminus SST-10-R und SST-10-G
    • ProLight Opto PK2N 3W und 4W (Phenix3535 Color)
    • Nichia 218B (NCSR219B-V1, NCSG219B-V1)
    Wenn Du weißt bei welchem Strom Du sie betreiben möchtest kannst Du die Werte selbst aus den Datenblättern rausrechnen und vergleichen. Luminus gibt leider den Lichtstrom im mW statt lm an.
     
    LED hat sich hierfür bedankt.
  10. Watt ist doch bei einfarbigen LED sinnvoll. Was dann das Auge draus macht, kann man sich ja ausrechnen...

    Blaue LED... Mitte der 1980er hatte die NEVA (Lehrmittelfirma) eine Platte mit verschiedenfarbigen LED im Angebot, die hatten alle 20 mA, nur die blaue(!) LED hatte 10 mA. Conrad hatte damals noch keine blauen im Katalog, wenn ich mich recht entsinne. Kamen glaube ich aber recht kurz darauf.

    S.
     
    light-wolff hat sich hierfür bedankt.
  11. Eigentlich gab es die blaue LED erst in den 90ern (jedenfalls InGan LEDs).
     
  12. Könnte mir hier jemand kurz den Unterschied erklären? Sind es Wellenlänge, Spektrum, Wirkungsgrad?
     
  13. Du könntest einfach eben selber in die Datenblätter gucken... :pfeifen:

    Die Photo Red hat eine höhere Wellenlänge, also ein tieferes rot.
     
  14. Olight Shop
    photored: 650 -670 nm wellenlänge
    red: 620 - 630 nm wellenlänge

    bei gelegenheit lade ich vergleichsbilder der o.g. farben hoch.
     
    LED hat sich hierfür bedankt.
  15. Gibt es einen merkbaren Unterschied, wie gut man mit dem jeweiligen Licht sieht und auf die Dunkeladaption?
     
  16. @LED
    Teste mal die XP-E2 Amber (Wellenlänge 595nm). Mit knapp 2A an der LED bist dann bei guten 400 Lumen.

    Hier ein paar Bilder. XP-E2 "Amber" in einer Convoy M1. Für mich eine sehr angenehme Lichtfarbe. Die M1 hatte ich mal mit zur Jagd, "Dunkeladaption" funktioniert bestens...

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    #17 wobba, 16. März 2018
    Zuletzt bearbeitet: 16. März 2018
    LED hat sich hierfür bedankt.
  17. Ich habe das noch nicht ausprobiert, aber theoretisch ja. Tendenziell gilt: Je besser das Licht zum Nachtsehen ist, desto schlechter die Dunkeladaption. Grünes Licht für Nachtsicht ist meiner Meinung nach ein Mißverständnis.

    Hier gibt es ein Diagramm, das es erklärt. K' ist das Dunkelsehen, K das Tagsehen. Die Höhe gibt die Empfindlichkeit des menschlichen Auges an. Ich schätze ab 580 nm bist Du im guten Bereich, ab 630 nm ganz sicher. Nur kann es sein, dass die Empfindlichkeit Deines Auges dann schon ziemlich gering ist und Du nicht mehr gut siehst.

    Es hängt auch davon ab, wieviel Licht mit niedrigerer Wellenlänge die Lichtquelle abgibt. Die für die LED angegebene Wellenlänge ist ja nur der Höchstwertwert. Je heller die LED desto mehr Licht mit niedrigerer Wellenlänge gibt sie ab.

    Wahrscheinlich muss jeder für sich selbst herausfinden, welches die beste Farbe (peak Wellenlänge) ist. Das kann Rot, Rot-Orange oder sogar Amber sein, (nicht PC Amber) weil man bei höherer Empfindlichkeit der Augen natürlich wieder die Helligkeit reduzieren kann.
     
    LED hat sich hierfür bedankt.
  18. Habe mir jetzt xp-e2 in grün, rot und bernstein besorgt. Muss jetzt nur noch die Gelegenheit zum Basteln finden.
     
  19. Hallo,
    ist amber eine Farbe bei der man gut im Nebel sehen kann? Hatte mal gelesen das gelb dafür gut sein soll bzw. Kelvin Temp. warm white. Was bringt das in etwa an Vorteil mit sich? deutlich mehr Reichweite durch den Nebel oder einfach nur weniger Blendung?
     
  20. Es geht dabei darum den Blauanteil des Lichts zu minimieren, da blaues Licht sich in der Atmosphäre mehr streut (deswegen sieht man den Lichtstrahl von kalt-weißen Lampen auch deutlich besser in der Luft als den von Warm-Weißen). In Frankreich waren frühe Autoscheinwerfer mit gelblichen Filtern Pflicht (selective yellow). Diese speziellen Filter reduzierten den Blauanteil quasi auf Null.

    Amber ist kein "weißes Licht", sondern quasi orange. Ich würde stattdessen einfach eine warm-weiße LED nehmen, 3000K oder 2700K.

    Das Beste, was man bei Nebel tun kann, ist, die Lichtquelle möglichst weit entfernt von den Augen zu platzieren.
     
    smoofy hat sich hierfür bedankt.
  21. aha. vielen Dank.
     
  22. Nja, das mit den gelben Nebel-Scheinwerfern in Frankreich ist inzwischen auch Geschichte. Bei gelbem Licht ist die Eigenblendung nur deshalb geringer, weil der Farbfilter viel Licht schluckt und dadurch insgesamt weniger Energie abgestrahlt wird. Da kann man genauso gut weniger helles weisses Licht verwenden.
    Physikalisch gibt es keine Lichtfarbe, die Nebel besser durchdringt. Ich finde gerade keine bessere Quelle, deshalb nur hier.

