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Review Microfire M2C Multicolor Taschenlampe Reflektor & Linsenvarianten

Dieses Thema im Forum "Microfire" wurde erstellt von cre8ure, 18. Mai 2014.

  1. Hallo Leute,

    am Anfang des Jahres war ich auf der IWA in Nürnberg. Hierbei bin ich am Stand von Microfire auf 2 interessante Lampen gestossen, die ich Euch in diesem Review etwas näher vorstellen möchte. Die Microfire M2C in 2 Varianten.

    David von Powerleds.de Online Shop für Taschenlampen hat mir freundlicherweise 2 Exemplare zur Verfügung gestellt.

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    Bei diesen Lampen handelt es sich um Multicolor Lampen (RGBW). In der letzten Zeit sind schon einige Lampen auf den Markt gekommen, die neben dem weißen Licht auch farbiges Licht anbieten (z.B. die Nitecore Chameleon Reihe). Weitere Kandidaten sind die Led Lenser P7QC oder die Eagtac D25L2c2 Color. Während die Chameleon neben dem Weiß jeweils nur eine Farbe richtig hell bietet, sind bei der LED LENSER und der Eactac die verschiedenen Farben auf einem LED-Chip untergebracht. In dieser Bauform lässt sich leider kein Reflektor verwenden, da die jeweils angesteuerter Farbe nie im Fokus des Reflektors ist und das Lichtbild damit stark verzerrt ist. Als Lösung lassen sich nur Vorsatzlinsen mit Diffusor verwenden die dann aber keine große Reichweite bieten und auch hier ein leicht verzerrtes Lichtbild bieten.

    Microfire geht hier einen gänzlich eigenen Weg. In der M2C befinden sich auf einer runden Platine 4 einzelne LEDs in den jeweiligen Farben. Über einen Exzenter/"Revolver" können diese nun in den Fokus des Reflektors/der Linse bewegt werden. Dadurch ergeben sich die Vorteile aus beiden Welten: Mehrere Farben in einer Lampe und gleichmäßiges Lichtbild und bessere Reichweite.

    Zielgruppe

    Microfire spricht mit dieser Lampe Anwender von spezifischen Anwendungen vornehmlich im Jagdbereich an. Grünes Licht eignet sich gut zur Wildtierbeobachtung, rotes Licht erhält die Nachtsicht und blaues Licht eignet sich gut zum Aufspüren vom Blut.

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    Technische Daten (Herstellerangaben)
    Leider wird hier nicht deutlich ob es sich um ANSI Lumen oder LED Lumen handelt. (ich tippe auf LED Lumen)

    Rotes Spektrum:
    • 51 Lumen @ 2h
    • 5 Lumen @ 20h
    • 10 Hz Strobe @ 2h

    Grünes Spektrum:
    • 100 Lumen @ 1.5h
    • 10 Lumen @ 20h
    • 10 Hz Strobe @ 1.5h

    Blaues Spektrum:
    • 30 Lumen @ 1.5h
    • 3 Lumen @ 20h
    • 10 Hz Strobe @ 1.5h

    Weißes Spektrum:
    • 340 Lumen @ 1.5h
    • 30 Lumen @ 20h
    • 10 Hz Strobe @ 1.5h

    Technische Details
    • Länge: 14,3cm
    • Gewicht: 282g inkl. Batterie
    • Kopfdurchmesser: 45mm
    • Körperdurchmesser: 25mm
    • Betrieb mit 2 Stück CR123A oder 18650 Akku

    Lieferumfang

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    Die Lampe wird in einem schlichten Pappkarton geliefert. Enthalten ist die Lampe, ein Holster und eine Bedienungsanleitung. .

    Verarbeitung/ Optik

    Heute verzichten wir mal auf den Punkt Erster Eindruck und nehmen uns die Lampen gleich detailliert vor. Beide Lampen sind klein und handlich.

    Gehäuse

    Das Lampengehäuse ist schwarz anodisiert und ordentlich verarbeitet. Es lassen sich keine äußerlichen Verarbeitungsfehler feststellen. Sofort fällt der Selektorrinng zur Auswahl der Modi auf. Dieser lässt sich mit spür- und hörbaren Rasten verstellen. Am Ring gibt es grobe Zacken/Zähne die der Griffigkeit dienen sollen. Diese lassen sich gut greifen (auch mit Handschuh), sind aber etwas scharfkantig. Allgemein hat die Lampe hier und da etwas härtere Kanten. Diese sind kein großes Problem, sind mir aber dennoch aufgefallen.