    Wie The_Driver schreibt hilft es, wenn die Lichtquelle möglichst weit von von den Augen entfern ist. Das ist bei Taschenlampen nicht einfach.

    Bei farbigem Licht gibt es jede Menge Folklore. Ich glaube ich muss darüber demnächst mal was schreiben.
     
    The_Driver, light-wolff und kirschm haben sich hierfür bedankt.
  23. Ja, tu das bitte... bin schon gespannt... hin und wieder verfolge ich ja auch Threads/Artikel bzgl. der Vorteile von farbigem Licht... in meinem ganzen Leben konnte ich aber noch nie feststellen, dass farbiges Licht in irgendeiner Situation besser war als 'normales' Licht... plus dem Nachteil, dass die Farbe allgemein zur Verwirrung der Wahrnehmung führt...
     
    light-wolff hat sich hierfür bedankt.
  24. Es gibt schon ein paar sinnvolle Spezialanwendungen für farbiges Licht. Nur werden die fast nie genannt, und die genannten Gründe sind falsch oder unbestätigt.
     
    light-wolff hat sich hierfür bedankt.
  25. Meinst du photometrische (Lumen je Watt) oder radiometrische Effizienz (Lichtwatt je Elektrowatt (eigene Wortschöpfungen ;) ))? Das menschliche Auge ist bei gelbem Licht so ziemlich am empfindlichsten.

    "Farbiges" und speziell monochromatisches Licht hat, von Laser, Dekobeleuchtung (Lichterketten), Kontrollanzeigen und Lichtzeichenanlagen abgesehen, in der breiten Anwendung nur als Niederdruck-Natriumdampflampe eine Bedeutung. Anwendung dort, wo es auf höchste Energieeffizienz ankommt oder wo man was sehen will, ohne Astronomen zu stören. Wären alle Außenbeleuchtungen (privat wie Straßenbeleuchtung) mit SOX realisiert, bräuchte man nur eine Filterbrille aufzusetzen und stünde im Dunkeln... Für astronomische Teleskope gibt es spezielle schmalbandige Sperrfilter, so dass man die Umgebung (nahe Siedlungen) mit SOX-Lampen hell beleuchten kann, ohne den Sternguckern den Tag bzw. die Nacht zu versauen. Viele Filmmaterialien und auch Fotopapiere (nicht die für Drucker...) haben eine Empfindlichkeitslücke eben bei selbigen knapp 590 nm.

    Es gibt wohl auch sehr schmalbandige gelbe/amberfarbige 589 nm-LED, die für das Fotolabor geeignet sind. Allerdings weiß ich nicht, ob die so schmal rauskommen, dass sie von den Astronomen so leicht gefiltert werden können wie die Na-Doppellinie. Da müsste man dann vor die Lampe wohl dennoch ein FIlter mit Na-Durchlass setzen... Von der Energieeffizienz ist ein SOX-Leuchtmittel jedenfalls vorzuziehen. Die spielen seit Jahrzehnten in der 1. Liga. Die Philips 180 W bspw. prügelt mit ungefähr 176 lm/W sagenhafte 32000 lm raus. Da hat man Licht satt. Lampenstrom 0,75 A (Brennspannung 240 V). Die 35 W-Version ist weniger Effizient, braucht aber nur 70 V.

    S.
     
    LED hat sich hierfür bedankt.
  26. Ich hatte mal irgendwo gelesen, es wäre bei Grün mit 507nm.
     
  27. Sag ich doch... ;)

    Beim Tagsehen liegt die höchste Empfindlichkeit bei 555 nm (grün), deshalb ist die SI-Einheit der Lichtstärke Candela bei dieser Wellenlänge (540·10¹² Hertz) definiert.

    Beim Nachtsehen liegt die höchste Empfindlichkeit bei 505 nm (blaugrün).

    Beides kann man sehr gut in dem von mir oben (#18) verlinkten Diagramm erkennen, das die Empfindlichkeit des menschlichen Auges beschreibt.
     
    Lux-Perpetua und LED haben sich hierfür bedankt.
  28. Mission completet:
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    Jetzt muss der Kleber nur noch komplett aushärten, dann gibts die finale Reinigung und dann warte ich auf "dunkel":)
     
  29. Ich habe jetzt mal ein bisschen damit rumgespielt. Zur Info, alle Dropins befeuern die LEDs mit 500mA. Gefühlt nehmen sich die drei Farben in der Helligkeit nicht viel (dabei sollte doch grün deutlich heller empfunden werden, oder? Oder hat die grüne LED einen deutlich schlechteren Wirkungsgrad als rot/bernstein?)
    Interessant finde ich, dass bernstein fast wie ein seeeehr warmes weißes Licht rüberkommt und man auch deutlich Farben unterscheiden kann. Das ist bei rot und grün nicht der Fall. Mit grün sehe ich übrigens auch deutlich mehr Kontraste, als mit rot.
     
  30. Soweit ich weiß, sind grüne LEDs eher schlecht von der absoluten Effizienz (radiometrisch) her. Sind sind nur unsere hohe Empfindlichkeit für grünes Licht überhaupt halbwegs gut.

    Rote und blaue LEDs hingegen sind mWn absolutb gesehen deutlich effizienter, aber leider an den Rändern des Spektrums, wo das menschliche Auge unempfindlicher ist (je nach Wellenlänge bis zu Faktor 20).

    Es gibt von Epileds farbige LEDs in XM-L2 Format (siehe Thread Zu Acebeam X80 high-cri). Diese könnten sehr effizient (und trotzdem preiswert) sein.
     
    LED hat sich hierfür bedankt.
  31. Einen xm-l Footprint bekommt man leider nicht in einen ( unmodifizierten) Surefire ExE Kopf.
     
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