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    Interessant ist auch das Batterierohr. Dieses scheint aus Kupfer zu sein. Warum dies hier so verwendet wird, erschliesst sich mir nicht, sieht aber sehr schön aus. :)

    Lampenkopf (Reflektorvariante)

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    Der Lampenkopf ist ganz klar das Highlight der Lampe.Dieser ist etwas asymmetrisch geformt um den LED-Träger mit den 4 Einzel-Leds unterzubringen. Durch einfaches Drehen des Kopfes lassen sich die jeweiligen LED in den Fokus des Reflektors bewegen. Hierbei schaltet sich die vorhergehende LED aus und die nächste LED nahtlos ein. Man merkt, dass der Kopf normalerweise leicht einrasten sollte, sobald die jeweilige LED im Fokus ist. Bei der Reflektorvariante ist dies leider nicht der Fall, sodass man nach Gefühl und Sicht den jeweiliegn Fokus auswählen muss. (ich vermute, dass es sich nur bei meinem Testexemplar so verhält, da es bei der Linsenvariante ohne Probleme funktioniert)

    Der Reflektor selbst ist ca. 3cm tief und hat eine Austrittsöffnung von ca. 4cm. Die Oberfläche ist "orange peel" d.h. leicht strukturiert.

    Ich hätte mir bei der Lampe einen Edelstahl-Bezelring gewünscht um die Lampe auch mal auf dem Lampenkopf abstellen zu können ohne Gefahr zu laufen die Anodisierung zu zerkratzen.

    Lampenkopf (Linsenvariante)

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    Hierbei handelt es sich wirklich um ein kreatives Schmankerl. Microfire wollte eine Multicolor-Lampe entwerfen die einen sehr fokussierten Lichtstrahl besitzt um eine hohe Reichweite zu erreichen. Gleichzeitig sollte die Lampe aber auch für den Nahbereich nutzbar sein. Andere Hersteller würden hierzu sicherlich einen verstellbaren Zoommechanismus verbauen. Microfire hingegen setzt auf eine andere kreative Lösung. Die Lampe hat standardmäßig statt Reflektor eine Linse. In dieser Konfiguration liefert sie einen gleichmäßigen breiten Lichtkegel. Um den Strahl zu konzentrieren kann man nun eine mit "Gummiriemen" dauerhaft befestigte zweite Linse vor die andere schieben. Nun hat mann einen fokussierten Lichtstrahl mit hoher Reichweite und ohne Streulicht. Es kommt fast so etwas wie Laserschwertatmosphäre auf (noch verstärkt durch das farbige Licht). :D

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    Etwas Kopfzerbrechen macht mir diese Konstruktion aber dennoch: Zum einen frage ich mich, ob die Gummihalterung das auf Dauer aushält. Ich befürchte, das häufiges Wechseln irgendwann einmal zum Ausreissen führen könnte. Das ist jedoch nur ein Vermutung. :) Und soo Häufig wechselt man auch nicht zwischen Flood und Throw.

    Zum anderen kratzt der Lampenkopf beim Umlegen der Vorsatzlinse an eben jener. Dies könnte mit der Zeit zu sichtbaren Kratzern führen. Das konnte ich bei meinem Test allerding noch nicht bestätigen.

    Und zu guter Letzt ragt die Vorsatzlinse oft noch tw. in das flutige Lichtbild hinein, sodass eine Seite des Lichtkreises manchmal abgeschnitten wird. Fällt im Freien aber nicht auf und lässt sich durch Sorgfalt vermeiden

    Holster

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    Das Holster ist durchschnittlich verarbeitet, verrichtet seinen Dienst aber ganz ordentlich.Gut gefällt mir der Klettverschluss der ein schnelles Öffnen und Schliessen ermöglicht. Zusätzlich ist zudem ein Druckknopf vorhanden um noch sicherer zu verschliessen

    Energieversorgung

    Wie schon in den technischen Daten angegeben, lassen sich sowohl 2x CR123 Batterien oder 1x18650 Lithium Ionen Akkus verwenden. In das Batterierohr passen hier sogar die übergrossen geschützten 3400 Keeppower Akkus.

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    Hinweis: Bei der M2C müssen die Akkus in umgekehrter Richtung eingelegt werden (Pluspol in Richtung Tailcap).

    Benutzerinterface

    Die M2C lässt sich einfach und intuitiv bedienen. Über den Reverse Clickie in der Tailcap wird die Lampe eingeschalten und über den Selektorring lassen sich die 4 verschiedenen Stufen auswählen (Strobe, Low, Medium, High)

    Lichtbild

    Reflektorvariante

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    Die Reflektorvariante bietet das universellste Lichtbild mit breitem Spill, kleinem Hotspot und gut nutzbarer Corona. Mit dem Luxmeter habe ich 9800 Lux gemessen, was einer Reichweite von 200m nach ANSI entspricht.

    Linsenvariante

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    Ohne Vorsatzlinse bietet die M2C ein kreisrundes absolut gleichmäßigen Lichtbild. Mit dem Luxmeter habe ich 640 Lux gemessen, was einer Reichweite von 50m nach ANSI entspricht.


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    Mit Vorsatzlinse gibt es einen sehr konzentrierten quadratischen Hotspot ohne sichtbares Streulicht. Mit dem Luxmeter habe ich 26100 Lux gemessen, was einer Reichweite von 320m nach ANSI entspricht.

    Zum Schluß noch einen Hinweis: Die Helligkeit der Lampe wird offensichtlich durch PWM geregelt. Insbesondere in der mittleren und niedrigen Stufe ist das dann und wann spürbar.

    Fazit

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    Die M2C ist sowohl in der Reflektor-, als auch Linsenvariante eine sehr spezielle Lampe für eine besondere Zielgruppe. Wer aber aber auf der Suche nach einer Multicolor Taschenlampe ist, die einen gleichmäßigen Lichtkegel UND eine gute Reichweite bietet, der kommt an den M2C kaum vorbei.

    Die Lampe ist gut verarbeitet und lässt sich sehr einfach bedienen. Die M2C mit Linse punktet mit einer hohen Leuchtweite, sollte aber sorgfältig behandelt werden.

    Ich bedanke mich bei Luly von Microfire und David von Powerleds.de Online Shop für Taschenlampen für die freundliche Teststellung. Der Verbleib der Testlampen ist bisher noch ungeklärt. Ich gehe davon aus, dass sie zurückgehen.

    Hier mein Video-Review:
    Video:

    Vielen Dank fürs Lesen!

    Gruß
     
    #1 cre8ure, 18. Mai 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. Januar 2016
    TomTommes, mkr, Sonnen und 24 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. zum ThruNite-Shop
    Klasse Review,
    ist wirklich mal ein cooles Konzept.
    Vielen Dank:)
     
  3. Blaues Spektrum:
    30 Lumen @ 1.5h


    Weißes Spektrum:
    340 Lumen @ 1.5h


    Danke für die Vorstellung!

    War mir vorher nie so bewusst das die Farb LED so viel Strom fressen, da kann ich die ja gleich auf 100% laufen lassen! :D
     
  4. Miboxer.com
    @CR123A: sind alles nur Zahlen. Glaub mir, das blaue Licht erscheint dir subjektiv soll hell wie die anderen. Daher passt das in meinen Augen auch mit der Leistungsaufnahme.
     
  5. Danke für die Vorstellung!
    Coole Lampe! :thumbup:


    Grüße,

    Ben
     
  6. Wirklich ein schönes Review. Mir gefällt die Lampe.
    Ist wirklich eine Überlegung wert.
     
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Moin Moin,

    Ich finde dein Review echt gut und die Bilder sind toll.

    Die Lampe gefällt mir auch sehr gut weil die im inneren des Battarierohres Kupfer verwenden. Andere Hersteller geben sich größte Mühe um alle Kontakte zu vergolden oder sie aus Messing zu bauen leiten den Strom aber dann durch den Lampenkörper der aus dem schlechter leitendem Aluminium besteht.
    Um das mal in zahlen zu verdeutlichen habe ich mal die Leitwerte von Aluminium und Kupfer hier bei geschrieben.
    Cu = 58,00 x 10 hoch 6 S/m
    Al = 36.59 x 10 hoch 6 S/m
    Wie mann sieht, liegen die beiden werte doch weit auseinander.
    Wenn Microfire hier echt reines Kupfer verwendet ist das ein Schritt in die richtige Richtung, finde ich. Und außerdem sieht das echt gut aus.
     
    #7 Sergakim, 21. Juli 2014
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juli 2014
  8. Das ist aus meiner Sicht eher ein Gimmick, das -wie du schon sagst- gut aussieht. Der Leitungsquerschnitt des Batterierohres ist eh nicht das Problem, da mehr als ausreichend. Deshalb machen wohl auch die anderen Hersteller keine Batterierohre aus Kupfer.

    Entscheidend und Schwachstelle zugleich sind eher die Übergangswiderstände bei den schmalbrüstig dimensionierten Leitern wie etwa Kontaktfedern, Schalter, LED-Zuleitungslitze u.a. Selbst die Zuleitung auf den LEDs selbst rücken neuerdings in den Fokus.

    Nicht umsonst knöpfen sich unsere Modder im Forum oft diese Stellen vor und verwenden z.B. Überbrückungslitze für die Federn, dickere Kabel oder verlustarme Schalter.

    Dass Hersteller irgendwelche Dinge vergolden, hat eher mit Korrosionsbeständigkeit als mit besserer Leitung zu tun.

    Nichtsdestotrotz schadet das Kupferrohr aber auch nicht, deshalb wollen wir nicht meckern. Einen besonderen Nutzen wage ich zu bezweifeln, erst recht bei einer Lampe mit solch vergleichsweise geringen Strömen, wenn man sie mit Powerlampen vergleicht.
     
  9. Du wirst wohl recht haben aber ich kann mir kaum vorstellen warum die sonst teuers Kupfer dafür verwenden wenn es kein logischen Grund hat. Aber selbst wenn das nur minimale Erfolge erbringt finde ich ist das gut weil Microfire besten willen zeigt alles raus zu holen was geht. Ich bin selber Handwerker und liebe es wenn alles schön aussieht auch da wo mann nicht oder selten reinschauen kann.:D
     
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